Full text : Dudweiler Zeitung

o

chstoff, der in geringer Entfernung unsichtig wird und
her kein gutes Zielobjekt mehr abgibt, ebenso weist die
ue Uniform nichts Glänzendes an Knöpfen und Abzei—
en auf, — Das erste Garde-Feldartillerie-Kegiment iü
reits damit ausgestatttttee.
Die Moden alter Zeit. Unsere heutige elegante
zelt greift so gerne zurück in frühere Zeiten, um den
ormen ihrer Kleidung immer wieder den Reiz der
euheit zu geben, daß wir uns vielleicht Dank verdienen,
enn wir ihnen zeigen, was in früherer Zeit die Mode
er Welt bescherte. Zu Anfang des siebenjährigen
rieges trug zwar das schöne Geschlecht keine Reistöcke
ehr, doch waren an ihre Stelle kleinere getreten, die
och immer einen ansehnlichen Umfang hatten; eine
schnürbrust engte den Leib (auch heute noch!) ein, die
schuhe hatten hohe Absätze und machten dadurch das
jehen beschwerlich. Beim Ausgehen trugen die Damen
ne Art kurzer Mäntel, Saloppe genannt, mit und ohne
apuze, die sehr bequem und meist von schwarzer Farbe
jaren. Fächer und Handschuhe spielten eine große Rolle.
zrauen von Distinktion, sagt Herr von Uhlenau, hatten
idene Saloppen, die der Bürgersfrauen waren von leich⸗
m Tuch oder Zeug. Nur die Regenschirme unterschieden
ch wesentlich von den unsern, denn ste waren von
dachsleinwand; doch waren sie auch erst seit kurzem er⸗
inden und ihre Träger zogen sich noch oft den Spott
er Menge zu, welche die Nützlichkeit etnes solchen Mö—
els nicht einzusehen vermochte. Auch bei der damaligen
aännlichen Tracht finden wir viel mit der unsrigen Ueber⸗
instimmendes. Der Gebrauch der Stieseln ward damals
nmer allgemeiner und die weiten Röcke mit weiten Aer—
neln sagten der wachsenden Bequemlichkeit der Männer
hr zu. Freilich dürfen wir an die Perücken nebst Haar—⸗
eutel und Zopf, sowie an die lange Schoßweste nicht
enden, welch letztere übrigens immer seltener wurde.
Borer-Weltmeisterschaft. Ter Neger Jeck Johnson
ird mit James J. Jeffries am 4. Juli d. J. d. n Nampif
n die Weltmeisterschaft im Boxen aussechten. Es ist an—
mehmen, daß Jeffries, der in den 50er Jahreun steht

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ames Neffries ver Neger Jaek dJoknso
id aus dem Training heraus ist, un erliegen wird. Es
id vere is sahlresche Wetten abgeschlossen worden, die
eisten jedoch zu Gunsten Johnsons.
List über List. Vor Gericht standen mehrere Land⸗
eute, als Wilddiebe angeklagt. Die Forstbeamten waren da—
u gekommen, als die Diebe eben einen Hirsch ausweideten;
etztere waren geflüchtet, hatten aber die Gewehre zurückge⸗
afssen; diese lagen nun cuf dem Gerichtstische. Die Ange—
lagten leuoneten, keiner wollte eines der Gewehre kennen.
a sie nicht üverführt werden konnten, mußte ihre F
prechung ersolgen. Der Präsident verlündigte ihnen letztere
inter kurzer Begründung, die er in gleichguüttigem Ton mit
en Wor en schloß: „So, jest kann jeder sein Gewehr neh—
nen und wieder heinmgehen.“ Flugs hatte jeder der Bauern
cin Gewehr ergrifsen um sich damit zu entferaer. Nicht min;
er schnell war aber der Staatscnnwalt wieder bei der Hand,
m eine neue Auflage mit beilerem Erfola ins Wert zu
ebßen.
Ein Hofmann, der mit einem reichen Banlier in
Postwechsel geriet, woute denseiben die Weuig ert seiner
zerson fühlen lassen, indem er sagte: „Vergessen Sie
St, mein Herr, daß Sie mit einem Manne von gro—
,n Qualitäten reben.“ „Und Sie, mein Herr“, entges
Ule der Bankier, „inögen nicht vergessen, daß Sie mit
inem Manne von g oben Quantitäten reden.“
Es gibt so weng edle Menschenherzen,
Die wenigen, sie sollten sich verstehen.
Bereinzelt geht im großen Strom der Welt
Zin jedes unter, und nur Gleichem zugesellt
Zermaa es sich in schönem Glanz zu zeigen.
*
das Vaterland denkt des Getreuen immer, ß
8lang ihn schon des Grabes Nacht umhüllt,
Lud pflamzt zuletzt auf seine eignen Trümrner
—F Bild.

