Full text : Dudweiler Zeitung

ir. 205. 23. Jahrg. —— c— V *83 —— — FKX
— — — e— 4 5 —e —* —2 — 325 — S —* — ———— 5*
Erscheint J———6—— 4 5 —3 RA — 7
acus uit aasad —— J816
der Sonn⸗ — —3 —4146 —— V—
7 —— —UU —— 54 8 36E — F * I—— e 5
-und Feiertage. — ⸗ ar —— ern 8 —X * — ht —

Freitag 3. Sept. 09.
Anzeigemn
kosten 10 4 pro éspaltig
Petitzeile.
auswärtige 15 4

Abonnementspreis
nonatlich 70 4 frei in's
Haus gebracht,
ei der Post hbestellt A 2,28
vierteljährl.

Amtliches Publikationsorgan
für die Börgermeisterei Dudweiler.

Mit zwei Beilagen: Reklamen
zonntagsblatt und Humoristische Blätter. 2paluge

Fernsprech-Anschlutz Saarbrüchken Nr. 69, 259 269 u. 1261.

Bei Jahres-Abonnement
Redaktion. Druck und Verlag von J. Unterkeller, Dudweiler. höchster Rabatt.
nennung zum kommandterenden Generau des 2. Armee
torps, wurden au Generalen der Infanterie beförd—
— ——
Der Zopfsf, der hängt ihm hinten ....
Welche Schwierigkeiten es bereiten lann, ein Stück
Rauchfleisch von Holland über die deutsche Grenze
zu transportieren, zeigt folgendes Erlebnis, von dem die
F. 3.“ von einem Leser unterrichtet wird:
Von einem meiner Kunden aus Holland erhielt ich
dei meinem letzten Dortsein ein Stück Rauchsfleisch zum
Geichenk und verfehlte nicht, es bei der nächsten Grenz⸗
statson zum Verzollen vorzulegen. Das Fleisch wurde zu—⸗
nächst verwogen und das Gewicht auf 314 Kilogramm
estgestellt. Nachdem das geschehen, wurde Rir der Be—
cheid, daß das Fleisch zunächst nach meinem Wohnorte
döln zur Untersuchung gesandt werden müsse. Am näch—
ten Tag erhielt ich auch wirklich den Bescheid von der
zahnverwaltung, daß Fleisch für mich angekommen sei.
zch sandte meinen Hauskeecht zum Bahnzollamt, dem aber
ort eröffnet wurde, daß Fleisch unter vier Kilo nicht ein
eführt werden dürse. Die Ware werde daher zur Grenz⸗
jation zurückgesandi werden. Nach zwei Tagen empfing
h einen Brief von der Grenzstation nut der lakonischen
Nideilung, ich möge sie wissen lassen, ob sie das Fleisch
in den Absender in Holland zurückfenden (in diesem Falle
ütte ich M. 1.75 Kosten zu tragen), oder ob sie das
zleisch vernichten solle. Da ich mit einer derartigen Ver⸗
uͤchtung, die ich selbst hätte vornehmen können, nicht ein⸗
erstanden war, so gab ich der Behörde den Bescheid, sie
nöge das Fleisch an meinen Kunden nach Holland gegen
dachnahme der Spesen von M. 1.85 zurücksenden.
Gleichzeitig schrieb ich an die Eisenbahndirektion, ich
rsuche um Rückerstattung der zu Unrecht von mir erhobe⸗
ien M. 1185. da man auf der Grenzstation ebenfalls habe
bissen müsfen, daß Fleisch unter vier Kilogramm nicht
ingeführt werden darf; infolgedessen dürfsften mir die
Aesen von der Grenzstation bis nach Köln und
Urück nicht aufgebürdet werden. Nach Verlauf von
agen ging mir ein Brief der Eisenbahndirektion zu,
n welchem diese mir die wunderbare Mitteilung machte,
daß das Fleisch beim Verwiegen an der Grenze vier
dilogramm gewogen habe; wenn das Gewicht in Köln
rur noch 30 Kilogramm betragen habe, so sei dies dar—
auf zurückzuführen, daß das Fleisch auf der Reise von
der Grenze bis nach Köln eingetrocknet und dadurch um
Ailogramm leichter geworden sei! Ich kann Ihnen die
ehrliche Versicherung geben, daß ich zunächst sprachlos war,
eine Wirkung, die vermutlich auch bei Jonen eintreten
wird. Nunmehr schrieb ich an die Eisenbahndirektion, ich
ei persönlich dabei gewesen, als das Fleisch an der Grenze
n't 325 Kilogramm verwogen worden sei; ich würde im
egebenen Falle dies beeiden. Aus diesem Grunde er—
uche ich nach wie vor um Rüclkerstatauunng der 1.85 Mark.
Nach, weiteren 14 Tagen wurde mir tatsächlich diese Sum
ne ausgezablt.
Inzwischen hatte ich meinen Kunden in Holland
ebeten, doch das Gewicht des Rauchfleisches auf vier Ki—
ogramm zu ergänzen und mir das Fleisch durch die Post
uzusenden Sofort wurde meinem Wunsche willfahren

