Full text : Dudweiler Zeitung

„Solingen, 14. Jan. (Seichenfund.) Ver feit
Dezember vermißte Töchterschuldirektor Friedrichs ist
rterhalb der Müngstener Riesenbrücke als Leiche aus der
upper gezogen worden.
) Krefeld, 14. Jan. (Stiftung.) Der „NKrefel—
BZeitung“ zufolge stiftete Frau Lohmann, geb. Stin—
s, aus Anlaß des 100iährigen Bestehens ihres valer—
hen Geschäfts 50 000 Mark dem Krefelder Frauen—
ein für Wöchnerinnen, in dessen Vorstand sie länger
25 Jahre tätig war. Die Zinsen der Summe sollen
Vereinszwecken verwendet werden.
) Rectlinghausen, 14. Jan. (Den Wunden er—
gen.) Der Gemeindegasthausverwalter Thiele in Su—
rwich, dem in der Nacht vom Sonntag zum Montag
nudem 21jährigen Oesiterreicher Pekar die Halsschlag—
er durchschnitten worden war, starb im Knaͤppschaftsmkenhaufe.

() Vechta, 14. Jan. Mord und Selbstmord.)
neHotelgast erschoß seine unbekannte Begleiterin undb
an sich selbft, e
) Trier, 78. Jan. (Ein Defraudant.) Der in
»denhofen vrhaftete luremburgische Postdieb Postkut—
r Daro hatie bei seiner Ausl'eferung nur noch 1900
inks bei sich, während 5000 Franks gestohlen waren.
ch hartnäckigem Leugnen gab er endlich den Diebftahl

»ohe der fehlenden Summe zu. Zwei Tausendmart—
ie jand man nach seinen Angaben unter einem Steine
Walde versieckt.
Worms, 14. Jan. GGegen die Weinsteuer.)
dandelstammer Worms hat in ihrer letzten Sitzung
jegen ihrer bisherigen Stellungnahme mit 8 gegen 4
mmen gegen die Weinsteuer Stellung genommen.
) Offenbach, 14. Jan. (UUe berfahren.) Heute
wurde zwischen hier und Mühlheim am. M. die
sch e eines vom Zuge überfahrenen und anscheinend
it getöteten Mannes gefunden. Die Persönlichkeit des
öteten ist völlig unbekaunnt.
2) Erkelenz, 14. Jan. EErschossen.) Bei dem
éE Scherpenseel erschoß ein Jüger einen Mann, den er
n Frettieren von Kaninchen antraf. Der Erschossene
im Besitze der Erlaubnis zum Fangen von Kanin—
Der Jäger wurde verhaftet.
RNeußz, 14. Jan. (Sum Bahnhofs-Neuban.
Muse umsbau.) In der letzten Sitzung geneh—
zten die Stadtverordneten die durch eine durch den
hnhofsumbau notwendig gewordene Unterführung ent—
idenen Kosten in Höhe von 30 000 Mark. — Das
llegium beschloß ein Preisausschreiben zur Erlangung
Entwürfen für den aus der Selsschen Stiftung zu
chtenden Ruseumsbau.
Odenkirchen, 14. Jan. (Für die Arbeits—
en.) Die Stadtverordneten bewilligten wiederum
Mark zum Zwecke der Beschäftigung hiesiger Ar—
loser.
Hanau, 14. Jan. (Zum Diamantenfund
Südwestafrika.) Der Staatssekretär Dernburg
gestern in Berlin zwei Vertreter der Hanauer Edel—
all⸗Industrie zu einer Vesprechung über die Diamant—
de in Deutsch-Südwestafrika empfangen. Die Herren
d, wie aus einem Bericht der Zeitungen hervorgeht,
wdieser Besprechung sehr befriedigt und haben die Ge—
heit gewonnen, daß, wie reich die Produktion sich
c gestalten möge, eine Beunruhigung oder gar Ent—
rtung des Edelsteinmarktes nicht eintreten werde, in—
mman Verbrauch und Anaebot in einem richtigen Ver'
ltnis halten werde.
) Mainz, 14. Jan. (Diebstahl.) In der ver—
ngenen Racht brachen vier Arbeiter in dem alten Eest—
„swerk „Bastion Martin“ ein und entwendeten 25 alte
mnonenkugeln. Als sie bei einem Trödler als Ablteisen
taufen wollten, wurden sie verhaftet.
Biebrich, 14. Jan. GGin Erzgauner.) Die
trügereien des angeblichen Bergwerksdirektors Kron—
uch. dessen Verhaftung durch die hiesige Polizei bereits
meldet wurde, haben einen geradezu abenteuerlichen
arakter. Kronbach, der früher bei der Kölner Stra—
abahn eine untergeordnete Stelle bekleidet haben soll,
vor etwa Jahresfrist hierher. Er gab sich als Berg⸗
ksdirektor aus und verstand es, durch sein sicheres
ftreten Eingang in die Gesellschaft zu erlargen. Die
gabe, daß er sehr vermögend wäre, unterstützte ihn
fetnen unifangreichen Schwindeleien. Obschon völlig
ellos, kaufte Kronbach an der Wiesbadener Allee eine
la und schädigte, nebenher zahlreiche Geschäfts⸗ und
ivatleute. Eine besonders rege Tätigkeit entfallete er
och auf dem Gebiete des Kuxen-Schwindels; Kronbach
Ite auch für einen imaginären Bergwerksbetrieb Per⸗
al und engagierte u. a. einen Wiesbadener Herrn als
—— Betrügereien Kron—
68 sollen sich auf 60—70 000 Maärk belaufen. Allein
Wiesbadener Baufirma ist um rund 25000 M. ge⸗
idigt. Die Verhaftung erregt, nachdem eben der Schier—
ner Fall Hassenbach die Gemüter beunruhigte, um so
nlicheres Aufsehen, als Kronbach in der Gesellschaft eine
t unbedenutende Rolle spielte. (F. 35

