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antaenenn dam Wernet »aran ving,
don u eruen pe fencetrie nach Teutt:
Alulite itzen oart, die Betanundit as ru
Ater z mamern, bem r jent Ider auseitn
der eandte bericvete nach Pererehurg, tai—
cgrift den Veppeette ven edanten mit Grier
den vrtinder unter salshvern Ramen zunuchst
uα ι5” burg lommen. Leppich sollte aus einem an
.5 lenkbaren Luftschiff Feuerbräude auf das von den
u en verlassene Mostau herabwerfen, sobald die napo⸗
ciake Armee dort Quartier genommen hätte. Der deut⸗
e Jnagenieur baute wohl in der Nahe Moslaus einen
unon, der aber die Fähigkeit, sich in die Lüfte zu er—
eoen, nie erlangte. So rasch Alexander jemandem seine
unt zuwenden konnte, so schnell ließ er Leute fallen
die ihre Versprechen nicht einhalten konnten. Auch der um
uieche deutsche Lenktballonerfinder mußte das bald ver—
uren. Vor dem Zorn des Zaren floh er abermals, wh
raund Hostau auf natürlichem Wege in Brand gefetzt woß
u iit. Leppich blieb seit seiner Flucht aus Ruͤßlaud ver
Fokales.
Threuter. Heute, den 29. d. M., abends 8.30 Uhr
ngteem Baldes'schen Saale das überaus humorvolle Lustspiel
a Blitzmädel“ zur Aufführung. Dieses Lustspiel be—
3.hi den Spielplhen sämtlicher Bühnen und erzielte über—
ci wo es auch aufgeführt wurde, den größten Heiterkeitseyag.
Dec Besuch dieser Vorstellung sei daher allen Freur—
den det heiteren Muse bestens empfohlen.
Gaswerk. In der letzten Gemeinderots⸗-Sitzung wurde
dert Friedrich Wilhelm als Verwaliungsassistent für das
Nastaerk einftimmig gewählt.
Bom Kohlenmarkt. Aus Mannheim wird gemeldet:
4 at chwierigteiten halten in unveränbdertem Um'ange au—
dabei respektable Quantitäten in den Lagern am Oberrhein.
Indunriellen Etalllissements Süddeutschlands 3aben ihre Be⸗—
zuge wohl etwas verßarit, allein die Abrufügen errelchen
ange nach nicht den Durchschnitt, der den Anzebot auch autr
im encdernsten entspreche könnte. Kundschaft hat übrigens
den Borteil aus dem reichlichen Angebot. Einfahrfirmen
enrliscer Koblen bieten alles auf, um große Posten ihrer
Ware abzunoßen. Von Außenseitern werden heute angeboten
ont Tanne frei Waggon Zechen: Fettnußkohlen, Körnung 1
1425 diegl. Körnung 2 14,25, Fettnüsse, 6ünung 3 1375
Fetaunz, Körnung 4 12,75 M.
Die Kohlenarbeiterkrise in Süd⸗Wales und
Dretland. Während der kürzlich als hoffnungslos an—
Jenhene Lage in Schottland heute ein bedeutend freund—
lickeres Aussehen angenommen hat, hat in Sud-Wales die
Smriang sich sehr zugespizt. Am 17. d. M. kam die
lners Féderation of Greant Britain zu'ammen, um
noamals die Lage der Dinge und Vorschläge der Zechen
zu prufen. Am Montag und Dienstag trat die Friedens—
kamensen wieder zusammen, doch wurde eine Emigung
necu zuhlt, da die Zechen in den beiden Differenzvunkten
Siandenklausel und dem Doppelschichtsystem auf ihrer
Aeinrag bestanden. Sie verlangen einen best minten neun—⸗
ftünziner Acbeitstag, dem sich die Arbeiter widersetzen. Im—
nie atr zhandelt es sich nur um 52 resp. 50 Stunden im
Jabr. Beide Teile geben bereits einiges Eatgegenlkommer
und, And möß,licherweise wird man sich dahin einigen, daß
un neun Stunden gearbeiter wird, wenn gute Zeiten die
dotrunden rechtlertigen. Bleibt also nur noh die Frage
uüber die Unwendung der Doppelschichten. Die Zechen“ aet—
langen nicht, daß diese Schichten allgemein eingeführt wer—
den alien, führen aber mit Recht an, daß einige Werke
ohne Poppeischichten nicht bestehen können, und nur für solche
Weite wuünscht man Doppelschichten. Bei der Albeiterschaft
)errickt gegen diese jedoch ein stakker Widerwille und hier
iegt fast allein der Schwerpunkt der ganzen Krisis. Betde
Partelen haben gestern und heute untec ssich Versammlungen
abgehalten. Bei der Versammlung der Zechenbesitzer vurde
die Stellungnahme ihret Abgeordneten gebilligt und novmals
festgestellt, daß man hinsichtlich der 60 Stundenklausel
und der bedingten Doppelschichten nicht nachgeben werde.