*
Nur der gelass'ne Mensch ist Herr des Lebens
Und Ruh im Innern zwinat den äußern Sturm.

zufriedenheit ist große Kunst,
Zufrieden scheinen, großer Dunst,
Zufrieden werden, großes Glück,
Zufrieden bleiben, Meisterstück.

*

giel Wesens mach' ich nicht,
dem Hochmut bin ich feind;
Wer LUeu und redlich ist,
Ded Ut mein bester Freund⸗

Beltlerliebe. 8W
WVon Theodor Stornt,
O laß mich nur von ferne stehn
ind hangen stumm an Deinem Blid;
du bist so jung, Du bist so schön,
Aus Deinen Augen lacht das Glück,
—*
Und ich so arm, so müde schon,
yIch habe nichts, was Dich gewinnt.
Duwär' ich doch ein Königssohn,
Und Du ein arm verlorenes Kindl
2

. die pnauderecke.3
— 45
A— ——— —
Dizdünnsten Talllen haben die Brastligne—
innen, nach den Fekstéssungen einer Fabrik von Modell⸗
uppen in Par!s, die wöchmllich zitka 12- bis 15 000
ieser nach lebenden Modells gearbeiteten Gestelle aus
zran'sreich nach dem Auslande sendet. Brasilien verlangt
umeist Puppen von Modell 40-42, Frantreich von 42
is 44, welche Nummern auch die Schweiz und Italien
eziehen. Die Engländerinnen und Amerikanecinnen be⸗
ürfen der Größen 14–546 und die Belgierinnen, Deutschen
ind Ruffinnen bestellen die Modzlle 46—48. Na, nal)
Fin Ceheimnis der Modellsabrit ist, daß sie ihre ideal
ebauten lebenden „mannequins“ in Gips gießen und aus
en Gipssormen nachher weiche Papermacheformen sertgen
äßt. Die meisten werden mit schwarzer Seide überzogen
ind auf Holzfüße gestellt, viele gehen aber auch ihrer
reichtiglkeit wegen im bloden Papiermache ins Ausland.
die Fabrik hat lange Kataloge, nach deren Nummern
roße Couturiers sich oft für einzelne reiche Kundinnen
eren Körper ähnliche Modellpuppen kommen lassen.
Große Gehälter. In den Vereinigten Staa⸗
en hat ein Konteradmiral 7500 Dollars, ein Richter
m höchsten Gericht 11 000, ein General 12000, der Ge⸗
indie an einem größeren europäischen Hof ungefähr
8000, der Direktor der Versicherungsgesellschaft „New⸗
hort“ 75 000, der Direktor ron „Mutual Lise“ 100 000,
on „Equitable“ 104 9000 von „Zentral Newyork“
05 00d und der großen Stahltrusts „Carnegie Morgan“
Million Dollars Jahresgehalt.
Diegrößte Garderobe dürfte wohl Elisa⸗
hjeth, die Tante des Kassers Peter 3. von Rußland, be—
essen haben Man fand in ihrem Nachlasse 15 360 zum
Tdeil noch niemals getragene Kleider, zwei große Kisten
nit seidenen Strümpfen, zwei andere mit Bändern, einige
zausend Paar Schuhe und Pantoffeln. Sie liebte den
zutz und Kleidertand in so hohem Grade, daß sie einen
esonderen Katalog ihrer Garderobe anlegen ließ. Von
en damals modischen Mantillen sand man nach ihrem
ode gegen 7000 Stüd darin verzeichnet —8

