Rr. 160 23. Jahrg. — — F *7 Dienstag 13. Juli 09.
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aglich mit Ausnahme 4 IJ U ⏑ —414 —31
der Sonn⸗ — 9 v J— — —V v
— und Feiertage. — —ã— S— — S—— ö ———— 3 2 —— * — — *
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*8 *
Fatale NResultate.
Die mit so großem Aufswand von Geldmitteln und
nit so großer Heimlichkeit inszenierten großen Flolten
nanöver in den heimischen Gewässern Großbritanniens.
u denen sogar die Mittelmeerflotte herangegogen worder
var, sind zu einem überraschend plötzlichen Abschluß ge—
angt, nachdem durch den Verlauf dieser Manöver, wie
—D
luf die Möglichkeit, Bewegungen einer feindlichen Flotte
u verhindern, geworsen war.
Der den Manövern zugrunde liegende Gedanke war,
aß eine „rote“ Flotte die Vereinigung zweier feindlicher
ie englischen Küsten bedrohenden Flotten verhindern
oslte, von denen die eine aus der Nordsee herannahte,
zie andere augenscheinlich vom Atlantie herangenaht war
ind sich vor den Westküsten besand.
Die Vereinigung konnte nur im Norden oder im Sü—
en durch den Kanal vollzogen werden, und sie ist ge—
lückt. In Dover lagen zwar starke Flottillen von Unter—
ee⸗ und Torpedobooten, aber sie wurden erst alarmiert
ind hinausgesendet, nachdem der Durchbruch durch die
enge bereits erfolgt wa
Zwei Kreuzer der Verteid'gungsflotte sahen sich am
etzten Samstag-WMorgen zwischen Lands-end und Ushant,
18 ein dichter Nebel sich zerstreute, zwischen zwei Reihen
eindlicher Schlachtschifse und ergaven sich. Die Angreifer
nüssen am Freitag-Abend oder in der Nacht zum Sonn—
bend durch die Enge vor Dover gelangt sein, und das
Nanöver gelang dadurch, daß man am Donnerstag mit
echs Kreuzern vor Oban ablenkend demonstrierte.
Die vor der irischen Küste befindiche zweite Angriffslotte
hatte ihrerseits auch zwei Erfolge zu verzeichnen.
Zie kaperte das Minenschiff „Latona“ vor Swilly, wel.
hes gerade eine Minenreihe legen wollte, und ein Schlacht—
hiff mit sechs Torpedobooten lief am Sonntag in Gal—
oay-Bucht ein, besetzte Galway und Fort dtenmore und
iahm von der irischen Bank Besitz.
Die Hauptsache aber ist, daß die Verteidigungsflotte
ucht imstaͤnde war, die Bewegungen der aus der Nord—
ee herannahenden feindlichen Hauptflotte rechtzeitig fest—
ustellen. In dem Wiißlingen der Lösung dieser Aufgabe
iegt, wie nicht bestritten werden kann, ein weit bedenk—
icheres Moment für Englands Sicherheit, als in allen
ermeintlichen oder wirklichen Schwächen des Flottenpro—
zramms und in allen Flottenbauten anderer Mäaͤchte.
Man wird nun zwar gewiß alles daran setzen, um
zas fatale Resultat vor der Oessentlichkeit zu beschönigen,
s durch Zufälle zu ertlären und wird die Ableitung all—
u ungünsüger Folgerungen für die Küstenverteidigung als
inberechtigt abweisen. Aber die Tatsachen reden doch
ür die Fachleute eine sehr deutliche Sprache, und hoffent—
ich hat diese!lbe die Wirkung, da die in manchen Kreisen
zer englischen Bevölkerung noch immer vorherrschende
driegsneigung jetzt durch die Erkenntnis gedämpft wird,
vie schlimm es den britischen Insein unter Umstünden
lehen könnte, wenn auch einmal im Ernstfalle eines
bends oder in der Nacht die Angreifer durch die ihnen
utgegengestellten Streitkräfte ungestört hindurch passieren
vürden, wie dies jetzt die „rote“ Flotte üher sich ergehen
assen mußte
ben an sich und die angebliche Stellungnahme des Kron
brinzen zu einzelnen politischen Fragen oder Parteien er
egt hier und da Verwunderung. Die Tat'ache, daß der
rronprinz an Dr. Liman geschrieben und ihm für Arti
el gedankt hat, ist richtig, es ist aber nicht genügend be
annt, um welche Artikel es sich handelt und worauf sick
ilso die Zustimmung des Kronprinzen bezieht. Es is
ruch nicht bekannt, ob und welche besondere Veranlassung
ür den Kronprinzen zu einem solchen Schreiben vorlag
*ä Es verlautet jetzt mit Bestimmtheit, daß der Reichs
ag am Dienstag in die Ferien gehen wird. Ei
ner Berliner Korrespondenz zufolge wird am Dienstag in
Zundesrat eine Sitzung abgehalten, um über die Reichs
nanzreform und das Beamtenbesoldungsgesetz zu beraten
die gleiche Korrespondenz meldet, die Reichstags-Session
olle nicht geschlossen, sondern der Reichstag nur
is zum Herbst vertagt werden.
