hin. Als Bertreler ver dtegierung woynten die Weinister
Churchill und Burns dem Bankett bei.
Englische Arbeiter in Deutschland.
In einigen Tagen wird sich eine Deputation eng⸗—
ischer Arbeiterführer nach Deutschland
»egeben, um dort sozialpolitisch Wohlfahrtsein—
ichtungen zu stud'eren. Sie wird auf ihrer Reise
u. a. einige Rheinstädte, Frankfsurt a. M. und Berlin
—D0
das Parlamentsmitglied Arthur Henderson, der Varsitzende
der Arbeiterpartei, befinden. Mr. Henderson hat sich uber
diese Reise folgendermaßen geaußert: „Die Arbeiterpartei
ist der festen Ueberzeugung, daß die Gesinnung des deut
schen Volkes England gegenüber ebenso freundlich und
loyal ist, wie die Gesinnung der Besonneneren unter dem
englischen Volke es gegenüber Deutschland ist Beide Län—
der haben viel von einander zu lernen. Während unse⸗
res Besuches in Deutschland werden wir Veranlassung
nehmen, die Aufricht'gkeit der freundschaftlichen Gesuhle
der organifierten englischen Arbeiterschaft für Deutschland
ffentlich zu bekunden. Wir werden von allen Teilen des
deutschen Volkes in diesem Sinne begrüßt werden. Ich
nache in England häufig Informationsreisen und kann
8 als meine Ueberzeugung ausdrücken, daß diese künst⸗
ich hervorgerufene und genährte Germanscare“. der
deutsche Schrecken, jetzt tot und begraben ist. Wären nich
diese fortwährenden Interpellationen im Unterhause über
die angebliche deutsche Gefahr, so wäre die „German
care“ schon länast eines seligen Todes gestorben“
Hof und Gesellschaft.
*** Aus dem Haag wird gemeldet: Die Taufe der
Prinzefsin Juliane wurde vorläufig auf den
5. Juni festgesetzt und soll in der Wilhelmskirche stattfin—
den. Am 11. Juni will die königliche Familie nach dem
Schlosse Loo abreisen.
** Die Königin von Spanien feht ihrer Nie—
verkunft entgegen.
— —
Haus, Hof und Garten.
Bedecken der Samenbeete. Bei Samenaussaaten
mm Freien bedecken viele Gartenfreunde die besäten
Beete mit Tannenreisig, Fichtenreisig, Stroh oder derglei⸗
chen. Der Zweck dieser Verwendung ist: den besüäten Bee—
ten Schutz gegen Vögel und Frost zu verschaffen und auch
noch, um die Saatbeete feuchter zu erhallen und so das
Aufgehen des Samens zu erkteichtern und den jungen
Sämlingen bei Sonnenschein einigen Schatten zu gewäh⸗
ren. So zweckmäßig sich nun en solches Bedecken ei—
weist, so verhängnisvoll kann es für die Pflanzen wer—
den, wenn die Seckmacerialien zu dicht lagern oder zu
lange auf den Beeten liegen bleiben.
BSohere Topf⸗e und Kubelpflanzen, Oleander, Lor⸗
zeer, Evonymus, verbunden durch niedrigere buschige
Topfgewächse, lassen sich in einem geräumigen Baikon
iaubenartig zu einem behaglichen Sitzplatz aufstellen, der
iach der offenen Seite zu durch einen mi blühenden und
Blattpilanzen bestellten Blumentisch hübfch abschließt.
Sprachecke.
wer alles oder wer alle? Vielfach herrschen Zwei⸗
el darüber, ob man sagen müsse: Wer hat schon alle
inen Löwen gesehen?“ oder: „Wer hat schon ales ei—
nen Löwen gesehen?“ oder: „Wer alle, alles hai
chon einen Löwen gesehen?“ Hier ist nur die Form al—⸗
es zulässig. Dieses, die beiden natürlichen Geschlechter
usammenfassende, dann überhaupt verallgemeinernde „al—⸗
es“ steht bei fragenden und bezüglichen Fürwörtern: We—
Tles war zugegen? Wen alles hast du getronen? Goethe
chreibt: „Was hat sie nicht alles für Prüfungen vor sich
chweben“ und ein andermal: „Ich hatte den Philosophen,
hysiker, Mathematiker, Maler, Mechaniker und Gott weiß
»en alles in Anspruch genommen.“ So sagen wir: Was
'nd das alles für Ausflüchte? Wen erblicktest du alles in
er Gesellschaft? Wer alles war zugegen?
