ALes Uro ermiichtes.
vun dweiter, 21. Januar.
Wir verweisen auf die Bekanntmachung unseres Herrn
ur jermeisters, das Festessen am Kaisers Geburtstaze be—
reffend. Es wäre wünschenswert, daß diejenigen Bürger, die
h an dem offiziellen Essen beteitigen wollen, sich möglichst
foct in die aufliegenden Listen einzeisnen, damit dee
—
F Beim Ocdensfest erhielten den Roten Adlerorden 4.
klasse u. a. Bergrat Diedrich in Neunkirchen, Kvmmerzienrat
»aldy in Saarbrücken, Justiztrat Leibb in St. Johann; das
freuj des Allgemeinen Ehrenzeicheus Steiger Kelkel in Reden;
as Allaemeine Ehrenzeichen Kohlenmesser Jakob Moser in
Atenwald und Ackerrr Stüber in Bildstock.
F Personalnachrichten aus dem Oberbergamtsbezirk Bonn.
her Bergrevierbeamte Bergmeister Hugo von Königslöw zu
Ziegen ist zum Bergrat, der Oberbergamissekretär Otts
Müller zu Bonn zum Rechnungtrat ernannt worden. Aus
»em Bergamtsbezitk Saarbrücken. Die Maschinenwerkmeister⸗
rüfung haben bestanden die Maschinensteiger: Jakod Kull⸗
nann, Friedrichsthal, Fetiedrich Walter, Camphausen, Christ.
zchleßmann, Neunkirchen. Hugo Dörr, Camphausen und
zermann Grande, Gerhardt.
3 Handbibliothek der gesamten Handelswissenschaften.
4 Bände in Leinen gebunden M 45.— mit Eichentegal Mö—
7. — Band 12-12 skleine Ausgabe) gebunden Mk. 24. —.
Ztuttgart, Verlog von Wilhelm Violet. Ein möglichst
eiches, umsassendes kaufmännisches Wissen isi heutzütage für
‚as Vorwärtskommen eines jeden Kaufmanns unerläßlich;
ur den Angestellten um sich eine bessere, gutbezahlte Stel—
ung zu erringen, für den selbständigen Geschäftsmann, um
ein Geschäft mit Geschick in die Höhe zu bringen. Den
netten fehlt es aber an der Zeit, regelmäßig Handelskurse
ind dergleichen besuchen zu können, jungen Leuten oft auch
n Mitteln. Fur diese bietet sich in obiger Bibliothek eine
benso vorzügliche wie billige Fortbildungsgelegenheit. Die
Zände bringen in knapper, aber doch erschöpfender Weilse
lles, was ein Kaufmann wissen muß, in zuverlässtger Be—
irbe tung durch Fachschriftsteller von besten Namen. Um
tur einige der Bände hervorzuheben wollen wir nennen:
daufmännisches Rechnen, Handelsgeographie, Buchführnng
drei Systeme), Handelskorrespondenz (deutsch, französisch,
englisch je ein Band), Wechsellehre, Warenkunde, Bank und
Börsenwesen, Stenographie usw. Jeder der geschmackvoll
eeaselen hübsch gebundenen Bände ist auch einzeln
Auflich.
Eine EisenkLahn-Knigge. Die Zeiischrift „Recht auf
Zitte“ veröffentlicht eine Reihe von Ratschlägen sür Vor—
yrtbahnreisende, die zum größten Teil auch für die Straßen⸗
hahn und ihre Gäste gelten dürfen: 1. Stoße belm Ein⸗
teigen deine Mitreisenden kräftig gegen die Kalescheiben und
xitt ihnen, wenn möglich, dabet zuzleich auf die Füße; 2.
mpfehlenswert ist es, dabei gleichzeitig den Regenschirm so
zu tragen, daß er mit der Spitze über die Klesder der Sitzen⸗
en wischt. Mit dem Stock geh's auch. Der recht nasse
Z„chirm findet den geeignelen Platz über ihren Häuptern;
stoße den Nachbar mit dem linken Ellbogen in die rechte
Zeit und begrüße gleichzeitig mit der rechten Fußspitze des
ibergeschlagenen Beines dein Gegenüber. Sagt doch schon der
Dichter: „Leicht beieinander wohnen die Gedanken, doch
jart im Raume stoßen sich die Sachen!“ 4. kommst du in
in Nichtraucherabteil, so zünde dir sofort ein Zigareite an,
Zzittet man dich höflich, das Rauchen zu lassen. so werde
annachsichtlich grob: b. verzehre tunlichst hörbar ein möglichst
zuftiges Butterbrot oder dergleichen. Wirf dessen etwa un⸗
Jerzehrbaren Teile, jedenfalls aber die papierne Hülle deinen
Mitmenschen zur dauernden Etinnerung vord die Fuße; 6.
ollte eine Dame gezwungen sein, wegen Ueberfüllung zu
dehen, so bleibe du standhaft sitzen, namentlich wenn sie alt
ind häßltich ist, du aber jung und schön; 7. beim Aussteigen
ind 1. und 2 wiederholt anzuwenden.