. der Wißbold ..3149
—2 —e—Ô,⏑—,o,
Zweifelhafte Kritik. Junge Dame: Nun,
Zzerr Asiessor, finden Sie meine neuesten lyrischen Gedichte
qübsch?“ — Assessor: „Großartig, mein Fräulein! Leider
komme ich aber nur kurz vor dem Einschlafen dazu, sie zu
lesen.“ e
να *
Stimmt. Der Porträtmaler Klier hat viel zu
tun, obwohl er schlecht malt.“ — „Ja, er malt laurer
häßliche Weiber, und die sind ihm um so mehr erkennt⸗
lich, je weniger erkenntlich er sie malt·.
— a *
Scherzfrage. Weshalb macht die Liebe
qzlind?“ — „Weil sich die Liebenden gegenseitig soviel
ZSand in die Augen streuen.“
n
Günstig. Er: „Mein Kollege ist ein merkwürdiger
daug: alles, was er siett, will er haben.“ — Sie: Da
telle ihm doch einmal unsere Tochter vor“
*
Auch eine Leistung. Wamperl: „Mit der An—
lalkoholikerei da haben 's an Lärm ... als cbu das gar
o 'was wäre? ... Ich habe auch schon 'mal volle zwölf
-ztunden lein Bier gerrunten'“
—
Lakonisch. Dandstrescher: „Wat, Handschellen soll
ck kriegen? Ta protestiere id!“ — Genderm: „Wenn De
nich ruhlg bist, kritgsie ooch noch 'n paar Mau schellent“
B ⸗&&—————ZZt sα)αα àασαàααααäοααOσ 9ιιäαααααααæäαα—
Neueste Nachrichten und Telegramme.
Kreuznach, 22. Mai. Aus Angst vor dem Kometen
urde eine Bauersfrau auf dem Wochenmarkt irrsinnig
Zie lief durch die Straßen zur Hl. Kreuzkirche, warf sich
uf die Erde und küßte den Boden mit lautem Geschrei
Nan brachte sie mit Gewalt zum Bahnhof, wo sie die
leichen Szenen wiederholte. Die Unglückliche mußte
chließlich in das Krankenhaus gebracht werden.
Trier, 23. Mai Der 31jährige Bahnarbeiter Jakob
Zritzius gab heute nachmittag auf seine Frau drei Revolver—
chüsse ab, von denen einer die Herzgegend traf. Die Frau
vurde sofort in das Bürgerhospital überführt, doch ist nach
lussage der Arzte keine Aussicht vorhanden, sie am Leben
u erhalten. Das Motiv der Tat ist in ehelichem Zwist
u suchen. Britzius soll seine Frau häufig in roher Weis'
rißhandelt haben. Nach der Tat flüchtete er auf den Dach
oden, wo er sich versteckte. Als die Polizei ihn hier aufind,
 suchte er die Sache so darzustellen, als seien die
zichüsse unversehens losgegangen. Es sind aber Zeugen
orhanden, die den Vorgang mit angesehen haben.
Wiesbaden, 28. Mai. Heute morgen wurde die 72
zahre alte Privatiere Sophie Meininger in ihrer Wohnung
m Bette erstickt aufgefunden. Die alte Dame hatte aus
Inlaß des Todestages ihres Bruders nachts ein Licht auf
hrem Nachttisch brennen lassen, das auf das Bett fiel und
ie darin befindliche alte Dome bei lebendigem Leibe ver—
rannte.
Berlin, 23. Mai. Heute Mittag ereignete sich bei ei—
er Stallrevision im 4. Garde-Feld-Artillerie-Regiment zu
Lotsdam ein schwerer Unfall. Der Batteriechef Hauptmann
»on Meinro-Lanchert trat zu nahe an den Stand eines
törrischen Pferdes uud erhielt von diesem, als er sich bückte,
zeinen Schlag mit dem Hinterhufe ins Genick. Der Haupt—
nann stürzte sofort besinnungslos nieder und wurde in be—
denklichem Zustande in das Garnisonlazgrett in Pofsdam
gebracht.
Berlin, 24. Mai. Wie uns von zuständiger Seite mit—
geteilt wird, werden für den wahrscheinlichen Fall eines
andauernden Zurückbleibens der Reichseinnahmen hinter
dem aufgestellten Voranschlag im Reichsschatzamt Vorbereit—
ingen stattfinden über Flüssigmachung neuer Reichsein—
jahmen im Betrag von jährlich 250 Millionen.
MDmerlin 24 Maoi. Der Npiotifer Trey. oein Baodonsor

