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Kaiser Wilhelm und der Jar.
Ein bloßer Höflichkeitsakt soll nach österreichischer Auf—
afsung die Einladung des Zaren an Kaiser Wilhelm zu
einer baldigen Begegnung in der Ostsee sein. Hier dürfte
eine gewisse Eifersucht mitspielen, entsprungen aus dem
Wunsch, die in der Orientkrisis so glänzend bewährte
deutsche Sympattzie möge sich auf die Donaumonarchie an—
dauernd konzentrieren. In Berlinet diptomatischen Krei—
ien ist man jedoch geneigt, bei der Bitte des Zaren um
eine Unterredung mit dem deutschen Kaiser auch, ja in
erster Linie, eine politische Tendenz zZu mutmaßen, um—
omehr, als die Begegnung der Monarchen vor der Reise
des Zaren nach England und Frankreich, sowie Jtalien
tattitndet. Wäre es lehterem nur um einen Akt der
Hörtichkeit zu tun, läge ihm die Bekundung politischen
Eenvernehmens mit den Staatsoberhäuptern der veiden
Westmächte mehr am Herzen, als das Verlangen nach ei—
ner Aussprache mit dem Herrscher Deutschlands, dann
hätte er wohl für die Begegnung mit dem letzteren einen
— ——
in Borschlag gebracht.
Ob dor russische Minister des Ruswärtigen der Entre—
oue in der Ostsee beiwohnen wird, ist eine osfene Frage.
Nimmt er teil, — wohlunietrichtete russische Kreise glau—
ben es und prophezeien auch die Anwesenheit Stolypines
— dann versteht sich das gleichzeitige Erscheinen des Für—
iten Bülow von selbst, zum mindesten das des Staats—
ekretärs ven Schön, weil Fürst Bülow um die Mitte
Juni durch die Steuerdebatten im Reichsstaäg in Berlin
zurückgehal en werden dürfte. Doch auch ohne Begleiter—
scheinung von Staatsmännerkotiferenzen wäre die Unter—
redung der Herrscher politisch bedeussam, und zwar so
wohl im tückblick auf die internationale Politik ge nüber
der gefa rohenden letzten Orientkrisis, als auch n Hin
blick att as Verhbalten der Mächte zur Türkei und in
Persien, vie nicht zuleßt wegen des, wie es neuerdings
heißt, fiün den Herbst in Aussicht genommenen Wechsels im
russischen inisterium des Auswärtigen, und wegen der
Frage de Erietzung des ruisischen Kabinettebess des Aus—
wärtige;
Ddien etzteren Angelegenbeiten betresfen freilich die
innere 1iche Politik, aber niemand wird leugnen kön—
nen, da 3bei der vom Austand her systematisch be—
triebene earbeitung eines Teiles der russischen Presse
im den indlichen Sinne für Deutschland nicht gleich—
giliig se ann, wie die offiziellen deutsch-russischen Be—
ziehunge ich fortentwickeln, ob etwa der von mehreren
Seiten n den erprobt deutsch-freundlichen, charakterfe—
sten P erminister Stolypin ins Werk gesetzte Feldzug
einen in ans Ruder bringt, dem gegenüber Deutsch—
lund zu dißtrauen Anlaß hätte. Auch berührt es unstrei—
tig das »utiche Interesse, wer zum Nachfolger Iswols—
is in sicht genommen ist.
Ko Wilhelm war der einzige Monarch, den der
zar un dat anging, in jener denkwürdigen Zusammen—
uunft bee Zörkö, als der Sturm der Revolution das Reu—
ßenland urchtobte und am Thron der Romanows rüt—
telte. De Annahme ist berechtigt, daß das Vertrauen zum
Herrscher Deutschlands, zur unbedingten Loyalität der
deutschen Politik, auch diesmal den Zaren veranlaßt hatr,
eine Begenung herbeizuführen, und deshalb kann Deutsch—
iand nur Nutzen daraus ziechen für seine international.
