zweirem Imcresse. In Zulunft oll bei Hausfriedenbeuch
die Verfodeuug wur auf Antrag einirtten, die Gefärgniesraie
on bis auf 1 Tag erabgeben und an ihre Stelle soll mm
estimmten Fällen Geidstrafse treten dürfer. In Zaturft
solen auch abtneiclosere, zum öff nilichen Veckehe bistimmte
saume, mie Personenebtesle in Eisenbabnzüge, Sttaßendabrwagen.
Omnibusse, den arasrechtlichen Schotz gegen die Ver—
letzunz des Heusfriedens ßenießer. Die Vorlage bringt
serntr eiunen erhöblten Schutz gegeu Tierquölereien. Bei wie—s
derheltem Rücktall und bei ungswohnheitemäßiger Tierquälerci
sun Vergehen erheben und wit Getängnis bis zu 3 Monsten
der Geldstraie bis zu 600 Mark bedrozt werden. Weiter
oll süt abe Verordrungen betreffend Vrhülung von Tier—
fuätereien auch besreffe der Sedingungen, unter denen die
Vornsbme von Spernensen an lerenden Tieren geßatiet
vird, duich reichszelezliche Vaichrist kin tinhettlicher Rabmen
zeschaffen werden. Weirer soll die Mhendlung von Kindern
ind anderer webelofer Personen schärfer als bieber befraft
verden. „Geusame“ ioebandlungen werden der gelähtlichen
dörperverletzung soawohl hinsichtlich der Höde der Strafe als
er von Ams wegen cintritenden Verfolgurg gleichaesßrestt.
Im Regelfall soll Gefänznizurgie bis zu 5 Jahren ein reltn.
heri glügige Diebsiähle und Unterschlagungen, i eͤbrsondere
sowen si— gus PNot begsengen sind, sollen milder beurteilt
vperden. Gegenstäede hauswirtsgtaftlichen Gebrauchs, Holz,
dohle, Breunmaterial, Beleuchtunsgem'ttel, wenn die Calt—
wenduarg zum Zreck des olsboloigen Verbtauchs zeschicht,
soll srafrechtlich den Nahrnnas- und Gegutmitteln (43 170
Nr. 5 St. G. 8B.) gleichgest UU werden. Die Begrurdusg
hemerke: „Dee Atme, der iag jeiner Bedürfettkeit cin gernna
vertiges Kieidungestück entwendet, die Mutter, die des gleiche
ut, uͤm ihr Kind von Kälte zu jschützen, dürfen nicht mit ge⸗
nmeinen Dieben auf eine Stuse gestellt werden, die . Rot be—
darf wetigehender Berücksichigung.“ Tas Delitt wird als
Veigehen charakterlsiert, der Höchstbetrag der Geleströfe auf
300 Mark beschtänkt. Anzesichts dieser
großen Verbessirungen und Fortichtitte,
ie der Eniwunf bringt, wurden élle recktlich Denkenden dem
Stastssekretär des Reichs-Jistizames Dr. Riederd'ng darin
ußiwmen, daß die Vorlege von wiltgibenden Rücksichten auf
en soziasen Fetlden und die soziale Füclorae acteitet ift.
Musikverein
Concoroica
Am Sonntaq nachm. punlbh
2. 30 Uhr
Probe
hei Mitglied Joh. Fries.
Nach der Probe
Versammlung
‚ei Mitglied Chr, Navky.
Es wird um vollzähliches Er
deinen gebeten.
Der Vorstand.
— —5
BZofroit
4rpisfsi
freiwilliges
seuerwehr—
Corps
Abt.
Dudweiler.
— — — —
Sämtliche frühere Ms neder
die im Besitze von
Unisform⸗ u. Ausrüstungs⸗
stücken
sind und bis spät-ens den 3.
Mai 1909 eine Nuuverpflichtung
nicht unlerschrieben haben, werden
ersucht, die ganze Uniform und
Ausrüstung (oweit es Eigentum
der Feuerwehr ist) an den Zeug⸗l vird man von en Hautunrei
neister Jennewein abzuliefern. nigkeiten und —
Kerger, Oberbrandmeister. Lie Mittesser Finnen, Pusteln,
AB.“ Montag den 3. Mai Hautröte, Bluͤtchen ete durch
igl. Gebrauch
iachm. —V sämt⸗) Farbol⸗Teerschwesel⸗Seife
— Mannschaften mit ganzer“ v. Hergmann u. Co. Kalcheul
weritenze gi erne— 8keckenpferil.
t. 50. Pf. bei: Ernst Loerk⸗
— ruunsü — und Gebr. Fuhrer
Instrumental Verein
Dudweiler.
Samstag 1. Mai abends um
Uhr und Sonntag 2. Mai nach—
nittags halb 8 Uhr
Streichproͤbe
bei Jakob Schade (Jost).
Der Dirigent.
