fsinen bösen Reinfall erlitt, wie dem „Lothrin—
us TeutAbricourt geschrieven wird, ein junzer
ann aus Bahein, dem es die Fremdenlegion angetan
ie. Auf Bahnhof Deutsch-Avricourt angelangt, verließ
in dem Glauben, schon auf französischen Boden zu
in, den Zug und wandie sich an einen Bahnbeantten mit
Frage, wo das Bureau für die Fremdenlegion sei.
jeser wies ihn nach dem Gendarmeriebureau. Eiligen
daltes begab sich der brave Bayver dorthin und trug
a dienstiuenden Gendarmen sein Anliegen vor, sich für
Fremdenlegion auf fünf Jahre einschreiben zu wol—⸗
a. War der Beamte im ersten Augenblick über diesen
plazierten Wunsch schon ganz erstaunt, so war es nach⸗
noch weit mehr der andere, als er über seinen Rein⸗
il Aufklärung erhielt und wegen versuchter Entziehung
r Wehrpflicht nach Nummer Sicher gebracht wurde.
Auch ein Beitrag zur sozialen Frage. Man er—
hlt der „Tägl. Rdsch.“: Eine Frau, welche täglich für
üge Stunden zur Arbeit in mein Haus kommt, war ge—
An ausgeblieben. Auf meinen Vorhalt gab sie als
zrund das schlechte Wetter gu. Ich sagte ihr: „Wer eine
zerpflichtung übernommen hat, muß bei, jedem Wetter
Immen; sogar ein Minister geht beim schtechtesten Wetten
uj sein Bureau.“ — Darauf die Frau; „Ja. gnädig'
rau, des isch awer a was anders, der hat's nolig, der
uß; so nötig haw' ich's doch net!“
Hebung versunkener Ladungen durch Elektro—
zagneten. Der nordamerikantiche Stahltrust hat eine
reihe erfolgreicher Experimente gemacht, versunkene
chiffsladungen durch Elektromagneten wieder zu heben,
ab dieses Mittel soll in Zukunft häufig angewendein
erden, wenn es sich um wertvolle Eisengüter handelt,
je an der Küste oder im Bette eines Flusses versunken
nd. Man benutzt dazu, wie die Internationale Wochen⸗
hrist für Wissenschaft, Kunst und Technik berichtet, einen
etlromagneten, der dreieinhalb Fuß Durchmesser hat und
900 Pfund wiegt. Er wird in die Oberfläche des Was⸗
rs getaucht und der elektrische Strom dann angestellt.
p gelang es vor kurzem bei New-Orleans, eine ganze
schiffsladung von Faßnägeln, von einem untergegange—
en MississippiDampfer, zu bergen. Es war dabei mög⸗
ich, 5 oder 6 Fässer auf einmal aus einer Tiefe von
d'Fuß empor zu heben, und z3war völlig unversehrt.
wan85 bis 95 Prozent der versuntenen Ladung, deren
dert sich auf 45 Dollars für die Tonne stellte, konnten
uf diese Weise gerettet werden, während bei jeder an
cien Art der Bergung größere Kosten entstanden wären
iid man außerdem kaum die Fässer hätte alle unbe—
hädigt wieder heraufbringen können.
Schulaufsaiz des kleinen Peters über den Ko⸗
neten. Der Komed ist ein großer Stern. Der Komed
ttgrößer wie der Zebbelin. Wenn er komt gehd die
zeu nigt unter, weil der Herr Lehrer es weiß. Der
komed hat eine eichene Bahn mit der er durch die lufd
omt. Sein Schweiw ist so groß wie die halbe lufd. Er
vmit am 18. Mai wenn wir Vehrien haben. Wir dürfen
utf bleiben. Der Komed had villeicht den Sternschnupfen
zas weis noch niemand bis er komt. Der Halei had den
domed erfunden wenn er auf den Boden stöst siet man
z nigt weil er so dinn ist. Wie er noch klein war had
hn der Grosvater schon gesehen er ging noch in die
zchule. Da had er auch keinen Sternschnupfen gegriecht.
r tomt nur wenn es dunlkel ist. Jetzt ist er auf Ansigts—
arten da ist der Zebbelin größer und alle Leute lauven.
lber der Mont lacht weil er es weis.
