Sängerfest. Es sei hiermit uhmals auf das morgaen
tatifindende Sangersest des Männergesangvereins Tudw iler
ind die Bitte des Vereins an die Einwohneischaft, ihre
daufer beslaggen zu wellen, bingewi⸗sen.
Die Kenntnis der Hauswirtschaft als Bedingung
üt die Verlobung. Ein jehr vernünftiger Brauch mii
zezug auf Verlobung und Heirat errscht in Nerwegen.
dein Mädchen ehält dort von den Eltern, Vormündern und
onstigen zut Erziehung Verpflichteten die Erlaubnis, sich zu
»erloben oder irgendwie mit einem Manne in Beziehung zu
reten ohne daß es nicht siricken, rähen, kochen und backen kann.
Diese häuslichen Kunstfertigkeiten werden deshalb als so un—
rläßlich für ein Mädchen angeseher, daß schon die kleinen
dinder, noch ehe sie leen und schreiben fönnaen, danach ßrre—
»en, ihrer Mutter oder irgendeiner Nachb erin, bet der sie
zutritt haben, die so überaus widhtigen Künste obzulernen.
zu den Handarbeiten, über deren Kenntuis die Midchen sich
susweisen müssen, werden auch jene Arbeiten gershnet, die
richtss Neues heiftellen, sondern drꝛe alte, schadhafie Gegen⸗
tände ausbessern, so das Stopfen und Flicken, weil gerade
iese Kunst für die Erhaltung der guten Sachen als unent⸗
nehrlich angesehen wird. Daher komut es dann, wenn die
sorwegetinnen ganz vorzüglich tüchtige und praktische Hauus⸗
rauen werden.
Infolge der Finananzreform haben jetzt Ziarren⸗
abriker, Kaffee- und Tee⸗Importgeschäfte, Streichholzfabriken,
Zpeditcure, Zigarettenfabriken, Druckereien, Stempelsabriken,
rampen- und Glühstrumpffabriken Tag und Nacht zu tun.
Die Reichsdruckerei und andere Druckereien in Berlin, Leip⸗
ig ↄc. sind jetzt mit der Anfertigung von Talons ↄxc. be—
chäftigl, von denen noch eine Menge ror dem 1. August d.
J., d. h. vor dem Julrafttreten des Gesetzes, neu ausgegeben
verden sollen um den Talonfstempel zu sparen. De Fakb⸗
iken, welche Maschinen zum Nummerierten der Talons und
Zinsscheine oc. anfertigen, haben vollständig geräumt. Nicht
ne Maschine ist aufzutreiben Giühstrümpfe werden einge—
auft und Zigarren in den Preislagen von 5 und 6 bis 8
Pfennig pro Stück in solchen Mengen, daß bis 15. n. M.
vahrscheinlich alle Läger in den gangbarsten Preislagen e⸗
äumt sein werden. Die Weingroßhandlungen, Hotelbesitzer,
c. kaufen Schaumweine, Zigarren, Kaffee, Tee oc. und lassen
zroße Quantitäten bei Spediteuren lagern. Aber nicht nur
iese, auch andere Geschäftsleute und sogar 3Spekulantn
aufen Spiritus und andere Artikel, um damit ein Geschäit
u machen. Ein förmlicher Taumel hat die Leute erfaßi.
Dieser geht soweit, daß jetzt mit aller Strenge Schulden
ingetrieben werden, damit Geld zum Einkauf von den vor—⸗
jenannten Artikeln zur Versügung steht. Banken, Gesell⸗
chaften, Kredit⸗Inftitute dc. haben durch Jaserate, Zirkulare
c. das Publikum schon benachrichtigt, daß sie neue Coupon⸗
»ogen mit Talons bis 1912 ausgeben. Dem Fiskus wird
adurch ein Schnipocheu geschlagen. Das Gesetz über deu
Talonstempel ist noch nicht vereffentlicht und vorher kann
aatürlich ein jeder sich gegen kommende Steuerbelastungen
nach besten Kräften woppnen.
Feierschicht. Wie wir in der Pfaälzer Presse lesen, hat
die Königliche Bergwerks Direktion für sämtliche Gruben des
Zaarreviers am Montag den 26. Juli eine Feierschicht ein⸗
elegt.
Aus RNah und Fern.
