Full text : Dudweiler Zeitung

Nmmer 102.

Tel.oo, 259, 268 un 1261.

Dienstag, den 4. Maĩ 1909. enunceliße cc17 23. Jahrgang.

2
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—

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57 *
Afgemeiner Kuzeiger für den Rürgermeillereibe,
DNudweiser.

—
Ait Veilagen: „Velletristische Wochenschrifte“ und
ustige Blatter“

*

Kbonnertentspreis
monatlich 70 Pfg. frei ins Haus gebracht; bei de—
bestellt M. 2.25 vierteljährlich.
Die „Dudweiler Zeitung“ erscheint täglich mit Ausnahme der So—
und Feiertage

nen 16

Ane gen
Vfg. oie sparige 5e; bei mehrmaligen Inserationen
ent suye Kender Rabatt.
ec.A4g von J. Unterkeller
in Dudweiler.

Kedaktion, Or

—

* 7
Ruhe im Flottenveren?
Der bayerische Landesverband des Deutschen Flotten
ereins hielt am Sonntag in Würzburg Delegierten-Ver—
ammlung ab. In der Begrüßung gab Kammerherr von
-Spies der Hossnung Ausdruck, daß Prinz Rupprecht von
Zayern das VProtektorat über den Landesverband wieder
ibernehmen werde, doch solle man heute nicht darüber
»ebattieren. Die Krise im Flottenverein hatte zur Folge,
hzaß im vorigen Jahre die Zahl der Mitglieder in Bayern
yon 26232 auf 22 021 zurückging. Heute wurde konsta—
iert, daß der Verlust bereits wieder eingeholt sei.
Das bisherige Präsidium, Kammerherr von Spies
rklärte dazu, im Flottenverein seien jetzt friedliche Zu—
tände eingetreten, er erkenne auch denjenigen, welche ihm
im Kampfe gegenüberstanden, die beste patriotische Absicht
zu. Mit der Amisniederlegung werde nicht den teilweise
auch heute noch bestehenden Forderungen seines Rücktrii⸗
es entsprochen, er habe schon im vorigen JZahre die feste
Absicht gehabt, zurückzutreten. Als Nachfolger schlage er
den Fürsten Otto Castell-Castell vor, dessen Grundsät
eien, daß der bayerische Landesverband genau in den
Bahnen des früheren Vorsitzenden weiterarbeitet: Festhal—
en an der Danziger Resolution und Ausschalten jeder
zolitischen und konfessionellen Agitation. Rednuer trat zum
Schlusse der Ansicht entgegen, daß der Flottenvercin sich
überlebt habe, weil die Ueberzeugung von der Notwen—
digkeit einer starken Flotte für Teutichland Gemeingut
des Volkes geworden und durch Sicherung des Flotten—
gesetzes der Zweck des Vereins erreicht sei. Der Flotten—
perein sei auch beute noch eine nationale Notwend gkeit.
Die weitere Entwickelung einer starken deutschen Flotte
im Interesse des aufwärisstrebenden, das Ausland über
klügelnden Handels und zum Schutze unserer vaterländi—
chen Nüsten sci heute noch eine zwingende Piucht.
Deutschland müsse trotz seiner durchaus friedlichen Gesinn—
ing als Feind gefürchtet und als BRundesgenosse geschäsm
verden.
Bei der per Akklamation erfolgten Neuwahl wurde
Fürst Otto Casiell-Castell als erster, Universitätsprofessor
Dr. Schlösser-München als zweiter Vorsitzender, General—
direktor Eichbom-München als Geschäftsführer und Schatz—
meister gewählt. In einer Refsolution wurde dem
aAbtretenden Präsidium für seine aufopfernde Geschäfts—
ührung einstimmig der wärmste Dank ausgesprochen. Fürst
Fastel-Castell nahm die Wahl an und betonte gleichfalls,
»aß sie keinen Systsemwechsel bedeute. Er habe erst Be—
zenken getragen, als Protestant den Vorsitz zu überneh—
nen, weil in Bayern eher ein Katholik das verloren:
bertrauen wiedergesvinnen könne. Da er aber ein erklär—
er Gegnner des Herxeinziehens der Religion in das öffent
iche Leben sei, habe er dieses Bedenken fallen lasen.
Seine Hauptaufgabe sei, das durch den Streit im Ftot—
enverein verloren gegangene Terrgin wieder zu gewin—
ien. Als Delegierte für den Deutschen Flotstenverein wur—
den vorgeschlagen Kommerzienxrat Bock-Würzburg, Fabrik—
»irektor Dr. Dietrich-Sudwiashafen und Rechtsanwalt Dy
uninner-Augasburg

