Full text : Dudweiler Zeitung (22.1909)

Lokales.
Voraussichtliche Witterung. Zunächst noch meist
volkig, stillenweise Niederschläge, kühler, dann wieder desser.
Witterung. Heute früh war es recht kühl; um 7 Uhr
jatten wir 10 Grad Celsizs zu verzeichnen. Dabei heirschte
tarker Nebel, sodaß der begonnene Tag ein recht herbstliches
Ius sehen hatt⸗.
Gewinnlifte. Die Ziehungsliste der Metzer Dombau⸗
dotterie ist eingeiroffen und bei der Geschäftsstelle der Dud⸗
veiler Zeitung einzusehen.
Sprechübungen für den Leipziger Parteitag. Die
„Leipziger Volkezig.“ übt sich in Ecwartung der kommenden
Fteignisse im Sauherdentone. In der „Deuischen Tages⸗
eitung, fiadet sich folgend: nette Blütenlese aus einem Ar—
ikel des Leipsiger Blattes über Bernstein:
„Nichtswürdigkeit“, „von Verlogenheit triefend“, „Ehrlofig⸗
eit“, „namenlos infame Beschmutzung“, „widerwättig“, „ver⸗
äumderisch“, „heisere Schimpferei“, „gemein“. Vom ehe—
maligen G.nossen Bernhard sagt das Blatt: „Der herrliche
Georg, unser Exzenosse, die Vossenfiaur des Dresdener Var⸗
leitages.“
Nicht nur Mehring allein kann schimpfen! Welch herr⸗
licher einleitender Alkord für den Junabrunnen!
Vermehrung der Raucherabteile in den Zuügen.
Nach einem Eclaß des Ministers der öffentlichen Arbeiten
sst in letzter Zeit wiederholt üuber den Mangel an Raucher⸗
abteilen owohl auf Houpttahnen ale auch auf den Neben—
hahnen Beschwerde getführt worden. Auch die Beobachtungen
der Königlichen Eisenbal ndirektionen haben bestätigt, daß sich
zuweilen Mangel an Raucherablteilen bemerkbar gemacht hat,
vährend an Nichtraucher- und Frauenabteilen Ueberfluß vor⸗
zjanden war. Es ist festgest Ut worden, daß besonders Zuge
n den Morgen⸗ urd Abendstunden vorwiegend von Reisenden,
die Raucher sind — namentlich Geschäktsreisenden — benutzt
verden, während in anderen Zügen die Raucher in der Minder—
gahl sich befinden. Nach den bisherigen Bestimmungen wer—
den nun in sämtlichen Personenzugen die Hälfte der Wagen
»der Ableilungen eister, zweiter und dritet Klasse ohne Ein⸗
rechnung der Frauenabteile und bei ungeraden Zahlen auch
in Überschießenden Abteile für Nichtraucher bestimmt. Um
jun den verschiedenen Ansprüchen tunlicht Rechnung zu
ragen, hat der Minister die Königlichen Eisenbahndirtktionen
zrmächtigt, fur die Folge in Einzelfällen, wo die Verringerun
jer Nichirauchetabterie zweifellos zu keinerlei Umständen führt,
die nach obigen Bestimmungea bei ungraden Zahlen über—
chießenden Abteile als solche sfür Raucher zu bezeichnen. Die
ꝛgl. Eiseabahndirektionen sindj beauftragt, die Züge und
Wagengattungen, bei denen solche Auanabmen gemacht wer⸗
zen dürfen. alabald 2u bestimmen.

