Loka!les.
Für Posischeckkonis-Juhaber. Nach einer Mitteil—
uing der schweizerischen Tber-Posfidiretktiyn in Bern kommt
s8 vor, daß Firmen in Teutschtand, die Inhaber eines
zeutschen Postichedkontos sind, ihre Kunden in der Schweiz
ersuchen, Barzahlungen für die Firmen durch Einzahlung
uuf deren Vostscheckkonto mittels Zahltarte zu bewirken.
da in der Schibeiz Zahllarten für deutsche Postscheckkon⸗
en nicht angenommen werden, ergeben sich für die schwei—
zerischen Postanstallen, insoesondere für die kleinen Post⸗
tellen. bei Vorlegung von Zahlkarten Werterungen. Will
»er Kontoinhaber jedoch yaben, daß die für ihn im Aus—
unde zur Cinlieserung gelangenden Zahlungen unmittel—
ar seinem Postschedkonto zugefuhrt werden, so kann dies
aur mitters Poessanweisung, in deren Adresse das Konlo
hezeichnet jnnd das Postscheckamt angegeben ist, geschehen.
Raucher und Nichtraucher in der Eisenbahn.
ach den neuenen Besummungen müssen alle Züge im
sßebiet der preußisch hefsischen Eisenbahngeneinschaft zur
dälfte Jiauchere und RNichtrauberabteile haben. Wenn alle
staucheableile besetzt siind, müssen die Raucher ihre Zi—
zjarre ausgehen lassen und in Nichtraucherabteilen Platz
iehmen. Eine Verstarkung des Zuges darf erst stattfin⸗
den, sobald alle Abteile besetzt sind. In den Nichtraucher—
ibteilen, besonders dritter und vierter Klasse, welch leß—
ere unnmehr in fast allen Versonenzügen ebenso wie
Frauenabieile vorhanden sind, sitzen sehr oft Raucher, die
tugeniert und rücksichtslos ihre Pfeisen oder Zigarren
auchen. Dent durch dieses Rauchen beläftigten Nichtrau⸗
her steht Beschwerde an den Schaffner oder den Zugfüh⸗
er frei, eventuell Weidung beim Stationsbeamten der
zielstatton, denn auf den Zwischenstationen bleibt dem
eiseiden, der mit dem Zuge weiter wilt, ja doch nicht
genügßend Zeit, um beim dienstiuenden Beamten feine
Beschwerde anzubriugen. Neuerdings geht die Eisenbahn—
zerwaliung gegen alle Raucher, die in Nichtraucherabiei—
en sitzen, scharf ver. Sie werden mit Geldstrafen von
5—10 Wiark belegt, denn es ist jedem verboten, die Nichi
raucherabteile nur milt brennender Zigarre oder Pfeise zu
ꝛetreten. Befsolgt der Raucher das Verbot des Schaffners
nicht oder verläßt er das Kupee nicht, sobald ihn ein Be—
amter dazu auffordert, so macht er sich des Widerstandes
zegen die Staatsgewalt schuldig und wird zur Anzeige
gebracht. Die gerichtliche Besträfung ersolgt dann. In
etzter Zeit wurden derartige Versonen wiederholt mit Ge—
ängnis bis zu 14 Tagen besiraft. Man sieht: die Eisen—
alm läßt nicht mit sich spaßen.
Der Saarkohlenbersbau. Eine Beirachtung über di
vitischafrliche Lage des staatlichen Sgardohlenbergbaucs siellt
iest, daß sich dieser zwor in einer dauernden Sieigerung
'einer Kohlenförderung befindet, aber daß diese der Steigerung
—DD——
so daß auch seine Stellung auf dem deutschen Kohlenmarkte
von Jahr zu Jehr bescheidener wird. Wenn die schlechte
vntwickelung fortdauert, so muß sie binnen kurzem zu einer
yölligen Ettragslosigkeit des staalichen Saatlohleubergbaues
hren, deren Folgen für die preußischen Staatésfinanzen
ehe ernst sein müssen. Das Niedergangsjahr 1908 hat nicht
nur keine Besserung gebracht, sondern die Verdälinisse
jon 1907 noch verschlimmeri. Da für dasselde amtliche
zahlen noch nicht vortliegen, so soll es in der folgenden Ta—
zelle, welche den amtlichen Berichter des Ministers für Han
del und Gewerbe an das preußische Abgeordnetenhaus ent⸗
rommen ist, ausgeschlossen bleiben. Aber auch schan die
ẽntwicklung ron 1897 bis 1907 spricht genug. Der Absatz⸗
adius der Saarkohle ist zu gering, die Beschaffungékosten
ind zu hoch, als daß ste sich ertsprechend weit absetzen lteßen.
dier kann hörsters die Kanglisation der Mosel und Saar
Abhilfe schaffen.