Saarbrücken, 23. Juli. Der Arbeitgeberverband für
»as Baugewerbe hielt gestern eine Versammlung in Sachen
er Aussperrung der Maurer ab. Nach längerer Aussprache
vurde fsolgende Resolution einstimmig angenommen: Die
)eutige Veisammlung beschließt, de Uüber die Maurer und
Zauhilfsarbeiter vechaäͤngte Sperre dann aufzuheben, wenn
ie Giwissheit vorliegt, soviil sichere Arbe iswillige zu er⸗
tlhen. daß alle Bauten, auch die des kleinsten Meisters, der⸗
ut besetzt werden können, um ihre Fertigstellung zu ermög⸗
ichen. Bis zum 26. Juli soll über die eingegangenen Mel⸗
ungen der Atbeitswilligen eine weitere Versammlung enc⸗—
zültig Beschluß fassen. Die Arbeitswilligen werden durch
ie Geschäftsstelle des Arbeitgeberverbandes verteilt. Die
Arkbest wird nur allgemein unter obiger Voraussitzung zu
inem vom Arbeitgeberverbande bestimmten Termine aufge⸗
sommen. Den Abeitswilligen ist polizeilicher Schutz in
peigehendstem Maßze zug sichert worden.
Bildstock, 22. Juli. Heute nacht wurden, wie der dortige
„Anzeiger“ melden, aus dem Schlafzimmer des Metzger⸗
neisters Karl Neurohr in der Kaiserstraße hierselost D00 Mtk.
gestohlen. Teot sofort angestellter Nachforschungen durch die
siesige Polizet donnte bis zur Stunde noch nicht festgestellt
verden, auf welchem Wege der oder die Diebe iu das Schlaf⸗
immer, in dem das Ehepaar schlief, eingedruagen siad, da
zie Türe und das Fenster fest verschlossen waren.
Fürstenhausen, 21. Juli. Gestern abend ist der Berg⸗
nann Georg Pohl⸗Kattarius von hier in der Grube röd⸗
ich verung uͤckt. Pohl arbeitete in der Clarenta er Tage⸗
drecke mit seinen Kameraden in einer sogenannten „schweben⸗
en Strebe“, woselbst der Oberbau zu Bruch ging und P.
ytrschüttete. Bei der Rettungsarbeit waren dusch nachstür—
endes Gebirge nahezu noch zwei Mann verunglückt. Als
nan den Verunglückten untee den Trümmern hervorgezogen
jatte, gab et alsbald den Geist auf. Eine Witwe mit 6
inerzogenea Kindern beirauert den Tod ihres Ernährers.
Saarbe. Volkls.)
* Beurath, 23. Juli. Tödlicher Absturz.) Ein
z1jähriger Schreiner im nahen Langenfeld verlor beim
Bermessen von Treppen das Gleichgewicht und stürzte vom
weiten Stockwerk herunter. Er brach das Genick und war
ofort tot.
* Kleve, 23. Juli. (Selbstmord aus verletz
rem Ehrgefühl.) Vor einigen Tagen wurde der
Feldwebel Schneider von der 12. Kompanie des 56. In—
fanterie-Regiments beerdigt. Der Feldwebel hatte Selbst⸗
mord begangen, weil er die von ihm von seinem Haupt—
mann zugefügten Beleidigungen nicht länger ertragen
onnte. Der betr. Hauptmann ist nunmehr beurlaubt
vorden. Die Behörde hatte angesichts der Erbitterung,
zie sich weitgehender Kreise bemaͤchtigt hatte, den Fried⸗
dof abgesperrt.
x* Braubach, 23. Juli. (Ein Widder als Mör—
der.) Im benachdarten Kehlbach rrieb ein Schäfer seine
derde aus. Der Widder griff das zweijzährige Töchterchen
in und stieß es mit solcher Wucht zu Boden. daß es sehr
zald darauf starb.
* Oberhausen, 23. Juli. GGesellenvereine.)
Auf der hier zusammengetretenen Niederrheinischen Gruppe
des Evangelischen Bundes wurde nach einem Vortrage des
Pfarrers Goldberg-Dortmund eine Entschl'eßung über die
desellenvereine angenommen, die den Zweigvereinen und
Presbyterien zugestellt werden wird. Danach wird die
Hründung von selbständigen Vereinen in größeren Städ—
en und in kleineren Orten der Anschluß an Arbeiterver—
ine oder ähnliche Vereine empfohlen. Betreffs der Hand—
verksmeister wird gewünscht, dak diese sich für die GBe—
ellenvereine interefneren uno die Gesellen zum Gintritt
eranlassen.
