Full text : Dudweiler Zeitung

Cokales und Vermich tes
Dudweiler, den 16. April 1909.
(Geflugelzucht. Das beste Legehuhn füur unsere rauhe
sßebirgsgegend ist wohl unbestritten das rebhuhnfarbige,
rosenlämmige Italienechuhn. Dasselbe ist nicht allein ein
eht gutes, widerstandssähiges Nutzönhn, sondern es gehört
nich zu den schöneren Hühnerrassen. Das rosenkämmige
Italienerhuhn ist eine neue Zuchtrichtung. Das so gäufibe
kifrieren der langen Kämme bei Hühnern. die dadurch longe
Zeit mit ihrer Legetätigkelt aufhören, ist bei dieser Rasse so
jut wie ausgesch ossen. Die Landwirtschaftstammer der
sgeinpravinz hat sich zur Ausgabe gemacht, das obenbezeich—
iete Huhn in hiesiger Gegend einzuführen, uad zu diesem
zwecke verschiedene Zuchtstationen errichtet. (Auch in
siesiger Segend isß dies Huhn schon eingestelli.) Das
Fiatlenerhuhn liebt freien Auslauf, begnügt sich aber auch
duf engem Raum und ist sehr fleißig im Fuiterfuchen. Bei
zweckmäßiger Pflege liesert das Hußyn im Jahre 150—-180
Eier und darüber. Die Eier find groß, durchschnittlich 55
his 66 Gramm schwer. Junge Hennen beginnen bereits mit
4-5 Monaten zu legen und sind im warmen Stalle gute
Winterleger, brüten auch nur böchst selten.
g Vom Ruhr'ohlenmarkt schreibt das Essener „Glückauf“
Die ⸗/ allgemeine Lage des Ruhrkohlenmarkies wies im Berichts⸗
monat keine Aenderung von Belang auf, die Ungunst der
Verhältnisse hai in ungeschwähtem Maße angehalten, da die
von den Verbrauchern mit Ruücksicht auf die mit dem 1.
April eintretenden Preisermäßigungen beobachtete Z irück—
haltuag einschränkend auf den Absatz wirkte; außerdem wurde
dieser auch noch durch den schlechten Wasserstand des Rheins
in den ersten deiden Dritteln des Berichsmonats ungünstig
betir flußt. Infolgedessen blieben die Versandziffern sowohl
im ganzen wie au, im arbeitstäglichen Durchschnitt hiater
dem Ergebnis des Vormonats zurztick und ecs war der Ein—
legung zahlreicher Feierschichten erf rder.ich.
In Feitkohlen erreichte der durchschnittliche Tagesversand
nicht die Höhe der Absatzziffern des Monats Februar; von
dim Ausfall wurden Förderprodukte und Nußkoblen betroffen.
Edenso wies der Versand in Gas und Gaseflammkohlen in
allen Sorten wieder einen eih blichen Rückzang auf. Auch
der Absatz in Eß- und Magerkohlen ließ in allen Sorten
seht zu wunschen übcig. Die Abrufe in Hochofenkoks zeigten
m Berichtsmonat tine weitere Steigerung, dagegen machte
sich in Brech⸗ und Siebkaks infolge des Emtritts der mil—
deren Witterung eine nicht unerhebliche Abschwächung gegen⸗
lher den letzten Monaten geltend. In Briketts beschränkten
ich die Aufforderungen der Kundsichaft auf das geringste
Maß, infolgedessen mußte das Syndikat heträchtliche Men—⸗
gzen auf Lager nehmen.
8 Der Eisenbahnfahrplan für den Sommerdlenst ist er
schienen. Derselbe bringt auf der Rein Nahe-Bahn in der
Fahrt bei einigen Zügen unbedeulende Aenderungen von
wenigen Minuten gegen den Winterfahrplan.
8 Bei den Meisterpcüfungen machen sich bereits die Fol⸗
gen des Gesetzes Uber den sogenannten kleinen Arbeitsnachweis
 bemerlbar. Bei diesen Prufungen rird nämiich ein
auffallend hoher Prozentsatz der P üslinge wegen nicht aus—
ceichender praftischet Arbeit zucückzewiesen. Das in's! Manch
einer nannte sich in unserer modernen Zit Meister, dem es
an der pralktischen Ecksahrung und Fertigkeit gebetach. Uad
das ist und bleibt doch für den Handwerksmeister noch eine
hauptsache. Das bischen Federfuchseret (7), das zur Buch—
sührung und Rechnungasaufstelluna aebött. kirdet sib vou
elhs

8 Auf Grund der Polizeiverordnung der Reglet ung zu
Triet vom 3. September 1890 werden die Besitzer und
Nutznießer von Apfelbäumen anfgesordert, die Bäame in der
Zeil vom 10, zum 20. Apiil auf das Vorhandensein de—
Blattlauz zu untersuchen und dieses Insek, wo es sihb be—
indet, zu vernichten.
