Aaglich mit Ausnahme 4 —2— 8 1— J—8—
der Sonn⸗ — — 18 ————4* —
— und Feiertage. — —* ——6E p æAL
Amtliches Publikationsorgan
für die Bürgermeisterei Dudweiler.
Freiteg, 27. Aug. 09
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Volitifsche Rundschan.
Deutsches Reich.
* In einem Aufsau über Schiffayrtsabgaben in
oen „Hamburger Beiträgen“ ertlärt Generaldirektor Bal—
inn, daß nmian der Binnenschiffahrt nicht zumuiten könne,
iner Maßnahme zuzustimmen, die die Grundlage ihrer
anzen Entwicllung umstürzen könne. Mit dem etzt vor—
iegenden Proijelt der Abgabenersebung würde er sich
nemals, auch nicht unter irgendwelchem Vorbehalt, ein—
erstanden erklären können, weil der Entwurfj die gesam—
en Kosten der Strombauoen aldlung und auch solche Fluß—
tegulierungen durch Abgaben decken will, die der Schiff⸗
ahrt keinen Nutzen bringen, zweitens, weil er keine Si—
verheit gegen eine übermäßige Steigerung der Abgaben
ind ihre Bemessung nach anderen als verkehrstechnischen
zesichtspunkten bietet und drittens keine genügende Mit—
verkung der Interessenten bei der Durchführuna des Ge—
zes 2u erwarten isf
jer Roghis verbleten, relegrapyrerre denr franzsfischen
zesandten Regnault, er solle sich der von dem diplo—
tatischen Korps geplanten Kollektivschrift anschließen,
oodurch dem Sultan die Mißbilligung über
ie heaangenen Grauiamlkeiten ausgesprochen werden soll.
schen 10 und 12 Uhr serfolgen. Das Wetter ift zurzelt
trostlos, es gießt seit Mitternacht in Strömen.
Die aviatische Woche von Reims.
Reims, 26. Aug. Bei dem Wettfliegen um
den Großen Pretis der Champagne hat Paulhan bei
iner Flugdauer von 2 Stunden 43 Minuten und 24 Se—
unden 131 Kilometer zurückgelegt und hat mit dieser
reistung einen neuen Weltrekord aufgestellt. Die
Nenge war von dieser Leistung ganz begeistert. Paulhan,
velcher aungav, daß er nur wegen Benzinmangel seinen
zlug einstellen mußte, wurde von den Frauen förmlich
estüürmt und mit Küssen überschüttet
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Die Marine-Ausgaben der Großmächte.
Aus von der englischen Regierung veroffentlichten Sta—
istiken über die Ausgaben der verschiedenen Nationen für
Rarinezwecke geht hervor, daß für die Flotten der Welt
nsgesamt 120 000 000 Pfund (2 WMilliarden und 400
tillionen Mark) im Jahre 1909 ausgegeben werden.
jür den Bau neuer Schiffe verausgaot im Jahre
9090 England 10 256 194 Pfund, Deutschland
10 751 468., Amerita 10015 101, Frankreich
760 476 Rußlandu822237, Italen 2190707,
Fapan 2 494 381 Pfund. Während Deutschlands
Bauprogramm obenansteht, nimmt es jedoch in der Liste
der Nationen für ihre Marinen erst die dritte Stelle
iin. Da steht Enzland mu über 33 Milionen Pfund an
der Spitze, es solgt Amerika mit 28 Millionen und erst
»ann Deutschland mit 19 Millionen Pfund. Der „Lea—
er“ konstatiert, daß, wenn die „deutsche Gefahr“ nicht
lücklicherweise ausgespielt hätte, gewisse Blätter über die
oen erwähnten Ziffern wieder hyjsteriiche Aniälle hekom—
nen würden
Die Fernfahrt des schweizerischen
Ballons „Helvetia“.
Der schweizerische Ballon „Helvetia“, der bekanntlich
sichon vei der großen Berliner Ballonwettfahrt den ersten,
Preis davongetragen, hat wiederum eine herrliche Fahrt
iber die Alpen vollendet, welche den Erfolg des „Sir“
mit Spelterini weit in den Schatten stellt. Die Fahrt
erfsolgte von St. Moritz aus längs der Albulakette über
Oberengadin und am Fluelapaß vorbei längs des Jun
auf das Fluchthorn zu. Nachdem die Heidelberghütte über—
llogen war, verließ der Ballon kurz vor 5 Uhr die
Schweizer Grenze, traversierte die österreichische Höllen—
spiße und den Bürttellopf auf 4000 Meter Höhe und
gelangte um 5 Uhr ins Patznauer Tal und ins österrei—
chische Inngebiet. Der Wind war sehr scharf und über
den Alpengipfeln stand dte Temperatur ständig 6 bis 10
Brad unter Rull. Ueber Landek ging es nun im raschem
Fluge nach etwas mehr als einer Stunde in österreichi—
ches und bayerisches Grenzgebiet. Kurz vor 7 Uhr wurde
die zackige Wettersteinkette überflogen, und man gelangte
in schneller Fahrt über den Walchensee mitten nach Bayern.
A8 die Nacht bereits hereingebrochen war trieh der Bal—
*Der Gefetzentwurf über die Hilfskafssen ve—
indet sich unter denjenigen Reichstagsvorlagen, die durch
en Schluß der Tagung nicht verabschiedet sind. Es ist
mun die Absicht ausgesprochen worden, daß dieser Ent—
vurf überhaupt nicht von neuem zur Vorlage gelangen
vürde, weil er durch die kommende Reichsversicherungs—
Idnung überflüssig gemacht sei. Diese Auffassung ist je—
voch nach dem „N. Polit. Tgsd.“ unzutreffend; denn bei
»er Neuordnung unserer Arbeiterversicherungsgesetzgebung
ollen die eingeschriebenen Hilfskassen, soweit sie in ihrer
reistungsfähigkeit hinreichend gesichert sind, erhalten wer—
den, da sie sich als Zuschußkassen vielfach nützlich erwie—
en haben. Es ist daher nur der Teil des Hilfskassenge—
etzes überflüssig geworden, der in die Reichsversicherungs—
rdnung ühergegangen ist.
