Full text : Dudweiler Zeitung

Der diesjährige Sommer. Regen am abeno, regen
im morgen, Regen bei Tag, Negen bei Nacht, Regen —
nichts wie Regen ist die Signatur dee heurigen Sommers.
Der ganzen langen traurigen Winter über freute man sich
auf den Frühling, denn als dieser vielgepriesene und viel
besungene auch unsern Erwartungen nicht enisprach, auf den
Sommer, und jetzt? Es ist eine recht traurige Zeit für die
vielen armen Leute, welche draußen ihr Brod verdienen
müssen und die durch diese Witterung gezwungen sind, Tage,
Wochen unfreiwillig zu feiern! Aus Amerika wird große
Hitze, aus der Schweiz Schneefälle gemeidet. Bei uus ist
ine Temperatur wie im März und ein Watter wie im
chlimmsten April. Es ist schier zum Verzweifeln, leider nicht
u ändern.
Maurerstreik. Derselbe dauert in den Städten noch
ort, trotzdzem die Arbeiter sowohl wie auch die Gewerkschaft
die Aussichtslosigkeit längst eingesehen haben. Die Maurer
vollien Lie Arbeit bri geringer Loznerhöhnng und Abschluß
y»on Tarifvert ägey wieder aufnehmen. Die Arbeltgeber haben
diese Bedingungen einstimmig abgelehnt.
J Bei der allgemeinen Futternot befleißige man sich
iner gewissen Sparsamkeit. Um an Grünfutter zu sparen,
chneidet man dasselbe zu Häcksel, wodurch erreicht wird, daß
das Vieh weniger Futter verdirbt und die größeren Halme
und Stengelteile mitfrißt. Unter das Grunfutter kann auch
Stcohhäcksel gemischt werden, so daß der Magen der Tiere
zut gefüllt und dieselben gesättigt verden. Es wird jedoch
darauf oufmerksam gemacht, daß das geschnittene Grünfutter
sich leicht erwarmt und Blähungen verursacht. Durch Ver—
mischen mit Stroh wird diese Gesahr bedertend verringert
Damit nun hinreichend Stroh für die Fütterung zur Ver—
fügung steht, muß der Landwirt danach stieben, so wenig
wie möglich Streustroh zu verbrauchen. Dasselbe kann man
ersetzen durch andere Streumaterialien, besonders durch Torf
ind im Herbst durch Kartoffelkraut. In leere Felder säe
nan unverzüglich Futterkräuter.
Der Abgeordnetentag und das Verbandsefest des
—
Altenwald statt. Die Kameraden und Delegierten werden
um halb 9 Uhr mit Fahnen und Musik durch die festgebenden
Vereine am Bahnhofe Friedrichsthal abgeholt und ins Gast⸗
jaus Schaum geführt, woselbst die Verhandlungen 9 Uhr
»eginnen. Das Festessen findet halb 1 Uhr im Gasthaus
dläser statt. Der Festzug, zu dem sich 83 Vereine bezw.
Abordnungen mit über 3500 Teilnehmern gemeldet haben,
setzt sich Deinhalb Uhr von der Hauptstraße aus in Be—
vegung und marschiert auf den Marklpiatz, woseldost die
Fahnenweihe des Kriegervereins Altenwald fstattfindet, von
hort nach dem Kgl. Bergfestplotßze.

