o. In Hofeld ist nur ein Privatanschlußgleis, an dessen
esißer besondere Gebühren bezahlt werden müssen. Dann
unsche ich auch eine Verbindung der Rhein-Nahebahn
t der strategischen Bahn und zwar von Fischbach nach
uterecken unter Berührung von Sien und Grumbach,
„dringend um einen Anschluß an die Eisenbahn bitten.
Um auch Reisenden vierter Klasse Gelegenheit
chnellerer Beförderung zu bieten, ist vor einiger Zeit
ndem preußischen Ministerium der öffentlichen Arbeiter
sämtliche unterstellte Gisenbahndirektionen eine Verflügung
hin ergangen, auf denjenigen Linien, für die ein bezüg—
hes Bedürfnis anzuerkennen ist, beschleunigte Personen⸗
ige einzulegen, die mit Eilzugsgeschwindigkeit fahren, un⸗
rwegs keine längeren Aufenthalte haben und an den
altepunkten, Haltestellen sowie auch an Stationen mit
rhältnisnäßig nur geringem Personenverkehr überhaupt
cht anhalten. Demgemäß verkehrt im Eisenbahndirektions—
zzirk Saarbrücken seit dem 1. ds. M. ein neues beschleu—
igtes Personenzagspaar auf der Strecke zwischen Saar—
rücken und Trier (Saarbrücken ab 9.50 Uhr nachmittags,
n 11,40 Uhr vormittags), und für die Strecke Saarbrücken⸗
zingerbrück und zurück ist die demnächstige Einlegung ei—
s solchen in Aussicht genommen.
Unglücksfall. Ein Aushilfsbursche des Metzgermeisters
rn Eich ist gestern abend verunglückt. Das Pferd wollte
it dem Wagen, auf welchem der Bursche saß, durchgehen.
urch deu Anprall des Wagens an einen Zaun wurde der
ursche vom Wagen herabgeschleudert und fiel auf den
opf. Blutüberströmt brachte man ihn zu Herrn Sanitäts—
t Specht, welcher ihm Verbände anlegte. Die Wnunden
dwohl ernster Natur, jedoch nicht lebensgefährlich.
Merzig, 23. Mai. Has Hotel zum Bahnhof in Prims—
iler, Kr. Saarlouis, ging auf der am letzten Freitag
attgefundenen Versteigerung in den Besitz der Aktt.-Brauerei
derzig über. Der Preis beträgt 58000 Mark. Die bis—
rige Inhaberin, Witwe Bendel, erstand vor mehreren
ahren dasselbe Hotel für 70000 Mark.
Aus Elsaß⸗Lothringen. Auf dem den de Wendel'schen
ruben zugehörigen Siwon chachte bei Forbach'wurden einige
olzstempel, die überlastet waren, eingedrückt, wobei das
ederbrechende Gestein fünf Arbeiter schwer verletzte; drei
rselben liegen hoffnungslos im Spitale zu Stieringen—
endel darnieder.
Rleinrosseln, 285. Mai. Ein etwa 4 Jahre altes Mäd—
en, welches mit Gefährten im Wäldchen spielte, wurde
on einem verkommenen Burschen mißbraucht. Der Vater
es Kindes kam hinzu, worauf das Scheusal entlief und
on dem Verfolger leider nicht erwischt werden konnte, da
oeser stürzte und sich verletzte.
Brand infolge Kurzschluß. Indolge von Kurzschluß
rach in Heringsdorf in der Wohnung des Brückenwär—
rs auf dem großen Brückenkopf der Kaiser Wilhelm—
zrücke Feuer aus, das in dem Holzbau schnell um sich
riff. Trotzdem die drei Feuerwehren von Heringsdorf,
chwinemünde und Bansin sehr bald eintrafen, brannte
och die rechte Seite des Bauwerkes die Wohnung und
er Geschäftsraum des Brückenwärters, sowie der Musik—
zavillon herunter. Auch oben auf der Mitte des Pla—
zaus hat der Brand Schaden angerichtet. Nach einstün—
iger Arbeit gelang es schließlich, den Brand zu löschen.
)er niedergebrannte Teil wird sofort wieder aufgebaut
ud bereits zu Ansang Juli wieder bezogen werden.
