Lokales.
Grün für alle Wagenklassen. Eine einzige Farbe
ür alle Kassen der Eisenbahn-Personenwagen dürfte dem⸗
nächst zur Einführung bei der preußisch⸗hessischen Eisen⸗
»ahnverwaliung gelangen. Der Unterschied in dem Far—
»enanstrich der einzeinen Abteile sollte bisher dem Rei—
enden beim Aufsuchen der Wagentklasse behililich sein. Der
etzige Anstrich der Personenwagen wird jedoch besonders
»urch Verschmutzung so einheitlich, daß die Reisenden, be—
onders in der Nacht, sich nach ihm nicht richten können.
leberdies ist die Beleuchtung der Bahnhöfe wesentlich
tärker als früher, sodaß die großen Wagenklassennummern
deutlich genug erkennbar sind Es sind nun von den größ
en deutschen Eisenbahnverwaltungen und ebenso von den
vichtigsten Lacksarbenfabriken Gutachten eingefordert wor—
hen und es haben bereits eingehende Beratungen stat:ge—
unden. Ans Ergebnis dieser Beratungen hat der befon⸗
ders eingerichtete Ausschuß im Essenbahnministerium die
Anwendung des jetzigen grünen Anstrichs der Wagen 1.
ind 2. Klasse bei allen Personenwagen in Vorschlag ge—
zracht.
* Voraussichtliche Witterung. Vorwiegend trocken.
eicht bewölkt, küdhl.
Versammlung. Die auf dem Markiplatz angesttzte
VBersammlung war sehr stark besucht. Die Bierttinker sollen
»ei den Wirten von jetzt ab verlangen:
rinen halben Liter für 15 Pfg.
vier Zehntel Liter für 12 Pfo.
ein Viertel⸗Liter für 8 Pfg.
Diejenigen Wirte, welche das Bier zu di sem Preise verab—
olgen, sollin Ira tig unterstützt, diejenigen, die sich nicht sügen,
zagegen beykottiert werden.
Betreffs des Flaschen⸗Bieres wind verlangt, daß die Händ—
ter die große Fla'che
1 Liter zu 25 Pig.
unter 1 Liter zu 20 Vio
Ibgeben
Feuerlöschyrobe. Wir machen darauf aufmerksam,
»aß om rächsten Montag abend 7 Uhr auf dem hiesigen
Marktplatze duch das Freiwillige Feuerwehe corps eine Probe
nit dem Hand Feuerlösch-Apparat „Hanty“ vorgenommen
vird. Der Hanty⸗Trocken-Schnell⸗F nerlöscher ist ein reues
zülfsmittel zut Belämpfung von Enist hungt-Bränden, das
urch seine kolossale Billigkeit, verblüfsende Löschwirkung und
Sauberkeit Nufsehen err⸗s⸗
Aus Nah und Fern.
*Camphausen, 5. Sept. Freitag Mittag waren samt⸗
liche acht Leichen auf der Grube Camphaufen geborgen, auch
jas zerschnittene Seil ist zum Tetl zutoge gelödert.
*Neunkirchen, 4. Sepi. Die Ausbrecher Brocker und
Marx wurden heute nacht in einem hiesiaen Sealle Feftae⸗
nommen.
* Louifenthal, 4. Sepi. Der Grubengasaustritt in
er neuen Fetikohlengrube ist noch immer so stark wie auf
einer anderen Grube des Saarreviers. Trotzdem die Grube
àumlich nech keine besonders große Ausdehnung hat, benägt
der Ecazoöoustriut ors der blesgel gten Kohle in die Gruben⸗
üume in einem Tage zu 24 Stunden sage und schreibe
)0 bis 100 000 Kubikmeter. Das ist eine Zabl, wie si
jon keiner anderen Grube von der gleichen Ausdehnung er—⸗
eicht wird. Nur die vorzüglichste Beweinerurg und strengste
dontrolle vermögen die Gefahren zu beseitigen. Die jett
wuusgeführte Bewetterung ist eine außerordentlich lebhafte und
zute. — Heute wunden die Schienengeleise noch den Wipper
der neuen Rätteranlage für die Verladung der Fettkohlen am
Kichardschacht der Grube Serlo gelegt. Auf der neuen Anlage
ind 3 Wipper eingebaut, welche mit Blechumhüllung ver—
ehen sind, sodaß der beim Entleeren der Wagen enisthende
dohleustaub viedergeschlagen nid. Zu den Wippern führt
rzine vom Richardschacht aus allmälig ansteigende Schienen⸗
ahn, welche in der Nähe der Wipper zu einem kleinen Ein—
jallen neigt. Dadurch brauchen die vollen Wagen vom
jöchsten Punkte ab dem betreffenden Wipper nur zugewiesen zu
verden, um sich selbst zu entladen. Bis zum 1. Oklober soll
ie neue Rätteranlage fertiggestellt sein und das Abladen auf
verselben heginnen kännen Sbr. Volksz.
