Nummer /50
ια
J.
Tel.9, 259, 208 un 1261.
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Montag, den 26. April 1909. Zeuungelise 5
—⸗
25. Jahrgang.
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*
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Dr
RAllgemelner Anzerger für den Rürgermeisten
HPudweiler.
—
nonnementspreis
ei in Haus gebracht; bei der
nestellt M. 2.23 vierteljahrlich.
die „Dudweiler Zeuung“ erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn
und Feiertauge
421 * 1
—9406
—6 * 4
*
t Veilagen: „RPessetristische Wochenscürifte‘ und
Lustige Blätter““
Anzeigen
„sten 10 Pfg. die paltige Zeile; bei mehrmaligen Inserationen
entsprechender Rabatt.
und Verlag von J. Untertkeller
in Tudweiler.
—
—
* *
.Mit Volldampf“
Noch in dieser Tagung soll die Reischsfinan z—
»efornmi fertig werden. Der Reichstag soll nicht aus—
inaͤndergehen, ehe er sein Stenerpensum erledigt hat.
So hat der Reichsskanzler den Deputationen gesagt, die
ei ihm so etwas wie eine „Voltskundgebung“ vorstell—
en. Daraus sieht man, daß die Regiernng nicht tot ist,
ondern nur die ganze Zeit geschlafen hat. Jetzt sotl
wer alles schnell gehen. „Dalei“ wie man in Berlin
agt⸗
Aber so einfach ist die Sache denn doch nicht, trotz
»er „Steuerwilligteit“, die man mit einem Male beim
eutschen Velk entdeckt hat. Wir sind geweß bereit, der
Jationalen Bedeutung einer gründlichen Sieuerresorm ge—
echt zu werden und auch Opfer zu bringen. Aber miit
zurra und Hoch, mit erhobenen Gläsern und Begeiste⸗
ungasfseuer in den Augen kaun man die Steuerreform
icht machen. Nachdem der Herr Reichstanzler höchstselbst
ingefangen hat, sich ein wenig um die Sache zu küm—
nertn, wird er schon so jreundlich sein müssen, noch ein
aar Tropfen Schweiß daran zu rücken. Denn bei ei—
uger Selbsikritik, worsen es ja diesem vorurteilslosen
Zignatsmann nicht sehlen soll, wird er zugeben müssen,
aß die versahrene Situation zum allergrößten Teil die
„chuld der Regierung ist, die von Ansang an nicht
echt wußte, was sie wollte — außer vielleicht der Summe
»es Mehrbedarss — und „dementsprechend“ ihre Vorbe—
eitungen traf. Leitender Gesichtspunkt war ofsenbar der
ewährte Spruch: „Wenn die Not am arößten. iit die
zilfe am nächjten.“
Vielleicht wäre diese Suggestion wirklich stark genug,
venn man ein wenig Vertrauen zu der planvollen Ein⸗
icht der Regierung haben könnte. Aber sie, die seelen—
euhig die Schuldenlast zu einer unmöglichen Höhe an—
vachsen ließ, hat für den Neuaufbau des zerritleten Fi—
tanzwesens weder einen großen ordneunden Gesichtspunkt
ioch eine reife Technik aufzubrinagen nermohbte Serr Syw—
ow ist kein Miquel.
So wird man sich schon damit absinden müssen, daß
Mahlzeit kalt genossen wird und daß nach wie vor
le einzelnen Entwürfe sehr genau auf ihre voltswirt—
chaftliche Wirkung angesehen werden. Wenn wirklich ein
zegeisterungsrausch für vermehrte Steuern durch das
golk geht, wie man in der „Norddeutschen Allgemeinen
Zeitung“ liest, so wird bald ein gründlicher Katzenjam⸗
mer folaen. Denn berauichend sind diese aganzen Steuern
aicht
der Reichsstag wird also gut tun, recht nüchtern wei—
er zu arbeiten und möglichst das mangelhaste Konzept
»er Regierung zu verbessern. Es wäre gar kein Un—
lück, wenn einmal ausnahmsweise die Session dis in den
Zommer hinein dauern würde. Die Stenuerzahler können
icher ihre Ungeduld, auf dem Altar des Vaterlandes au
pfern. bis dahin bezähmen
0 —
Der Dritte im Buude.
