zin, 10. Wai. (4u Sgehovenes Spirelrer—
zne grötzere Spielhölie wurde in einem— Privaln
der Kleinen Sandkaul aufgehoben, Als die Kri—
Men mit List in das Zimmer drangen, trafen sie
n etsonen beim verbotenen Glückssptel an. Ei
geldbetrag wurde beschlagnahmt und etwa 30
donnten zum Polizeipräsidium gebracht werden.
onn, 10. Mai. (Der Bonner Borussena
Die Strafkammer verhandelte heute in zwei—
z gegen die Mitglieder des Korps „Borussia“,
u Finckenstein auf Schönberg bei Mariendorj
verner von Quistorp auf Crenzow bei Stral—
gemeinschaftlichen Hausfriedens bruches nach
Es handelt sich hierbei um den Ueberfall auf
‚igen Unteroffizier Feith, in dessen Wohnung in
jn vom —A
Anlaß zur Suspensierung des Korps „Borussia.“
chöffengericht sind die beiden Angelagten in der
Fchandiung zu je 14 Tagen Gefaͤngnis verurteilt.
zatingen, 10. Mai. (Das geneckte Pferd.)
urde ein Pferd, welches von einem 16jähr. Knechte
Kuse geritten wurde, von Kindern mit Steinen be—
Das Pserd scheute und warf den Jungen ab, der
perletzt ins Krankenhaus gebracht werden mußte.
erd sprang dann über die Barriere der Eisenbahn
en Guͤterzug und wurde vollständig zermalmt.
Aus aller Welt.
zroßseuer. Auf dem elektro⸗chemischen Werke Am—
dei Halle a. d. S. vernichtete ein Feuer ein
5 Magazin mit Vorräten an Kohlensöäure, Benzin
chemikalien, sowie die Tischlerei und Böttcherei. Der
en wird au 400 000 Mark geschätzt und isi durch
herung gedeckt.
ur Triolen-Affäre. Die Sachverständigen, die ein
sen über den Geisteszustand des früheren Reichs—
eordneten Schack in Hamburg wegen der bekannten
Angelegenheit abzugeben hatten, kamen darin zu
zchluß, daß Schack sich in einem Zustand vorüber—
er geistiger Störung befunden habe und für die
„Briefe weder rechtlich noch moralisch verantwort—
macht werden könne. Einer der Gutachter kommt
Schluß, daß Schack wieder vollständig hergestellt
wird
u Blitzstrahl aus heiterem Himmel. Während
ennens der Kavallerie-Gemeinschaft zu Bahrenfeld
stona durchzuckte plößlich bei heiterem Himmel ein
sjie Luft, dem unmittelbar ein starker Donnerschlag
Der Blitz schlug in eine Planke, lief an einem
zun entlang und traf vier Personen, die sich an
zun gelehnt hatten und dem Rennen zuschauten.
ihnen wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht.
erte Person, ein Kaufmann, erholte sich bald wie—
r Zustand der anderen ist nicht bedenklich. Viele
wurden scheu und gingen durch.
zchweres Gruben⸗Unglück. Aus Altenburg wird
iet Ein schweres Grubenunglück ereignete sich in der
auf der Grube „Herzogin Adelheid“ bei Haselbach.
tuͤrzte der Förderschacht ein und 11 Arbeiter wurden
üttel. Man glaubt, daß die Verunglückten sämtlich
dod gesunden haben.
ßeneral Langlois erkraukt. General Langlois,
vedeutendste Militärschrifisteller Frankreichs, ist in
88 erkrankt. Sein Zustand gibt zu Besorgnis—
Anlaß.
der vergiftete Wein. Madame Carree, die be—
e Sängerin und Gattin des Direktors der Pariser
Mme.C(arre —E paris
qche Oper, entrann wie durch ein Wunder dem
ichsar. durch den Genuß von Porter zu sterben, den
autlich eine entlassene Kollegin vergiftet hatte.