Soztaldemottane zu erlangen, id köonnen wir ihr vor
vornherein sauen, daß sie falsch kallusien
Italien.
* Der Kabinettschef, der Kriegs- und der Finanzmini—
ler haben sich über die Höhe der neuen Militärausga—
ben geeinigt. Das dieszährige Militär-Budget wird das
vorjährige um über 15 Milltionen Lire übersteigen
Es handelt sich dabei um Neuanschaffung für Artillerie,
Munition, Bewafsssnung und Lebensmittelvorräte. In'
nächsten Ministerrat soll der Gesetzenwwurf in allen seine;
Teilen iestgesetzt werden

der und Ehegatten ablehnen, wer sie eine VWermogensbe—
stererung im schwersten wirtschaftlichen Moniente darstelle,
dazu gecignet sei, den Sinn für Erhallung des Besitzes,
den Erwerbs- und Sparbetrieb der sür die Zukunft der
FJamilie sorgenden Bevölkerung zu beeinträchtigen, offen—
bare Bevorzugungen des beweglichen Vermögens mit sich
führe und endlich zur Hebung komme gegenüber Perso—
nen, die ihrer Natur nach weniger sähig seien, ihre be—
rechtigten Interessen gegenüber der fordernden Behörde
vahrzunehmen. Sie hätten vollen Ersatz für eine solsche
Zteuer durch andere, vorzugsweise den Besitz treffende
ẽrgünzungssleuern geboten und hofften, die Mehrheit des
deichssstages auf solche oder ähnliche Vorschläge zu eini—
jen. Eine verhetzeunde Agitation beschuldige sie des straf—
aren Eigennutzes im Interesse einzeiner und böswilli—
zer Verkennung der politischen Pilicht, obgleich sie stets
auf größte Beschleunigung der Kommissionsarbeit hinge—
wirkt, dagegen andere Parteien fast alle Steuern abge—
ehnt oder aufs gröblichste eingeschränkt hätten. die auch
etzt ihre Zussimmung zu den direkten Steuern verwei—
zjerten. Sie kämpfien auch nicht gegen die Person des
eitenden Staatsmannes. Der Aufruf an die Parteian—
zänger schließt mit der Mahnung zur Besonnenheit und
zum Vertrauen. Man möge nicht fahnenflüchtig werden
gegenüber kritischer Entscheidung, sondern geschlossen die
steihen zusammenhalien im Kampfe mit den gegnerischen
Interessen. Denn die Partei werde geachtet, einig und
tark vleiben und zugleich den Ersolg auf ihre Fahne
schreiben können.

Portugal.
*Im Unterhaus kam es in den letzten Tagen wieder
holt zu Skandal-Sitzuttgen. Der Progressist Antonie
Labral erklarte in der letzten Sitzuug namens der Re
zierungsmehrheit, dem Abgeordneten Caieiro de Matta
verde von ium an seitens der Majorität keine Beachtung
nehr geschenkt werden. Die Worte riesen einen ungeheu—
en Protesttumult hervor; unter einem allgemeinen Hol—
enlärm wurde die Sitzung unterbrochen. Rach der Wie—
»ereröffnung wollte der Präsident zur Tagesordnung über
gehen, doch verlangte die Opposition die Zurückziehung
der Erklärung seitens der Majorität. In der Erkenutni?
der Unmöglichkeit der Fortsetung der Tebatte hob der
Präsident die Sihung aus. Die Auflösuna des Unter
sauies ericheint unvermeidliß
Persien.
»Die Wege in der Umgebung von Täbris sind frei
die Zusuhr von Lebensmitleln ist gesichert, doch fehlt es
noch an einem regelmäßigen Verlehr mit DTschulfa. Der
Versuch, die Post nach Dschulfa abzusenden, mißlang, da
rus Furcht vor Rakim-⸗Khau niemand auszufahren wagt
In der Stadt herrscht die größte Not. Der Endschumen
wandte sich an den uussischen Konsul mit der Bitte um
suskunft, ob die russischen Truppen zur Wahrung der
Interessen des Volkes oder derjenigen des Schahs gekom
nen seien und wie lange sie vor Täbris bleiben wür—
den. Der russikhe und der englische Konsul antwortetern
jemeinsaui, daß die russischen Truppen nur zeitweilig ge
onzmen fseien, um die Wege nach Täbris zu öffnen, die
Aussänder zu beschützen und die Stadt vor Raub zu
dewahren, falls sie von den Truppen des Schahs einge
teuntinen werden sollte