* Efsen, 23. Juli. MerangeblicheRaub.) Auf—
ellãrt ist der am 19. d. M. angeblich in hiesiger Ver—
insstraße an der Verkäuferin Hachenberg begangene Raub
on 2100 M. Die Hachenberg hat, wie sich nunmehr bei
ingehendem Verhör eingestanden, das Paket mit dem
zelde ihrem Liebhaber, dem Buchdrucker Robert Wein
orf, geboren am 14. Juli 1890 in Essen, eingehändigt
ezw. geduldet, daß dieser sich das Paket aneignete und
zann damit das Weite suchte.
* Mülheim (Ruhr), 23. Juli. (10 Mark Bierer—
röhunng.) Eine außerordentlich stark besuchte Delegier—
enversammlung der rheinischen Zone des deutschen Gast⸗
virteverbands tagte hier. Der wichtigste Punkt der Ta—
esordnung war die Siellungnahme zur neuen Brausteuer.
zrandt (Essen) führte aus, daß der Wirtestand unmoͤglich
ie neue Belastung tragen könne, eine Abwaälzung auf
as Publikum sei unerläßlich, und dies sei auch der Wille
er Gesetzgeber. Eine Erhöhung von fünf Mark pro Hek—
oliter sei nach den Angaben der Brauereien, die von den
zorständen der rheinisch-westfälischen Ausschüsse genau ge—
rüft seien, berechtigt. Nach stundenlanger Beratung ist
»er mit dem Verbande rheinischewestfälischer Brauereien
izuschließende Vertrag angenommen. Dieser Vertrag be—
agt in der Hauptsache, daß der Bierpreis seitens der
zrauereien um 5 M. pro Hektoliter erhöht wird, wäh—
end die Wirte den Ausschankpreis um 7.50 M. bis 10
Nark pro Hektoliter heraufsetzen. Wenn ein Wirt sich wei—
gert, die geforderte Erhöhung eintreten zu lassen, soll die
Brauerei auf Beschluß eines Ausschusses die Bierlieferung
in diesen Wirt einstellen. Weigert sich eine Brauerei, so
herpflichten sich die Wirte, von diesem nicht mehr zu be—
iehen. Der Vertrag soll Gültigkeit haben bis zum 1.
August 1918. Schließlich nahm die Versammlung noch
eine Entschließung an, die sich gegen die Schaffung von
vemeindegasthäufern richtet.
* Biebrich, 23. Juli. RKheinHerne⸗-⸗Kanal.)
die Ausführung des Rhein-Hernekanals auf der etwa 5
dilometer langen Strecke von Kilometer 33,22 bis zum
Dortmund-Ems-Kanal ist der Firma Dyckerhoff und Wid—
nann A.G. in Biebrich übertragen worden.
* Mainz, 23. Juli. (Selbst mord. — Eine
BSaunerin.) Heute früh gegen 8 Uhr sprang am
zollhafen eine anständig gekleidete, etwa 35 bis 40 Jahre
ilte Frau ins Wasser und ertrank. Zwei Schiffer ver—
uchten in einem Nachen die Rettung, sie konnten die
zelbstmörderin aber nicht mehr erreichen. Die Persona—
ien der Frau sind vorerst unbekannt. — Kürzlich stahl in
inem hiesigen Warenhause eine Frauensperson eine große
nzahl Spitzen im Werte von 57 M. Auf der Polizei
estand site unumwunden, gab auch einen amen an und
rlärte, den Diebstahl aus Not verübt zu haben. Sie
be neun Kinder und sei in Wiesbaden mit einem Tage—
jhner verheiratet. Die Angaben der Frau hielt man für
utreffend, worauf sie wieder entlassen wurde. Nachträg—
ch stellte es sich heraus, daß die Frau gelogen hat; alle
zre Angaben sind unzutreffend. Man hat es al'd mit
iner raffinierten Diebin zu tun.
* Straßburg, 23. Juli. (Suftschiffanker.) Eine
ieue Luftballonverankerung, die nur fünf Minuten Zeit
ro Anker beanspruchen und durch ihre besondere Einrich—
ung unbedingte Festigkeit gewährleisten soll, hat ein Straß—
urger erfunden. Der Ersinder ist zur Zeit in Verhand—
ung mit dem Kriegsministerium.