Aus Nah und Jern.
Barmen, y. Jun. (KKzrne neue Talsperre.)
die Stadtverordnetenversammlung beschloß den Bau ei—
ter zweiten Talsperre und zwar im Kerspe-Taͤl. Die auf
acht Millionen Mark veranschlagten Kosten wurden bewil—
igt. Die Kosten werden durch eine neue Anleihe aufge—
»racht. Die neue Talsperre, die in zwei Jahren betriebs—
ähig sein soll, hat ein Niederschlagsgebiet von 27,4 Qua—
»rattilometer und soll eine tägliche Wasserentnahme von
5000 Kubikmeter ermöglichen. Oberbürgermeister Vogt
rklärte, daß die vorliegenden Anträge auf Wasserversorg
ing die Sicherheit geben, daß Verzinsung und Amorü—
ation des Anlagekapitals aus dem Betrieb der Anlage
on der Fertigstellung an gedeckt würden. Die Stadt be—
itzt jetzt bereits 1100 Morgen Gelände im Kerspetal.
* Bochum, 9. Juli. Gin gerichtliches Nach
piel.) Die hiesige Strafkammer wird sich am nächsteüͤ
Nittwoch mit dem Grubenunglück auf der Zeche Radbod
ei Hamm zu befassen haben. Die Bergarbeiter-Zeitung
nachte in ihrer Nummer vom 20. Februar eine sensario—
ielle Meldung, naͤch welcher ein Mitglied der Rettungs⸗
nannschaft am Unglückstage gehört haben wollte, wie der
Bergrevierbeamte Holländer zum Direktor Andree gesagt
zJaben sollte: „Hier sind noch Lebende“, worauf Andree
xwidert hat: „Was lebt, das lebt, wir müssen hinaus“.
Die Staatsanwaltschaft hat nun auf Antrag der Verwalt
ung von Radbod Klage wegen öffentlicher Beleidigung ge—
jen den Redalteur der Bergarbeiter-Zeitung, Wagner, er—
ohen. Die Verteidigung hat der sozialdemokratische Ahg.
beine-Berlin übernommen. Der Prozeß wird sich vor—
ehmlich mit der Frage, „ob zur Zeit der Schließung der
Srube noch Lebende darin waren“, beschäftigen.
*Bochum, 9. Juli. Generalversammlung
es Knappschaftsvereins.) In der gestrigen
Aßerordentlichen Generalversammlung des allgemeinen
dnappschaftsvereins wurden die auf die Aenderung des
vahlverfahrens und des Verfahrens bei der Beantragma
 von Renten beaüalichen Anträge der 176 dem alten
Bergarbeiterverbande angehorigen Knappschaftsältesten, die
mit geringer Abweischung auch von chriftlicher Seite unter⸗
tützt wurden, von den Werkbesitzern abgelehnt.gnapp—
schaftsältester Heidtbrink-Fulerum bezeichnete das Verhal
len der Werkbesitzer als eine an die Bergarbeiiterschaft des
Ruhrreviers gerichtete riegserklärung. Von den Knapp—
schastsältesten beider Richtungen wurde die Beantragung
einer neuen Generalversammlung angekündigt.
* Münster i. W., 9. Juli j(Fu viel RNe gein.) In—
olge des seit mehreren Wochen ununterbrochen anhalten⸗
den Regens beginnen die Feldfrüchte sehr zu keiden. Das
Zetreide ist auf weiten Flächen stark gelagert, und di
Kartoffeln faulen.

Telegramme.
Mainz, 9. Juli. Amer'lkanische Schützen hatten yon
Amerika eine größere Zahl goldener und silberner Medaillen
uind sonstige Geschenke, wohlverwahret in einer Kiste, bis
nach Mainz migebracht. Noch am Samstag wurde die
Kiste von dort aus zur Eisenbahn geschafft, um nach Nier⸗
tein versandt zu werden; de Kiste traf auch in Nierstein
in, und am Samstag sollte ein Teil der Medaillen zur
Verteilung gelangen. Als aber der Schatzmeister der Ameri—
aner die Kiste öffaete, war sie bis auf drei Medaillen voll⸗
tandig auszeplündert.
Bochnum, 8. Juli. In der heutigen außerordentlihen
Zeneralversammlung des allgemeinen Knappschaftsvereins
vurden die auf die Aenderung des Wahloereins und des
Verfahrens bei der Beantragung von Renten bezuüglichen An—⸗
räge der 176 dem alten Bergarbeiterverbande angehörigen
ͤnappichaftsältesten, die mit geringer Abweichung auch von
hristlicher Seite unterstüßzt murden, von deu Werksbesitzern
ibgelehnt. Knappschaftsältester Heidtbrink-Fulerum bezeichnete
das Verhalten der Werksbesitzer als eine an die Bergarbeiter—
scchaft des Ruhrreviers gerichcete Kriegserklärung. Von den
Knappschaftsältesten beider Richtunzen wurde die Beanutrag—
ung einer neuen Generalversammlung angekündigt.
Essen, 6. Juli. Am 5. d. M. wurde abends in der
Postagentur Borbeck-⸗Geischede ein Geldbeutel mit einem
zrößeren Geldketrage vermißt. Der Verdacht, denselben ge⸗
iohlen zu haben, lenkte sich auf einen 11jährigen Scüler,