* Düfsseldorf, 4. Sept. EEltern, Vorsicht!) Daus
20 Monate alte Kind einer hiesigen Familie stieß ein Ge—
äß mit kochendem Wasser vom Tisch. Das Kind erlitt jo
chwere Brandwunden, daß es alsbald starb.
* Düsseldorf, 4. Sept. EEn gel macherei?) So—
vohl im Rhein, wie im Spee schen Graben wurden die
Leichen neugeborener Kinder gefunden. Die polizeilichen
Antersuchungen sind bisher ergebnislos geblieben.
* Dortmund, 4. Sept. Bergmannslos.) Au:
Zeche „Schwerin“ wurde der Beramann Gustav Schmie—
ewski verschüttet und sofort getötet.
* Dortmund, 4. Sept. (Berunglückt im Be—
nuff.) Vier Bergleute kamen auf Zeche Glückaufsegen un—
er Gesteinsmassen; zwei waren sofort tot.
* Dortmund, 4. Sept. (Die Vollmacht.) Mit
iner interessanten Sache hatte sich das VBerggewerbege—
icht Dortmund zu vefassen. Es handert sich um die
Frage: Welche Erfordernisse gehören zur RNechisg hugken
einer Vollmacht? Ein Bergmann hatie gegen die Ver
val.lung der Zeche „Graf Moltte“ auf Auszahlung eines
Zetrages getlagt, weil die Zeche sich der Auszahsung wi—
derserte. Der kiägerische Bergmann hat einen Sueifohn,
der am 31. Mai von der Zeche „Graf Moltke“ ablehrte
ind in die Dienste der Handelsmarine übertrat. Weil dei
unge Mann seinem Stiesvater aber noch Kostgend schul
dete, stellte er ihm am 29. Mai eine Vollmacht aus, wo.
nach der Vater berechtigt sein sollte, den von dem Stiefohn
im Mai verdienten Lohn in Eumpfang zu nehmen
ind sich mit dem Betrage zu befriedigen. Die Vollmach
vurde auch noch von dem zuständigen Standesbeamten be
zlaubigt. Nichtsdestoweniger weigerree die Zeche die Zah—
ung. Begründet wurde die Weigerung damit, daß, ob—
vohl die Vollmacht unzweifelhaft echt sei, sie aber doch
ücht den gesetzlichen Bestimmungen entspreche. Die Voll
nacht trage ein zu frühes Datum. Tas Lohnbeschlag
iahmegeseß besage ausdrücksich, daß über einen verdien
ien Lohn nicht vor dem Fätlligkeitszeitpunkte verfügt wer—
den könne und dürse. Sogar der Arbeiter selbsi könne
uicht vor diesem Zeitpunkte über seinen Lohn verfügen.
Dder Lohn sei aber erst am 25. Juni, dem Lohntage jal
iig gewesen. Nach diesem Zeitpunkte hätte der Stiessohn
des Klägers erst über seinen Lohn verfügen können, so
daß die Vollmacht auch erst nach diesem Zeitpuntie hätt
ausgestellt werden dürfsen. Am besten handele der Klä—
ger, wenn er den Aufenthaltsort seines Stiefsohnes aus—
indig mache und sich von diesem eine neue Vollmacht
usstellen lasse. Dann werde der Betrag sofort bezahli.
der Gerichtshof machte die Auffassung der beklagten Zeche
u der seinen und gab dem Kläger auf, seine Klage zu—
ückzuziehen. — Diesem Ansinnen entsprach der Kläger.
