Full text : Dudweiler Zeitung (22.1909)

Ammer!

Tel.oo, 288, 268 udm 1261.

Sienstag, den 27. April 1909. Zeuungs liste 501
0 — —8

—

253. Jahrgaztgz.
—22—

r

J
⸗

**23
Nit Veilagen: „Besetristische Zi Iri
Reisagen Veaee itde Mochenschrifte“ und
„Fustior u terc.

Algemeiner Anzeiger für den Rurgermeißtereibes
Budweiser.

Ahennementspreis
monatlich 720 Pfs. frei ins Haus gebracht; bei der Post
bestellt M. 2,25 viertellöhrlich
Die „Dudweiler Zeirung“ erscheint täglich mit Ausnabme der Sonn
urd Feiertage
Ae —
43 ——— ** o — *
Wuit russischer Eingriff 10 Persien.
Noch wartet das schaulustige Europa nut brennender
Angeduld auf den Ausgang der jüngsten Ereignisse im
tahen Orieunt, der Türkei, und schon beginnt im ferneren
Srient, in Persien, ein zweites politisches Schauspiel sich
zu vollziehen, das an Bedeutung hinter dem türkischen
uidt zurücksteht und dessen endgültigen Ausgang alle
Welt ebenso dringend herbeisehnt wie desjenigen im Os—
nanenreiche. Der Schah in Schah, das heißt der König
iller Könige, hat seinem Volke schon wiederholt eine Ver—
assung gewährt und diese mit seinem Eide besiegelt, aber
aum war die verfassungsmäßige Regierung eingesetzt, die
deputierten ins Parlament eingezogen, zog der Schah
inter Bruch des Eides das eben gegebene durch einen
Zewaltstreich wieder zurück und das absolute Regiment
sand wieder in voller Blüte. Die Persen hatten diese
Launen ihres Herrschers bislang widerstandslos über sich
zrgehen lassen, aber schließlich wurde es auch diesem von
der Fultur noch fast vollständig verschonten Volke unter
den Ungerechtigkeiten des Schahs und seiner Beamten
merträglich und ein allgemeinen Voltsauicugr jetzte ein,
der nach und nach eine solche Dimensiön ongenommen
nat, daß man die Sache des Schahs als eine veclorene
zezeichnen muß. Auch die in Persien enenden Fremden
— und deren Zahl ist keine geringe — fühlen sich bei der
allgeimneinen Rebolution nicht mehr sicher und suchen bei
den Konsulaten und Gesandtschaften ihres Landes Schutz.
Die Hauptkämpfe zwischen den Freiheitsstreitern und
den Truppen des Schahs spielen sich bei Täbris ab, welch
etztere Stadt seit einiger Zeit von Regierungstruppen ein
Jjeschlossen ist, um die Aufrührer einer Hungersnot preis«
ugeben und sie auf diese Weise zur Aufgabe ihres Wi—
»erstandes zu zwingen. Die Stadt ist von ausen durch
zie Truppen vollständig abgeschlossen und die Einführung
zon Proviant umnögltich. Unter dieser Fungersnot hahen
elbstredend in erster Linie die in Täbris wohnenden
Iremden zu leiden. Die russische Regierung hat sich nun
ingesichts der Noilage entschlossen, eine genügend starke
Truppenabteisung nach dem Schauplattze des Kampfes zu
ntsenden, um die Sicherheit der Auslunder, die Versorg—
ing der Stadt mit Proviant und die Verbindung mit den
ibrigen Städten, insbesondere mit Dichulfa zu sichern.
Wie weiter gemeldet wird, rücken die russischen Truppen
zereits in Eilmärschen auf Täbris zu.
Damit ist die russische Regierung aus ihrer bisheri—
gen Reserve gegenüber den Vorgängen in Persien her—
ausgetreten und das aktive Eingreifen Rußlands in die
hersischen Unruhen hat begonnen. Die ru'sische Regierung
erklärt ihre neuefte Maßnahme nach außen hin damit,
daß sie den bedrohten Fremden helfen wolle und die
Zdandelsstraßen nach Dschulfa, dem russischen Grenzort,
die für den russischen Export, vornehmlich in Betracht
ommen, sollen dem Verkehr wieder freigegeben werden.
stußlands Handel nach Persien ist ein bedeutender; die
ortgesetzten inneren persischen Wirren haben der russischen
Industrie schwere Schäden verursacht, und so kann man
s der russischen Regierung eigentlich nicht verdenken,
venn sie den fortgesetzten Schädigungen der russischen In—
zustrie nicht mehr untätig zusehen will. Wie gesagt, die
erklärung hört sich nicht schlecht an, und wenn sich der
Singriff der russischen Truppen nur hierauf beschränken
vird, kann niemand etwas dagegen haben. Aber Europa
st nun einmal mißtrauisch und so glaubt es auch der
nisischen Er!lärung nicht. Man nimmt vielmehr an, daß
es sich nur um Vorwände handelt. und daß sich hinter
diesen andere Gründe verbergen, die zwar für die rußssi—
che Regierung bedeutend wichtiger sind, deren Notwendig—
eit sich wohl nicht so leicht beweisen läßt, wie die vor—
hin angefüßrten. Taß Rußland diesen Einzuag in verü—

