Full text : Dudweiler Zeitung

Veraltet

st das Mißtrauen und die Ubneiguug — mit einem Wort das
Dorurteil — das man gegen Malzkaffee hatte. Heute weiß jeder
Mensch, daß der echte Kathreiners Malzkassee, den täglich Millionen
rinken, das gesündeste, wohlschmeckendste und preiswürdigste Ge—
ränk ist. Man muß nur vorsichtig sein beim Einkauf, weil in letz⸗
er Zeit viel Nachahmungen angepriesen werden. Kathreiners
Malzkaffee ist nur echt in geschlossenen Paketen mit Bild des
Pfarrer Kneipp.

der beste Ersatz für das teuere Schweineschmalz.
wird von jeder sparsamen Hausfrau zum Kochen,
GS O 1 raten und Backen verwendei.
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 7T. J D.
Am Donnerstag abend 9 uhr
Versammlung.
Die Tagesordnung wird in der Ver⸗
iammlung bekannt gegeben.
Der Turnrat.
Gartenbauverein Dudweller.
Die auf letzten Mittwoch, den 20. d. M. anberaumte Vereins⸗
ersammlung war ausnahmsweise schwach besucht. Es wurde darum
erabredet, in Ansehung der Wichtigkeit des ersten Punktes der
Lagesordnung von Beschlüssen abzusehen und die Versammlung zu
ertagen.
Die Versammlung findet heute Mittwoch,
den 27. d. Mts. abends/, 9 Uhr statt.
Hie Tagesordnung bleibt dieselbe:
Beschlußfassung über die Teilnahme des Vereins an einer
allgemeinen Obst⸗, Gemüse-⸗ und Blumenausstellung für den
ganzen Kreis Saarbrücken in der Markthalle zu Saarbrücken
am 2. 3. und 4. Oktober d. J., zu welcher der Herr Land⸗
rat die Anregung gegebeu
2. Verschiedenes.
Wir beabsichtigen, einen Beschluß herbeizuführen, laut welchem
en ausstellenden Mitgliedern aus unserm Verein für besondere
Leistungen auf einem oben genannten Gebiete Prämien aus unserer
Zereinskasse gewährt werden. Selbstredend kann ein solcher Be—
chluß nur gerechtfertigt werden, wenn möglichst viele Miiglieder bei
der Abstimmung beteiligt waren. Wir ditten deshalb um rege
keilnahme.
Der Vorstand.

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„Stolze Schrey“ Dudweiler.
Heunte Mittwoch, adends?8.30 Uhr außerordentliche
Generalversammlung
un Vereinslokale
Tagesordnung:
. Neuwahl des Vorstandes,
. Kassenbericht,
. Lokalfrage,
1. Kursus,
8. Verschiedenes.
krscheinen ist dringend erwünscht.

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Der Vorstand.

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Ein Vernõgen durch Bienenhaltung!
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—EXRXCP Viese, Feid und Wald. Jeder lese: „Dle Volkas plonen-T
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Eine Pornent ans i
— Roman von Freiherr von w.
V Petron sehnte fich nach dem Bagno; die Geleeren⸗
klaven, mit ihrer Kette am Fuß, waren eigentlich noch
Wen gegen ihn zu nennen, denn sie waren beieinander.
bat er den Kerkermeister, zu vermitteln, daß er einen
Seidensgeführten erhalte — es wurde abgeschlagen. Für
ihn sollie die Welt und er für die Welt tot sein.
Bei der öfteren Betrachtimg, daß nur im Tode Ruhe
sel, kam ihm der Gedanke an Selbstmord und gewann
anmer breiteren Raum in seinen Vorstellungen. Ich
verde die Nahrungsmittel, sagte er sich, die mir gebracht
verden, zum Fenster hinauswerfen und mich stellen, als
Ftte ich gegessen.. Ich werde verhungern.
Er sührte seinen Vorsatz aus. Zweimal täglich warf
à seine Speisen durch das vergitterte Fenster. Im An⸗
sang heiter, dann bedenklich, zuletzt immer ungernz er
uußie sich des feierlichen Eides errinnern, den er sich ge⸗
eiflet hatte, um seinen schrecklichen Vorsatz auszuführen.
ks war der letzte Kampf des Selbsterhaltungstriebes mit
seinem festen Willen. Eines Abends hatte er nicht mehr
o viel Kraft, sein Lager zu verlassen, um sein Abend⸗
essen, das ihm gebracht wurde, aus dem Fenster zu wer⸗
ten. Den anderen Tag sah und hörte er kaum noch et—
was; der Schließer vermutete eine bedenkliche Krankheit,
Petron hoffte auf den nahen Tod.
Plößtzlich, abends gegen neun Uhr, hörte er ein dum⸗
gjes Gerüusch hinter der Mauer, an welcher sein Bett
xtand; er beunruhigte sich über dieses Geräusch und erhob
den Kopf, um darauf zu horchen. Es war ein gleich⸗
uũßiges Kratzen. das entweder von einer großen Tatze,
don einem mächtigen Zahn oder von der regelmäßigen
der Steine gend einem taktmäßig ge⸗
abten Inftrument e.
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Gerkenc scee thu aufhören sollte, wo er sich schon
ast in eine andere Welt versetzt glaubte. Es währte bei⸗
aahe drei Stunden, da hörte er etwas zusammenstürzen,
vorauf die gewöhnliche Stille eintrat. Einige Stunden
pãter begaun es flãrker und schien sich zu nähern. Schon
rregie diese Arbest, die ihm gewissermaßen Gesellschaft
eggrete, Petrons lebhaftefte Teilnahme. Plößlich erschien
er Schließer; seid dem Tage, da er zu sterben beschlos—⸗
en, hatte Peiron kein Wort zu ihm gesagt und ihm auch
richt geaniwortet, wenn er ihn über die Art der Krank
Jeit, von der er ihn besallen glaubte, befragte.
Heute fragte er ihn mit möglichst lauter Stimme über
Aes und jenes, um ihn davon abzulenken, daß auch er
wmuf das Geräusch aufmerksam wurde, denn dasselbe er⸗
veckte seltsame Gedanken, regte neue Lebenslust in ihm
m, wenn er auch keinen Grund dafür anzugeben wußte,
aher wollte er auch nicht, daß es der Schlieker hören
ollte, bevor er wußte, woher es rührte.
Der Schließer, der keine Unterhaltung mit dem Ge—
angenen liebte, entfernte sich gleich wieder — er hatte
zichts von dem Geräusch vernommen. Zum ersten Male
vurde Petron seinem festen Vorsatz untreu, er berührte
vieder Speisen, indem das Kratzen nebenan fortdauerte.
Jetzt wollte er wissen, was daraus wurde und dazu mußte
r leben — nach diesem war es auch noch Zeit zum
Sterben. Was kam es auf einige Tage an, nachdem er
vier Jahre schon hier geschmachtet hatte.
Bielleicht ist es ein Gefangener dachte Petron und
vährend er nach diesen seltsamen Tönen lauschte und
noch stundenlang in diesem Zustand verharrt haben würde,
da es doch etwas war, was seine Gedanken von dem
rostlosen Einerlei ablenkte, da hörte es plötzlich auf und
„ei seiner Mattigkeit hatte das angestrengte Lauschen ihn
rmüdet, sodaß er für diese Nacht in einen festen wohl
ätigen Schlummer verfiel.
— Der andere Tag kam; der Wärter hrachte neue Le—

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