Full text : Dudweiler Zeitung (22.1909)

and, Mitteilung. Ale Derscbwbrer beschlossen, dieses An—
erbieten des Kerics zur dzuweisen und den Kampf ge—
zen den Prinzen Gorg fortzuseben.
Türkei.
* „Daily Erpreß“ meldet: Mohamed 5. werde im
Herbst eine GuUropareise antreten und Ende Septem—
her London besuchen.
* In Konstantinche: zirkulieren Gerüchte, die Pforte
zeabsichtige Verhandla en zwecks Abschlusses einer Han—
dels-Konvention zwiscen der Türkei, Deutsch—
an d und Oesterrech einzuleiten.
Amerika.
*Franbkre ich schloß sich den englischen Vorstellun—
gen gegen Amerikas Anspruch auf Beteiligung an der chi—
nesischen Anleihe an. Die Presse heot allgemeit
Deutschlands kluge und freundichafteiche -Haltuno
hervor

Hof und Gesellschaft.
** Der Senior der Berliner Stadtverordneten und Eh—
renbürger der Reichshauptstadt, Dr. Paul Langer—
hans, ist von neuem schwer erkrankt. Sein Besinden
hat sich derart verschlechtert, daß er sich einer Operation
unterziehen mußte. Dr. Langerhans liegt ohne Bewußt—
sein darnieder. Es wurden ihm Morphium-GEin pritzungen
verabreicht.
Nach einer neuerlichen Meldung ist der langiährige
frühere Stadtverordnete und freisinnige Parlamentarier Dr.
Paul Langerhans Montaa mirtaa im 90. Lebens—
fsahre gestorhen

———
Die kretische Frage.
Zwischen den vier Schußmächten ist immer
noch keine Einizung über die für FRreta zu treffender
Maßnahmen erztelt. Während England und Ruß
land entschlossen sind, ihre Truppen zurückzuziehen, er
wägen Frankreich und Jtalien, ob die augen
blickliche Lage der Türkei die Ausführung dieses Beschlus
ses rät!ich erscheinen lasse, dessen Fassung ohne Rücksich
auf die heutigen Umstände mehr als ein Jahr zurückliegt.
Jedenfalls sind die vier Schutzmächte darüber einig, daf
die Souveränität der Türkei respettiert und etwas gesche—
hen müsse, damit ihr Symbol in der Sudabai, die tür—
kische Flagge, die übrigens, um den Unbilben des Wet—
ters stand zu halten, aus Metall hergestellt ist, von den
Kretern nicht herabgeholt werde. Die Pforte stützt sich den
Schutzmächten gegenüber auf ein wich iges Argument. Diese
haben sich nämlich 1898 durch eine Note verpflichtet, salls
die Türkei ihre Truppen aus Kreta zurückzieht, die tür—
kische Oberhoheit über die Insel zu verbürgen.
Die Meldungen türkischer Blätter, daß die griechische
Regierung bei den Großmächten Vorstellungen wezen der
türkischen Kriegsrüstungen erhoben habe, werden offiziell
als unbegaründet bezeichnet.

Wermischtes.
Von der Frankfurter Luftschiffahrts-Ausstellung
Zu den interessantesten Teilen der Frantfurter Ausstellung
wird stets das Flugfeld mit der Zeppe inhalle gehören.
Durch zwei Viadukte, über die Eisenbahngeleise und
Straßen führen, kommt man vom Ausstel ungsplatz, wo
alles noch im Stadium der Entwicklung ist, auf das Flug
feld, einen gewaltigen Platz, der von Osten nach Wester.
die stattliche Länge von 940 Metern hat, während die
größte Breite etwa 700 Meter beträgt. Es ist der einzige
derartige freie Platz im Weichbild Frankfurts überhaupt,
nach der Ausstellung wird seine Bebauung nmicht mehr sehr
lange auf sich warten lassen. Im Süden begrenzen die
Geleise des Güterbahnhofes das Flugfeld. Hier werden
die Tribünen für die wohlhabenderen Besucher des Platzes
erbaut während auf der nördlichen Seite, wo Privat
grundstücke die Grenze bilden, die billigen Plätze ange
ordnet sind. Im Osten grenzt der Platz an die Geleise
der Main-Weser und Homburger Eisenbahn, während er
im Westen vom Rebstöcker- und Biegwald eingefaßt ist
Hier am Waldrande erhebt sich die Zeppelinhalle, d. h
ie ist im Begriff, sich zu erheben und soll in sechs Wo—
chen fertig sein. Die Halle ist vor starren Winden ge—
schützt, auch ist genügend freies Gelände vorhanden, um
die Landung und den Aufstieg des Zeppelinballons ohne
Gefahr möglich zu machen. Die Zufahrtsstraßen zum
Platz kommen von Norden. Sie sind im Bau begriffen
und kosten die Stadt Frankfurt ein hübsches Sümmchen
Auf dem nördlichen Teil des Platzes liegt der Abflug—
hügel. Er ist etwa zwei Meter hoch. Dort hinauf wird
der Flugapparat geschafft, sein Lenker besteigt ihn und
gleitet den Hügel hinab bis zur Terrainhöhe und dann
weiter etwa drei Meter tiefer bis auf den Flugplatz. Der
Hügel ist indessen mir für Gleitflieger notwendig, die an—
deren Flugapparate, wie z. B. die französischen, sitzen au
einem RaduntercKstell und müisen einen gewaltigen An—