* Friedrichshafen, 23. Juli. (Ddie Fahrt nach
döln.) Oberingenieur Dürr der Zeppelin-Gesellschaft ist
iach Straßburg, Frankfurt und Köln abge—
zeist, um die Hallenbauten daselbst zu besichtigen; es wird
zon seinen Berichten abhängen, ob die Abfahrt des „Z.
2“ nach Köln in acht Tagen vor sich gehen kann oder noch
ucht. Geplant ist sie für den 29. Juli.
* Friedrichshafen, 23. Juli. (Ddie Abnahme de—
3. 2.“) Neueren Bestimmungen zufolge treffen einige
steichskommissare, darunter Geheimrat Lewald und Ge—
eimrat Hergesell, bereits zu Anfang nächster Woche hier
in. Am Dienstag werden voraussichtlich die Probefahr—
en mit dem „8. 2“ beginnen. Falls das Fahrzeug dann
ibgenommen wird, wird es schon gegen Ende des Mo—
nats über Frankfurt a. M. nach Köln überführt.
* Bamberg, 23. Juli. (Eisen bahnzusammen—
to ß.) Bei Vorra stieß heute nacht ein mit Bayreuther
Festspielgästen dichtbesetzter Schnellzug mit einem Gü—
erzug zusammen. Die Lokomolive wurde schwer beschä—
zigt, von den Reisenden wurde glücklicherweise niemand
nerletßzt.
* Bayreuth, 23. Jui. (WagnerzFestspiele.)
die dies ährigen Wagner-Festspiele begannen mit einer
Lohengrin“⸗Aufführung, unter Leitung Siegfried Wag—
ters. Den Lohengrin sang Herr von Bary, den Telra—
nund Herr Schützendorf-Bellwilt, die Elsa Fräulein Hef—
zreen-Wag, die Ortrud Fräusein Mildenburg, den König
hderr Möst, den Heerrufer Herr Geisse-Winkel. Das Haus
par ausverkauft.
— —
Teslegramme.
Saarbrücken, 24. Juli. Die Gründung einer Gruppi
ic die Kreise Saarbrücken, Saarlouis uud Ottweilecr er
olgte gestern Abend im Saalbau durch eine sstark besucht
dersammlung aus allen Bevölkerungsschichten. Herr Dr
kille ber chtete zunächt über die am 12. Juni in Berlir
rfolgte Gründung des Hansabundes, dem bis jetzt schon
iber 100 000 Mitglieder beigetreten seien. Die Bewegun
ei entstanden aus dem Mißverhältnis, das bestehe aus de
virischaftlichen Bedeutung des deutschen Unternehmerlums un
hm eingeräumte politische Bedeutung. Redner wünschie vo
illem eine gerechtere Vertretung des Handels, des Giwerbe
ind der Industrie im Parlament. So wie jetzt dort di
Verhältnisse ständen, zeige man den für unsec Wirtschafte
eben bedeutungsvollften Ständen kein Entgegenkommen ur
ein Verständnis sür dessen Lebensbedingungen. Es soll
ber kaäine reue politische Partei entstehen, sondern mo
volle mehr Berücksichtigung erlangen durch eine machtvoll
erufssftängige Vereinigune. Nach Dr. Tille sprachen mehrer
zertreler des Gewerbes, des Handels und der Indufstri
ber den Hansabund, von dem sie eine Besserung ihrer be—
rängten Lage erwarten. Es wurde darauf die Gründun
iner Gruppe dieses Bundes für die Kreise Saarbdrücker
Zaarlouis und Oitweiler keschlossen und allgemein gutge
seißen. Der Ausschuß besteht aus 150 Herren, von denen
e 40 dem Handel, dem Gewerbe und der Industrie ange
sjösen und 30 den Angestellten. Der Vorstand besteht au
en Herren Baugeweilsmeister Richard Schmidt, Kaufmanr
zimon Sulzbach und Generaldirettor Weißdorf-Burbach.
