Full text : Dudweiler Zeitung (22.1909)

Flagge werde auf Kreta sofort eingezogen wer—
den. Sie verlangten, daß die rürkische Fl otte auf
ihrer Fahrt es vermeide, vor der Insel 3u erscheinen.
Der neue türkische Gouverneur von Kreta.
Die Türkei legt Wert darauf, der Außenwelt jetzt
schon gegenüber zu betonen, daß sie an der Oberhoheit
über Kreta unter allen Umständen festzuhalten entschlos⸗
sen ist. Sie hat deshalb einen Gouverneur für Kreta
bestimmt, den bisherigen Unterstaatssekretär Custaki
Vayanni, der schon früher uf Greis tätig gewesen ist.

Costaki Vasvanni.
der neue Goboverne ur von Kreta
Trotz dieser Ernennung mag bezweifelt werden, daß
Vayanni jemals in die Lage kommen wird, sein Amt
auszuüben. Die Schutzmächte werden Kreta niemals wie—
der unter die türkische Herrschaft gelangen lassen und an
der Autonomie Kretas nicht rühren. Selbst ein kriegeri—
scher Erfolg der Türkei wird an diesem Entschluß nichts
zu ändern vermögen

Gerichtszeitung.
s Rückforderung von Mitgift. Klägerin hatte ihrer
Tochter, die den Sohn der Louis und Sarah L.'schen
Eheleute in Breslau heiratete, eine Mitgift von 12000
Mark bestimmt. Diese Mitgift erhöhte sie um weitere
4000 Mark unter der Bedingung, daß die gesamten 16 000
Mark unmittelbar hinter einer Grundstückshypothek von
9200 M. eingetragen würden. Die L.'schen Eheleute,
die das betreffende Grundstück ihrem Sohn Jakob ver—
aͤußert hatten, ließen jedoch die 16 000 Mark erst nach
hrer Kaufgeldsorderung, die das Grundstück bereits bis
zur Wertgrenze belastet, eintragen, während sie die Mit—
zift zur Deckung ihrer Schulden verwandten. Von der
Mitgift erlangten die Beklagten zunächst 6000 Mart, die
hnen Jakob v. als Teil der Kaufpreisforderung zahlte,
sowie ferner 900 Mark, die die beklagte Ehefrau sich von
dem Verwahrer Isidor L. hatte zahlen lassen. Die Klag
der Mitgiftspenderin auf Rückzahlung der 4000 Mark we
gen argliftischer Täuschung über die Geschäftslage der Be—
klagten und der ihres Sohnes und wegen Unterlassenẽ?
der Sicherstellung wurde vom Landgericht Breslau ab
gewiesen. Dahingegen verurteilte das Oberlandesgericht
Breslau die Beklagten zur Rückzahlung der 4000 M Das
Reichsgericht bestätigte das Urteil des Oberlandesgerichts,
da in der Tat das Vermögen der Klägerin vermindert
worden sei, ohne daß das Vermögen ihrer Tochter be—
stimmungsgemäß vermehrt worden sei, vielmehr hätten sich
die Beklaaten das Geld in die Hände qelspieli.