8 Die Maikafer sollen, wie man besücchtet, in diesem
jahre besonders zahlreich zu PRerden, da dieses Jahe wieder
ein sogenanntes Flugjahr sein soll. Der lange starke Winter
hat aber hoffentlich viele Engerlinge vecnichtet. 8
8 Trier, 14. April. Gewnltige Waldbrände vernich⸗
eten in Zlingen 100 Morgen Eichen- und Tannenbestend,
n dem Moselort Rachtig 150 Morgen junge Anflanzung.
8Duisburg, 13. April. Uaterhab der Nedertheini⸗
hen Hütte ist ein im Rhein verankertes Schiff dornelia nit
3000 Centner Essenerz untergegangen. Die Ursache des
iafalls ist unbekannt. Die Besaßung ist gerettet.
FAus der Eifel, 10. April. Die Unsitte, trockene
Zztäser an Abhängen und Rainen anzuzünden, hat auch in
»er Eifel zahlreiche Waldbrände hecvorgerufen. Mehr als
OO Morgen Waldbesßand ist vernichtet. Vorerst ist der an—
jerichtete Schaden noch nicht völlig zu Übersehen.
E) Bayreuth, 14. April. (Roch mals Tremel)
Als seinetzeit über Pfarrer Tremel in Volsbach die fu—
perio a dwinis verhänagat wurde, erössnete der hiesige
Jungliberale Verein eine Sammlunz zu Gunsten des ECe
maßregelten. Wegen Vornahnie einer unerlaubten Samm
sung wurde nun der Vorstand des JZungliberalen Vereins
vont hiesigen Schöfsengericht zu Marf Gelostrafe ver
urteilt.
) München, 14. April. (Statistisches.) Nach
den soeben erschienenen ‚Münchener Jahresübersichten“ des
Eiatistäshen Anites der Stadt München ift die Einwohner—
zahl im letzten Jahre auf 561000 gesuegen (1905 wur—
den 538 983 gezählt). Das Verhältnis der ehelichen zu
d umehelichen Geburten hat sich seit 1902 zu Ungunsten
— — eee ede eedr eee “*
7 Prozen
auf 29,1 Prozent im Fadre 1908 rggern um Jahro 19090

() Mulheim a. Rih., 14. April. (Selbest mord aus
Zchwermut.) Hier stürzte sich in einem Anfall von
-cchwermut ein 42jähriger Kaufmann in der Sedanstraße
us einem Fenster des dritten Stockwerks auf das Stra—
zeupflaster. Der Unglückliche ist den Verletzungen bald
zarauf erlegen; er hinterläßt eine Frau und ein Kind.
(5) Koblenz, 14. April. TCödlicher Stur z.) In
Ehrenbreitstein sürzte ein Stallschweizer vom Gebälk der
Scheune in die Tenne und siarb an den Verletzungen bin—
uen einigen Stunden.
(5) Duisburg, 14. April. (Im Rheinmunterge
Jangen.) Unterhalb der Niederrheinischen Hütte ist
rin im Rhein verankertes Schiff „Cornelia“ mit 13 000
Zentnern Eisenerz untergegangen. Die Ursache des Unsal—
es ist unbekannt. Die Besakßzung ist gerettet.
(5) Elberfeld, 14. April. (Folgen ehelichen
Streites.) Bei einem häuslichen Streite schlug der
Arbeiter Johann Fir seine Ehefrau mit einem Hammer
tuf den Kopf, wobei er sie erheblich verleßte, und sprang
dann aus dem dritten Stock seiner Wohnung. Fir starb
in Laufe des Tages.
() Bochum, 14. April. Bergarbeiter-Kon—
reß) Das internationale Bergarbeiterkomitee beschloß,
en diesjährigen internationalen Berzaärbeiterkongreß ncht
n Brüssel, sondern in der Pfingstwoche in Berlin abzu—
alten.
() Essen, 14. April. Gerunglückte Rettung.)
Bei dem Versuch, ein Pfserd aus dem brennenden Stalle
u retten, verbrannte hier ein Lumpensammler.