8 Ein schöner Zug wird von der Kronprinzessin gelegent⸗
ich des Abschlusses der Sammlung des Kronprinzenpaares
ür die von der „Radbod“ Katastrophe Betroffenen bekannt.
da der hohen Frau nicht immer große Summen zur Ver—
gung stehen, entschloß sie sich, einen wertvollen Schmuck
zei einem Berliner Juwelter für 25 000 Mark zu verkaufen
ind den Erlös der Spende beizufügen.
8Neunkirchen, 19. Jan. Aus schreckliche Weise
verunglückte auf Gube Kohlwald ein bei dem Transport
beschäftigter 17jähriger Arbeiter, indem ihm durch das Ket⸗
tensetl ein Arm aus dem Körper vollständig herausgerilssen
vurde. Der Aeimste, der schreckliche Schmerzen erlitt, wurde
as hiesige Knappschaftslazarett überführt.
) Vom RNhein, 20. Januar. (Aufgehobene
z3perre.) Der Oberpräsident der Rheinprovinz hat
ür die Rheinschiffahrt folgende Bekanntmachung erlassen:
die Schiffahrttreibenden werden hierdurch benaächrichtigt,
aß beim Bau der Nordbrücke bei Köln nach der am?0.
. Ma abgeschlossenen Veseitigung der Baugerüste und
erjenigen Hülssträger, deren Unterkante tieser wie die
interkante der festen Rheinbrücke liegt, die jetzt gesperr—
en Stromöfsfnungen vom 21. d. M. ab von der Schiff—
ahrt und der Flößerei wieder benutzt werden können.
Nit der Außerbetriebstellung des Wahrschau⸗ und Schlepp
ieustes wird gleichzeitig auch die Verlegung der Aus—
ahrjoche der Schiffbrücke von der Strommitte an die irü—
ere Stelle am linken Ufer erfolgen.
() Trier, 20. Jan. Bahnfrevel.) Bei Pallien
vurde eine schwere eiserne Stange auf das Bahngleis ge—
egt. Diese wand sich in die Räder der Lokomolive ei—
ies von Ehrang kommenden Güterzuges, dessen Lokomo—
ivsführer das Hindernis erst kurz vorher hatte bemerken
oͤnnen. Von den Tätern fehlt jede Spur.
) Bachermühle, 20. Jan. (MMesserhelde.) In
)urbusch wurde ein 23jähriger Italiener vor einem Tanzbkal
erstochen. Die Täter sind verhaftet.
6) Eisen, 20. Jan. (BGerurteilte Bande.) Die
ztraflanimer verhandelte dieser Tage gegen eine wohl—
rganisierte Diebes- und Hehlerbande von 21 Köpfen. Die
diebe, die das Industriegebiet von Gelsenkirchen bis nach
düsseldorf unsicher machten, begingen im Sommer des ver—
angenen Jahres eine Reihe schwerer Einbruchsdiebstähle;
esonders waren es Gold⸗- und Silbersachen, auf die es
die meist jungen Burschen abgesehen hatten. Die gestoh—
enen Sachen wurden bei Verwandten untergebracht, auch
um Teil verschenktt. Das Gericht erkannte auf Gefäng—
isstrasen von 2 Wochen bis 18 Monaten.
) Gelsentirchen, 20. Jan. (Er st ickt) Auf der
zeche „Zentrum“ wurden durch giftige Gase zwei Bera—
rhbeiter erstickt.
