Full text : Dudweiler Zeitung (22.1909)

Lokales.
Preise. Beim 24. Gauturnfest des Saar-Bliesgaues
ielten Preise: in der Unterstufe: 6. Pieis J. Sckäfer,
»rrensohr, 12. L. Thriem, Dudweiler, 25. A. Walter,
udweiler, 25. J. Loesch, Herrensohr, 28. A. Hornberger,
udweiler, 33. P. Jung, Fischdach, 37. Ph. Gräff, Dud—
iler, 33 Fr. Lorenz, Dudweiler. — Bei den Sondervor—
hrungen erhielten eine U kunde mit dem Prädikat „gut“:
Vereine Herrensohr, Dudweiler. In der 3. Abteilung
elt der Verein Dudweiler für schön und exakt ausgeführte
nderaufführungen eine Unkande mit dem Peödikat
sx gur“, Fischbach eine solche mit dem Prädikat „gut“.
Unwetter. Veigagene nacht regnete es ohn' Unterlaß
mabends bis moigens 6 Uhr in Strömen. Man konnte
zer glauben, der Welt Eade sei nahe! Soll denn das
dos ron da oben kommt, nicht einmal alle werden?
d baben wir mitte Juli — und was haben wir och
Sommer gehabt? Doch, boffen wir das beste!
Personalnachrichten. Der Kohlenmesser des Stein—
lenberggerks Dudwerler, Philipp Minke, ist auf seinen
atrag am 1. Jali d. J. in den Ruhestand versetzt. — Die
ehrerin-an der berefiskalischen Kochschule ju Reden, Fräulein
Abarina Becker, ist zum 1. Juli d. J. ausgeschieder. Ihre
ielle wurde von demselben Zeitpuakt ab der Frau Rie—
id Flegel, Emilie geb. Eaderlein, zu Reden übertragen.
Bramsfrd.
Der Nordpol. Der Kaiser hat, wie cin Veiliner Lo—
latt zu melden weiß, auf Grund eines Vortrages, ben
heimrat Hergesell-Straßburg, der langähriße Berater und
zitarbeiter des Grafen Zeppelin, am J. d. M. in Kiel ge—
lten hat, das Protekiorat über zin wissenschaftliches Uter—
hmen übernommen, das unter Leitung des Gra'en Zeppelin
d des Geheimrais He'gelel, sehen soll und sich die Au'⸗
ibe ftellt, die bisher unbekarnten arktischen Gegenden in
mittelbarer Nachbarschaft des No-dpols mit Hilte des
ppelinschen Lustschiffes geographisch, georhysikalisch und
rologisch zu erforschen. Die Operationsdasis für das Luft⸗
ff, das in Bau und Ausrüstung der von ihm zu lösenden
prerigen Anfgabe angepaßt sein soll, wird die Croß-Bai
Spitszbergen sein. Es handelt sich nicht, wie nach der
dem üdlichem Tamtam anftretenden Melduna des Bee—⸗
er Blattes scheinea könnte, um eine sog. Noidpolexpedition
nur das zlemlich gleichgültige und nebensäcliche Ziel
te, mi einem Luftschiff den Nordpol zu Überfliegen. Viel⸗
reist ein ernstes wissenschaftliches Unt,rnehmen in Aus—
genommen, was schon daraus he vorgeht, daß eine Reide
. Vorcexpeditionen vorangehen soll, um das Gelingen des
zuptunternehmens nach Möglichkeit zu gewährleisten. Der
iser soll, als er das Protektorat über das gesamte Unter⸗
men übernahm, der Freude Ausdruck gegeben haben, daß
af Zeppelin sein Lebenswerk uund seine unvergleichlichen
ztechnischen Ecfahrungen in den Dienst dieses nateonalen
ternehmens stellen wollte. Bet dieser Gelegenheit set er⸗
hnt, daß der vielgenannie „Nordpolfahrer“ Wellmann
ch suir diesen Sommer wieder einen Flug zum Nocdpol
gekündigt hat. Bisher hat aber iumer irgend ein Miß—
schick den Start verhindert. So hieß es auch in diesem
hre wieder, daß kürzlich ein Orkan die Werkstätten-Gebäude
d Bergungshallen Wellmanns so stark beschädigt hat, daß
rAufstieg fraglich geworden sei. Vielleicht kommt das
plante oeutsche Unternehmen eher zur Ausführung, als die
noch stets imaginär gebltebene Wellmannsche Nord⸗
ahrt.
Soll man heiraten? Wer heiratet, tut wohl, wer
g bleibt, tut besser, schrieb der Apostel Paulus an 'die
rinther, und noch immer herrscht dieselbe Unentschiedenheit
betreff der Lösung der Frage über den wichtigsten Schritt
Menschenleben. „Wer durch Heiraten glaubt Glück zu
achen, ist wahrhaftig ein Tropf, so groß wie der Mond.“
dailändisch — „Sobald einer heiratet, betritt er das
»rgenreich.“ (Toskanisch.) — Wem zu wohl ist, der nehm
mWeib.“ (Deutsch.) — „Verheirateter Mann, Vogel im
fig,“ (bergamaskisch) heiß's im Sprichwort, aber dieses
t auch zugleich: — wo keine Frau, da geschieht dem
anken wah.“ (Deutsch.) — „Wer ohne IFtan wohnet, ist
ne Gutes, ohne Hilfe, ohne Freude.“ (DHebrässch.) —
illeinsen taugt dem Menschen nicht.“ (Tschechifch.) —
jesser zwei als Eins.“ (Esthnisch) — „Der Mann ohne
au ist ein Saumtier ohne Ladung.“ (Venetianisch) —
zorgen viel hat der Beweibte, Sorgen mehr der Ehelose.“
innisch — Aber: „Leicht ist's eine Frau zu nehmen,
wer zu werden.“ (Serbischy, denn: „die Frcu ist keine
ige, welche du, nachem du gespielt, an die Wand hängen
ensi“ (Russisch), sondern, wie die Engländer sagen: „Die
e ist ein Schloß.“ — Um daher wenigstens vor zu raecher
ctat zu warnen, von der gesagt wird: „Uebereilte Heirat
it selten gut aus.“ (Deuisch) und: Heioten in Eile, be—
t man mit Weile“ (Deutsch), sprickt der Engländer: „Es
zut, spät oder nie zu heiraten,“ während er doch auch zu⸗
ch anrät: „Heirale rasch und bhereue mit Maßbre