Aus Naß und Fern.
* Fischbach, 23. Auge. Die gestrige Geralversammlung
es hiesigen Kriegervereins war von 100 Mitgliedern besucht.
Mit einem Katserhoch wurde dieselbe vom 2. Vereinsvor⸗
itzenden eröffnet. Nach Erledigung des Punktes 4 der
kdugesordnung war der 1. Vorsitzende zu wählen. Nach
Aufstellung der Kandidaten ging man nach lebhafter Debatte
zur Abstimmung über. Gewählt wurde Herr Lehrer Huwer,
velcher auf Verlangen die weitere Leilung der Versammlung
übernahu. Ju seinen Antrittswoiten dankte er seinen Wäh⸗
lern für das entgegengebrachte Vertrauen und veirsprach, mit
dem Verein unentwegt dem hohen Ziele, welches in den
Vereinsfatzungen festgelegt ist, zuz uftreben. In das ausge⸗
drachte Hoch auf das deutsche Vaterland stimmten die An—⸗
vesenden begeistert ein. Anstelle des zweiten Worsitzenden,
der sein Amt niedergelegt hatte, wurde Herr Michael Wag⸗
ier gewählt. Zur Erinnerung an den Tag der Schlacht
jon Sedan soll im Anschluß an die nächste Versammlung
in Konzert stattfinden. (Sbr. Volkszte.)
Camphausen, 25. Aug. Nachdem die Mehrzahl der
hdiesigen Beamten ihren Beitritt zum Allgemeinen Turnerbund
erklärt haben, wird gzenannter Verein wöchentlich 2 mal für
die Söhne und Töchter der Herren Beamten Tarnstunde ab⸗
jalten laßsen. Auch soll eine Männerriege gebildet werden.
JBergmsfrd.]
*Heiligen wald, 25. Aug. Vergangene Nacht gegen
3 Uhr ertönte Feuersignal. Im Anwesen des Gast wirtes
Jocher, Schulstraße 6, war Feuer auszebrochen, welches den
Dachstuhl des Tanzlokales einäscherte. Die Pflichtfeuerwehr
unter Leitung des Braudmeisters Scholl konnte das Feuer
auf seinen Herd beschränken, sodaß Nachbargebäude nicht zu
Schaden kamen. Das ganze Anwesen ist baupolizeilich ge⸗
perrt wegen Schaͤden infolge Grubenbaues. Da es daher
eit Monaten unbewohnt ist, vermutet man Brandstiftung.
doffentlich bringt die hebördliche Untersuchuna Licht in die
Zache.
*Altenwald, 25. Aug. Schon wieder wurde in das
tonsumgeschäft von Rau an der Haupistraße eingebrochen
uind eine Menge Waren gestohlen. Much beim Kaufmann
3choltes wurde ein Einbruch versucht, der aber rechtzeitig
erkt wurde, worauf die Spitzbuben Reißaus nahmen.
ODrtsteil „Közebuckel“ waren die Diebe daran einen
ochweinestall zu erbrechen, als sie bemerkt und vertcieben
wurden. Einer der Täter wurde erkannt und zur ünzeige
ebracht. (Sbr. Vlezte.)
* Saarbrücken, 24. Aug. Die Regelung der Bier⸗
Rteise, wie sie hier von verschiedenen Wirten bewirkt wurde,
jat in den Kreisen der Bierttinker lebhafte Mißbilligung
jefunden und hal die Wirte genötigt, den Preis von 20
Bfg. für vierzehntel Liter auf 18 Pfg. zu ermaßigen. In
)en meisten mittlern und kleinen Wirtschaften hat man sich
)amit beholsen, an Stelle der bieher noch geführten fünf⸗
zehntel Gläser vierzehntel einzusühren. In der Umgegend
vird indes in einer ganzen Reihe von Wirtschaften ohne
eeden Aufschlag urd ohne Verkleinerung des Gefäßes der
Hetrieb geführt. In Oitweiler haben die Brauecelen den
ingeführten Aufschlag von 2 Mark einstweilen wieder auf⸗—
gehoben, die Wierte sind daher wieder zu den alten Vreisen
und Gemäßen zurückgekehrt. Auch hier in Saarbrüulcken be⸗
teht unter den Brauern keine Einigkeit, da sich einige Brauer
em Aufschlag von 3,50 Mark nicht angeschlossen haben.
*Triec, 27. Aug. Die diesige Strafkammer verur⸗
eilte einen 5 Imal vorbestraften Landstreicher wegen Bettelne
u fünf Tagen Haft. Die Vorinstanz, das Schöffengericht
Zernkaftel, hatte den Angeklagten mit folgender Begründung
reigesprochen: Der Angeschuldigte ist ktank und elend und
nacht trotzdem er erst 55 Jahce alt ist, den Eindruck eines
Breisses von 50 Jahren. Das Gericht gelangt auf Grund
des Augenscheines zu der Annahme, daß der Angeklegte
öllig erwerbsunfähig ist. Da niemand fur ihn sorgte, wurde
durch eine unwiderstehliche Gewalt, nämlich durch Hunger
um Betteln aetrieben. Di⸗e Straftammer schloß sich diefem