—
„Durchaus nicht unmöglich, sogar nicht einmal sehr
unwahrscheinlich,“ bemerkte Mr. Kirby trocken. „Die Per—
hon, die fähig ist, ein Papier dieser Art zu unterschlagen,
um es für ihre eigenen Zwecke zu mißbrauchen, kann eben—
lo gut fähig sein, ein solches Papier zu fälschen. Wenn
wir diese Wahrscheinlichkeit auch außer Betracht lassen und
annehmen, daß das Dokument echt ist, so müssen Sie im—
mer bedenken, daß es durchaus gesetzwidrig und unvollsrändig
 ist.“
„So unvollständig es auch sein mag,“ sagte Irma,
„so ist es für mich eine Kundgebung von Mr. Darracotes
letzten Wünschen.“
Darauf komme ich beim zweiten Punkt,“ fuhr Mr.
Kirby fort. „Es war ein sterbender Mann, mit all' seinen
Schwächen, der dies PVapier schrieb. Es kann deshalb nicht
als Ausdrud seitter tatsächlichen Wünsche angenommen wer—
den. Ich, der ich ihn gut kannte, und kein Interesse an
der Sache habe, versichere Sie, daß nichts weiter von sei—
nen Wünschen entfernt war, als daß sein Vermögen dazu
dienen sollte, Betrügerei zu belohnen.“
„Aber von Betrügerei kann keine Rede sein. Er er—
kannte die Beweise über des Kindes Herkunft an.“
„Lassen Sie mich Ihnen wiederum ins Gedächtnis
zurücktufen, daß er nicht mehr imstande war, klar über
solchen Beweis zu urteilen. Er erkannte an, was er jeden⸗
falls zu anderer Zeit zurückgewiesen haben würde. Denn
der Beweis ist nicht genügend. Davon habe ich mich über—
zeuat.
„Mit dem Beweis als Beweis will ich nichts zu tun
haben.“ entgegnete Irma. „Es genügt mir, daß Mr. Dar⸗
racote ihn anerkannt hat; und daß, wenn er noch Zeit ge⸗
habt hätte, das Papier in vollkommenster Weise ausge⸗
sertigt und unterzeichnet worden wäre. Da ich davon fest
überzeugt bin, bleibt mir nichts anderes übrig, als seine
Wünsche zu erfüllen, gleichviel ob er Grund oder nicht
dazu hatte. Es waren seine Wünsche, und as genügt.“
„Aber Sie müssen bedenken —“. begann Mr. Kirby,
AG fsie ihn unterbrach

auf nehmen, eye sie uch erheben tonnen. Ste starten auf
em tiefer gelegenen Flugfeld, dessen Boden soeben noch
ntsprechend vorbereitet wird, denn die Apparote müssen
ine Geschwindigkeit von etwa 70 Kilomet in der Stunde
rreichen. hevor ti, flienen fönnen

*2 25 —X *
Tie größten Ströme der Erde.
Eine interessante Zusammenstellung gibt unsere heu—
tige Statistik, in welcher die größten Ströme der Erde in
ntsprechenden Größenverhältnissen aufgeführt sind. An der
Spihe steht der Missouri-Mississippi in Nordamerika, der
eine Lünge von 6748 Kisometer hat; zum Vergleich sei
ingeführt, daß die werke —iazhera-Kasel „nue“ »irk—

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221

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—XXx

—

200 Kilometer lang ist. Die zweite Stelle nimmt der
lte Nil ein. Es folgen dann, von nur einigen Ausnah—
nen unterbrochen, die asiatischen Riesenströme. Erst an
4. Stelle kommt Europas größter Fluß, die Wolga, ar
9. Stelle die Donau, mit einer Länge von 3218 Kilo—
neter. Der Rhein ist nur 1225 Kilometer lang.