() Dortmund, 14. April. (Kaiserbessuch.) Der
daiser hat sein Erscheinen bei der Feier, die die Graf—
chaft Mark aus Anlaß ihrer 300zͤhrigen Zugehörigkeit
u Preußen im August auf Hohensyburg begeht, zugesagt.
() Gelsenkirchen, 14. April. (Im Beruf get'ö—
e iu.) In Vottirop sind auf der Zeche „Prosper“ durch die
*Eptosion eines Dampsventils ein Schlosser getötet und
wei lebensgefährlich verletzt worden.
(5) Emden, 14. April. (Dreiste Flucht.) Dieser
Tage unternahm ein Mann, der im Uebernahmeverkehr
mit Holland von Neuschanz nach Weener transportiert
wurde, einen kühnen Fluchtversuch. Er sprang aus dem
Abrrtfenster des Zuges, wobei er unverletzt blieb, und
tüchtete in der Richtung nach Windschoten. Die Verfols
ung blieb ersolglos. Der Entslohene hat sich übrigens, wie
estgeftellt wurde, schon vor drei Jahren durch Flucht nach
2olland der Miutärpflicht entzogen.
(ERWiesbaden, 14. April. (Ueberall Wald
wrände. Zwischen Hausen und Kiedrich wütete en
chwerer Waldbrand, dem eine große mehrjährige Schon—
ing zum Opfer siel. Der Schaden dürfe 50 000 Mark
betragen. Die Feuerwehren von Hau'en, Kiedrich und der
mgegend waren anwesend. Vieie Osterausflüg'er hab
apfer mitzeholjen, Schußgräben aufzuwersen.
(E) Homberg am Rhein, 14. April. (Schwarze
Poscken.) Hier wurde eine Frau in das städtische Ifo—
lierbaus eingelicfert, die gleich nach ihrer Einlieferung
tarb. Die Aerzte konstatierten schwarze Pocken. Holläm
dische Schiffe sollen dieselben eingeschleppt haben.
() Frankfurt, 14. April. Mor d.) Hier drang der
Zchweizer Winschnitzer in eine Herrschaftsküche, wo seine
Frau beschäftigt war, und stieß der letzteren einen Dosch
u den Nacken. Die Frau verstarb kurze Zeit darauf im
trankenhause, der Täter wurde verhaftet.
() Worms, 14. April. Sozialpolitisches.)
Wie qus dem Bericht der Gewerbeinspektion hervorgeht,
zaben bereits über 33 Prozent der hiesigen Fabrikarbetet
ine tag iche Arbeitszeit von 835 Stunden. Die herabge—
etzie Arbeitszeit hat sich nach den Anaaben der Arbeit
zeber durchaus bewährt.
() Ludwigshafen, 14. April. (GGegen die Wein—
teuer.) Die pfälzische Protessphersammlung gegen die
Weinsteuer finder munmehr vestimmt am 25. April in Neu—
tadt a. H. im Gefellschastshause statt. Die Versammlung
orginnt nachmittags 3 Uhr und ift eine al'gemeine, alsfo
ohne Udaterschied der parteipolitischen Zugehörigkeii. Es
werd nach den Vorbereitungen eine aroke Beteisigung aus
der ganzen Pfalz erwariet.
(E Friedrichshafen, 14. April. (Bom Reichshuftschiff.)
 Das preußische Kriegsministerium hat
besoblen, daß „Z. 1“ nicht nach Métz konimt und auch
nicht sür Kriegszwecle verwendet werden soll. Er bleibt
muf dem Bodensee a's Uebungsluftschiff. In Metz soll
anstelle des „Z. 1* ein ganz neues Zeppeünluftschiff mit
zwei sehr starken Daimlermotoren stiauoniert werden.
() Metz, 14. April. (Sothringisches.) Das Ge
setzblatt sür Elsaß-Lothringen veröffentlicht eine neue
Einteilung der Landgerichtsbezirke im Reichslande. Neu
gedildet wird ein Amtsgericht in Mörchingen, das dem
Landgerichtsbezirk Metz angegliedert wird. Im übrigen
verden einzelne Vereinfachungen in dem Bestand der
Imts gerichts bezirke vorgenommen.