der Berliner Korrespondent des „Giornale d'gtalia“
Aingt eine Blütenlese deutscher Zeitunzsstimmen, wor—
zus hervorgehen soll, daß gewisse deutsche Kreise Furcht
dor einem neuen Vierbunde haben, indem sie Zweifel
jegen, daß Jtalien den Dreibund verlas—
ian werde. Sicherlich habe man in Teuischland wieder
englische Sensationsblätter ernst genommen. Das „Gior—
aale d'Italia“ antwortet einem dieser Blätter, der „Mor—
uing Post“, die, den bevorstehenden französisch⸗talicnischen
zöflichteiisaustausch in Nizza übertreibend, aui Deuisch—
ands Unpopularität in Jialien hingewiesen hatte: Frei—
ich jei die öffentsiche Meinung in allen Sreihundsäudern
Irma
„Wenn ich iym nur etwas antun könnte“, rang es sich
Rumpf von ihren Lippen. „Ich würde alles darum ge—
bden, wenn es in meiner Wacht stände. Wenn ich ihm doch
dies alles heinzahlen, — wenn ich ihn doch verletzen und
nitauschen könnte, wie er mich verletzt und enttäuicht
39066*
Vers. Trehernel“
Sie schreckte empor und wandte sich hastig um. Jas—
der war in seinen Filzschuhen unhörbar die Treppe her—
ntergekommen und stand plötzlich neben ihr mit dem
Ausdruck größter Sorge im Antlitze.
„Jasper!“ rief sie aus. „Was gibt es? Ist Mr.
darracotes Befinden schlimmer?“
„Es scheint nicht schlimmer zu sein“, erwiderte Jas—
der, aber ich fürchte, er regt sich zu sehr auf. Er hat
mit dem alten Manne gesprochen, der hinauf ging, und
nun will er Vr. Hastings seben und ich «il Vctr. Kirby
holen.“
der„Mr. Kirby!“ In plötzlicher Erregum rariif sie den
Arm des Dieners. „Er will ein aund ma⸗
chent“ schrie sie atem 2vga
hm gesagt? Sie müssen es doch gehoört haben, Jasper.“
Jasper blickie fie an, und Staunen, ja eine Art von
berachtung malte sich in des treuen Dieners Bügen.
Ich habe nichts gehört“, sagte er einfach. önnen
Zie mir sagen, wo Me. Hastinas iit? Mein Herr wünscet
hn sofort zu sehen.“ ——
VMer. gaftings verließ das Haus; ohne Zweisel ist er
ʒeim gegangen“, antwortete Mrs. Treherne, sich mit NMuhe
ur Rite zwingend. „Ich, will einen Boten zu ihm sen⸗
den. Aber Sie durfen nicht zogern, Gehen Sie in den
Ztall und nehmen Sie meinen leichten Wagen und fahren
Zie in die Sladt, um Mr. Kirby zu holen, Wenn er
icht zu Hause ijt, so gehen Sie in seinen Klub oder ir—
dpo —* aber bringen müssen Sie ihn auf jeden
—
nichr gerade gegenseitig auzu steunonch; vas sei eine
Zchuld der Fehler, die alle drei Regierungen und alle
)rei Völker begangen hätten. Deshalb müsse man dem
dreibunde Gemeinsamkeit der Interessen und Gefühle
»erschaffen. Nach meiner Kenntnis der Dinge woltlen
die deitenden Kreise in Italien den status quo nicht
indern. Dies geht auch aus einer Sinnesänderung des
„Wattino“ hervor, der früher den Anschluß der West—
iachte an Rußland befürwortete, nach dem Sieg der Zen
tralmächte in der serbischen Frage sich selbst dementiert,
da England nur große Worte mache und nickht wisse,
vas es wolle, Rußland zu schwach sei, Frankreich aber
ein Interesse am Balkan nehme. Italien müsse jestzt
bwarlien und jenen Weg wählen, der zukünftig seine In—
eressen am besten fördert.