Pestverdächtige Ratten. An Bord des von La
zlata in Hamburg eingetroffenen Dampfers „Zora“ wur—
en pestverdächtige Ratten gesunden. Das Schiff wird ei⸗
er Ausgasung mit dem Rattentötungsapparat unterwor—
en. Die Weiterlöschung des Schiffes wurde unter den
blichen Vorsichtsmaßregeln gestatiet. Menschen sind nicht
rkrankt.
Durchstechereien. In einer Maschinenjabrik in Halle
S. wurden Durchsiechereien entdeckt, die von der Ver—
valiung als bedeutend bezeichnet werden. Der Wiegemei⸗
ler und der Inhaber einer Alteisen-Firma wurden ver—
zaftet.
Automobilunglück. Vier Herren, die von Helm⸗
recht eine Automobilfahrt unternahmen, fuhren in der
dähe von Münchberg an einer scharfen Kurve gegen ei⸗
en Baum. Von den Insassen wurde der Lenker, Fab—
itdirektor Müller sofort getötet, während die übrigen drei
hwer verletzt wurden.
Die Einigung der deutschen Kurzschriften. In
er Frage der Vereinigung der bestehenden Kurzschriften
zum 8. Juni eine Konferenz von Vertretern der Reichs—
egierung und der Bundesstaaten einberufen worden. Auch
er österreichischen und schweizerischen Regierung ist eine
hertretung durch Entsendung von Kommissaren, die mit
eratender Stimme an der Konferenz teilneymen können,
nheimgestellt. Den Vorsitz dürfte der Geh. Oberregier—
ngsrat im preußischen Kultusministerium Dr. Matthias
ihren. Das sehr umfangreiche Material, welches von
en Interessenten⸗Gruppen seinerzeit bei den zuständigen
teichsressoris eingegangen war, ist inzwischen von drei
ichverstaͤndigen Vertretern der Gabelsbergerschen und der
Ztolze⸗Schreyschen Schule zu Gutachten verarbeitet wor⸗
en. Auf Grund dieser Gutachten soll nun in der Konfe⸗
enz am 8. Juni durch Formulierung von Fragen und
lufstellung von Thesen der Beratungsstoff vorbereitet wer⸗
en für die große Tagung, der dann die endgültige Ent—
cheidung überlassen bleibt. Die Konierenz wird nach Ber⸗
in einberufen.
Wolkenbruch. Samstag Nacht ging in OstSteier⸗
ark ein furchtbater Wolkenbruch nieder. Durch die Ue—
erschwemmung wurden die Arbeiterbaracken am Elektri⸗
iat⸗wert weagerissen. Es wird berichtet, daß zwanzig
zersonen ertrunken seien.
Feuersbrunft. Eine Feuersbrunst zerstörte ein sechs—
öckiges Warenhaus in der Australian Avenue in der
ondoner City, in dem mehrere große Firmen ihre Ge⸗
häftsräume hatten. Mehrere anliegende Gebäude wurden
hᷣwer beschädigt. Der Schaden ist bedeutend.
Der Tod in der Statistik. Nach den Verösfentlich
uigen des Kaiserlichen Gesundheitsamtes sind in der Zeit
om 24. bis 30. April von je 1000 Bewohnern, auf das
ahr berechnet, als gestorben gemeldet: in Berlin 12,98,
harlottenburg 10,2, Breslau 18,9, Köln 15,5, Elberfeld
8, Düsseldors 13, Aachen 17,4.. Dortmund 16,8, Essen
, Königsberg i. Pr. 16,8, Franksurt a. M. 14,1, Hanu—
»ver 12,5, Magdeburg 12,8, Stettin 19,7, Wiesbaden
2, Straßburg 17,1, Metz 16,5, München 16,5, Nürn—
rg 12,8, Augsburg 13,5, Dresden 13,5, Leipzig 12,6,
tuttgart 16,5, Karlsruhe 13,8, Mannheim 11, Braun—
hweig 13,4, Hamburg 13,7, Mainz 17,3, Bremen 17,2,
assel 13,7, Darmstadt 17,3. Der Gesundheitszustand war
mder Berichtswoche in der überwiegenden Mehrzahl der
rößeren Städte Europas ein der Vorwoche ähnlich gün—
iger und die Sterblichkeit eine niedrige. Die Zahl der
eutschen Orte mit sehr geringer Sterblichkeit (unter 15
uf das Tausend und Jahr) ist auf 66 von 54 gest'egen.