25 Pfennigstück. Das vom Bundesrat soeben angenom—
wene Modell sür das nceue Fünfundzwanzig-Pfennig-Stück
st, wie wir hören, eine Kombination zweier Entwütfe aus
sem veranstalteten Wetibewerb. Die mit den beltlden ersten
Pressen ausgezeichneten Eatwürse haben keine Verwendung
jefunden, hingegen hat der drirtte Preis die Schriftseite der
ieuen Münze geliefert, während der Reichsfadler das Werk
ines andun Bewerbers ist. Die Münze wird in reinem
sickel in einer Größe von 23 Milimeter hergestellt, Wegen
es geringen Größenuaterschiedes van nur 1 Millimeter ge—
jenüber der Reichsmark wird die Münze erheblich dünner
zehalten; daneben bleibt der Rand glatt.
Der Fruchtwechsel m Gemüsegarten. Im Gemülsegarten
zilt als Regel: „den ganzen Sommer hindurch soll kein Beet
eer bleiben“, das heißt, jedes Beet soll sosort nach dem Ab⸗
äumen wieder bepflanzt werden. Jedes Fleckchen Eide muß
ahraus, jahrein seine Ernte liesern, und dies ist neben gut
urchführter Düngung wur durch verständigen Fruchtwech!el
su erreichen. Zur Erreichung dieses Zwickes teilen wir
mseren Gemüsegarten in vier Abteluugen ein: 1. Abteilung
nit starker Dungung. Solche verlangen sämtliche Kohlarten
Wirsing, Blattkohl, Blumenkohl usw.), Sola“e, Gurken,
alten Dünger), Tomaten, Retziche. — 2. Abteilung mit vor⸗
aͤhriger oder Herbstdüngung. Solche verlangen Möhren,
darotten, Sellerie (Jauche), Schwarzwurzeln, Bohnen, Spinat,
zwiebeln und Porree. — 3. Adtellung mit faft ohne Dür—
Jer. Hier gedeihen E:bsen, in nahrhaftem Boden auch viele
aus der zweiten Abteilung, wie Bohnen, Karotten, Zwiebeln
isw. — Teilen wir also unsern Gemüsegarten in vier Ab—
eilungen und bepflanzen die drei Abteilungen abwechselungs⸗
veise mit den obengenannten Gemüsearten und besetzen die
vlerte Abteilung mit dauernden Kulturen, so werden wir in
edem Jahre eine schöne Ernte, üppig entwickelte Gemüse und
dets einen hübsch geordneten Garten haben. Daß auf dem⸗
elben Beete zweierlei, oft drei Sorten Gemuͤse im gleichen
zjahre gezogen werden können, versteht sich von selbs. Se
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die Lungentuberknlose jeht unzweifefiaft
*
fveisbar!
Die Lungentuberkulose wird bekanntlich durch die Tuberkel⸗
azillen verürsacht. Zur Entfaltung dieser Bazillen gehört vor
Ulem eine gewisse Disposition der Vefallenen. Die Bazillen müssen
inen günstigen Nährboden finden, sonst können sie sich nicht ent—
wichkeln und es kann auch keine Ansteckung erfolgen. Sobaid man
also den Gesamtorganismus eines tuberkuloͤsen Patienten so zu ver⸗
indern vermag, daß die vorhandenen Tnberkelbazillen nicht mehr
gdedeihen können, ñeinen Lebensboden mehr vorfinden, so nuß da⸗—
nit die Heilung des Erkrankten Hand in Hand gehen. Diesem
on Tausenden von Forschern nachgestrebten Ziel sind wir jetzt
iahegekommen. Die medizinische Klinik der Universität Genua, wo
in tuberkulösen ausgedehnte Versuche mit dem in letzter Zeit so
ielbesprochenen, von Herrn Dr. Fehrtin in Schaffhausen entdeckten
distosan gemacht wurden, veröffentlicht einen Bericht über die“ mit
iesem Mittel gemachten Erfahrungen und schreibt u. a.: „Die
rompte und außerordentliche Wirksamkeit des Histosans beruht
iuf einer gründlichen Sarnierung des Blutes und der Gewebesäfte
vodurch der erkrankte Organismus schnell in einen Zustand versetzt
vird, in welchem dann die Natur eingreifen und dann die völlige
ßenesung herbeiführen Kann.“ Und aus einem andern Ort des
düdens, wo sich so viele Lungenkranke hinflüchten, aus dem be—
ühmten Winterkurort Catania kommt die Nachricht, welche die in
denua erhaltenen Resultate nicht nur bestätigt, sondern noch weit
länzender charakerisiert. Das Justitut für pathologische Anato—
nio dor Gznigslicheßs Unipersitat Entania hat nädlsich einen Beridé
fönnen in der ersten Abteilvng auf frühen Blumenkehl mit
3wischenpflanzung von Kopffalat oder frühen Radieschen
breitwürfig gesä) die Beete noch mit Endivien oder Spinalt
zesetzt werden, auf Kopfsalat folgen späte Koblarten, auf
Radieschen desgleichen. In der zweiten Abteilung auf Win⸗
etsalst Bodnen, auf Spinat ebenfalls Bohnen, auf Salat
Sellerie, auf Feüherbsen Winterktouskohl und so fort. Küchen
ränter merden meistens als Einfassung heifammen gepflanzt.