Volitische Rundschan.
Deutsches Reich.
* Der Kaiser ist vom Stettiner Bahnhofe wieder nach
zwinemünde abgereist und begab sich nach der Ankunft
ofort an Bord der „Hohenzollern“, die gleich darauf den
zafen verlassen und sich zu der auf der Reede liegenden
Ranöverflotte begeben hat.
*Die Novelle zum Zigarettensteuergesetz, die
im 15. Juli d. J. vollzogen ist, trat am Mittwoch in
zraft. Sie ändert das alte Gesetz vom 3. Juli 1906 ein⸗
ial insofern ab, als der im 8 1 dieses Gesetzes be—
timmte Eingangszoll für Tabak und Zigaretten, der auf
,00 M. für den Doppelzentner festgesetzt war, durch das
ieue Tabaksgesetz überflüssig geworden und daher wegge—
allen ist. Sodann sind die Steuern für Zigaretten im
dleinhandel heraufgesetzt. Die Steuer beträgt jetzt bei
igaretten bis zu 114 Pfg. das Stück 2 M. für das
aufend (früher 1,80 M.), bis zu 26 Pig. das Stückhs
—E——
350 MyI bis zu 5 Wia. das Stück 6.50 M. (6 M.),
bis zu 7 Pfg. das Stück 9,50 M. (7b M.) und über 7
pfz. Stuck 15 M. (10 M.) sür das Taujend. Die
5icen er Zigareltentabak hat sich nicht geändert. Her—
wWgesent ist die Stener für Zigarettenhüllen, nämlich von
3. auf 1 Musar 1009 Stuck. Der Hersteller dari, wie
zeim alten Geseßz, einen Monat lang nach dem 1. Sep—
zember die angemeldeten Waren ahne Nachvernenerunqg
erkaufen.
Dle Börsfenstener ist im Reichshaushaltsetat ür das
Janze Jahr 1909 mit insgesamt 35, Mill. M. zum An—
itz ebracht, woron 25 Wiill M. auf den Wertpapier—
leml und 10,1 Wiitll. M. auf den Stenpel iur An—
chatjungsgeschä lse fsommen. Im erslen Drittel des lau⸗
den Frnauz,ahres hat die Börsensteuer eine Einnahme
on 22,6 Millionen M. abgeworsen, wobei der Wert—⸗
apierstempel 17 und der Stemvel für Anschaffungsge⸗
chäste 5,6 Mill. M. erbrachse. Der bisherige Stand der
zinnahmen aus der Börsensteuer gibt zwar die Gewähr,
daß im laufenden Finanzjahr der Etatsansatz erreicht wer⸗
en wird, man hafft aber, daß der Etatsansatz überschrit⸗
sen wird. Sicher ist dies aber keineswegs, weil natürlich
in nächster Zeit ein bedeutender Rückaang in der Ein—
rahme etseKken wird

Ptuvamed Hahan in zum Thronforger vesummt. Ge—
legen lich des leßten großen Feiertages wurde eine An
resstie für politische Verbrecher erlassen, doch sst sie nur
ür Tehrran giltig. Vor dem Erlaß der Amnestie Ver—
urtci sind davon ausgeschlossen.
xAus Teheran wird berichtet: In absentia wur—
en zu lebenslänglicher Verbannung verurteilt: Der
Inkel des ehemaligen Schahs, Naib es Saltaneh, der ehe⸗
nalige Minister des Aeußeren Bagadur Sheng, der ehe—
nalige Ministerpräsident und Finanzminister Saad et
)auleh, sowie neun Anhänger des ehemaligen Schahs.
die Berurteilten besinden sich gegenwärtig in der türki—
Hen oder russischen Gesandtöͤchaft.

Türkei.
*Wie verlautet, hat der Großwesir Hilmi Pascha die
Absicht ausgesprochen, zu demissionieren, sobald
er Sturz des Kriegsministers endgültig ist. Jedenfalls
rklärte der Kriegsminister, er falle mit Hilmi. Extrem
ungtürkische Kreise sehen jetzt in Talaat Bei oder in
Dichabid Bei den 2ufkünftigen Großwesir

Amerika.
* Die Präsidentenwahl in Costarica hat nach
n New⸗PYork eingetroffenen Telegrammen zu ernsten re'
solutisonären Unruhen geführt. Dieser Tage
am es in einem Dorfe in der Nähe von Reventazon zu
inem Gefecht, bei dem 100 Menschen getötet oder ver—
vundet wurden. Außerdem wurde eine große Anzahl
kämpfer in den Fluß geworfen, wo sie ertranken. Etwa
d Revolutionäre wurden verhaftet. Im Laden eines
Juweliers wurde von der Partei des bisherigen Vräãͤsi—⸗
senten ein arokes Wafienlager beschlaanahmt