Zug entgleist. Der Dienstag Vormittag kurz nach
uyt von Breslau abgelassene Eilzug nach Glogau ent—
leiste bei einer UmbausteLe hiuter dem Bahnhof Klein—
resa. Die Lokomotive Fel uUm, der Lokomotivführer
zcheumann, die Hilfszugsührer Heppe und Klose wurden
m ganzen Körper schwer verbrüht. Drei männliche Pas—
agiere und ein junges Mädchen wurden leicht verletzt.
Das Befinden Peter Roseggers. In Graz war
as Gerücht verbreitet, um Rosegger stehe Fes schlimm.
er erkrankie während der Pfingstfeiertage in Krieglach an
hwerer Bronchitis und sein Zustand verschlimmerte sich
glich. Das Fieber ging indes wieder zurück und gegen—
zaürtig besteht keine Gefahr, doch ist der Patient sehr
hwach. Er darf das Bett nicht verlassen.
Bomben-Explosion. Bei dem Denkmal der Opfer
es Atientats am Tage der Hochzeit des Königs von Spa—
ien (341. Mai 1906) explodierte in Madrid eine Bombe.
)er Täter, der waährscheinlich zum Gedächtnis der Schrel—
enstat handelte, wurde durch die Bombe geilötet; sonst
yurde kein erheblicher Schaden angerichtet. (Nach einer
päter eingetroffsenen Meldung hat sich der Täter erschos—
en, als quf den Knall der Explosion mehrere Polizisten
jerbeteilten. Er war ein gut gekleideter Mann im Alter
on 35 bis 40 Jahren, der keine Ausweispapiere bei sich
rug und aus dessen Wäsche die Zeichen entiernt waren;
itree die Bowbauin einem MGafte
Neueste Nachrichten und Telegramme.
Berlin, 24 Mai. Die Gerüchte über eine Erkrankung
s zweiten Sohnes des Kronprinzen werden dem Depech—
»Burean Herold auf Anfrage vom Hofmarschallamt be—
ätigt. Prinz Louis Ferdinand ist an einem fieberhaften
ronchial⸗Katarrh mit gleichzeitiger Mittelohrentzündung
krankt. Der Verlauf des Krankheitsprozesses ist jedoch
n befriedigender.
Landau, 23. Mai. In der hiesigen Militärschwimm—⸗
sule wurde der Soldat Klade aus Diedesfeld von der
?. Kompagnie des 18. Infanterier giment bei Schwimm—
ungen von Krämpfen bhefallen und ertrcat
J Cine Bornenkrone.
Historischer Roman von Freiherr von Winterfeld.
8 Zu Napoleon eilen, sich und ihre Kinder unter sei⸗
en Schutz stellen, war das einzige, was sie jetzt tun
connte. Er wußte ja, wie es sich geziemte, einer ver⸗
assenen Frau zu begegnen, hatte er doch selbst vor we—
nigen Monaten ihrer Mutter ein gleiches Schicksal be⸗
euet, als er sie verlassen hatte, um sich mit einer Toch⸗
er aus einem alten europäischen Fürstengeschlechte, mit
iner österreichischen Prinzessin zu vermählen.
Sie zögerte auch nicht mit der Ausführung dieses
ntschlusses. Sie achtete nicht auf ihre Müdigkeit durch
ie eilige Reise, kanm daß sie sich Zeit gönnte, ihre Rei⸗
kleider zu wechseln.
Der gewaltige Mann, der auf dem Höhepunkt seiner
Nacht stand, vor dem halb Europa zitterte, vor welchem
ch Kaiser und Könige beugten, empfing seine ehemalige
tieftochter zwar auf das Zuvorkommendste. Als sie ihm
ber kutz das Vorgefallene geschildert hatte und um sei⸗
en Schutz, um seinen Rat bat, da wurde ihr sofort klar,
aß sie soichen nicht zu erwarten hatte.
Als Herzogin von Saint Leu redete er sie an und
araus schloß sie, daß sie nimmer nach Holland zurück⸗
ehren würde und der Schritt seines Bruders ihm durch⸗
ns nicht unerwünscht kam. Eine unendliche Bitterkeit,
vie sie jolche noch nie in ihrem Leben empfunden hatte,
rsahle sie Aber die Scheu vor diesem gewaltigen Manne,
er so ties in ihr· Leben eingegriffen hatte, indem er die
—E derlassene Generalstochter zur Gräfin, Königin
ind noch Verlust des Thrones zur Herzogin erhob, hielt
bihn weiler mit Kiagen und Bitten zu bestürmen.