*Aufregende Szene. In der Wohnung des Bau—
tzenieurs von Köller-Banner in Schönberg spielte sich
in aufregender Vorgang ab. Tie Gesellschafterin der
eltern des Ingenieurs, das 21 Jahre alte Fräulein V.
vehh versuchte diesen mit einem Revolver zu erschießen.
err von Föller-Banner wurde indenen nicht lebensge—
—EDOO
—
— ——
A verlteßt. »ic wGesellrhartertu utetitae puqh aach
Arubung »r5 uug der Wohriung und wird zur Zeit
o) von der rtzei gesucht. Der Grund des Mordver—
uchs ist noch völlig ungusgeklärt, aus der vorgefundenen
correspondenz geht aver hervor, daß Fräulein Weyh erst
zen Ingenieur und dann sich selbst erschießen wolite. Das
Acdfinden des verwundeten Ingenteurs gibt zu Besorg—
iin keinen Anlaß.
8175. In Weiningen führten Verfehlungen gegen
den 8 175 Etr.«G.«B. zur Einteitung eines Verfahrens,
in das ein nach Frankreich geflüchteter Hofbeanter ver—
vickelt ist.
*Theaterbraud. Bei einer Probe im Stadttheater zu
Soreggio (Italten enistand eine Pankk unter den Be—
ucern. Zwei Personen wurden dabei tot gedrückt, fünf
dwer verwundet. Ter entstandene Brand konnte schneil
elcht werden
Ernust von Wildenbruch
un ust auch dieser große Dichter heimgegangen, die—
e vffene, ehrliche, in sich gekehrte Größe. Ernst v. Wil—⸗
enbruchs Schehngen schlagen start Schillers und auch
vohl Kleist's Töne an. Wian hat ihn ja auch vielfach
inen Schiller⸗ und zuweilen auch einen Kleist-Epigonen
zenannt. Es mag wohl etwas Wahres an dieser Be—
zauptung sein, aber Schiller und Kleist scheinen gegen—
iber Wildenbruch moderner. Alle seine poetischen Schöpf—
intzen sind auf den Grundton der Vaterlandsliebe ab—
zesktiimmt. Die Empfindung der modernen Menschen, die
ich als Bürger dem Staate verpflichtet fühlen, ist eine
mdere. Wildenbruch kann sich den Bürger nicht anders
borftellen als mit Herz und Hand dem Vaterland erge—
ben. Alles was er tut, was er will, alles was er denkt,
and wonach er strebt, muß mit dem Vaterland in Ein—
laug zu bringen sein. Dieser Grundton beherrscht seine
zangen Dichtungen. Ein Konflikt mit seinem Vaterlande
aun es bet ihm nicht geben, selbst wenn er durch irgend—
ine Leidenschaft, wie z. B. aus Liebe zu einer Frau,
utstanden sein sollte. Bei ihm gibt es in diesenDingen
eine Rechtfertigung. Aber trotzdem er seinem König mit
derz und Hand ergeben war, scheute er es auch nicht,
venn es nötig war, dann und wann seinem Herr'cher ein
Kahnwort zuzurusen. Sindergeschichten hat er auch eine
zroße Anzahl geschassen, ja er war selbst bis an sein Le—
sensende ein großes Kind. Seine Kindergeschichten sind
rarcifend und als deren Schöpfer wird er der Mit⸗ und
achwelt stets vor Augen bleiben, dafür wird seine ge—
ührvolle Erzählweise schon Sorge tragen. Wildenbrüch
vor gewöhnt, alles im Sturme zu erringen. Wenn er
in Drama schrieb, ging er gleich im ersten Akte schon
zur Offensive über, alle seine Trümpfe spielte er gleich zu
Ausang auf, deshalb sind auch immer die ersten Akte sei—
ier Dramen die besten. Wildenbruch dachte eben die
detzen der Zuschauer schon beim ersten Akte zu gewin
ien, und wenn er sie dann erst für sich eingenommen hat,
verden sie sich nicht wieder von ihm abwenden. Dielsein
seucante spricht aus allem was er schuf, deutlich hervor
Alles in allem, Ernst von Wildenbruch ist ein Bar—
de, ein großer Meister, der sich würdig den Großzen
inreihen kann. Seine Schöpfungen sichern ihm ein An—
denken bei der Mit- und Nachwelt, er gehört au den
Uunsterblichen.
Die Beisetzung Wildenbruchs.