Volitische Rundschan.
Seutsches Reich.
Zur parteipolitischen Lage erfäͤhrt der „Börsen—
urier“ an zuständiger Stelle, Reichstanzler Fürst Bü⸗
o w habe den Führern der Korservativen gegenüber
um unzweideutigen Ausdruck gebracht, daß er eine Fi—
ianz⸗ und Steuerreform aus den Händen des Zentrums
ind der Polen nicht entgegennehmen werde. Aus der
haltung der Konservativen werde er die Konsequenzen zie—
sen. Ob diese Konsequenzen in dem Rücktritte des Für—
ten Bülow oder in der Auflösung des Reichssstages be—
tehen werden, ist noch nicht bestimm
*Aus Stuttgart wird berichtet: Der Bund der
dandwirte hielt am Sonntag seine Landesver—
ammlung ab. Nach dem Rechenschaftsbericht des
Abgeordneten Körner zählt der Bund 22020 Mitglieder.
Buisbesitzer Puttkamer sprach unter stärksten Ausfäslen aui
die Regterung, die sich krampfhaft an dte Blocpolitit
lammere, gegen die Erbschaftssiseuer. Es wurde auch ein—
timmig eine Resolution gegen die Erbschaftssteuer ange—
tommen. Die übrigen Referate über das neue Weinge—
etz und die Landespolitik buten volitisch nichts Interei—
antes.
Der „Vorwäris“ veröffentlicht in seiner Montagsaus—
ziube die nachfolgende bemerkenswerte Auslassung zu der
Reichsfinanzreform: So sehr unsere Partei (dem Er—
urter Programm gemäß) als Mittel zur Teckung des
deichsdefiziis die Reichsvermögens- und Reichseinkommen—
ener, sowie die Reichserbschastssteuer empfiehlt, so wenig
t sie gencigt, der Regierung lediglich, um dieser aus der
derlegenheit zu helfen, irgend eine verkümmerte, vielleicht
tur 40 bis 50 Millionen Mark einbringende Erbanfall—
teuer zu vewitligen und dadurch dazu beizutragen, daß die
stegrerung ein Stcuerprogramm zu verwirklichen vermag,
»as den Unbemittelten zu imperialistischen Zwecken eine
reue Steuerlast von 400 Billionen Mark auferlegt, wäh—
end die besihenden Klasien mit dem vierien oder fünften
deit dieser Summe wegkommen. Sollie die Regierung sich
»e Täuschung hingeben, für solche Versuche die Hiife der