*Sie hörte auch kaum mehr auf seine Worte, wie
dummen und Brausen re es Wy in pr Ien
p . Sie die Kinder so, daß sie nie
les ꝓr denken haben. dak üe einit,
Kaiserslautern, 23. Mai. Der Zuschläger Philipp Gut—
eil aus Weiler versuchte Sonntag Abend seine Frau, mit
er er in Scheidung begriffen war, zu ermorden. Er wur—
e verhaftet und ins Gesängnis verbracht. Dort hat sich
Butbeil erhängt.
Köln, 24. Mai. Die Leiche des seit Ansang Mai
vermißten Hoteldirektors Koelle wurde bei Monheim aus
em Rhein geländet. Sie zeigte keinerlei Verletzung, auch
var noch eine gröäßere Summe baren Geldes vorhanden, so⸗
aß ein Verbrecheu kaum vorliegen dürfte.
Altenessen, 23. Mai. Auf der Zeche Helene Amalie
reignete sich heute nachmittag ein schweres Unglück. Beim
lbteufen eines Schachtes fiel durch das Offnen einer Klappe
in etwa fünf Fuß langer Bohrer aus beträchtlicher Höhe
uf den Drittelführer Veutgen und den Knappschaftsältesten
zchulte sowie auf den Bergschüler Schröpfler. Veutgen
ind Schröpfler waren sofort tot, während Schulte einen
chweren Schädelbruch erlitt. Außer den Dreien wurden
wei Bergleute leicht verletzt.
Essen, 24. Mai. Wie die Rheinisch-Westfälische gei—
ung erfährt, it nach einer Erklärung vom Ministertisch
m Finanz⸗Ausschuß des Herrenhauses ein Erlaß in Vor—
ereitung, der dem Staat größeren Einfluß auf die Ver—
valtung der höheren Schulen einräumen soll.
Münster i W., 23. Mai. Beim Anfeuern der Lokomo—
've eines fahrenden Personenzuges bemerkte der Heizer
Nehl, daß sich zwischen den bereits in die Feuerung hinein—
eworfenen Kohlen eine Dynamitpatrone befand. Schnell
itschlossen griff M. in die Feuerung und holte die Patrone
eraus und verhütete damit ein unabsehbares Unheil. Di
iesige Eisenbahndirektion bedachte ihn für sein heldenhaftes
andeln mit einer außerordentlichen Belohnung.
München, 24. Mai. Auf einer von 15000 Landwir—⸗
en aus gonz Bayern besuchten, vom Zentrums-Abgeordneten
„eim nach Regensburg einberufenen bayrischen Bauernbund⸗
Jersammlung wurde die Verbrüderung des Zentrums mit
en bayrischen Bündlern ausgesprochen. Reichstags⸗Abgeord—
eter Erzberger proklamierte für beide Teile den Kampf
jegen den Hansabund, unter dessen Druck sich die nächster
Vaählen 1911 vollziehen würden, wie Dr. Heim ausführte.
Königshütte, 24. Mai. Hier wurde ein Grubenarbei—
er verhaflet, der, wie bereits gemeldet, ohne jede Veran—
issung auf Mitglieder des Stenographenvereins einige
zchüsse abgegeben hatte, durch die sechs Personen verletzt
orden waren.
Potsdam. 26. Mai. Das Befinden des Prinzen Louis
zerdinand, des zweiten Sohnes des Kronprinzenpaares,
er an einer Mitlelohrentzündung erkrankt ist, hat sich im
aufe des gestrigen Abends gebessert. Die Kaiserin weilte
—
ar nicht anwesend, es weilt auf seinem Schlosse in Oels.
er Kronprinz wurde telegraphisch von der Erkrankung
ines Sohnes benachrichtigt.