Im Norden scheint man auch die bevorstehende En—
rebue König Eduards mit König Viktor Emanuel zu
iberschätzen. Demgegenüber darf wohl daran erinnert
verden, daß bei der letzten Begegnung in Gaeta König
Biktor Emanuel König Eduards Einkreisungsvorschläge
urückgewiesen haben soll, und daß diese Nachricht nicht
dementiert wurde
—et — — —
Politische Rundschau.
* Der „Reichsanzeiger“ meldet: In der letzten Plenar—⸗
itzung des Bundesrats wurde dem Entwurf des
gesetzes über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen in der
»om Reichstage beschlossenen Fassunag di⸗ Zustimmunag er—
eilt.
* Dem Vernehmen nach ist neuerdings ein Mini-—
terialerlaß ergangen, nach welchem auch diejenigen
Ddamen zum Universitätsstudium zugelassen
verden sollen, welche eine staatlich anerkannte höhere
Nädchenschule oder ein staatlich anerkanntes Lehrerinnen⸗—
Zeminar absolviert (d. h. die Prüfung für die höhere
Lehramt bestanden) und an einer höheren Mädchenschule
wei Jahre lang Unterricht erteilt haben. Auch diesen
Ddamen sieht es dann nach sechssemestrigem Studium frei,
»ie Prüfung pro facultate docendi abzulegen. Die bis—
herige Oberlehrerinnen-Prüfung wird mit dem Jahre
1918 aufhören
* Nach den Beschlüssen des Seniorenkon—
pents des Reichstags, sollen der Freitag und Samstag
n der Woche zu Gunsten der Finanzkommission plenar—
itzungsfrei bleiben, der Montag jeder Woche soll ganz
rei bleiben. Die Plenarsitzungen sollen wie bisher um
2Uhr beginnen.
Oesterreich⸗Ungarnu.
* Das Armeeverordnungsblatt veröffentlicht einen Gr⸗
laßß des Kaisers, wonach er anläßlich der mannig—
alligen patriotischen Veranstaltungen zur Erinnerung an
zie hervorragenden weltgeschichtlichen Waffentaten des
dahres 18009 Heldenberg bei Weßdorf in Nieder—
sterreich der Ax mee zum Geschenk macht mit der
Zestimmung, daß dort alle Angehörigen der Wehrmacht,
ie sich durch besondere Leistungen vor dem Feinde oder
onst um das Vaterland verdient gemacht haben, eine
ietätvoll gehütete Ruhestätte finden sollen
Spanien
kKardinal Aquirre, Erzbischof von Burges, ein Fran—
iskanermönch, wurde zum Primas von Spanien und
s*rabischot von Toledo ernannt
*ñ rke
s Das Kompromiß der Orienthahnen scheint ge⸗
ichert zu sein. Die Orientbahnen haben bereits im Prinzip
die schiedsgerichtliche Enticheidung angenommen
„Und wenn er unter der Erde ist, werde ich ihn brin⸗
en“, entgegnete der Diener in etwas beleidigtem Tone.
Waßz fiel denn Mr. Treherne ein, ihm Befehle zu geben“,
Ichte er unwillig, als er der Haustür zuschritt. Und doch
el'es ihm nicht ein, den Befehl Mrs. Trehernes zu
uüßachten. Es war klar; er durfte keine Zeit verlieren,
dem' er zu Mr. Hastings Haus ging. Der bei weitem
hichtigere Auftrag an Mr. Kirby mußte zunächst ausge⸗
ihrt werden. Ein anderer Bote würde die Botschaft an
Nr. Hastings ebenso gut ausrichten wie er. Er ahnte
icht, daß dieser Bote niemals abgeschickt werden würde!
doch weniger ahnte er, daß in diesem Augenblicke, we—
ige Schritte nur von ihm entfernt, Hastings seine Zi
arre rauchend auf der Wiese umherschlenderte, die Haus
ijr im Auge behaltend, um zu sehen, wenn der alte
krettär herauskomme, denn er hatte sich vorgenormen,
yn bis zum Parktore zu begleiten, um zu hören, in wel—⸗
em Quftand er Mr. Darracote voerlassen hatte und »w
leicht guch etwas Näheres über die Angelegenheit 4
hren, die Wers. Trehernes Neugierde so sehr erreat
e Toch mochte Peter Wilkens Anliegen noch so Le—
nsnisdolle fein, ihn konnte es nicht näher berühren, ab⸗
fehen davon, daß auch er gern seine Neugierde, befrie—
ee beete Kanntée er doch VBir. Darrgeotes XAtiibten be—
3seiner Zukunft. Daß diese Absitten ibn uberraĩ 61
Aten ud nun seine Gedanken aus'üllten, war nicht zu
runden. Tie Erfabrung, daß dieser ann, dem er
e eine Spur von Geiühl zugetraut hatte, ih damit be⸗
Afet batte, glückbringende Pläne *ir eine 3rat 3u.
