Full text : Dudweiler Zeitung

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Mit Reilagen: „RBelletristische Wochenschrift“ und
Austige Blätter“.

Allgemeiner Knzeiger für den RBürgermeistereiß
Dudweiler.

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monatlich 70 Pfg. frei i „ebracht; be.
beftellt M. 2.225 vierteljährlich.
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Die „Dudweiler Zeuung“ erscheint räglich mit Ausnahme der Sonn⸗
und Feiertage.

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Pfa. die pauu3; bei mehrmaliger Inseraticn
entsprekender Rabatt.
Redaktion, Druck rreller

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Jahren seiner Regierung der Weilr vewiesen. Kaiser Jupuntt, der von diesem scharf bekämpft wird. Der Kon—
Vilhelm wird & der gauzen Welt als Erhalter des flißt ist jetzt in ein aluies Stadium getreten.
rzriedens gepriesen, nur das eine kann man ihm nicht Oesterre ich⸗ Un arn
ergeben, daß er ein startes Heer und eine starke Flotie ꝓ ugarn.
interhält. Aber die se militarische Starke betrachtet un— auf Foneg ee erd eendo ——sr
er Faiser gexade, ais Hort, des Friedens. Uund darin das furzlich Von dem Besitzer an die ausgenieteten uche—
nussen wir ihm beipflichren, denn sind wir geruistet, dann hischen Beamlen vermiete vindervie pone a dg
d * canne — pea den Anstürmenden entgegen. Es kam zu einem wülender
i »eschickle unseres Vaterlandes handgemenge, bei ven schließuched o *
hen in starken Händen nud der Kaler kann sich“ der 33 ndne 88 Ien ut * Polizei dherwan
iebe und Ergebenheit J Vol!es aewiß sein. Und dous das sie Aine * 2 ve dan rhne dae
o wünschen wir unserem Herrjcher zu seinein fünfzigften n I Stunde lang bombardierte. E⸗
Viegefesie alles gute und insdesondere daß es ihm noch e — d ee ganz.
echt lange gelingen möge, Deutschland den Frieden gzů umin en und Rom finden zur Zeit wegen
rhalten. Möge er noch recht oft diesen Tag in Zurte— tats ira ae vertrauliche Mittellungen siatt Der
enheit und Gesundheit erleben und die Zügel der Regie- Ifterreichische Botschafter in Rom, Graf von Lützow habe,
ung noch recht lange in Händen vehalten und das oft wird gesagt, der Regierung in Wien die ganze Schwie⸗
mitobte Reichsschiff zum sicheren Hafen des Friedens zu ügkeit seiner Lage auseinandergesetzt, in die er jetzi ge⸗
teuern wissen. Das wünschen wir unserem Kaiser und 'ommen sei, nachdem er als Hauptvermittler zwischen
ins jelbit! WBien und Rom an einer für die Universitätsfrage ve
riedizenden Lösung gearbeitet habe. Die „Gazetia der
Bopolo“ sagt, es sei ausgeschlossen, daß Tittoni allein
emissioniere, denn die auswärtige Politik sei nicht von
hin allein, sondern vom ganzen Kabineit sestgelegt. Die
es war es auch, das von dem überlieferten Brauch, sich
iber Berlin mit Oesterreich zu verständigen, abwich und
sie direkte Verständigung mit Oesterreich betrieben habe
Italien.
*In Regierungskreisen werden alle Gerüchte über eine
dabinettskrise auf das Bestimmteste best rirten und
rklärt, die Universitätsfrage in Oesterreich habe auf die
Stellung Tittonis gar keinen Einfluß.
*“„Giornale d'Italia“ glaubt mitteilen zu können, daß
ie Regierung beabsichtige, den Wiederzusammentreitt der
dammer zu vertagen. Der Kabinettschef hatte hier—
iber eine längere Konferenz mit dem Kammerpräsiden—
en. Die Negierung soll beabsichtigen, die Vertagüng der
dammer vorzunehmen, unr schließlich zur Auflösung zu
chreiten. Man befürchtet, daß anläßlich des Weederzu—
ammentritts des Hauses dieses zu irgend einer Tat ge—
zen Oesterreich sich hinreißen lassen würde, die nicht mehr
zut zu machen wäre. Bisher ist keinerlei diplomatisch⸗
dote ausgetauicht worden