Aus Nah und Ziern.
Fischbach, 7. Juli. Verstorbnen ist dahier gestern der
svorstehet Herr Peter Jung. Ec bekleidete sein Amt
g? Jahre, hochgeachtet von allen, die ihn nähet kannten,
RNaber auch eine der geeignetsten Peisonen für diesen
ten. Sein Wirken war für die Gemeinde Fischbach ein
st segensreiches. Uneigennützig hatte er stets nur das
wresse der Gemeinde im Auge. Bei semer rorzesetzten
nörde erfreute er sich hoher Achtung! Friede seiner Asche!
*Neunkirchen, 5. Juli. Gestern mitlag wurde im
lae bei Menschenhaus die Leiche des früheren Wirtes
In von hier aufgefunden. Die Leiche wies eine Schuß⸗
ade in der Brust auf.
Von der Mosel. b. Juli. Bei Tiaben⸗Tiacbach
den zwei an der Mosel suielende Kinder von einer Welle
ika und in das Wasser geworfen. Die Kleinen erttanken.
*Düsseldorf, 6. Juli. Gesunkenes Schiff.
trieb ein eiserner Frachtkahn mit 30 000 Zentner
einen gegen einen Strompfeiler der Hammer Rhein—
icle und sand. Die Lage des Schiffes ist für die Schiffrt
 sear gefahrlich. Die Mannschaft konnte sich rechit—
ig in Sicherheit breingen.
*Aachen, 6. Juli. Morrdverssuch und Selb su
RBrod.) Der 44jährige Schlosser Ortmann versuchte seine
au und seine vier Kinder zu töten und erhangre sich
tauf.
Duisburg, 6. JZuli. Gerurteilte Falsch⸗
anzer.) Das hiesige Schwurgericht verurteilte eine
sköpfige Falschmünzerbande aus Bruchausen, die vo—
es Jahr falsche Zweimartstücke herstellte und vertrieb,
Quchthau⸗straten von aweleinviertei bis sieben Jahren

