Aus Nah und Fern.
Saarbrücken, 28. Wai. Die in den christlichen und
gen Gewerlschaften organisierter Mauret und Bauhilss⸗
heer, eswa 1000 Mann, find heute in den Ausstaud ge⸗
en, da der Arbeitgeberderband die geforderte Lohnerhöhung
a 2 auf 58 Pfg. Stundenlohn abgelehnt hat.
Duierschied, 26. Mai. Durch das gestrige Unwetter
de der Bäckermeister Gemmel von hier schwer betroffen.
ach Veriand«ng des Abflußkanals staute sich das Wasser
großer Menge und ergoß sich dann mit Gewalt über das
wesen. Im Pu stand der untere Stock unter Wasser.
as vorhandene Vieh wurde mit knapper Not vor dem Es.
inten gerettet. Vernichtet wurde eine zanze Anzahl Brote,
wie 43 Doppelzentner Mehl zu 34,50 Mark. Die Teil—
me für den Betroffenen ist allgemein. Sbr. Volls;.
*Von der Saar. In Saarwellingen warf bei einem
en jemand ein noch brennendes Streichsolz fort und traf
mit ein fünfjährlges Mädchen, dessen Kleider Feuer fingen
sas Kind trug solche Brandwunden davon, daß es nach
ralvollen Leiden starb.
Aus Bayern. In Muünchen brachte sich gestern au;
jebesgram in ihrer elterlichen Wohnung an der Angusten⸗
cahe ein 14jähtiges Mädchen zwei Revolverschüsse bei, von
elchen einer in die rechte Schläfe ging und nach einer
ttunde den Tod herbelführte.
eWelschenueft, 28. Mai. Bergmannslo s.) In
m nahen Silbeiberg verunglüchten beim Schießen auj
xGrube Glanzeuberg zwei Bergleute. Der eine war
ort tot, der andere wurde lebensgefährlich verletzt.
* Mainz, 28. Mai. (Der Hauptmann von
Gpenick ausgewiesen.) Der bekannte Schuh—
racher Wilhelm Voigt, der sich in der letzten Zeit in
Rainz, den benachbarten Ortschaften und in einer Reitze
nderer hessischer Gemcinden zur Schau stellte und Auf—
ehen erregte, ist nun 5.1 Grund verwaltungsbebördlicher
Zerfügung bis zum 12. Februar 1911 aus dem Grof—⸗
rzogtum Hessen ausgewmiesen prorden. Bis zu diesem
ige befindet er sihh nömlich noch unter volizeilicher Aui—
M. 2 1
Darmstadt, 28. Mai. (Seichenfund.) Die Lei—
oes vermißien Weißbinders Peter Wesp wurde heute
is dem Teiche des Kranichsteiner Schlosses gezogen. Man
ar durch einen Polizeihund auf die Spur des Vermiß—
u gekommen. Da Geld und Uhr bei der Lesche vor⸗
funden wurden, scheint ein Unglücksfall vorzuliegen.
*Darmstadt, 28. Mai. (Die rote Nase.) Ein sehr
zenartiger Fall wurde vor dem hiesigen Kaufmannsge⸗
ht verhandelt. Ein Verkäufer hatte eine Möbelfabrik
if Forcsetzung des Dienstverhältnisses oder Zahlung der
atschädigung für die drei Probemonate mit je 175 M.
erklagt. Der Beklagte beantragte Klageabweisung. Die
instellung des Klägers wurde solange abgelehnt, bis
essen Krankheitszustand — rote Nase — beseitigt sei. Der
läger entgegnete, daß er diesen Gesichtssehlex schon seit
ahren habe und trotzdem in den früheren Geschäften sehr
ite Ersolge im Verkauf erzielte. Es wurde ein neuer
rmin bestimmt.
Kaiserslautern, 28 Mai. (Jugend von heu—
.) Aus Eifersucht erschoß am 19. April d. J. hier der
sjährige Schreinerlehrling Johann Schneider seinen 15-hrigen
Kameraden Lautenbach. Die Jugendstrafkammer
ier verurteilte den Schneider wegen Totschlag zu vier
ahre Gefängnis.
sMannheim, 28. Mar. (BWerurteilte Die—
esbande.) Die Strafkammer verhandelte zwei Tage
ing gegen eine aus 23 Personen bestehende Diebes. und
»ehlerbande, meist Küfer und Wirte, welche Weinhändler
ind Lagerhäuser Jahre lang und in bedeutendem Maße
zeschädigt hatte. Die Hauptangeklagten wurden zu Ge—
ingnisstrafen von zwei bis drei Jahren vier Monaten
erurteilt.