* Wiesbaden, 4. Sept. ParsevalBallon.d)
Als Bewerber um den von der Stadt' Wiesbaden ausge
ekton SRla-MRreicz nuon 2000 Mart trat nach dreimgüne
lbsage der Parzeval-Ballon auf. Um 3 Uhyr 30 Wiin. kam
r mit msgesjamt neun Gondel nsassen von Erbenheim her
nruh ger Fahrt in Sicht. Er überflog die Ausstellungç
nd die Kuranlagen und mansvrierte dann in geringe
öhe ene hale Stunde lang über der Stadt, um schließ⸗
ch auf dem Exerzierplatz an der Schiersteinerstraße zu
anden. Der Plasß war von Milttär abgesperrt und von
dausenden von Menschen umjäumt; die Landung ersolgie
im 4 Uhr 10 und ging geam von statien. Stadt und Mi—
ilärbehörden boten einen ofsiziellen Empfang. Die Wiö—
nmiginWitweMargheritavon Jtalien, die
m Automobil gekommen war, empfing den Führer des
zallons, Oberleutnant Stelling, und unterhielt sich län—
—DO schlug
ie lachend aus. Um 4 Uhr 50 Min. fieg das Lustichin
vieder auf.
* München, 4. Sept. (Mör der-Trans port.)
der Raubmörder Hackradt ist nach Potsdam abgeliefer
vorden. Hier ist ein Potsdamer Kriminalbeamter einge.
roffen, der den Raubmörder übernahm und mit Hilfe
ines Münchener Schutzmannes den Transport ausführte.
* München, 4. Sept. Geständig.) Der Eisendre⸗
jer Eisenhofer, der in der Herzogstraße eine Hausmeiste.
in erschossen hat und bald darauf fessgenommen wurde.
st agesiändia.
Teleuramme.
Friedrichshafen, 4. Sipt. Der heutige Besuch des
Jund⸗gras und der Reichstags mitglieder in F iedrichshafen
ur Besicht'gung des 8. 3 st durch prächtiges Wetter aus—
ezeich⸗eit. Die Zall der anwesenden Fremden ist enocrm.
Sondezug um Sonderzug bringt einn große Menschenmenze.
Schon in den früheren Vormittazsstunden bewegre sich eine
wartungsfreudize begtisterte Mensche menze durch die Stadt
Zeit 10 Uhr haben sich vor dem deutichen Hause zahlreiche
3 ppelin⸗Freunde argeiammelt. Graf Zeppelin hat am Vor—
nittag das deutsche Haus nicht verlasser. Er impfing die
Dputerten der Stärte München, Stuttgart, Worms
Friedrichehafen und Konanz, welche ihm die Egdrenbürger—
echtsbriefe überreichten. Als Vertreier der Regierungsbehöcden
ind arwesend die Staatssekretäre Delbrück und Dernburg
der preußische Eisenbohnministet von Bieitenbach, der würt⸗
emberg'sche und der beyrische Ministerp äsident und der
vurttembergische Kriegsmin strꝛ. Der Bundesrat st durch
24 Miiglieder vertreten, der Reichztog entsandte 235 Mit—
galieder sämtlicker Pateier, darur ser arch das Zentrum mit
70 Herrer. Fast alle Parteien sind durch eine Anzahl ihrer
hurvorragendsten Führer rep äsentiert.
Um 11 Uhr 15 Min. stach der Dampfer Wurttembecg
nit Mitgliedern des Bundesrates und des Reichs?eges, dem
Hrafen Zepp lin jr. und Ditektor Colsmann in See. Et
uhr, begleitet von einer ganzen Dampfer-Armada sämtlicher
ünf Urerstaaten, nach Manzell. Um 12,20 bewegte sich 8.
3 unter den Jubelruien von Tausenden von Zuschauern
zus der Marzeller Halle. An Bord des Luftschiffes befan—
»en sih 14 Gäste. Das Lustschiff nahm, von den Dampf—
chffen begleitet, elegant Uber dem See und den Ufern ma—
öoderierend, die Richtung nach Lragen Arzgen, wo nech einer
Fahrt von 40 Min. einen Wechsel der Fahrgäste vornahm.
