Full text : Dudweiler Zeitung

Cokales und Vermischtes
Dudweiler, II1. Januar.
zBei den Waͤhlen zum Gemeinderat erhielten in
.Klasse die Herren
Heinrich Wunn, Bau verkmeister
dudwig Wasmuth, Markscheider
Valentin Schröder, Reutner
Jakob Weber, Rentner
Jos.eph Kuhn, Gastwirt
Bewählt sind
VPunn, Bauwerkme;ster
Wasmuth, Marlscheider
Schröder, Rentner
Weber, Rentner.
Der Gemeinderat besteht jitzt aus folgenden Herren:
Joseph Leonard, Rentner
Dr. Specht, Arzt
Wilhelm Schulde, Fabrikant
Johann Wunn⸗Zeitz
Bal. Woll, Schuhmachermeister
balentin Schröder, Rentner
Zeinrich Wunn, Bauwerkmeister
Vasmuth, Mark'cheider
zacob Weber, Rentner
Broße, Maschinenwerkmeisler
Albert Jordan, Bergrat
dirst, Obeisteiger
Joh. Heinr. Wunn, Gastwirt
Julius Lwowski, Berginspektor
Micka, Bauunternehmer
Bengsch, Fabrilant
Zübner, Fahrsteiger a. D,
heinrich Kopp 3. Wirt
Meiser, Vergmann
Franz Kollmannsperger
Beorg Mack, Herrensohr
Christian Pitz 11. Bergmann
Bernharb Wiesemann, Bergmann
Johann Recktenwald, Rentner
Peter Schäfer 13.
F Auf Grube Dudweiler faud gesiern zu Ehren des in
Ruhestand getretenen Königl. Obeisteigers Schmidt eine
Abschiedsfeier statt. Dem Herrn Obeisteiger wurde bei dieser
Zelegenheit der ihm von Sr. Majestät verliehene Kro en⸗
zrden 4 Klaösse überreicht. Der Dekoriette wurde durch ver⸗
chiedene Reden geehrt.
8 Die Aussicht im Bergbau. Im Abgeordretenhause.
anden unter Vorsitz des Handelsministers Delbrück Ver—⸗
sandlungen über verschiedene wihtige Fragen statt, die den
preußischen Bergbau betreffen. An den Verhandlrungen
nahmen außer dem Minister, dem Unterstaatesekretär Dr.
Richter und der gesamten Bergabteilung des Handelsminis⸗
teriums auch Vertreter der Bergwerke von Recklinghausen
und Saarbrücken teil. Ee ist noch eine größere; Anzahl
yon Sitzungen in Aussicht genommen. Neben andern be⸗—
deutsawen Punkten wird über die in Vorbereitung befind—
liche Novelle zuu Berggesetz betr. die Anstellung von Ar⸗
Feiterkontrolleuren eingehend beraten werden.