*Waltrop, 28. Mai. (Opfer des Leichtsin—
2.,. Auf der Zeche Minister Achenbach verunglückten
wei Berglenute tödlich. Entgegen der Vorschrift benutzten
e den Bremsschacht zur Abfahrt und harten auf gefüllten
kohlenwagen Platz genommen. Als das Seil riß, stürg⸗
ein sie mit den Wagen in die Tiefe und blieben unten
t liegen.
* Hamm, 28. Mai. Raupenplage.) Einen trost⸗
jsen Anblick gewähren zurzeit die Eichenwaldungen nörd⸗
ich von Hamm im Münsterlande. Eben erst prangten die
zichen im jungen und noch zarten Frühlingsgrün, als mü
em Eintritt wärmerer Witterung auch der Eichenwickler
a verheerendene Maße und Umfange ausftritt. Das schäd⸗
iche Ungeziefer tritt in solchen Massen in Erscheinung, daß
ie Eichen von demselben wie übersät sind. An jedem
zweige hängen Hunderte dieser Raupen. Ganze Eichen
omplere haben hierdurch ein vollständig winterliches Aus—
ehen erhalten. Das Auftreten des Eichenwicklers wird
urch die gegenwärtige trockene und sonnige Witterung sehr
egünstigt. Leider hat man bisher noch keine wirksamen
Mittel zur Vertilgung der Eichenwickler entdecken kännen
*Vom Zuge überfahren. Im Olsberg⸗Elleringhau⸗
er Tunnel bei Brilon wurde der Strecenwärter Franz
Z„chreckenberg von einem den Tunnel passierenden Per—
nenzuge erfaßt und getötet.
*Raubmord. Aus Braunschweig woird berichtet: Beim
Abstieg vom Brocken wurden der Fabrikant Karl Fried—
iich und Frau aus Steglitz von einem Mann überfallen,
her Herrn Friedrich durch Schüsse tödlich verletzte und
hm seine Barschaft in Höhe von M. 1300 raubie. Fried⸗
ich ist bereits gestorben. In Braunlage wurde ein Mann,
er im Verdacht der Täterschaft steht, verhaflet.
*Ein tragisches Nachspiel. Die Beerdigung des
dehrers Hahn in Berlin, der beim Sängerwettstreite in
Frankfurt a. M. vom Schlage getroffen worden war, hatte
in tragisches Nachspiel. Der Drechslermeister Lendeke,
in Teilnehmer an dem Begräbnis, wurde von einem
hestigen Unwohlsein besallen, Er erlag auf dem Wege
um Krankenhau'e einem Schlaganfall.
*Zeppelin⸗Ehrung. Vei der Begrüßung des Kon—
gresses der olymbischen Spiele in Beuin erhielt u. a.
Braf Zeppelin ein Ehren-Diplom.
* Anschlag auf einen Eisenbahnzug. Zwischen Kurt⸗
vitz und Groß-Kriegnitz (Schlesien) zerstörten Verbrecher
das aus sehr starken Bohlen bestehende Geländer der Ei—
senbahnbrücke. Sie legten die Bohlen über die Schienen
und nagelten sie an den Schwellen feft. Glücklicherweise
gelang es dem Lokomotivführer eines Personenzuges, vor
her gefährlichen Stelle zu halten. Die Täter sind noch
üicht ermittelt.
*Leichenfund. Spaziergänger fanden in Paris im
Bois de Boulogne die Leiche des deutschen, aus Ems ge—
bürtigen 41jährigen Arztes Dr. GeisElhne, der sich in
Paris aufhielt, um seine Studien zu vervollständigen.
*Erdbeben. In Leoben und Umgebung warden am
Freitag früh zwischen 1J Ubr 32 Min. und 5 ühr 8
Min. vier Erdftöße milt der Richtung von Nordoft wach
Südwest verspurt. Der erfte war besonders heftig.
* Vom Blitz erschlagen. Bei einem in der Umqeb⸗
ing von Wien niedergegangenen furchtbaren Unwetter ift
ain 50jähriger Wirtschaftsbesitzer, dessen Frau und 80.
ãhriger Sohn, während sie im Weinberge arbeiteten, vom
dlitze erschlagen worden.
