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Neueste Nachrichten und Telegramme.
Frankfurt, 17. Mai. Altpreußische Sparsamkeit wird
lustriert durch eine Amtsblattverfügung der Mainzer
risenbahndirektion, wonach, der „Frankf. Ztg.“ zufolge,
as Anzünden der Laternen und Lampen auf den Bahn—
öfen usw. uter Zuhülfenahme von Handlaternen geschehen
oll. Es wird erwartet, daß die Streichhölzer gespart
erden, und die Vorsteher die Anforderungen von Streich—
ölzern durch die Bahnhofsarbeiter usw. überwachen und
rüfen.
München-Gladbach, 21. Mai. Eine große Zigeuner—
»chlacht hat gestern in der Nähe der Stadt stattgefunden.
zon dem Umfang, die die Prügelei angenommen hatte,
nag als bezeichnend gelten, daß 30 Polizisten nozwendig
varen, um die streitende Bande, die sich mit Dolchen und
zchlagringen bearbeitete, auseinandeezutreiben. Ein alter
jigeuner und ein jüngeres Weib wurden sterbend ins
‚ospital getragen. Elf Zigeuner wurden als Anstifter der
zchlägerei verhaftet. Die meisten der daran Beteiligten
jaben Verletzungen davongetragen.
Dresden, 21. Mai. Im nächsten Jahre findet der
n'ernationale Kongreß der abolitionistischen Föderation
Fransurt statt.
Darmstadt, 21. Mai. Das russische Zarenpaar wird
rit Familie am 24. August zum Besuche des hessischen
ofes eintrefsen und im Jagdschloß Wolfsgarten Wohnung
»h'unn Der Ausenthalt ist vorläufig bis Miite Novem—
er vorgefesen. Der 'letzte Aufenthalt des Zarenpaares
auere vom 25. Septemoeer bis 7. November 1903.
Straßburg, 21. Nai. Der Statthalter Graf Wede!
st in Berin eingetrofsen und kehrt bereits am Sonntag
ebr hiecher zurück.
Budapest, 21. Mai. Der Kaiser hat den Nordpol—
ahrer Peary, der hier enen Vortrag hielt, den Fürsten
Vishelm von Hohenzollern und den gewesciun Graßwesit
Uhni Pascha empfangen. Zu Ehren der beiden lesteren
anen Hosdiners statt.
London, 21. Mai. Uber die Begegnung Kaiser Wil—
elins mit Pichon im Buckingham-Palast wird gemeldet:
Iin dem Augenblick, in welchem der König von Spanien
zichon begrüßen wollte und ihm mit der Hand zuwinkte,
hritt der Kaiser, der neben Alfons stand, direkt auf Pichon
u, grüßte ihn freundlich und drückt ihm die Hand entgegen.
zeide sührlen dann eine Unterhaltung, so freundschaftlicher
satur, als ob sie langjährige Freunde seien. Uber die schen Kometen aufzustellen, ist gestern Abend bei Angres
interhaltung selbst wollte Pichon aber keine Auskunft geben Lievin gelandet. Einer der Gelehrten, der sich in der
resagte nur, der Kaiser habe sich sehr ungelegentlich nach VBondel des Ballons befand, teilte einem Journalisten mit,
nehreren ihm bekannten Persönlichkeilen erkundigt und dann daß sie während der Fahrt sehr interessante Beobachtungen
sabe er mit ihm politisch Fragen allgemeiner Natur be- iber die Temperatur und die Zusammensetzung der Erd—
prochen. itmosphäre gemacht hätten. Der astronomischen Wissen—
London, 20. Mai. Soviel bis jetzt bekannt, verlief chaft könnten derartige Ballon-Aufstiege manchen großen
die Riesen-Ceremonie anläßlich der Beisetzung König Eduards Dienst leisten. Der Ballon erreichte mehrfach eine Höhe
rdnungsgemäß ohne jeden Zwischenfall. Die Borkehrun- von über 6000 Meter.