Thomasphosphat
masphosphat—
*
mehl
kainit
Au Asganleigengen
Chilisalpeter teile ich aas Daukbarteit gern und
? unentgeltlich mit, vas mir, von
iangen qualvollen Magenleiders
uch in kleineren Mengen G aee *
Sale olfen bat. J. Ionια, Lehretur
Hernfi. Salm, Salzbach. acksenhanken b. Frankfurt q. W
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Unsbhön ist Kerpulenz
fFettleiblgksit
Wendelsteiner
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MK. 1.75 und 3. — PFett
ehrende, alkalienreiche
Kräuter, Pslanzen, u. Obs
bringen besten Stoffwechse'
bichere Körperabnahme uv.
geben schlanko vene
fFigur. Zu nshn in den
Aposheken 6. Hunnius,
a2 heo u. O. Kaitmaun—
hudwellar—
„Seyr“, sagte er Togen. „Aber Vernunfst ist nie die
starke Seite von Verliebten gewesen, liebes Kind. Ich
bermute nämlich, daß Dir jemand eine Liebeserklärung ge—
macht hat.“
„Ja“, sagte sie. „Ich glaube, Tu würdest es so nen—
nen.“ —
„Norbert, natürlich?“
Va.
„Der Esel! Er verdient Schläge für diese Torheit
und Anmaßung.“
Nie vorher hatte Irma ihren Valter in so gereiztem,
irgerlichem Tone reden hören. Sie blickte ihn beshalb er—
taunt an.
„Warum sagst Du das?“ fragte sie. „Es mag TLorheit
sein, aber warum Anmaßung?“
„Warum Anmaßung?“ wiederholte ihr Vater in dem—
elben gereizten Tone. „Weil er erstens absolut tein Recht
sat, zu denken, er wäre Dir nicht gieichzuültig; uud zwei—
ens, was kann er Dir bieten?“
„Ich glaube, er meinte — sein Herz“, sagte das junge
Nädchen nachdenklich.
„Sein Herz!“ Wer. Darracote lachte höhnisch auf, als
er die Asche aus seiner Pfeife klopfte. „Ich selbst bin zu
adeln, daß ich Dich hier unter diesem Künstlervolk ge—
assen habe. Es ist kein Platz mehr für Dich jetzt, da Tu
ein Kind mehr bist. Vielleicht war es überhaupt nie der
echte Platz für Dich; aber Du bist hier nicht ungliicklich
zewesen, denke ich. Und ich war sehr glücklich in Deiner
Sesellschaft.“
„Papal“ — ein weicher Arm schlang sich um seinen
Hals —, „wie kannst Du so etwas sagen? weicht unglück—
ich? Als ob es überhaupt in der Welt einen bessern Platz
für mich geben könnte, als hier!“
Sie legte ihre zarte Wange auf seine Stirn, und er
chwieg einen Augenblick. Dann strich er mit seiner Hand
eicht über ihr Köpschen, indem er einige tosende italieni—
scche Worte murmelte, die er von ihrer Mutter gelernt
hatte.
„Aber es ist trozdem wahr, mein Liebling!“ sagte er
wieder auf englisch nach einer Pause. „Wir sind hier sehr
zuucklich gewesen, das weiß ich wohl. Aber es ist doch
kein Aufenthalt mehr für Dich. Duhast die Kinderschuhe
Wsdgezegen — Gutt vergebe mir. daß ich os nperonz — und
Tapeten!
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orgt; als Gegenstand der ungenierten Liebeserklärungen
ines pfenniglosen Kunstjüngers, der sich in Deine Schön—
heit verliebt hat, und der es wagt, in einer solchen Weise
zu Dir zu reden —“
„Papa, Papal“ lachte sie. „Wer konnte ahnen, daß
Du im Herzen ein solcher Aristokrat setest! Ich dachte,
vir wären alle leichtlebige Künstler, die die Freiheit lie—
»en und alle Formen verachten. Ich weiß bestimmt, Du
sast das oft genug gesagt. Und nun könnte man glau—
»en, Du wärest ein Prinz, und ich Erbin Deiner Mar—
norpaläste, der sich kein Freier uahen gürfte, ohne erst
eine Ansprüche Deiner Hoheit klarzulegen!“
Ihre Scherze konnten ihn nicht aufheitern.
„IIch war unvorsichtig“, wiederholte er. „Ich habe
dich in meiner Freude, Dich immer um mich zu haben,
zu einem Veben verbannt, das Dir vielleicht hätte scha—
den können; und ich habe kein Verdienst davon, wenn es
nicht geschah; ebenso hast Du, es mir nicht zu danken,
daß Du Dich nicht in jenen lUavernünftigen verliebt hast,
der es wagte, Dir heute Nbend seine Liebe zu erklären,
ader womöglich in einen schlimmeren — einen —“
Er brach ab, wie unfähig, die Möglichkeiten weiter
auszudenten, die seine Worte angedeutet; während Irma
nit Erstaunen zuhörte. Denn sie hatte nie geahnt, daß
hr Vater einen solchen Stolz, wenn auch nicht für sich
elbst, sondern für sie, besaß; daß er solchen Wert aäuf
zesellschaftliche Formen legte. die er, wie sie geglaubt hat,
ic, verachtete.