8 Vom Situsm auf die Duppeler Schanzen. In den
Aufzeichnungen des Prinzen Frindrich Karl von Preußen über
den dänischen Feldzug von 1864, deren Schluß im Dezember⸗
heft der Deutschen Revue (Stuttgart, Deuische Verlagsan⸗
jali) veröffentlicht wird, finden sich einige bezeichnende Stel—
sen, die vonm Sturm auf die Düppeler Schanzen handeln,
In der Besprechung, die der Prinz am Tage vor dem An—
zriff beim Kruge von Wielhoi abhlelt, um noch verschi dene
nündlichen Weisungen für das Verhalten der Truppen wäh—
cend des Sturmes zu geben, ereignete sich ein bemerkens⸗
verter Zwvischenfall, der von einem Augenzeugen folgender⸗
naßen geschildert wird: — „Hiernach/ — nach Ausgabe der
nündlichen Position — frug der; Prinz, ob einer der an⸗
vesenden Herren noch eine Frage habe. Alles schwieg. Plötzich
 sagte eine Stimme im Kreise der den Prinzen Umstehen—
den und zwar in einem Ton, so ruhig und gischäftsmäßig,
ils handle es sich um eine Frage nah Aufnahme der Richtung
Wern die vorderfle Kowp gnie stutzt, Königliche Hoheit, so
dauf doch von hinten auf sie geschossen werden?“ Alles sah
iuf den Sprecher hin, einen langen, hageren General mit
eigentümlich spitzen Kopf, einer Brille auf der Nase und dem
dabitus eines Schulmeisters. Es war Goeben. Der Printz
elbfi schien einen Augenblick betroffen, dock bald erwiderte
ra „Das wind nicht vorkemmen!“ Der alte Karlistenchef
zereinigte sich und schwieg. Hat er an seine Jugead gedacht
ind an die einstige Praxis in den baskischen Bergen? Der
Prinz behielt recht, sie stutzen nicht. Aber die Erinnerung
in diesen Zwischeufall ist mir geblieben, und stets, wenn ich
den General später wiedersah, stand jene Szene in der Büf—
elkoppel vor meiner Seele ... Nach der Besprechung be⸗
zab sich der Prinz auf den Spitzberg, um dort seine Dis⸗
position nvch einmal genau durchzudenken. „Ich kam mir
or,“ so schreibt er, ‚wie jener Körig, der mit vergnügtem
Sinnen auf das beherrschte Samos blickte Ich war schan
etwas gehärtet durch die bisherigen Erfahrungen. Die Be—
sorgnis über meine Freunde in den Sturmkolonnen und
wegen der Verluste überhaust war nicht das vorheirschende
Besühl in meiner Brul. Konnte mich doch kaum ein zwel—⸗
er Verlust so schmerzlich berühren, als der des Majors von
Jena, der tags zuvor seinen Geist ausgehaucht hatte. Ich
var ruhig und in keiner Weise erregt oder zaghaft...“
Die seelischen Empfindungen aber, die den verantwortlichen
yUhrer während der glänzenden Waffentat des 18 April er—
ullten, schildert er selbn mit folgende Worten: „Unsere Ko—
onnen eilten nicht, liefen nicht, sie rasten vorwäcts. Es zeigte
ich hier zuerst und bei dem weitere Verlauf der Kaͤmpfe
mmer von neuem ein Eifer zum Angriff, ein Elau, wie er
nie schönet gewesen sein kann, wie er wahrscheinlich nie da—
zewesen ist. Mehr wie dies kann von Soldaren nicht geleistet
verden. Die Eile war so groß, daß die älteren Hauptleute
eilwesse von ihren Soldaten überholt wurden, daß die
Stabsoffiziere unmöglich unter dey Ersten sich halten konnten.
deute sah ich mit Genagtuung, was mir schon Episoden am
17. März gezeigt hatten, allgemein, daß meine Etziehungs—
rinzipien sich glänzend bewährten, das Streben, den zemeinen
Mann durch Ecweckang des Ehrgefühls und Selbstoertrauens
nmieeinem so vollendeten Keteger ꝛu macken daß er es Bei—

piels seinet Offiziere im minderen Maße bedarf als früher
Im so besser, wenn das Beispiel noch dazukommt, aber der
Soldat muß sich darum wie ein Held schlagen, weil es ihn
jon innen heraus so treibt, daß er nicht anders kann. Das
bar und ist mein Streben. Hier sah ich die Frucht, auf
Alfen sah ich sie wieder. Mehr als dieses Bewußlseins be
zarf es nicht zu meinem Lohme. „Wir haben einen Malgdkeff
enommen, sie haben deren zehn genommen!“ waren die Gra—
ulationsworte des französischen Czef d'escan d'etat-major
Gtafen von Clermont Tonnere an mich, als mein Sie; voll⸗
fändig war. Dabei lief tin Strom von Tränen über seine
Wangen. Er war ein Krimsoldat, aber für unsere Armee
ehr eingenommen. So erschüttert war er von dem, was er
gesehen.“
8 Die katholischen Schulklassen besucher heute die
Vaterländischen Festspiele im Saalbau zu Saarbrücken.