Bugeigen
tosten zo Pfa. die spaltige Zeile; bei mehrmaligen Inserationen
entsprechender Rabatt.

Redakrion, Druck und Verlag von J. Unter keller
in Dudweiler

— —2

— —⏑——o— —

σ
σα

æ--Aslitisne
 undsctaun
Teutiches eich.
* In die Viltoriasele in Möhn war am Sonntag ein
benittiche Sersantututing von verschiedenen Parteien ein
berusen worden, die von Geheimrat Hamm geleitet wurd
und auf wescher Rrosessor Ar. Adolf Wagner als Haupt
redner zur Reichestnanzrejarm auitrat. In einer vor
der Brammlung angenommenen Resolution heißt es
Ddaß das Reich cine dauernden Ausgaben durch regel
mäßige eigene Einnahmen decktt, ist eine Lebensfrage de
Nation. Das deutsche Volt verlangt, daß keine Parte
zie Zustimmung zu einer solchen Reform von einer Mehr
ing ihres politischen Einstusses oder von Zugeständnisser
in ihre politische Richtung abhängig macht. Die zu de
Resorm notwendigen Steuern zu tragen, ist Ehrenpflich
eden Standes und Bernses. Wenn das Voltk in seinen
Besamtheit die Erweiterung der indiretten Steuern zun
Wohle des Ganzen opferbereit auf sich nimmt, muß sich
ruch der Besitz, Grundbesitz wie Kapital im gerechter
Ausgleich der Ausdehnung der Erbschaftssteuer auf einen
seden willig unterwersen. Sie ist nicht nur gerecht, son—
———
en und diedem noch bedeutende Erleichterungen gewin«
ien. Die neu vorgeschlagene Reichswertzuwachssteuer er—
üllt die Forderung eines gerechten Ausgleiches nicht. Die
Versammlung weiß sich im Einverständnis mit der gro—
zen Mehrheit des deutichen Vol?es, wenn sie dringend
hon dem Reichsstage die baldige Erledigung dieser Le—
hensfrage der Nation im Sinne der Resolution fordert.
* Nach der „Breslauer Zeitung“ wurden die beiden
Borsitzenden des Verbandes mittlerer Post- und Tele—
raphenbeamten, Zoklissch und Britz in Berlin unter Ein—
eitung des Disziplinarverfahrens ihrer Aemter ent
joben, angeslich wegen einiger Artikel in Sachen der
Perfonalreform im Verbands-Organ Deutsche Postzeitung
Auch gegen vorschiebdene Redner bei der letzten Berlinen
Ulgemeinen Beamten-Versammlung sio1l ein Versahrer
ingeleitet sein.
* Nach Erledigung des gegenwärtig zur Beratung ste—
senden Abschnittes der Branntweinsteuer-Vorlage beschlof
ie Finaunzkommisstion des Reichstages, zunächst der
onservativen Antrag betressend die Wertzuwachssteuer z5
berhandeln.
* In 1908 haben die Zölle nahezu 102 Mill onen we
niger als im Vorjahre ergeben.
Englanv.
* Die englische Admiralitat hat für die Verteidigung
der Ostkfüste eine eigenartige Einrichtung zu trefsen be—
schlossen, die darin besteht, daß zwei Linienschiffe, die
Zchisfe „Nile“ und „Trafalgar“ an der Küste verankert
verden. Von den genannten Schiflen soll das eine im
zumber, dessen Docks sich für die Verwendung von Un—
terseebboten und Torpedofahrzeugen eignen, Aufstellung
inden, während die Station des anderen wahrscheinlich
in der schottischen Küste sein wird. Die beiden Linien
chifsfe werden zu diesem Zwecke durch eine Umgestaltung
hrer Ausrüstung für drahtlose Telegraphie und durchk
Reservelager an Munition zu diesem Zwecke ausgerüsjten
verden. Ihre Artillerie, die aus 123ötligen Geschüttzen
und aus 6zölligen Schnellfeuergeschützen besteht, wird
als sehr geeignet für die Verteidigung der gewätzlien Frü—
stenpunste betrachtet und man ist überzeugt davon, dafß
die Schiffe einer Flotte von kleineren Schiffen zur Basi⸗
und aleichzeitig zur Deckung dienen könnten
Rußland.
*In Petersburg zirluliert wieder einmal das Eerücht
oon dem Rücktritt Stolypins. Und zwar hat die Zeit—
ung „Retich“ die Mitteiluna verbreitet und dahei dor