*Essen (YAuhr;, 6. Juli. (Gerbrechen) In dem
tadtgarten in Bulmkewurde eine völlig entkleidete man—
iche Leiche met abgeschnittenem Kopfe gefunden. Ter Mör—
er ist undekannt.
* ünster (Westf.), 6. Juli (Tödlicher Ab-—
turz Im Fieberwahn itürzte sich ein Thphustranee
us dem Fenster seines im driiten Stockwert gelegenen
Zimmers. Er wurde mit zerschmettertem Körger tot vom
Aatde getragen.
* Treer, 6. Zulr. (Meordprozeß Breuer) Der
»dannte Brozeß gegen den Rennfaburer Breuert, der am
4. OEfEt her 18908 den reichen Mühlenbesther Micit oret
emorder vaben soll, erleot letzt seine zweite Auflage.
In dem ersten Prozez im März d. J. tautee die Au—
lage auf Toitschlag, wurde aber während der Verdhand—
ung auf Mord ausgedehnt. Die Verteidigung stellte da—
nais ledoch den Antrag auf Vertagung, da sie für diese
chwerwiegende unerwartete Ausdehnung der Anllage nich.
vorbereiset sei. Die Verhandlungen werden ecine volle
Voche in Anspruch nehmen, da 81 Zeugen, unter ihnen be—
annte Nennsaurer und Berliner Halbweltdamen, und 4
Zachverständige geladen sind. Das Miotiv der aufsehen—
rregenden Bluttat sieht die Anllage in der Weigerung des
rschossenen Mathonet, mit dem Breuer unerlaubte Be—
iehunzgen unterhalten, seinem Erpresser, dem er Hunder—
ausende geopfert, noch fernerhin weitere Summen aus—
uzahlen. Breuer, der einen sehr kostspieligen und luxu—
issen Lebenswandel führte, habe ihn deshalb niederge—
chossen. — Gestern hat nun die erste Sitzung stattgefun—
en. Der Verieibiger Dr. Werthauer-Berlin ist nicht er—
hienen. Die Oeßentlichkeit wird ausgeschlossen, die Presse
edoch zußgelassen. Den ersten Verhandlungstag füllt die
zernehmung des Angeklagten aus, der sich sür unschun
rilärt. Sein Verkehr mit dem getöteten Mathonet sei
rein freundschafteich gewesen. Die homosexuellen Bezieh—
ungen gibt er zu.
*Kreuznach, 6. Juli. (Jum Mord.) Das Er—
gebnis der Untersuchung in der Raubmordsache ist fol—
gjendes: Die von der hiesigen Polizei verhafteten vier Ar—
eiter sind säntt ich unschuldig. Abs Täter kommen ver—
nutlich zwei Handwerksburf en in Betracht, die am 23.
Inni um 10.27 Uhr vornürtags nach Bingerbrück gefah⸗
len sind, von denen aber bisher jede Spur fehlt. Der
ine kann 20 bis 22, der andere 17 bis 18 Jaähre alt sein.
* Frankfurt, 6. Juli. Tödlicher Ungtücks—
fall.) Im Parterre Stock des Hauses Oberweg 42 ist
der dort wohnende Tec-Importeur Emil Ochsenreuter tol
n der Küche aufgejunen worden. Die nahere Untermech—
ung ergab, daß der Kochgashahn ofsen staud. Vermutlich
iegt ein Unglücksfalt vor. Ochsenreuter lebt in geordne—
en Verhältnissen.
* Offenbach, 6. Juli. (Opfer des Berufes,)
deute früh gegen 1 Uhr bei Durchfahrt des Franffurt—
dünchener Schnellzugs Nr. 116 verunglückte an der Wald—
raßen-Uebersührung der Lokomotivführer Proetz aus
zrankfurt a. M. Er stieß mit dem Kopf gegen eine
Nauer, fiel wie lebros auf die Maschine zurück und starb
ald nachher.
* Metz, 6. Juli. (Soldaten aluls Erntear—
Reister.) Der kommandierende General des 16. Armee—
orps hat im Hinblick auf die Erntezeit die Regiments—
ommandeure angewiesen, zur Unterstützung der lothrin—
stischen Landwirte auf deren Anfordern soviel Leute zur
Aushilfe dei Erntearbeiten zu stellen, als es die dienst—
ichen Rücksichten zulassen. Den Soldaten sind neben gu—
er ausreichender Verpfleaung die ortsüblichen Löhne zu
rahlen

