Full text : Dudweiler Zeitung

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Rittwoch. 9. Juni 08

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hedaktion. Druck und Verlag von J. Unterkeller, Dudweiler.

⸗ 6 2
Zur Taquug des Ilottenvereins.
Das deutsche Bolt hat sech erst in die Erkennemis ein—
ieben müssen, daß seine grenine Errungenschaft, das
nationale Reich, noch viel mehr Orfer zu seiner Wanr—
ung und Betätigung fordert, ais zu seiner Ertämpsung
aufgewandt werden mußten. Zu Len drohenden Fein—
oen, denen es abgerungen worden ib, n die Neider sei—
ner machtpolicischen und wirischaftlichen ckelung und
dielenigen hinzugekommen, die sich von ue acht und
den auf sie gestützten Rlänen gefährdet g aucen, coder de—
nen jene bei ihren eigenen Plänen im Wege stet. Wir
können nicht mehr auf das moralische Prestige verirauen,
das unsere Einheit und die Rraftgröße, die sie begründet,
uns unter der Oshut eines staatsmännischen Titañen ge—
schaffen hat. Unser moralisches Gewicht kann heute nur
noch aufrecht erhalten werden, wenn gemäß den zuwach⸗
senden gegnerischen Stimmungen und Machtverhältmissen
ununterbrochen an der Fortbicdung und Stärkung der
realen Kräfte gearbeitet wird, die im Völkergegeneinander
den schließtlichen Ausschlaz geben. Wir können hossen, daß
es diplomatischem Geschick gelingen möge, uns durch die
uns umdrohenden Gesahren hindurch zu lavieren, aber
die Grundlage unserer Sicherheit und der Friedensverbür
gung muß die Wehrrüstung sein, die wir dem machtbe⸗
wußten Gegner entgegenzusetzen haben. Die Einsicht des—
sen lebt deute im Bewußtsein mehr oder weniger der gan—
zen Nation. Und in Bezug auf die Flotte haben in den
letzten Jahren nicht am wenigsten die Bedrohungen auf⸗
lärend über den Wert realer Machtmittel gewirkt. die uns
täglich von England herüberwinken.
Wer möchte heute noch dem Worte des Kaisers wi⸗
dersprechen: „Bitter not iut uns eine starke Flotter“ —
Es ist ja wohl nicht zu glauben, daß aus den englischen
Drohungen Ernst werde, aber wir sind am sichersten da—
vor, wenn der Angriff auf uns ein Wagnis ift. „Gerü—
stet sein, ist alses.“ Richt zum Angriff sorl uns die starke
Floite dienen, sondern zur Abwehr. Auch im Binnen—
lande ist man heute schon für Flottenforderungen in die—
sem Sinne williger als vordem, und vollends vermag
man in den Küstengebieten sich ihnen nicht zu versagen,
wo man die furchtbaren Verlustgefabren zu ermessen im—
stande ist, die unserem Handel und unserer Schiftahrt er—
wachsen muüssen, wenn eine feindliche Flotte unsete Aus—
zänge zur See und unsere Häfen beherrscht. Es mag dem
Flottenvereine das Verdienst zugestanden werden, der Er—
kenntnis des Wertes eines starren Wehrapparates zur See
in Binnendeutschand die Wege geebnet zu haben, und wir
hätten frendig für ihn eintreten können, wenn er in sei⸗
ner bisherigen Wirksamkeit sich darauf beschränt —
den Anschauungen der verantwortlichen Stellen über die
Erfordernisse als Verkünder und Verteidiger zu dienen.
Er hat sich aber angemaßt, als Führer der verantwortii—
hen Stellen bei der Festsetzung der Bedürsnisse zu agie—
cen, die amtlichen Anschläge derselben weit zu überdie—
len und der Nation Forderungen aufnötigen zu wollen,
die weder sachlich notwendig, noch finanziell der gegen
wärtigen Leistungsfähigkeit des Reiches angepaßt waren.
Als Träger eines kriegsfreudigen Flottenchauvinismus
konnten uns der Flottenverein und seine Werbearbeit-gar
nicht sympathisch sein, als Werber für die aus der wirt—
lichen politischen Lage und der Lage unserer Mittel im
Bewußtsein der Verantwortlichkeit gewonnenen Bedarfs—
auffassungen des Marineamts und der ganzen Regierung
vegrüßen wir ihn anläßlich seiner Hauptwwersammlung in
Kiel gern.
Der Wandel har sich im vorigen Jahre vollzogen und
er gibt sich auch in den Programmen und Reden des
Kieler Tages deutlich zu erkennen:
»Wir stellten ein Programm auf .. .... und wir
stellten uns dabei ganz auf den Boden des Flottengesetzes
53Wir bauen unsere Flotte gegen keinen bestimm⸗
ten Gegner, sondern als ein Mittel zur Selbsterhaltung,
wie auch das Ausland anerkannt hat. Wir wollen mit
allen Külturländern im besten Einvernehmen leben. Wir
verden uns aber durch keine Drohungen beirren Gaifen