Soziale Sturmzeichen. —
Ju Paris hielten die Postangestellten im
Tiven Vaurhall eine Versammlung ab, an der eiwa zehn—
ausend Personen teilnahmen. Alle Redner zogen gegen
die egterung zu Felde, „den gemeinsamen Feind“. Ein
Redner forderte die Versammlung auf, ihre Parteinahme
sür die „ieben Kameraden“ durch ein dreisaches Hände
latschen zu erkennen zu geben. Diese sieben Kameraden
sind die Postangesiellten, gegen die eine Untersuchung ein—
geleitet ist. Wenn sie zu einer Strase führen solle, sc
soll die ganze Körperschast durch Aussiand protestieren
Siner der sieben ergriff das Wort und erntete rauschen
den Beifall, als er erklärte: Keinen Simyan (Simyan if
der Untersidatssekretär, um den sich der ganze Streül
dreht) mehr! Nichts mehr von seinem Werke! Zur Ab—
vechselung wurden Depeschen von Verbänden aus Breft,
Marseille, Lille, Havre und Quimper verlesen, welche die
Puarsser ihrer Zustimmung versicherten. In einer langer
Tagesordnumng hießen die Anwesenden alles, was ihr«
dameraden bisher getan und gesprochen, einmütig gut,
orotestierten gegen die eingeleitete Untersuchung und be—
schlossen, vor dent Wiederzusammentritte der Kammern an
den Ministerpräsidenten wieder eine Abordnung zu schicken
die ihn an die bisher nicht gehaltenen Versprechungen der
Regierung erinnern und ihm begreiflich machen sollte, daf
das Beamtenstatut. das angekündiat wird. nicht augenon

— —
Von der Reichsfinanzreforut.
Ein Aufruf der Konservativen.
Sie „Konservative Korrespondenz“ veröffentlicht mit
Zustimmung des weiteren Vorstandes der konservaiven
Partei einen Aufruf, worin zum Zusamnmienhalten er—
nahnt und außerdem versucht wird, das Verhalten der
onservativen Vertreter zu rechtfertigen:
Sie hatten allen Sicuervorschlägen der Regierung zu—
jestimmt, ohne irgendeine Klasse zu beberzugen. müßlen
ber eine NMusdehnund der Erbschaftsbelicueriing ouf Kin—

Irma

„Ich hatte vor, Ihren Vater zu besuchen; hoffentlich
geht es ihm gut?“
Eine Woltke umschattete des Mädchen lächelndes Ant—
litz. —
„Rein“, sagte sie traurig, „es geht ihm nicht gut. Er
st krank, ich erfuhr es erst gestern Abend. Er hat ein Herz—
eiden und obgleich es nicht gefährlich ist, — ich weiß be—
timmt, daß es nicht gefährlich ijt', setzte sie hastig, wie
um sich selbst zu trösten, hinzu, „so können Sie sich doch
denken, daß ich darüber ganz unglücklich bin.“
„Ja!“ antwortete der Abbe und blickte sie mitleidig
In. Ich verstehe Sie seht gut. Aber unsere Besorgnis
nacht uns oft unglücklicher, als es nötig ist. Gewiß war—
et die Sorge im Leden gar oft auf uns, aber ihr auck
iur einen einzigen Schritt entgegengeben ist nicht nur un—
iötig, sondern verrät sogar Mangel an Gottvertrauen. Gott
sat uns in barmherziger Weise die Zukunft verhüllt, weil
r wünscht, daß wir wie Kinder einherwandeln und uns
ei jedem Schritt auf ihn verlassen sollen. Deshalb trüben
Zie nicht Ihr Glück durch Befürchtungen, die vielleicht un—
egrundet sind. Vielleicht ist die Krankheit Ihres Vaters
icht gefährlich. Manche Menschen sind seit Fahren hera—
eidend.“
Ja, das habe ich auch gehört“, sagte sie eifrig; „und
h habe mir auch gesagt, daß es töribt ist, immer gleich
ax Schlimmste anzunehmen. Deshalb habe ich beschlosf⸗—
m, sehr mutig zu sein und alles von der guten Seite zu
ehmen. Ich hoffe, Sie werden recht bald zu uns kommen,
Nonsienr l'Abbe; denn wir gehen nach Amerita.“
Nach Ameritkal Ist es möglich? Aber ich habe so
st Wr. Darracote sagen hören, daß er nur in Frankreich
der Italien leben möchte.“
„Oh wir wollen dort auch nicht bleiben!“ entgegnete
e. „Die Aerzte meinen, eine Seereise würde ihm gut tun.
zudenm hat ein Verwandter dort ihn eingeladen und er
nill dieser Einladung folgen
So, ich verstebo“ Tonota deaun