* Das Organ der liberalen bayerischen Landtagsfrak—
ion, die „Liberale Landtagskorrespondenz“, greift die Hal—
ung der bayerischen Regierung zur Keichsfinanz—
meform heftig an und kennzeichnet das Verhalten der
erbündeten Regierungen als eine Brüskierung aller libe.
len Parteien und der Mehrheit der deutschen Wähler—
chaft
ichen Kreisen wiro noszz nmer vehauptet, daß es unbe
dingt zu riegerischen BVBerwickelungen mi
Briechenhand kommen werde.
* Am Dienstag werden die Mächte der Pforté
ihre Autwort überreichen, in der sie sich für die Auf
rechterhaltung des Status quo in Kreta ausspre
hen und die von der Pforte verlangten Zugeständnisse als
ibertrieben zurückweisen. Einige Tage später werden sie
nich der griechischen Regierung ihren Stanopunkt in der
Areta⸗Frage darlegen.
* Die türkische Flotte sol sich heute nach dem ägyp—
ischen Meer begeben. Die Abreise hängt mit dem Wie—
»erzusammentritt der gricchischen Kammer in Athen zu—
ammen. Falls sich von Kreta Abgesandte nach Athen
egeben, soll die türkische Flotte vor Kreta dagegen de—
nonstrieren
Persien.
* Zwischen den persischen Kosaken-Truppen und den
daswiner Revolutionären fand ein Artilleriegefecht in
Zchahabad statt, bei dem die Truppen des Schahs aus
hren Stellungen zurückgedrängt wurden. Die Verluste
ind nur gerinz, doch konnten die Revolutlonäre näher an
Tdeheran heranrücken.
Frankreicy.
* Der „Matin“ fetzt seine sensationellen Berichte aus
danger über die Situation in MNarokko fort. Der Kor—
espondent berichtet über ein Gespräch mit dem italieni—
chen Gesandten Nerrazzteni, der den Norrespondenten er
nächtigte, folgendes zu verössentlichen: Der Gesandte if
der Ansicht, daß es gefährlich wäre, die aufrührerische Be
vegung, die den allgemeinen Inxressen schädlich sei, wei—
er in Marokko um sich greifen zu lassen. Frankreich, das
hnehin durch die Algeckrasakte ein internationales Man
dat für die Pacificierung Maroktos erhalten hatte, se
erufen zur Wiederhersteltung der Ordnung so rasch wi
nöglich einzuschreiten. Frankreich habe sogar seine erst
Rision zur allgemeinen Rufriedenheit erfüllt und aud
ur Zufriedenheit Deutschlands, wofür schon das zwischer
Frankreich und Deutschland geschlossene Uebereinkommer
iber Marokko eine Probe bildet.
Rußland.
*æ Der heilige Synod hat an alle Bischöfe ein gehehb
nes Zirkular gesandt, in dem der Geistlichkeit im Hin
lick auf die bevorstehenden standalösen Enthütlungen üben
»en Verband der echt russischen Leute eine möglichst un
ruffällige Liquidation der Beziehungen zum Verbande
iahe gelegt wird. Der Synod erachtet ein weiteres Ver—
leiben seiner Mitglieder im Verbande für unmöglich,
iachdem der Präsident des Verbandes wegen des Ver—
dachts der Teilnahme an einem Morde vor Gericht ange—
klagt jei. Ebenso wird jede fernere Unterstützung des Ver—
andes aus Kirchenmitteln aufs strenaste untersagt
Spanien.