irteil nicht an, lediglich aus dem Grunde, weil der Ange⸗
agte nicht vorher den Bettelverein oder die Armenverwaltung
1 Anspruch genommen hatte.
* Merlenbach, 24. Rug. Gestern abend gegen 7 Ubr
ischoß sich der ttairenische Ecdarbeiter Angelo Mecchiari,
rohnhaft hier in der Nordstraße 30, wegen L ebeskummer
5r wurde sofort nach der: Hospital Karlingen transportiert;
rie die „Forb. Ztg.“ hört, sol er seinen Wunden erlegen
cin. M. ist eist 22 Jahre ali.
* Fifchbach, 23. Aug. Die Tongrube in der Nähe des
ziesigen Ortes macht eifreuliche Fortschritte. Ez sind z. Zt.
15 Arbeiter dort beschäftigt. Zwei Stollen sind im Betriebe
Für den besseren Ton wird 28 Mark pro Tonne erzielt.
In der Nähe der Grube plant die Gesellschaft die Ecrichung
 zweier Desen zum Veibrennen des Tons.
*Sobernheim, 25. Aus. Hier ist der Arbeiter Mirsch
n die Nhe gesturzt und ertrunken.
* Essen, 26. Aug (NRoch ein Automobilun—
ghück., Ein mit sechs Personen besetztes Automovil ist
»ei Dorsten gegen einen Wagen gerannt. Drei Personen
vurden schwer, die übrigen leichter verletzt.
* Essen, 26. Aug. (Wom elektrischen Strom
etotet.) Der Startstromieitung kam auf dem Thys—
enwerk zu Mülheim der Ingenieur Killmann zu nabe. Er
var sofort tot.
* Düfsseldorf, 26. Aug. (EEr trunken.) Ju einem
chlammigen Teiche in Oberktassel ertranken zwei Kin—
deir, ein Mädchen von 13 und ein Junge von 12 Jah—
ten. Die Kinder hatten nebst einem Schwesterchen von
.0 Jahren auf einem Holzfloß gespielt, dieses kenterte
ind die Kinder fielen ins Wasser. Das 10jährige Mäd—
hen wurde gerettet, während die beiden anderen Kinder
ertranken. Die Leiche des Mädchens wurde gesunden. die
des Knaben noch nicht.
*Trier, 26. Aug. Automobilunglück.) Bei
daun wurde ein Automobil aus Köln an einem Baum
zertrümmert. Die drei Insassen wurden schwer
erletztt ins Krankenhaus gebracht.
* Trier, 26. Aug. GBestätigtes Todesur—
deil.) Das Todesurteil gegen den Techniker Magh,
der am 20. März d. J. vom Schwurgerichte in Trier zum
Tode verurteilt wurde, weil er den Agenten Regel im
Sisenbahnzug erschoß, wurde vom König bestätigt.
* Uerdingen (Rhein), 26. Aug. (Wom eigenen
Fuhrwerküberfahren.) Ein Fuhrmann wurde
bon seinem eigenen Fuhrwerk überfahren und so schwer
ertletzt daß er starßn