*Durch Gas getötet. In Resicza (Ungarn) sand aul
n. Amassyschacht des Kohlenbergwerlks eine Gas—
Sströmung sitatt, durch die zehn Arbeitet ge—
tdet wurden; zwei Mann werden vermißt.
*Gestrandet. In London traf die Nachricht ein, daß
deutsche Dampfer „Wangard“, der bei Buenos-Aires
Endete, eine große Ladung Getreide an Bord hatte.
d daß sich der Schaden auf 1600 000 Martk beläuft.
*Erftickt. Der „Matin“ meldet aus Chateau Rouge:
ihiesigen Militär-Lazarett wurden eine Anzahl Sol—
en durch Kohlengas erstickt aufgefunden. Nach langen
mühungen der Aerzte gelang es, 13 Soldaten ins VLe⸗
zurückzurufen, während zwei nicht mehr zu retten
ien. Der Unterstaatssekreür im Kriegsminifterium,
eron, reiste sofort dorthin ab. um versönlich die An—
a. ng zu leiten

*Erdbeben in Amerika. Aus Bellingham (Staat
shington) wird gemeldet: Nach amtlichen Berichten ist
ganze Nordwestküste von Erderschütterungen be—
fsen worden. In Port Townsend wurden Dächer und
isterscheiben beschädigt. Die Wasserröhren platzten und
Häuser wurden überschwemmt. Der Mount Baker,
als erloschen geliender Vulkan. war kurꝛzꝛe Zoeit in
iakeit. —
V) Internattonaler Luftsehiffahrts kongrefß. Aus
ndon wird telegraphiert: „Die äronautische Konferenz
oß am Dienstag ihte Sitzung. Es wurde beschlossen,
en neuen Preissonds von 1200 000 Franks zu stif⸗
wozu Englaud, Amerika, Frankreich und Deutschland
100 O00, Belgien, Spanien, Italien und Oesterreich je
000 Franks beitragen. Hiervon wird eine Million zur
yaffung von zehn Preisen zu 100 000 Franks ver—
ndet. die alle jünf Jahre in Konkurrenzen für lenk—
e Luftschifsfe und Fluginaschinen zur Verteilung kom—
iodaß die Serie fünszig Jabre dauert.“
Bergmaunnslos. In Liabranch (Virginien) wurden
Bergleute infolge des Zuammenbruches eines Koh—
zözes lebendig begraben; 10 wurden gerettet. Unge—
»e Kohlenmassen versperren alle Ausgänge und er—
Noören die Nettundgsarbeiten