Vermischtes.
Zeppelin über das Luftschiff der Zukunft. In
er Juni-Nummer des „Pall Mall Magazine“ veröffent—
cht Graf Zeppelin einen Artilel, in dem er seine Ansich—
m über die zukünftige Entwickelung der Luftschiffahrt
iederlegt. Dabei beschäftigt ihn hauptsächlich die Frage,
oie Luftschiffe, die über die Landesgrenze hinaus in aus—
härktige Staaten fliegen, zu behandeln seien. Er sagt dar—
iber: „Da es gänzlich undenkbar ist, die Luft zu ver—
erren, und da die Landung von Passagieren und von
Varen in fremden Ländern nicht verhindert werden kann,
dRist auch das Verbot eines internationalen Lusftschiff—
erkehrs unmöglich. Die Wirkung der Luftschiffahrt wird
enn auch fein. daß ein Band der Einigkeit zwischen den
In es denn unmdglich, daß ein anderer Mann eben⸗
alls ehrlich“ in sie verliebt ist?“
Moöoͤglich — ja,“ erwiderte sie troden; ber entschul⸗
igen Sie, wenn ich sage fehr anwahnoeinug Außer⸗
zem können andere Männer nicht den Beweis pon Uneienntenoteit
liefern, wie er. Er war natürlich schon in
ie verliebt, bevor sie eine Erbin war, und wird es ihr
*— Zweifel auch schon vorher gestanden haben. Das
pricht ebenfalls zu seilnen Gunsten. Dann müssen Sie he⸗
denlen, wenn er auch nicht den hundertsten Teil von Men—
schenkenntnis und gesellschaftlichen Formen besitzt, wie Sie,
Miß Irma gilt seine künstlerische Begabung und seine
erbindung mit ihrem früheren Leben mehr, als alle an—
dern Dinge.“
Kurz gesagt,“ entgegnete Hastings mit äußerer Ruhe,
sWer innerlichem Unbehagen. „Sie glauben, daß Mr. Nor⸗
bert ebenso viel Erfolg in der Liebe als in seiner Kunst
haben wird.“
Nur in dem Falle, wenn Sie nicht beherzigen, was
sch Ihnen vorhin sagte,“ erwiderte sie mit Betonung. Si,
nüssen mit Gewalt vorgehen. Wenn nicht —
Sie brach plötzlich ab; und Hastings, emporblickentd,
paen Irma, die durch den Flur auf sie zuschritt. Sie
ächelte freundlich und sagte, als sie näher kam: Wollen
Sie nicht ins Musitzimmer kommen, Camillq will uns ei⸗
was vorsingen?“
Etwas später lauschten sie alle mit Entzücen und Be⸗
wunderung Camilla's Gesang. Als sie geendet hatte, brach
eiin Strm von Begeisterung aus und Nrs. Treherne war
Ich wünschte, ich wäre ein gekröntes Haupt, damit
ich Ihnen einen Diamantenschmuc als Belohnung geben
könnte!“ rief sie aus. „Aber das wird noch . kom⸗
men — fürstiche Belohnungen, Diamantschmude umd noch
pe Meine liebe Mißz Vincent, Zhre Stimme ist herr
ich. Ich hahe noch nie so etwas Wundervolles gehört“
Ich auch vicht,“ sagte Hastings, sich zu Irma wen⸗
dend. Es gibt in der ganzen Welt daum ein halbes Dut.
gend Sanget Anit solcher Stinme, wie Miß Vincent.“
Vandern geschassen werden wird. Vie vustschisffahrt wird
durch internationale Verträge regulert werden. Das ist
richt so schwierig, wie es auf den ersten Blick erscheint.