Hur Bierpreisbewegung.
Bierkrieg in Thüringen. Ganz ungeahnte Folgen
hat die Bisersteuer in fast allen Thüringer Staaten zu
verzeichnen. Während es noch vor kurzem den Aunschein
hatte, als ob die Biertrinker wiederspruchslos die neue
Last und das Doppelte, was an manchen Orten Bier—
brauer und Wirte für sich herausschlagen wollen, auf sich
nehmen würden, ist in den letzten Tagen das gerade Ge⸗
Zenteil eingetroffen. Fast in ailen huͤringischen Stadlen
pro testieren überaus stark besuchte Volksversammlungen ge—
gen die Bierpreiserhöhung. In der Regel erklären sich
die Versammlungen bereit, die höheren Bierpreise zu be—
en, aber nur so weit, als die Biersteuer selbft sie
—E Diese Neweaung 04 nicht ir von Arheiter
Dr. Jamie, er möge zu mir in meine Wohnung kom⸗
nen“, setzte Mackenzie hinzu und entfernte sich 4 dann
Vnell, um jede Entgegnung seiner Koufine abzuschneiden.
„Das Mädel scheint mir auch bis über bie Ohcen in
dangdons glatto Larbe verliebt zu sein“, murmelte Mat,
enzie verdrossen vor sich hin, als er eilig hinwegschrita
Das kann ein schöner Spektakel werden, wenn bi⸗ Ge
— —
sen, daß der Bursche mid im Wege steht, geht sie hin
and schließt zärtliche Freundschaft mit ihm. Ich sehe
instweilen keinen Ausweg vor mir. Jetzt müssen vor al⸗
em Edgars Ansprüche klar gestellt werden, und dann soll
ꝛt hetraten. Wenn ich ihn nur dazu bringen könnte, daß
ꝛx Isabel heiratet! Aber er mochte mich nie und wird
auch meiner Verwundtschaft keine Sympathie entgegenringen
 ——
Mit diesen Gedanken beschäftigt, stieg Charles in
einen Omnibus, der nach Charing Croß hinüuberfuhr;
denn er hielt für Verschwendung. bei jeder Gelegenheit
uinen Wagen zu benützen. Isabels Vorschlag hatte ihm
io eingeleuchtet, daß „er ihn noch heute ausführen
vollte. ůůůρůâů]
So klomm er denn die endlosen Stufen zu Niß Flit⸗
terdashs Bureau hinauf.
Glücklicherweise war es Dienstag, sonst hätte nicht
einmal das Ansehen seiner Person ihm die Pforte zu
Miß Amys Reich erschlossen. Wenn die Geschäfte nicht
allzusehr drängten,, war unsere heitere junge Freundin
durchaus nicht abgeneigt, Besuche zu empfangen, nament—⸗
lich, wenn ihr dadurch Gelegenheit gebolen wurde. Cha⸗
ralterstudien zu machen.
Macenzies Besuch betrachtete sie wohl nur in diesem
Lichte. Sie lauschte seinem Berichte mit schlecht verhehlter
Ungeduld. Sofort hatte sie alles begriffen, und ehe er
noch mit seinen langatmigen Erklärungen halbwegs zu
Ende war und seine Notizen mit nachdrudsvoller Wichtig⸗
eit auf ihrem Pulte ausgebreitet hatte, wußte Amy schon,
wpas er von ihr wünschte.
„Zu welchen Scropes gehörte dieser Gilbert Scrope?
Ist der Zweig erloschen? Mit welchen Familien haben
blese Scropes Ehen eingegangen?“
. So sturmten ihre Fragen auf Charles ein, obgleich
er ihr vergeblich klar zu machen suchte, daß sie nicht zur
Sache gehörten.
Miß Flirterdash gab ihm aber zu verstehen, daß sie
überhaupt nichts berühre. was nicht zur Sache gehöre.

reisen, sonoern auch vom übrigen Publikum aus. In
Zachsen-Meiningen und Schwarzburg-Rudolstadt ist der
zierkrieg bereits da. Im Oberland, wo die Spielwaren⸗
ndustrie zu Hause ist und im Koburger Land steht der
lusbruch des Krieges am 16. August zu erwarten, in
dena, Mühlhausen usw. haben große Versammlung“
benfalls Stellung gegen die Brauereien und Wirte 9
tommen. Wenn auch der fast überall gefaßte Beschluß
ein Bier zu trinken, das teurer wird, als es in der
Zteuer begründet ist, nicht in diesem Maße wird ausge—
ührt werden, so lassen doch die bis jetzt vorliegenden
Nachrichten erlennen, daß der Bierkonsum durchweg start
urückgeht.