Die Spielautomatenvarietees in Berlin, die vor
Alem auf die Jugend einen so verderblichen Einfluß
sübten, haben nach der Bekanntmachung, die Polizei—
rasident von Stubenrauch erließ, jetzt zum größten Teil
hre Pforten geschlossen. Nur an zwei Stellen halten
luiomatenvarietees den Betrieb aufrecht. Hier arbeiten
lutomaten der verschiedensien Systeme. Dies entspricht
inem Beschluß, den ein Kongreß der Automateninteres⸗
enten gefaßt hat. Die Besitzer der erwähnten beiden
lutomatenvarietees wollen sich wegen Duldung verbote—
ier Glücksspiele anzeigen lassen und dann den Prozeß
ür jeden einzelnen Automaten bis zur letzten Instanz
urchführen. Auf diese Weise will man grundjätßliche
entscheidunzen der Gerichte darüber herbeiführen, welche
lutomaten als Glücksspiele verboten, und welche als
ʒeschicklichkeitsspiele erlaubt sind. Sind diese Entscheid—
ingen gefallen, so wollen die Interessenten den Beirieb
nit den für einwandfrei erklärten Automaten wieder
arsnehmen.
Der Stichling als Mückentöter. In den Blättern
ür Aquarien- und Terrarienkunde gibt Dr. A. Brüning
inen Beitrag zu dem in letzter Zeit mehrsach von uns
zehandelten Kapitel Mückenvertilgung, indem er empfiehlt,
um Kampf mit den Muücien unseren dreistachligen Stich—
ing (Gasterosseeus aculeatus) zu verwenden, der leicht zu
beschaffen sei, und mit jedem leidlich reinen Wasser vor—
ieb nehme. „Im kleinen sind schon im vergangenen Jahr
Bersuche mit dem Stichling als Mückenvertilger angestellt
vorden, die ein recht gutes Ergebnis lieferten. Es han
delte sich um das Bassin eines Garten-Springbrunnens
zas jedes Jahr, den ganzen Sommer hindurch, zu einer
Nückenplage in der Umgebung Veranlassung gab. Dieser
lebelstand war sofort beseitigt, als im Maineinige Stich—
ingspärchen in den Behälter gesetzt wurden, sie hielten
nit ihrer zahlreichen Nachkommenschaft das Wasser rein
on jeder Mückenlarve. Weitere Versuche im großen
zürften jedenfalls zu ähnlichen Resultaten füßhren, denn
inser Stichling leistet im Vertilgen von kleinen Wasser—
icren wirklich Unglaubliches und es wäre ihm Gelegen—
jeit gegeben, seine bescheidenen Fähigkeiten zum Besten
»er Menschen, die von ihm meist doch nicht viel Gutes
denken und kennen, zu verwenden und sich somit zu sehr
erdienten Ehren zu bringen“
Jeufte Nachrtehten und Telegramme.
Depeschen Buxreau Herold.
3*58 Würzburg, 12. Jan. Ein Aufsehen erregende
Freisprechung hat das Schwurgericht von Untersranken in
Aschaffenburg gefällt. Ein 20jähriges Dienstmädchen hatte
im 17. September vorigen Jahres ein Kiand geboren, das
s sofort nach der Geburt mit einer Ofenzange eischlug. Die
Beschworenen verneinen die Schuldfrage, obwohl die An—
zeklagte ein vollständiges Geständnis ablegte.
* Essen, 14. Jar. Ja den fiulhen Morgenstunden ist
iber das rheinisch;westsälische Industriegebiet ein ziemlich
seftiges Unwetter mit starken elektrische: Entladungen nieder⸗
zegangen. Teilweise war das Gewitter von Schneesällen,
in andern Orten von starkem Sturm begleitet. In Solingen
chlug der Blitz mehrfach ein, ohne jedoch zu zünden.
*Köln, 15. Jan. Der „Köln. Zig.“ wird aus Berlin
elegraphiert: Kaum sind die Versuche, die Anrede des
kaisers an die kommandierenden Generäle zu einer
ülitischen Kundgebung zu slempeln, unter dem Eindrucke
er Erklärung des „Reichsanzeigers“ verstummt, fo mel—
et sich ein hiesiges Blatt mit einem Bericht, der in die
leußerungen des Kaisers bei der Inbiläumsfeier des
eiser Franz-Garde-Grenadierregiments politische Anspie—
angen einschmuggeln will. Es wird behauptet, der Kai—
habe den Satz gesprochen, „es können, was der All
iöchtige verhüten möge, noch schwerere Zeiten kommen“
zun einem Teilnahmer an der Feier, dessen hervorragen
e Stellung es ihm ermöglichte, jedes Wort zu hören,
as Katiser Wilhelm bei dieser Veranstaltung sprach, wird
ne versichert, daß weder die oben angeführte, noch eine
brliche Aeußerung gefallen ist. Gegen das Spiel mit
cdichteten Kaiserworten, von dem hier ein neuer Be—
wis vorliegt, muß in der ernsten politischen Nresse mehr
ss je Front gemacht werden.
2Breslau, 15. Jan. Der deutsche Katholikenacç
 wurde vom Zentralkomitee zum 29. Auqust d. J.
n Breslau einberufen.
* Stuttgart, 15. Jan. Die Erste Kammer nimmt am
Freitag, den 22. Januar ihre Sitzungen wieder auf.
*Paris, 15. Jan. Der Präsident der Republik
erlieh das Ritterkreuz der Ehrenlegion dem 253 jährigen
drankenhaus⸗Arzte Dr. Bazy, der vor einiger Zeit ein
inze eingebüßt hatte, weil er eine gefährliche Operation
icht hatte unterbrechen wollen, als ihm bei derselben
ine Menge Eiter ins Auge gedrungen war.
*New-York, 15. Jan. Argentinien kauft 200 000
lewehre in Dortticksand 44