Eir besitzen bereits internationale Abmachungen und ein
Zeerecht. Diesen analog werden Verträge abgeschlossen
verden, in denen festgesetzt ist, von welchen Pukten aus
Luftschiffe, deren Reiseziel ein auswärtiger Staat ist, auf—
tiegen und wo sie landen müssen. Luftschiffer werden vor
hrer Anffahrt von den Konsuln regnläre Schiffspapiere
rhalten, in denen die Anzahl der Passagiere, die Quan—
ctät der mitbeförderten Waren, Postsachen usw. genau
derzeichnet sind. Auß diese Art wird ein zwischensidatli—
her Verkehr per Luft leicht reguliert werden könneu, ohne
daß, wie vielsach geglaubt wird die bestehenden Gren—
en, Pazzvorschriften und Zollgesetze außer Wirksamkeit ge—
etzt werden.“ Graf Zeppelin ist der Ansicht, daß man
nit dem neuesten Typ seines Lustsrhisses viertägige Luft
ahrten machen könne, die sich über eine Lufntäche von
1000 Kilometern erstrecken.“ Den kauimännischen Gewinn
iner Luftichtif-Pafsagierlinie, beispielsweise zwüchen Ber—
in und Kopenhagen, veranschlagt Zeppelin anf zehn Pro—
xent. Als Anlagekapital für ein Luftichisf und zwei Sia—
ionen nimmt Zeppelin eine Million Mart als erforderlich
in. Hundert Fahrten in jeder Richsung würden jährhch
50 000 Mark einbringen, wobei durchschnittlich 25 Passa⸗
ziere zu 50 Mark pro Fahrt der Berechnung zu Grunde
jelegt werden; Versicherung, Abnutzung und Vetriebsko—
ten würden zusammen 150 000 Mark ausmachen.
Wie Friedrich der Große über die „Komödian—
en“ dachte. Bei der Bedeutung und Wertichätzung, die
insere Bühnenkünstler heute mit Recht genießen, durfte es
ucht uninteressant sein, in Erinnerung zu bringen, wie
Friedrich der Große gelegenthich über diese Künstler dach
e. An seinen Vertrauten, den Schatzmeister Fredersdorf,
chrieb der König z. B.: „Die Opern eute Seindt Solch—
Langillenbagage, daß ich Sie Tausendtmahl müde bin
Ich jage Sie zum Teufel und Solche Canaillen Krigt mar
»och wieder, ich Mus Ged zu Canonen ausgeben und
ann nicht so vühl vohr Haselanten verthun. Die Astruc
ind Caristini haben und handeln und fordern den ab
chieht, es ist Teufels Crop, ich wolle' das sie der Teufel
ille holete, die Canaillen bezahlt man zum' plaisir und
nicht frisirerei von ihnen zu haben.“ Dem Baron Arnim,
einem letzten Direktor des „Spectacles“, schrieb er fol—
zende Regel vor: „Ihr müßt mit den Comödianten nicht
o viel Complimente machen, sondern die, so sich unbe—
»ührlich betragen, brav bestrafen.“ Auch mit den Ton—
ern scheint er seine Not gehabt zu haben; er schreibt da—
über an Fredersdorf: „Zulage kann ich weder an Denis
ioch an kenen andern geben, dazu bin ich weder reich
zenug, noch Sindt die mehr Werth, wan Sie durchaus
ohr ihr Tractement nicht bleiben wollen, mus man
indere kommen lassen, die gut Seindt und vor den Sel—
digen preis Capriolen Schneiden
Neue Zigeunerforschungen hat Dr. Skot veröffent⸗
icht, die eine Fülle von Mitteilungen über Geschichte und
Zitten dieses merkwürdigen Stammes bringen. Dr. Skot
»at dazu Quellen erschlossen, die bisher kaum verwertet
vorden sind. Aus diesen hat er z. B. elf altertümliche
Ageunermelodien geschöpft, die hier wohl zum ersten
Nale gedruckt sind. Beachtenswert ist die Feststellung, daß
die Zigenner seit alter Zeit den Brauch gehabt haben,
hre Toten im Verborgenen zu begraben. Das taten sie
iamentlich in der Weise, wie die Westgoten ihren König
Alarich bestatteten. Sie leiteien nämlich Flüsse aus ihrem
Bett, begruben in diesen die Leichen und leiteten das
Wasser dann wieder in seinen alten Lauf zurück. Die Habe
der verstorbenen Stammesbrüder wurde verbrannt, und
»iese Sitte wird von den in England lebenden Zigeunern
och heute beobachtet; ihr Ursprung soll aber nicht auf
»em Glauben beruhen, daß die Besittimer dem Verstor
»enen in die Geisterwelt nachsolgen, sondern auf der An—
iahme, daß die Seele mit dem Körper und dessen Eigen—
um so fest verbunden ist, daß sie nur nach der völligen
Zerstörung des ganzen Besitzes Freiheit erlangen kann.
Zonderbar ist auch der Brauch, die Lieblingsspeise eines
perstorbenen Verwandten während der ganzen Lebenszeit
zu meiden, serner der Glaube, daß Gefaͤße durch die Be—
rührung mit der Zunge eines Hundes oder mit dem Hemd
einer Frau verunreinigt werden Diese Anschauungen wer—⸗
den als Uebherbleibsel orientalischer Gebräuche erklart.