niter den Todesursachen blieben auch in dieser Woche die
kuten Entzündungen der Atmungsorgane vorherrschend,
nuch Fälle von Influenza und Keuchhusten wurden aus
erschiedenen Orten gemeldet. Die Beteiligung des Säug—
ngsalters an der Gesamisterblichkeit hat gegen die Vor—
oche eine wesentliche Veränderung nicht erfahren
—— — —
Sh... Der Wißbold ..
—— 2* De ʒbold A
Offenherzig. Richter: „Sie sind wegen Vaga—
undierens ergriffen und eingebracht worden. Wie haben
zie Ihre Nächte zugebracht?“ — Vagabund: „Danle, ab—
esehen von einigen Alpdrücken, hie und do babe ich stets
u 4eschlafen“
Erkannt. Junger Lebemann (der um die Hand
der Bantierstochter anhält): „Das eine stelle ich aber als
zedingung ..., die Hochzeit müßte längstens innerhalb
cht Wochen sein!“ — Bankier: „Na, na, nur nicht gar
o eiligl Ich gebe Ihnen halt unterdessen einen — Vor—
chuß!“
Ansprelung. Herr (auf Besuch): „Wie ist denn
zie erste Automobilfahrt Ihres Gatten ausgefallen?“ —
Zausfrau: „Bis jetzt kann ich noch nichts sagen, aber der
Arzt muß jeden Augenblick kommenl“
Militärärzte. AMber, lieber Kolhege, der
Nann hat ja die Masern!“ — „So? Und der Schweine—
erl läßt sich von mir seit acht Tagen auf Lungenent⸗
ündung behandeln!“
——
13 23 — — * —SFS——
* —8
Gedankenperlen 3*
* per F — 8
Was sind dieses Lebens Güter?
Eine Hand *
Voller Sandd—. *
kKummer der Gemüter. —8
P. Gerhardd.
* J— ve
Der ernste Mann mit allem seinen Wissen, *
Das ohne Glanz tief im der Brust sich birgt
Und unbeachtet dort vermodern würde,
Muß sich am Diamant des Frauenherzens *
Das rechte Licht, die wahren Strahlen holen,
Mit denen er dann eine Welt bealück
—
—2—
steueste Nachrichten und Telegramme.
Berlin, 23. Mai. In Friedrichshagen spielte sich ge—
ern eine Familientragödie ab, Der 44 Jahre alte Kauf—
ann Johannes Viktor vergiftete im Einverstärdnis mit
iner Frau seine aus 4 Köpfen bestehende Familie durch
euchtgas. Nur die Frau dürfte mit dem Leben davon—
ommen.
Verlin, 21. Mai. Das große Los der königl. preuß.
laffenlotterie im Betrage von 600 000 Muwurde heute
ezogen. Es fiel auf die Nr. 137 015.
Berlin, 21. Mai. Das Herrenhaus hat die Wahlrechts—
orlage in zweiter Abstimmung mit 127 gegen 82 Stim⸗
ien angenonmen.