8Saargemünd, 8. Jan. Der Vorstand der hie—
igen Fruchtbörse hat den Antrag der Saarbrücker Fruchtbörse,
die Boörse nach dorthin zu veclegen, abgelehnt. Es bemerkte,
daß sich die hiesige Börse noch jedetzeit lebens'ähig erwiesen
habe; Saargemünd sei und werde auch wohl der Haupt—
ruchtmarkt Lothrinzens bleibeu.
8St. Ingbert. 8. Jan. Der fruͤhere Metzger Karl
Ihl von hier, der sich als Exptdient der Großschlächterei
zimmermonn in Saarlouis größerer Untersckleife schuldig
zachte, wurde gefstern von der Strafkammer in Saaurbrücken
zu 18 Monaten Gefstngnis und der Wirt Hack von St
Johann wegen Betrugs (Hi war der Abnehmer der von U.
heruntreuten Waren] zu einem Jahre Zuchthaus verurteist.
E,Wtulheim a. NRh., 9. Jan. (Ungülhtig er—
drärte Wahl.) Die Wahl der drei Sozialdemokra—
en, die kürzlich mit Unterstützung der Liberalen in der
zritten Klasse gegen die Zentrumskandidalten in den Stadt—⸗
lait gewählt worden waren, wurde in der letzten Stadt—
o ordnetensitzung nach längerer erregter Debatte mit 15
Stimmen des Zentrums gegen 14 der Liberalen auf Grund
eines Einspruches für ungiltig erklärt. Der Andrang des
Publikums zu der Sitzung war so groß, daß nur ein
Teil zugelassen werden konnte und ein Polizeiaufgebot im
t-hause jür Ruhe und Ordnung sorgen mußte.
E) Von der Sieg, 9. Jan. (Strenger Win—
er?) In hiesiger Gegend machen Bienenzüchter die Be—
hachtung, daß die Bienen ihre Waben noch mit Lehm
zerhüllt haben, was nach Beobachtung erfahrener Leute
iner strengen Winter bedeutet, so daß noch starker Frost
n Aussicht stände.
() Wattenscheid, 9. Jan. GGerettet.) Auf der
zeche „Fröhliche Morgenfonne“ wurden zwei Bergleute
son niedergehenden Kohlenmassen verschüttet. Nach zwölf—
tündiger angestrengter Tätigkeit gelang es den Rettungs⸗
nannschaften, die beiden Leute, die man ischon verloren
zegeben hatte, unversehrt aus ihrer Lage zu befreien
(E) Hagen, 9. Jan. (Tödlicher Unfall.) Fels—
nassen, die sich im Geldbergtunnel durch einen Spreng⸗
chuß loslösten, haben einen Arbeiter, der Vater von vier
kdindern war, getötet.
) Ober⸗Ingelhein, 2. Jan. (GReich 8Stag 8⸗
vwahl.) Das Zentrum siellt keine ecgene Kandidatur auf.
Wahrscheinlich wird im Wahlkreise Alzey-Bingen Dr. Bek—
er⸗Sprendlingen, der Kandidat der Nationalliberalen. die
Interstützung des Zentrums finden.
(c) Landau, 9. Jan. (Opfer des Berufs.) In
kinöd hat sich beim Töten eines Stück Viehes, als die
Zzchußmaske herabfiel, die Wafsse des Apparates entladen.
der Schuß traf den Metzgermeister Carius in die Lunge.
Laͤrius starb kurz nachher.
* Ein Dynamit-Attentat gegen einen Schnellzug iss
toch einer Meldung aus Breslau auf der Bahnstrecke zwi—
chen Kolonie Ruda und Kolonie Glückauf versucht wor—
en. Zwei Beamte der Königin Laura-Grube fanden auf
ein Bahngeleise eine Dynamit-Patrone kurz bevor ein
Zchnellzug die Strecke zu passieren hatte. Der Tat ver—
»achtig sind zwei Arbeiter der Brandenburg-Grube, da
zie Zündschnur von der Brandenburg-Grube herstammt.