stieg gestern abend um 7.30 Uhr auf dem Flugfelde bei
Johannisthal mit seinem Farmanapparte auf und flog ir
einer Höhe von 350 —400 Meter auf Berlin zu. Er wurde
»on vielen Tausenden auf das Lebhafteste begrüßt, als e—
iber das Brandenburger Tor hinweg nach dem Schlosse
log und dann, dem Laufe der Spree folgend, glücklich nach
Johannisthal zurückkehrte, wo er um 8 Uhr 14 Minuten
landete.
Berlin, 23. Mai. Der Komet ist auch gestern auf der
Verliner Sternwarte beobacht worden. Er erschien bedeu—
end heller, als am Samstag und war bald nach 9 Uhr
nit bloßem Auge gesehen worden. Er zeigte sich als
rundliche nebelige Masse mit Verdichtung in der Mitte.
Essen, 21. Mai. Ein Bergarbeiter ist aus Furcht vor
»em Kometen irrsinnig geworden.
Reuß, 22. Mai. Bei dem am Samstag abend übe,
inen Teil des Kreises Neuß und Grevenbroich niederge—
gangenen Gewitter schlug der Blitz in dem Orte Capellen
nein Gutsanwesen. Dabei wurde ein Knecht getötet und
in Sohn des Besitzers verwundet. Auch im benachbarten
Noithausen schlug der Blitz in einen Bauernhof, durchlie
ämtliche Zimmer, in welchem sich Menschen befanden, ver—
etzite aber uiemand.
Perleberg, 28. Mai. Hier ist heute auf dem Bahn⸗
sjof der 16jährige Arbeiter Uebel aus Kremmen verhaftel
vorden, der heute in Tossow die achtjährige Tochter des
Schlächtermeisters Schröder ermordete und 1000 M. raubte
Wien, 23. Mai. Fürst Max von Fürstenberg hat an
»en Präsidenten des österreichischen Aeroklubs, den Abge—
rdneten Siebexer telegraphisch die definitive Mitteilung ge—
dacht, daß nunmehr als Ankunftstag des Grafen Zeppelir
nit seinem Ballon mit Genehmigung des Kaisers der 10.
Juni festgesetzt worden ist. Der Ballon soll an diesew
Tage gegen 3 Uhr nachmittags vor dem kaiserlichen Schlo
zu Schönbrunn eintreffen.
Wien, 24. Mai. Bei den Verhandlungen der Schutz—
nächte zur Kretafrage“hat Frankreich das Ersuchen gestellt
wvieder auf Kreta internationale Truppen zu landen, um
die Ordnung aufrecht zu erhalten. In Rom hat man die—
em Vorschlage widersprochen. Die Pforte ist aber vor
ämtlichen Schutzmächten dahin verständigt worden, daß die
eabsichtigte Lösung der Kretafrage unter vollster Berück
ichtigung der türkischen Wünsche geschehen werde.
Paris, 23 Mai. In dem Dorfe Vacheresse bei Thonon
ses Bains (Dep. Haute Sovoie) wurden bei einem Wolken⸗
zruch drei Häuser fortgerissen. Fünf Personen kamen ums
Ldeben.
Paris, 23. Moi Hestige Gewitter mit Hagel, die aro—
ßen Schaden an den Saaten anrichteten, werden gemeldet
us Hazebrouck, wo der Blik mehrere Bauernhäuser in
Brand fetzte, aus Lenz, Remiremot und Laon, wo daf
Postoebäude eingeäschert wurde.
Paris, 23. Mai. In der Nähe von Sevres wurd«
gestern ein Deutscher unter Spionageverdacht verdacht ver—