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Kaisers Geburtstag.
Zum 27. Januar 1809.)
Heute jährt es sich zum fünzzigsten Male, daß Kal—⸗
er Wilhelm 2. das Licht der Wellt erblickte. In allen
Ztaädten, in allen Dörfern wo die deutsche Sprache er⸗
lingt gestaltet sich dieser Tag zu einem Freudenfeste. Wir
vissen die Geschicke unseres Vandes in einer sicheren,
emperamentvollen Hand, die im Augenblicke der Gefahr
chützend sich vor uns erhebt. Das verslossene Jahr hat
ür unseren Kaiser nicht so gut abgeichlossen, wie die
inderen, eine kleine Kluft schien sich bei den November
ebatten zwischen Kaiser und Volk ausbreiten zu wollen.
Im Reichstage gab es eine heftige Auseinandersetzung,
vie Deutschland sie lange nicht gehabt hat. Aber man
»arf nicht verkennen, daß man es nicht allen zugleich
echt machen kann, und zudem hat unser Kaiser uns
a die Versicherung geben lassen, daß er künftighin mehr
Zurückhaltung besbachten will, sofern die Juüteressen des
seiches sie erhetschen. Es ist nicht zu verkennen, daß
»es Kaisers Posten gegenüber den Bestrebungen des
luslandes, Deutschland zu isolieren, wenig angenehm
st und dazu leben wir in einem Staate, dessen Zusam—
nensetzung es fast unmögtich macht, jedem gerecht zu
verden. Hie Landwirtschaft, — hie Industrie, hie das
Anternehmertum, — dort die Arbeiterschaft, — jeder hat
eine Wünsche und jeder sieht bei dem geringsten An—
aß sich benachteiligt zum Vorteil des anderen uͤnd hier
en goldenen Mittelweg zu finden, der die klaffende Kluft,
ie die Klassen trennt, überbrücki, das ist das sichtliche
Bestreben unseres Kaisers, dessen Geburtstag wir heute
eiern. Steigt die Majestäaͤt auch manchmal energisch ein⸗
jreisend von des Thrones Höhen herab ins Parkeigetrie—
ꝛe, wer wollte leugnen, daß alle Handlungen — Worte
vie Taten — des WMonarchen dittiert sind von selbstloser,
andesväterlicher Gesinmung, daß er selbst unendlich hoch
iber den Parteien steht.
So nahe uns aber auch das hohe Geburtstagskind
ils Herrscher steht, ebenso nahe, vielleicht näher noch
teht er uns als Mensch dem Wienschen. Wer gedächte
iicht mit jreudigem Stolze der edlen Menschenliebe, die
er Kaiser bei allen Anlässen offenbart. Wenn seine
igenen Landeskinder vom Unglück betrofsen werden,
»der aus dem Auslande kommt eine Hiobspost, dann
st Kaiser Wilhelm auf seinem Posten und spendet Trosi
nit Rat und Tat. Erst bei der Radbodkatästrophe unß
ꝛei dem jfüngsten Erdbeben in Süditalien hat uns der
Monarch seine edle VPenschenliebe offeubart und die
om Schicksal Betroffenen werden am heutigen Tage
ankbaren Herzens des edlen Herrschers gedenken, der
»as Zeichen zur tatkrästigen Hilse gegeben, um die Wir—
ung des namenlosen Unglücks abzuschwächen.
Hinblickend auf ein anderes Feid sehen wir unseren
kuiser mit starker Hand das Reichsschijf durch die bran—
denden Wogen der Zeit steuern, imner ein Ziel vor
Augen — den Frieden. Friedenspoltutk, das scharfgeschlif⸗
ene Schwert in der Rechten, das ist Hohenzollernpolitik
ind daß auch Kaiser Wilhelm sich zu ihr bekennt, daß
er ein wirklicher Friedensiürit ist. hat er in den söst

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Molitissche Rundschan
Deutsches Reich.
x Die nationalliberale Fraltion des preußischen Abge—
zrdnetenhauses heantragt, die Staatsregterunz zu erfu—
cen, mit tunlichster Beschleunigung Vaßnahmen zu tref—
en, um 1. in allen Instanzen die staatlichen Schulver—
voltungen Perionen, die des Erziehungswesens kundig
nd, zur ehrenamtlichen Mitpirung heranmuzieben; 2. in
kechtsstreitigkeiten über den Umsang oder die Hand—
sabunz des Schulaufsichtsrechte“ die Anwendbarkeit des
Bern altungsstreitversahrens auszudehnen.
* Wegen des Schweizer Boykotts deuticher Getreide
ind Mehle beschloßz der Maaistrat Lindau die
Absendung einer Vorsiellung an die bayerische Regierung,
in das Verkehrsministerinni und an die baverische Land—
virtschaftskammer.
*Die angekündigte Bergbaugesetznovelle ist nach ih—
er Fertigstellung inn Handelsministerinm nunmehr dem
reußtschen Staatsministerium zugegangen.
*Aus München wird berichtet: Die Ministerien des
zunern und der Finanzen haben einen Nachtrag zum
ziutwurs des Wertzuwachssteuergesetzes herausgegeben
zer eine Zusammenstellung über die Verbreitung und die
ẽrgebnisse der Werizuwachssteuer im Deutschen Reich ach
nt Stand vom Spätjahre 1908 enthält.
* Während der sozialdemokratischen Wahlrechts⸗De
nonstrationen vor dem preußischen Abgeordnetenhause
vurden elsf Personen festgenommen. Sie werden
vegen groben Unfugs bezw. Nichtbefsolgung polizeilicher
AUnordnungen den ordentlichen Gerichten übergeben werden.
* Der Kouflikt des bayerischen Kultusministers mit
em akademischen Senat der Universität München über
ndsätzliche Recht der Hochschul⸗Professoren zur freien
Neinungs⸗Aeußerung in der Presse ist keineswegs als vei
legt zu betrachten. Der Senat beharrt auf seinem dem
Ninister bereits wiederholt bekannt gegebenen Stand

Rußlaud.
»Der zur Zahlung von 10 690 Rubel verurteilte Ge
ieral Alexejew erhielt zahlreiche Besuche und viele Bei
eids⸗Telegramme, darunter sehr bemerkenswerte Depe
chen von Verwandten der Opfer von Tichuschima. Da
»er General unbemittelt ist, wurde von Abgeordneten in
er Reichsduma der Gedanke angeregt, durch eine Sub
fription die Strafsumme für das letzte Opfer der russi
sichen Justiz aufzubringen. Uebrigens wird General Ale
rejein gegen das Urteil des Marinegerichts in dieses
WVoch noch Berusung einlegen. Von der Verteidigun
ollen dann cine Reihe weiterer Briese atgelegt werden
»ie hohe Marinebeamte schwer kompromittieren mülsen
Spanien.
IJo Hafenbehörden von Ferrol haben Besehl erhe
tent. die kü nmiai ee n

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2.

Mittwoeh, den 5. Februar

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Es werden staunen dswerte Angebote gemaächt werden.
Näheres wird noch durch Beilage-Settel bekannt gemacht. —
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