Anderseits ftellie die Versammlung der Arneiterschaft fest, daß
man ein obigen Punkten kein Entgegenkommen zeigen könne,
und es wurde cine Generalversamulung für kommenden
Ptiuwoch einberusen, in der die Vordereitengen für einen
Ausstand getroffen werden sollen. Morgen wird die Frledens⸗
dommission jedoch wieder zusammenkommen und zwar in
Anme enheit bevollmächtiger Vertreter des Zentralverbandes.
Tie Lage ist heute insofern klar, als beide Parteien nun—
mehr wissen, wo und in welchen Punkten sie Ent zegenkom—
men zu erwarten haben. Während die Miners Fedération
zegen die 60 Stundenklausel ist, gibt der hi sige Fachoerband
hier etwas nach, wohingegen er gegen das Doppelschicht⸗
System ist. In hiesigen Gegenden glaubt man nicht an
rinen Streikt, hofft vielmehr, daß die Patteien in letzter
Stunde einen Ausweg fiaden werden. Mit dem Ahstunden—
tag bat die Arbeiterbewegung in Schottland, wie bereits
—D———
Verlengen des Zchenbesitzers, die Loͤne um 6 Pence auf
seinhalb Schilling herabzusetzen, zurluckzuführen. Die
Kürzung trifft über 80 000 Mann. Die kurz.ich abgebroche—
nen Verhandlungen sind inzwischen wieder aufgenommen
worden und beide Parteien baben morgen unchmals Gelegen—
zeit zur Aussprache Da bei den letzthin gezahlien Preisen
die besseren Werke wohl in der Lage sind, 6 Schilling Ar—
zeitslohn zu zahlen und da gerade diese in sehr engen Be—
lehungen zu der Eisenindustrie stehen, die na ürlich im
Falle eines Ausstandes seht ftark geschädigt werden würde.
o in bei der beiderseitigen versöhn iche« Stimmung die Ge—
fahr eineg Ausftandes sehr gering, wenn auch noch nicht ab—
gewendet
Aus VNah und Fern.
*Saarbrücken, 28. Juni. Am verflossenen Samstag
wurde in der Nähe von St. Arnual die Leiche eines jungen
Maͤbchens aus deir Saar gezoger. Seitens der Peltzei wurde
dieseibe als die 17 Jahre alte Gastwirtstochter Hentiette W.
aus Friedrichsthal ermittelt, die seit ettlichen Tazen vermißt
vurde. Ob ein Unfall oder ein Selbstmord vorliegt, weiß
nan nicht. Die Leiche wurde nach der hieügen Friedhofs—
halle gebracht. (Sbr. Volkez)
Saarbrücken, 26. Jani. Weger Unterschlagung im
Amte, unrichtiger Führung seines Posannahmebuches, Unter—
latung von Brieden und Drucksachen bezv. Unterdrudu⸗a
n Eiendungen sued: der frühere Landbenestaner uh.