Ansere dichtschnur ijt und bleibt die Durchsuhrung des
Flottengesetzes.“ So sprach der Vorsitzende des Flotten—
hereins, Großadmiral szröster, und dieselben Versicherungen
Jab wiederhorr Kontreadmiral Weber in seiner Entwicke
ung des Programms. Das ist eine andere Sprache, als
vir sie jäahrelang in den Verhandlungen des Vereins
zu hören gewöhnt gewesen sind, in denen das Flottenge—
etz regelmäßig als durchaus ungenügend gekennzeichnet
and ein weit über dieses hinausgehender NAusbau der
Flotte gesordert wurde. Und in der Tat hält sich das dar—
jelegte Programm in Bezug auf die Zahl der zu bauen—
den Schiffe überhaupt an das Flotengesetz, nur regt es
ür die Herstellung der gefechtsfiarken Panzerkreuzer und
er Reserve⸗Schlachtflotte ein rascheres Tempo an. Und
vir glauben aus der neuerlichen Haltung der Flottenver—
insleitung schließen zu sollen, daß sie in diesen Pro—
zrammforderungen in Fühlung mit dem Marineamte steht,
ind daß sie damit nur Vorschläge dieses Amtes und der
segierung ankündigt. Die Mäßigung, die der Flotten⸗
perein gegen früher darin betätigt, kann nur seiner Halt⸗
ing und der Wirksamkeit seines Urteils zugute kommen
uind wird es

keinen anderen 3weck habe, als den Frieden zu beire—
stigen.
* Nach dem in der Schlußsitung des höheren Marine—
rates aufgestellien endgültigen Programm soll die fran—
zösische Kriegsflotte bis zum Jahre 1919 45 Panzer—
schifsfe, 12 Auftlaärungskreuzer, 60 Torpedobootszerstörer.
34 Torvedoboote und 64 Unterseeboote hbefitzen

England.
* Die Admiralität beabsichtigt, einer Slättermeldung
ufolge. die Uebernahme von drahtlosen Tele
zFraphenstationen, besonders an der Ostküste von
ẽngland und die Einrichtung neuer Stationen an den
rategisch wichtigsten Punkten. Der Dienst auf den Sta—
ionen, welche auch für die Uebermittelung von Privat—
epeschen zur Verfügung stehen sollen, wären von Mann
chaften der Flottenreserve zu versehes

Türkei.
* Das Uebereinkommen zwischen der Pforte und
der Ortentbahn beruht auf der folgenden Basis: Erstens:
die Pforte zahlt für die ostrumelische Linie 20 Millionen
Franken; zweitens: auf Grund des ersten Schiedsspruches
ablt die Pforte 14 Rüllionen Franken und konzediert
rußerdem der Orientbahn eine Erhöhung des Anteiles an
en Einnahmen, soweit diese den Betrag von 10 333 Fr.
iberschtelten, von 55 auf 70 Prozent. — Bezüglich der
dachricht, daß die Orientbahn eine ottomanische Gesell—
chaft geworben oder werden wird, ist zu bemerken, daß
bies wohl von türkischer Seite angestrebt wird, bezw.
oorgesehen ist, daß jedoch etwas Definitives darüber nicht
B2reitbart æorden *