haftet. Er hatte sich in der Nähe der Patronen-Fabrik
Bruyeres bei Sevres in verdächtiger Weise aufgehalten.
Der Mann entfloh, als er einen Polizei-Kommissar auf sick
ukommen sah. Er wurde bereits seit mehreren Tagen
heobachtet. Bei seiner Verhaftung gabe er an, Mechaniker
zu sein und zur Zeit keine Beschäftigung zu haben.
London. 24. Mai. Gestern Nachmittag um 4,50 Uhr
st Kaiser Wilhelm, in dessen Begleitung man den deut—
chen Botschafter und Lord Roberts sah, in Port Vietoria
ingetroffen. Die dort ankernden englischen Kriegsschiffe
euerten den üblichen Salut, als sich der Kaiser an Bord
er „Hohenzollern“ begab, die um 5.45 Uhr die Anker
ichtete.
Madrid, 21. Nach einem Telearamm Pamplona sind
zei Gorriti fünf Köhler, die sich während eines Gewitters
inter einen Vaum geflüchtet hatten, vom Blik getroffen
vorden. Zwei waren sofort tot, die übrigen sind schwer
derwmundet.
Konstantinopel. 23. Mai. Der Marineminister erklärte
den Zeitungs-Korrespondeuten, das Auslaufen der türkischen
Flotte habe derzeit keine kriegerische Bedeutung. Falls die
Lersprechungen der Schutzmächte den türkischen Erwartungen
nicht entsprächen, so würde die Türkei sich selbst ihr Rech'
verschaffen.
New-York, 23. Mai. Das Kanonenoot Venus, de—
Regierung von Nikaragua gehörend, bohrte das Kanonen—
»oot Dmotepe der Rebellen in den Grund. 100 Personen
sind ertrunken. Die Venus hatte ca. 400 Mann und
var gut ausgerüstet.“ Das Boot Omotepe suchte zu ent—
fkommen, wurde aber bei Puntagorda eingeholt.
New-York, 21. Mai. In der Stadt Chenectady ir
Staat New Nork geriet gestern der Barnumsche Zirkus i
Brand, in dem sich gegen 10 000 Menschen befande
Durch Zerreißen der Zeltwände gelang es, so viele Aus
zänge zu schaffen, daß das Zelt geräumt werden konnt⸗
ohne das ernstere Verletzungen vorkamen.,
Newyork, 22. Mai. Bei der Volkszählung, die gegen—
wärtig in den Vereinigten Steaten vvprgenommen wird
hat fich herausgestellt, daß in der kalifornischen Stadi
Flocenoe ein greises Ehepaar lebt, das wohl das ältest⸗
»er Welt ist. Denn der Gatte hat sein 110. Lebensjah
»ollendet, während sie 107 Jahre alt ist. Seit 90 Jahrer
ad die beiden au“xti4 verbeiret
Bekanntmachung.
Das Verzeichnis des in der Gemeinde Dudweiler und
Fischbach vorhandenen abgabepflichtigen Pferde- und Rind—
iehbestandes liegt vom 14. Mai er. ab während 14 Ta—
gen auf dem Bürgermeisteramte zur Einsicht offen.
Die Abgabe beträat für die Zeit vom 1. April 1910
his 31 März 1911
für das Pferd 30 Pfg.
für das Rindvieh 20 Pfa.
Dudweiler. 23. Mai 1010.
Jost, Bürgermeister.
Bekanntmachung.
Die Steuerhebung pro 1. Quartal findet statt:
in Herrensohr Samstag, den 28. Mai.
in Fischbach Mittwoch, den 25. Mai
Vormittaas von 8211 Uhr.
Gemeindekasse.
J. V.:
Keinath.