* Der König empfing die marokkanische Gesandt—
chaft, deren Führer die Erklärung abgab, daß Mu—
ey Hafid bestrebt sei, das Freundschastsverhältnis
wischen ihm und dem Könige und die aufrichtige gegen—
eitige Zuneigung zwischen den beiden Völtkern weiter zu
estigen, alle Verpflichtungen und Verträge einzuhatten und
ie Ordnung im Lande aufrechtzuerhalten. Der König
rwiderte, sein, sowie der Regierung und der Nation
Vunsch sei, die Beziehungen zwischen den beiden Län—
dern inniger zu gestalten. Er hoffe zuversichtlich, daß die
zerhandlungen zur Regelung der spanisch-maroklanischen
Fzragen eine schnelle und gerechte Lösung zur Folge ha—
sen werden.
Marokko.
* Der spanische Kreuzer „Numanica“ geht nach
Nalaga ab, um Truppen nach Melilla zu trausportie—
ren. Der Ministerrat hat beschlossen, den General Ma—
ziina von neuem sein Vertrauen zu bezeigen und ihm alle
Truppen zur Verfügung zu stellen, deren er bedarf, um
ine Wiederholung der Zwischenfälle in Marokko zu ver—
sindern und den spanischen Interessen Achtung zu ver—
chaffen.
* Die spanische Artisslerie eröffnete am Sonntag neuer—
ings das Feuer gegen den von Kaid Chaldy befehligten
Feind. Die Verluste des Feindes sind bedeutend. Meh—
ere Kaids boten ihre Unterwerfung mit der Bitte um
riedliche Beilegung des Konfliltes an. Die Correspondenz
58spang will wissen, daß die von Spanien gefangene ma—
okkanische Gesandtschaft bald wieder abzureisen dedenkt
t6
Serbien.
Durch den steigenden Erport serbischer
zdleischprodukte nach der Türkei sah sich die serbische
degierung veranlaßt, in Konstantinopel einé
zandelsagentur zu errichten. Infolge Anhaltens
es vertragslosen Zustandes zwischen Serbien und Oester
eich-Ungarn gestaltet sich der Handelsverkehr mit der
kürkei immer lebhafter. Es sind vorwiegend Erzeugnisse
er jungen jeroheen landwirtschaftlichen Industrie, welche
zuten Absatz im Ottomanen-ieiche finden.
* Anläßlich des Geburtstages des Königs Peter
vird die ser bische Hymne, welche seit der Ermord—
ing des Königs Alexander abgestellt war, im Kö,
niigspalaft gespielt und dadurch wieder offiziell als Na—
ionalhymne eingeführt werden. Diese Entscheidung des
dönigs und der Regierung wird als ein erfreuliches An
eichen der innerpolitischen Koniolidierung begrüßt
— ——
Die Ausführungsbestimmungen zum Weingesetz
Ueber die vom Bundesrat angenommenen Ausführ
ungsbestimmungen zum Weingesetz wird berichtet:
Die Absicht, Wein oder Most zu zuckern, ist der zu—
ändigen Behörde schriftlich anzuzeigen; für die neue Erute«
ist die Anzeige vor Beginn des Zuckerns zu erstatten, für
Vein früherer Jahrgaͤnge ist jeder einzelne Fall des
Zuckerns spätestens eine Woche zuvor anzuzeigen — für die
KRellerbehandlung sind eingehende Bestimmun—
gen erlassen über die Verwendung von Weinhefe zur För—
derung der Gärung und zur Besserung von Farbe oder
BHeschmack des Weines, über das Schweseln, den Zusat,
don Kohlensäure, sowie die Mittel zur Schönung. — Wein
und Most ausländischen Ursprungs dürsen nur über be—
timmte Zollämter eingeführt werden. Die eingehenden
Zendungen unterliegen einer amtlichen Untersuchung unter
Mitwirkung der Zolloehörden: Die Untersuchung uͤst staat—
ichen Fachanstalten oder geprüften Nahrungsmittelchemi—
ern zu übertragen. Gegen etwaige Beanstandung sie-⸗
dem Verfügungsberechtigien frei, die Entijcheidung eine
»on der Landesregierung pezeicttneten öheren Verwalt
ingsbehörde anzurufen. Berur Schaumwpwpeiun mu—
— — — —
122 *23 *
Volitische Rundschau.