es ihm dech nicht schwer, den Grund zu erraten, wes—
halb Gilbert Darracote, dessen Tage gezählt waren, sein
schönes und falls er sterben sollte, gänzlich schutzloses Kind
in ein Land bringen wollte, wo Verwandte sich seiner an—
nehmen konnten. „Und was Sie betrifft, mein Kind —
und die ernsten, sanften Augen ruhten voll Liebe auf Irma
— „so versuchen Sie weiter tapfer zu sein. Sie sind immer
Ihres Vaters Sonnenschein gewesen, deshalb bemühen Sie
ich, es auch jetzt zu sein, wener es am meisten nötig hat.
Vielleicht komme ich diesen Abend Merde ich Ihren Vater
zu Hause treffen?
„O ja, er ist zu Hause und wird sich gewiß sehr über
Ihren Besuch freuen, Moͤnsieur l'Abbe!“
„Dann können Sie mich heute Abend erwarten, au
revoir!“
Er grüßte mit dem feinen Anstand eines Weltmannes
— ein Ueberbleibsel jener Tage, da er noch einer der Er—
sten unter den jungen Diplomaten Frantreichs gewesen —
und schrit davon. Irma wandte sich wieder an Marg
herita.
„Gehe jetzt“, sagte sie in bestimmtem Tone, „kaufe,
was du brauchst und dann eile nach Hause. Ich bin in
einer Stunde wieder da.“
Margherita gehorchte und Irma schritt schnell eine
lange, schattige Straße in der Richtung nach Paris ent—
lang. Der Arc de Triomphe war schon in Sicht, als sie
endlich vor einem großen Hause mit einfacher Fassade
nnehielt, durch das offen stehende Gittertor den Garten
veg entlang schritt und an derHaustür schellte. Ein Dienst—
nädchen öfsnete und lächelte freundlich, als es Irma er—
olickte.
„Mademoiselle Vincent?“
„Ja, sie ist zu Hause! MWoellen Sie sich bitte hinauf
ühen, Mademoiselle Brw⸗-Irma
 J
hl becquν

Vcarghertta Jjay sie zogernd an. „LDer Herr hat mir
sagt, ich dürse Sie nie allein lassen,“ sagte sie. „Er
vorsichtig; er weiß, daß es nicht gut für eine junge
ame ist, unbegleitet durch die Straßen zu gehen. Und
eshalb sellte ich mich heute besenders mit meinen Ein—
ufen beeilen; es ist nicht notwendig.“
„Ja! Es ist notwendig“, antwortete Irma. „Mein
iter könnte etwas brauchen, — ich bestehe darauf!“ „Ch,
un Sie es so meinen, — wenn Sie darauf bestehen,
ih los zu werden — will ich natürlich gehen“, sagte
irgherita, aufs höchste beleidigt „Aber wenn der Herr
ch fragt, wie es konimt. daß ich Sie atn gelassen
ho“
„Sage ihm, es wäre meine Schuld. Konmm' Margcita,
 — sei nicht unvernünftig. Ich wünsche absolut
icht, dich los zu werden. Aber ich ängstige mich um
apa. Er war nicht ganz wohl gestern Abend, und ich
be nicht gern, wenn er dann allein ist. Aber da ich
amilla versproͤchen habe, heute zu kommen, so muß ich
ngehen, wenn auch nur für ein paar Minuten. Aber ich
inn nicht eher gehenn, bis du mir versprichst, schnell nach
ause zu eilen.“
„Was beunruhigt Sie, Signorina Irma? Und waa
clangen Sie von unserer Freundin Margherita?“ fragte
e freundliche Stimme.
Das junge Mädchen wandte sich schnell unm. GEin gro—⸗
, schlanker Mann im priesterlichen Gewande stand läind
 hinter ihr. Sein edles Antlitz mit den feingeschni
ien Zügen, der hohen Stirn und den dunleln, durch—
ngenden Augen machte einen böchst aristokratischen Ein—

Ach, Monfieur lAbbe“ rief Jrma Welch' un—
ttetes Vergnügen! Wann sind Sie denn nach Paris
kehrt?“
—BV—

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