Königsberg, 26. Mai. Russische Zollbeamte feuerten
der Näahe von Dinxperlo auf einen Deutschen aus Mül—
eim stammenden Kraftwagen, der auf Anruf nicht schnell
enug hielt. Der Führer des Auto behauptet, nicht über
ie Grenze, sondern nur in der Nähe der Grenze gefahren
u sein. Die russischen Grenzsoldaten nahmen aus dem nach
en Schüssen haltenden Auto einige Schinken und 2 Säcke
nit Pferdefutter und entfernten sich schleunigst damit.
Bern, 25. Mai. Eine Feuersbrunst zerstörte Fonteney,
haͤuser sind eingeäschert. 5 Tote sind geborgen.
Zürich, 24. Mai. Eine gewaltige Lawine, die vom
zieco Pozano niederging, erreichte die Dörfer Catto und Lo—
engo. Die vordersten Häuser wurden niedergerissen. Un—
er der Bevölkerung herrscht Bestürzung.
Paris, 24. Mai. Der Bauernbursche Oliva, genannt
er Dämon der Alpen, dem 12 Morde nachgewiesen wur—
en, ist heute morgen in Sisteron (Depart. Basses Alpes)
ingerichtet worden. Oliba hatte alle seine Opfer durch
erdrosselung getötet. Trotz strömenden Regens war der
zlatz vor dem Gefängnis, wo die Hinrichtung erfolate.
icht besetzt.
Paris, 28. Mai. Der gestern früh in Saarbrücken
uufgestiegene Kugelballon „Saar“, in dessen Gondel sich
in deuischer Offizier und zwei Ingenieure befanden, ist
gestern Nachmittag bei Sanzey in der Nähe von Toul
iedergegangen. Die Luftschiffer gerieten bei dem Anprall
inter die Gondel, wurden jedoch von Automobilisten rasch
reigemacht. Der Offizier, ein Leutnant des 70. Infanterie⸗
degiments, erlitt dabei eine Verstauchung. Ein Polizei⸗
ommissar unterzog die Luftschiffer dem üblichen Verhör.
Paris, 20 Mai. Der Zug Paris-Suresnes ist auf
gahnhof Moulineaux entgleist. Der Lokomotivführer und
Zeizer wurden getötet, 2 Reisenden erlitten Verletzung.
Paris, 26. Mai. Eine Meuterei ist im Regiment in
Nimes ausgebrochen. Die Einzelheiten melden: Als die
Zoldaten, die im Lager von Mascelon eintrafen, fanden
ie, daß das Stroh, welches ihnen als Lager dienen sollte
ollständig durchnäßt war, überhaupt war die Lagerstätte
urch den Regen durch und durch naß. Die Soldaten wei—
erten sich deshalb ihre Schlafstelle dort aufzuschlagen
ffiziere und Unteroffiziere versuchten sie von ihrem Vor—
aben abzuhalten. Sie bildeten einen Kreis um die Sol⸗
aten um 2u verhindern. daß dieselben ausbrechen. Ein
venn ich es fordere, sie mir allein zu dienen haben
ind meine Interessen vor allen anderen gehen. Hätte Ihr
hemahl dies beachtet, säße er noch heute auf Hollands
hron,; Aber er ist krank und dies mag ihm entschul⸗
igen.
Tief verletzt von der Art und Weise wie der Mam
on deim sie Schuß und Hilse erhofft, ihr lediglich Pflich⸗
en eingeschärst hatte, dessen Interessen allein sie und ihre
rinder dienen sollten, verließ Hortensie den Kaiser und
ilte in die Arme ihter Musfer nach Malmaison.
21. Kapitel.
Tumultarisch war die Bewegung in der Residenz und
janz Holland, als die Thronentsagungsakte des Königs
zffentlich proklamiert wurde.
Die Häupter aller Parteien in dem von den ver⸗
chiedenattigsien Bestrebungen zerrissenen Volke streckten
egierig die Hand aus oder schmiedeten verborgen Pläne,
zas Abergewicht zu erlangen, schürten den glimmenden
Funken zur hellen Flamme an.
Indem im ersten Augenblick erstandenen Gewirr
laubte auch Mynheer van der Weren endlich die Zeit
jekommen zu sein, die er so lange schon herbeigesehnt
jatte, wenn auch seine geheimen Pläne selbst es doch
nicht eigentlich herbeigeführt hatten, daß König Ludwig
iner Bürde entsagte, die ihm zu schwer geworden war.