Roosevelt kam am Montag mit Erxtrazug um neun
40 Min in Malmsö an und wurde von den Spitzen
Behörden empfangen. Der Gesundheitszustand Roose—
zhat sich nicht gebessert. Er ist so heiser, daß er
mein Wort sprechen kann. In dem Zuge, mit dem
—A
iccher Journalisten, u. a. Wellmann, der sich durch
erschiedenen vergeblichen Versuche, im Luftballon
ordpol zu erreichen, einen gewissen Namen qge—
at.
rer Halleysche Komet. Interessante Feststellungen
em Halleyschen Kometen hat der Astronom Baroni
Observatorium Brera gemacht. Die Schweiflänge des
eten soll 20 Grad gleich 2424 Mill. Kilom. betragen,
Kopf⸗Durchmefser 180 Sekunden gleich 50 340 Kilome—
Der Schweif-Durchmesser im äußersten Grade gleicht
er Million Kilometer. Der Durchgang der Erde durch
Schweif des Kometen wird darnach etwa 3 Stunden
lern
zum Erdbeben in Amerika. Aus San Jose wird
neldet, daß bei dem Erdbeben außer Carthago noch
roͤlf Ortschaften der Halbinsel Nicoya vollständig zerstört
. In Carthago hat man nur 350 Tode gezaͤhlt, da—
en sind in der Stadt Nicoya 2500 Leichen geborgen.
Pegel des Nicaraguasees an der Grenze Coitaricas
zucch daßs Erobebensnn acht Meler geiunfen
Luftschiffahrt und Aeronautik.
„Eune neue Flugmarchine. Der Insiallateur
il Strack in Zurzburg hat eine Fugmaschine
truiert, mit welcher dieser Tage die ersten Flüge un—
nommen werden sollen. Der Rennfahrer Willy Kruien—
m wird die Maschine führen.
'Oberleutnant Stelling, der Führer des
rsevalballons bei den Kölner Luftschiffmanövern, ift
tden Nachwirkungen der Reise des „P. 2 von Lom—
Jnach Köhn an einer Lungenentzund schwer ertrankt.
h Aeußerung der Aerzte iste die Lebensgefahr vorüber,
w seine völlige Wiederherfiellung wird noch einige Bo—
in Anspruch nehmen.
Die Mainzer Flugwoche ist nun soweit ge—
t. die Zusage aus Berlin zur Benußung des Großen
des ist Lingeiroffen und wird der Mittelrheinische Luft
sverein nun die einleitenden Schritte unternehmen. Je
ndem Wetler foll die Veranssölnung, die auf eine bis
—X bheromneaa 32543 Quisi odex Nuaqausi stattiinden
Merichtszeitung.
die Zeppelinsche Polarexpedition. Dienstag Vor—
no sollte die Klage des Polarforschers Lerner aus
onenburg gegen den Grafen Zeppelin und Ge—
niet Professor Hergesel!l vor dem Stuttgarter Ge—
werhandelt werden darüber, ob diese dem Kläger eine
9 gleichgeordnete Stellung als Mitleiter an der ge—
MaRFF zgesichert üß6fen Svoöor
zertreter des Grasen Zeppelix, Rechtsanwalt Bacher, stellte
edoch den Antrag auf Vertagung. Der Kläger beantragt
agegen, sofort in die Verhandlung einzutreten, damit
woch vor Beginn der Expedition eine Entscheidung her—
eigeführt werden könne, darüber, ob Graf Zeppelin ver—
flichtet sei, Lerner mitzunehmen. Lerner selbst griff die
s jetzt getrofsfenen Vorbereitungen zu der Erpedition an
Rhne Miͤnahme eines Polarforschers würde die ganze
zxpedition nur ein Kinderspiel werden. Bis ietzt sei nichts
eleistet worden, als daß man Ordres, Gegenordres und
desordres gegeben habe. Der Vertreter des Grafen Zep—
zel'n verzichtele im jetzigen Stadium des Prozesses ausf
ẽrwiderung auf diese Angriffe. Das Gericht sprach die
Bertagung auf unbestimmte Zeit aus, legte aber
er betlagten Partei die Kosten des heutigen Termins
muf. da sie schuld an der Vertagung sei
Arbeiterbewegung.