Deutsches Reich.
»Fürst Bülhow hielt am Sonntag ein Abschieds—
ziner ab, an dem Staatssekretär von Schön und die mei—
ten Beamten des Auswärtigen Amtes teilnahmen. Nach
er „Nordd. Allg. Zig.“ hielt Staatssekretaär von Schön
ine Rede, in der er die Verdienste des scheidenden Kanz—
ers in der auswärtigen Politik hervorhob. Fürst Bülow
intwortete und verweilte auch noch nach Aufhebung der
dafel mit vielen der Herren im Gespräch. Der Kanzler
vird al'o voraussichtlich schon in den nächsten Tagen ge—
en und sein Nachfolger wird dann bekannt gegeben.
* Im Reichstage wurde erzählt, daß der bekannte
Zublizist Dr. Paul Liman, der Berliner Redalteur der
Leipziger Neuesten Nachrichten“ vom Kronpeinzen
in Schreiben eehalten hat, worin dieser ihm dankt und
eine Zustimmung zu den politischen Artikeln aus'pricht,
ie er in letzter Zeit geschrieben hat. Dieses Dantichrei—
ĩ.
ot
o.
Vom Balkan.
*KMOffiziell wird bestritten, daß die kretische Regierungç
nion den Schutzmächten das Recht verlangt hätte, einer
zriechischen Stationär in den Kreta-Häsen aufzustellen
zierzu wäre auch kein Anlaß vorhanden, da die Schutzz
nächte die Versicherung gegeben hätten, daß ihre Statio
zäre dazu bestimmt seien. die Autonomie Kretas geger
Awaige täürfische Uebergriffe zu schüßzen. — XRn umadtürt
5833 »inmal vorsichtig nach dieser Störung zu forschen. Konnte Es war enktschieden, hier waltete kein Irrtum ob,
es blutjge Blatt. s nicht irgend ein Nachtschwärmer sein, der sich in ut ldas Verhängnis näahte in furchtbarer Gestalt. Der Graf
Axiaĩnal ⸗R 6 r7 ier Wohnung ierte? Denis enkfernte sich, indem er bei faßke seinen Degen fester und blickte auf seine Freunde
ARiginal·Roman von Gustav Lange. einem Hinaustreten in die Sausflur die Türe zu dem und seinen kreuen Gärtner, die gleich ihm entschlossen
27 Wenn auch verabredet worden war, erst nach Mitkter- vohngemach offen stehen ließ. waren und sich jetzt um ihn gruppierk hatkken, um ilm
nacht aufzubrechen, damit die Gefahr des Zusammen— „Im Namen der Republik öffnet!“ vernahmen die Imit ihrem Leben zu verkeidigen. Ein Kampf auf Leben
reffens mit fremden Personen nach Möglichkeit vermie- ingstlich lauschenden Männer eine rauhe Stimme auf die jzund Tod stand bevor, dessen waren sich die vier Män—
en wurde, so ordnete der Graf doch sofortk seine Reise- frage des Gärkners, wer draußen sei. ner wohl bewußt, aber sie scheuten sich nicht ihn aufzu—
effekten. Diese Arbeit war bald beendet, denn er be— Vorbei!“ slöhnte der Graf, indem er sein Untlitz' nehmen, denn auf ihrer Seite war das Recht. Sie wa—
fand sich eigentlich schon in den drei Tagen seines Hier-in beide Hände barg und wie krafklos wieder auf seinen en nicht gesonnen, freiwillig brutaler Willkür zu wei⸗
eins forkwährend auf dem Sprunge zur Abreise und 5tuhl sank. Er erriet sofort, daß es Kreakuren des hen und unschuldige Frauen den Gelüsten eines ver—
rx verwünschte es jetzt, daß es nicht schon geschehen Bouverneurs waren, die Eingang verlangkten, um sich ommenen Menschen preiszugeben.