Im 1,10 schwebte der Lufikteuzer mit 15 Fahrgästen zum
leiten male in den Lüften, zog am württembergischen Ufer
entlang und schwenkte dann nach Lindau ab, wo der zweite
Passagßierwechiel auf dem Wosser vor sich ging. Waͤhrend
ich um 2,20 Uhr tas Luftschiff mit der driiten aus 16
Personen best henden Partie erhob, berab sich Graf Zeppelin
nmit dem Motorboot an Bord des Dampfers Wüulttemberg,
wo ihm frürmisch zugcjubelt wurde. Unterdessen bewegte
sich der Lafikreuzer in der Richtunz nach Friedrichshafen zu⸗
zück, wo er nach weiteren anderthalb Stunder, 10 Minulen
nor 4 Uhr, auf dem Gelände der Lustschiffbaugesellschaft vor
den Augen sämlicher Gäste landete. Nachdem das Lufischiff
on den Gänten in Augenschein genommen war, begann nach
Uhr der 4. Gäfttaufstieg. Unter den bisder aufgestiegenen
Ibgeordneten und Bundesratametaliedern, die sämtlich des
Lob s und der Bewunderung über die hertliche ruhige Fahr«
»es Luftschiffes voll sind, bifinden sich Staatsministet von
dodewils und Delbrück, Dernburg, der oldenburgische Ge—
andte Eucher, der sächsische Bundesralsbevollmäshligte Ge—
eimtat Fischer, die Parlamentarier Dr. Heim, Muüller-Mei⸗
ringen, Gerften berger usp. Vom Reichstage hatte jede Pa tei
inen, das Zentrum ale gekte Narte awei Fahréäüfte zu hoe—
immen.
Während der vierten Fahrt des 8.3 besichtigten die
zäñe die Alegen der Luf schissbaugesellschaft. Eine neu er—⸗
ichteite große Lufischiffpalle war in ein Bierzelt umgewand«lt
porden, in welchem den Gästen ein Erfrischungstrunk zereicht
vurde. Um 5 Uhr 5 Min. kehrte dos Z. 3 nach fast ein⸗
tündiger Fahrt zurück und landete mit einer aliseits aner—
annten Präzision auf dem Werftplatz. Um 5 Uhr 20
Hen. begann der fünfrse Ausstieg und kurz vor 6 Uhr er—
olgte die Ruckfahrt. Die letzten beiden Aufstiege warin mit
ivt auf die voragesc rinene Zeit pur von kurzer Dauec. An
»iesen Au'stiegen nahmen noch teil: Fürst zu Salm, Freiherr
yon Richthofen, Erzberger, Dr. Beck und andere. Nach dem
etzten Aufftieg und Aussckiffen der Vassagiere kehrte das
Lufischff mit seirer Besetzurg in die Halle nach Manzell
uruck. Aufgestiegen sind 886 Gaste mil dem 8. 3. Während
»es ganzen Tages hat sich nicht der geringste Uafall ereigne!.
Ubends beinhd. Udr rurden die Gäste ducch den Dampier
Friedrichshafen nach Konstanz gebracht. wo Graf Zerpelin
in Abendissen veranstalt⸗t⸗
*Berlin, 6. Sept. Polizeipraäsident v o n Stuben—
auich ist in Schiese im Harz gestorben.
von Stubenrauch, der 56 Jahre alt geworden ist, ver—
valet erst seit 128 Jahren das Berliner Polizepräsidium
Im 6. FJanaar 19080 wurde er der Nachfolger des zum
regieruugsprasidenten in Wiagdeburg ernannten Herrn v.
Zorries. Bis dahm hatte er als Vaundrat des Kreises
deltow über 20 Jahre gewirtt, als welcher er aber sei—
en Anitssitz in Berlin hatte. Er hat in seiner Land
atstatigteit decht Tücht ges geleistet und galt als moder—
ier Mann mit gutem Verstaänonis iür Verkehrsbedürsnesse;
ür seine jreiere Auffassung sprach u. a. die Schaffung
»es Freibades in Wannsee. Durch Stubenrauchs Ver—
»ienst hauptsachlich iit der Tetow-Kanal zustande ge—
nmmon
* Berlin, 6 Sept. Der Reichskanzler wird am
O. Sepiember in Wien eintrefsen und vom Kaiser in
ludienz emfangen werden. Zu Ehren des Reichstanz⸗
ers findet beim Kaiser ein Tiner statt.