Ztetlung
Nikolaus 2. beweist durch seine Einladung an Kaiser
Wilhelm schließlich, daß die Quertreibereien der Pansla—
oisten, die ihren Weizen gewaltsam zur Bliüte bringen
wollen, bei ihm nicht verfangen, daß er gegenüber der
albernen Behauptung, Dentschland bereite die Eroberung
Ruflands vor, den Standpyunkt der gesunden Vernunß
zur Gestung kommen läfst
gelegen. Sie find verens eisfrig am Werke, die Zusam—
menkunft in ihren Gründen und Folgen zu miißdeuten,
wodei sie fälschlicher Weise das Wiedersehen zwischen bei—
den Monarchen auf eine von densscher Seite ausgegange—
nen Anregung zurückführen und finstere Anschläge der
de chen Politik gegen die Tripel-Entente damit in Ver—
beraang bringen. Bei einigem guten Willen aber sollte
»s überall verstanden werden, daß Rußland unbeschadet
»er Aufrechterhalung seines Bündnisses mit Frankreich
ind seines Einvernehmens mit England die Frelheit ha—
yen will, sein Verhältnis zum Deutichen Reich wie über—
saust zu der mitteleuropäischen Machtaruppe so zu ge—
talten, wie es seinen eigenen Interessen entspricht. Eiuͤer
v᷑nt üuschung hierüber kann es nur dort geben, wo man
ibsolut erwartet hat, die russishhe Politik werde sich in
»auerndem prinzipiellen Gegensatz zu den beiden benach—
barten Kaiserstaaten bringen lassen. Das ist nicht gelun—
ten und wird aller Voraissicht nach nicht geläͤngen. Für
uns bedeutet das Zusammentressen Kaiser Withelms mit
aiser Nikolaus zu ireundschaftlicher Aussprache keine
Veranderung der Grundlinien der europäischen Volitik.
*Bs hedentet aber, daß beide Monarchen ihre persönlichen
Be⸗ziehungen für ein gutes Einvernebmen zwischen ihren
Neichen nach wie vor pflegen und fördern woilen.
weil dieser veyauptete, im Bistum des Bischofs Eulogius
sei die orthodore RRirche durch Peitschen verbreitet wor—
den. Sogar Mütter mit Säuglingen an der Brust seien
von Dragonern gepeitscht worden in der Absicht, den or—
hodoxen Glauben zu verbreiten. Der Bicchof Eulogius
nannte diese Behauptungen Fälschungen der Wahrheit und
rief den Kadetten zu: „Schämt Cuch!“ Dies zog ihm ei—
ien Ordnungsruf seitens des Vizepräsidenten Meyendorff
u. Hierauf ent and auf den rechten Seite des Hauses
großer Lärm. Es ertönten Rufe: „Werft den Deutschen
zinaus! Deutsche Fratze!“ ꝛc. Der Vizepräsident, der fich
»ergeblich bemühte, die Ruhe wieder herzustellen, hob
ierauf die Sitzinga auf. — In der Montag-Rachmittags⸗
itzung erteilte der Präsident Chomjafkow dem ganzen
dause „wegen der in der Geschichte der dritten Duma uͤn—
erhörten Skandale“ eine ernste Rüg—
Spanien.
* Der Direktor des „Amparcial“, der in Tanger weilt,
meldet, nach einer Unterredung mit dem Vertreter des
Zuitaus El Guebbas, die Schuld an dem Aboruch der
Berhandtungen zwischen Marokko und Sp a⸗
nisen trage lediglich das Austreten des Gesandten M'er—
»y del Vatl, der gegenüber Muley Hasid die Höflich⸗
eitssorm und den Ton verletzte. Merry del WVals Demis⸗
ion wird in Madrid aillgemein erwartet. — Trotz offiziel—
er Leugnungsversuche gehen immer lautere Gerüchte um,
die von Kriegsrüstungen zum Zwecke der von
Spanten in das Gebiet Marokkos beaosichtigten Vorstößen
vissen wollen. Die Presse bekämpft, aufs höchste beun—
ruhigt, derartige Absichten. Die Zensur behinderte bereits
telegraphische Berichterstattuna nssändischer Korrespon⸗
Jenten
Nolitische Runbiclan
Deutiches Reue
* Die Besserung im Befinden des Kardinal-Fürstbischofs
Dr. Kopp macht andauernd Fortschritte. Der Katarrh
ist völlig überwunden, die Nahrungsanusnahme gut.