Essen, 20. Mai. Der aus dem Meineidsprozeß gegen
en Kaiserdeputierten Bergmann Schröder bekannte frühere
hendarm, spätere Bureauassistent beim Magistrat von
z„chöneberg, Müter, ist plötzlich an einer Gallensteinopera—
jou gestorben. Der Schöneberger Magistrat hatte unlängst
egen ihn ein Verfahren eingeleitet, ferner schwebte gegen
hu ein Verfahren wegen Verleitung zum Meineid. Be—
auntlich ist auch in dem Meineidsprozeß gegen Schröder
.Gen., in dem seinerzeit die Aussage Münters eine aus—
chlaggebende Bedeutung hatte, das Wiederaufnahmever⸗
ahren beschlossen worden. Münter verharrte bis zum
-Ichlusse bei seiner damaligen Aussage.
Metz, 21. Mai. In der gefürchteten Kometennacht
errschte in Metz, wie die „Frkf. Ztg.“ berichtet, und be—
onders im westlichen Lothringen ein außerordentlich starkes
zewktter, das vielen Schaden anrichtete. So wurde das
zchlachtdenkmal der 18. Division auf der Höhe von Berne—
ille, ein prächtiger, adlergekrönter Obelisk, vom Blitz ge—
roffen und ist zum Teil auseinandergeborsten.
Wiesbaden, 23. Mai. In der im 2. Stock des Hauses
voldgasse 9 befindlichen Wohnung des Taglöhners Hock
ersuchte heute mittag die 10 Jahre alte Tochter Gertrud
nit Petroleum am Herd Feuer zu machen. Dabei explodierte
ie Kanne und das Mädchen sowohl wie ihr 5 Jahre alter
gruder standen in Flammen. Auch die zu Hilfe eilende
Nulter erlitt Brandwunden. Alle drei wurden ins Kranken—
saus gebracht; an ihrem Aufkommen wird gezweifelt.
Wiesbaden, 20. Mai. Heute nachmittag 6 Uhr wurde
er Inhaber der Wiesbadener Marmorwerke Betz von
inem Hitzschlage befallen, dem er wenige Minuten später
erlag.
selters, 23. Mai. Hier wurde der Kassierer der Dar—
ehnsbank Selters wegen Unterschlaaung von 95 000 Mark
erhaftet.
Hamburg, 21. Mai. In Neumühlen an der Elbe
nieicte fich gestern ein etwa 35jähriger Mann ein Ruder⸗
dot und sprang etwa 200 Meter vom Ufer entfernt in
ie Elbe. Er wurde von der Strömung fortgerissen. Es
elang aber im letzten Augenblick ihn zu erfassen. Ange—
lellte Wiederbelebungsversuche waren erfolgreich. Es han—
delt sich um den Oberleutnant Wittheuer vom 36. Inf.⸗
Regt. aus Halle.
Wien, 21. Mai. Ein furchtbares Unwetter ging in
er vergangenen Nacht über das Raabtal bei Weiz nieder.
die Raab überschwemmte weite Ackerflächen. In der Nähe
es Weizer Elektrizitätswerkes wurde eine Baracke, in der
ich 19 slavische Bahnarbeiter befanden, von den Fluten erfaßt,
ind alle Insassen ertranken. 12 Leichen sind bereits ge⸗
„rgen. Der durch das Unwetter angerichtete Schaden be—
rägt viele Millionen.
Marseille, 21. Mai. Eine ungewöhnliche Flutwelle
vurde gestern in einem Teile des nördlichen Mittelmeeres
eobachtet. Zahlreiche Dampfer und Boote kehrten schwer
eschädigt in den Hafen zurück. Mehrere andere sind noch
icht zurückgekehrt und man befürchtet, daß sie untergegangen
ind. Einzelheiten fehlen noch. Aus Port Vendres sind
ur Hilfeleistung Torpedoboote abgegangen.
London, 23. Mai. Eine enlsetzliche Familientragödie
reignete sich in Sunderland in der Grafschaft Durham.
Dort hat ein Schiffswerftarbeiter, der längere Zeit arbeits⸗
os geblieben war, aus Nahrungssorgen seine Familie ge—
ztet. Er schnitt während der Nacht seiner Frau und sei⸗
en 4 Kindern mit einem Rasiermesser die Kehle durch und
ötete sich dann selbst.