Impfung.
Die diesjährige Impfung in Dudweiler findet im neuen
Schulhaus an folgenden Tagen statt:
a. Für die Erstimpflinge
im 30. Mai 1910, nachmittags 4,30 Uhr ab
für die Restanten auss Vorjahren und die von
1AXonuor 1009 his einschließlich AAl. März 19060

ham 31. Mai 1910 nachmittags 4,30 Uhr ab
für die vom 1. April bis 30. Juni 1909
am 1. Juni 1910, nachmittags 4,30 Uhr ab
für die vom 1. Juli bis 30 September 1909
am 2. Juni 1910, nachmittags 4,30 Uhr ab
fur die vom 1. Oktober bis 31. Dezember 1909
geborenen und sämtliche hier zugezogenen, nods
nicht geimpften Kinder.
Die Nachschau für die am 30. 5 bis 2. 6. geimpftern
Kinder erfolgt am 16. 17., 18. und 18. Juni.
b. Für die Wiederimpflinge.
Am 3. 6. 10, nachmittags 4.30 Uhr
die im Jahre 1898 geborenen katholischen und evango⸗
lischen Knaben.
Am 4. 6 1910 nachmittags 4.30 die Mädchen
Nachschau am 10. und 11. 6. 10.
Für Herrensohr und Jägersfreude.
Erstimpflinge von Herrensohr (Evangl. Schulhaus)
Am 13. Juni nachm. Leinhalb Uhr.
mit dem am 1. Januar 1969. geborenen Kuindern begin
nend
am 14. Juni nach nittags 4einhalb Uhr
Erste und Wiederimpflinge von Jägersfreude un
Wiederimpflinge von Herrensohr.
Nachschau am 20. und 21. 6. 10.
Für Fischbach und Camphausen.
(Neues Schulhaus.)
Am 1353. 6. 10, nachmitags 5 Uhr ab.
Erst⸗ und Wiederimpflinge.
Nachschau 22. 6. 10.
Dudweiler, den 17. Mai 1910.
Der Bürgermeister.
Jost.

Das Aushebungsgeschäft für die Landaemeinden des Kreises
Saarbrücken wird im laufenden Jahre nach folgendem Plane a
den nachbezeichneten Tagen abgehalten werden: d
esetommission Saarbrücken-Land,
umfassend die Landgemeinden des Kreises.
Mittwoch, den 1. Juni. ich vo
Aushebung der sane is anguch und als untauglich vor
lemusterten Militärpflichtigen, sowie Voritellung der zur Dispositior
der Erfakbehörden entlassenen Mannschaften und derjenigen zun
einjähria⸗freiwilligen Dienst Berechtigten, welche von Truppen: bhezw
Morineteilen abgewiesen worden lind. aus der Bürgermeistere
Hudweiler.

