Full text : Dudweiler Zeitung (22.1909)

Nummer 65

. dO. 259, 2
58. 269 uxS 1261

Donncreatag, dett 16 März 1909. heitune litte 301
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25. Jahrgang.
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Algemeiner Anzeiger für den Rürgermeistereib—
Pudweilser.
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monatlich 70 Pig. frei ins Haus gebracht; bei der Post in J10 Pfg. die spaltige Zeile; bei mehrmaligen Inserationen
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Die „Dudweiler Zeitung“ erscheint räglich mit Nusnabme der Sonn Redaktion, Druck und Verlag von J. „nterkeller
und Feiertage. in Tudraeiler.
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die Arbeit nicht autzunehmen. In zahlreichen Provinz-⸗ TDie Stimnunuß ine Serbien breibt andalten
tadten ist die Errekung groß und andauernd werden Ver— kriegerissch. Alle Vorbere lungen für die Uebersiede—
ammlungen abgehatten. Die Mehzrzahl der Provinzstädte lung des Hodes nah Nisch sind gesroffen Samliche Ban—
ann nur eine eingeschränfte telegraphische Verbindung min ken und großen Gejchäfte lassen ihre Barbesiande in de
baris unterhalien. Die Uebermittelung von Telegrammen Innere des Landes schassen.
st unmöglich geworden, und es ist, beschlossen worden, Die letzle Unbesriedigende Antwortnote Serbiens ha
delegramm⸗Abschristen per Post zu bersenden. Was die in Wien die Stimmmumng fo erhebsich verschle'ch
Lostbeamten des Fahrdienstes anlangt, wesche aus den tert, daß es nur wenig madgebeude Personen in Wie
zrohßen Provinzstädten eintressen, so ist ihre Zahl starl gibt, die noch an der Hoffnung festhalren, daß der Friede
zemindert und es ist daher nicht möglich, die Briefposten erhalten werden könne. Als noch vor zwei Tagen an ei
»rdnungsgemäß sertig zu stellen. Die Possverwaltung hat nen europäischen Krieg geglauste wurde, neigt man abe
eschlossen, die fuür die Provinz bestimmten Briefe nach heute zu der Annahme huu, daß der Krreg zwischer
den Hauptstadten der betreffenden Tepartements zu diri— Serbien und Ocsierrcich auf Serbien und Oesierreich 10
zieren, wo dann diee Verteilung vorgenommen werden soll kalisiert bleiben werde.
zur Zeit befinden sich im Pariser Zentralamt utcht we Dieser Tage, wahrscheinlich heute (Donnerstag) sol
iiger als 100 000 unbeförderte Telegramme. 700 Poijit die Intervention der Machte in Belarad eriolgen
camite sind ihres Amtes enthoben worden.
Paris, 17. März. Tas Syndikat der Wechselagen
en erklärde angesichts des Ausstandes der Posibeamten
zätten die Banliers die Absendung von eingeschriebenen
ind Wertbr'iesen vorläufig eingesiellt.
Paris, 17. März. Die ausständigen Postbeamten
rhielten angeblich die Zusicherung der Unterstützung sei—
ens der englischen, amerikansschen und deuischen Postbe
imten, welche bedeutende Geldsummen zur Verfünuna stel
en würden.
Zu dem Ausstiand ist noch weiter zu melden, daß 3
HNillionen Vriefe liegen geblieben sind, und daß die Ver—
hindung mit der Prorinz mit Brieftauben herge—
tellt wird. Foerner wird auf Untwegen über New-York
iach Frankreich telcgraphiert.
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NJur Valkan-QOrise.
Die entscheibende Nute.
Ver österreichisch unzarscehe Gesandte in Vesgrad wird
im Saumistaa der serbischen Regiernug die Noteüber—
565 ho HNosterreichiUngarn als Antwort auf die
»8Mon der

RBolitische NAyudechan.
Deutsches Recich.
* D'e Eera *BProscisors Dr. Schnitzer
wegen seines kürzlich im Beibiatt zer „Münchener Neue—
ten Nachr'ichten“ erschienenen Arilels Modernismus und
athol sche sKirche“ ist alsbasd zu crwatten.
*In der Angelegenheit der Kohleustene? wird jebt
veiterin bekannt, daß innerhalb der freisinnigen
Fraktionsgemeinschaft die Suümmung nicht unbedingt ab—
ehnend ist. unter der Voraussetzung jedoch, daß Moda⸗
ilüten Ca uden werden, wadurch die Steuer üch ledig—
ich auf die Kohlensriciiane und die Gro nrfitzer
erstreckt, die Malsse dear Konsumenten iedoch von ihr un—
hedinat verschoönt werde.
Oefterreich-Uugarn.
* Der gemeinsame Ministerrat erledigte in der letzten
Sißung auch den rumänischen Handelsvertrag. Rumänien
erhält den Import jenes Kont'ngents an Vieh und ge—
schlachtetem Fleisch zunesprochen. das bisher Serbien
inführtoe

Prag, 17. März. In zahlreichen Teilen Böhmens
finden Truppen-Bewegungen und Truppen-Verschlebungen
statt. Von den 55 Jufanterie-Rataillonen, die in ganz
Böhmen siationiert sind, sind 31 Bataillone nach der Süd—
grenze der Monarchie bestimmt. Einzelne Teile sind be—
reits nach dem Süden abgegangen. Auch Einberufungen
von Reservisten haben in verschiedenen Teilen Röhmen⸗
startgefunden.
Dresden, 17. März. Zaählreiche in Sachsen le
bende Oesterrescher sind zur Fahne enberusen worden.
Worhen-Runudschatt.
— „und dräut der Wiunter noch so sehr ..... es muß
doch Frühling wwerden!“ Der rauhe Geselle, der gesirenge
Winter, will den Plaßtz, den er heuer schon seit mehr denn
ß Moönaten eaigenomnien hat, partout nicht räumen. In
der lehnen Hätite des März, wo wir in anderen Jahren
draußen in frischer Fruühlingsluft schon die blauäugigen
Veilchen pflückten, überrascht uns der alte, bärbeißige Herr
nit einer respeltablen Neuauflage seines absoluten Regi⸗
nents. Tagtaäglich, seit einer Woche, mmnielten die wei⸗
zen Floden um uns herum und die Erde lleidete sich auiẽ
neue in c. werßes vijewand, zu einer Zeit, wo de

Frankreich.
* Der BudgenAusschuß der Kammer ist zusamnlengetre—
en. Der Minister des Aensern, Pichon teilte mit, daß
»ie Ausgaben für Marokko auf Grund einer prinzipiellen
Lerständ'gung mit dem Sultan an Frankreich zurückerstat—
et werden sollen. Die Verhandlungen hierüber zwischen
MNuley Halid und dem französischen Gesandten Reanault
uern fsort

Italien.
* Der Rücktritt des Minister des Aeußern, Tittoni,
vird jedenfalls in der nächsten Zeit noch nicht erfolgen.
Ministerpräsident Giolitti hat Tittoni a Seinandergesetzt,
»aß das Kabinett, wie es sich im Wahrkampi solidarisch
—
Votum engegen nehmen müsse. Tietoni ließ sich durch
viese Araunenintion zum Bleiben bewegen
            
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