Aus der Nähe.
Saarbrücken, 6. Mai. Unter die Räder eines
Lastfuhrwerls gerlit arꝛ Dienetag nachmittag im Stadtteile
Ptalffatt das 13 Monate alte Kind eines Hüttenarbeiters
Dem Kinde wurde der Kopf so schwer verlitzt, deß das Hirn
ervorspritzte. Der Tod trat auf der Stelle ein. Den
ruhrmann soll keine Schuld triffen; es wird arzählt, daß
as Kind giradeswegs unter das Rad gelaufen set, das hm
den Tod broͤchte. (Sbr Lokalz)
Saarbruüschken, 6. Mai. Die heute zum exrsten
Male zusammen getretene Stadtverordneten-Versammlung der
oereiniaten Saarstädte wählie einsteimmig den essten Bei⸗—
jeordneten iß Düsseldorf, Mangold zum ersten Bürgermeister.
Die Wahl der betden besoldeten Beigeordneten wurde ver—
agt und der Vereinigungsausschuß mit der weiteren Ver—
'olgung der Angelegerheit beaufirsgk. Die Versammlung
zeschloß ferner, daß die Stadt aus dem bisherigen Keeisoderbande
ausschridet und einen Stadtkreis bilder.
Saardrüccken, 5. Mai. Im ganzen Saarrevier
vurden in den letzten Wochen ziemlich gut gearbeitete Fal—
ifikate von Einmenkstücken vertrieben. Der hiesigen Kriminal⸗
‚olizei ist 8 gestern abend gtlungen, die Falschmünzerweirk—⸗
zälte in einem Hinterhause in der St. Johannersttaße im
Irtsteil Malstati zu entdecker. Ener der Falschmünzer warde
n Saargemünd verhaftet.
Saarbrücken, 6. Mai. Am Mittwoch morgen trrieb
in de. Schleuse zu Saarbttlan eine gut verpackte Papp—
chachtel an. Als der Schleusenmeister väher zusah, entdeckte
er die Leiche eines neugeborenen Knäbleins. Sofort wurde
die Keiminalpolizet verständigt, welche alsbald erschien und
ie Leiche nach deim Sezierraum dee Friedhofes des Stadt—
eils Malstatt-Burbach dringen ließ. Die Kriminalpolizei
st eifrig an der Arbeit, um Aufklärung in die Sache zu
tingen. Sbr. Volksꝛt.
Völklingen, 6. Mai. Vermißt wird die 15jährige
Helene Ribenschlag, Tochler des früher in Völllingen woh—
zenden Anstre'chers, zuzeit in Spittel ols Bergmann beschä—
igten Richard Rabenschlaa. Das Mädchen hat zulttzt am
25. April in Perlenbach und Spittel Zeitungsgelder für
eine Wochenschrift cinkassiert. In ihcem Besitze mögen sich
ingefähr 40 Mark befunden haben.
(D Vom Rhein, 4. Mai. Exrst jetzt läßt sich üben—
ehen, welch großen Schaden di: jüngsten Nachtfröste in den
Weinbergen und Obstbäumen des Oberrheins herbeigeflührt
jaben. Speziell im Moselgebiet und den höher gelegenen
Distrikien der Eisel uud andern ober heinischen Seitentälern
st der Schaden durch Vernichtung der Obstblüte und der
vescheine in den Weinbersen ensrm. Im Rubrtale ist eine
vdirschernte nicht zu erwarten
RNus West- und Süd⸗-Deutschland.