Telegramme.
Berlin, 26. Aug. Wie verlautet, beadsichtigt der Kaiser
1. a. den Grafen Zeppelin bei seiner Ankunft auf dem
Tegeler Schießplatze auch dadurch zu ehren, daß damtliche
reußische Prinzen, soweit sie in Berlin abkömmulich sind,
ei der Landung des Luftschiffes auf dem Tegeler Schieß—
latze anwesend sein sollen. Ein Befehl des Kaisers in
siesem Sinne ist bereits dem Hofmarschallamte und auch den
öniglichen Prinzen zugegangen. Vorouässich!lcch wird auch
iie Kaiserin sowie die Prinzelssin Vkioria Luise, die Kron⸗
rinzessin, die Gemahlinnen der Prinzen bei der Ankunft des
ruftschiffes auf dem Tegeler Schießplatze anwesend sein. Zu
khren des Gafen Zeppelin ist eine Galatasel im könniglichen
SZchlosse in Aussicht genommen, au welcher die Prinzen, die
Zpitzen der stzatlichen und flädtischen Behöärden teilnehmen
verden.
Berlin, 26. Aug. Wie vorauszusehen war, ist der An—
rang von Fremden zu den Zppelin Tagen schon jetzt sehr
ark. In din großen Hotels ist die Nachfroge nach Zimmern
erart, daß es unmöglich war, allen Winschen gerecht zu
derden. Die Absagen, die erteilt werden müssen, zählen
iglich nac, Hunderten. Unter den Fremden befinden sich
uuch eine zanze Anzahl von Ausländein aus oller Herren
dänder. Aus dem deutschey Reihe kommen vornehmlich
deisende aus dem Noidwesten und Osten. Dies erklärt sich
araus, daß man dort bis jitzt nur weniz lerlbare Luftscheffe
u sehen bekam. Ganze Familin sind bereits in Berlin an⸗
akoumen oder haben sich doch wenigstens Zimmer bestellt
* Berlin, 27. Aug. Die von der Ortsgruppe Berlin
ür Frauenstimmrecht beschlossen Wagen⸗—
ahrt durch die Straßen Berlins wird zwischen dem
8. und 22. September stattfinden.
* Berlin, 27. Aug. 400 0 organisierte Maurer ha—
zen, weil die Unternehmer ihr Versprechen, keine Alkord⸗
irbeiten mehr ausführen zu lassen, nicht gehalten hätten,
zeschlossen, in den Ausstand zu treten.
* Paris, 27. Aug. Der Marineminister hielt
zei dem Empfange der Mitglieder der Handelskammer von
La Rochelle eine Ansprache, worin er erklärte, daß Frank
eich wegen seiner Vergangenheit nicht aufhören könne,
ine große Seemacht zu sein. Seine geographische
Lage, die Ausdehnung seines Küstengebietes, welches von
»rei Meeren umspült wird, alles zwingt uns, eine See—
raft zu besitzen, die in richtigem Verhältnis zu der
Ztellung steht, die Frankreich unter den Mächten ein—
iimmt. Wir müssen die größten Anstrengungen machen,
im die Flotte zu vermehren und zu verbessern. Wir kön
ten und dürfen nicht zurückbleiben, wir müssen mit Ener—⸗
zsie die Schwierigkeiten überwinden, die uns begegnen.
die öfsentliche Meinung wird uns dabei unterstützen.
* London, 27. Aug. Wie ein hiesiges Blatt aus To—
iso meldet, hielt Fürst Ito in Tukushima eine
stte de, in der er dem Zweifel Ausdruck gab, ob China
nit Erfolg die Verfassung einführen könnte, wäh—
end andererseits ein Mißerfolg den Frieden im fer—
ien Osten gefähr den würde. Als Gründe seiner
Zzweifel nannte er den ungeheuren Flächenraum des Rei—
hes und die mangelnden Verkehrsmöglichkeiten, welche
ür das Zusammentreten des Parlaments sehr hinderlich
ein würden. Auch verbiete der chinesische Konservatismus
inen Wechsel des chinesischen Steuerfystems und der sehr
chwerfälligen lokalen Verwaltung, was wohl die Vorbe—
zingung der Nationalversammlung sein würde.
* Belgrad, 27. Aug. Justizministe Bibaratsch
jab infolge einer Auseinandersetzung mit dem Minister des
Innern wegen der Gemeindewahl in Sabatsch seine
demission. Es wird angenommen, daß auch doer
Ninisterpräsident Novakowirsch zurücktritt.
EStraßzbung, 23. Aug. Eine ungewöhnliche teflamen⸗
arische Verfügung traf der dier vor kurzer Zeit verfstorbene
zustizrat und Rechtsanwalt C. Er bestimmte, wie die „Frkf.
ztg.“ zu berichten weiß, daß sein Leichnam im hlefigen Kre⸗
natotium verbrannt werde und beauftrag'e seinen Teftaments⸗
ollstrecker, (seinen Bruder), mit dersin der Utne gesammelten
Asche untet dem Geleite von zwei Führern den Gipfel des
ßroßglockner zu besteigen und sie dort dem Winde preiszugeben
Tem Lruder sowohl als auch den namentlich ausgewäh'ten
Führern setzte er hiersfür besondere Legate aue. Diese meik⸗
oürdige Anordnung, die inzwischen wunschgemäß vollzogen
vorden ist, findet ihre Erklärung wohl in erster Linie darin
aß der Verstorbene ein begeisterter A vinist und Naturfteund
var. dem die Hohen Tauern gan besondera am Herzen

