Full text : Dudweiler Zeitung (22.1909)

alienischen MarineOffiztere auf der Prafettur ein Di—
ner geben wird.
* IAm arbten Sarnle von Pariß, dem yredrori, Jaad
ntag tinn eerting sant, das von Arcceen
. der. *TanheAte juh barruri, cine Tereintgäüng ver
nar Ter Ariratondufsirie mit den Beantten vorzu—
horciten, das von der Regierung geplante Statut für die
Veamten schon im Entsiehen zu unterdrücken, und wenn
miöglich, einen Generalstreitt zu inszenieren. Un
ter den Anwesenden befanden sich auch zahlreiche Postbe
anmte. Es wurde veschlossen, jeden Versuch der RNegier
ung, eine Scheichand zwischen Protetariat, Administra
tive und den organttiernen Arbcitern der Privat-Industrie
auffrrühten, zu verwersen und einen Zusammenscalnß at
ler Broeciter zu protaieren und inm Scttatste d'e 7
Ar bgie deae de vn ee e rd. eer reerne
. perr Generalitreit beantieoree
iurnre

Serhien.
*Belufs Fyr sebuten seiner Studien wird sich Kron
prinz Alexauder demnächst ins Aus!and begeben und an
der Barliner Universität mit seinen Studien
beginnen. Prinz Georg wird in das Petersburger Pa—
geitesorps eintreten.
*Ein sremder Tilomat, der Gelegenheit hatte, diefer
Tage des KFönig Peter zu sprechen, erklärte auf das
allerbestimmteste, daß dieser nicht die geriugste Absich:
habe, abzudankden. Wenn es noch cines Beweises be
dürfe, so sei das wohl der Umstand, daß der junge Thron—
folger nach dem Osierfest zu seiner Ausbildung ins Llus—
land gehe. Vorluusig wird diese Angelegenheit zwischen
dent Konig, dem Justizminisster und dem Präsidenten der
Zkedbtirbina beraten.

Griechenland.
*Auf persönliches Ersuchen des Könins hat Tiototkis
die Demission des Kabineits zurückgezogen. Das
Kabinett Tiotoks verbleibt im Amt. Die Kammer ist ein—
hberufsen worden

Türkei.
v* Infolge der Denkschrift Kiamil Paschas hat die
islamitische Bewegung gegen Hilmi Pascha, gegen die
Regierung und das jungtürkische Komitee neue Nahrung
bekommen. Die Anhänger des alten Regims fordern auf
ben Straßen die gewaltsame Vertreibuna der Führer
der Jungtürken.
* Die Pforte beschloß, für den Fatll, daß betreffs der
bulgarischen Orientbahnkrise keine Einigung er—
zielt werden sollte, die Frage vor ein Schiedsgericht zu
bhringen