—
‚eß gegen die Norsu-Gesellschafst sind bereits 77 Zeugen
norgeladen. Die Korfu-Gesellschaft wurde bekanntlich ge—
zründet zu dem Zwecke, auf der Insel Korfu ein Spiel—
tablissement zu schafsen, aähnlich dem in Monaco. Die
Zaupigründer waren der Kaufmann Hermann Haucke sen.
on Koln, der Bankier Hoppsftein aus Gelsenlirchen und
der Kaufmann Karl Kröger aus Berlin. Haucke und Krö—
ger befinden sich u Haft. Angeklagt sind im ganzen 14
bersonen, darunter der Kaufmaun Paul Haucke aus
teln, zur Zeit in Berlin, und ein Kaufmann Heinrich
VLallenstein aus Dortmund, der früher in Köln wohnte.
Die erhobene Anklage lautet auf Untreue und Betrug,
die darin erblickt werden, daß die Augeschuldigten Akrien
zu einer beträchtlichen Gesamtsumme ausgegeben, aber das
»rojektierte Unternehmen, das amn 1. Mai v. J ins Le—
yen treten sollte, nicht zustande gebracht haben.
(E) Höln, 6. Mai. (Streitende Theaterar—
eiter.) Die Theaterarbeiter haben in einer Ver—
ammlung beschlossen, die Sperre über beide Stadttheater
A verhaͤngen. Die Sperre gilt für Bühnenarbeiter, Ma—
chinenpersonal, Schreiner und Schlosser. Die Forderun—
zjen der Arbeiter wurden abgelehnt und als Antwort sind
zrei Leute entlassen worden, darunter auch ein Mitalied
zer Lobnkommniission.
(5) Tüsseldorf, 6. Mai. (BWerunglüchte Rude—
ner.) Ein viersicziges Boot des Ruderklubs, in dem sich
ünf Herren befanden, siieß auf der Oberlasseler Seite an
as Anlertau eines Baggers und zerschellte. Drei Insas—
en des Bootes konnten sich an dem Tau über Wasser
lten, während die beiden andern durch die Strömung
inter den Vagger getrieben wurden. Sie tauchten noch
inunial auf, verschwanden aber gleich darauf wieder unter
en Weilen und ertranken. Man nimmt an, daß sie Ver
etzungen erlitten haben, die sie am Schwintmen verbin—
zerten.
E) Recklinghausen, 6. Mai. Grennende Wäl—
err.) Zwei große Waldbrände, die gestern nachmittag
Rer ausbrachen, hatten die Vernichtung von etwa 1080
Rorgen Baunibestand zur Folge. Der erste Brand, der
urz nach 12 Uhr ausbrach, entstand auf dem sogenannten
dülsberg, an der Bahnstrecke Rechlinghausen-Haltern. Mey—
ere Feuerwehren hatten angestrengt zu un, um des
zeuers, das his gegen 6 Uhr wülete, Herr zu werden.
die Entstehungsursache wird auf Funken der Lokomo ive
Sινι-« Die hiee vorn:
der die mit dem Histosan gemachten Erfahrungen mit den Sorten
eschlossen: „Nach alledem gereicht es uns zum Vergnügen, Ihnen
zufrichtig zu gratulieren, daß es ihnen gelungen ist, ein solches
zeilmittel herzustellen, welches mit leichter Anwendbarkeit eine
ichere und dauernde Wirknng vereinigt, Histosan darf mit ruhigem
zewissen nach Ursache wie Wirkung, als das beste, wirksamste und
geeianetste Mittel gegen die Lundgentuberkulose heaeichnet werden.“
Zahlreiche andere Untersuchungen in Krankenhäusern und Sana—
orien des In- und Auslandes haben ebenfalls ergeben, daß das
Zistosan jedes bisher bekannte chemische oder organotherpeutische
Nittel an antituberkulöser Wirksfamkeit und Zuverlässigkeit bei
veitem übertrifft und geradezu überraschende Resultate in Bezng
iuf Entfiebernng, Aufhebung der katarrhralischen Erscheinungen,
Zräfrigung und Belebung des Organismus und Erhshung des
Zörpergewichtes bewirkt. In den Sanatorien von Davos Arosa,