Ddblienarberner Aoh. R. Jecots us Fescnen
urgezich, Essstad im garzen 11 Falle n dent
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n —ene zugeßeben, daß ee
nes wege ani die abschuftsge Bann geraten
ei, soadern weil er mit seinem bocht bescheinenen Salär
mit seiner Familie nicht auskommen konnte. Die Geschwore⸗
nen sprechen den Angeilagten schaldig, unter Besahung der
Frage nach mildernden Umstannden. Der Staaisanwalt he—
intragte ceine Gesngnit suse von 7 Wionaten. Uner Zu—
illigung mildernder Umftande im weiteflen Umfange erkeunnt
er Gerichtshof gegen Jacobs auf 6 Monate Gefängns.
Das Gericht kam zu der Ueberzeugung, daß Jacobs nur
dann Beträge an sich behielt, wenn er das Geld fär seinen
Zausstand, Frau und Kind dringlich benötigte. Von der
Mutter des Angeklagten wurde der Schaden erseßt; mithin
räat die Post krinen Verlust.
* Saarbrücken, 28. Juri Im städtischen Saalbau
vurde gestern abend die Generalversammlung des Gewerbe—
je reins chuistl. Bergarbeiler Deutschlands eröffnet. Der Ver—
band zätzltench 15jährigem Bestehen heute in 784 Ortoe—
zruppen 75000 Mitglieder. Nebrn seiner Agitation sür
»ssere Arbeitsbedingungen unterhält der Verband ausge—
dehnte Uatersthtzungseinrichtungrn. So hat er im letzten
Jahre an runden Summen gezahlt: Sterbeunterstützung
18000 Mk., Krankengeld 174 000 Mark uswp. Lel einec
Besamt-Einnahme von 1 715 394 M. und einer Ausgabe
»on 800 6544 M. besitzt der Verein ein Gesamtvermögen von
1200 000 M. Das Rechtsschutzwesen des Verbandes wurde
m Letzten Jahre von 28 000 Mitgliedern in Ansptuch ge—
rommen, die einen sofortigen finanziellen Erfolg von 132000
Ptart erzielten. Ueber die wirtschaftliche Lage im Berichis⸗
zhre spricht sich der Geschästsbericht ungünstig aus und
nimmt das Rheinisch-westfälische Kohlensyndilat in Schutz,
318 wegen seiner Absatz- und Vreispolitik oft zu Untecht
ꝛwgegriffen werde.
*Essen, 28. Juni. (gIm Fieberwah n.) Im Fie—
erwahn stürzte sich eine als typhuskrank ins Krankenhaus
ingelieferte Frau Henriette Poschen vor den Augen der
drankenschwestera aus dem Flurfenster in den Ho1 unß
var auf der Stelle sot.
EKobleugz, 28. Zuni. Aufgehobenes ur—
ei T), Das Reichsgericht hat das Todesurteil gegen den
Tageloöͤhner Knopp aus Boppard, das vom Schwurge
richt am 27. April gefällt war, aufgehoben. Ter
VBerurteilte war angeklagt, den Tod seines jüngsten Kin—
»es durch absichtliche Mißhandlung herbeigeführt zu haben.
*Kreuznach, 28. Jum. (Zum Raubmord.) Die
Obduktion der Leiche des Möhlig ergab gewaltsamen Tod
»urch Erdrosselung. Der verhastete Klose leugnet zwar
die Tat, gibt aber zu, mit dem Ermordeten zusammenge
roffen zu sein. Die Bahnwärterfrau wurde dem K. ge⸗
zenübergestellt und erkannte mit Bestimmeheit den Mann
n ihm wieder, der den Ermordeten in den Acker zerrte.
der geraubte Betrag beläuft sich auf 15 Mark. Klose ist
in sehr großer und starker Mann, den man allgemein für
inen harmlosen Menschen hielt. Außer Klose find noch
erhaftet der 20jährige Gelegenheitsarbeiter Bauer von
sier und der 183ährige Wilhelm Hevian. Letzterer hielt
ich versteckt und wollte mit dem Rad wieder flüchten.