her am Rachmitiag eine Postanweisung eingezahlt hatte. Der
Tnabe wurde festgenommen und gestand die Tat ein. Bei
zer in der elterlichen Wohnung vorgenommenen Durchsuchung
and man den Beutel mit 1270 Mi. in Gold in dem zur
lterlichen Wohnung gehörigen Schweinestall versteckt vor.
Hamburg, 8. Juli. Beim interaationalen Maich des
Deutschen Bund⸗sschirzen wurde auf 300 Meter stehend ge—
chossen. Jeder Schüze mußte 40 Schüsse abgeben. Da 10
irge den besten Schuß darstellt, kann also jeder Schütze
100 Ringe erreichen. Der deutsche Schütze Bachmeyr aus
stürnberg schoß 333 Ringe, ein frauzösischer Schütze 328.
Breslau, 9. Juli. In dem böhmischen Grenzort
Stephanowm wurden 32 Wohnhäuser und eine Anzahl von
ebhengehäuden ein Raub der Flammen. Das Feuer ver—
reitete sich mit zroßer Schnelligkeit. Ein Mang und zwei
Frauen verbrannten. Auch viel Vieh ist umgekommen.
Hamburg, 10. Gestern abend sind zum Deuischen
Zundesschießen die amerilarischen Schützen eingetroffen. Sie
atten sich zu einem Zuge formiert, der von der Hambarger
zürgeschaft lebhaft begrüßt wurde. Eine große Volksmenge
zeleitete die amerikanischen Gäste zu ihrem Hotel „Atlantic“
Glücksourg 10. Juli. Gesteru abend um 7 Uhr ist
ie Kaiseryacht „Meteot“ im hiesigen Hafen eingetroffen.
Die Kalserin mit dem Prinzen Joachin und die Prinze'sin
Ictorla Luise fuhreu auf der Yacht „Iduna“ den Kaiser
ntgegen. Noch dem Festmachen beider Schiffe im Hafen
egab sich die kaiserliche Familie an Bord der „Hohenzollein.“