Ddie Fahrt „ZZeppelin 1nach Metz.
Unsere heutige Karte ermöglicht eine genaue Orien—
tierung über die insgesamt zurückgelegte Route bei der
deberfühtung des Reichsluftschisses „3. 1“ nach der neuen
Halle in Frescaty bei Metz. Der viertägige unsreiwillige
Aufenthalt bei Biberach beeinträchtigt die Gesamtleistung
einesfalls, es wurde dadurch im Gegenteil zur Eviden;
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— — ——
ewiesen, ou. Ae Zeppelinballons selbst beim größzten
Inwerter unter freiemn Himmel sich halten lassen. Daß
ie Hülle nicht wasserdicht ist, mußte halt bei dem erften
Zchiff mit in Kauf genommen werden. Die neueren Wyrgs
es ZeppelinBallons beseitigen auch diesen Mana»

Tolegramme.
Muünster a. St. 6. Juli. Ein 13 Jahre olter Knabe
lürzte von einem Kirschbaum herab und fiel durch die Spitze
ines Pfahles. Det Kopf des Knaben wurde duirchbohrt.
Der Tod trat sosort ein.
Lemberg, 6. Jul·. Fürft Sitanislaus Jaslonowski
at auf seiner Herischaft Bursciyn Se bstmord verübt, indem
ex sich eine Kugel in den Kopf schoß. Das Motio zum
Selbstmord ist unbekanni.
Hirschberg iSchl. 7. Juli. Zur Befchtigung der
Talsperre fuhren drei Ingenieure in einem Kahne, der durch
unvorsichtiges Bewegen seiner Insassen umschlug. Alle drei
ind eitrunten

Wien, 7. Juli. Aus Belgtad wird gemeldet, daß das
erbische Ministerium jetzt vollgüstige Bewtise in der Hant
jabe, das die „Verschwöcer Offtziere“, 68 an der Zabl, ge—
seime Versammlungen abgehalten haben, worin eine Aklion
gegen den früheren Kronprinzen, den jetzigen Peinzen Georg,
eingeleitet sei, um denselben unschädlich zu mochen. Der
driegsminister will rücksichtslos vorgehen und diese Oifiziere
nastrafeu und verabschieden. König Peter der bei seinem Re⸗
zierungsantritt sein Wort gegeben hat, diese Offiziere in der
Armee zu behbalten, wird seine Eingilligung zu dem Ent—
chlusse des Ministerinms geden.
Kiel, 7. Juli. Heute Vormiitag triffe der Kaiser hier
vieder ein. Ect wird um 10 Uhr ermartet. Bestimmte
neisepläne werden erst getroffer, wenn die innerpolitischen
Lerhältnisse wieder ruhiger geworden sind.
Kiel, 7. Juli. Bei riner Ex⸗tzierubung des Hannover⸗
chen Feldartillerie-Kegimenis Nr. 26 auf dem Truppen—
ibungsplatz am Lockstedter Lagenschlug ein Geschütz umwm.
kinem Artilleristen wurde dabet der Brustkasten eingedrückt,
odaß der Soldat sofoir tot war. Zvei andere haben mehr
ach Arm- und Beinbrüche davongetragen.
Berlin, 6. Juli. Reichskanzler Furst Bülow hatte
heute an die hier aus Anlaß der Besprechung über die Reichs-—
inanzrefotm anwesenden Minifter der Einzelstaaten und an
die Bevollmächtigten zum Bundesrat Einladangen zu einem
Diner ergehen lassen, um sich bei dieser Gelegerheit von
hnen zu verabschieden.
Berlin, 7. Juli. Die Staatssektetäre von Bethmann—
dollweg und Sydow haben gestern nackmitteg im Namen
ner verbündeten Regierun,en mit den Vertretern der Mehr—
eitsparteien tm Reichstage über das neue Steuerkompromiß—
ingehend verhandel‘. Die eirnzelztaatlichen Minister hatten
zor dieser Konfererz Besprechungen, in denen sie sich über
has Kmpromiß einigten. Die beiden Staatssektetäre haben
darauf mit den Mehrheitsparteien ebenfalls ein Ueb rein⸗
ommen erzielt, wenigstens ist dies in alen Hauptpunlten
eschehen. Einzelne geringere Fragen sind noch nicht ent—
chieden. Bestimmt weiß man bercits, daß der Bundesrat
ich dawit einverstanden erklären wird, wenn sür d'e geplante
Steuer auf Feuerdersicherungspolicen eine Talonsteuer treten
vird, aus der 20 Millionen einlommen ollen. Das baldige
Zustandekommen der ganzen Flnanzreform ist nunmehr ge—
ichert, da die gestrigen Verhandlungen die noch stre tigen
Punkte. ssweit sie wesentlicher Natur sind, beseitigt haben.
*Berlin, 7. Juli. Der „Berl. Lokalanz.“ meldet: Die
Führer der freisinnigen Fraktionsgemeinschast sind über—
eingekommen, daß gegen das Zustandekommen der Neichs—
sinanzreform Obstruktion nicht angewendeft
verden soll.
* Köln, 7. Juli. Der Korrespondent der „Köln. Ztg.“
in Tanger meldet: Von Fez erfahre ich aus sicherer
Quelle, daß das vielfach gemeldete, von mir aber als
unglaubwürdig nicht erwähnte Gerücht, nach welchem
Muley Hafid den gewaltsamen Tod seines Bruders
Muley Muhammed veranlaßt habe, falsch ist.
Muley Muhammed lebt nach wie vor in Gewahrsam im
Sultanspalaste. Daß der andere Bruder des Sultans
Muley el Kebir, dem Sultan seine völlige Un—
terwerfung angekündigt hat, bestätigt sich.
* Saßnitz, 7. Juli. König Gusta v von Schwe—
Renn ist mit drei schwedischen Kriegsschiffen hier einge—
roffen. Er machte dem Kaiser an Bord der „Hohen—
ollern“ einen Besuch, den der Kaiser alsbald auf dem
banzer „Oskar 2.“ erwiderte.
* New-York, 7. Kuli. Wie eine Depesche aus Ma⸗—
nilLa meldet, fand ein erbitterter Kampf zwischen einer
Eingeborenenbande und amerikanischen Truppen statt. Der
Häuptling der Moro Jiktri wurde getötet und die Bande
rufgerieben. Ein Amerikaner ist gefallen, 23 sind ver—
vundet