Marokko.
*Wie aus Fez berichtet wird, hat der Sultan ei
nen Ausschuß ernannt, der beaufiragt ist, die Schulden,
welche von seinen Vorgöngern gemacht worden sind, fest—
zustellen. Diesem Ausschuß gehoͤrt u. a. auch El Gebbas
dan. Der Sultan hat außerdem eine Oberleitung für
öͤsffentliche Gebäude, Handel und Industrie gebildet, die
sich besonders mit der Grubenfrage beschäftigen wird, une
dem Finanzministerium untersiellt iit
ur Münrchener Reise des „Z. L.“
eprelins Luftsehiff hat sich in einer Weise bewährt,
wie tritisch veranlagte Leute es schwerlich erwartet hat⸗
ten. Nicht als ob Zeppelin seine eigenen frühßeren Re—
korde überholt hätlse. Ter Entsernung nach übertrifit der
Flug nach München und Dingosfing mit rund 519 Kilb—
meier in der Lusftlinie sowohl die Schweizerreise (350
Kilemctier), als auch die mit Prinz Heinrich von Preu
ßen unternommene Fahrt (250 Kilometer), sieht aber im
merhin hinter jenem großen Tauerflug nach Mainz zu
rüct, der südlich von Stuttgart mit der Katastrophe von
Echtordingen endete. Auch ist der „Z. 1“ bloß 11 Stunden
unterbrochen in der Lust geblieben. Berücksichngt man
aber alle in Betracht kommenden Umstände, namentl'eh
die zweimaligen Landungen über fessem Boden, dar—
unter eine bei sehr heftigem Winde, so mögen jene Mit
glieder des Münchener Luftschisfer-Bereins Recht haben,
welche unter dem imponierenden Eindruck der Landung
auf Oberwiesenseld Zeppelins bayrischen Flug als die
eriolgreichste seiner vbisherigen Fahrten bezeichneten. Man—
cher, der aus Tingolsing eine Nachricht a la Echterdin—
gen zu hören befürchtete, ist auf dem Exerzierplatz von
Oberwiesenfeld aus einem Saulus zum Paulus gewor—
den. Mögen immerhin die gelehrten Theoretiker der Luft—
schijsijiabrt dem Zeppelinschen System diese oder jene Feh—
ler haarscharf nachweisen, so sprechen doch die Tatsachen
lauter als alle Theorie. Wer den Abstieg gesehen häat,
genau auf der vorbezeichnesen Stelle und keine paar Me—
ter wester vorwärts oder rückwärts, der mußte sich sagen:
Der Mann hat sein Luftschiff ebenfso in der Geivalt, wie
ein Seekapitän seinen Riesendampfer, wenn er damit an
einent Landungssteg anlegt. Nächst der verblüffenden Si—
cherheit der Landung gefiel dem Zuschauer-Publikum am
meisten die Leichtigkeit der Höhenfleuerung, von der man
sich bei den über München ausgeführten Ranövern über—
zeugen konnte. Während die Sachverständigen auf Ober—
wiesenseld besonders das Ausbleiben aller Wotor- und
lonstigen Deiefte betanten. konmen die Nichttae—
5 00 ——
PHexrsößnt.
Versöhm.
Noöopelle nan 6 Reiure

Nelly schwieg; krampfhaft vrette sie die Lippen auk—
ainander.
„Wo ist er — ist er hier?“ donnerte er wieder.
Die junge Frau schwieg beharrlich; jetzt umspielte ein
verächtliches Lächeln ihre zuckenden Lippen und der heiß—
blütige, jähzornige Mann verlor dadurch den letzten Resi
seiner Selbstbeherrschung. —
„Sie wollen nicht antworten?“ schrie er. „Bei Gott,
Sie sollen! Ich will Sie lieber töten. als daßz Sie üb⸗r
mich triumphieren.“
Die junge Frau faßte nach einer Stütze; es dunkelte
vor ihren Augen, als sie plötzlich das Gefährliche der Si⸗
tuation, dem wild erregten Manne gegenüber, rkannte.
Vergebens suchte sie, sich von seinem festen Griff zu be—
freien.
„Sie entgehen mir nicht; ich halte Sie fest, bis ich
die Wahrheit weiß,“ rief er, „wo ist Ihr Gatte?“
„Ich sage es nicht; Feigling, ich hasse Sie!“ stöhnte
lie verzweiflungsvoll.
„Sie hassen mich? Ha! ich hasse ihn, der Sie betrogen
hat. Er soll nicht in seinem Glück schwelgen, in Ihrer
Liebe triumphieren, viel lteber will ich Sie min meinen
eigenen Händen erwürgen! Oh Nelly. Nelln! Sie haben
mich zur Verzweiflung gFebracht!“
Seine Augen trat wild aus den Höhlen, die Adern
auf der Stirn schwollen bedenklich, mit sest zusammenge—
preßten Lippen streckte er seine Hand aus, um sie fest an
sich zu ziehen, — da sah er, wie sie schwankte, — er
wollte sie halten, doch mit dem Angstgeschrei: Hilfe,
Hilfe! er tötet mich,“ sank sie leblos zu Boden. — Der
Mann stand erstarrt; dann wandte er sich entsetzt um; ein
shHeräusch an der offenen Tür der Terrasse haffe ihn ern