Der belgische Vergarbeiterstreit. Die Delegierter
es Bergardeiler-Verbandes des Mit:elbeckens hielten in
zol sShau,e von La Lausicre eine Versammtung ab. Die
debatte, die zum Teil recht stürmisch verlief, dauerte vier
ztunden. Schließlich wurde beschlossen, die Ausständigen
1 Bracquegnier tatkräftig zu unterstützen und den Aus—
tändigen eine Unterstüßung vrn einem Franks pro Tag
uszuzahlen.
— Straßenbahner-Lohnforderung. Die« Angestellten
er eleltrischen Straßenbalnn von Bresfi überreichten der Di—
»ltion eine Liste ihrer Forderungen, die sich hauptsächlich
uf eine Erhöhung ihres Lohnes, sowie auf Verbesserun
in des Dienstes beziehen. Sie beabsichtigten, zJalls die
Rrettion tene vefriedigende Antwort geben sollte, in den
su stönd zu treen
Vermischtes.
Das Ende der „Gestrengen Herren“. Man hat
isher steif und sest an die drei „gestrengen Herren“ Ma—
nerzus, Pancratius und Servatius geglaubt, und die
Vissenschaft hat die feinsten Theorien ersonnen, um den
Zälterück all, der an den Tagen der drei „Eisheiligen“, am
1., 12. und 13. Mai, eintreten sollte, zu erklären. Nun
aber hat ihnen wohl eine interessante Arbeit von Alfred
Hecker vom Indtitut für Bodenlehre und Pflanzenbau in
Zonn-Poppelsdorf ein Ende gemacht. Der Verfasser stützte
ich auf eine Beobachtungsreihe von 60 Jahrep, die Ob
ervationen waren sowohl an der Universität Bonn au“
er Sternwarte, als auch in Poppelsdorj gemacht worden
die hier gemachten Beobachtungen ergaben, daß die Tem
eratuͤr durchwegs bei Tage hoͤher, bei Nacht tiefer ge
hesen war, als an der Siernwarte, obgleich beide Insti—
ite gar nicht weit auseinanderliegen. Es zeigte sich, daß
stamertus nicht selten kalt ist, während Pancratius und
zervatius sehr mi!d sind. Ferner stehen sie gerade am
Infange einer Periode, die gegenüber der vorhergehenden
rheblich weniger kalte Tage aufweist. Kälterückfälle sind
aft in jedem Mai zu verzeichnen, aber nicht gerade in
en Tagen vom 11. bis 13. Mai. Wahrscheinlich schreibt
ch der schlechte Ruf dieser Tage davon her, daß einmal
ufällig mehrere Jahre hindurch an ihnen Kälte herrschte,
vie beispielsweise 1879 bis 1894, doch das ist ehen eine
Ausnahme. Die Wetterregel von den Eisheiligen halt vor
den Untersuchungen der Wissenschaft nicht sitand.
Hofrichters Strase. Die vielfach besprochene Straf—
at Hofrichlers stellt sich als das in den 868 413 und 414:
1des Militärstrasgesetzes besprochene Verbrechen des voll—
drachten und versuchten Meuchelmordes dar, welches im
3.415 mit dem Tode durch den Strang bedroht erscheint.
Unter der Voraussetzung, daß ein Widerruf des abgeleg—
ien Geständnisses nicht erfolgt, muß daher der Untersuch—
ungsrichter, welcher ausnahmslos in dem zusammentreten
den Kriegsrechte als informierender Richter zu fungieren
hat, auf Grund der vorerwähnten Gesetzesstelle, wie des
845 des Militärstrafgesetzes, welche die Folgen der To—
hesstrafe durch den Strang bespricht, diese Strafe, sowie
die Kassation von der Offizierscharge und die Ausstoßung
ius der Armee beantragen. Widerruft Hosrichter das ab—
elegte Geständnis, so resultiert hieraus die strafprozessuale
donsequenz, daß wieder nur ein Indizienbeweis vorlicgen
vürde und daher im Sinne des 8 241 der Militärstraf
»rozeßordnung vom informierenden Ruditor weder die To
es⸗ noch die lebenslängliche Kerkerstrafe, sondern nur eine
iußerordentliche Freiheitsstrafe beantragt werden könnte.
