Full text : Dudweiler Zeitung

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Donnerstag, den s. April 1908. oeitungs iue s
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Hnzeiger für den Aürgermeisteren“
Dudweiler.

Aantementspreis
monatlich 70 rg. iren ins Daus gebracht; bei der P.
bestellt Ni. 2,55 vierteuahrlich.
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Die „Dudwerler Zenung“ erscheint äglich mir Russnatzme der Sonr
und Feiertage

Anzeigen
10 Pfg. die spaltige Zeile; bei mehrmaligen Inserationen
entsprechender Rabatt.
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Redaktion, Druc und Verlag von J. Unterkebler
in Tudweiler.
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Wocheu⸗Runudschant.
Spat komnit er — aver er kommt! Der lauggriennte
Frühling ist endtich auch wirkich da. Die Zonne sen—
et ihre Wärmenden Sitralelon dernirder auf Stur it
zAld, auf dem nun der Landnidun mie dophetier Araltt
einer Arbeit nachgetzen muß, weil ber bartnäciact in
er über Gehühr verweilte. Run, wenun der Frühltin;
aund der Sommer sich aus besinein und nicht welleriven—
zdisch erweisen, dann wollen wir ihr lanzes Aögern ver
hhen. Der Frühling mit seinenm alles betebendern Oden
hat unser vor lauter Wintersnot nachgerade c
was eingerostetes Herz zu srischem Auflauen
georacht. Es schlagr im gZeichen eines unge—
trühten Ostersriedens. Ostera, das Friutlingsfest, das
zehre Fest der Auferstehuug, steht dicht vor der Türe.
Traußen in der Welt haben die, die die bohe Polti
machen, noch kurz vor Toresshruß füur die Erhaltung des
Friedens gesorgt; sie haben am Ballanu sozusagen in
großes Ofter-Aeinemachen ins Werkt gesetzt. Deutschland
und Oojterreich haben sich bei dieser Gelegenheit als re
meltable „Putzfrauen“ erwiesen. Tak bei dem großen
kehraus der Kriegsschürer auch der chlimmsie unter ih
ucn, der Kronprinz a. D. Georg, mit under den Besen
anm und hinausgekehrt wurde, wird niemand eine Träue
ntoclken. In Teutschland herrscht in der Politik über
Aten Wipfein Ruh't dReichetag und Landtag veriagten
sich bis in das letzte Drittel des April, die Volksboten
ind uach langem Debat egezänk heimgesehrt, um die Oster—
ijer in Gemütüchkeit zu verzehren, zumal das Gemutliche
während der vergangenen Woche im Reichstag mehr wie nö—
ig vermißt wurde. Besonders weit vorwärts kant man
wotz Dauersitzungen und Nachlsitzungen nicht. Der Lar—
sen der Reichssinauzreform steckt noch immer inr Simmp
zes Parteten- und Interessen iderstreits, Und Bütew
jt auch nicht der Mann dazu, um mit eifernem Ruck in
die Speichen zu greisen. Er versucht es mit seinen wohe
jgepfleafen Sammetpfötchen. Er licüt die Bearbeimug der
PRartciführer hinter den Rulissen. Hossentlich ist die R1
dung, die kürzlich durch die Blätter ging, wonach eine
Lerschlerppung der so sehr nöligen Reform ins nächste Jahr
zu befürchten sei, nur ein Schrecischiuß. Wir sind nicekht
eich Kenug, mit dem unerträglichen Fortwursteln uns noch
anger abzuplagen. Im Reiche gab es in dieser Woche zwei
Ersatzwahlen. Eine Reichstagswahl in Geestemünde, wo Dr.
Hoppe (nationallibe) mit Rhein Sozialdemokrat) in die
Stichwahl kommt, und eine in Peußen; bei der Ersatz
wahl zum preußischen Abgeordnetenhaus wurde in Zet
lberfeld der ireifonservative Bergafessor SBZvpinzi—
aewählt
Oesterreich setzt sene Verhandlungen mit Sorbien
oezüglich der wirtschaftlichen Lage dort. Ferner sind zwi—
schen Oesterreich und Montenegro Verhandlungen eingelei—
tet worden, die sich daraus beziehen, daß Oesterreich sich
zur Aufhebung der Bestinminngen des Artikels 29 de—
Berliner Vertrages bereit erklärt, sobald Montenegro seine
nobilissierten Streitkräfte zurückzieht. An eine Abrüstung
Desterreichs wird jedoch wohl erst dann gedacht werden
vunen wenn Montenearo. soweit dies nach der territa

riglen Organation seiner Streiterafte moguch ujt, mit der
zurückziehung seiner clf Brigaden formierenden Truppen
en den Grenzen begonnen hat.
In Frankreich mehren sich die Surmzeichen im In—
nern. Die Gärung unter den Staatsbeamten dauert qüch
nach dem Ausstand der Postleute sort. Am vorigen Sonn
tag sand im Hippydrom des Boulevard de Clichy eine
Lersammlung von Beamten in Verbindung mit Arbeitern
von der schärfsten sozialtstischen Richmug statt, und d—
NReden, die dabei gehalten, die Beschlüsse, die dabei
saßt wurden, zeigen deutlich, wie es weiter hrodelt und
zischt.
Im englischen Unterhaus sragte der liberale Abge—
ordnete Lynch die Regierung, ob die einzeln zwiichen den
numittelbar von den jüngsten Verlietzungen des Ber—
biner Vertrages betrossenen Staaten zustandege—
ommenen Abmachungen noch der Annghme durch die Sig—
naturmächte auf einer Konserenz bedürsfsen und welches
die Aufgabe der Konferenz wäre, wenn sie stattfände,
Staatssekretär Sir Edward Grey erwiderte, er könne
noch nichts sagen, ob die Konseren; stattiinden wird oder
nicht.
Der gewesene Präsident der Vereinigten Staaten,
Robsevelt, hat auf seiner Reise nach den afritanischen
Jagdgründen auch das vom Erdbeben zerstörte Messina
»eisucht und hatte eine Begegnung mit dem König von
Italien. In Neapel empfsing Roosevelt den deutschen om
ul, der ein eigenhandiges Schreiben Katsfer Wiwelms
nit einm Relenbultelteen den dentichen Farben über
ichte. Der Kaier druckte in dem Schreiben seine Freude
mis, daß Roosevelt seine Seereisen auf deutschen Schif
en mache. Man sietzt, die Souveräne Eurovas bemühen
ich, Teddy bei guter Vaune zu erhalten