(E) Nürnberg, 14. April. (Die Bodenrefor.
ner) Im alten großen Rathaussaale wurde die 19
dauptversammlung des Bundes Deutschen Bodenreformer
»ie gus allen Teilen des Reiches, aus Oesterreich
»er Schweiz und Eungland beschickt ist, eröffnet. Bewill
ommnungen und Begruüßungen überbrachten Vertreter det
öniglich bayerischen Ministeriums des Innern, des könig
lich barerischen Ministeriunms für Verlkehrsangelegenheiten
der mitelfränkischen Kreisregierung, der Stadt Nürnberg
der mittelfränlischen Handelskammer, verschiedener bayeri—
cher Städte, dann der Stadt DTarmstadt, der deutschen
zentralstelle jur Volkswirtschaft und des englischen Buͤn
des sür Besteuerung des Grundwertes. Hierauf wurde
n die umfangreiche Tagesordnung mit einem Vortrag des
Legationsrats von Schwerin-Obersteinbach über die sñd
»eutsche Kanalfrage cingetreten.
DJugendlicher Selbstmorder. In Ammendorf bei
halle war der 12jährige Sohn eines Malers durch eine
Vemerklung in seinem Schulzeugnisse in solche Ertegung
bersetzt worden, daß er seinem Leben durch Eehängen ein
Anve bereitete.
* Ferubeben. Aus Laibach wird berichtet: Hier re—
g'ftiierten die Justrumente der Erdbebeuwarie den Beginn
einer mittelsiarlen Fernbebenauszeichnung. Das Maximum
ron 6 Millimeter trat um 3 Uhr 37 Min. 5 Sek, das
Ende gegen 5 Uhr cin. Tie KHerddinanz beträat 9000
gi ometer

*Meuternde Häftlinge. Die Häfilinge der Besser—
ungsanstalt in Gailon bei Rouen meuterten; sie Uüberfie—
len die Wächter und verwundeten mehrere derselben. Erst
nach zwölfstündigem Widerstand ergaben sie sich den vom
direktor der Anstalt herbeigerufenen Truppen. Von 18
dästlingen, die entwichen und in den umliegenden Dör—
ern Tiebstähle und Gewalttätigkeiten verübten, konnten
bisher nur sieben festgenommen werden.
*RPestkranke an Bord. In Antwerpen ist der aus
La Plata eingetrofssene englische Getreidedampfer Rubens
Doet von der Hacenpolizei angehalten worden, da an—
geblich vier Pestkranke sich an Bord befinden. Für die
dreißig Mann Besatzung wurde eine fünftägige Beobach—
tung im Krankenhause angeordnet.
*Neue Krachs in New⸗-York. Wie die Frankfurter
Leimng aus New-York meldet, hat die Binghamton Trust
Company in Binghamton-New-York ihre Zahlungen ein⸗
gestelit. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf 60 Mill.
Maurk, darunter 50 Mill. Depositen. Am gleichen Platze
ste lten die Bankiers Knapp Brothers die Zahlungen ein.
»RPiraten. Eine Bande von Piraten haben eine chi—⸗
aesische Dschun'e in der Nähe von Johore überfallen und
ieben Leute der Besatzung getötet. Der Kapitän wurde
gefoltert., bis er angab, wo er seine Wertgegenstände auf⸗
bewahrt habe. Die Räuber machten sich darauf mit der
Ladung davon, ohne einc Spur zu hinterlaffen

Ueneste Nachrichten nund Celegramme.
Depeschen Bureau Hecold.
O Metz, 11. April. Die Albbeiten an der neuen Ballon⸗
jalle zu Ftesscety schreiteu rustig voran. Nachdem dos
mächtige Eisengeripoe fertiggestellt ist, hat die Verschalung
der Resenwände begonnen. Weithin leuchtet die Halle, allen
Aueflüglern deutlich erkennbar. Die Lufischiffhalle hat eine
Länge von 140 Metec, eine Breste von 50 Meter uud die
respektable Höhe von 38 Metern.
* Beelin, 14. April. Im Laufe des gestrigen Tages ist
in dem Besinden des Fürsten Eulenburg kine weitere Ver—
chlimmerung cingetreten. Die Auterio sklerose ist weiter
'ortgeschriten und in die sozenanate Thronbose ei getreten.
Die Fuße des Patienten sind anzeschwollen, die Venen ver⸗
—XR
x Berlin, 14. Apcil. Der 13jährige Tertiantt Adelf
Maad, le blicher Sohn eines Kaufmanns aus der Lilienstraße,
zat durch Einatmen von Leuchtgas seinem Leben freiwillig
in Ende gewacht, nachdem er von seinem Vater aus gering⸗
ügigem Ancaß eine Rüge erhalten hatte.