eysin, auf dem St. Gotthardt-Sanatorium, ferner in Bozen,
Neran, Abbazia und in den meisten Heilstätten des deutschen
seiches ist das Histosan in täglicher Verwendung, ebeiso in den
neisten Kinderspitälern und Krankenhäusern. Es ist aber auch
ein anderes Mittel wie das Histosan so imstande, den Appetit zu
ördern, erkranktes Blut und Gewebe zu sanieren, jeden, auch den
artäckigsten Husten zu vertreiben und einen absolut ruhigen Schlaf
u erzeugen. Dadurch wird das Aussehen des Patienten so sehr
jebessert, daß man wirklich staunen muß. Die blasse, kränkliche
zefichtsfarbe verschwindet schon nach wenigen Wochen, der Körper
rhält ein frisches, gesundes Aussehen und der Patient fühlt wieder
ieue Arbeits- und Lebenslust. Dahei hat das Histosan den Vorteil
»aß es viel besser schmeckt als die gewöhnlichen Mittel, und billiger
neil es viel wirksamer ist Notirsich sind iekt schon sodnenpan—
Waldun sen — 700 Viergen — sind teils Cigentum des
derzogs von Arenberg,. teils ssaailiches Eigentum und teils
zecheneigentum. Der zweite Brand brach zwischen Sinsen
ind Oer aus. Hier frelen etwa 300 Morgen Baumbe—
tand dem Feuer zum Opser. Die Entstehungsursache die,
ses Brandes ist noch unbekannt (EEr wurde gegen 7 Uhr
gelñscht.
() Koblenz, 6. Vlai. SGSelbstword eines Of—
fiziers.) Im Hotel „Reichsadler“ erschoß sich Leut—
nant Hunow vom Ins.-Regt. Nr. 54 aus Köslin. Er
weilte in Kolberg zum Reginientsexerzieren.
() Bonn, 6 Nai. GEin gutes Geschäft.) Ein
Wtes Geschäft umachte in Meckentzeim der Brauereibesiter
Josef Kreisel, der bei der Zwangsversteigerung der Braue—
rei seines Konturrenten, die erst im Jahre 1903 gebaut
und 19605 noch auf 235 000 Mark taxiert worden war
das Obiekt für 37 200 Mark erwarb.
(6) Darmstadt, 6. Maoi. Gattenmord.)
Der Pöbeltransporteur Witsert, der in einem schweben
den Ehescheidungsprezeß heute vor Gericht zu erscheinen
batte, verzeßte seiner Frau drei Messerstiche in Hals und
Vesicht. Die Frau ist schwer verlebt. Witlert wurde ver
luastet.
c) Seidelberg, 6. Wai. (Kine liebenswürdi
ge Ebehälfite.,) Nach vorausgegangenem Wortwech
sel warf die Ehefrau des Taglöhners Vaust ihrem Many
die Petroleumlampe an den Kopf. Tie Lampe exrplodierte
und der M'ann erlitt so shwere Brandwunden, daß er
bald nach seiner Einlieferung in das Kranlenhaus ftarb
Ddie Eheirau wurde verhaftet.
α
Tesegramme
* Berrin, 6. Mai. Das Abgeordnetenhaus setzte heute
die Besprechung des Kapitels Eike nentar⸗Unterrichtswesen
font. Bei der Abluimmung wurde der konservative Antrag
auf vermehrie Anstellung von Lehzrerinnen angenommen, der
nationalliberale Antrag betreffend die gesetzlichz“ Fehlegung
des schulpflichtigen Alters an die Unterrichts-Kommission
verwiesen. Fortsetzung des Kultus-Etats heule Abend halk
3 Uhr
—
*Hamburg, 7. Mat. Die uüberseeische Auswanderung
iber Hamburg betrug im April 10470 Personen gegen
3414 rasp. 20 563 im April der beiden Vorjahre. Seit
Anfang des Jahres wanderten 45 754 gegen 17948 und
bb 331 in den beiden letzten Jahren.
* Munchen, 7. Mai Wie wir zuverlässig erfahren
vird Geheimrat von Sschudi seine Sitellung als General—
»irektor für alle Gemäldegalerien in Bayern schon in al—
lernächster Zeit antreten. Die offizielle Mäitteilung von
der Ernennung ersolgt nach der Rückkehr des Prinz-Re
genten nach München.