Aber all die an die Entsagung des Königs geknüpften
Zoffnungen sollten noch nicht in Erfüllung gehen, denn
Jald traf Marschall Oudinot mit seinem Armeekorps ein
ind führte zunächst das Regiment Napoleons weiter.
Der König aber kümmerte sich um all diese Bor⸗
änge nicht mehr; er hatte die Prinzen unter sicherer
zegleitung nach Paris zu seiner Gattin bringen lassen
Iind traf nun selbst seine Vorbereitungen zu Abreise. Nur
ein, alter Kammerdiener und noch zwei vertraute Perso—
ien sollten ilinmm mit ins Eril folgen X
Teil der Meuterer schenkte den Offizieren Gehör und kehrten
urück. Die Uebrigen aber, zirka 100 Mann durchbrachen
»cn Kordon, wobei Oberst Casteing, Kommandeur des 42
Regiments von einem der Meuterer durch einen Schla—
nit dem Gewehrkolben zu Boden geschmettert wurde. Als—
ie Meuterer in Nimes eintrafen, fuchten sie den Bürger—
neister, welcher ein sozialistischer Abgeordneter ist auf, fan—
zen denselben jedoch nicht. Daraufhin zogen sie vor das
VLolkshaus, wo sie einigen politischen Persönlichkeiten be—
Jegneten, die sie dort zur Ruhe aufforderten, inzwischer
ergaben sich die Meuterer den eingetroffenen Soldaten. De—
Zoldat, der den Oberst niedergeschlagen hat, ist festgenom
men. Gegen 5 der Haupträdelsführer ist kriegsgericht—
liche Verfolgung eingeleitet. Es sind Maßregeln getroffer
worden worden, um ein weiteres Umsichgreifen der Meutere
zu verhindern. Der größte Teil der Bevölkerung von Nie—
nes steht auf Seiten der Menterer. 4 Haupträdelsführe
ind verhaftet. 3 Regimenter sind zur Bewachung abgerückt
London, 25. Mai. Der deutsche Dampfer Geestemünde
st hier mite7 schiffbrüchigen Engländern eingetroffen. Es
st noch der Rest der Mannschaft „Florence Groß“ der
»on der „Geestemünde“ auf der Höhe von Langstone an—
gerannt wurde und gesunken ist.
Petersburg, 24. Mai. Zum großen Erstaunen mmi
itärischer Kreise erschien in der englischen Zeitschrift En—
geneery Review die genauen Pläne und Zeichnungen de
ussischen Schiffsbauten, die nicht einmal der Landesvertei
igungs-Kommission anvertraut worden sind. Das Ma
ineamt ist nicht in der Lage eine Auftlärung zu geben
ber den Verrat begangen haben könnte.
Newyork, 25. Mai. Der Dampfer „Goodyear“ ist
y»nn dem Dampfer „James Wood“ auf der Höhe von
tleveland in den Grund gebohrt worden. Von den 23
Mann der Besatzung gingen 19 mit dem Schiffe unter, nur
ier Mann konnten nach langen Bemühungen in Sicherhei
ebracht werden
Bekanntmachung.
Die Büros des Vürgermeisteramtes bleiben
am Donnerstag, den 26. Mai 1910 (Fronleich
nam) geschlossen. Nur das Standesamt ist an
diesem Tage Vormittags von 9210 Uhr zur
Beurkundung von Totgeburten und Sterbefällen
geöffnet.
DZudweiler, den 24. Mai 1910.
Der Bürgermeister und Standesbeamte
Jo st.
Todes-Anzeige
Heute Dienstag morgen halb 12 Uhr ver—
schied ganz unerwartet mein lieber Gatte, unser
zuter Vater, Großvater, Onkel und Neffe
l l g üch
uüddww. Johann bruckner
im Alter von 539 Jahren 5 Monaten und 13
Tagen.
Dudweiler, Wellesweiler, Camphausen.
Jägersfreude, den 24. Mai 1910.
Die Beerdigung findet am Donnerstag
nachmittag 5 Uhr vom Sterbehause Bergftraße
41 aus statt.
0C COGOCDCSOOCOOODOOGCO
*
Blumenpapiere u.
künstliche Blumen
erhält man sehr preiswert bei
Heinrich Kahm.