* Berlin, 6. Sept. Die Abschaffung der ersten
Vagentlasse auf den preußischen Staatsbahnen wird am
Otktober wertere Fortschritte machen.
* Halle a. d. S., 6. Sept. Die rechtsstehenden Par—
eien verzichien auf eine eigene Reichstagskandidatur und
er gleiche Beschluß steht bei den Nationalliberalen be—
vor, so daß nur Reimann Greis. Voltsv.) und Qu—
ort (Soa.) einander gegenüberitehe—
Posen, 2. Sepi. Aus Furcht vor dem Gerichte ist die
29jährige Tochter des Ansiedlers Schäfer aus Friedrichshöde
in den Tod gegangen. Si hatte eine Vorladung als Zeu⸗
ain in einer ihr unbekannten Sache erhalten. Daruber regte
ie sich so auf. deß sie in Abwesenheit ihres Vaters nachdem
ie einen letzien Brief geschrieben hatte, 1Bb in einen Teich
türzte und ertrank.
Stockholm 4. Sept. Der Dampfer Haas Aegide mit
Dr. Ciot an Bord ist gegen halb 10 Uhr vormittage ein—
selaufen. Der Dampfer landete an derselben Stelle, wo
ürstliche Personen landen. Der Dampfer war mit amert—
aniichen und dänischen Gattlanden geschmückt, ebenso die im
dafen vor Anker liegenden Schiffe. Beim Erscheinen des
Ddampfere wurden von den Sch'ffen Kanonenschüsse aͤgegeben,
benso von der Feñuag Kronborg ein Kanonen⸗-Salul ab⸗
jefeuert. Als De. Coot an Lund stieg, wurde ihm von einer
dame ein vrächtiger Blumenstrauß Überrei ht, worauf der
dronprinz Christian den erfolgteichen Polarreisenden herzlich
vegrüßte und ihm seige Glückwünsche aussprach. Sopnnn
vurde De. Cook vom Vorfiand und den Mitaliedern der ge⸗
yaphischen Gesellichaft ßegrüßt. Im Schloß angelangt,
vurde Di. Cook sofort vom Könige in Audien) empfanger,
»ie fast dreiviertel Stunden dautrse. Dr. Cook teilte min,
»aß er an der Stelle, wo er den Nordpol entdeckt habe, eine
irsiegelie Röhre niedergelegt bat. An Bord des Hans A⸗—
g'de befanden sich viele dänische und au? laͤndische Männer
der Wssenschaft, die sest an Dr. Cook glaube“. Cook er—
zielt vom König das Großkreuz des Danebrog⸗Ordens.
Rom, 4. Sepi. Die Siadt Scordia bei Cattanta ist
hurch Wirbelfturm größteateils zerstört wotden. Heftige Re—
zengusse, Donner und Blitz begleiteten den Sturm Die Ki⸗
ben und viele Pcivathäuser sind eingestürz(e. Besond ers arg
püteten die Elemente in dem Stadtteil Santa Maria, in dem
die me sten Dächer abgetcager, die Häuser in ihren Funda⸗
nenten beschäd'gt und zahl eiche Personen getölet und ver—
etzt wmurden. Der Bevölkerung hat sich panischer Schrecken
⸗en ächtigt, der die Rettungsarbeiten sehr erschwertt. Auͤs den
Trümmern wurden blsher 8 Tote und 100 Verwundere gt⸗
»orgen. 15 Personen erlitten lebensgefährliche Verletzunger.
der Schaden beträgt mehrese hunderttaufend Lire.
Paris, 4. Seipi. Dr. Salamkeni vom Pariser Pafleur⸗
chen Institut hat ein Srum gegen Cholera hergeftelit, dem
er große Heilwirkung zuschreibt.
Paris, 6. Stpt. Die Ecsatzteile zur Wiederherstellung
)es lenkbaren Luftschiffes sind eingetroffen. Man hofft, daß
»as Luftscheff bis 10 Oktob⸗r wieder fertiggestellt ist, daß es
im 15. Oklober den Manövern wieder beiwöhnen kann.