—— QM35222—cx———————— ——
Volitische Rundschau.
Deutsches Reich.
* Immer wieder tauchen Gerüchte über einen unmittelbar
»evorstehenden Rücktritt des Reichsschatselretaͤrs Sydow
auf. Sie sind aber, schreibt das „Lpz. Tabl.“, völlig
zrundlos. Zwar liegt es sehr nahe, diese Absicht dem
SZchatzsekretär fortgesetzt unterzuschieben, aber gerade im
gegenwärtigen Augenblick liegt nicht der geringste Grund
bor, deren Verwirklichung ins Bereich der Möglichteiten
zu ziehen. Vor allen Dingen ist zu bedenken, daß jetzi
zurch einen Rücktritt Sydows niemand etwas gewinnen
vürde. Auch dürfte sich sehr schwer jemand finden, der
m heutigen Stadium der Dinge raich und bereitwillig
Zzydows Erbe antreten würd—
Der „Reichsanzeiger“ veröffentlicht die Aenderung der
Telegraphenordnung vom 16. Juni 1904. Die neuen
zestimmungen treten am 1. JAuli in Krait.
* Fürst Bülow wird am 16. Juni bei feiner Rede im
steichsstage das Programm der Reg'erung für die gesamte
nunere Bolitit entwickeln. Aus diesem Programm ist her
yorzuheben, daß die Verfechtung der in eine Erban—
allsteuer umgewandelten Rach aßsteuer das Haupt—
moment bilben wird. Ueber die Ergänzungsstener für
den Ausfall, den diese Umwandlung mit sich bringt wird
der Bundesrat noch im Laufe dieser Woche defininve Be—
chlusse sassen. Die Verhandlungen des Schatzselretärs, die
eser seit etwa 14 Tagen mit den Vertretern von Handel
Ind Industrie führt, hat Berliner Meldungen zufolge, fr
diese Ergünzungssteuer die notwendigen Unterlagen de—
2vben.
* Die „Voss. Z3tg.“ schreibt: Wie wir hören, ist der
Faiser geneig:, dem Generalobersten Frhrn. von der
ZBoltz auf dessen Bitte im Lause des Sommers zumächst
einen kurzen Ur la ub nach Konstantinopel zu
erteileii. Diesen Urlaub will der Generaloberst dazu be—
iuten, Führung mit den leitenden Versönlichkeiten und
nit seinen aiten Freunden in der Türkei zu nehmen und
ich ein Bild über die Art und den Umfang der ibm
allenden milttärischen Aufgaben aus eigener Anschauung
zu machen. von der Goltz der in seiner bisherigen Stell
ing als kil. preuß. Generalinspekteur natürlich verbleibt,
ommt dadurch einem dringenden Wunsche der türkischen
Regierung entgegen.
*Die englische ArbeiterDeputation ist
iach Bremerhaven gefahren, von wo die Rückreise nach
naland angetreten wird
Franukreich.
*“„Varis Journal“ versffsentücht einen anscheinend in—
spirierten Artikel über die uslandspolitit von
ußland, in dem die Absicht auzgedrückt wird, daß
die Begegnung Kaiser WBilhelmis nmit dem Zaren

Gegen die Schiffahrtsabgaben
Der in Mannheim zusammengetretene Verband
Züddeutscher Industricller übermittelte der Staatsregier—
ung zur Frage der Schiffahrtsabgaben einen Beschluß, in
dem es n. a. heißt: „Der Verband nimmt nach wie vor
Steilung gezen die Erhebung von Schiffahrtsabgaben auf
dem Rheinstrom. Der betressende Gesetzentwurf erscheint
dem Verbande nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch
n staatsrechtlicher und namentlich verfassungsrechtlicher Hin
icht unannehmbar. Denn der Entwurf sieht die Bildung
dines neuen Machtsaltors (Zwanis- und Zweckverbandes)
or, dem infolge Machtspruches des Bundesrats der Ein—
jetstaat wider seinen Willen in der Schiffahrtsabgaben—
rage unter Umständen preisgegeben werden soll. Der
Berband bittet, die badische Staatsregierung, dem vor—
iegenden Gesetzentwurf auf jeden Fall die Zuftimmung
u versjagen und unentwegt zum Heile des Landes am
Widerspruch gegen die Einführung von Schiffahrisabga—
»en guf dem Raqeinstrom festhalten zu wollen.“
Der in Magdeburg tagende Ausschuß des Deut—
chen Handelstages hat unter Festhaltung an der die
Schisiahrtsaßgaben auf natürliche Wasserstraßen verwei—
senden Ertlärung der Vorlversammlung des „Deutschen
dandelstages vom 15. Februar 1905, den im „Deurschen
seichsanzeiger“ vom 14. März veröffentlichten Entwurf
nes Gesetzes betr. die Erhebunzg von Schiffahrtsabgaben
abgelehnt, da der Entwurf keine Garantien dafür bietet,
daß die Schissshrisabgaben nicht zu fiskalischen oder zu
wirtichaftspolitischen Zwecken ausdenutzt werden.