eut Erstaunen uher die inn Bergieich zum vitesenleib oes
zuthißes aniteze inheit der die Eigenbewegung
rtitteluden Schraubemingel gar nicht genug NAusdruck
a u en ae den e eg erras That⸗
en verzeichnet werden muß, ist im Grunde genommen,
e!bsinerständlich. Unleugbar und unwiderlegbar bleibt
)ie Tatsache, daß das Lustichisf mit eigener Kraft gegen
ine Winditärle wie die am Freitag nicht aufzukommen
dermochte. Dagehen hat es ersolgreich die Annahme je—
ier Possimisten widerlegt, wesche behaupteten, daß ein
nicsenkörper wie derjenige des Reichsluftschiffss bloß bei
Windslle und leichten Winde fahzren könne, hei bheftigenn
turncartigen Wind aber versarcia dta. Aücate, das bLei
mion p F f,αα rεe ,3. 1“ auch
e nen Sind, wie er am Freitag wehte, zu fahren
dermöetgen. Beim Reichslustjchiff ist dies nicht der Fall
zgewesen, und es fragt sich min, welcbe Windstärke denn
eigcentlich in den vom „Z. 1* durchflogenen Höhen zu ver
eichnen war. Es wird in den nächsten Tagen und Wo—
hen ficherlich noch viel davon die Rede sein. Wenn ei—
nge VBlärter zu wissen glauben, Graf Zeppelin habe von
diner Windsiärke von 18 Sekundennietern agesprochen. in
st das währscheinlich irrig. An der Erdoberslache we—
igstens dursten, als die Windsiärke am frühen nachmitag
 ihren Höhgepuntt erreichte, nicht mehr als 12 Sekun—
zenmeter zu verzescchnen gewesen sein. Daß es 200 bis
300 Meter höher viel anders gewesen wäre, ist immerhin
öd ich, aber nicht gerade vahrscheinlich

Eine neue Dauerfahr! des Rreichsluftschiffes.
Friedrichshasfen, 5. April. Das Reichslustchiff
 stieg heiute vormittag 4 Uhr 18 Min. zu einer 24
tündigen Tauerfahrt aus. Das Lustschiff nahm die Rich—
ung nach Ulm; es passierte Ravensbarg um 10 Uhr
30 Miinuten.
uUnum, 5. April. Das Rleichsluftschiff „zZeppesin 1*
mumt nur laugsam vorwärts, da es gegen scharfen Oii—
vind zu kämpfen hat. Die Motore aroeiten nur mit
alber Kraft. Um 11 Uhr war das Lustschiff über den
Irt Schenffeltried, wo es eine Wendung vollführte; um
2 Uhr war es über Waldsee und Steinach

—* 25 F
Die Lage an Valkan.
Aus Cerrunje wird berichtet: Der italienische Ge
endte besuchte den Fürsien Nikica und darnach den Mi.
nisterpräsidensen Tomanowiisch, um mit ihnen uver dee
ürledizeng der monienegrintcnen Anspriuche zu beraten.
Lach inn unternahm der englischhe Geschäststräger einen
gleichen Schritt. Anscheinens haoen auch die Vartreter
Frankreichs und Teutschlaubs ütuliche Justruktionen. Ue—
ber die MRatur der Unterrebungen ist nichts bekannt und
auch int Ministerinm des Aeußern wird über die Einzzel
beten strengstens Stillschweigen beobachtet.
Wie der „Matin“ schreibt, kann nach der Zust mmung
Frantreichs und Enuglands die Annexion Boßsniens als
cine voliendete Tat'sache betrachtet werden. Gne inter
nalongle Konferenz zur Anerkennung der Abänderung des
Berliner Vertrages werde, wie das Blatt von insormier
ter Seite erfabhren haben will, nicht einberafsen wrden.
Aus dem Meinungs-Austauich zwischrn Englaunpy, RNuß
land und Frankreich gebe hervor, zaß diese drei Mächie
eine sesche Konserenz nunmehr jür überflüfssig betrachen
Serbien rüstet ab.
Belgrad, 5. April. Vorgestern wurden die ein
berusenen NReserven encassen.
— —
lnine Sater-Uezepte.
GrüntennerstagsEiertuchen.
In einen gut angerührten Sierluchenteig uut man
»ine Handvoll zut belesener, gewaschener und fein ge—
sackter Nräuter Schnitltauch. Borasch. Vetersiliez und
Arntt weie übich