war, diese neue Gefahr und der ärgerliche Aufirit heuke einer zu bemächtigen, wenn er sich auch nicht erklären“ Leise beriet sich der Graf mit seinen Freunden und
Abend weäre ihm erspark geblieben, aber nunmehr ließ onnte, wie das Verhängnis so schnell hereinbrach. enn man auch einsah, daß es nuhzlos war, das Offnen
siich daran nichts ändern, es galt. das Veriäumke ohne „Noch nicht!“ rief Chenier, der zuerst seine Fassung er Türe zu verweigern, so kam man doch dahin übzer-Aufschub
nachzuholen. wieder gewann. „Wir wollen uns überzeugen, wie in, es freiwillig nicht zu tun. Hier in der Hausflur
Die Reisetaschen sanden gepackt in der Mitte desviele ihrer sind. Wir sind ihrer vier, und nehmen es dar man im Rücken gedeckt, machten nun die draußen
zimmers; der Graf, seine beiden Freunde und der! schlimmsten Falles mit der doppelten Anzahl von Geg— tehenden wirklich ihre Drohung wahr und schlugen die
Färkner Denis, alle vier aufbruchfertig, saßen beim jern auf!“ Türe ein, dann war es Zeit, sogleich zum Angriff über—
rüben Schein einer bald niedergebrannken Kerze um den „Du hast Recht!“ raffte sich der Graf auf. „Käm- ugehen. Waren die Schergen des Gouverneurs nicht
Tisch und suchten durch eine harmlose Unkerhallung ge- 2fen wir für unsere Freiheit oder fallen wir, wie es kark an Zahl, dann wurden sie einfach niedergehauer
genseitig ihre Aufregung zu verbergen. Besonders Graf' Soldakten geziemt. Wie konnke ich mich auch nur einen ind das Haus verlassen ehe ihnen Hilfe wurde. Waren
Pressy suchie möglichst armio⸗ zu erscheinen, um nicht Uugenblick von der Schwäche übermannen laffen und jie aber bekrächtlich in der Üerzahl, dann galt es, nach
entmuͤtigend gauf die and eren zu wirken, aber die ver-ie Flinke ins Korn werfen.“ dem Sprengen der Türe sofort sich mit Ungestüm auf
tohlenen Blicke, die er alle Augenblicke auf die Uhr Alle Drei bewaffneten sich mit Degen und Pistolen, die Gegner zu stürzen und ehe sie recht zur Besinnung
varf und die unruhigen Bewegungen seiner Hände be⸗ velche schon zur Flucht bereit lagen. Auch Denis, der damen, sich einen Weg hindurch zu bahnen und in der
undeten, welche Anstrengung es ihm kostete. sich zu be- vieder in das Zimnier zurückgerufen wurde, erhielt dadurch entstehenden Verwirrung unker dem Schutze der
errschen. Vaffen. Nunmehr ging festen Schritkes Graf von Pressy Jacht das Heil in der Flucht zu suchen. Waren sie erst
Ein heftiges Pochen an der nach der Straße führen- inaus und fragte, wer draußen sei und was man zu aus dem Hause, dann fanden sie schon ein weiteres
den Türe üeß die Männer erschreckt auffahren. Der dieser ungelegenen Zeit wünsche. Forikommen. J
Braf erbleichte und mußte sich auf die Lehne eines „Im Namen der Republik öffnet sofork!“ erfolgte „Ich fühle mich nicht veranlaßk, jetzt um diese Zeit
ztuhles stühen, um nicht umzusinken, ratlos sahen sie abermals die Antwort. „Oder wir schlagen die Tuͤre das Haus zu öffnen.“ sagke der Graf. „Ich verlange
Agander' an. Das Klopfen wiederholke sich in verstärk⸗ ꝛin.“ ielmehr, mich ungestõrt zu lassen.“
zgrunmf Weise, wie wenn mit einem harten Gegenstand da— „Wen suchen Sie?“ fragte nochmals der Graf um Unverständliche Worke der draußen Stehenden wur—
aegen gestoßen wurde. inen doch möglichen Irrkum aufzuklären »en vernehmbar, man beralschlagke wahrscheinlich, was
Sraf vdon Preiin gab Denis leife zu verstehen. erẽt Don Grafen von Pretin“ regenüber dieser Weigerung zu beginnen war