nieden, var eine jener merkwürd'aen richeizurngen, die
dit unerwartet an dem Charakter jener wahrnehmen
wir am besten au kennen glaubteet. Er täsbeite un
iri bor sich hin, als er darüber nachdentend in de—
nen-ellen Racht auf und ab schritt. Tann tauchten cn
— Wiider vor seinem Geiste auf, noch nebelbaft wie die
aucbeéltben seiner Zigarre. Er hatte vorbin veripro—
n, ig ch sogar verpfelichtet eine Seirat mit etnem We
en binunesßen, von de'sen Eristenz er eine Ziumde irüher
noch aeers wuüßte. Gab es etwas Unglaublicheres?
Doch das Wersprechen war ja nur bedinqungsmeise ge
zeben: es amtisterte ihn daher mebr als es ihn beungit
aie Wenn das Mädchen erst hier war, kennte er sic'
die Zoche immer nach überlegen. Er wiedeee
Venezuela.
* Durch ein Dekret des Präsidenten werder
alle Personen in Freiheit gesetzt, die aus Anlaß des
Sturzes Casiros verhaftet wurden, einschließtich der Per—
sonen, die seinerzeit an der Verschwörung zur Ermord.
uing des Präüsidenten Gomez beteiligt waren. Vizepräjsi—
deut Vellitini übernimmt in nächiter Zeit vertretungswe's.
vie Izrüftidentirtgf—
Der dentsche Kronpriuz in Bukgrest.
Ler „Temops“ schreibt in einem Artitel über den Be—
such des deutschen Kronprinzen in Butarest: Dieser Be—
uch bildet die Bestegelung des deutschen Einflusses in Ru—
nänien, welcher gegenwärtig ohne Nebenbuhlerschaft da—
teht. Derselbe entsprang zunächst der finanziellen Unter—
rühzung, welche Deutschland dem rumänischen Königreiche
zewährte und er befestigte sich den Tag zu Tag durch
das handelspolitische Uebergewicht Deutschlands auf dem
rumäluschen Markt, durch die deutschen Erzeugnisse, deut,
iche Kaufleute und Angestellie, sowie durch die Bemüh—
ingen Deutschlauds, die Rumänien von seiner geistigen,
virtschaftlichen, poliiischen und nülitärischen Ueberlegen—
ett zu überzeugen. Die rumänischen Stipendiaten be—
uichten deutiche Schulen, die rumänischen Ofsiziere vervoll—
ommnen sich in den Armeen des Dreibundes; selbst auf
ein Gebtete der Literatur und der Künste, auf dem Frank—
eich bisher in Rumänien ohne Rivalen dastand, wirt
deutiche Mitbewerb sühlbar. Es kann nicht geleugnet
verden, daß der Voden, den Deutschland in Rumänien
ewonnen hat, von Frankrcich verloren wurde. Die po—
süschen und wirtschaftlichen Gründe dieser Aenderung
nußten sieh wohl früher oder später geltend machen, aber
FJraulreich hätte die'elben durch einen geschickten diploma—
ischen Widerstand verzögern können. Die Politik des Ge—
chehenlassens, welche im Orient allzubänsig die Frank—
re'chs war, ist uns in Bukarest sehlgeichlagen und wird
ins auch anderswo, besonders in der Türkei, fehß
ichlagen.