Vermischtes.
Die gestörte Sommerfrische. Newport, der be—
rühmte fashionable Badeort der amerikanischen Millionäre,
st in Aufregung: die dollargesegneten Gäste sind unzu—
rieden und wollen auswandern. Die idyllische Stille von
hedem ist vorüber. Täglich kommen große Reise-Automo—
hile mit Touristen, die den Badeort der Milliardäre be
ichtigen wollen. Die Herren von der hohen Finanz sind
»on diesem Zufluß gar nicht sehr erbaut, denn mit dem
ZStrom der Touristen haben auch die Fremdenführer ihren
finzug in Newpo. geyallen. Sie eilen den Tour sien
oraus, zeigen ihnen die palastartigen Villen der berühm—
en Mislionäre und spionieren an den Gartengittern, ja,
ein unternehmender Fremdenführer hat sich sogar ein gro—
zes Sprachrohr zugelegt, um sogleich größere Gruppen
on Neugierigen über Intimitäten aus dem Badeleben
er Millionäre zu unterrichten. Ueberall tönt jetzt das
gebrüll der Sprachrohre: „Hier rechts, das ift der Som
nerpalast von Gould. Sehen Sie sich die Gartenanlage
m. Jede Pflanze ist eigens importiert aus den Gärten
englischer Lords. Sehen Sie die Dame dort auf der Ver—
inda. Vas ist die Grafin di Pparchest, die in dem veetz
»ines deutschen Barons zappelt, der auf der Jagd nach
ihren Millionen nach Amerika gekommen ist. Zur Linken
haben wir das Haus von Frau Perthmeres, dieselbe, die
ürzlich den Affen des Zoologischen Gartens ein Festmahl
zab. 50 000 Franks in der Woche, 65 Bediente“, schließt
der Fremdenführer mit vielsagendem Blick seine schon
jundertmal hergeleierte Rede. Die Millionäre sind von
der Tätigkeit der Fremdenführer, die sich nicht scheuen,
uch allerhand diskrete Sachen auszupkaudern, wenig er—
»aut und wollen jetzt Newport verlassen, wenn ihnen
uicht „Hilfe“ gebracht wird.
Der Lehrbua des Grafen Zeppelin. Dem Ju—
jendrichter Dr. Rapperl in Wien wurde dieser Tage der
i6jährige Lehrling Joseph St. vorgeführt. Der Junge
var, wohnungslos umherirrend, von der Polizei aufge—
zriffen worden, wobei es sich herausstellte, daß er drei
MNeistern wenige Tage nach seinem Eintritt in die Lehre
nach Unterschlagung kleiner Beträge durchgegangen war. —
Richter: Was ist denn mit Ihnen, Sie halten es ja ir
keiner Lehre aus? Zuerst waren Sie bei einem Schnei
der, dann bei einem Schlosser und zuletzt bei einem
Bäcker. — Angekl.: J bitt', in Wien freut's mi net. J
hab' woll'n nach Deutschland fahren, hab' aber z'wenig
Geld g'habt. — Richter: Was wollen Sie denn dort in
Deutschland unternehmen? — Angekl.: J hab' soviel ge—
hört vom Grafen Zeppelin und seinem Luftballon, und
da wär' i gern als Lehrbuag zu ihm gegangen! — Diese
„Erklärung“ der Diebstähle sah der Jugendrichter zwa
nicht als vollgültige Entschuldigung an, aber er erkannt
wenigstens auf eine milde Strafe und verurteilte der
‚Lehrbuag des Grafen Zeppelin“ zu einer Woche Arrest.
Ein Monarch, der ohne Geld reist. Mit Ver.
wunderung wird man vernehmen, daß Zar Nikolaus 2.
ohne jedes Geld reist. Das soll natürlich nich
heißen, daß die Fahrt dem Zaren nichts kostet. Da cern
ich nur ungern mit finanziellen Geschäften befaßt, über
äßt er deren Erledigung einem Adjutanten und führ
elbst nie Bargeld bei sich. Als er eines Tages bei einen.
Besuche in Schweden durch die Straßen der Hauptstad
zing, gefielen ihm verschiedene Nippessachen, die er für
zen Gesamtpreis von 80 000 Rubeln erstand. Als er sei—
iem Adjutanten, der damals die Reisekasse des Zaren in
LBerwahrung hatte, die Rechnung überreichte, bemerkte er,
daß er die Absicht hätte, noch mehrere Nippessachen ein
zukaufen. Da mußte ihm der Adjutant die Mitteilung
machen, daß er nur einen Scheck über 100 000 Rubel bei
sich führte, der Zar sich also in seinen Einkäufen Mäßig—
ung auferlegen müsse. Nikolaus 2. tat dies auch und un
erließ auf der ferneren Reise den Einkauf von weiteren
Kleinigkeiten