Paris, 6. Sipt. An einem Bahnübergang bii Auc
Masse stieß gestern ein Schnellzug mit einem Lindauer zu⸗
ammen. Vietr Insassen des Landauers sind vollständig rer—
nalmt worden.
Kopenhagen, 6. Sept. Hier hat zu Ehren des Ent⸗
eckeis des Nordpols, ds Amelikaners Cock, ein glänzendes
yestmahl stattgefunden, an dem 400 Herren und Damen der
rsten Gesellschafiskreise der dänischen Haup stadt teilgenommen
zaber. Alle bervorragenden Mitglieder der wissenschaftlichen
Akademien hatten ebenfalls Einladungen eihalten Der Han⸗
)elsmin sier felerte Cook, der durch seine Tatkraft das Ziel
rreicht habe um das so diele mutige Forscher vergeblich ge⸗
ämpft hätter. In seiner Antwort dankie Eoot füc die
hrenden Worte, die ihm der Minifter g widmet hatte und
agte dabet u d. sollendes: Ich habe den Nordpol gefun⸗
en und das von der gelehrten Weit lang eistrebi Ziel er⸗
eicht, das bleibt das schönste Resultat meiner Arben. Ich
zätte aber auch vergeblich darum gekämpft, wenn ich nicht
n der Auswahl der mich begltisenden Eskimos und eben⸗
alls in der Auswahl der Hunde großes Glück gehabt hätte.
Im Verlaufe des Festmahls sprach dann voch ais offizieller
Veitreier der Stadt, der sozialdemokratische Buͤrgermeister
Heuse, der sehr beliebt ist und auch am Konigshofe als gern geehenet
Gaft gilt. Hense fand in seiner Anpache jubelnden
Beifall. Coot ist in das amerikanische Gefandtschaftshote!
bergesiedel:.
Eondon, 6. Sep. Die Times veröffentlicht heute
iniges uben den Reubou eines Kreuzers. Das Schiff soll
ine Schnelligleit von 30 Knoten ento ckeln, was bisher noch
on keinem Schiffe erreicht wurde. Der 180 Melei lange
dreuzer sol durd Turbinen ausgefanet werden
Bekanntmachung.
Auf Grurd meiner Bekanntmachung vom 14. August d.
J. — Dudweiler Zeitung vom 16 August d. J., Nr. 188,
Jahraang 1900 — und Seagrpost vom 17. August d. J.
Nr. 166, Jahrgang 18909 — hat eine Anzahl von Geschäfts,
euten aus Dudweiler eine Aeußerung bei mir abgegeben.
Diese Aenßerung habe ich in die Liste der bei der Enfäh⸗
ung des Achtuhrladenschlusses beteiligten Geschäftsleute ein⸗
zetiager, und wird diese Liste io Gemäßheit des 8 5 Ab⸗
atz 4 der Belanntmachung des Herin Reichskanzlers vom
25. Jaruar 1902 — Reichsgefetzblait S. 33 — sür die
Dauer ven 2 Wochen vom 8 d. Mis, ab auf dem Körig—
iche Landratsamte, Schloßplatz 16 hie!. zur äff⸗entlichen Ein—
icht offengelegt.
Emiprüche gegen die Richtigkit und Vollßändigkeit dle—
er Lisfte — jedoch nur in Bezug auf die Eintragung der
ibgegebenen Aeußerungen — können von den beteiligten
Beschäftsinhabern bis zum Ablauf der Offenlegungsfrist
chufilich oder zu Protokoll auf dem Bllro des Landrats⸗
amies, Werkiags in der Zeit von 6—212 Un vormiitags
ind von 325 Uhr nachmittage, erhoben werden.
Nach Ablauf der Frist angebrachte Einsprliche müssen un—
zecücsihtigt bleiben.
Saarbrücken, den 4. September 1909.
Der Kommissar
zur Einführung des Achtuhrladenschlusses
v. Hartmann⸗Krey,
Realerungas-Assessor.
7 Tsausandfach beuahrte
Mahrungq bei:
rweaeeeee
Dlarrhõe,
“ν— Darmleatarrh et⸗