* Budapest, 15. Jan. Ein schweres Grubenunglück hat
Ajka-Kohtengtube heimgesucht, die in dem Komitat Vusz⸗
zrim liegt. In der Zeche entstand durch eine Delentzündung
ine Explosion schlagender Wettet. Es folgte darauf ein
Brand, der sich mit großer Schnelligkeit vom Luftschacht aus
iach dem Innern der Grube verbreitete. Hierdurch wurde
en Bergleuten der Weg zur Rettung versperrt, Die Arbei⸗
m den Eiugeschlossenen zur Hilfe zu kommen, wurden
ofort und mit großer Energie anfgenommen, aber der Er—
olg war niederdrückend, da man bis 6 Uhr abends nur 8
dnappen lebend gefördert hatte, die 50 sonst noch bis zum
ingegebenen Zeitpunkt ans Tageslich gebrachten Bergleute
varen tot, sämtlich verstümmelt und bis zur Unkenntlichkei
yerbrannt.
* Badapest, 15. Jan. Die Bergunzsarbeiten Zin der
cAcbe werden mit unermüdeter Kraft Pfortgesetzt. Die
rsgleule drängen sich dazu, den verunglückten Kameraden zu
zülse zu kommen und arbeiten mit Todesoderachtung. Bis
) Uhr abends wurden indessen im ganzen nur 5 lebend ge—
ördert, die Zahl der Toten betrng halb 1 Uhr abends 95.
AAgesaml wurden 250 Bergleute von dem Ungluick in der
Irude uderrascht. Leider hat man wenig Hoffnunz von den
zoch eingeschlossenen etwva 160 Knappen noch eine arößere
Anzahl an Leben zu finden.
* Rom, 15. Jan. Der Gemeinderat von Palmi hielt
zestern unter freiem Himmel eine Beratung ab. Die Tages⸗
rdnung wurde en den König und an den Kuabinetrschef
ibgesandt, in welchem Klage geführt wird, daß man bis
— Palmi ohne jealiche Hilfe und Unterfstütung gelassen
abe.
* London, 14. Jan. Die „Daily Mail“ berichtet, daß
)er neue Kreuzer „Infatigable“, der im nächsten Monat in
Devonport auf Stapel gelegt wird, eine Länge von 555
ind einer Brettt von 80 Fuß erhalten wird. Das De—
lazement wird ungefähr 19000 Tonnen betragen. Die
Naschinen arbeiten mit 45 000 Pferdekräften. 3 Séornstein⸗