—&—

Innertich war sie emport uver die Unverschamtmeirt, mu
der er es wagte, eine so viel beschäftigte Frau wie sie
in Anspruch zu nehmen. Denn soviel hatte Fe schon her—
uusgefunden, daß Charles es für selbstverständlich hielt,
Amy könnte es sich zur Ehre anrechnen, an dieser hohen“
Zache mitzuatbeiten, Trotzdem schien sie nicht abgeneigt,
hre Hilf zuzusagen. Ihr schien es nur, meinte ste, als
sei mit Miß de Bruces unvorhergesehenem und früh⸗
eitigen Tode der Hauptreiz und die Poesie der ganzen
Zache geschwunden. Da Miß Flitterdash von Charles
Werben um die schöne Prinzessin von der „blauen Rose“
vußte, so war sie im geheimen erstaunt, daß er noch
veiter nach der Krone strebte, nachdem Lissfie nicht mehr war.
„Lifstes Verlust“, gab jetzt Macenzie zur Antwort, isi
'n jeder Hinsicht tief zu beklagen. Jedoch Baron Edgar,
hr Bruder lebt, und seine Sache ist es, die wir führten
ind jetzt weiterführen müssen.“
„Ja wohl, aber man sagt doch, daß er sich um die
janze Affäre nicht kümmert, nichts davon wissen will. Er
cheint sich von seinen Schwarzen in Afrika nicht trennen zu
önnen; jedenfalls interessteren sie ihn mehr als alle
tonen, die man hier für ihn anftrebt. Entschul digen
Sie mich, bitte, einen Augenblick!“
Ein Schriftsetzer war mit einigen Druckbogen einge⸗
treten, und nachdem Amy ihn abgefertigt, fuhr sie mit
etwas ernsterem Tone fort: Alle Welt war entsetzt und
hetrübt über diese Katastrophe. Miß de Bruce war ein
o reizendes, lebensfrohes Mädchen, und mir ist es, als
ei sie gestern noch in unserer Mitte gewesen. Ich war
janz entzückk von ihrer Schönheit, als ich sie in der
etzten Saison in Winslow-Gardens zu sehen Gelegenheit
hatte. Niemand scheint auch die Ursache dieses plötzlichen
Todes zu kennen.“
„Ich selbst“, entgegnete Madenzie, „war zur Zeit weit
entfernt von „Les Tourterelles“, und hörte erst viel spä—
er pon dem tragischen Ereignis. Lady de Bruce ist so
zebrochen, daß sie den Anblick ihrer besten Freunde
meidet.“
„Das dachte ich mir und habe es auch in meinem
Blatte so angedeutet“, meinte Amy. „Nach dem natür—
lichen Gang der Dinge hätte man erwärlen dürfen, daß
Miß de Bruce nach Whifford oder Ardinlaw gebracht und
hr Leichenbegängnis feierlichst in Gegenwart ihrer vielen
Freunde stattfinden würde. Es scheint mir aber, man hat
ie in aller Stille beerdigt, wahrscheinlich wohl auf „Les
Tourterelles“. Ich kann mich nicht entsinnen, eine Notiz
arüber gelesen zu haben“

*Dennoch gefangen? Die Insassen des Ballone
Tschudi“, der vor einigen Tagen in Rußland landete,
etrachten sich, wie aus nach Berlin gelangten Briesen her—
orgeht, als Gefangene. Sie werden in dem Grenzorte
om Militär festgehalten, dürfen indes im Orte irei um—
ergehen.
* Raubmord. Der seit dem 1. August vermißte Bau—
gewerlsschüler Gotthold Krienitz aus Frankenberg ist in
den Richterschluchten in der sächsischen Schweiz an einem
meist unbegangenen Weg nach dem Zeughaus als Ste—
lett aufgefunden worden. Erkannt wurde die Leiche an
dem Notizbuche und an der Kleidung. Reben der vLeiche
lag ein leeres Geldtäschchen; es fehlen Uhr und Wertsa⸗
hen. Es besteht kaum ein Zweifel an einem Raubmoid.
*Gekentertes Segelboot. Auf der Weser bei Mit—
tel⸗Büren kenterte ein mit 7 Personen besetztes Segelbooi.
Von den Insassen konnten sich nur zwei retten, während
ertranten. Die Leichen konnien bereits geborgen werden.
* Spionage⸗sAffäre. Das „Journal“ meldet solgendes
rus Nancy: Eine neue Spionage-Affäre von au
zerordentlicher Bedeutung ist aufgedeckt worden und be—
chäftigt zurzeit die Behoͤrden. Obgleich amtlicherseits sehr
trenges Stillschweigen beobachtet wird, konnte man doch
erfahren, daß die Spionage-Polizei mehreren Schuldigen
auf der Spur ist. Der Prokurator, welcher d'ie Untersuͤch—
ung gegen den vor einigen Tagen in Arnaville verhafte
ien Paumy leitete und diesen einem längeren Verhör unm
erzogen hat, hat neue Spuren entdeckt und man erwar—
et eine ganze Anzahl von Auisehen erregenden Verbait
ingen.
Die Weinproduktion der Kulturvölker
Unsere Statistik bringt zum Ausdruck, wie sich die
Weinproduktion unter die hauptsächlich Weinbau betrei
yenden Völler verteilt. Die romanischen Länder schneiden
zierbei natürlich am besten ab und Italien, das Land des
Weines überhaupt, geht allen andern weit voran. Hal
»och jeder italienische Staatsbürger ein Anrecht auf 125
riter Wein im Jahr der Franzose darf immer noch
7