Wie man BDostoaume pflanzt. Die berühmte Ver—
ichssarm des Herzogs von Bedford in Woburn hat schon
dviel neues und überraschendes gebracht, daß man von
»dem neuen Bericht eine Verbesserung der bisherigen
Astbauverfahren beinahe schon erwartet. Die letzte Ver—
ffentlichung von Pickering beschäftigt sich mit der Art,
»e man Oostbäume pflanzt und wendet sich, was äaller—
ings nicht ganz neu ist, gegen den bisherigen Brauch.
)as beim Verpflanzen der Obstbäume von den Landwir
en und Gärtnern geübte Verfahren ist das folgende: Zu
ächst wird der Boden in sorgfältiger Weise vorbereilet.
jür den Baum wird ein geräumiges Loch gegraben, das
war weit, aber nicht ellzu tief ift. Die Wurzeln werden
orgfältig nach allen Seiten ausgebreitet und mit einer
eichten Aufwärtssteslung der Enden in der Nähe der
— — 9 LXäòòl
Sie ist prachtvoll, nicht wahrfl' sagte Irma. „Ich
vußte, daß Sie überrascht und entzügt sein würden. Je—
er, der sie hört, ist das. Es ist nicht zu verwundern, daß
ie bei ihrem öffentlichen Auftreten gleich Jolchen Erfelo
atte.“
„Durchaus nicht. In diesem Falle war der Erfclg
elbstwerständlich.
Besonders in ihren eigenen Augen,“ fuhr Irma fort.
Sie hat nie im geringsten daran gezweifelt. Sie glaubt
ruch fest, daß sie jetzt alles erlangen wird, — Ruhm,
veld, alles was großen Künstlern zulommt.“
Sie wird auch alles erlangen. Mit ihren bezaubern
den Tonen wird sie die Welt zu ihren Füßen zwingen.
Und ich bin so selbstsüchtig, daß ich beinahe traurig
arüber bin. Ich Fepe Sie wundern sich darüber —
zastings sah wirklich so aus — „aber es ist wahr. Ich
ar so töricht, zu denken, daß, wenn Camilla erst hier
äre ich sie dazu bringen könnte, ihren Beruf aufzugeben,
im bei mir zu wohnen und alles mit mir zu tellen.
x83 war ein schöner Traum. Ich stellte mir vor, wie win
eben würden, reisen, alles ansehen, wovon wir in frü
jeren Tagen schwärmten, überhaupt tun, was wir woll⸗
en. Ich glaube, der Traum war zu schön, um wahr zu
ein,“ sie brach mit einem Seufzer ab. „edenfalls weiß
h bestimmt, daß er nie in Erfülhing gehen wird; denn
samilla liebt ihren Beruf mehr. Und das ist ohne Zwei⸗
el ganz natürlich.“
Schr natitrtich, da thre Aussichten lo glangzend sind.
rdte Hastings, innerlich Camillas Wahl guthelhend. Sie
onnten ihr seht viel bieten, aber doch nicht so viel, wie
hre Kunst. Denn Sie müssen bedenken ß deben allen
aateriellen Belohnungen eine Sffentliche Aninftlerin den
rfolg von 3 — —ã kennen lern
Das sogt sue duch, unß besdolb dinten e ech vian
— ——— Mu⸗
irlich werde ich nicht woch einmal darum bitten umd
Oberfiache herteurt. Bann wird unter Beobachlung ver—
chiedener Borsichtsmaßregeln die Erde eingefüllt. Zu⸗
ächst wird mit feinerer Erde der Zwischenraum zwischen
»en einzelnen Wurzeln ausgesüllt, wobei Sorge getragen
vird, daß die Hohlräume, die durch die bogenförmigen
drümmungen der Wurzeln entstehen könnten, nicht leer
bleiben. Nun schüttet man den Rest der Erde nach und
stampft sie sorgfaüttig fest, überläßt jedoch das Ganze dem
pereinigenden Einssüßz des Regens. So lange der Baum
ioch nicht genug anderen Fal gewonnen hat, wird er
durch Stöcke gestützt. Das alles ist nach dem vorliegen—
en Bericht vol kommen verkehrt. Man könme sogar sa—
gen, daß es geradezu das Gegenteil von dem ist, was
man tun sollte. Will man beim Pflanzen eines Baumes
cichtig vorgehen, so muß man ei kleines Loch graben,
o daß die Wurzeln möglichst dicht von den Wandungen
imgeben sind, und muß dann den Baum so fest wie
möglich in die Erde rammen, als handelte es sich dar
m, einen Pflock einzuschlagen. Die Versuche haben nack
dieser Richtung beweistrafüge Resultate geliesert. Si
vurden an verschiedenen Ochen vorgenommen, wobei 59
Prozent der Versuche ganz entschiedene Vorzüge des Ein
rammens erkennen ließen, während 27 Prozent kelnen
Unterschied zwischen den beiden Methoden auswiesen und
nir 14 Brozent gegen das Eiarammen brachen.