in) vorgesehen. 8 schwere 12zöllige Geschütze werden so
tbaut, daß sie nach vorn feuern.
Unsere Großelkern würden aber staunen,
wenn sir sehen könnten, welche Entwicklung der Winter—
9— sport genommen hat. Rodel, Bobsfey und Ski herschen
F vor und Wintersportfeste sind Veranstaltungen der vor—
9 nehmen Welt geworden. Nun ist der Wintersport ja
gewiß gesund, aber doch nur wena man sich vorsichtig
9 vor Erkältungen hütet. Und das tut man sicher und
F bequem wenn man während der Fahrt immer eine
9— Sodener Mineral-⸗Paftille (Fays ächte) im Munde zer⸗
. gehen läßt. Daß Fays ächte Sodener auch jede vor⸗
Mhandene Erlältung schieunigst beseitigen, ist langst be⸗
* kannt. Man kauft sie in allen Apotheken, Drogen- und
Mineralwasserhandlungen für 85 Pfg. die Schachtel.

bestes Rohmaterial und sorglaltige
Fabrikation bedingen die wertvollen
Eigenschaiten von Knorr's Haserlocken
 als leiceht verdauliche, nahrhafte
 und bekömmliche Speise.
für Kindernahrung empfehlen
iele Aerzte Knorr's Hafermehl.
E FHierdel eine Beilage des Vankgeschaftes Walter
Zrundmann, Hamburg.

Tedes⸗Anzeige.

Heute vormittag ist nach längerem Kranksein unsere
iebe Mutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwieger⸗
nutter, Schwester, Schwäqerin und Tante
Wwer. Johann hart
Johann paärh,
Marg., geb. Müller
m Alter von 67 Jahren sanft in dem Herrn entschlafen.
Um stille Teilnahme bitten
die tranernden Angehörigen.

Dudweiler, Saarbrücken, Pirmasens, Forbach und
Hatzleton (Nordamerika), den 14. Jan. 1909.

Die Beerdigung findet am Sonntag, den 17. Januar,
nachm. 3 Uhr vom Sterbehause Wilhelmstr. 25 aus statt.

Todes⸗,Anzeige.

Dem lieben Gott hat es gefallen, unser herziges
Zöhnchen

Gustap

nach langen schweren Leiden im Alter von 18 Mon.
und 14 Tagen zu sich in die Schar seiner Engel aufzu—
nehmen.
Um stille Teilnahme bitten
die tiefbetrübten Eltern
33 2
Peter Pitz und Frau.—
Charlotte, geb. Maul.

Die Beerdigung findet Samstag nachmittng 3 Uhr von
der Kirchenstr. 15 aus statt

Bekanntmachung.
Sämtliche in der Bürgermeisterei Dudweiler wohnenden
im Jabte

ind früher geborenen männlichen Personen. Letztere insoweit
zine endgültige Entscheidung über ihr Militärverhältnis noch
aicht ergangen ist, werden auf Grund der deuischen Wehr⸗
ordnung hiermit aufgefordert, sich in der Zeit
vom 15. Januar bis 1. Februar 1909
auf dem Bürgermeisteramt, Zimmer Nre. 10 und zwar Er⸗
tere wenn sie nicht im hiesigen Standesamtsbezirk geboren
ind unter Vorlegung des Geburtsscheines und Letztere unter
Vorzeichung ihres Losungsscheines, im Verhinderungsfalle
urch ihre Eltern, Vormünder, Lehrherrn usw. zur Rekru⸗
tierungs⸗Stammrolle anzumelden, bezw. anmelden zu lassen.
Vor die vorgeschriebenen Meldungen zur Stammrolle
oder zur Berichtigung derselben unterläßt, verfällt in eine
Beldstrafe bis zu 30 Mark oder Haftstrafe bis zu 3 Tagen.
Außerdem können solche Militärpflichtige als unsichere Heeres—
oflichtige vorzugsweise eingestellt werden.
Im eigenen Interesse der Heerespflichtigen ersuche ich
die Geburts-und event. Duplikai ⸗-Losungsscheine sofort zu
deschaffen und die Anmeldung zur Stammrolle aleich nach
dem 15. Januur zu bewirken.
Dudwetler. den 7. Jannar 1909.
Der Bürgermeister Joft.
Gedenket der bungernden Pögel.
            
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