— — — —— — —
Deutscher Veichstag.
Mittag 1 Uhr. Berlin, 21. Juni.
(266. Sitzung.)
Auf der Tagesordnung steht die zweite Beratung der
Kommissionsbeschlüsse
ur Reichsfinanzreform
In der Weiterberatung der Kotierungssteuer wird
ortgefahren.
Abg. Rösicke (Bd. der Lw.) tritt für die Kotier—
ungssteuer ein und bedauert die ablehnende Haltung der
segierung. Die Erbanfallsteuer sei keine gerechte Besitz—
teuer, falls sie auf Deszendenten und Ehegatten zur An
vendung kommen soll. Den großen Wert der Börse er—
enne er und seine Freunde im Einklang mit dem Fi—
tanzminister durchaus an. Der gewerbliche Mittelstand
vird von der RKotierungssteuer nicht berührt, während
ies bei der Erbaufallsteuer der Fall sei. Es sei also
nicht Steuerscheu, die die Konservativen bestimme, diese
Steuer zu bekämpfen.
Die Sitzung dauert fort.
Wegen Gewitters war der Reichs“og auf telephoni—
chem Wege nicht zu erhalten. Den Saluß werden wir
n der nächsten Ausaabe veröfjfentlichen

Aus aller Welt.
* Ertrunken. Ein mit vier Personen, zwei Herren
uind zwei Damen besetztes Ruderboot kenterte in der Nähe
des Restaurants Rübezahl in Berlin auf dem Müggelsee
ind die Insassen stürzten ins Wasser. Während drei von
Mmen gerettet werden konnten, fand eins der Mädchen
en Tod durch Ertrinken.
*Zwei schwere Verbrechen wurden in Berlin ver
übt. In dem einen Falle feuerte der Schneider Rudol

„Seien Sie so gut und sparen Sie jedes weitere
Wort über die Sache. Vielleicht bin ich eigensmnig, aber
ich weiß genau, was ich zu tun habe. Nichts kann mick
»ewegen, Mr. Darracotes Vermögen zu behalten. Des⸗
salb möchte ich Sie bitten, alles vorzubereiten, wvas not⸗
vendig ist, um alles, was ich erbte, an Lilyh Vidal ab—
reten zu können.“ 4 — DD ————
Es gibt nichts Unvernünstigeres und Törichteres!
Verzeihen Sie die Worte!“ rief Mr. Kirby. „Selbst wenn
zer Beweis über des Kindes Herkunft genügte, so wäre
ine Teilung des Vermögens das höchste, was man von
Ihnen verlangen könnte.“
„Welches Recht hätte ich, etwas von Mr. Darcaeotes
Beld zurückzubehalten, angesichts eines solchen Testamen⸗
es, in dem er sein ganzes Vermögen einer anderen ver⸗
nacht, ob die audere nun seine Enkelin ist oder nicht ?
ragte sie verächtlich.
„Aber dies Testament ist unvollständig,“ wiederholte
Dr. Kirby.
Welchen Unterschied macht das aus?“ entgegnete das
Nädchen. „Wenn wir einmal zugeben, daß es echt ist, —
ind selbst Sie, glaube ich, zweifeln nicht daran — waa
tegt dann an gesetzlicher Gültigkeit?“
Ihr Ton verriet bei diesen Worten eine große Unge⸗
duld. Es schien, als ob ihre Selbstbeherrschung ste ver
'assen wollte. Aber nach einer Pause suhr sie sreumdlicha
voct:
Ich glaube, ich müßte dankbar für das Interesse sem
zas Sie meiner Sache entgegenbringen. Aber wenn Sa
aur einsehen möchten, daß mir an dem Gelde nichts kiegt,
zaß ich kein Opfer bringe, wenn ich es abtrete! Es is
nicht mein Verdienst, daß ich gelernt babe. dewn Reichtum
einen Wert beizulegen, der so unerwartet über mich kam,
ind der mir kein Glück, sondern nur Ungluück gebracht hat,
odaß ich ihn jetzt mit Freuden von mir werfe. Deshalb
emitleiden Sie mich nicht und versuchen Sie nicht, mich
on meinem Vorsatz abzubringen.“
Wenn.“ sagte der Rechtsanwalt hewegt, „ich Sie nicht