7— —
vas mehr als 100 Liter trinken und der Spanier aud
noch 90 Liter. Bei den germanischen Volkern ist das
inders. Der Oesterreicher kann nur noch 10 Liter trinken
ind der Deutsche muß sich sogar mit 3 Liter begnügen
Im schlimmsten aber ist der Russe daran, der nur 18*
biter Wein haben kann. Doch er tröstet sich mit Wutli
— — —

„Aubes ware anders Aen“, bemerkte Amy, „wenn
hr Bruder in Europa gewesen wäre“, und Charles konnte
nicht umhin, ihr zuzustimmen.
Er wußte nur zu Jut, daß Lord de Bruces Anwe—
enhei. die ganze Sachlage veraͤndern würde, und ihm
vai nicht ganz wohl zu Mute bei dem Gedanken, was
eine Lordschaft wohl zu allem Vorgefallenen sagen würde,
„Vor Anfang der nächsten Woche kann ich nichts in
Ibrer Sache tun, Mr. Madenaie“. unterbrach hier Miß
Flitterdafh seine Erwägungen. Am Montiag Nachmtttaq
wird es mir vielleicht möglich sein“, schloß sie und erhob
ch mit einem Blich der so diel bedeutete als: Nun
annst Ou gehen
Madenzie brauchte einige Sekunden Zeit, um es sich
einzugestehen, daß sie von seiner Gegenwart befreit zu sein
wünschte, dann entfernte er sich, unzufrieden mit sich
selbst, weil er die wichtige Sache der de Bruces so fri
holen Händen anvertraut hatte. J *
Er war so in seine Gedanken vertieft, daß er eine
ztiege zu tief hinabstieg und zu den Falzern geriet, bet
enen sein erstauntes Gesticht eine gewisse Heiterceit ver⸗
rsachte. — ã— 7 7 2— i
—8 — —X c4 1419.
Ihrem Versprechen getteü, machte sich Amy am Mon⸗
ag Nachmittag auf den Weg nach dem Britischen Museum,
zo ste früher eine Zeit lang häufiger aus⸗ und einge⸗
angen war. Ihr waren geneologische Forschungen nichts
eues, und bald hatte sie herausgefunden, daß die Fami—
je Serope, zu welcher Gilhert gehörte, in der männ⸗
ichen Linie erloschen war und die abrigen Glieder sich
nit den Wyntons zu eine. Idmilie derschmolzen hatten.
Die Wyntons waren eine Familie, deren Papiere aus
olitischen Gründen im Jahre 17185 beschlagnahmt wor—
en waren. Zusfällig hatte Miß Flitterdash schon früher
eststellen können, daß jene Briefe nicht im Urkundenamt,
ondern im britischen Museum deponiert worden waren.
And wirklich — den klugen geschickten Händen unserer
xreundin war es gelungen, die Wynton⸗Briefe im Ma—
ufkriptenraum aufzustbern.
Im Anfang war das Studium der Briefe ein ziem—
iich trodenes. Wie konnte sie sich auch für die Familien⸗
und Haushaltsgeschichten dieser Scropes Wyntons inte⸗
ressieren?
Endlich leuchteten ihre Augen auf. In einem dieser
»ergilbten Briefe sprach eine Mrs. Barbara Scrope von
»er Gräfin Stuart, jener Gräfin Stuart, auf welche man
»ie Ansprüche der ‚blauen Rose“ zurücdatierte Mrs. Bar—
ara erwähnte da eine Eidleistung ihres Bruders Gilbert,
vorin er erklärt, bei der Eheschließung weiland Seiner
ajestät mit Mik Arabella Lowestoft gegenwärtig gewe⸗
—
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.