Großes Schadenfener. De große Baumwollspeu⸗
* Cusse in Luleca 85 —
* Der Schaden ägt mehr als eine illion
Aae Mehr als 1000 —5 snd brotlos
* Schadel! „Nun, hat er Dich um Verzetihung ge—
heten wegen des geraubten Kusses?“ — „Ja!“ — „Warum
veinst Du denn dann?“ — „Er hat gesagt, er — wird es
— nie — wieder tun!“
*Die Rechenaufgabe. Die häusliche Rechen—
iufgabe war so schwierig, daß Gretchen nicht allein damit
ertig wurde. Die Mama versuchte, so gut es ging, sich
urch die komplizierten Exempel durchzukämpfen und glaubte
ndlich zu einem befriedigenden Resultat gekommen zu
ein. Als Gretchen am anderen Tage aus der Schule
zeimlkam, fragte die Mama sie mit einer gewissen Neu—
zier, ob die Exempel richtig waren. „Nein Mamachen“,
rwiderte das Kind, „sie waren alle falsch.“ „Alle falsch?
Ddas tut mir aber wirklich leid!“ „Da brauchst Du Dir
iber gar nichts draus zu machen, Mama, die anderen
Mamas hatten sie auch alle falschl“
Telegramme.
Kronach, 27. Mai. Gegen mittag wurde hier die
ßäckersfrau Diller erhängt aufgefunden. Man nahm an,
»aß die Frau sich selber getötet hatte, nachdem sie vorher
hte beiden Kinder aus erster Ehe zu tköten versucht hatte.
Das eine der Kinder ist tot, das andere schwebt in Lebens—
zefahr. Nach einer späteren Meldusg hat es sich herausge⸗
dellt, daß die Frau nicht Selbstmord begangen hat. Es
iegt Mord vor. Der 16jährige Lehrbursche verübte die Tat.
ẽr cischlug die Frau Diller und eines ihrer Kinder. Um
ie Tat zu verdecken, hängte er die Frau auf. Der Lehr—
zursche wurde verhafiet: er ist geständie.
Berlin, 28. Mai. In der heutigen Vormittagssitzung
er Finanzkommission wurde ferner ein Antrag Erzberger an⸗
senommen, der auch eine Inlandsteuer auf Riech und Schön⸗
eitsmit.el einführt. Die Steuer, die in Banderole Form
rhoben werden soll, beträgt für das einzelne Stück oder den
inzelnen Behälter im Kleinverkaufspreis bis zu 25 Pf. 5
gf. und geht in 11 Weristufen hinauf bis zu 8 M. bei
inem Kleinverkzufepreis von mehr als 20 M. Der Rest
»es Gesetzes wurde dann in rascher Folge erledigt unzer An—
sahme einer Reihe in der Hauptsache konservatioer Anträge.
zs entspinnt sich alsddann noch eine längere Geschäftsord—
uungs ebatte über die Fistsetzung der Tagesordnung für die
sachmittagssitzung, in der die konservativen Anträge auf
daffee- und Teezoll beraten werden sollen.
Berlin, 28. Mai. Die Frühjahrsparade über die
Potsdamer Gardetruppen fand vormirtags 9 Uhr in der
verkömmlichen Weise im Potsdamer Lustgarten statt. Der
Kaiser führte der Kaiserin das Regiment Garde du Corps
vor. Als Zuschauer nahmen an der Parade auch die hier
anwesenden japanischen Prinzen unb die in Potsdam einge⸗
roffene Deputation des russischen Wiborger Infanterie-Regi—
nents teil. Der Kaser verlieh dem japanischen Prinzen
stashimoto den Schwarzen Adlerorden und dem iapanischen
Harquis Yanamonshi den Kronenoiden 1. Klasse.
Müuͤncheu, 29. Mai. Friedhoschänder haben auf dem
sdordfriedhof iht Unwesen getrieben und Denkmäler einiger
ervorr ihender Persönlichkeiten uwmgestürzt und de Gräber
emolirt.
Mäuchen 29. Mai. Aus den Bergen lommen Mel—
uungen über einen schweren Weiterumschlag. Es ist viel
deuschnee gefellen und die Temperatutr fiatk gesunken.
London, 28. Mat. Die Eigentümer der Vallise'schen
dohlengrube deschlossen, ihren Arbeitern mitzuteilen, daß Ende
zuni die Aussperrung in Kriaft treten würde. Die englische
Idmiralität häufte große Kohlegvorräte an. Gestein erhielten
3 Schiffe mit einem Durch chnittsgehalt oon 4000 Tonnen
luftrag, Kohlen für die verschiedenen Flottenstationen einzu⸗
chiffen.