Die Leiche Wildenbruchs wurde von dem Weimare—
cer Hauptstaatsbahnhof auf einen offenen stadtischen Pa⸗
uocleichenwagen durch die Stadt nach dem Friedhof ge—
ahren. Der Wagen führte den toten Dichter noch einmal
un Schiller⸗ und Goethe-Haus vorbei zur Höhe der
iruen Friedhofskapelle. Die Altarnische des schönen stim—
1Tungsvollen Baues war mit Blattpflanzen detoriert, in
Berbindung mit dem durch die bunten Scheiben strahlen⸗
den Sonnenlicht bot die Stätte einen sehr feierlichen und
immungsvollen Anblick. Das Grab des Dichters ist
hm nicht, wie erwünscht, hinter der Fürstengruft, wo—
elbst man bereits auf dem Platz vor einigen Tagen zur
Aufnahme des Grabes gerodet hatte, bereitet worden, son
dern hoch oben auf freiem Terrain des neuen Friedho⸗
ses, in der Rähe der Kapelle. Aus Berlin traf nämlich
die telegraphische Nachricht ein, daß ein Platz ausgesucht
verden möchte, von dem man das Haus des Dichters se⸗
en könnte. Daraufhin wurde vom Diakonus Arper die
Ztãtte ausgewählt. Die Teilnahme an der Beisetzung
vare enorm. Der Sarg, der vor dem Altar aufgestellt
vnrde, verschwand unter zahllosen Blumenspenden. Vor
hm nahmen Platz die Leidtragenden, während sich die
Deputattonen um ihn herum gruppierten. Als Vertreter
es Großherzogs war Kammerherr von Goeben erschie—
ien. Oberhosprediger Spinner sprach über das Bibel—
rort: „Ich habe einen guten Kampf gekämpft“. Frau v.
Vildenbruch sank nach der Feier am Grabe des heimge⸗
qaaenen Giouten obhnmũüchtig ammen.
Hof und Gesellschafgt
**sGras Seppelin weilt augenblicklich in Berlin.
Die Vermählung seiner Tochter, der Komtesse Zeppelin,
mit dem Oberleutnant Freiherrn von Brandenstein, wird
in nächster Zeit stattfinden. Das junge Paar hat eine
Wrhnung in CEbharlottenburg gemietet.
Koronia! es
Der Korrespondent der „Times“ in Käpstadt
zaute eine Unterredung mit den Mitgliedern der deut—
hen Deputation, die aus Lüderitzbu cht kommt
ind sich nach Berlin begibt, um die Beschwerden der
Dtiamantzräber in DeutschSüdwestafrika dem
Acatsselretäei Der n burg vorzulegen. Der Korre
vondent der „Times“ meldet, daß die Qualität der
diamanten in Lüderitzbucht geradezu ausge—
eichnet sei. Die Tiamanten werden im Sande ge⸗
unden, daher wäre die Arbeit billig. Der Wassermangel
ei die Hauptschwierigkeit, dazu komme der Zoll von 10
Marl pro Karat, den die deutichen Kolonisten ale sehr
ungerecht empfänden.
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74 j lioatafe achiardoe wet
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neneiste NAhyrihren mas Tele zramme
— Depeschen Bureau Herold.
* Saarbrücken, 21. Jan. Nach inem Priva telegramm
aus Beslin wird die Sesetzvorlage über die Vereinigung
vor, Saarbrücken, St Johann und Malstatt⸗Bucbach zu
einem Gemeindewesen bereits am Montog, der 25. Januar,
im Abgeordnetenhause in 1. und 2. Lesung erledigt werden,
sodaß die Vereinigung der Saarstäodte zum 1. Aoril gesicher
erscheint,
*Meiningen, 20. Jan. Aufiehea errezt hier die Ein—
leitung etnes Verfahrens wegen Verfehlungen gegen 8 175
des Str G. B., in das u. a. ein hoher Hoibeamter ver
wickelt ist, der noch zu rechter Zeit nach Frankceich flaͤbten
konnt⸗.
* Essen, 16. Iin. Hier ist ein 2j thriges Kind, das vom
Vater vero dnete Medizin teank, in derselben Nacht an Ver⸗
giftuna gestorben.
* Näruberg, 18. Jan. Ein Volksschüler beging heute
hier Seibtmord. Während der Schulzeit eilte der 13 Jahre
alte Schleiferssohn Marauner zum Ludwigskanal, warf seine
Büch'r henein, zog seine Kapuze über das Gesicht, sprang in
das Wisser uud ettrantk.
* Diebden, 20. Jaa. Dis neue schäsische Landtagswahlrecht
wurde heute ia der 1. Kamme: ohne Debatte an—
genommen.
Berlhen, 17. Jaan. Aus Posen wird dem Tag gemeldet
Der Rettergutsbesitzetr Sigismund v. Chlupowskt eischoß in⸗
folge eines unglückichen Zufalles während der Jagzd einen
seiner Gäste, den Herin v. Mankowski. Der uaglückliche
Schütze konnte nach der Tat nur mit Mühe gehiadert wer—
den, fich selbst zu töten.