* Das vom Staatsanwalt eingeforderte Gutachten der
Wissenschastlichen Deputation für das Medizinalwesen über
den Gesundheitszustand Eutenhrargs ist, dem „Berl. Lo—
alanzeiger“ zufolge, jetzt cingegangen und besagt: Fürst
Eulenburg sei zwar leidend, aber vernehmun g8—
fähing. Dieses Urteit iit inzwischen durch Recherchen des
Staatsanwalts über die Lebensführung des Fürsten Eu—
lenburg bestätigt wor n Femnach dürfte die Wiederaufaghne
d enden Veriabrens bevor—
fehen —*
Serbien.
*Prinz Georg äußerte sich seiner Umgebung gegen—
iber, er wünsche eine Zeit lang in Japan zu verbrin—
gjen, um die japanische Armee und deren Einrichtungen an
Ort und Stelle eingehend zu studieren. Die in den letz—
en Tagen verbreiteten Gerüchte über verschiedene neue
Affären des Prinzen entsprächen ebensowenig der Wahr⸗
jeit wie die Meldung, daß er aus der Armee auszutre—
en beahiichtioe
* Der „Bayr Aurier meldet: Der Vomdekan Bet—
inger aus Spehenne zun Erzbischof von Mün—
henFreysingecnannt worden. Der neue Erzbischof
ieht im 59. Lebensjahre. Er studierte in Innsbruck und
Würzburg, wurde 1885 als Tompfarrer an das Dom—
apitel Speyer berufen und ist im Januar dieses Jahres
jum Domdekan ernannt worden. Er ist der Sohn eines
Schmiedes aus Landstuhl in der Pfalz.
* Die Vertreter zahlreicher Organisationen der demo—
kratischen Vereinigungen aus Groß-Berlin, Rheinland,
Westfalen, Franksurt a. M., Anhalt, Sachsen und Bayern
sielten nach der Bestattung Theodor Barths in Heidelberz
ine Partei-Konferenz ab. Es kam der einmü—
ige Entschluß zum Ausdruck, die Arbeit an der Demokra—
isierung des deutschen Volkes im Sinne des verstorbenen
Führers mit verdoppeiter Energie fortzufetzen
England in Nöten.
Die Nachricht von der Zweikaiser-Zusammenkunft im
Baltischen Meere hat in der englischen Presse heftige Ge—
ühle und Befürchtungen ausgelöst. So sieht sich der
Standard“ veranlaßt, zunächst einmal „fesftzustellen“, daß
»ie Initiative dazu nicht von Petersburg ausgegangen
ei. Woher dem Blatte diese Wissenschaft kommt, verlau—
et nicht. Der „Standard“ sagt es, und in gewissen eng—
ischen Kreisen macht der Glaube selig. „Wir sind ande—
ter Meinung“, fährt das Blatt fort. „Was sich in der
Tat ereignet hat, ein Kompliment, das der leßtztere nicht
blehnen konnte.“ Das Blatt wählt die bittersten und
chärfsten Worte, um den Russen vorzuhalten, wie schwer,
vie grausam sie durch Deutschlands unentwegie Untec—
tützung Oesterreich-Ungarns in der bosnischen Frage „be—
eidigt“ worden seien, und meint, der deursche Kaiser habe
iachträglich Angst bekommen, daß Rußland sich dereinst
rächen möge. Mit offener Schadenfreude und ebenso un—
haltbaren Begründungen, wie sie für seine anderen Be—
jauptungen herhalten müssen, erklärt der „Standard“ wei—
er, daß es mit dem eben wieder bekräftigten und neu—
usposaunten Dreibund in Wirklichkeit nichts ist, „denn
dönig Viktor Emanuel wird sich nimmer bewegen lassen,
‚ein Schwert gegen Frankreich zu ziehen“. Das Blatt be—
Aückwünscht dann höhnisch die beiden nördlichen Nationen
zu ihrer „Wiederversöhnung“. Aus jeder Zeile des Ar—
itels spricht Erbitterung und Aerger und der Wunsch,
n Petersburg vernommen zu werden und das russiiche
Kolt gegen Deutichland aufzustacheln.
Franktreich.
w Der Ausschuß Ostbahnbedienfteten beschloß, sich
von dem Allgeme nen Arbeitsverband Loszusagen,
veil dieser eine gegen das Parlament und gegen das Va—
erland gerichtete Tätigeit entfake. Der Ausschuß beschloß
erner, dem früheren Sekretär d. Allgemeinen Arbeits—
zerbandes, Niel, der wegen seine gemäßigten Gesinnung
eiin Mißtrauensvotum erhalten hau die Stelle des Sek—
zetärs des Syndikates der Ostbaunediensteten anzubieten.