Muley Hafid und der Roghi.
Wie dem „Petit Parisien“ aus Tanger geschrieben
bird, läßzt der Sultan den gefangenen Pratendenten, in
cinem Kafig eingeschlossen, täg ich mehrere Made vor sich
ringen, um sich unter vier Augen mit ihm zu unterhal—
en. Er habe ihm versprochen, ihm das Leben zu schen
en, unter der Bedingung, daß er über die drei folgen
en Punkte Auskunft gebe: 1. Wo befinden sich die Ka
italien des Roghi und wie kann man in ihren Besit
elangen? 2. mit welchen marokkanischen Notabeln von
zez unterhielt der Roghi geheime Beziehungen? und 3
veicher Art waren seine Beziehungen mit den französi—
chen Militärbehörden des algerischen Grenzgebietes und
nit den spanischen in Meliskla? — Die übrige Zeit bleibt
Ku Hamara in seinem kleinen Käfig der glühenden Son—
jenhitze ausgesetzt. Trotz seiner robusten Konstitut on zwei—
elt man, ob er einer solchen Lebensweiie lange wird
piderstehen können.

Spanien.
eDer Direktor der modernen Schule von Barcelo—
wa, Ferrer, gegen den wegen der Teilnahme an den Vor⸗
—E erlassen war,
burde in der Nihe von Barcelona verhaftet. — In
zarcelona, sowie an anderen Orten dauern die Ver—
sastungen und Deportationen fort. Unter anderen wurde
uch der Bürgermeister der Ortschaft Premiadel—
nar zefangen gesetzt. Die Kriegsgerichte verhandeln ge—
gen einen Schußmann, welcher während des Aufruhrs au
le Truppen schoß; voraussichtlich wird das Todesurteil
gegen ibn ausgesprochen.
Persien.
* Der „Köln. Ztg.“ wird aus Teheran vom 1.
Zeptember telegraphiert: Der iüngere Bruder des Schahs

Heer und Flotte.
—* Das Militärwochenblatt veröffentlicht: v. Bern—
ardi, kommandierender General des 7. Armeekorps.
vurde der Abschied bewilligt; von Einem, General
zer Kavallerie, wurde zum kommandierenden General des
7. Armeekorps ernannt; v on Böhm, Kommandeur der
18. Division, und von Linfingen., dieser unter ESr—

—
—

6 0

5

4

—

Herren-⸗AMmnzüge —
zolide Stofte,
neue Farben
—WW

Aptejl

— NHerren-Hosen —
aus solid. Buxkins und
Cheviots,
moderner Schnitt
320 4550

fü

Ein Posten
— Arbeiter-Hosen —
sa. Zwirn und gestreift
Leder,
Wert bedeutend höher
iede Hose 265

—MepPcD-—

 Herren-Hiüte —
schwarz u. farbig in den
9 b neuesten Formen,
unerreichte Auswahl,

— Herren-Anziüge —
zchwarz u. farbig, prakt.
Stoffe zum Strapatieren
1550 180

Herren-Anzüge -
moderne Facons
neueste Stoffe
A Wy

—- Fantasie-Westen —
weiss und farbig
Pipueé, Rips u. Fantasiest.
180 250 3753 5,

Rnaben-Hosen —
aus Ja. Kammgarn, gefüttert,
 Grösse 128, blau
und grau seith. Verkaufspreis
 bis 4.50 Mk.
iede Hose 225

— Knaben-Anziüge —
Jacken- u. Blusenfacon
solide Stoffe in allen
Farben
200 2380 3750

Knaben-Anzũüge —
neueste Formen in
Cheviot, Buxkin u.
Kammgarn-Cheviot
3 5
150 625 800 9809

—II
»esonders geeignet zum Strapazieren und für die
Schule zum Aussuchen in den Grössssen 126
Posten I Posten II Posten III
800 J 4600

— Herren-Anzüge —
elegante Verarbeitung,
Ersatz für Mass
30. 386

-Herren-Hosen —
Ia. Stoffe u. Verarbeitung

eleganter Schnitt
650 g6oo 950 1209

Ein Posten
— Arheiter-Hosen —
la. Qualit. in Leder und
Zwirn, seither. Verkaufspreis
 bis 4.50 Mk.
jede Hose 3.

— Hoderne Hütren —
für Knaben u. Herren in
allen Farben und Formen
vorrãätig
W. 48, 68, bis 259

Noeph Ceop we. 5 Ducdweisler-Nark.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.