* Berlin, 19. Jan. Aus Newyork wird dem „vBerliner
Tagblatt“ gekabelt: Houte begann ein Generalsteeil det Hat⸗
macher, der sich auf 75 Fabiiken mit rund 25000 Arbeitern
erstreckt. Der größere Teil der Streikenden gehött NRewyor—
ker Fabriken an; 4000 Arhbetter habeu in Newark (New Jer⸗
sey, 1000 in Sout Norgak (Connecicut) und 3 800 in Dan⸗
hury (Connecticut) die Arbeit niedergelegt. Der Anlaß zu
dem Streik liegt darin, daß die Arbetitervereinigang den
dutmachera die weitere Anbringung der Kontrollmarke des
BZewerkschafts aorstandes in den Hüiten untersagt hat.
* Berlin, 21. Jan. Die Morgenblätter melden: Die
Beschaftsordnungskommission des Abgeordnetenhauses be—
intragrdie Ablehnung des Antrages wegen Aussetzung der
Lollstreckung der gegen den Abgeordneten Liebknechkt
erkannten Festungshaft. Eine Resolution, die dahin ging,
perfassungsmäßig festzustellen, daß Abgeordnete auch bei
»er Strafhaft ihr Mandat ausüben können, wurde zurück
gezogen, soll aber im Plenum wieder eingehracht werden.
Tresden, 21. Jan. Unmittelbar vor Beginn der Sitz
ung der Ersten Kammer über die Wahlreform wur—
den von einzelnen Mitgliedern noch in betreff der Wohl
reiseinteilung Schwierigkeiten gemacht. so daß die Sit—
ing vertagt werden mußte. Voraussichtlich werden diese
Schwierigkeiten noch behoben. Sollte das nicht der Fah
ein, so wird voraussichtlich der Landtagasschluß abermans
zindusgeschoben werden müssen.
* Madrid, 21. Jan. Infolge einer Anfrage in oer
deputiertenkammer erllärte der Kriegsminisier, daß in
der Tat der Plan beftehe, nach Fez eine Militärmission
zu senden, die aus besonders küchtigen Artillerie und
Semieoffizieren besstehen und einen außer⸗Dentlichen Sold
veziehen solle.
* Paris, 20. Jan. Die hentigen Morgenblätter ver—
zffentlichen längere Auszüge aus der Rede Bülows, welche
starken Eindruck gemacht hat, nanenilich bet derjenigen,
welche an seinen baldigen Rücktritt glaubtea. Die Mehrzahl
der Blätter erkennt an, daß Ferst Bülow für längere Zeit
nichts von seinen Gegnern zu föürchten hat.
* Innsbruck, 20. Jan. In der Nähe von Meidring ging
ine Lawine nieder. 5 Personen sollen verschüttet sein. Ein⸗
zelheitez sehlen noch.
Einladung.
ßur Feier des Geburtstages Sr. Maje—
stät des Kaisers und Uönigs findet am
mittwoch, den 27. Jannar 1909 nach—
mittaas 7 Uhr im Gasthaus Riedschr
hier Provinzialstr. 256 ein
Festessen
statt, wozu die Bürger ergebenst eingeladen
werden. Der Preis des trockenen Gedeckes ist
einschließlich aller Nebenkosten auf 3.50 Mf
festgesetzt.
Einzeichnungslisten liegen auf dem Bürger
meisteramt, im Hotel Nassauer Hof, im Gasthaus
Bayer, Brenner, Krücken, Witwe Riedschy Dud—
weiler und bei J. A. Gräser Herrensohr auf
Dud weiler, den 14. Januar 1909.
Der Bürgermeister
Jo st.
Ma lab jeh vas dehönes jus dede Janr geschleppt,
den harteäcktgsten Katarrh von der Welt! Trockener
Hals, schmerzende Bronchien, Siechen bei jedem
Atemzug — dann der Schleim der sich gar nicht
lösen will. — Aber Mensch, warum quälen Sie sich
denn damit? Verlangen Sie in der nächsten Apotheke—
Drogerie oder Mineralwasserhandlung für 88 Pfg.
eine Schachtel Sodener Minera-Pastillen (Fays ächte)
und ich wette, Sie sind alle Beschwerden los, wenn
wir uns abends am Stammtäisch treffen
— J——
—
11800 αν
n315— uin tanr
4 R — — — —