Die ungariseche Krife
Alle Blätter erklären heute die politissche Lage
süur überaus ernst. Eine Entwirrung könne gar
nicht abgesehen werden. Die Organe der Unabhängig—
feitspartei beharren aus der Forderung einer selbständi—
zen Bank und ertlären, dem Großmachtswahne der Mo—
narchie dürfte diese berechtigte Forderung Ungarns nicht
zgeopfert werden. Gleichzeitig verlanzen mehrere Blätter
als Antwort auf das brüstke Verhalten der österreichischen
Regierung die Boykottierung der österreich i—
schen Waren. Das Organ der Volkspartei sagt, daf
mit der Demission des Kabinetts der Vakt und die Koa—
lition aufhören. In unterrichteten Kreisen wird behaup—
tet, der Kaiser verlange die Durchführung des Paktes
und die Lösung aller übrigen Fragen durch das au'
Grund eines neuen Wahlgesetzes gebildete Rarlament
4
* * 2 *
Hof und Gesellschaft
*Der Kaiser wird, wie verlautet, demnächst einen
Ausflug nach Olympia machen, wo jetzt gerade Profjessor
Dörpfeld mit Ausgrabungen beschäfrigt ist. Die Behör—
den sind angewiesen, vor allem die Wege und Brücken
herzurichten, die sonst wohl noch lange auf eine Aus—
besserung hätten warten müssen. Der Kultusminister be—
gibt sich mit dem Generalephor der griechischen Alter
umer zu dem Besuch nach Olympie
en und — an ihr Wermogen, oann entweder vorangegen
„der sich zuruͤdziehen, wie es ihm eben vaßte. Seine Un—
bhängigkeit war auf jeden Fall gesichert. Es war ei—
entlich eine interessante Situgtion, selbst füt einen bla⸗
siertan Menschen wie Mr. Hastings. Ueber all dieses nach
sinnend, vergaß er vollständig die Zeit, und so merkte er
es garnicht, daß Mr. Wilkens, dem, er noch eingeschärft
hatte, seine Unterredung auf einige Minnuten au beĩchrãn
ken, so lange ausblieb.
Unte defsen hatten Zaspers Neuigkeiten Mrs. Treberne
n eine Aufregung versetzt, daß jeder Nerv an ihr vor
Angedild und Neugierde bebte. Auf keinen Fall durfte
Hafings wieder zu Wx. Darrgeote gerufen werden; das
ssand fest. Ihre empörten Gefühle lechzten nach Rache.
Ja, Rache wollte sie nehmen für die Geringschätung, die
reihr Ingetan, als er ihr den Rücken zuwandte und zur
Tür schritte Wie konnte er Wilkens zu Mr., Darracote
bicken, ohne sie zu fragen! Nun wollte sie ihm, zeigen.
daß er auch nicht um Rat gefraat würde. Möochten di—
Tofgen jener Unterredung seine Interessen schädigen: nun
um so eßer hatte sie eine Gelegenheit in Händen, dieselber
dann wieder zu foͤrdern. Zunächst mußte ie verjuchen
Wer. Wilkens selbst zu sprechen. Soweit sie Mr. Darra—
eptes Fharekter fannte, war sie überzeunt daß er der
Aten Sckrefär sofort entlafsen würde, wenn er alle Mit—
eilumgen eder Nenigkeiten aus ihm herausgelockt batte,
ezhalb waärf ste fich auf einen Stuhl und die Treppe kei—
nen Augenblick aus den Augen lassend, verharrte sie in
gft Uemleser Spannuna. Und siebe da: der Mann lief
nuch nicht lange auf sich marten. SNaum war Jasper ei—
ige Winuten fort, da erschien auch schen die kleine, ha—
gere, schlecht gekleidete Gessalt des alten Sekretärs, die
zie hell erleuchtete Treppe berunterkam. Er schritt hastig
rorwöriz, einen besoraten Ausdruck in den Augen, der
aber versbwand, als er eine Dame erblifte die aufsprane
uind auf ihn zukgm
„Ich fürchte“, sagte sie, als er mit einer nervösen
Berbeucgunag stehen blieb, „daß Sie Mio,. Darracte eiwas
ufgereat baben NMir. Wilkens.“
„Vielleicht ein wenig“, anutwortete Peter Wilkens. —
Aber ich hoffe, die Aufregung wird ihm keinen Schader
un. Ahahbin froh und WMer, Hastinas sehr dantbar det
ee