London, 23. Mai. Anläßlich der Thronbesteigung des
dönigs Georg hat die Admiralität einen Straferlaß ergehen
assen für alle Strafen wegen Disziplinarvergehen und
»egen Trunksucht und Fahnenflucht. Dieser Erlaß ist von
er Marine lebhaft begrüßt worden.
Konstantinopel, 21. Mai. Die türkische Presse äußert
ich über Vorgänge auf Kreta sehr erregt. „Tanin“ fordert
zaß die türkische Flotte sofort in die Suda Bay einlaufen
ind den Kretern ein Ultimatum stellen muß. Der nach
Zuegruc entflohene Mufti von Kandia ruft die Albanesen
ur Hilfe auf. Auf der Insel Rhodos beginnt man die
zriechischen Waren zu boykottieren.
Konstantinopel, 21. Mai. Die türkische Regierung hat,
vie der „Jeune Ture“ woldet, ein Pferdeausfuhrverbot er⸗—
assen.
Konstantinopel, 21. Mai. 5 türkische Kriegsschiffe,
die im inneren Hafen lagen, verließen heute vormittag das
Holdene Horn, um sich auf der Rhede mit der Gesamtflotte
ů vereinigen, die versiegelte Ordre hat, nach dem ägäischen
Neere auszulausen. Zehntansende Zuschaner begleiteten
ie Durchfahrt der Schiffe durch die Brücke mit lehhaften
80f4s
Paris, 23. Mai. Die Blätter melden, daß Kaiser
Lilhelm sich englischen Staatsmännern gegenüber über die
daltung und die Worte Pichons sich sehr befriedigt geäußer
aͤbe. Der Temps fügt noch hinzu, daß Kaiser Wilheln
ind Pichon über die Konflikte gesprochen hätten, die zwischer
dußland und England auf der einen und Deutschland au
der anderen Seite in Persien auszubrechen drohten. Picho
habe nach der Unterredung hierüber mit dem Kaiser geäußert
Zaß ein friedliches Arrangement in dieser Angelegenheit in
naher Aussicht stände.
Petersburg, 23. Mai. Die Unterdrückung der jüdi
chen Bevölkerung greift immer weiter um sich. Den fort
zesetzten Judenausweisungen aus Kiew und den Auswei
ungen jüdischer Minderjaͤhriger aus Moskau ist nunmeh;
iné Erklärung des Senats gefolgt, daß den Juden inner
salb des Ansiedelungs-Rayons untersagt sein soll, in die
Sommerfrische zu ziehen. Diese Erklärung ist auf Wunsch
Zes Ministers des Innern erfolgt, der diese seltsame rein
villkürliche Interpretation durchgesetzt hat.
Newyork, 22. Mai. In Pittsburg ist dieser Tage der
Oberft Jaim Teplow unter der Anklage der Bigamie ver—
haftet worden. Seit seiner Festnahme sind nicht weniger
als 12 Faauen aufgetreten, die den Festgenommenen als
ihren rechtmäßigen Gatten in Anspruch nahmen. Teplow
ft ein huͤascher Mann mit feinen Manieren und man glaub
daher, daß sich noch nicht alle seine Frauen gemeldet haben.
Zeine Feftnahme erfolgte an dem Tage, als er die Schmuck—⸗
achen feiner letzten Frau versetzen wollte, um deren Schwe
ster heiraten zu können.
Paris, 23. Mai. Matin“ bespricht heute den Lon
»oner Kaiferbesuch und fagt, die Haltung des Kaisers habe
zas dürfe man nicht bezweifeln, in ganz England allgemeine
-Snnpathie errungen. Die bemerkenswerteste Tatsache der
etzten Londoner historischen Tage sei die Anderung in der
Haltung, die die englische Presse dem Kaiser gegenübet voll⸗
zogen habe. Früher stets deutschfeindliche Blätter, die sick
in Schinähungen gegen Kaiser Wilhelm nicht genug tun—
konnten, rühmen heute die Ritterlichkeit des Kaisers und
wünschen Frieden mit dem Deutschen Reiche. Selbst ein
Organ wie die „Times“ erklären, daß das ganze Auftreten
des Kaisers ihm die Hochachtung und freundfchaftliche Ge
sinnung Englands eingetragen habe.