Ein entsetzliches Verwandtschafts-Tohuwabohn
sat ein scharfsinniger Genealoge namens Hugbald aus
em Wagnerschen Nibelungenringe herausdestilliert. Et
eht im Original in der „Schaubühne“ (Verlag E. Reiß,
gerlin) und setzt keine andere Kenntnis als die voraus
aß Siegfried der Sohn eines Zwillingspaares Gieg—
nund und Sieglinde) und daß dieses als Wotanskinder
nit Brünnhilde (der Tochter Wotans und Erdas) ver—
chwistert ist. Hugbald schreibt: Siegfried ist der Sohn
eines Onkels und der Neffe seiner Mutter. Er ist sein
igener Vetter als Nesffsfe und Sohn seiner Tante. Er ist
er Neffe seiner Frau, folglich sein angeheirateter Oncel
ind sein angeheirateter Nefse. Er ist Neffe und Onkel ir
iner Person. Er ist der Schwiegersohn seines Großva—
ers Wotan, der Schwager seiner Tante, die zugleich seine
Nutter ist. — Siegmund ist der Schwiegervater seiner
Zchwester Brünnhilde und der Schwager seines Sohnes
er ist der Mann seiner Schwester und der Schwiegervaten
der Frau, deren Vater der Schwiegervater seines Sohnes
st. — Brünnhilde ist die Schwiegertochter ihrer Geschwi—
er, die Tochter ihres Schwiegergroßvaters und durch
ziegfried die angeheiratete Nichte ihrer Schwester. Sie ist
ie Frau ihres Neffen und daher ihre eigene angeheira
ete Nichte. — Wotan ist der Vater der angeheirateter
ante seiner Tochter, also sein eigener Vater und der
zroßonkel seiner Tochter. Wotan ist gleichzeitig der Schwie
ervater seines Sohnes und seiner Tochter. — Wenn nur.
er Ehe zwischen Siegfried und Brünnhilde ein Sohn
atsprossen wäre, wäre er gleichzeitig der Enkel und Ur—
nkel Wotans, also entweder sein eigener Vater oder sein
igener Sohn oder sein eigener Großcousin. Siegmund
väre dann der Onkel seines Enkels, Sieglinde die Groß
nutter ihres Neffen und Rrümmhilde die Großtanie ihreé
ohnes.
VDas Schädsaletnerdaiserlichen Krone.
durz vor der Schlacht bei Sedan erhielt die Kaiserin Eu—
jenie eine von ihr bestellte Krone gerade nech vrechtzeitig
zeliefert, um sie auf ihrer Flucht mitzunehmen. Die Kai—
erin behielt die Krone bis zu dem Tode ihres Sohnes im
Zululande, durch den all ihre Hoffnungen einen so argen
Stoß erlitten. Nun verkaufte sie dieselbe dem Anfertiger,
velcher sie für eine Million Franken zurücknahm und erst
päter an einen vertrauten Freund für den nämlicher
Preis verkaufte. Ansiatt die Krone jedoch, wie er vorgege
en, zu behalten, nahm der Freund sie mit nach New- York,
wo sie in dem Schaufenster eines Geldschmiedes ausgeftelli
wurde. Die Krone besteht aus 2000 Steinen von 4bis
3Karat, die in Altsilber gefaßt sind, das mit dicken Gold—
treifen verstärkt ist. Die Bügel stellen Veilchenblätter dar,
aus deren Mitte ein Sträußchen Veilchen hervorsteht, in
essen Mitte wiederum ein Diamant von 13 Karat ange⸗
hracht ist. Der Reif hat nur 20 Zentimeter Umfang, was
genugsam andeutet, daß die Krone für eine Frau bestimmt
gewesen ist. Dies dürfte auch die Ursache sein, warum mar
ieselbe nach New-Noek gebracht hat; dort hätte die Frau
rgend eines Besitzers einer ganzen oder halben Milliarde
am ehesten versucht sein können, aus Eitelkeit ihr Haupyt
mit einer „echten“ Kaiserkrone zu schmücken.