Tie Meger Ballonhalle.
Unser heutiges Bild führt uns die im Bau befind—⸗
liche Meter Ballonhalle vor Augen, die zur Aunahm«
des Zeppelinballons bestimmt ist. Auch diese Halle is
vieredig und entspricht somit wohl nicht ganz den Wün
schen, die Graf Zeppelin und seine Ratgeber neuerdinge
um Ausdruck gebracht hahen. und über die es zu do⸗ä
2*
*
B
2
*
2
—
1 pen tis
Ddifferenzen mit dem preußischen Kriegsministerium ge—
kommen ist. Da aber die Ballonhallen des Grafen Zep⸗
pelin bisher selbst stets viereckig gewesen sind, so dürfte
diese Form doch wohl nicht als direlt unbrauchbar anzu⸗—⸗
sehen sein, und die neue Metzer Halle sür das Reich ei⸗
nen wertvollen Bestandteil bilden.
wenn ich es dUch tate, so wäre es doch zwedlos. Richts
—ä——
—c— —— — —*
— Die jneisten von uns werden ein Leben vorziehen.
n rsceg und Glüg vexbett.“ sants Dalunas
Und wenigen wird vielleicht ein solches Anerbieten ge«
macht, wie Miß Vincent.“
„Ich wüßte niemand anders, dem ich dasselbe anbie—
en würde,“ entgegnete sie, „aber ich bin überzeugt, daß
einer von allen etwas meinetwegen aufgeben würde.“
Die absolute Einfachheit dieser Worte machte es Ha—
tings für einen Moment unmöglich, darauf zu antworten.
Dann beugte er sich mehr herab zu ihr.
„Es gibt doch einen Menschen, der Ihretwegen dalles
aufgeben würde,“ sagte er leise.
Sie blickte erstaunt auf. Ich möchte das nicht,“ sagte
tie etwas verlegen; „es lag nicht in meiner Absicht, diese
Pversicherung herauszufordern.“
„Davon bin ich überzeugt,“ entgegnete er. Ich
nöchte Sie nur wissen lassen, daß es auf der Welt einen
Menschen gibt, der Ihretwegen kein Opfer scheut.“
Seine ganze Rede klang so aufrichtig, daß Irma ihn
mit einer Art von Dankbarkeit und Rührung anblickte.
„Es ist nicht meine Art, Opfer von meinen Freunden
u verlangen,“ sagte sie ‚IIch glaube Ihnen — und danfe
Ihnen. Nun wollen wir gehen und Camilla um Mignons
Qied bitten“
13. — α —
Norberts Fest in seinem Atelier hatte einen glänzen⸗
»en Erfolg, wenn auch Irma bei demselben auf Mrs. Tre⸗
jerne's Vorsiellungen hin, nicht die Wirtin gemacht hatte.
Schon die bloße Tatsache ihrer Anwesenheit genügte, um
aller Aufmerksamtkeit auf den jungen Künstler zu lenken,
vie Hastings vorhergesagt hatte. Ebensoviel Ersolg hat—⸗
en einige Worte, die sie zu seinen Gunsten bei ihren
Freundinnen Mrs. Lawton und Mrs. Royal Smith
prach.
„Es ist alfso ein alter Freund von Ihrem Vater und
non Ihnen?“ sagte die letztere. „Selbstverständlich will
ich alles tun, was in meiner Macht steht, um ihm vor⸗
mzuhelfen. Sagen Sie ihm, er möchte mir eine Einla⸗
dumg zu seiner Ausstellung oder was es ist, schichen.“
Jeder, der Urs. Rohal Smith näher kannte, wußte,
daß sie nicht ur so gut als ihr Wort, sondern meistens
ogat noch besser war. So war es also nicht zu verwun⸗
hdern, datz sich Nerbert albsbald ihrer höchsten Gunst er⸗
reute. Seine Werke und sein Talent entzückten * und
devor sie sein Atelior verließ, gab sie ihm den Aufttag,
ie zu vporträtieren