Gärknerti Lirbenmtier
empfiehlt
blühende Geranien,
Fuchsien, Petunien,
Stiefmüũtterchen,
Gemüse⸗u. Dickwurzeln⸗
setzlinge,
Anfertigung lebender kränze und
Bouquetts
Dekorationen zu billigsten Preisen
Aprillaunen der Mode.
(Autß der neuesten „Modenwelt“
Bekanntmachung.
Die Steuerhebung pro 1. Quartal findet stat!
in Herrensohr Samstag, den 28. Mai.
in Fischbach Mittwoch, den 26. Mai
Vormittags von 8-511 Uhr.
Gemeindekasse.
J. V.:
Keinath.
Paris. — Bei jedem Saisonwechsel sind
unsere Erwartungen hoch gespannt und wir
hoffen immer wieder, daß die Mode uns Noch⸗
nichtdagewesenes bringen wird. Kommt dann
die Zeit heran, so stellt sich heraus, daß sich
in gewohnter Weise das eine aus dem anderen
entwickelt, daß, was im Herbst und Winte
angedeutet schien, zum Leitmotiv der Früh
jahrstoiletten wird.
Zu konstatieren ist bei allen neuesten
Schöpfungen unserer großen Modehäuser die
Einfachheit im Ges amteindruck und in der Linie
es ist fast eine Uniform, die die eleganter.
damen adoptiert zu haben scheinen: daẽ
Fourreau aus leichtem, geschmeidigem Stof
mit der hohen Rockbahn, aus gleich⸗ oder an
dersfarbigem, dichterem Gewebe, aus welchen
zuch der Tailleneinsatz und die ergänzenden
unterärmel hergestellt sind. — Diese Toiletten
sehen wir gegenwärtig überall — auf de
Buͤhne, im Foyer des Theaters, bei den Fünf⸗
uhr⸗Tees, beim Rennen, bei Visiten, kurz ar
llen Orien wo der tonangebenden eleganter
Pariserin zu begegnen ist.
Der Unterschied liegt bei diesen Totletter
in den Geweben und in der Farbenzusammen
stellung. Eine Neuerung bringen diese Rober
— naturgemäß mit sich — die abstechende Jackt
—— aus englischen Geweben oder aus di y
r i farbigen Stoffen, die seit Jahren dur
zu E indertigid witt. ostume verdraungt waren. Überhaupt ist es eir
e ashtoffe Jecignern) charakterisierendes Morkmal unseres heutiger
eschmacks, abstechende Farben und Stoffe zu ver
inen; nie war die Verwendung des Schongetra⸗
enen, des Aufbewahrten so erleichtert wie gerad
etzt, und dies dürfte mancher praktischen Frar
ils eine recht angenehme Modelaune erscheinen
Die Tailleurs sind kompliziert und phantasie⸗
»ol kombiniert. Die Röcke und Jacken zeigen die
ibereinstimmenden Arrangements: Panneaux, über⸗
einandergeklappte oder geknöpfte Aufschläge, Falten⸗
ainsätze, eingekräuselte oder aufgesteppte Teile. Die
Röcke verengern sich häufig unterhalb der Kniet
»urch einen gürtelartigen Streifen; ebensolche
rürtelzrtige Nahnen sind dann am Paletot, die
hüften umfassend, ange
»racht. Diese zusammen—,
zezogenen oder unter der
ͤnieen unterbunden schei
ienden Roben werden die
herrschende Form unseren
Sommertoiletten sein!