Rußland.
* Die Zarenfamilie wird am 9. September nach der
krim abreisen, begleitet von den Ministern ISwolski
ind Stohypin. Auf der italienischen Reise bealeitet
wuur Fswolski die Zarenfiamilie.
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Koloriales.
* Ein Diamanten-Prozeß wegen Ländereien in
deutschzSudwestafrika. „Daily Wiail“ meldet aus Kap—
tadt, daß zwischen der dortigen Firma Depaß, Spence u.
zo. und einem deutschen Untertanen namens Weis ein
ßrozeß um das Besitzrecht der diamanthaltigen Ländereien
n Deutich-Südweitafrika schwebt.
————
Zur Lage am Niff.
* Trotz der rrengen Zensur ist aus den aus Melil—
a eingehenden Telegrammen zu ersehen, daß wichtige
Kreignisse bevorstehen. Ein Geschwader, bestehend aus
inem Panzer, zwei Kreuzern und vier Kanonenboote brach
iach Restinga auf; an Bord befindet sich der Gou—
verneur von Melilla, General Arizon; General Ma—
ina hatte nach der Abfahrt der Schiffe eine längere
Unterredung mit seinen Offizieren.
Bei Penon de la Gomera wurde ein starkes
ßewehr- und Artilleriefeuer gehört. Die
zvanier hatten keine Verluste.
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Menes von der Vuftsehiffahrt.
Zeppelins Fahrt nach Berlin.
Friedrichshafen, 26. Aug. Das Luiftschif
Zeppelin 3“ ähnelt in der Form wieder mehr dem „8.
“. Das Heck und der Bug sind länger, wodurch das
ßrofil des Schiffes schlanker erscheint. Die vertikale Flosse
im Heck des „Z3. 2* fehlt, was zur Folge hat. daß dus
rößere Hecksteuer sfreier schwebt und w.resa.ne steuert
die zwei an Stelle der seitherigen drei angebragen Pro
ellerflügel an jeder der vier Schrauben sind länger und
reiter; die Transmission erfolgt durch Stahlbänder, die,
n Röhren gelegt, das Schlingern der Maschine und das
zeräusch vermindern. Bei dem Probeaufstieg, der
Nittwoch Nachmittag vor sich ging, konnte man festellen
aß das für so große Taten bestimmte Fahrzeug in al—
en Stücken gut funktionierte. Die neuen Mo
oren, die Uebertragungen und die Steuerungen bewähr
en sich vortrefflich. Geschwindigkeitsmessungen, die man
jin und zurück über eine ausgemessene Strecke vornahm,
rgaben als Resultat eine größere Geschwindigkeit als bei
dem „B. 2.“ Es scheint, daß man der Erledigung des
zroßen Programms durch den „B3. 3* mit Auversicht ent—
zsegensehen kann.
Friedrichshafen, 26. Aug. Der yentige Ta—
st ein vollständiger Ruhetag ohne Aufinn
vird nachnefütit, igrefüftie—
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Spanien.
* Das Kriegsgericht in Barcehona har cen
jewissen Anton Maletam, der beschuldigt ist, die auftändische
Bewegung in dem Stadtviertel von St. An—
reas geleitet zu haben, zum To de verurteilt. ER⸗
0 Angeklagte, darunter ein Artilleriekorporal, der zu den
lufständischen übergegangen war, wurden zu lebensläng—
icher Zwangsarbeit verurteilt. Zahlreich sind die Verur—
eilungen zu geringeren Strafen, die zwischen 15 und 17
dahren variieren
Türkei.
*Der Ministerrat befaßte sich auch mit der vVage
m Yemen, die sich verschlechtert hat. Von Se—
owitich in der Nähe von Monastir wurde ein Ba—
aillon nach Mitrovitz a beordert. Es werden in Sa—
onik bereits Vorkehrungen getroffen, um weitere Verstärk—
ingen nebst Artillerie nach Ober-Albanien zu senden. Bei
tegowo fand ein blutiger Zusammenstoßz zwischen den
kruppen und Albanesen statt, wobei erstere angeb—
ch einige Geschütze nersoren.
Marokko.
*Buchta Ben Bagdadi ließ El Gebbas melden, daß
rEl Roghi in Zauia im Gebiete der Beni Messara
efangen genommen habe. 24 Mann seines Ge—
olges seien get ötet worden. Zur Feier seiner Ge—
angennahme wurden Feste veranstaltet. (Damit hätte Bu
damara, der im Solde Frankreichs gestanden haben soll.
eine Rolle ausgespielt. D. Red.y)
* Nach einer Meldung aus Fe z erlagen 25 Ge—
angene, denen die Hände und Füße abgehauen wa—
en, ihren Leiden; zwei von ihnen kamen mit dem Leben
avon. — Muley Hafid entsandte nach Taza einen
zouverneur, den die Bewohner nicht aufnahmen. Sie er—
lärten, sie wollten kein Oberhaupt von einem Sultan, der
hre Brüder martere. Die Grausamkeit von Muleh
»afid erregt unter den Stämmen große Unzufriedeneit.
— Der französiiche Ministor Pichon sa—
—E
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