Wetterleuchten?
Der Hor'zont der inecernationalen Politik verfinstert
sich zusehends, kaum daß das Gewölk der orientalischen
sRrisis verschwunden ist. So steht in der französischen und
englischen Presse zu lesen. Ein merkwürdiges Zusammen—
treffen, dieser Rückfall in ausgeprägteste Schwarzseherei
und die bevorstehende Begegnung Kaiser Wilhelms und
des Zaren, merkwürdig besonders, wenn man hört, daß
die Kretafrage so tiefen Schatien in den freundlichen po—
litischen Sommer werfe. Was hat Deutschland mit Kreta
zu schaffen? Nichts. Das vor zwölf Jahren vom Kreu—
zer „Kaiserin Augusta“ dort gelandete Detachement Ma—
rinetruppen ist längst wieder zurückgezogen. Deutschland
gehört nicht zu den Schutzmächten dieser Insel, ebenfowe—

Irma
Keiner wußte besser, als er selbst, daß Mrs. Tre—
herne mit den letzten Worten Recht hatte. Wenn Irma
je das Papier zu Gesicht bekam, würde sie nichts bewe—
gen können, länger im Besitz des Vermögens zu bleiben.
Pit der Unterschrift von hundert Zeugen würde das Pa—
pier in ihren Augen genau denselben Wert haben, bei ihr
zalt nur der letzte Wunsch des sterbenden Mannes.
Aber durfte man zugeben, daß Irma sich selbst soiches
Unrecht zufügte? Das war die Frage, die nun folgte. Es
var leicht anzunehmen, daß Mr. Darracote, durch das
Herannahen des Todes weich gemacht, mit leider zu gro—
zer Leichtgläubigkeit den Beweis hingenommen hatte, der
durchaus nicht überzeugend war. In gesetzlichem Sinne
war dieses Papier kein Testament. Wenn die beiden Do—
kumente nebeneinander gelegt würden, so würde jeder Ge—
richtshof das Testament anerkennen, in dem Irma das
Vermögen erbte. Das Tesiament, das der Sterbende mit
großer Mühe gekritzelt hatte, hatte nur Wert, weil es den
Beweis für die Richtigkeit der Ansprüche, die Peter Wil—⸗
kins ihm mitgeteilt brachte. Das erste Testament setzte
Irma Darracote mit klaren Worten als Ebin ein und
tonnte durch das andere ohne Zeugen geschriebene Blatt
eines Sterbenden nicht aufgehoben werden
J Was war also zu tun? Sollte man mitansehen, wie
Irma ihr ganzes Vermögen vielleicht einem Betrüger —
wenn auch unschuldig, so doch ein Betrüger — in den
Schoß warf, oder sollte man das Stillschweigen dieses Wei—
bes erkaufen, damit das unangenehme Geheimnis aus der
Welt käme?
Es war ein schrecliches Dilemma. Hastings wac sich
wvohl bewußt, daß, wenn er die letzte Alternative annahm,
er sich einer unehrenhaften Handlung schuldig machte, und
nichts war ihm bitterer, als sich in die Notwendigkeit ver—
setzt zu sehen, die Geldgier dieses Weibes, das er verab—
icheute, zu befriedigen, und ihre unehrenhafte Handlung
uU belohnen. Mit Wut und Verachtung saate er sich, daß