„Aber“, sagte sie plötzlich — noch auf seiner Stuhl—
ehne sitzend und ihren Kopf an seinen legend, daß die
chwarzen Voden sich mit den silbernen vermischten — „ich
zlaube, Du bist viel zu streng gegen Dich selbst, und ich
Riaube nicht, daz ich mir aus irgend einem Verkehr mehi
nachen würde, als aus unsern Künstlern. Bedenke doch,
»as Tu mir immer gesagt hast, daß überall in der Welt,
nter den Großen und unter dem Volk, jeder nach dem
curteilt wird, was er besitzt, blos hier unter uns Künst—
ern gelte er als das, was er ist. Tu kannst das nicht
engnen, und weil es so ist, ziehe ich unsern Kreis einer
Aht hur, die sede mir noh frineiir dsoct berteist'ou
5 798*⸗
— uund Mühen-Geschi
Av — — — —
27 322 —1594 Schneidermeister
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Empfehle alle Sorten
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RB. Mache meine Spezialität in gesetzlich geschüüten
* 27
zagnitat 224 3 4—
Beamten— i. Hergmannsmauüten
aufmerksam, dieselben sind 100 Gramm leicht. luftdurchlästign
wasserdicht, ist mit einem Wort,
Sie ze der bunt.
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—8*
5753—
mpfehle mich bei Bedarf zur Ausführung
ßanzer autern,
Fertigstellung des Rohbaues sowohl wie
auch schlüsselferlsige Herstellung.
Ferner ühernehme alle sonstige Bauarbeiten,
wie auch
8 4
Nevaratearen.
RKostenansehläge fertige bereitwilligst an.
*4 * *
4443 343 nuntetnehmen
Itiß Hild, Lauuternehmer,
Dudweiler.
zur Frühjahrs-Haalrütlune
empfehle
Saathaser, Sgatwicken, Saatgerste,
— Llee⸗ Und Grassamen —
sowie sämtliche Gartensümereien.
FJerner empfehle mein großes Lager in
Chitisalꝓpeter
Peru Guano
Kali⸗Salze
Amoniak⸗Superphosphat
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Franz Kollmannsperger.
— Sudstraße. —
—
Annoncen ed.
α (Rheim
HohestraBe I48-50
* Telenkon: 251.
—— —
Ver. Darracote sah sie unangenehm berührt an.
„Liebe Irma'“, sagte er, „ich fürchte, Du hast zu vie'
von dem behalten, was ich sagte.“
„Ich glaube nicht, Papa. Alles, was Du sagtest,
war immer so voll Weisheit. daß ich nicht genug davop
hehalten konnte.“
Er lachte.
„Welche Schmeichelei! Aber höre jetzt!“ sagte er, ih—
ren Kopf in seine Hände nehmend und ihr scharf in die
Augen sehend: „Willst Du mit Deiner Schwärmerei für
unser Künstlerleben sagen, daß trotz allem, Dir dieser
junge Dunimkopf doch nicht gleichgältig iste“
Sie zögerte cinen Augenblick: dann schüttelte sie den
Nopf.
„Nein, das wollte ich nicht damit sagen. Wie sollte
ich auch? Und doch habe ich ihn sehr gern. Und Du
weißt, wir stinmiten immer darin überein, daß er etwas
sehr Anziehendes habe“ „Ja!“ gab Darracote zu. Er ist
sehr angenehm — nicht ganz so schlau zwar, wie jene fran—
zösischen Schufte, aber mit festeren morglijchen Grundsät—
zen und einer taktvollen Zuürückhaltung, von der diese
nichts besitzen. Auch hat er wirtlich Talent und Künst
lertenperament; das will viel sanen.“
Irma sah auf den Tisch, auf dem sein junges Haupt
in Schmerz und Traurigkeit geruht hatte, und voll Mit.
leid dachte sie daran zurück.
„Ich habe ihn wirklich sehr gern“, wiederholte sie;
„und es tat mir sehr leid, so leid, daßz ich beinahe ver
vprochen hälte, über seine Worte nachzudenten“
IAhr WBoter iuhr empor
„Was! Du hast ihm versprochen —“
„Gerade als ich es wollie, kamst Du mit Monfiem
Dufresne herein.“
„Das war ein glücklicher Zufall', sagte er trocken
„obgleich ich nicht viel Umstände mit Deinem Versprechen
zemacht haben würde. Aber Du bist doch noch ein Kind
Arissiina; und Du weißt nicht, daßz, wenn man eine,
Nann „gern hat“, dies noch gar kein Grund ist, ihm in
jend etwas zu versprechen. Ebenso wenig die Tatsach
zaß er Dir leid tut. Tu sagtest noch gestern, wenn Di
Pfyche gewesen wärest, so hättest Du Dich nie von EKro—
in feinen Wagen spannen lassen. Du wirst hierüber Dein
—o 38er Hie r 4Isse frfiher 4ar s665t«—“—