Sollen wir sie hübsch fin
den? Jedenfalls ist sie neu
und originell. Auch die
überkleider und die Ver
schleierungen auf
Seidenchiffon sind
äußerst beliebt
ꝓet wir jahen ein Mo
dell aus schalartig
buntbedrucktem Crèpe
le Chine, mit grauen
Seidenchiffon verschleiert
der aber so arrangiert
wvar, daß die Taille mit
einfachen, der Rock mit
zweifachen, der hohe
Saum mit dreifach über⸗
tinandergelegtem Chiffon
verschiedene Töne ergab;
der dadurch erzielte Effekt
war ungemein anspre⸗
chend. Auch durch entsprechend angebrachte Falter
und Nähte schattiert man, wenn ich mich so aus
drücken kann, die Toiletten und erzielt dadurch eigen
artige Wirkungen, die einen großen Reiz haben. Nod
mmer ist es ausgesprochene Mode, die Taillen kimo
dartig zu drapieren, die Armel erscheinen vielfad
weit und angeschnitten, mit enganschließzenden
Unterärmeln, den Abhselansatz begleiten Falten
arrangements, Stickerei und Spitzenblenden. Al⸗
zroße Neuheit gelten verschwenderisch angebracht
——— herlstickereien in ganz neuer Ausführung. Mme
der Voiletunite Vagrin trug berm sleßten Rennen im Auteuil ein
kailleur aus negerbraunem als Neuheiten für Früh⸗
Atlas, dessen kurze Jacke jahrbtoiletten.
iber und über mit kleinen Schärpen aus indischen
grauen Glasperlchen bestickt Schals mit verschiedenar⸗
war; von weitem machte tigen Umrandungen, keine
es den Eindruck von Sou⸗ umhänge aus changieren⸗
tachestickerei; der Rock war dem oder einfarbigem, mii
durch einen breiten eben⸗ Seidenmusselin überzoge⸗
solchen Stickereistreifen ab⸗ nem Taft, Kragen im Genr
geschlossen. Henri IHI, fieht man eben⸗
Für das Frühjahr haben falls viel.
wir viele derartige Kom⸗ Gern und häufig wer
binationen: die kleinen den als Garnitur groß
runden Perlchen, immer Schnallen verwendet. Fün
im gleichen Ton, bilden die Kleider und Mäntel
Urabesken, Blumen, künst⸗ stoffüberzogene Schnallen,
lerische Motive, die sehr eidenumsponnen oder aus
schick wirken. zpitzenstoff über Draht
Fuür den Sommer ver⸗ espannt; für die Hüte
pricht man uns Perlsticke Iroße Schnallen ganz aus
reien, auf weißem Leinen, Blumen (Rosen, Beilchen,
auf Linon und Musselin x Gänseblümchen aneinan⸗
n Porzellanperlchen aus⸗ F 6 dergebunden).
Wuhet von sehr aparter ne Zuger F 5 n * —*
Wirkung. Tussor und rauhe zeichenate jer“ der Moden- Jahreszeit angemessen fin
Zeiden a cilen ange- weun für 50 Bf. (Go h.). Atlas⸗ und Strohhüte, de⸗
vebten, buntgestickt schei⸗ ren große aufgeschlagene
enden Streifen, Foulards mit großen Krempen gänzlich mit Blumen ge⸗
Tupfen, die in den Bordüren sich ab⸗ uttert erscheinen; es ist eine Pflaste⸗
tufen, Wollmusselin mit bunten rung von aneinandergefügten Blüten,
Mustern, Leinen mit abgepaßten die zu dem Teint einen voetischen
sändern, Barrege und Gaze auf Nahmen bilden.
andersfarbigem Unterarund gelten Rarisiana.;
Ab' dungen liefert das Schnittmusteratelier det Modenwelt.
an Go Pf. fur den einzelnen Schnitt Roc oder
inr VVjf, 30 h.) portostei
—2*
5 *
—
2 —
225
—
2*5
222
2
88
R
—— *
— *
2
*
—X
Behaftet mit hartnäckigen
Hautausschlagꝗ
mm Gesicht. Viel, sehr viel habe ich
rfolglos versucht. Ich probierte
Zucker's Patent⸗Medizinal⸗Seife.
pᷣlötzlich besserte es sich von Tag zu
gag Nahm nur zum Waschen Zuck
er's Patent⸗Medizinal⸗Seife u
hatte großartigen Erfolg. M.
Schlör in B.“ Stück 50 Pfennig
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