knoblauch in angetrunreneu Zustande in seiner Woßnug
amder Jüdenstraße drei Schüsse auf seinen Bruder ab und
zerletzte ihn so schwer, daß an seinem Aufkommen ge—
weifert wird. Der Täter wurde verhaftet. — In dem
inderen Falle verübte der Schneider Albert Wilhelm in
»er PYorkstraße einen Mordversuch an der Tochter einer
in demselben Hause wohnenden Konditorei-Juhaberin, die
edoch mit geringen Verletzungen danon kam Wilhelm
wurde verhastet.
*Berlinfahrt Zeppelins. Graf Zeppelins Lustfahrt
nach Berlin, zu der bekanntlich der Kaiser die Anregung
Jab, ist für den 26. August in Aussicht genommen.
* Gin schweres Unglück ereignete sich in dem Lokal
Drankesee in Hohenschönhausen. Zwei Damen vergnügten
ich auf der Rutschbahn. Dabei entgleisten die Wagen
und die Damen stürzten heraus. Bei dem Fall zog sich
eine Dame schwere innere Verletzungen z2u und wurde
iach dem Krankenhause gebracht.
* Autonnfall. Sonntag Mittag stieß ein mit z3wei
Lhauffeuren besetztes Automobil in der Nähe des Dorfes
Preußnitz bei Pelzig gegen einen Baum. Das Automo—⸗
bil wurde zertrümmert. Der Chauffeur Hilbron wurde
mit zerschmettertem Schädel unter den Trümmern hervor
gezogen, während der Chausfseur Voiat schwere Verletzingen
 er itt.
* Typhus- Epidemie. Die Zahl der Typhus-Erkrank—
ungen in Altwasser ist bis Montag auf 312 gestiegen.
Sieben Fälle verliefen tödlich. Vereinzelte Typhus-Er—
cranlungen sind auch in der Umgegend von Altwasser vor—
zekommen.
*Llus Eifersucht schoß in Halle der Schmiedegeselle
Bottcher auf zwei Dienstmädchen mit dem Revolver. Die
Mädchen sprangen in ihrer Angst aus dem Fenster ihrer
Kammer und wurden durch den Sturz lebensgefährlichk
verletzt. Böttcher erschoß sich dann selbst
Schwere Unglücsfeäne. IAm Heizraume des im Ha—
en oor Kiel liegenden taea Sronz Adaldert“ platzte
eine Stopfbiüchse. Durch den ausströmenden Dampf is
in Heizer sosort geötet und ein Maschinist lebensgefähr—
ich verletzt. — In Paris wurde eine Arbeiterin von ei—
iem Straßenbahnwagen ersaßt und kam unter die Rä—
»er. Dabei wurde ein dreisähriges Kind, das sie auf
zem Arme trug, in zwei Stücke zerschnstten. Die schwe—
erlotzte Arbeiterin kam ins Lagarett.
* Feuersbrunst. Eine Feuersbrunst in Toulon zer—
törte die Kopfergießerei der Firma Bonisson. Der Scha—
»en soll über eine halbe Aitlion Franks betraßen. Meh—
ere Personen wurden vorlettzt, worunter zwei schwer.
* Eisenbahnung!sück. Infolge falscher Weichenste lung
ieß auf der Station Pisti (Ungarn) ein aus Karlsburg
ommender gemischter Zug auf eine Reservemaschine. 10
züterwagen wurden zertrümmert. zwei Gisenbahnbeamte
erletzt.
* Verhaftung eines Frauenstechers. Der Frauen—
nesserstecher, der seit einigen Tagen die Bevelkerung in
ziverpool in große Aufregung versetzt hatte, wurde dort
uf frischer Tat verhaftet. Er aibt an. Rudolf Vogt aus
zerlin zu sein.
* Schiffszusammenstoßßz. Der englische Kreu—
er „Sappho“ ist insolge eines Zusammenstoßes
m Nebel mit einem Un bekannten Dampfer
zuerab vvn Dungenesß, wie vermutet wird, gesun—
een. Von den Rettungsbooten des Dampfers sind im
2daufe der Nacht 200 Nann der Besatzung des Kriegs—
chisses in Lydd gelandet. Man glaubt, daß Menschenle—
»en nicht zu belagen sind. — Nach weiteren Meidaingen
ius Dover ist der Kreuzer „Sappho“ im Hafen au—
Brund gesetzzt worden, nachdem er mit größter
Nühe mit Hilfe von Kolsisionsmatten und angestrengtem
ßumpen bis dahin flottgehalten worden war. Der Damp—
er, mit dem das Kriegsschiff bei Dungeneß in dichtem
debel zusammenstieß, heißt, wie gemeldet wird, zufällig
uch „Sappho“ und gehört der Wilsonlinie. — Nach einer
Neldung des Kapitäns des Dampfers „Sappho“ der Wil—
on⸗Linie nahm letzterer bei dem Zusammenstoß mit dem
reuzer „Sappho“ keinen nennenswerten Schaden, so
daß er die Reise nach dem Mittelmeer fortsetzen kann.
* Ein Postzug von Madras ist nach einer Meldung
rus Calcutta zwischen Minzur und Ennore verundlüiekt
5 Eingeborene kamen um.
* Zu religiösen Krawallen kam es in Liverpool, wo
rotestantische Iren eine katholische Prozession durch die
ztraßen zu verhindern suchten. Die Kundgeber versuchten
biederholt Wohnhäuser in Brand zu stecken und warfen
berall, wo wegen der Prozeision Fahnen aushingen, die
zenster ein. Die einschreitende Polizei wurde mit Stein
oürfen empfangen. Bei den Zusammenstößen wurden
ahlreiche Personen verletzt und viele Verhaftungen vor
enommen.
* Erdbeben. Auf den kanarischen Inseln wurde ein
eftiger Erdstoß verspürt, der in der Stadt Icot eine
zroße Panik hervorrief. Das Rathaus und die Zivil—
garde-Kaserne wurden stark beichedigt. Nachrichten über
den Verlust von Mens —n noch