en der Behörden klappten vorzüglich. Zahllose Menschen Warschau, 21. Mai. In einem hiesigen Hotel wurde
urden von der Hitze ohnmächtig, darunter eine ganze An- der 17jährige Gymnasiast Stanislaus Chranowski ermorde
ihl Soldaten doch kamen keine erste Unfälle vor. Dak aufgefunden. Da der junge Mann ein Riesenvermögen zu
Vetter verblieb herrlich. erwarten hatte, so hegte man sofort den Verdacht, daß er
London, 21. Mai. Der Korrespondent der „Times seinen eigenu e dien Fuoeh werden e Auf⸗
m 9 i Ntürkischen Operationsar le. sehen erregt in dieser Sache ie Verhaftung des Schwagers
ee Srnen deuen des Ermordeten, des Grafen Bonicki, der beschuldigt wird.
graph — Nage in anien durch die Verquick. den Mord vollbracht zu haben.
ing mit der kretischen Frage verwickelter uund schwierigen Berlin, 21. Mai. Auf der Königl. Sternwarte konnte
»erde. Es sei klar, daß die tretische Frage bei den Ver gestern abend der Halley'sche Kamet 20—30 Minuten lang
Jandlungen zwischen dem Kriegsminister und den Rebellen deobachtet werden. Der Erfolg wurde aber beeinträchtigt
ils Hebel benutzt werde. di be Dehen die das Bild des Kometen verschleier'
; et “5 F erscheinen ließen.
— Breslau, 21. Mai. Der Direkotr der Universitäts
w ves * n grnarie on ————6 mit Sternwarte Prof. Dr. Franz teilt mit, daß es ihm gelungen
Mh desurwueelt denon daß die Erde im Laufe des ei, in der Nacht vom 19. zum 20. Mai den Kometen au'
estrigen Tages den Kometenschweif passiert hat. Der inige Zeit zu beobachten. Er werde seine Resultate da
dalley'sche Komet besitzt nach den gemneinsamen Beobachtungen 6 357 Fffenfsi
iur einen und zwar nach rückwärts ziehenden Schweif. Am Aübe ed e verfenttichen
seutigen — der ntn Adendhimnmel und New York. 21. Map ind Frsgrien snd aesern Ir
— — —* legramme eingetroffen, die ein neues Erdbeben melden, das
en ebu J 9 eee aen is zahlreiche Menschenopfer gefordert hat und mehrere Ort⸗
die Vvanrin Niauia Pichler is An — vor dem chaften zerstörte. Genaue Mediihee egen ah nde
dg enn 8 6 Indeed urz nach den ersten Telegrammen die telegraphischen Ver—
* F »indungen nicht mehr intakt blieben. Auch auf den An—
Pest, 21. Mai. Der im Mordprozeß Hawerda freige ällen trat gestern ein Erdbeben auf, das aber nur großen
prochene Janosso meldete sich heute bei der Szegedinen Zachschaden angerichtet hat.
Ztaatsanwaltschaft und erklärte, daß er zu Unrecht freige— Benedig, 21. Mai. In dem Mordprozeß Tarnowska
prochen worden, da er den Mord an der alten Hawerda her nuu schon ein Viertel Jahr währt, wurde nun gestern
m Einvernehmen mit ihrer Tochter Marie und deren Ge- endlich das Urteil gesprochen. Die Gräfin Tarnowska wurde
iebte Voitha mit Vorbedacht verübt habe. Es wird wahr- wegen Beihülfe bei der Ermordung ihres Gatten zu d
cheinlich zur Wiederaufnvhme des Prozesses kommen. Jahren 4 Monaten verurteilt. Ihr Komplize Naumomn
Paris, 20. Mai. Petit Parisien berichtet aus Lille: erhielt 3 Jahr 1. Monat und Prikulow 10 Jahre Zuchthaus.
vin deutscheBallon, der in Frankfurt a. M. vorgestern Als die Gräfin Jarnowska nach dem Urteil das Justiz⸗
uifgestiegen war, um Beobachtungen bezüglich des Halsen'en Gebäude verließ, wurde sie mit einer tausendköpfioen
Wienge wit Johlen und Pfeiffen empfangen. Naumow
und Prikulow, die man als willenlose Werkzeuge in der
Hand der Gräfin bezeichnen kann, brachen nach der Urteils—
verkündigung fast zusammen.