— Zwischen Sozialbisten und Royalisten kam
s in Paris am Sonntag Abend zu einem Zusammen—
tosßz, wobei ein Teilnehmer schwer verletzt wurde. Meh—
ere Verhaftungen wurden norgenommen
Zur bevorstehenden Begegnung zwischen Kaiser Wil—⸗
belnt und dem kafsischen Zaren schreibt die offiziöse „Nord⸗
peutsche Aulgem. Zta.“: Die Tatsache, diß Kaifer Ni—
ohaus von Mußland in berzlicher Weise unseren
da iser zu einer Begeanung eingeladen hat, komm
den Gegnern Deutichlends« in der ausländischen Presse un—
Rußland.
*Gegen Schluß der Samstag-Abendsitzung der Reichs—
zuma kam es e der Veiterberamng des Gesetzes
iber den Religionswechsel zu tumultuarischen Auftritten.
der der extremen Rechten angehörige Bischof Tatpgius
zatte heftig gegen den Kadeiten Karaulow volemiñnert
Irma
einsehen werden,“ vegann sie. „Ste siind mit Irma LVarra—
rote verlobt; und da ich natürlich von Ihrer Uneigen—
rützigkeit überzeugt bin —
„Verzeihung,“ unterbtach er sie, „aber können Sie nicht
IJhre Meinung und Ihren Sartasmus für ein ander Mal
mufheben und nicht jetzt sofort auf den wichtigen Puntt
u sprechen kommen? — Das heißt. wenn er wirklich
ristiert.“
Ihre Augen blitzten. So sehr sie sich auch vorgenom—
men hatte, ihre Ruhe zu bewahren, so verlor sie doch ei—
nen Augenblick die Fassung.
Sie bezwang sich aber sofort und sagte: „Erlauben Sie
itte, daß ich meinen Satz vollende. Ich wollte nur sagen,
raß, trotz Ihrer augenscheinlichen Uneigennützigteit und
leichgültigkeit gegen die Tatsache, daß Inma das Darra—
ote Vermögen besitzt, Sie doch einsehen müssen, wie wich—
ig es für Irma und deshalb quch für Sie selbit ist, daß
ieser Besitz ernstlich bedroht ist.“
„Ich sehe das natürlich ein,“ antwortete er. „Was
mmer ihr Interesse oder ihr Glück angeht. ist für mich
uch von größter Wichtigkeit Aber glauben Sie wirklich,
ch wüßte nicht, daß jemand erissert. der vieneicht An—
pruch auj das Darracote Vermögen hätte? Ich wußre das
schon seit einiger Zeit.“
„Ah. Dann haben Sie also Mr Willins gesehen?“
„Ich hatte nicht das Vergnügen; aber ich habe Mr.
kdirby gesehen und von ihm die Geschichte einer Forderung
riahren, die Mr. Darracote sich bis zu seinem Tode wei—
gerte, anzuerkennen Wir kamen überein — Vr Kirby und
ch—, daß keine Notwendigteit vorläge, Miß Darracote die
Sache mitzuteilen. Es würde sie nur beunruhigen, und es
ist kein einziger Beweis für die Richtiakeit dieser Forderung
orhanden.“
In ihren Stuhl zurückgelehnt, betrachtete Mrs Tre—
herne den Sprecher mit beinabe triumphierendem Lächeln.
„Es ist leicht, das zu glauben, was man wäünscht,“
gte sie. „Sie irren sich aber in diesem Falle sehr. Es
zstiert ein geniigender Beweis — und Mr Darracote
zerzeudte sich Dvon qnauf seinem Sferbehet*
„Woher wissen Sie das?
„Das sollen Sie erfahren. Es ist wie eine Geschichte,
und deshalb will ich mit dem Anfang beginnen — hom
der Nacht, in der Mr. Darracote starb und von dem Mo—
nent, als Sie und ich zusammen im Wohnzimmer waren
uind Mr. Wilkins ankam. Sie werden sich gewiß erinnern,
daß Sie ihn allein trafen und ihn auf Ihre eigene Ver—
intwortung hin in Mr. Darracotes Zimmer ließen —“
„Weit davon entfernt,“ unterbrach sie Hassings. „Mr.