* Mainz, 28. Juni. (Der Fall Racke.) Die Blät—
ermeldung, daß Josef Racke, der seinen Vater und drei
Schwestern tötete, dauernd der Irrenanstalt Alzey über—
viesen warden sei, ist unrichtug. Bekanntlich soll die
Alzeyer Irrenanstalt erst ein Obergutachten erstatten, das
ioch nicht vorliegt. Dann muß das Gericht darüber be—
schließen, ob das Verfahren einzustellen und Joseph Racke
aus der Haft zu entlassen sei. Endlich steht die Besug⸗
nis darüber, ob Racke dauernd einer Irrenanstalt über—
wiesen werden soll, dem Kreisamt zu.
* Hockenheim, 28. Juni⸗ (Wom Zuge über—
jahren.) Am Bahnübergang bei der Colmarer Straße
vurde der 70 Jahre alte Landwirt Jakob Fahlbusch beim
Jeberschreiten des Gleises von dem von Karlsruhe kom—
nenden DeZug ersaßt und auf der Stelle getötet.
* Nürnberg, 28. Juni. ( Mor d.) Heute früh nach
echs Uhr wurde in einem Kornacker an der westlichen Pe⸗
ipherie des Stadtgebieis unsern Altenberg die 21 Jahre
ilte ledige Bauerstochter Babette Zucker von Kleinreuth
bei Schweinau ermordet aufsgefunden. Das Mädchen waär—
durch einen Stich in die Brust getötet worden. Man ver—
mutet, daß ein abgängiger Dienstknecht von Kleinreuth
der Mörder sei.
* Landau, 28. Juni. Gom Blitz getötet.) Bei
einem Gewitter wurde ir. Gommersheim ein 16jähriger
sunger Mann, der am ofifenen Feniter saß. vom Büs
Jgetötet.
* Aus der Pfalz, 28. Juni. Gin Wasserfah—
rer.), Von Speyer fuhr der Postassistent Heinrich Stein—
eld mit seinem selbst konstruierten Wasserfahrrad auf dem
Rheine bis Bingen. Der Sportsmann hat auf zwei ei—
ernen Lu tbehältern ein fahrradähnliches Gestell konstru⸗
ert und sich durch Treten der in Verdindung mit einer
-Schraube stehenden Kurbel fortbewegt. Am Ende des
Fahrzeuges ist ein Lorbartiger Sitz angebracht, in dem
ꝛine zweite Person Platz findet.
Aus aller Welt.
* Der Mörder? Die Ermitcelungen der Kriminalpo—
izei wegen des Ueberfalles auf die Wißve Reschke aus
er Körnerstraße in Berlin scheinen jetzt zum Erfolg ge—
ührt zu haben. In Charlottenburg wurde ein Logis⸗
chwindler, der 20 Jahre alte aus Liegnitz stammende
rellner Hartrams festgenommen, der in höchstem Grade
des Raubanfalles verdächüg ist. Hartrams hat bereits
eingestanden, die fraglichen Postanweisungen geschrieben
u haben, behauptet aber, dies auf Veranlassung eines
zewissen Lippmann getan zu haben. Ein umfangreiches
Ermittelungsversahren gegen Lippmann wurde jebt in di—
Wege geleidet.
*Wuste Schlägerei. In der Nacht zum Sonntag
fand in Berlin vor dem Hause Steinstraße 4 eine große
Schlägerei statt, die den Auftauf von einigen Tausfend
Personen zur Folge hatte. Der Haupterzedent flüchtete
in das Haus, das darauf von der Menge gesturmt wor—⸗
den ist. Die Haustur wurde erbrochen und die Fenster
ingeichlagen. Die Menge holte den Erzedenten aus dem
Haufse heraus und lynchte ihn. Außerdem wurden noch
drei Personen durch Wiesserstiche und Steinwürie schwer
verletzt.