schos Gerret agen rornte, in vem englische- russischen
Zündnis zu danken. England hat in Petersburg schon
immer zu beschwichtigen versucht, aber die entente cor—
Rale bindet der englischen Regierung die Fünde, und so
mußte sie sich das Vorgehen Rufßlands in Versten wohl
oder übel gesallen lassen. Zum ersten Mal genießt also
das Petersbirger Kabinett einen prakftischen Eriolag, aus
zom Uebereinkommen mit England.
Um das Heft nun nicht ganz aus der Hand zu ge—
en, hat England schleunigst in Abinschir, der Ha'enstadt
m Persischen Golf, Truppen des Kreuzers „Fox“ landen
russen und zwar unter demselben Vorgeben. Diese Maß—
tahme wird in Petersburg zwar nicht sonderlich gefal—
en, aber man muß sie sich schon gesallen lassen. Was
iun aus Persien selbst wird, steht sehr in Frage. Man
oeiß sehr genau, daß England sowohl wie Rußland sich
ezüglich Persiens schon lange mit Annerionsgelüsten tra—
en und so besteht immerhin die Möglichkeit, daß im
Inschluß an die jetzigen Ereignisse eine Aenderung der
ersischen Landkarte stattinden kann

7242 * **
Stimmen zu den Schiffahrtsabgaben.
J Segen die Schiffahrtsabgaben hat der Magdeburger
Schiftahrtsverein nach lebbafter Debatte eine Resolution
ingenommen. Der Vorstand wurde beauftragt, gegen den
entwurf Protest zu erheben. — Die Kölner Haundelskam⸗
ner ist zwar mit dem Gesetzentwurf über die Erhebung
on Schiffahrtsabgaben prinzipiell einverstanden, ver angt
edoch, daß die Mitwirkung der an der Schiffahrt betei—
igten Kreise bei der Festsetzung, Erhebung und Verwend—
ing der Abgaben schon jetzt gesichert wird. Die Vor⸗
hrift des 57 des Entwurss, nach welchem den Bet—ei—
igten an der Schiftfahrt in der Verwaltung der Zeck—
erbönde eine Mitwirzung einzuräumen ist, genüge in die—
er Hinsicht nicht, da zine bloß gutachtliche iwickung
zach der Art der preudischen Wasserstraben-Beträte und
ezirts-Eisenbahnräte ineswegs befriedigen tönne. —
Die Handelskammer zu Frankfurt a Bi. hat zu dem
zntwurf eines Gesetzes betrefiend die Ertebung von
Zchiffahrtsabgaben einen Beschluß gesaßt, in dem es
zeißt: „Gegenüber dem Entwurf eines Gesetzes betresfend
zrhebung von Schiffafzrtsabßgaben müssen wir an unse—
em grundsatztichen Widerspruch gegen die Beseitigung der
üAogabenfreiheit, wie wir ihn in unseren früheren Er—
rungen zum Ausdrück gebracht haben, sesthalten. Der
vntwur vermag die früher hiergegen vorgebrachten trif—
igen Gründe in keiner Weise zu beseitigen, sondern gibt
elmehr zu nenen ichmormienden Bedentomn Veran—
tassung. Vor allem ist zu beansianden, daß der Entwurj
zie hauptsächlichsten Bessimmungen, von denen die Beur—
eilung abhängt, insbesondere die Bestimmungen über Or—
sanifation und Verwaltung der Zweckverbände, die Art
er Mitwirkung der Schiffahrtsbeteiligten, die Tarife ꝛc.
bofichtlich im Unklaren läßt, so daß er seinen eigentlichen
Inhalt erst durch später zu erlassende Gesetze erhalten
Srde. Unseres Erachtens kann daher in die Beratung
s Gesetzentwurfs erst eingetreten werden, wenn die die
ben erwahnten Bestimmungen betreffenden Gesetzentwürf
horliegen. Schon jetzt muß aber gefordert werden, daß
die Schiffahrtsbeteiligten in allen Angelegentzeiten, welche
ie Verwendung und Erhöhung der Abgaben betreffen.
ine maßgebende Stimme haben.