*Berlin, 10. Juli. Eine ganze Reihe von Reich s
agsabgeordneten werden sich demnächst vor dem
ztrafgericht zu verantworten haben. In fast allen
zällen handelt es sich um Privatbeleidigungsklagen, de—
en sich die Abgeordneten schuldig gemacht haben. Die
dommission für die Geschäftsordnung hat durchweg bean—
ragt, die erforderliche Genehmigung durch den Reichstag
ur Strafverfolgung zu erteilen. Es handelt sich um die
hderren Zimmermann (Antis.), Markour (Ztr.), Dannen⸗
»erg (Welfe), Geier (Soz.), Dr. Neumann-Hofer (Irs.),
Bruhn (Antis.), gegen den Abg. Kölle schwedt ein Dis—
ziplinarverfahren.
Berlin, 10. Juli. Der Abgeordnete Frhr. v. Heyl
zu Herrnsheim ist aus der natio ——bhen
Fraktionausgetreten.
* Berlin, 10. Juli. Der Statthalter Graf Wedel,
der vor einigen Tagen hier eingetroffen ist, reiste heute
rüh mit seiner Gemahlin weiter nach Schweden auf
Urlaub.
* Wien, 10. Juli. Die gektrige Sitzung des Abge—
rdnetenhauses währte eine halde Minute. Prä—
ident Pattai eröffnete die Sttzung und schloß sie sofort
nit einem kurzen Hinweis auf die zwischen den Parteien
chwebenden Verhandlungen und die parlamentarische Ge—
logenheit. Die Bemühungen der Christlichsozialen, die
Rbostruktionisten zur Zurücknahme ihrer Dringlichkeits-An
räge zu bewegen, wurden sehr stepuüsch beurteilt. Lueger
agte zu Journalisten: „Ich bin hergekommen, um aus—
ugleichen, aber ich glaube nicht, daß es viel nützen wird.“
die Christlichsozialen erklären auch, daß sie von den Kor—
erungen der Obstruktionisten hinsichttich der Universitäts—
ragen noch keine Kenntnis hatten, als sie von der Re—
zierung Aufsschub der Enischeidung verlangten.
* Paris, 10. Juli. Der „Matin“ bringt aus Tanger
zie Mitteilung, wonach die deutsche Gesandtschaft in Tan—
zjer am Mittwoch an ihre Regierung in Berlin telegra—
hisch das Ansuchen gestellt hat, angesichts der drohenden
Zzituation in Marokko Frankreich zu ersuchen, es möge
»fort im Namen Europas für die Herbeiführung ruhiger
zustände in Marokko eintreten. Dasselbe Ansuchen hat an—
geblich die italienische Gesandtschaft bei ihrer Regierunç
n Rom gesiellt.
* London, 10. Juli. Die von Sir Edward Grey er
eilten Auskünfte über die perfsisscche Lage lassen er—
ennen, daß die englische Regierung dem russischen Vor—
chreiten keinen Widerstand bereiten wird. Der Staats—
ekretär konnte keinen greifbaren Beweis anführen, daß
»as Leben der Europäer bedroht sei. Er gestand zu, daß
zie Nationalisten befriebigende Versicherungen, höchstens
nodifiziert durch gelegentliche Drohungen, abgegeben hätten.
* Madrid, 9. Juli. Der Direktor des „Imparcial“,
»er von Fez zurückgekehrt ist, schildert die Lage Muley
zafids als trostlos. Der Sultan seit von Mitteln und
druppen entblößt und der wachsenden Anarchie preisge—
zeben. In der Presse herrscht die Auffassung vor, daß
—VVD—
aetroffen ist, allerdinzs recht wenig Autorität mitbringt
Wien, 10. Juli. Gestern nachmittag wurde auf dem
Postamt 9 ein verwegener Diebstahl ausgeführt, durch den
die Post einen Schaden von 119 000 Keonen erlitten hat.
In dem Augenblicke, als in den stilleren Geschäftsstunden
im Schalter ein Mann erschien und mit dem Beamten ver—
sjandelte, wurde dieser ans Telephon gerufen. Als der Be—
amte nach wenigen Augenblicken zurückkehrte, war der
Fremde mit der gaazen Kasse verschwunden.
Lüttig, 10. Juli. Der anhaltende Regen hat gewar—⸗
igen Schaden angerichtet. In der Provinz Nemier sind
ahlreiche Dörfer überschvemmt. Die Ernle in dieser Pro—
dinz ist total vernichtet.
Paris, 10. Juli. Das Pistolenduell zwischen dem Fi⸗
ranzminister und dem ehemaligen Deputierten Bos, wegen
er Ohrfeigen-Affaire im Senai, fand gestern in einem
Valde in der Nähe von Paris statt. Das Ehrengericht hat
inen einmaligen Kugelwechsel auf 25 Schritte Distanz ange⸗
ꝛtzt. Das Duell verlief ergebnislos.
Zürich, 9. Juli. Seit vier Tagen sind schwere Gewitter⸗
türme in der ganzen Schweiz niedergegangen. Es schneit
naufhörlich. Der Schnee, der bis 15 Meter Talhöhe sich
serabstreckt, hat den Pilatus, den Rigi und die üdrigen
boralpen dicht bedeckt. Der Fremdenverkehr ist so gering,
aß große finanzielle Kalamitäten befürchtet werden.
London, 9. Juli, Der Lufttechniker Lathan hat einem
Muarbeiter der „Daily Mail“ mitgeteilt, daß er wahrschein⸗
ich morgen Samstag versuchen werde, über den Kanal mil
iner Flugmaschine zu fliegen.
London, 8. Juli. Im britischen Kohlenbergbau stehen
jeue Verwickelungen bevor. Die schottischen Grubenbesitzer
eschlossen (wie schon kurz gemelde,) von Ende Juli ab den
rohnstandard um etwa secks Pence täglich herabzusetzen.
»liervon werden 100 000 Arbeiter betroffen. Ein Streik
bürde diese in eine schlimme Lage verfetzten, während die
Masters seit 6 Wochen fur diesen Fall Kohle anhäusen. In
Ztaffordshire kam es gestern zu schweren Krawallen und At
eitseinstellung aaf zahlreichen Gruben. Die Ursache ist die
Inzufriedenheit der jugeadlichen Arbeiter, welche die Kohlen⸗
hzagen führen. Diese erhalten im Gegensatz zu den Häuern
zeillohn. Wegen Einführung des Achtstundentages beschlofsen
ie Usternehmer nun, die frühere halbstündige Frühstücks⸗
ause auf eine Viertelfstunde zu verkürzen. Hierüber kam es
estern auf einer Grube zum Ausbruch, deren jugendlichen
Arbeiter dann, durch Zuzug verstärkt. herumzogen und auf
en benachkarten Gruben die Ardeit zum Stillstand brachten.