Bern, 6. Juli. Im Neuenburger Jura stürzten am
Montag zwei jange Mädchen aus einem Töchter-Institut über
iine hohe Felswand ab. Die eine starb infolge Schädel—⸗
dzruches alsbald, die andere kam mit leichteren Verletzungen
davon.
London, 6. Juli. Die Feier des Unabhängigkeitstages
in Amerika hat an Opfern 500 Verwundete und 60 Toie
zeforderi. Unter den Verwundeten befiudet sich auch Mr.
Langham, ein Enkel des verstorbenen Botschafters Sternberg
Es flog ihm eine zu früh abgebrannte Rakete an den Kopf
und verursachte eine Gehirnerschütterung. In Nemyork wurde
der Neffe des Vizepräsidenten Sheeman schwer verwundet.
San Sebastian, 6. Juli. Seit dem Beginn der Sai—
on wurden 111 Stierfechter vetwundet und 5 getötet. Die
Regierung beabsichtigt, ein strenges Reglewent einzuführen.
Am nächsten Sonntag findet in Bardelona eine Kundgebung
qatt, die die Aoschaffung der Stlergefechte fordern wird.
Algier, 7. Irli. Ein Telegramm meldet, daß Aindeilan
ind Umgegend von einem heftigen Erdbeben heimgesuch
vurde, wobei zꝛablriche Menschenleken zu bellagen sind.
Unserer heutigen Auflage liegt ein VProspekt der
dirma Marcus und Hammesfahr, Stahlwaren-Fabrik und
Bersandhaus. Waid-Solingen, bei.

— 53 —

Banbücher

7

nach gesetzlicher Vorschrift, wie sie jetzt über jeden Neubau
3d. Umbau bei Strafvermeidung geführt werden müssen,
mpfiehllt in 3 verschiedenen, gesetzl. geschützten Ausgaben,
Ausgabe A für 1 Vau ausreichend, in
Umschlag gehestet, kostet I Exemplar 1.50
Ausgabe B für 6 Bauten ausreichend,
in Halbleinen geb. Al. 7.-Ansgabe
 C für 12 Bauten ausreichend,
in Halbleder geb— . 13. -

4

—

Dle Expedition der Dndweiler Zeitung.
Gleichzeitig empfehlen wir das „Gesetz betr. die
Zicherung der Bauforderungen“ mit Erläuterung
und gntem Sachregister. Wichtig für Bauunternehmer,
Bauhandwerker aller Berufe und Bauageldgeber
(Kapitalisten).
Preis in Leinen gebunden A. 1.50.

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— ——
            
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