*Gas Explosion. Im Gas-Reinigungsgebäude der
36sanstalt in Freiberg in Sachsen erfolgte eine furcht⸗
are Erplosion. Die Detonation war so startr, daß in
»Xxn entferntesten Stadtteilen die Fensterscheiben einge
rückt wurden. Das Gebäude selbst ist vollständig zer—
töre worden, doch gelang es der Feuerwehr, eine Aus—
einmg des Feuers zu verhindern. Fünf Arbeiter wur—
den durch umherfliegende Trümmer beziehungsweise durch
die Flammen erheblich verletzt, davon einer sehr schwer—
Zwei neue Lustmorde. Während die Gerichtskom—
nission in Prag und dem benachbarten Orte Radeschowitz
vegen des dort an einem Tagelöhnerslind verübten Lust—
rordes eine Lokalbesichtigung vornahm, wurden an ei—
ser anderen Stelle des Ortes zwei kleine Kinder auf
hnliche Weise ermordet. Die Panik in der Mähe von
czrag ist unbeschreiblich.
* Millionen-Diebstahl. In Paris wurde ein Dieb—
ahl qon Altien und Schuldverschreibungen in Höhe von
ber einer Million Franks begangen. Die betrefsenden
Verte befanden sich in einem Sack, welcher von einem
Zankhause durch Vermittelung der Eisenbahn versandt
verden follte. Beim Verladen des Sackes in den Bahn—
ransporwwagen wurde der Sack während einer ganz kur⸗
en Abwesenheit des Katschers gestoolsen. Bis ietzt hat
nan noch keine Spur von dem Diebe.
2Schwerer Diebstahl. In Varis wurde ein Dieb—
tahl von Aktien und Schuldderschreibungen in Höhe von
iber einer Million Franks begangen. Die betreffsenden
Werte befanden sich in einem Sack, welcher von einem
Vonkhause durch Vermittelung der Eisenbahn versandt
vderden sollte. Beim Verladen des Sackes in den Bahn—⸗
Tionsportwagen würde der Sack während einer ganz kur⸗
zen Abwesenheit des Kutschers gestohlen. Bis jetzt bat
nan noch keine Spur von dem Diede.
Russische Zustäude. Im Hanuse des Kaufmannes
bAjeltow in Zarskose-Selo sand eine starke Explosion statt,
bdurch auch die Fenster einiger Nachbarhäuser zerrüm—
ner— wurden. Die Poltzei traf sofort ein, konnte aber
die Ursache der Explosion nicht entdecken. Eine aründ—
liche Untersuchung wurde eingeleites
Gedenket der hungernden Vögel! Unsere Vogel—
velt, die auch im Winter sich bei uns aufhält, findet nun
nicht mehr die für ihre Erhaltung notwendige Nahrung.
ufricht eines jeden Menschen ist, ihnen solche zu bieten,
AAnn unter den hier bei uns im Winter Ausharrenden
inden sich viele, die dem Menschen, besonders dem Gar—
erfreunde, von größtem Nutzen sind. Es sollte sich jeder
vahrend des Winters der kleinen gefiederten Sänger
iebevoll annehmen und ihnen Nahrung reichen. Am be—
ten geschieht dies durch Aushängen von Knochen miit
Ficischresten, Speckschwarten u. dal. Als Körnerfutter gebe
Kan vorzugsweise eine Mischung aus einem Teil Hansl
und einem Teil verschiedenen Sämereien (darunter Son—
tenblumenkerne)y, Die Vögel dürfen niemals das ge—
eichte Futter naß vorfinden und siets foll es ihnen an
solchen Stellen zugänalich sein. wo die Kaßtzen nicht da
zu kommen können.