Irma

Ich will lieber nach einem Diener schellen und ihm
dann die Botschaft übergeben“, flüsterte sie, nach der
SZchelle greifend.
Doch Mers. Treherne hielt sie zuruck. Sie konnte spä—
er selbst nicht sagen, warum sie so gehandelt.
„Gehen Sie!“ flüsterte sie. *Vehorchen se ihm! Ich
„laube, er wünscht zugleich, daß Sie eine Zeitlang das
3zimmer verlassen. Sein Geist ist sehr aufgekegt, wie Sie
ehen. Wen« ich mit ihm allein bin, wird es ihm gewif
ine Erleichterung sein, sich mir gegenüber aussprechen zu
znnen. Gehen Sie alsol Und wenn Sie den Bolken
ortgeschikt haben, können Sie in meinem Zimmer, das
erade gegenüber liegt, warten, bis ich Sie rufe. Ich
laube bestimmt, er hat mir etwas zu sagen.“
„Was haben Sie da zu flüstern?“ fragte der Kranke
irgerlich. „Es ist zwecklos über meine Besehle erst zu
derhandeln. Tun Sie, was ich Ihnen gesagt habe. Ge—
jen Sie und schicken Sie einen Boten zu Me. Hastings.“
Merz. Treherne nickte, und die Pflegerin verließ das
zimmer. Sie tat es nur mit großem Widerstreben, denn
hr erfahrenes Auge erkannte, wie es um den Kranken
tand. Aber sich seiner Bitte und dem Besehle der Dame
des Hauses zu widersetzen, war unmöglich.
Sie war kaum fort, als es sich taftsächlich zeigte, daß
Uer. Darracote von ihrer Gegenwart und ihrer löttigen
lufmertlamleit beireit sein wollte. Zum groͤßten Erstau—
ien von Mers. Treherne winkte er sie sofort durch eine
dandbewegung näher an sich heran.
„Legen Sie mich höher!“ sagte er mit schwacher Stim—
ne. „Legen Sie mehr Kissen unter meinen Rucken. Ich
nuß noch etwas tun. Gerard sollte mir helsen, aber ker
st nicht hier — ich hätte nie gedacht, daß er fortgegangen
väre. Ich wage nicht auf Mr. Kirby zu warten, — wenn
ꝛx kommt, ist es gut; er mag dann meine Absicht in die
intige Form kleiden. Aber jetzt — jetzt muz ich es selbst
un. O, ich fürchte, daß er nicht inehr zeitig genug
omnit. Geben Sie mir Feder und Papict — schneil!“
„Sie dürfen sich nicht so anstrengen, — der Dolttor
vürde es nicht erlauben.“
Mr. Darracote runzelte die Stirn.
„Eine Rärrin sind Sie nicht, was Sie auch sonst sein
nögen! Tun Sie, was ich Ihnen sage“, ries er. „Tort
njenem RNilt sind Feder und Vapier Bringen Sie es