* Eine Feuersbrunst kam auf dem eisenbahnfiskali—
chen Terrain der Werkstatten-Inspektion 20 in Bertlin zum
lusbruch. Ter Reparaturschuppen der Inspektiön wuürde
ein Raub der Flammen. Nicht weniger als 24 Wagen,
darunter ein Speisewagen, verdvrannten. Die Entstehungs⸗
trsache des Feuers konnte noch nicht ermittel: werden.
*Gattenmord? NAus Paris wird gemeldet: In der
Vohnung des Professors Gervaisn vntany wurnde eine
aa—iütenig vergenonnien. Ban bat rund, anzusehbe
nen, daß Professor Gereais seine aun, die Lor cAAnder
eit Cestoreen iist. veristet Fat. Tet öcr aus uchinug
paroen zuch grote een enunden. Die Unter
n irt ant die Un narne au erze: it, unner deren
r te rett at. 2enun ercor
e 22 4 2 w 8 92 * * 73 288
ine gestorben, angebhieh dreer nerdangen er
Aderee int Ircetanse vadbem iie tichteden 3.
*Weelmanus Mißgefchick. Ein Blatt in Duzet! een
rithet aus Tröniss, eaAlnanns Ecpedittionsdampier Are
er sei von Dauetoe zurüegelchei und habe zwei Hiobs—
2seen gebracin. Varnach ist erssens ein Mann der Ueber⸗
vinterungserpedition, die das Ballonhaus beaufsichtigen
ollte, verunglückt; zweitens ist Wellmanns Ballonhaus
pollständig fortgeweht worden. Wellmann war gerade
ereit, von Tromsö aus mit dem norwegischen Spitzber—
gen⸗ Expeditionsdampfer „Fram“ abzureifen. Er war sehr
tiedergeschlagen und ließ seine Effekten an Laud bau—
jen. Er will zum Bau eines neuen Ballonhauses Ma—
erial kaufen. Da dies einige Zeit in Anspruch nehmen
ürfte, sind die Aussichten jür den diesjäbrigen Sitau
tark verrindgert
Telegramme.
Metz, 29. Juni. Zeppelin 1J ist iß Mittelbiberach bereits
zelandet, sodaß die Ankunst in Metz ror heute abend nicht
qu erwarten ist. — Die Landung ist heute früh 4 Uhr etwa
iinen halben Kalometer von Biberach ecfolgt. Die Ursache
er Landung ist in einer totalen Durchnässung des Ballons
u fuchen, der in einen wolkenbruchartigen Regen geriet
Zobald der Ballon etwas angetrocknet ist, wird die Weiterahrt
erfolgen. Es regnet weiter.
Metz. 17. Juni. Die Herstellung der Straßburger
Militärluftschiffrha:e am Exerzierplatz Poligon wurde vom
triegsministerium einer Saarbrücker Bruckenbaufirma üher—
rager. —
Friedrichshasen, 28. Juni. Kaiser Frarz Jofsf trifft
am 30. August in Bregenz zur Tetlname an der Jahr⸗
zundertfeier ein und wird 2 Tage dort verweilen. Graf
Zppelin hat jetzt an den Festausschuß die Mitteilung ge·
angen lassen, daß es ihm zum Stolz und zur Freude zge⸗
eichen werde, dem Kaiser sein Luftschiff in Bregenz vor—
ühren zu dürfen,
Efssen, 28. Juni. Im Fieberwahn stürzte fich eine als
yphuskrank ins Krankenhaus eingelieferte Frau Hendiette
Poschen vor den Augen der Krankenschwestern aus dem Flur⸗
enster in den Hof und war auf der Sielle vöt,
Berlin, 28. Juni. Nach dem Böcsen-Kutier sollen als
neue Steuern geplant sein Dividendensteuer von 2 Prozent
Effektenstempels im Sinne des konservativen Antrages, eine
Thecksteuer, die aber geringer sein ioll, als die Konfervativen
'orderten und endlich eine kleine Kotierungsaebühr
* Breslau, 29. Juni. Kardinal Koppys Genesung
at so gute Fortschritte gemacht, daß er die Leitung der
diözesangeschäfte wieder aufnehmen und demnächst nach
einer Sommerresidenz Schloß Johannesberg ühbersiedeln
vird.