* Londoun, 7. Mai. Bei einem Bankett der News
paper Society hielt Staatsselretär Sir Edward Grey
eine Rede, in der er u. a. sagte;: „Was die Beziehungen
der Machte zu einander betrifft, so sind wir in ein ver—
ältnismäßig ruhiges Fahrwasser geraten. Wir liegen fried—
ich vor Anker. was von jeher unser Wunsch war. Wir
halten die Angelegenheiten der auswärtigen Politik ab
jeits von Varteifragen. Wir sind uns bewußt, daß un
sere Tatkraft durch die ungeheure Ausdehnung des Rei—
ches so sehr in Anspruch genommen wird, daß wir kei—
nen auf weitere Expansionspläue gerichteten Wunsch ha
den Wir wünschen vielmehr, das Reich zu entwickeln und
nit unseren Nachbarn in Frieden zu leben. Was wir
brauchen, sind nicht Streitiakeiten. sondern eine ruhige
niswärtige Polinl.
*Plymonth. 7. Mai. dach dem offiziellen Programm
ür die Bewegungen der Heimatstotie werden die Schlacht
chiffe und Kreuzer der Seniordivisien unter dem Kom—
nando des Admirals May den größeren Teil dieses Mo—
nats in der Nordsee verbringen. Ties bedeutet eine Ab—
weichung von den ursprünglich getrossenen Maßnahmen
ind betrifft die Zeit der taktischen Uebungen der deuischen
vsinen Schlachstichiff⸗
*Antwerpen, 6. Mai. Hier starb gestern ein Millionär,
der Gutsbesitzer Gabriel Rump, der so geizig war, daß er
nicht einmal genügend Nahrung zu sich nahm. Obwohl er
ausgedehnte Grundstücke bisaß, aus denen er ein hohes Ein⸗
onmmen bezog, hauste er schon jahrrlang in einem Bodenver⸗
schlag und schlief auf einem Strohsack.
* Rom, 6. Mai. Leutnant Calderara stürzte bii Flug—
übungen in Centocelle mit einem Wrighischen Aeroplan zur
Erde. Der Aeroplan zerbrach; Calderaia wurde leicht verletzt.
* London, 6. Mai. Nach einer Meldung der „Times“
aus Peking gehöen die Mörder der beiden deuischen Reisen⸗
den Brunhuber und Schmitz zu Skosos, einem halb unab—
hängigenzGrenzstamme im Mekongtale. Die beiden Deutschen
sollen zwei Tagereisen von der Stadt Werhsi ermordet wor⸗
den sein.
Petersburg. 7. Mai. In hiesigen dipiomatischen Kreisen
erhält sich die Nachricht von einem Besuche Kaiser Wilhelms
in Petersburg. De— Zar erwartet ihn im Laufe des Som—
meis in der Haupistadt.
* Huelva in Spanien, 6. Mal. Hier stellte sich heraus,
daß der Totengräber in unerhörter Weise Leichen ausbeulete,
ndem er die Kleider der Leichen an Lumpenhändler verkaufte
und die Leichen gegen ein Trinkgeld sehen eß. Auch tuschte
er wertvolle Särge gegen minderwertige um und verkaufte
diese dann
Briefkasten.
Stammtisch. Ein Platz, wo best minte Leute an bestimm⸗
ten Tagen zu einer bestemmten Stunde in einem bestimmten
Lokal zu dem bestimmten Zweck zusammenkommen, um eine
»estimmte Menge Bier zu crinken, nennt man einen Stamm⸗
r Red.
— — — — — — — — — —
csahprodukte aufgetaucht und es sei deshalb hier Jedermann ge—
warnt, sich solche Mittel unter irgedewelchem Namen empfehlen zu
lassen. Es gibt keinen Elrak für Histosan
Das Histosan, welches von den Aerzten häufig als Pulver ver—
wendet wird (es ist ein Farere schwach aromatisch riechendes
Pulver), ist in den Apotheken auch in Lösung (als Histosan-Sirup)
oͤder in Form von von Tabletten erhältlich, aber niemals offen
nach Maaß oder Gewicht, sondern nur in verschlossenen Driginal—
Schachteln. Wo es nicht in Apotheken erhältlich ist, wende man
sich direkt an die Histosan-Fabrik
in Singen N. 298, Amt Konstanz. 1 Flasche Histosan-Sirup ode
eine Schachlel Histosan-Tabletten kostet portofrei Mk. 3.20
nmerkung: Das Histosan ist kein Geheimmittel, sonderr
eine Eiweißverbindung“ des Brenzkatechinmonomethyläthers
welche bei uns durch das Deutsche Reichspatent Nr. 162656 ge—
schüht ist, während die andern Mittel keinen Patentschutz ge—
nießen, weil sie keinen Fortschritt in der Medizin gebracht haben