—
Er hatte eigentlich auf keine Naächricht von seiner
Zattin mehr gehofft; er war daher einigermaßen über⸗
ascht, als er kurz vor seiner Abreise noch folgendes
Schreiben von ihr empfing.
Malmaison, im Inli 1810.
Graf von Saint⸗Leu!
„Die Krone, welche Ihren Frieden genommen,
hat auch mein Herz gebrochen — ich begehre sie nicht
nehr. Ich verzichte auf ihren Glanz, auf die Ehre,
die sie mir reichen konnte, die beide dem Verlangen
—V0 Umständen
pollständig fremd geworden sind.
Von Rapoleon bin ich unterrichtet, daß unser älte⸗
iter Sohn, den Sie zum König von Holland ernannt
jaben, bereits seit dem 3. März Großherzog von Cleve
uind Berg ist und daß Holland als französische Pro⸗
inz verbleiben soll. Der kaiserliche Besehl überhebt
nich der öffentlichen Erklärung, daß auch ich die Krone
ausschlage, die das Glück meines Gemahls vernichtet
hat.
Ludwig! — Hätten Sie einst Hortensie Beauhar⸗
nias vertraut, was die Königin von Holland zu spät
ersahren mußte — Sie wären glücklich geblieben, glück—
ich geworden. Meine Hand hätte Ihnen nie Fesseln
ingelegt — ich hätte das eigene Herz eher gebrochen,
ils das Ihre beiastet — ich hätte gerungen zu den
Füßen Napoleons um Freiheit für Sie!
Sie haben mich Ihres Vertrauens nicht wert ge⸗
halten, Sie dachten zu klein von der jungen Hortensie,
zu klein noch von Ihrem Weibe.
Ich verzeihe Ihnen aus dem Grunde meiner Seele,
ich weine Ihrem Geschick heiße Tränen des Mitgefühls
aach — für Ihren Frieden, Ludwig — bete ich zu
Hoitt!
Vaßtnhüüder Ieren
Ro—
asenhtüher-Uerein
Dudweiler.
Her Verein beteiligt sich am nächsten Sonntag den 29. ds. Mts.
40. Kriegertage
der Pfälz. Kampfgenossenschaft in St. Ingbert.
Antreten um 1 Uhr nachm. bei Kamerad Laub.
Um zahlreiche Beteiligung bittet der Vorstant
Epangelilcher
Arbeiter⸗Verein
Dudweiler.
Oie Beerdigung unseres verstorbenen Mitgliedes Her—
Ludwig Brückner
findet am Tonnerstag, den 26. Mai nachmirtags um 5 Ut
tatt. Um zahlreiche Beteiligung wird dr'ngend gebeter
Antreten am Sterbehause Bergstraße Nr. .
Der Vorstand.
Danksagung.
Fur die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei d
Hinscheiden meiner lieben Gattin
*
Frau Katharina Hebel
sage ich allen Beteiligten insbesondere den verehrlich
Kranzspendern innigsten Dank.
Der tieftrauernde Gatte
Jakob Hebel.
Dudweiler, den 25. Mai 1910
————— *
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imerer Vereinsangelegenheiten sewige Jucken Tag und Nacht nich.
werden die Herren vom Turnratsruhen ließen, Rach einer Ein
hebelen, vollzählig erscheinen Fjreibung von kaum 14 Tagen mi
hollen. waren meine Flechten vollständie
—IAsseei — Ihre Seife ist
nicht 1.50 M., sondern 100 werr
596 Gesang erein Sergeant M. in G. a Stck. 50 Pf
Tsialia (1305ig) u. 150 Mu. (soic
— 9 * ärkfise Form). Dazugehörig
Morgen Donnerstag nachm egh ⸗Creme 75 Pf. u.2 9
iifsi eͤrn Inckooh Seife (mild) 50 P
gemütliche iv belerun Loerke
Zusammenkunft ꝛediein au Zrogerie Dudweler
m Vereinslokale, wozu sämtlichel nspe ktoren-Stehung.
Mitglieder gebeten werden, zu er Puchtige, strebsame AK qussi
cheinen sowie die Musgikb teure, land wiatsechartl
Vorstand Beamte, pens. Lehrer ete.
2 F die beabsichtigen, sich in der Vĩ eh-—E
Versieherungs-Rranehe
auszubilden, werden unter günstig
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