*Breslau, 29. Juni. Eine Versammlung der Berg
arbeiter der fuͤrstlich Pleßschen Bradegrube in Ober—
schlesien beschloß, nachdem die Schichtlöhne um 70 Pig.
erhöht worden, die Arbeit wieder aufzunehmen.
*Prag, 29. Juni. Nach den Meldungen eines hie—
igen Blattes hat Fürst Mat Egon von Fürstenberg den
Befehl erteilt, auf seinem Schloß bei Puerglitz alle Vor—
bereitungen zun Empfang des deutschen Kaisers zu rref⸗
fen, der am nächsten Sonntag dort eintrefsen wird. um
an den Jagden teilzunehmen.
* Prag, 29. Juni. Nach dem „Prager Tagblatt“ wird
König Eduard von England' am“? 15. oder 16. Au—
gust bestimmt in Marienbad eintressen. Im Hotel „Wei⸗
mar“ seien die Wohnräume für den König vom 15. Au—
gust an reserviert; auch der Botichafter Goschen
habe bereits Zimmer beftellt.
*Budapest, 29. Juni. Lukaes ist nach den Audienzen
in Wien hierher zurückgekehrt. Er verhandelt mit Kos⸗—
uth wegen Bildung eines Kabinelts. Kofssuth und Jusih
verden vielleicht schon heute vom Kaiser in Audienz em—
fangen werden. In politischen Kreisen bezweifelte man
das Gelingen der Missfion Lukacs und glaubt an das
Zustandekommen eines außerporlamentativen Ministo
iums.
* Petersburg, 29. Juni. Der Vorsitzende der Mos—
auer Gesellschaft zur Förderung der Landwirtschaft Fürst
ʒchicherbatow reichte ein Konzessionsgesuch zur Herstellung
ines schiffbaren Verbindungskangals zwischen Wolga und
don ein. Die Kosten würden üch auf 186 Milliouen Ria
el beziffern.
* New-York, 29. Juni. In Pittsburg streiken 3000
ztraßenbahner. Der Verkehr ist lahmgelegt. — Nach ei
ier Meldung des „Herald“ aus Honglong boykottieren
VO chinesische Kaufleute die Pacifie Mail SeS. C., weil
zinesische Passagiere über die Behandlung auf den Schif.
en dieser Gesellschaft klaaten.
Wien, 28. Juni. Der Nenen Freien Presse wird von
naßgebender Seite aus Berlin telegrahpirt, daß Fürst Bülow
nunmehr unter allen Umständen von seinem Posten als
Reichskanzler scheiden wird.
Teient, 24. Juni. Die hiesigeyn Lehrer haben an der
Fronleichnameprozession nicht teilgenommen, wobei sie erllär—
en, daß es ihnen insolge der verweigerten Gehalis aufbesserung
nicht möglich sei, sich sestliche Kkeider zu beschaffen.
Paris, 26. Juni. Die Republik meldet aus Madrid,
daß nach dem jungften Erdbeben bei Teneriffa ein neuer Kta—
ter entftandan ist
VLondon, 29. Jun. Daily Chronicle meldet, daß die
Zrisis unter den Grubenarbeitern, falls sie am 1. Jali aus-»rechen
wird, insgesamt die Arbeilseinfiellung von 900 000
Arbeitern fein wird.
London, 28. Inni. Moring Post hat eine Nalional⸗
Substtiorion eröffnet, deren Ertrog dazu dienen soll, England
ein lenkvares Luftschiff vom modernsten Typ zum Gesgenke
anzubieten. Die dazu neiwendige Geldsumme wiro auf
100 000 Mark geschaͤtzt. Die Sache wird mit großer Be—
deiftetung aufgenommen. Die Sammlung betrkat hereits
36 9000 Mor⸗
5367
16617
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Qrangestern teinh
Blaustern Seern⸗
Rotstern — n
Bipletsernswollen
rünitern dubeite
hraunstern Eecasum
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