Die Witterung im Januar soll sich dem hundert—
ahrigen Kalender nach, der in unserer heutigen Zeit al—
nnr mehr erust gdenoumen wird während voö—

ersten sechs Tage Taut und trude, vom 7. bis 11. aver
zienilich schneereich gestalten. In der Zeit vom 13. bis
21 dürfte mit großer Kälte, am 22. und 28. aber mit
ZSchneefällen und Stürmen zu rechnen sein. Klare und
elte Tage stehen vom 24. bis 28. in Aussicht, während
zum Monatsschluß wieder windiges, schneereiches Wetien
zu erwarten ift. Bruno Bürgel, der bekannte Meteoro
ẽpge, der in die Fußtapsen Rudolf Falbs getreten ist
eophezeit für die erste Hälste des Januars trübe, feuchte
uind verhältnismäßitg warme Witterung. Mit Beginn der
zweiten Häl'te des Monats dürfte alsdann kältere Tem—
zeratur einseßzen und im Gebirge Schnee fallen, hierau“
iber soll es um den 20. klar und sehr kalt werden.
In den letzten Tagen des Januar tritt dann nach An—
acht des Gelehrten wieder zunehmende Bewölkung ein
die Schnec und Regen mit sich Irt. Den 7. Januar be—
zeichnet Bürgel als einen kritischen Tag von nur unter—
zeordneter Bedeutung, im 22. Januar hingegen erblick
er einen kritischen Termin erster Ordnung, dessen Einiluf
sich schon einige Tage vorher geltend machen dürste.
Heuste Nachrichten und Celegramme.
Depeschen Bureau Herold.
* Berlin, 11. Jan. Eine Huldigung vor dem Kaiser
Jatte der aus großen Vereinen Verlins und der Vororte be—
tehende Berliner Sängerbund, dessen Konzert zu Gunsten des
Bismarck-Denkmals auf Westend der Kaiser beiwohnte, zum
»evorstehenden 530 Geburtstage des Monarchen in Form einer
Serenade geplant. Vom Hofmacschallamt ist jedoch die Mit⸗
eilung ersolgt, daß der Kaiser die Huldigung ablehnen müfsse.
* Mayland, 11. Jan. In Gavona unweit Genug er⸗
'olgte ein Felssturz, wodurch 6 Zigeuner getöet und 4 ver⸗
vundet wurten.
* Sitten Schweiz, 11. Jan. Als gestern ia der Kirche
in Nax, die als ehemaliger Walljfahrlsoct belannt ist, die
Bemetade zum Gottesdienste versammelt war, stürzte das
Bewölbe des Kirchenschiffs ein uad begrub die Betenden.
Alles eilte sofort zur Hülfe herbei und ging an die Ret—⸗
uugs arbeiten mit dem größten Eifer. Wie durch ein
Wuuder blieb eine Anzahl Personen unverletzt. Bis jetzt
hat man unter dem Schuite des Gewölbes 40 Tote und 60
schwer Verletzte hervorgezogen.

* London, 9. Jan. Meldungen des „Daily Telegraph—
aus Tokio vessugen den Eindruck, daß hinter der In—
trige, die Juanschikais Cutlassung herbeiführte,
zigentlich die Japaner stecken. Juan wollte danach
»ine amerikanisch-chinesische Allianz zustande bringen, an—
cheinend mit der Spitze gegen Japan. Der von ihm als⸗
Zpezialgesanditer nach Amer'a und Europa abgeschickte
dang-⸗Schao⸗Ji sollte in diesem Sinne wirken. Dieses
PBrugramm wurde aber durch den Abschluß des amerika—
arfch⸗ japanischen Abkommens vereitelt, und letzteres führte
zu Juans Sturz. Tang-Schao-Ji ist jetzt von Walbina
lion zurückberufen worden.