ẽs murde sodann folgende Resolution angenommen: „Die
m Saalbau am 23 Juli 1909 rersammelten Mitglieder des
hansabundes und Auhänger seiner Bestrebungen begrüßen
en politischen Zusammenschluß von Gewerbe, Handel und
Industrie im Hansabund aufs Wärmste. Sie sind überzeugt
aß aur eine feste berufsständige Organisation, welcke sich
»on Porteipolitik und konsessionellen Fragen gleichmäßig
ernhält, im Stande ist, deren Gewerbe und Handelestandene
politische Geliung zu verschaffen, welche hm durch seime
uedcutung sür das Wirtfchaftewesen zukorinf. Rur ein
zurg ltungbringen oer Lebensinteressen des gewerblichen Un⸗
ernehmerlums in allen politischen Parteien uns die Ent—
endung einer seiner Zahl entsprechenden Unternshmer ins
Barlament, kann dem Gewerbe⸗ und Handeleständ eine Ge⸗
oAStzaebunz verbringen, welche seine Lebensinteressen und damit
die Grundlagen der Wobhlfahrt des deutschen Reichts söcdert.
Schweinfurt, 22. Juli. Bei Mainlorrektiopsarbeiten
n der Stromschnelle ging gestern nachmittaäg ein mit fünf
Arbeisern besetzter Kahn unter; dret Acbeiter ertrauken, zwei
'on ten sich retten.
Paris, 24. Juli. Briand hat in später Nachistunde
dem Präsidenten Fallieres die Lste der Männer des neumm
dabinetis überreicht, welche sih wie folat zusammensetzt:
Er and, Ministechpräsident und zugleich Minister des Innerr,
Milerand, Verkehrsminister, Berteaux, Kriegsmintster, Monet,
MNarinemininer, Trouillet, Kolonialminister. Pichon bleibt
Minster des Aeußern, V'ani, Arbeilismtnistei, Domergun,
Interrichisminister. Es soll auch die Stelle eines neuen
bostministers geschaffen werden. — Man erwartet eine Be⸗
mnedigcung der vor eiriger Zeit gemaßtejelten Beamten beim
treike.
* Paris, 21. Fuit. Ba tuolizeigericht von Bor
deaur verorteilte den euen rzbejchof von Bordeaux,
dardinal Andrieu, wegen α catcittspredigt, in der ei
Ungehorsam aufnefordert hete, zu 600 Frks. Geld—
Uße.
* Petersburg, 24. April. Die „RNowoje Wremja“
neldet über neue größere Unruhen in Persien: Ger Emir
Nofakhan raubte 3000 Flinten und einige Kanonen, be—
etzte die Berge bei Teheran und dedrot zert die neue
degierung. Aus Täbris soll Ikarhan Khan mit seinen
hdorden gegen die Nationalisten vorrücken. Bei Schlacha⸗
ad, der ersten Station der russischen Teheranstraße, über—
ielen Koradgzen die Nationalisten. Auf beiden Seiten
ab es viele Tote und Verwundete.
* Athen, 24. Juli. Der Kriegsminister hat 102. Offi—
iere der Armee mit scheichtem Abschied entlassen. Die
urch Verrat vereitelte Offiziersverschwörung wollte nicht
nir die Absetzung des Königs, sondern die der ganzen
Dynastie erzielen.
* Madrid, 23. Juli. Die Regierung hat bis auf wei—
eres den gesamtenTelephonverkehr sowohl für
zreßzwecke als zwischen Privaten Aufgehoben. Ver
Ninister des Innern kündigte an, daß für die nächste
zeit die Abhaltung von Versammlungen gegen die spa
aische Riff-Altion nicht gestattet werde.
* Konstantinopel, 24. Juli. In einer Unterredung,
die der griechische Gesandte mit dem Großwesir hatte,
ersicherte der erstere, die neue griechische Regierung werde
»estrebt sein, gute Beziehungen zur Türkei zu unterhalten
ind alles zu vermeiden, was zu Mißverständnissen führen
önnte.
* Melilla, 24. Juli. Gestern Nachmittag 55 Uhr ist
vieder Geschütfeuer von den verschiedenen Posien her ver—
tommen worden. Man vermutet, daß es sich um ein
teues Gefecht handelt.
Madrid, 24. Juli. Spanien hat bereits 85000 Mann
Zerstärkung nach Marokko entsandt.
Newyork, 19. Juli. Gestern sind in den Newyorker
zewässern bei einem vlötzlichen Sturm 21 Personen ertrunken
Evangelischer Gottesdienst.
7. Sonntag, nach Trinitatis, den 25. Juli 1809.
Kollekte für den Pfarrhausbau in Thallichtenbera—
Dudweiler.
8 Uhr: Pfarrer Schmidt,
10 Uhr: Pfr. Trommershausen
Herren fohr.
9.30 Uhr
10.30 Uhr: Cbristensohre
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