»arfreitags-Speisen.
Scheolisch oder Rotzungen in der Schüssel. Der Fisch
vird von Gräten nBud Haut befreit, mit Salz und mit
Pfesser bebiceunt und ernes Sitrnneu'oft hetränielt eine
Veile steben gelassten.
Darauf dampft man zine geriebene Zwiebel in ci
nem guien SZuck Bnrer und schüttet dieses alsdann in
ine feuerfeste kangüsche Porzellanschüssel, verteilt den Fich
schön darauf, bostreut ihn mit gehackter Petersilie und Ca
bern, enwas Sarde lenbutter darauf, sügt ß Glas Weiß
vein und Teelöffel in Wasser aufgelösten Fleischextrat
nzu und dämpft nun dies alles vorsichtig auf der Herd
oAutte etwa 20 Minmiten, indem man den Fisch von Zei
te Zeit mit der Brühe beträufelt. Vor dem Anrichten
ügt man noch etwas heilgeschwitztes Mehl hinzu, um die
znauee ctwas dicklich zu machen

Berlhorene Eier zur Ostersuppe
Man rechnet sür jede Person ein Ei, und schlägt die
cer einzeln vorsichtig in einen Schöpflöfsel, den man sehr
»rch in vvrüdelnd kochendes Wasser, dem man Wein
Es war nur ein Kind, ein kleines, blondlockiges Mäd—
hen, im weißen Spitzenkleidehen, das mit seinen großen
blauen Kinderaugen ängstlich auf die am Boden liegende
Heutter blickte. Es hatte sein Händchen ausgestreckt, um
die Puppe zu ergreifen, die auf einem Seitentischchen lag,
zoch unwillkürlich sank die Hand schlaff herab, als sein
Auge auf den fremden, unheimlich blickenden Mann fiel.
Einen Augenblick stand er festgebannt, dann wars er
inen forschenden Blick auf die leblose Gestalt zu seiner
Füßen, blickte sprachlos das kleine kaum vierjährige Kind
in, und verschwand schnell aus dem friedlich suüllen Hau—
e, dessen Glück er auf immer so iäh und araumsam ver
üchtet hatte.
„Mama! Mamal“ rief die Kleine, als der Fremde
erschwunden war, „steh auf! Sieh die schönen Bsumen,
die ich Dir geholt habe.“
Doch die Worte des lieblichen Kindes, die sonst im—
ner ein Lächeln auf das Antlitz der Mutter gezaubert
hattenn, blieben unerhört, die Augen geschlossen. —
Erschreckt trat die Kleine zurück, die Blumen fielen
zur Erde, laut fing sie zu weinen an. Mama! Manal“
ief sie ängstlich.
Schnell eilte die Wärterin des Kindes herbei und
iahm das weinende Kind auf den Arm.
„Annette, Mama ist krank. — sie sagte kein Wort,“
chluchzte das Kind.
Die Wärterin erschrak. Schnell kniete sie neben ihrer
Herrin, rieb die Stirn und Hände, doch jeder Versuch, das
entflohene Leben zurückzurufen, blieb erfolglos.
„Sie ist tot,“ flüsterte sie lautlos, dann schlang sie
ihre Arme fest um die kleine Ilona und unaufhaltsam
lossen die Tränen von ihren Wangen. Doch bald sprang
ie auf, eilte in das nahe gelegene Dorf und kehrte bald
zarauf mit dem Arzt zurück.
„Hat sie große Aufregungen, vielleicht schlechte Nach—
richten gehabt?“ fragte der Arzt, nachdem er die Unter—
uchung beendet und den Tod infolge eines Herzschlages
in D

las vell n tuet vuat, austeert; die GSiet
e ce h m renz rt t rase
Ainien, dann bal sn ba he ünn bas Gelceinge
chlagen, und ehb!n sie dann vorsichtig heraus und legt si
un die Suppenterrinc, die man mit kräftiger, klarer, en
vas gebräunter Ftciczerihe dufsjüllt