* Innsbruck, 13. April. Die Leihe des seit Sommer
1807 vermißten Lehrers Joseph Schaffaer, der bei einer Ge—
»irgstour durch Abstutz der Tod fand, wurde aufgefunden.
* stonnantinopel, 14. April. In ganz Türkisch-Asien
jerrscht sörmliche Anarchie. Im Hafen Adschied bei Bassora
uuberfielen Nomaden einen Dampfer, öteten die Mannschaften
und Passagiere und raubten die Ladung. In Bagdad er⸗
chienen als Soldaten verkleidete Briganten im Bazar, er—
chossen mehrere Kaufleute und plünderten die Magazine.
In Suleimanije überfielen Briganten eine von Truppen es⸗
ertirte Karawune von 130 Personen, töteten 46 und ver⸗
rundeter fast alle übrigen. In Suxenya töleten Briganten
20 Stad:bewohner.
*London, 15. April. In den Straßen Londons erregte
ein Au omobel-Kutscher großs Aufsehen. Derselbe fuhr im
rildesten Tempo und verletzie mehrere Personen. Als man
dos Auto endlich anhalten konnte, stellte man fest, daß der
rutscher plötzlich wahnsinnig geworden war.
* Washington, 15. April. Die amerikanische Regierung
kam mit der spanischen Regierurg dahin übereln, Präsident
Castro in einer der spanischen Kolonien eine Unterkunft zu
gewähren.
»* Niuwyohkk, 2. April. Die Frau des Furmers Turner
in Winston, nahe Salem in Nord-Karolina, hat Fanflingen
das Loben gegeben. Die Kinder, drei Knaben und zwei
Mädchen, sind zwischen vier und sechs Pfund schwer und
cheinen alle leberskraftig zu sein.
* Konstantinopel, 15. Aptil. Es qiw'nnt den Anschein,
als ob der Sultan selbt den Militärpussch ins Leben ge—⸗
zufen hat, um seine Machtstellung dem Parlamente gegen⸗
über neu zu festißgen. Als die Soldaten, die reaktionären
Partei ergeben und fanalische Anhänger des Jslam sind,
hötun, daß Tewfik Pascha das Großvesiart Ubernommen habe
geberdeten sie sich, wie unsinnig, sie bildeten Spalier als
Tenfild Pascha erschien und seue ten ohne Unterlaß Ehren⸗
alven ab. Dann sandten sie eine Deputation an den Sultan
dem tine Liste mit den Namen von 110 ODifizieren, deren
Enfernung aus dem Heere verlangt wurde. Es sind dies
die Offiziere, deren Intelligenz des Heeres bedeuten und die
vegen ihter Begabung ins Auséland geschickt wurden urd
dot ihre wissen'chaftliche aud milifäriche Bildung erhalten
haben. Der Sultan lebnte die Forderung boer Soldaten ab
* Bozen, 15. April. Die Stadt veranstaltete anläßlich
der bundestreuen Haluung Deutschlands zu Ehren der
Reichsdeutschen, die sich gegenwärtig hier aufhalten, einen
Festkommers, Bürgermeister Dr. Perathoner pries in sei—
ner Festrede die opferfreudige Bundes treue des deutschen
Resches. Kommerzienrat Avenarius und Gymnasialdiret.
lor Przygode-Berlin erwiderten namens der Reichs-—
 An den Naiser wurden Huldigungstelegramme
1hboeschiefe — ——

* London, 15. April. Die diesjührigen So mme r⸗
mansöver worden größer sein als je zuvor. Die Trup⸗
oen sollen im Schießen auf Flug- und Fesselballons und
mi Schießen bei Scheinwersern eingeübt werden. Es wer⸗
den 14 große Lager aufgeschlagen, in denen 70 000 Mann
untergebracht werden können. Ferner werden ein Zeppe⸗
inlufsschiff, ein französtscher halbflarrer Ballon, zwei
Wright'sche Aeroplane und zwei von Jarman gelauft wer-z
en Ein Aeronauftenkorps soll eingerichtet werden.“

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—— 4 — — * — 7 — 6
8 —— 9 ———— — D
igt für Wollfabrikate unersetzsich. Gesfrickte wollsachen und becken schrumpsen
n der Wäsche nicht ein, qemusterte und farbechte Stucue verlieren nicht die
frische der farbe, wenn sie mit Sunlicht Seife noch vorschrift qewaschen werden.
ʒunlicht Seife wird vielfach nachgeahint. ober in der Quositàt niemals erreich—
            
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