tige Anit wies den enguijchen Gesandren in Bceting tete
zraphisch an, bei der chinesitchen Regierung einen schar
en Prötest zu erheben zegen den Abschluß einey
Anolbeite umirt deutschen Finanziers zum Auwecke des
Banrs ciner Bahn von anton nach Hansau, da dien
er bluittichen Regiccung nicht unterbreiset worden jei
Griechenland.
*MNach Schluß der gegenwärttarn Kammertagung reu
Ninistechrident Theotetis nach Rorju, ivo er den deut
hen éiser beäarrßen mis

SEerbren
»Der iruhere Kronprinz Georg hat sich en' schlossen,
iach omdon zu reisen und einsge Zeit in England
„n verbringen. Serbische Blatter behaupten zwar, er
verde die Universität Orsord oder Cambridge besuchen:
ies ensspricht jedech nicht der Wahrgeit. Er wünscht
in tutzer Zeit nach Serdien zurückzukehren und in der
erblichen Urmee weiter zu dienen
Türkei.
* Da sich bei der Negelung der russisch türkisch-bulgari—
chen Gutente cinige Tchwieriglteiten ergaben,
ritt der russche Botichaster seine Urtanbsreise erit inm
iächsten Monat an.
* Zwischen Ja pan und der Türkei ist ein Ab
kumrmen getrossen worden, wonach Japan in Konstanti
uupel eine Botschast und in verschiedenen türktichen Städ
ten Nonjulate errichitezt. Weder Bolschaft noch donsutan
rhaäatten sedoch das Recht fur Kapetulauionuen

Tie Serrscher auf Reisen.
Der „Matin“ bestätigt in einem Londoner Telegramm
ie Machricht von einer Hegegnung zwischen Köö—
JDduard, Kaiser Wilhelmund Rönig
itor Emanuel. »tdaig Ednrard wird sich in
den nchslen Tagen in Marseitte einscheffen, um von dorr
ins eine Mittelmeerreise anzutreten. Er beabsichtigt, Mej
naanzulaufen und die vom Erdbeben heimgesuchten Ort
östen zu vesichtigen. Watzrscheinlich werden Kaiser Wi—
ꝛclan und König Eduard gleichzeitig Malta besichen, wo
der engltesche Heerselher vom 21. April ab einen dreitägi
jen Rufenthait nehnen wird.
Wie aus Korfu gemeldet wird, dort bereits ale
Vorbercitungen für den sesilichen Empsang des Kaiserpaa
tes und des Königs von England getrofsen. Ter Au
rang von Fremden ist bereits jetzt sehr starkf

Volitische Rundschan—
Deutsches Reich.
e In parlamentarischen Kreisen verlautet, es sei neuer—
ings zweifelhaft, ob Staatssekretär Dernburg schon in
iesem Jahre, wie er ursprünglich beabsichtigt hatte, seine
keise nach Kamerun werde anireten können. Der
ztantssekretär habe die Strapazen seiner vorjährigen gro—
ßen Reise nach Oste und Tudwestafrika voch nicht völlig
iberwunden. Er wolle den kommenden Sommer zur wei—
ren Zärkung seiner Gesundheit in unserem Käma zu—
hringen, um dann erst vom nächsten Jahre an seine In—
rmanensreise nger den Schutzgebieten fortzusetzen

Desterreich-Uugarn.
* In Wien nennt man als Ort der Zu sammen⸗—
kunft des deutschen Kaisers mit dem König
von Italien Brinundisi

Beschränkter Wert der „Treaduoughts“.
Vor dem Institut der Aöttenarchitelten erklärte Lord
Brassey, es sei für England notwendig, sich ein Ueberge—
wicht in Dreadnoughts zu sichern, aber mit der Steiger—
ung der Dimensionen der Schiffe sei keineswegs die Un
verletzbarkeit gesichert. Es sei unmöglich, die ganze Seite
der Schifse oberzalb der Wasserlinie mit undurchdringba—
rent Panzer auszustatten. In dem russisch-japanischen
Jriege habe die Seemine eine große Rolle gespielt Menp

Rußlaud.
*Die Stellung Jswolstis hat sich in den letzten Ta—
gen wieder gebessert, sodaß sein Rücktritt für die nach te
Beit nicht zu erwarten *

Eugland.
*Mehrere Morgenblätter meiden, das britische ausm

Vähpeépd dep Reblale-Tage: Wophféllg Peppeon-(CoPfeh jon“

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herren⸗Hosen ben seüden 40, 3*0, 19
eleganter Schnitt 50 50 20
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herren⸗Hosen schmwarr. nuee bemährto Ouaglitäten
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gestrickte Unzüge in Blusen und Schulform Marfe „Panzer“
in allen Größen und Korbon

Knaben-LKittel-Anzüge 164
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einzelne Knaben-Hosen geripptey Sammt, Gr. 126 27
Nnaben Hosen in Lstrick, Szert sid, Warte . Vanzenn

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Joseph Leob Vwen ses Pudweller am Markt.
            
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