OBstereler,
uls Beilage zu Spinat, oder aus) Ahenis als seititat
diges Gericht. Ranbacitet von cneni langen, sog«
imnlen franzatttnen Stot daumensdicke Scheiben, nimm:
»hne die Rinden zu verleßzen, die Krumen heraus unz
näckt die Rinden in Wuüutter gelbbraun, legt sie dicht bei
inauder auf eine gebutterte, feuerfeste Schüssel und i—
eden der Ringe ein wenig dicken sauren Rahm, schläg
ruf jeden vorsichtig ein ganzes Ei, das man mit enva
Salz bestreut und seßt dann die Schüssel in den mäßi
varnen Bratesen, bis das Weiße starr geworden ist. T
vier müssen dann gleich serviert werden

Osterpabar
Einige Herzchen von jungem Kopfsalat, etwas Brun
teukresse, Garten resse und grüne Kräuter aus den Misf
eeten, werden jedes für sich belesen, gewaschen und wi
gewöhnlich angemacht und hübsch in einer Salatschüsse
ugerichtet. Man lann auch über das Ganze noch ein
Aahyonnaise gießen, und verziert die Schüssel mit feinc
dadieschenscheiben und harten EGierviertefs

Osterphaden
Man bereitet einen guten Hejenteig van 2 Pid. ser
ioenn Mehl, tnoöpphea Ver Wilch, 15 Pfaud Buter,
psund Zucker, 15 Pfg. Heje, 2 ganzen Elern, 14 34
nit gewaschene Rosinen, zuletzt 1 Teectöffel Salz. Naot
iem dies alles gut durchgearbeitet ist, sormt man rund
ruchen, so groß man die Fladen haben will, undee
e weitläufig auf cin gut bestrichenes Blech, läßt sieng
wisgehen, bestreicht sie dann vorsichtig mit verklopsie—
ißeib und backt in gut durchheiztem Ofen. ohne vi
Dachhitie, etwa 34 Stunde

sadankuchen.
2 Pfand Mehl, „Pfund Butter, “Liter Milch,
und Zucker, 4 Eier, die abgeriebene Schale einer Fi
one, 12 Pfg. Hese, Rosinen nach Belieben, eiwas ZDan
Dies tüchtig verarbeitet, in eine gut gebutterte, mit Sem
nelkrumen vestreute Form (nur halbvolt) gesüllt, ar
oarmen Ort gut aufgehen lassen und 1 Scunde in he
en Ofen gebacken. Es empsfiehlt sich, wenn der Ose
iicht ganz egal backt, nach Stunde den Ruchen 8e
—I

Maulschellen.
Man bereitet einen fetten, fsesten Teig von 14 Po
ehl, pPid. Butter, 4 Liter Milch, 4 Eßlösfel Zucker
9 Pig. Hefe. Diese Masse wird tüchtig durchgearbeitet
u kleineren Portionen ausgewälgert, etwa 1 Teller groß
e Fläche mit zerlassener Butter bestrichen, mit Zicker
Rimmt und Korinthen vestreut und aufgewickelt; dan
o»benauf wieder mit Butter bestrichen, ein langer Schnit
oben hinein gemacht, aber nicht bis an die beiden En
den, wieder bestreut und auf dem Kuchenblech aufgehe
rssen. dann ichon hellbraun gebacken