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zu ihrem Mibeau herunterzusseigen und mit ihr zu unter⸗
handeln, ihm unmöglich sei. Und doch — Irma! War er
nicht verpflichtet, für ihr Wohl zu sorgen? Und mußte er
ie nicht vor jenem Schritt bewahren, der vielleicht ihr gan—
es Vermögen einem Betrüger in den Schoß warf? —
Nrs. Treherne, die ihn mit Spannung beobachtet hatte,
eufzte erleichtert auf, als er sich endlich ihr wieder zu—
handte. Denn ein Blick auf sein Gesicht sagte ihr, daß
e Erfolg gehabt hatte. Trotzdem erschrak sie vor der Ver—
ichtung, die sein Blick ausdrückte. Aber als er sprach, er⸗
'annte sie, daß er seine Selbstbeherrschung noch nicht ver—
oren hatte.
„Sie haben mit Erfolg darauf gerechnet, daß ich Miß
Darracote vor jeder Beläsftigung und Beunruhigung ihres
Hewissens bewahren möchte,“ sagte er. „Wir wollen des—
zalb zum Geschäftlichen kommen. Welchen Preis verlangen
Zie für das Papier, von dem wir gesprochen?“
Sie warf ihren Kopf zurück und sah ihn mit Augen
im, die seinem Zorn Trotz boten.
„Mein Preis,“ sagte sie, „ist das Vermächtnis, das
mir zukam — ebenso wie Ihnen. Es sind fünfhundert—
ausend Dollars.
„Sind Sie wahnsinnig?“ fragte er
„Nein, ich bin nicht wahnsinnig,“ entgegnete sie. „Ich
in vollständig bei Verstand und Sie werden sehen, daß
ch auch sehr entschieden vin. Sobald das Papier in meine
hand kam, sagte ich mir, daß es dazu dienen solle, mir
die Unabhängigkeit in Geldsachen zu geben, die ich nie
)hatte. Das Darracote-Vermögen wird auf sieben oder acht
Millionen geschätzt. Eine halbe Million ist destulb ein
escheidener Preis dafür, daß ich Ihnen dieses Vermögen
ichere.“
„Sie übervorteilen sich selbst,“ sagte Hastings kalt.
„An erster Stelle gehört das Darracote-Vermögen nicht
mir —“
„Es wird Ihnen bald gehören, und Irma wird alles
un, was Sie wollen, wenn Sie es klug anfangen. Sie
ann mich nicht leiden, aber auf eine Andeutung von Ih—
en hin. daß für mich nicht genüdgend dgesorat Ppöüre wirde

ste eine halbe Million so leicht hingeben, als wie sie eine
Rechnung für einen Hut bezahlt. Das ist das Resultat
chrer reizenden Unwissenheit. was den Wert des Geldes
inbelangt.“
„An zweiter Stelle,“ fuhr Hastinge fort, chne die
Unterbrechung zu beachten, „ichern Sie weder ihr noch
mir das Vermögen, indem Sie mir das Papier überlas⸗
sen. Wie Sie selbst gesehen haben, hat es als Testament
einen Wert, und wenn es auch zerstört würde, so könnte
rotzdem, falls man einen Beweis fände, schon morgen
das Enkeltind Mr. Darracotes als Erbin erklärt werden.
Das ist leicht möglich, und in diesem Falle hätte ich das
Vergnügen, Ihnen eine halbe Million für nichts gezahlt
zu haben.“ —*
„Sie wissen sehr gut, daß das Kind, von dem Sie
prechen, kein Geld und keine Freunde hat, die für ihre
Zache kämpfen.“
„Darin irren Sie sich wieder. Bei solchem Falle sm⸗
hen sich immer Leute, die sich der Sache annehmen, und
venn auch nur aus Spekulatien. Ich weiß zufällig, daß
ugenblicklich ein Mann in Australien ist, der Beweise
n dieser Sache sammelt.“
„Und wenn er den Beweis findet, daß sie wirklich
MNr. Darracotes Enkelin ist?“
„Dann wird man Miß Darracote raten, die Sache
Jütlich abzutun. Das Vermögen, wie Sie erwähnten, ist
zroß genug zum Teilen“
Mrs. Treherne siand auf.
„Ich sehe, Sie haben den Plan gemacht,“ sagte sie;
und sich für alle Fälle vorbereitet, selbst darauf, daß Sie
vomöglich die Hälfte des Vermögens abgeben müssen,
venn es nötig ist. Aber Sie haben nicht mit mir gecech—
iet, Gerard Hastings; und Sie sollen mit mir rechnen!
Wir haben viel miteinander abzurechnen, und wir wollen
s gleich abmachen. Entweder willigen Sie ein, mir den
Preis für das Papier zu zahlen, oder Sie verlieren alles;
enn ich werde Itma das Papier geben, sobald ich nach
irgyle zurückkamme. Da sie wahrscheinlich die richtige Er—
J 42 — — —
            
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