Konstautinopel, 29. Mal. Die Erforschung der
Archive und Regsstraturen des Yildis hat die sensationellsten
ẽrgebnisse gezeitigt. Abdul Hamid hatte die Gewohnheit,
eden Zettel, jede Quittung, auch solche die ihrer Natur noch
jeheim bleiben mußten, aufzubewahren und alles sorgfältig
zu registrieren. Diese Eigenart des alten Sultans hatte
etzt viel Kompromittirendes für hervorragende Ausländer an
eintm Hose mit sich gebracht. Die Blättec melden darüber
j. a. daß der französische Botschaster Constans lant vorlie⸗
genden Notizen Abdul Hamids von diesem eine monallicht
zulage in Höhe von 2000 iurkisden Pfund erhielt. Der
ussische Botschafter Sirowjew erfteut sich derselben Guust
es Sultans und nahm von ihm monailich als besonderes
Beschenk 1000 tückische Pfund. Man hebt in der Presse
ie Tatsache hervor, daß kein einziges, Deutschlands Bot⸗
chafter bloßstellendes Aklenstück gefunden worden ist.
Konstantinopel, 28. Mai. Das Kriegsgericht verur⸗
eilt 70 Soldaten wegen versuchter Meuterei zu ie 40
Stockschlääen und zum Nachdieneu in Yemen.
» Belgrad, 29. Mai. Zwischen dem Ex-Kronprinzen
vdeorg und dem Major Okanowitsch, einem der
Verschwoͤrer, ist es im königlichen Palaste selbst zu ei⸗
ier unliebsamen Szene gekommen, deren Zeugen auch
dofgendarmen und Diener waren. Okanowitsch, der von
iner Audienz beim König kam, traf auf dem Gange den
Prinzen Georg und begrüßte ihn vorschriftsmäßig, wor
zuf ihm der Prinz vorwarf, er schreibe gegen ihn in dem
Blatte „Zwono“. Dann erging sich der Prinz in Droh—
ingen, die er mit ungebührlichen Gebärden begleitete. Der
Frundton dieser Auslassungen war, daß die Demission
des Maijors, welche er nach einem früheren Zusammenstof
nit dem Prinzen Georg einreichte, nicht angenommen wor—⸗
den ist, während die Abdikation des Kronprinzen sogleich
ingenommen wurde. Scharfe Beleidigungen fielen weiter
jegen den Major, der erst vom Adjutanten du jour, dann
von dem herbeigeeilten Flügeladjutanten Oberst Sturm
derlangte, sie sollten ihn sogleich wieder bei dem König
nelden; da dies mit Rücksicht auf die Vorschriften nicht
zeschehen konnte, entfernte sich der Major schleßlich.
* London, 29. Mai. Die Mitglieder der Arbeiter—
dartei des Unterhauses haben ihre Reise nach Deutich—
land angetreten.
* Konstantinopel, 29. Mai. Heuie fand in Gegen⸗
wart des gesamten Offizierslorps und der Deputationen
iller Truppen die Verlesung eines Manifestes des
SZultans an die Armee und Marine statt. Das
Nanifest besagt, der Sultan sei durch die gesetzmäßige Be—
teigung des Thrones auch oberster Kriegsherr geworden,
die Wehrmacht gehöre ihm, wie er auch ihr.
* Sofia, 29. Mai. Die Regierung hat wegen der
Drientbahn⸗Angelegenheit noch keine Beschlüsse gefaßt, doch
fft wahrscheinlich, daß aus den fleißig abgehaltenen Mi—
nisterBeratungen der Beschluß herauskommi, an die
Pforte eine letzte Aufforderung zu richten, die Sache in
Irdnung zu bringen. Man hofft, daß, wenn sich aud
sroßmächte an die Seite Bulgariens stellen, die Pforté
ingesichts des allfeitigen Druckes den Mut finden wird,
»on den 42 Millionen für die Orientbahnen jenen Be—
rag anzunehmen, der nach Befriedigung der Ansprüch«
der Gesellkschaft verbleibt.
* New-sYork, 29. Mai. Die ‚Times“ meldet eine neue
merikanische Intervention auf Kuba sei möglich, da Go—
nez' Regrierung der sinanziellen Zerrüttung zurtreibe.
Bekanntmachung.