Wers. Creherne mußte gehorchen; es blieb ihr nichts
anderes übrig und so holte sie denn aus dem noch offe—
nen Pulte, auf dem Wer. Kirby vorhin den Testaments—
zusatz aufgesetzt hatte, Tinte, Feder und einen Block Pa—
—
rend sie den Block hielt, zu schreiben. Und welch' eine
Schrift! Mehr Hieroglyphen als Buchstaben reihten sich in
krummen Linien auf dem weißen Papier aneinander.
Doch der Mann, dem' diese Anstrengung die letzte Kraft
seines Lebens kostete, achtete nicht auf die mögliche Un—
eserlichteit seiner Zeilen. Keuchend vor Erschoöpfung schrieb
er weiter. Große Schweißtropfen standen auf seiner Stirn;
eine zitternde Hand konnte kaum mehr die Buchstaben
ormen und doch fuhr die Feder hastig und immer hasti—
ger über das Papier. Beile reihte sich an, Zeile, bis fas
die ganze Seite mit der kritzlichen Schrift bedeckt war
Danñ hielt er inne und in das bleiche Antlitz der Frau
die neben ihm stand, emporblickend, sagte er heiser:
„Naun will ich es noch unterzeichnen. Wenn Sie als—
dann darnach geftagt werden, so können Sie bezeugen,
daß ich dies in Ihrer Gegenwart mit eigener Hand ge—
ichrieben habe.“
Sie murmelte einige unverständliche, zustimmende
Worte, war sie doch viel zu beinirzt, um sprechen zu kön—
nen. Wie gebannt folgten ihre Augen der zitternden
Hand, als se das leßte Wal den bekannten Namen —
sichard Darracote — unter;eichnete.
Im nächsten Augenblick fiel die Feder aus seinen Fin—
gern, das Haupt sank zurück, die Augen schlossen sich —
die Kraft, die der mächlige Wille in seinen Dienst gezwun—
gen hatte, versagte in dem Augenblicke. da das Werk vol
lendet war.
Mrs. Treherne schrie nicht auf, noch riß sie an der
Glocke oder tat sonst irgend etwäs, was eine erregte Frar
in solcher Lage getan haben würde. Weit ruhiger Selbst—
beherrschung und in vslliger Uebersicht der Situation zogç
ze das Poapier unter der traftlosen Hand, die darauf ge—
unken war, hervor und — las es von Anfsang bis zu
Ende.
Fünf Weinuten später hörte die Piflogerin, die in dem
gegenlüüberliegenden Jimmer wartete, anue Rufe und eilte
sofort in das Krankenzimmer. Wirs. Treherne blidte sie
mit entsetztein Ausdruck an.
Er haf mich ihn höher zu legen“ rief sie ihr ent

Uers. Treherne blidte fragend auf die Pflegertn
Diese schüttelte jedoch verneinend den Kopif.
„Es ist ein Jammer, daß WMe. Hastings fort ist“,
agte sie letse. „Diese Angst und dietes Worlen ichaden
hm mehr als alles andere.“
—Ja, es ist zu bedauern“, entgegnete Mrs. Treherne
ind Plifdte wieder in das wachsbiesche Antlitz in den Kis—
en. Er bot ein ergreifendes Bild, dieser sterbende Mann,
die er' sich vergebens bemuhte, die Ungeduld, die ihn rer—
ehrte, zu bemeistern, wie er gespannt auf sedes Geräusch
örte. HRührte es sie denn gar nicht? — Nein! Ihr KHerz
bar hart und kalt, sowohl argen den der ihr nur ungerv
ein Haus als Zuflucht angeboten, sie aber von jseinen
Neichtum ausgeschlossen, wie auch gegen jenen Bevor
Agten, Glücklichen, der sie so übermütig beiseite geschober
hatte. O, er sollte jetzt erfahren, daß mit ihr zu zechner
eil Mit boshafter Freude dachte sie daran, wie er jetz
m Wondschein umherschlenderte und seine Zigarre rauhhte
—
ufen.
Da öffnete Mr. Darracote von neuem seine fieber—
zlänzenden Augen. „Es ist doch merkwürdig, daß er nockh
mmer nicht kommt“, sagte er ungeduldig.
„O, Onkel Darracote!“ rief Mrs. Treherne erschredt
uus und war nahe daran, ihre Handlungsweise zu be
euen, wo sie sich allein mit einem Neneen sah, den die
Hand des Todes schon berührt hatte. Nie würde sie die
es eingesfunkene Antlitz mit den fieberglärzenden Auger
oergessen können. „Sie sind zu schwoch. um au schreiben“
ntgegnete sie.
„Der Bote muß gezögert haben. Schicken Sie doch
eineri andern hin und sagen Sie ihm, daß er leine Zeit
nerlieren soll. Mr. Hastings sollte sofort zu mir kommen.“
Weit fragendem Blid wandte sich de Pflegerin zu
Uirs. Treherne. Sie wagte nicht den Kranlken zu ver—
47
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.