Darracote selbst fandte nach ihm und ich dente, Sie müs—
sen sich dessen erinnern, denn Sie kamen in die Halle
ind sprachen mit mir, nachdem er heraufgegangen war.“
„Das ist eine gaug unwichtige Nebensache. Die Haupt—
'ache ist, daß ohne Sie Mr. Darracote nie von seiner
Unwesenheit hier im Hause erfahren haben würde. Ich
rinnere mich, daß ich Ihnen sagte, Ihr Handeln wäre
zicht klug gewesen, und Sie waren sehr freundlich, sehr
jöflich und gingen ganz plötzlich fort — um zu rauchen
— wie Sie, glaube ich, sagten“
„Ihr Gedächtnis ist tadellos. Ich ging fort, um zu
rauchen, und als ich wiederkam, war Mr. Darracote tot.“
„Ja,“ sagte sie. „Er starb, indem er nach Ihnen fragte
uind sich wunderte, warum Sie ihn verlassen hatten. Es
var entschieden unglücklich, daß Sie gerade da den Wunsch
atten zu rauchen. Ihre Abwesenheit kränkte nicht nur
Ontel Darracote, sondern lud auch eine große Verantwor—
lung auf mich.“ —
Hastings erschrak, wie sie es gewünscht hatte.
„Darf ich fragen, welche Verantwortung meine Ab—
vesenheit Ihnen auflud?“
„Es wird besser sein, wenn ich die Geschichte nach der
seihe weiter erzähle,“ entgegnete Mrs. Treherne ruhig.
„Also Sie gingen fort, um zu rauchen, und ich war
ehr gespannt auf das Resultat von Mr. Wilkins Besuch,
veil der Arzt so energisch jede Aufregung für Onkel Dar—
acote untersagt hatte. Ich blieb also dort, wo Sie mich
erließen; und gleich darauf kam Mr. Wilkins herunter,
nd ebenfalls Jasper, der sagte, er hätte Befehl, scfort Mr.
virbn 4zu holen Dann gina ich herauf. nosser Nnast —
— —
Ich finde,“ sagte Hastings kdalt, „Sie machen sich un⸗
nötige Mühe.“
Mrs. Treherne sah ihn mit einem moauanten
rächeln an.
„Ich zweifle keinen Moment an der Aufrichtigkeit ihrer
Worte,“ entgegnete sie. „Die Mühe, die ich mir mache, ist
notwendig. Sonst, das können Sie glauben, wäre ich nicht
sier. — Danke vielmals! Ja, ich will mich etwas setzen.“
Sie sank in den Sessel, den er ihr anbot, und dan
iene sie wieder au ihm auf, als er vor ihr stehen
eh
„Sie täten besser, ebenfalls Platz zu nehmen,“ sagte
e. Ich verstehe volllommen, daß Sie mich gern bald
dieder los sein möchten. Ich habe auch nicht vor, meinen
—XD00
szudehnen. Dies zu Ihrer Beruhigung. Sie können also
ruhig Platz nehmen. Es spricht sich so besser“
Irr Ton war kalt, beinahe unverschämt. Er zeigte
Hastings an, daß die Zeit gekommen sei, wo jede Rück
icht zwischen ihnen fallen würde. In ihren Augen las er
twas ganz Neues, das ihm sagte, daß die Situnation sich
pollständig geändert habe. Sie war früher nie imstande
jJewesen, ihn wirklich anzugreifen, aber sie fühlte, daß sie
etzt dazu fähig war. Obgleich Hastinas von Verachtung
xfüllt war, so konnte er doch eine gewisse Neugierde nicht
interdrücken. Er verbeugte sich und entgegnete:
„In diesem Falle will ich mich also setzen.“ Er zog
inen Stuhl heran und setzte sich direkt vor sie Ihre Au—
en begegneten sich; in den ihren entdeckte er etwas ganz
deues, aber in seinen Augen las sie nur gewohnte Gleich—
zültigkeit und Vexachtung.
Ich bin berkit,“ sagte er, zu hören, was Sie mir
udlichst sagen wollen“
an hierher gekommen, um Ihnen etwas zu
Is von großer Wichtiakeit ist, wie Sie selbit bald