e Ae ,aiser ein Gegner des Spiels.
datser Wilhelm spielt bekanntlich wenig und nur um ganz
eringe Sätze, er ist ein Gegner von jedem hohen Spiel.
das hat er schon als Prinz Wilhelm vewiesen. In Ber
in bestand ein gewisser Klub, in dem das hohe Spiel zu
ause war. Eine ganze Reihe Offiaiere vcin Vrina Ma⸗,
elms Regiment waren Muarüne
Speel so verhängnisvolles Niederlagen, daß Prinz Wil—
un als Oberst des Regiments endlich beschloß, die en
Lekheerungen ein Ende zu machen und seinen Offizieren
a unabweislicher Form nahelegte, aus dem Klub auszu—
reten. Die Leitung des Klubs war darüber sehr bestürzt
uind bewog den Obmann, einen Prinzen R., beim Kaise⸗
dahin zu wirken, daß jener Befehl zurückgenommen werde
der Kaiser ergab sich den vorgebrachten Gründen, ließ
en Prinzen Wilhelm zu sich kommen und ersuchte ihn, das
Verbot zurückzunehmen. Aber der Prinz blieb standhaft
ind sagte: „Majestät, gestatten Sie mir die Frage: Bin
ich noch Oberst des Regiments?“ „Ja natürlich,“ entgeg—
iete der Kaiser. — „Dann gestatten mir Märestät, daß ich
neinen Befehl aufrecht erhalte oder ... daß ich meine
Rtelle hiermit in Ihre Hände zurücklege.“ Dent Kaiser ge—
jel das entschlossene Wort und er besänftigte den Prinze
asch, indem er sagte: „O, davon kann keine Rede sein,
inen so guten Oberst finde ich ja nicht wieder.“ Und es
blieb beim Spielverbot. Als Prinz R. um Bescheid zum
atser kam, sagte dieser: „Tut mir leid, ich habe allea
versucht, aber der Oberst will durchaus nicht“
Neueste Nachrichten und Telegramme.
Berlin, 11. Mai. Der Reichstag tagte gestern elf
Stunden. In dieser Zeit wurde das Kaligesetz in zweiter
und, da kein Widerspruch erfolgte, auch in dritter Lesunç
angenommen. Hierauf erfolgten die üblichen Dankesworte
des Präsidenten an die Mitglieder des Hauses. Sodann
erhob sich der Reichskanzier und verlas die kaiserliche Ordr
aber die Vertagung des Parlaments bis zum 8. November
nit einem Kaiserhoch ging dann der Reichstag gegen 10
Ahr auseinander.
Berlin, 11. Mai. Gestern abend um halb 8 Uhr stieß
nfolge Uberfahrens des Haltesignals der von Hannover
ommende Eilzug auf dem Bahnhof Friedrichstraße auf der
ur Abfahrt bereit stehenden Posener Schnellzug. Beide
Züge wurden hierdurch ineinandergefahren. Durch das
Anglück wurde der Postschaffner Kempe schwer und 19 wei—
ere Personen leicht verletzt. Die Gleise waren um Mitter—
iacht noch gesperrt Der Lokomotivführer des Hannover—
chen Zuges wurde vom Dienste suspendiert.
Berlin, 10. Mai. Der Karlsruher Heldentenor Hans
Tänzler ist mit der in Deutschland bisher noch nicht ge—
ahlten Gage von 60000 Mk. von Generaldirektor Angelo
Neumann für die Berliner Große Oper, die 1911 eröffnet
wird, verpflichtet worden.
Köln, 10. Mai. Im Industriebezirke steht eine große
Aussperrung der Maschinenarbeiter bevor. Der Arbeitgeber—
Verband von Hagen-Schwelm hat am 4. Mai ds. 1200
Former und Gießerei⸗Arbeiter ausgesperrt. Es ist bisher
nicht gelungen, mit den Arbeitern ein Einvernehmen zu
erzielen. Am 18. ds. werden sämtliche Arbeiter im Gießerei—
zewerbe ausgesperrt und am 1. Juni bo Przt. der gesamten
Arbeiterschaft des Industriegebietes, wenn bis dahin keine
sinigung zustande gekommen ist.