agen, dem geliebten Hochgebirge über den Tod hinaus die
reue halten wollte.
Heiligenstadt, 272. Atz. Ja Wordis hat sich der
Imts richter Zlegler durch einen Schuß trötlich verletzt. Motiv
st unbikannt.
Friedrichshafen, 27. Aug. 8. 3 ist heute früh um
Uhr aufgestiegen. Das Wetter ist schön. Graf Zeppelin
vohnte dem Aufstieg nicht bei, sondern fuhr um 6 Uhr milt
»em Schnellzuge nach Bitterfeld. Grafensberg überflog 8.3
im 5 Uhr 16 Min., Wetter hell, W'indstille- Aulendorf
vurde 5 Uhr 40 überflogen. 3.3 legte die 60 Kilometer
ange Strecke in einer Stunde zurück.
Ulm, 27. Aug. 3. 3 übeiflog 6.45 Uhr die Stadt.
Die 105 Kilometerstrecke legte das Luftschiff in 2 Stunden
urüuck. Zwischen 10 und 11 Uhr wird es in Nürnbeig er—⸗
vartet.
Friedrichshafen, 27. Aug. Bei einem Interview er⸗
lärte Direktor Colsmann, daß die Schleifenfahrt über Ber—
in in letzter Stunde abzeäudert worden sei. Graf Zeppelin
verde von Bitterfeld zunächst nach Poisdam fahren und sich
dann direlt nach dem Tempelhofer Feide wenden. Ec wollte
uerst nach Charlottenburg, doch diückte der Kaiser den
Vunsch aas, daß Graf Zeppelin mit dem Ballon nach dem
Tempelhofer Felde fahren solle, um dort einige Manöver
zuezuführen.
Jnnsbruck, 27. Aug. Der Tourist Wagenast aus Heil⸗
»ronn wurde am Monte Cristallo durch Steinschlag getötet.
Der Tourist Walter Lorenz aus Greiz ist im Mandronschusz⸗
daus einem Schlaganfall etlegen.
Wien, 27. Aug. Gestern gegen 3 Uhr ereignete sich
in der Partronenfabrik Manfred Weiß in Csegel bei Buda⸗
nest eine schwere Pulverexplosion. Gegen 25 Arbeiter sind
ebensgefährlich und 8 weniger verletzt. Zwei Arbeiter sind
zereits geftorben. In der Fabrik werden große Massen
Lulver verarbeitet. Es sind etwa 4000 Arbeiter beschäftigt.
Las Palmas, 26. Aug. Ein spanisches Schiff ist bei
er Infel Puerteventura gescheitert. Der Kapitän und acht
Mann der Besatzung sind ertrunken.
London, 27. Aug. In dem Silberbergwerke Mutschuala
n Mexiko ereignete sih gestern ein schweres Unglück. Auf
maufgeklärte Ursacht stürzte ein mit Bergarbeitern dicht be—⸗
etztee Fahrstuhl in den Schacht. 15 Tote sind bereits ge⸗
»orgen und 30 Arbeiter liegen noch auf dem Grund. Die
dettungsarbeiten sind mit Schwierigkeiten verkaupft. Die
Zergung nimmt tagelang in Anspruch.