*Konstantinopel, 9. Jan. Die hiesige Presse rech—
net mit dem Besuch des Königs Eduard an—
angs März als einer festsiesenden Tatsache. Ueber die
vengehende Bedeutung des Besuches braucht man kein
Wort zu verlieren. Das Königspaar gedenkt von Athen
zierherzukommen und eine Woche hier zu bleiben. Zwei
aiserliche Prinzen, der Großwesir, der Marineminister
owie die Präsidenten der Kammer und des Senates,
verden dem Königspaar auf einer Escadre bis in die
zriechischen Gewässer entgegensahren Der Sultan soll
tm König ebenfalls entgegensahren, die erste Begeg—
iung zwischen ihm und dem Könia soll im Marmarame⸗
tuttfinden.
* Konstantinopel, 9. Jan. Dem Meeting Nu
dem Hippodromsplatze gegen die Annerionvo
KFereta durch Griechenland wohnen 150 bis 200 660
Menschen bei. Trotz des Massenandranges nimmt do
Meeting einen würdigen Verlauf.
* Rew⸗York, 9. Jan. Die Töpferei- und Porzellam
Interefsenten agitieren bei den Mitgliedern des Tarif—
omitees lebhaft für Zolierhöhumgen; sie behaupten, das
deutsche Hanbelsprovisorium schädige sie schwer.
* Messena, 11. Jan. Ein Korrespondent teilt mit: Et
ei überzeugt, daß die Einführung der Militärgerichts höfe dem
Werke der Plünderer ein Ziel setzen werde. Der dort stati
znle te General hat eine große Anzahl Verhaftungen vor—
rehmen lassen und die Verhefteten nach Palermo gesandt,
Die auf frischer Tat Verhastelen werden sofort erschossen
Insolge der starken Leschenverwesung von 50-60 000
Menschen kann mit der Kalkbegießung nicht mehr gezögert
perden. Der letzte Gerettlete ist der Metzgermeister Daensagn,
weicher seit der Kataftrophe neben der Leiche seiner Gatrin
und 4 Kinden gelezen haite.
* Nom, 11. Jan. G.stern ist in ganz Mittelitalieu
diel Schnee gefallen, daß der Bahnverkehr vielfach Stockan⸗
gen erlilten hat. Auf cinzelnen Strecken ist der gesamt⸗
Telegraphen⸗ und Terephonverkehr vollständig unterbrochen.
* Rom, 11. Jan. In der veigongenen Nacht haben
neue Eidstöße das Gestade von Messina heimgesucht. Der
eifie Stoß eckolgte um 1 Uhr, der zweite kurz nach 3 Uhr.
Die Verzweiflung Aller war groß. Eie gewaltige Flutwelle
drang bis tief in die Stadt hinein. Ei 20 Meter langes
Suck der Quatienmauer ist verschwunden und vom Meere
sortgerissen worden. Ein auf dem Hafendamm stehender
Wagen, der mit zwei Pferden bespannt war und drei in
der Nähe befindlichen Eisebahmagen mit Lebensmitteln sind
benfalls in der Flut » verschwunden“ Eine Reihe von
däuferfronten, die am 28. Dezember bei dem Erdbeben steheu
jeblieben waren, sind eingestürzt. Da durch vorhergehende
leinere Ecdstoße die Menschen gewarnt worden waren und
o a eknrmen

Kroßmutter, da hilft nichts, du kommst mit
nuf die Schlittenpartie. Und wir sorgen schon, daß
du dich nicht erkältest. Wir wickeln dich ganz warm
in Decken ein und dann nehmen wir eine Schachtel
Fays ächte Sodener Mineral Pastillen mit — die
fehll nämlich nie bei unseren Ausflüzen im Winter
und du solls seh'n, auf die kann man sich verlassen.
Wir erkälten uns nie und auch du wirst frisch und
gesurd heimkommen. Foys ächte Sodener kauft man
sur 83 Pfg per Schaclel in jeder Apotheke, Dro—
gerie oder Mineralwasserhandlung, weile aber Nach—
— ahmungen mit Enichiedenbeit zurück

nsendfaeh bewahrte
AMafirung bei:
Brech⸗
20 durechfall,
Diarrhöe,
* Darmkatarrh
AT
            
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