ödenburg, 20. Mai. Aus Furcht vor dem Kometen
hat sich in Hattersdorf der Grundbesitzer Fischer vor einer
Fisenbahnzug geworfen, von dem er zu einer unförmige'
Nasse zermalmt wurde
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Anerkennung. Schwiegervater: „Ei, ei, Dr
rauchst Zigarren zu 50 Pfg. das Stückh ... Ich habe
in meinem Leben noch keine teurere als zu 5ß Pfg. ge—
raucht!“ — Schwiegersohn: „Ja,... sonst könnte ich'
auch nicht machen!“ ———
Mißglüchte Heuchelei. Der Oberleulnan—
von K. revidierte die Wache. „Na, Einjähriger“, frag
er leutselig den wachthabenden Unterofsizier Dr. phil
Müller, „was lesen Sie denn da Schönes?“ — „Den Fausi
Herr Oberleutnant.“ — „Aha, von Goethe!“ — Nein
Herr Oberleutnant, von Lenau.“ — Oberleutnant v. K
machte ein erstauntes Gesicht, besah sich lange das Titel
blatt des Buches und meinte dann: „Na, selbswerständ
lich, wie ich das nur einen Augenblick verwechseln konntel
— Jraußen aber schüttelte er noch fortgesetzt mit den
Kopfe: „Hab' ich mich das ganze Leben lang so geirrt?“
Eine Schlaue. Er (cer sich eben mit sei
nem Schreibmaschiuen,sräulein verlobt hat): „Und nun,
wo wir miteinander verlobt sind, Schatz, werde ich mich
wohl nach einer anderen Schreibmaschinendame umsehen
müfssen.“ — Sie: „O, deshalb mache Dir nur leine
Sorge, Liebster. Ich werde schon selbst eine für Dich
auswählen.“
Vater und Sohn. Sagte ein bedeutender Po—
itiker zu seinem Sohn: „Hier, sieh mich an! Ich begann
als Stadtverordneter und stehe jetzt oben auf der Leiter,
und was mein Sohn? Nun, wenn ich sterbe, wird mein
Sohn der größte Lump in der Stadt sein.“ — Woraul
der hoffnungsvolle Sprößling entgegnete: Jawohl, wenn
Ddu stirbst, aber früher nicht“
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D 2— ⏑⏑ 04 — — —— ———— 9 * in Würkeln zu jo Pfg. für 223 Teller.
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σ-Bekarnntmachung.
die Steuerhebung pro 1. Quartal findet statt:
in Fischbach Mittwoch, den 25. Mai
in Herrensohr Samstag, den 28. Mai.
VBormittags von 82511 Uhr.
Gemeindekasse.
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Evangelischer Gottesdienst.
Frinitatis, den 22. Mai 1910.
Dudweiler.
O Uhr Pfr. Trommershausen.
sachmittags 31,, Uhr liturgischer Festgottesdienst.
Herrensohr.
3.30 Uhr. Pfr. Uhrmacher.
— — ——— —— —
Am Sonntag Trinitatis, den 22. Mai, nachmittags
3.330 Uhr, wird in Dudweiler das
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verbunden mit dem
30jähr. Stift
30jähr. Stiftungsfest
des
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Kirchenchors Dudweiler
terert werden.
Der liturgische Festgottesdienst in der Kirche
wird uni 3.30 Uhr seinen Anfang nehmen.
Ddie Nachversammlung im Saale Riedschy be—
ginnt nachmittags 5 Uhr.
An diesem Doppelfest werden die Chöre von Neunkir—
hen, Elversberg, Altenwald, Herrensohr und Dudweii
er mitwirkend teilnehmen. ——— 7—7 — 777777 —
Alle Freunde guten Gesanges sind herzlich zu diesem Achtung! Achtung! Achtung!
oste einageladen, Am Sonntag, den 22. Mai von Nachmittags 4 Uhr ab
J A.: Pfarrer Zgillessen, Altenwald. 'ndet im Lokale Wittwe Pitz, Saarbrückerstraße 275 grokes
Aee, Kometen-Konzert —
W statt, ausgeführt von der Kapelle (Wild West). Abends von 8 Uhr al
en 431 Henkersmahlzeit
— 9 414. lan reservierten Tischen. Von 12 Uhr ab
— Fackelpolonaise
DPineeet ach dem Bubesberg zur Besichtigung des Kometen. Nach der
zesichtigung großer Krach. Zusammenstok der beiden Astro—
omen Pitt nunnd Matz!
Entree frt
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Adler-Drogerie, Dudweiler
am Markte.
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