Freitaa, den 3. Juni.
Nusbhebung der fömflichen als tauglich und als untauglich vor
qgemufterfen Militärpflichtigen, sowie Vorstellung der zur Disvosit:oꝛ.
der Ersakbehäürden entfassenen Mannschaften und derjenigen zunm
einjährig freiwilligen Dienst Berechtigten. welche von Truppen
hbeaw Marineteilen abgewiesen worden sind, aus der Bürgermei
sterei Sellerbach.
Sum Schlußk Vorsteslung der nach Beginn des Geschäfts in den
Muslerunasbezirk Sgarbrücken zugezogenen Militärpflichtigen und
Verhandsung der Reklamationen aus dem genannten Bezirke.
Saͤmtliche in den Landagemeinden des Kreises Saarbrücken sich
aufhallende, den vorbezeichneten Kategorien angehörende Militär
lichtige, auch dieienigen. welche beim Musterunasgeschäft mit oder
bne Falschuldigung gefehlt haben. werden hierdurch aufgefordert
ei Vermeidung der gesetzlichen Strafen, an den bezeichneten Tager
ind dem angegebenen Orte zu dem in den ihnen noch zugehenden
Borladungen andgegebenen Zeitpunkre — en Saarbrücken 7.30 Uhr
sauber gewaschen und mit reiner Kleidung nerlehen zur Aushe
ung zu erscheinen. Die Losunasscheine und die Vorladungen zum
Obererfakgeschäft sind mitzubringen. Wer durch Krankheit an
Frscheinen verhindert ist, hat ein ärztliches Attest einzureichen, wel⸗
hes durch die Polizeibehörde zu beglaubigen ist.
Zur Beurteilung der Reklamation ist erforderlich, daß sämtliche
nicht mehr schulpflichtigen, zur Erhaltung der Familie gesetzlich ver⸗
oflichteten Familien⸗Mitalieder, soweit eine Beschränkung ihrer Er
verbs⸗, Arbeits⸗ bezw. Aufsichtsfähigkeit behauptet wird, in dem
ür die Rerhandlung der Reklamationen bestimmten Termine per
önlich und pünktlich erscheinen, damit deren Erwerbs⸗ Arbeits⸗
bezw. Aufsichtskähigkeit festgestellt werden kann.
—A Krankheit am Erscheinen ge
hindert, so ist dies durch Attest eines beamteten Arztes nachzu
weisen, da andernfalls die Reklamationen als nicht zu beurteilen
unnachsichtlich zurückgewiesen werden müssen.
Jode Störund der Ruhe und Ordnung während des Musterungas.
reschaäftes wird mil Geldbuße bis zu 15 Mark oder entsprechende
Haft bestraft.
Die Serren Bürgermeister wollen für mehrmalige ortsübliche Ver
azffentliching agegenwärtiger Bekanntmachunqg und namentlich dafür
Zorde fragen, dakß niemand für irgend eine Unterlassung im Ter⸗
mine Unwissenheit vorschützen kann,
Die Militärpflichtigen, welche ihres Standes Schneider, Schuste
oder Maschinenschlosser sind, wollen bei ihrer Gestellung ausfüũhr
ciche Zeugnisse über ihre Leistungen und Führung vorlegen.
Saarbrucken. den 14. Mai 1910.
Der Zivilvorsitzende der Ersatz⸗Kommilsion
Saarbrucken Land des Aushebungsbezirks Saarbrücken
J. Auftrage:
v. Hartmann⸗Krey, Regierungs-Assessor.
*
Norstehendes brinde ich hiermit zur öffentlichen Kenntnis.
Dudweiler, den 19. Mai 1910.
Der Bürgermeister Jost
VV
⸗ —— *
7 ——
F —— Klub
2*
IIStolze Schrey“
Dudweiler. —
A 7 J D Mittwoch abend
Übungsstunde.
Geute abend 7 Uhr
—— General· Agentur.
Fur don niesigen Bezirx he
im Vereinslokale. eine der grössten, mit der
Der Turnwart. —— 7
— — — vpeeneone Versleherungsgesell-Die
 von mir innegehabte cehatt eino 6Go eraivoriretunt
W zu vergaben. Da nhöenste Be
0 nung zlige und naohbhaitlgste Unter.
— gewänrt wird, ist
2 große Zimmer Renektanten günstise Ge
ist zu vermieten. ——— sine:
3 36 daueruden und auskömmlisehet
Vwe. Pitz. Gastwirtschaĩ Position geboten. Off orb. unt
— Saarbruckerstr 2765 . HIa an Rndalf Mosse, bLelprig
̃ N s(Mga. 5700)
hundenmüdcher n—
ur den ganzen Tag gesucht. erloren) von der
Von wem sagt die Exrped. 3
—— Sudstraße bis z.
cin oder 2 möbl.
Postamt
zimmer 2 Schlüssel
nit oder ohne Pension per 1. Juni ch üs e
u vermieten.
eme ve Finder wird gebeten
— diese in der Exvedition
Striokmaschinen abzugeben.
ait AMer 20 Anaahlun. Uust
pracht· atalos gratia. P. Mroh. Qbel
            
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