EIIIEEEEEEEEEEEECEEXEEEe,—,—eee —, ————— —
berzeugen rann, daß sie eine salsche Auffassung von de
Zache haben und daß Sie nicht verpflichtet sind. in so voll
tändiger Weise zu entsagen —“
„Nein,“ umterbrach sie ihn, „Sie können mich nich
berzeugen. Denn diese Erbschaft gehört entweder mir oder
dild Vidal — ich spreche von moralischem, nicht von ge
etzuichem Standpunkte aus; wenn sie also ihr gehört, ge
ört fie ihr vollständig. Ich habe kein Recht, auch nuk
ien Dollar davon zurückzubehalten. Tun Sie deshalb, wo⸗
um ich Sie gebeten habe, und tun Sie es schnell. bant
ch meine Ruhe wiedererlange.“
Die letzten Worte waren von einem flehenden Blid
egleitet, aber Mr. Kirby antwortete nicht sofort. Er über—
egte in Wahrheit, wie er am besten in der Sache handelr
önnte. Er erkannte klar, daß keine Hoffnung vorhander
var, Irma von ihrem Entschluß abzubringen. Aber nach
ugeben, das enorme Darracote-Vermögen einem Kinde ab
utreten, das er nur für ein Werkzeug von Betrügern hielt
har mehr, als er ertragen konnte. Aber wie konnte das
erhindert werden? Wenn er seine Dienste verweigerte,
onnte Irma leicht genug andere Rechtsanwälte finden, die
ach ihrem Willen handelten, und es gab keinen, der ge—
iug Macht und Einfluß über sie besaß, um auf sie ein—
virklen zu können. Das Einzige, was übrig blieb, war ab—
uwarten, zu zögern, zu hoffen, daß sich irgend etwas Un—
vorhergesehenes ereignen möge, wodurch sie von ibhren
Entschluß abgebracht würde.
„Wenn Sie darauf bestehen,“ sagte er endlich langsam,
muß ich, wenn auch mit großem Widerstreben, tun, was
Zie verlangen; aber darf ich Ihnen den Rat geben, sich
richt zu übereilen? Ich erwarte jeden Tag die Ankunf
»es Agenten, der in Australien war. Willigen Sie wenig—
tens ein, so lange zu warten, bis er hier ist, damit wir
jören können, welche Nachrichten er uns bringt.“
Irma runzelte leicht die Stirn. Der Gedanke aun Auf
scchub war ihr unerträglich. Sie war von fieberhaften
Angeduld und konnte den Tag nicht erwarten, an dem ß
die Bürde niederlegen konnte und frei war — fsr⸗
            
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