Düsseldorf, 10. Mai. Die Kriminalpolizei hat auf dem
siesigen Hauptbahnhof gestern abend einen internationaler
Mädchenhändler verhaftet, einen angeblich 61jährigen Kauf
mann Fritz Poock, als er zwei 16jährige Dienstmädcher
nach Frankfurt am Mai verschleppen wollte.
Dorndiel, (Odenwald), 10. Mai. Heute nacht wurde
der Spezereiwarenhändler Willy Bachmann 2. von einem
Sinbrecher erschossen und um einen Betrag von 8ÿ510 M
»eraubt. Die von der Darmstädter Polizei angestellte
Recherchen haben bis jetzt noch kein Resultat ergeben.
Breslau, 10. Mai. Der in den Diensten des Prinzen
Friedrich Wilhelm von Preußen stehende Förster Aler
vurde von einem Hilfsförster aus Umwoorsichtigkeit erschossen.
Leipzig, 10. Mai. Infolge des Todes Königs Eduard
jat ein Teil der sächsischen Industrie umfangreiche Auf—
räge erkalten. So wurden bei den Tuchfabriken in Gercç
zroße Posten von schwarzen Tuchstoffen und Crepe bestellt
Hayingen, 9. Mai. In der vorgestrigen Nacht kamen
uf den Rombacher Hüttenwerken drei Arbeiter um. Si
wareu mit dem Füllen des Konverten beschäftigt,'als plötz
ich eine Gußpfanne explodierte und der flüssige Inhalt di.
drei Arbeiter überschüttete. Schwer verbrannt wurden die
Unglücklichen nach dem Spital verbracht, wo sie jedoch schor
»ei ihrer Ankunft verschieden. Alle drei sind Familenväter
der eine hat sieben Kinder.
Paris, 10. Mai. Mit der Bildung der französischen
ruftflotte wird nun, wie aus einem Artikel des Senatorẽ
herwais hervorgeht, ernst gemacht. Nach dem vom fran—
bͤsischen Kriegsministerium ausgearbeiteten Programm wird
Frankreich im Jahre 1913 insgesamt 20 neue Luftschiffe
esitzen unde zwar 14 Luftkreuzer und 6 Rekoanoscirungs.
Luftfchiffe.
London, 10. Mai. Die „Times“ veröffentlicht ein Te—
legramm au Uesküb, in dem es heißt, es sei unmöglich, eir
ichtiges Bild von den türkischen Operationen in Nordal
banien zu bekommen. Nicht einmal nackte Tatsachen ließe
sich feststellen, es scheine aber, daß die Regierung sich übe
die wahre Lage der Dinge sehr 'getäuscht habe. Sie lebe
offenbar in einem Irrtum, wenn sie glaube, es handle sien
nur um die Einführung von Reformen.
Petersburg, 10. Mai. Im Ochta⸗Stadtviertel lockte
ain junger Hausknecht die 60jährige Wittwe eines Oberfler
neinen Keller, vergewaltigte sie und ermordete sie dann
dann drang er in die Wohnung der Getöteten ein und
ersuchte auch deren Schwester Gewalt anzutun. Diese Ab—
icht mißlang jedoch. Der Täter wurde verhaftet.
Konstantinopel, 11. Mai. Die Nachricht, daß di
retische Nationalversammlung auf den griechischen Köniç
ereidigt worden ist, hat hier eine große Aufregung her—
horgerufen. Der Minister des Außeren protestierte geger
den türkenfeindlichen Akt, der Kreta sofort in einer an di
dier Schutzmächte gerichteten Note und erklärt das Vorgeher
der Kreter für eine Beleidigung der türkischen Hoheitsrechte
Die Flotte erhielt Befehl, sich für eine Demonstration vor
Freta bereit zu halten? Der Großvesier begab sich zum
riechischen Gesandten. mit dem er eine lange Unterredunod
atte.