Die diesjährige Pferdemusterung der Bürgermeisterei
Dudweiler findet wie folgt statt:
a sür Dudweiler, Herrensohr und Jägersfreude
im Donnerstag, den 3. Juni 09, nachmittags 12,30 Uhr
auf dem Marktplatze in Dud veiler,
h. für Fischbach und Camphausen eiuschl. Grube
Camphausen
im Mittwoch, den 2. Juni 09, vormittacs 9.45 Uhr, auf
her Quierschiedersteaße.
Die Pferdebsitzer der Bürgermeistereei Dudweiler werden
hierdurch bei Vermeidung der in 5 27 des Gesetzes über
hie Kriegsleistungen vom 13. Juni 1873 (R. Ges. Bl. S—
129) vorgesehenen Strafe aufgefordert, zu angegebener Zeit
an den betriffenden Orten ihte samtlichen Vferde mit Aus⸗
nahme:
a. der unter vier Jahre alten Pferde,
b. der Hengste,
e. der Stulen, die entweder hochtragend sind oder innerhalb
der letzten 14 Tagen abgefohlt haben,
J. der Vollblutstuten, die im „Allgemeinen deutschen Gestüt⸗
buch“ oder den dazu gehörigen offiziellen — vom Union⸗
klub geführten — Listen eingetragen und von einem
Vollbluthengst laut Deckschein delegt sind, auf Antrag des
Besitzers,
e. der Pfewe, welche auf beiden Augea blind sind—
k. der Pferde, welche in Bergwerlen dauernd unter Tag ar⸗
beiten,
g. der Pferde, welche wegen Erkrankung nicht marschfähig
sind oder wegen Ansteckungsgefahr den Stall nicht ver—⸗
iassen dürfen,
der Pfeide, welche bei einer früheren in der betreffenden
Ortschast abgehaltenen Musterung als dauernd kriegsun⸗
brauchbar bezeichnet worden sind,
bder Pferde unter 1,60, Meier Bandmaß,
zu gestellen und unter genauer Befolgung der gegebenen An⸗
rdnungan der Rusterunagskomwission vorzuführen.
Die Pferde milssen bei der Vorführung mit Kopfgestell
jyersehen sein. Bei der Vorführung zur Musterung ist dem
dreistierarzte anzugeben, wann uno von welchem Schmiede
die Pferde zuletzt beschlagen worden sind.
Im Anschluß an die Pferdemusterung findet eine Be⸗
ichtigung der kriegsbrauchbaren Fahrzeuge statt. Diese sind,
oweit dieselben bereits von hier aus als den bestehenden
Anfordernngen enisprechend festgestellt wurden, zu decr Pfer⸗
Amusterung mitzubringen.
Die Pferde mitgebrachter Fuhrwerke müssen nicht abge—
chirrt, wohl aber ausgespannt sein.
Dudweiler, den 27 Mai 19809.
Der Buͤrgermeister J o st.
1.
Evangelischer Gottesdienst.
1. Pfingsttag, den 30. Mai 1909.
Kollekte für die Preußische Hauptbibelgesellschaft in Berlin
Dudweiler.
J.15 Uhr: Beichte Pfr. Trommershausen.
0 Uhr: hl. Abendmahl Pfr. Schmidt
b Uhr: Pf. Trommershausen
2. Pfingsttag, den 31. Mai 1909.
Kollekte für die Peidenmission.
Dudweiler.
10 Uhr: Pfarrer Trommershausen.
Herreusohr.
9. 30 Uhr
oCOOOOCOOOC
Montag abend von 8 Uhr ab findei
öffentlichor
Pfingt-Fall
ztatt.
ks ladot höflichst oin
L Schlag.
———
„Kosyr“ mit „mileh“
ist das gesündeste Getränk zum täglichen Genuß für Kinder
Man verfährt bei der Zub ereitung wie folgt: 20 bis 25 gr
— ca. 3 abgestrichene Esslöffel vol „Kosyr“ (Pepton-Nährsalz⸗Getreidekaffee)
mahlen, mit 1 Ltr. kalten Wasser
beisetzen, kurz aufkochen, 1 bis 2 Minuten stehen lassen, als⸗
dann Durchseihen und mit einhalb bis eindrittel (je nach Be⸗
lieben) heißer Milch oder Rahm mischen.
Ill. Jabribant: Pfeifseru. Diller, F. n. b. h, Farchstin b. Prns
—X
4 gesunds,
————— magendarmkranka
— —B F a. enenliehs.
———————
uruitxqebliabane kiner