Die Arbeiten und Lieferung zum Bau einer Futter⸗
nauer zur Föcderanlage der Grube Jägersfreude des Berg⸗
verks Dudweiler sollen in eiaem Los vergeben werden, und
war die Erde und Maurerarbciten mit Material sowie
—A
Die besonderen Bedingungen und Angebotsvordrucke
önnen auf dem hiesigen Bauwerkmeisterbureau eingesehen
ind auch gegen Ecstattung der oben in Klammern angege⸗
zenen Selbstkofsften von dort — nicht von der Kanse —
ezogen werden.
Angebote sind bis Donnerstag, den 9. September
os. Is., abends 6 Uhr, bei der unlerzeichneten Kasse einzu⸗
eichen, wo die Ecöffnung derselben am Freitagz, den 10.
Zeptember, vormittags 11 Uhr statifinden wird.
Zuschlagsfrist bleibt vorbehalten.
Vrube Dudweiler, 25. August 1909.
Kösnialiche Grubenbetriebskauͤe.

Bekanntmachung
hetr. Kirmes in Dudweiler-Saar.
Der Marktplatz in Dudweiler sowie der Marktplatz in
Zerrensohr-Jägersfreude sollen für die Aufstellung von Ver—
au's⸗ und Schaubuden und Karufsells usw. während
er am 19. und 20. September er. statifindenden
Ddudweiler Kirmes am IU. Sep ember vormittags
) Uhr öffentlich meistbietend an Ott und Stelle versteigert
verden. Der Stceigpreis ist sofort bar zu zahlen.
Dudweiler. den 16. Auqust 1908.
Die Polizeiverwaltung.
Der Buͤrgermeister J o fr.

J. RURZ, Rechtskonsulent
———
für Bearbeitung von RBéchtssachen. Auskunftei
— — — Filial-jBũûno Dudweiler-Saar
Sulzbach-Saar — Provinzialsstr. 2321
Hauptætrasse 25 II. bei Gastwirt Val. Bohn
—nnnhe der evnangel. Kirche

ιαισÑÆXÜ

dintreibung von Schuldforlerungen
 aller Art, Inkasso,
dat und Belehrungen in allen
dochtssachen, Bearbeitung
on Zivilprorzessen, Negeh—en
 jeder Art, Alimenationen,
 Zohlurngsbesehle,
Arreste, einstweilige Verfügugen,
 Inmobiler · und Geldpsfundungen,
 Pfandungsaufhohungen,
 Erbschaftssachen,
vᷣoatarente, Nachlass und
Teilungssachen etc.
Vermittelung von Darlehn, Auslkũunste jeder Art
Hauser · nd Grundstücks- Mobilar- und Weren- Ververkõufe.
 J steigerungen.
zprechstunden in Dudwesler: Nachm. 1 — s dh
KFonntags lo — 12.

Bearbeitung von Strafpro
ressen. Berufungen gegen
schöffengerichts -Revisionen,
zegen Strafkammerurteile,
dtrafaussstands und Hoftentassungsanträge.
 Privatklagen
vegen Beleidigungen und
Sörperverletzungen, Gnedengesuche,
 Anfertigung von
Eingaben und Gesuchen an
aAlle Behörden, Unfellsachen
etc.
            
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