Schwäbischer Osterkuchen.
Man rühre 1 Pfund Butter zu Schaum, füge na—
ind nach 1 Pfund Zucker und 10512 Eigelb hiüzu un
ühre 1 Stunde lang. Dann fügt man die Schale eine
zi,rone, nach Belieben Sucade dazu und pid. qu
ewaschene Korinthen. Dann kommt 1 Pfund Mehl daz—
ind zuletzt der steife Schnee der Eiweiße. In eine gu—
gebutterte und mit Semmelkrumen und Mandeln bestreiu
Form gefüllt und bei starker Hitze fünfspiertel Stunde—
rebacken. Hält sich lange

Rheinische Osterfladen
Von 2 Pfund Mehl, A Pfund Butter, 4 Pid. Zu⸗
er, 4 Gramm Zimmt, 30 Gr. Hese und 3Liter Pile
bereitet man einen geschmeidigen Teig, den man in tel
lergroßen Stüclen auswälgert und aufgehen läßt, dam
mit Apfelbrei oder sonstigem Eingemachten belegt un—
chön knusperia gebacken Frau ESech

„Nein,“ versicherte Annette. „Sie war ganz frisch und
gesund, als ich vor einer halben Stunde mit dem Kind⸗
das Haus verließ.“
„Sonderbar,“ murmelte der ergraute Doktor, „sonder—
bar — und höchst traurig. — Sie ist herzleidend gewesen,
——
zur Folge haben.“
„Was soll jetzt geschehen?“ fragte Annette ratlos, die
Kleine fester an sich drückend.
„Wie können Sie nur fragaen! — Ihr Gatte mubß
lommen!“
„Ich weiß nicht, wo er ist. Signora Rinaldi hat nie
von ihm gesprochen, sie hat auch gar keine Freunde. wir
tebten hiet gang alsein“

Ver Vorktor brcktte mitleidig auf das weinende Kin?
herab, dann schüttelte er traurig das Haupt.
„Gewiß wieder die alte Geschichte, erst verführt, dann
yerlassen,“ brummte er unwillig. „Ich will es in den Zei—
ungen bekannt machen lassen,“ fuhr er dann laut fort,
durchsuchen Sie inzwischen das Haus nach Papieren
Briefen usw., vielleicht findet sich ein Anhaltspunkt“
Annette nickte zustimmend.
„Fürchten Sie sich, allein hier im Hause azu bleibenꝰ
fragte der Doktor weiter.
MNein!“ versicherte sie
SSorgen Sie gut für das Kind. Der Himmel mag
vissen, was noch aus ihm werden mag, wenn weder sein
Vater, noch seine Freunde gefunden werden,“ dachte er
dei sich selbst, als er dem Dorfe zuschritt. in dem di—
Neuigkeit sich blitzschnell verbreitete W
Signora Rinaldi hatte so still und zurückgezogen ge—
ebt, jetz, bei ihrem Tode dachte erst ein jeder daran, wit
insam und freudlos sie ihr Dasein dahingebracht hatte.
Tage waren vergangen. Auf vielseitige Rachforschun
jen des gutmütigen Herrn Doktors war kein Rejsultat er
olat, entweder hatte die Entschlafene keine Verwandte

der sie hatten von ihrem traurigen Ende nichts gehort.
lufj dem nahen Friedhof des Dörfchens hatte die junge
drau ihre letzte Ruhe gefunden; ein schlichter, schmucklo
er Hügel barg die entseelte Hülle, und Ilona streute au
veheiß ihrer Wärterin einige Waldblumen darauf, ohnt
zaßz süie aine hnung von der Bedentung ihres Norlufse

„Was soll aus dem Kinde werden?“ hatte Annette oft
edacht, als trotz alles Suchens kein Brief, kein Schrift—
tück gefunden wurde; und als sie nach der Beerdigung
roch lange sinnend da saß, betrat plötzlich eine fremde
Dame mit ungemein wohlwollenden Zügen das Haus und
ickte mitleidig auf das liebliche Kind, das jetzt in sei—
arit schnarrzon Tramoerfioidchen ndach anaiebender —
            
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