Mailand, 11. Mai. Der „Secolo“ meldet nachstehen—
des Telegramm. aus Mitrowitza: Nach dreitägigen Kämp—
fen umzingelten die türkischen Truppen die Hauptmacht der
Albanesen bei Preshowa. Die Albanesen wurden geschlager
ind geben selbst ihre Verluste auf 800 Tote an. Auch die
Türken hatten große Verluste. Ein weiterer Sieg der
Türken wird aus Stymlia genieldet. Dort besiegte eine
zrößere türkische Abteilung die sich in den Bergen hart—
räckig verteidigenden Albanesen, die zum größten Teile ge—
fangeu genommen wurden.
New-York, 11. Mai. Der Expräsident Roosevel
bird die Vereinigten Staaten bei den Beisetzungsfeierlich
witen in London und Windsor offiziell vertreten
be Anmzeigs.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, gestern abent
im 10 Uhr meine liebe Gattin, unsere gute Mutter
Broßmutter, Schwägerin und Tante
*
fę
Frau Chr. Citsenser
Katharina, geb. Ripplinger
nach schwerem aber mit Geduld ertragenen Leiden im
Alter von 56 Jahren, 3 Monate und 16 Tage zu sich
n die Ewigkeit abzurufen.
Um stilles Beileid bitten
die trauernden Hinterbliebenen
Chr. Tiefensee u. Kinder
Dudweiler, Scheidt, den 10. Mai 1910
Die Beerdigung findet am Donnerstag, nachmittags
4 Uhr. vom Sterbehause Neuweilerstr. 17 aus statt.
Todes⸗F Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben
Mann, unseren guten Vater. Grokvater. Schwiegervater.
Bruder und Onke
—8* *
eren Peler bihß?
R
Badewärter
am Montag' abend halb 12 Uhr nach langem] schwerem
Leiden im Alter von 66 Jahren in die Ewigkeit ab—
zurufen.
Um stille Teilnahme bitten
die trauernden' Hinterbliebenen.
Dudweiler, Sulzbach, Nenweiler, Heiligenwald, den
9. Mai 1910.
Die Beerdigung findet am Donnerstag morgen 8 Uhr
nom Sterbehause Schachtstr. 49 aus statt.
Hergmanns-Unterstühnngs
Kussen-Herein
dudweiler⸗ Herrensohr⸗Fischbach
Neuweiler.
VNachruf.
Am Dienstag, den 9. Mai verstarb nach längerem Leiden
Alter von 65 Jahren der pensionierte Bergmann
Herr Peter Pitz 7
aus Dudweiler.
Der Verstorbene war Mitbegründer und langjähriges Vorstands
mitglied des Vereins und hat er sich als solches große Verdienst
um den Verein erworben, deshalb werden wir sein Andenken i
Ehren halten.
Er ruhe sanft!
Der Vorstand.
Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 12. Mai vorm. 8
Uhr statt. Antreten eine halbe Stunde später, an der Brückenstraß
heim 2. Vorsitzenden Herr Joh. Lorenz.
—
F.ocer-Verein
Dudweiler.
Beerdigung des Kameraden-Veter
Peter Pitz 7.
am Donnerstag, vormittaas halb 90
Ant roten um 9 Uhr.
Der Vorstand
—Ad sind
——⏑⏑—⏑⏑———
in Würfeln zu lo Pfg. fürs28 Teéller Suppe. hu
mit Wasser in kürzester Zeit zuzubereiten, In grosse
Surtenauswahl stets frisch vorrätig bei Gebt. Fuhr er
p̃rovinzialste 231.
Ei· Undehen, welches
Zmangs-Hersteigeruugß 42233
An e n N —X servieren
vormittags 10 Uhr sollen auf dem kann, für Sonntags gesucht.
—A folgende gSaarbe. Str. 232
1 Theke in Eichenholz, Si M
——RB8c— 2 Simmer u
piegel u⸗1 Nähmaschine
zegen gleich bare Zahlung öffent⸗ Mansarde
fich versteigert werden. an ruhige Leute per sofort
Hees, vermieten. Näheres
Rorictsvpollpzieber —X