Auf einer Grube in Wyoiisi!d leistete die Administration
Widerstand. Sie wurde von tausenden regelrecht belagert
ind mit Steinen bombardiert. Es eilte Polizei herbei und
nei den Zukammenftößen wurden mehlere erheblich verwundet
Die Menge warf Steine, die Po izei feuerte. Man höefft,
»aß die Unternehmer die Pause auf zwanzig Weinuten er—
jöhen werden und die Unruhe damit ihr Ende erreicht. Auch
n Porkfhire herrscht ein partieller Kohlenstreik.
*Opfer des Meeres. Bei der Voschung eines Tamp—
ers brach im Hasen von Gravosa die Schiffsbrücke. Da—
»ei stürzten 16 Arbeiter ins Meer. Drei ertranlen, die
inderen konnten gerettet werden

J * 9
Zum Morde im Chinesenviertel.
Noch immer hat sich die Empörung über die Ermord—
ing der Essie Sigl in den Vereinigten Staaten nicht ge—
egt. Bekanntlich wurde dieselbe in der Wohnung des
Thinesen Leung-Ling im New-Yorker Chinesenviertel er—
nordet aufgefunden. Während es der Volizei gelnngen

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st, den noch immer seine Unschuld beteuernden Zinimer
genossen des Mörders, Chung-Sing, zu ergreifen, ist der
Mörder noch nicht gesunden. Bekanntlich haben auch die
NRewe-NYorker Chinesen auf das Haupt ihres flüchti—
gen Landsmannes einen hohen Preis ausgesest.

Humoristische Ecke.
*Schöngesagt. Heiratskandidat: „Ich will aber
leine Frau haben, die dem Radfahrsport huldigt. Das
nag ich nicht leiden.“ — Heiratsvermittler: „Gut, ich will
Sie mit einer Dame bekannt machen, die ijt tadellos ra—
dellos.“
*Ein Doppelkinn.... Runde: „Wieviel habe
ich zu zahlen?“ — Barbier: „Vierzig Pfennig.“ — Kunde:
„Vierzig Pfennig? Hier steht doch: Rasieren zwanzig
Pfennig.“ — Barbier: „Das schon — aber Sie haben ein
Doppeltinn.“
*Fürssor ghich. Vater (auf der Theatergalerie):
„Fall mir ja nicht ins Parkett, Fritzchen, denn da unten
kostet es 3 Mark.“
*Eine falschangebrachte Mahnunng. Va—
ter: „Durch Fleiß und Sparfamteil bringt man es ju rn
was. Sieh mal, der reiche Krause kam vor 20 Jahren
mit einem einzigen Hemd nach Berlin, heute hat er zwei
Millionen!“ — ESohn: „Was macht der min zwei Millio—
den Hemden?“

Briefkasten.
.*, hier. Sie sind im Unrecht. Tatsächlich ist schon
zeute auf Grund des kürzlich ergangenen „Gesetzes betr. die
Sicherung der Bauforderungen“ jeder Baugewerbetreibende
hne Ausnahme, also jeder Bauunternehmer, Baugewerks⸗
neister, Architekt, Maurer-, Zimmermeister usw., wenn er der
Zauausführende ist, verpflichtet, über jeden Neubau oder
Imbau ein den gesetztlichen Bestimmungen entiprechendes
„Baubuch“ zu führen und zwar gesondert für jedes Bau—
wesen. Aber auch jeder private auherr ist zur Führung des
taubuches gezwungen, wenn er zu dem Bau fremde Gelder
henötigt und verwendet, was wohl in den weitaus meisten
Fgällen zutreffen wird. Die Unterlassung der Baubuchführung
der die unordentliche Fuhrung ist mit hoher Strafe (Ge⸗
ändnis bis zu einem Jahr und Geldstrafe bis zu 8000 M.)
edroht. Vraktische, gesetzlich geschüzte Vordrucke können
Sie übrigens von der Geschäftsstelle dieses Blattes pretevert
 beziehen.
Evangelischer Gottesdienst.
6. Sonntag, nach Trinitatis, den 11. Juli 1909.
Calvin⸗Gedächtnisseier.
Kollekte für den Calvin-Jubiläumsfonds für die refo
nierten Gemeinden der preußischen Landeskirche
Dudweiler.
8 Uhr: Pfr. Schmidt
10 Uhr: Pfarrer Meyer-Ottweiler
2 Uhr: Christenlehre Pfarrer Schmidt.
Herreufohr.
9.30 Uhr
10.30 Uhr: Christenlebro.
— —Fe be⸗
Ferd. Grobecker, Lotteriegeichäft, Hamourg 23 bei.

Zestheuahrtts·
gesunde
maogen; X
garmkranke 5 —
Krolck

Aahrungq fũp:
* —X
29 —schwachliche.
in ger kowicksung
Zzurückgebliedene
kinder.

A
            
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