Cokales und Vermischtes
Dudweiler, 5. Maärz.
*Wie man hört, soll die Gelindung eines eigenen Ge⸗
verkschaftsblattes vollendete Tatsache sein. Als Druckerei
'oll die Hilgersche Buchdruckerei in Sulzbach (Veilag des
Sulzbacher Tageblatt) angekauft sein. Es soll ein täzlich
erscheinendes Arbeiterblatt herausgegeben werden. und zwar
zurch eine Alt'engesellschaft, deren Zeichnungen 100 000 Mek.
»ereits übersteigen. Wie verlauten, soll Herr Meurer nicht
Kedalteur werden. Uns kommen hierbei die Ziten des
sechtsschutzvereins so recht lebhaft in's Gedächtnis.
Z Eingesandt. Wie aus dem Anzeigentei. ersichtlich, ziebt
der Theateiklub Dudwetler am Sonnlag, den 7. d. M im
rokale Ww. Redschy das Vollsstück der Freischütz. Da der
ẽlub keine Uakosten scheuen wird, um dae Sück mit den
legautesten Kostümen zur Aufführung zu bringen, wilrschen
vir ihnen besten Ecfolg. Ferner gelangt in der 2. Abteilunz
zur Aufführung das Gesangspiel Santa Lucia. Dr das be—
reffende Silick zum essten mal in Dudweiler zu? Auffühzrung
ommt und bisher nur in giößeren Städten gegeben und
nit dem größten Beifall aufgenommen wurde, machen wir
ziermit famtuche Thegalerfreunde ganz besonders aufmerksam
uind wünschen ihnen ein volles Haus Viele Theaterfr.
8 Von den Saargiuben. Der Vorsitzende des Verbandes
er Werkstätten · Handwerker und Arbeiter der Kal. Saargru⸗
en, Herr Joh. Veith-Feledrichsthal, hat bei der Kgl. Berg⸗
verlsdirekktion in Saarbrücken um eine Audienz nachgesucht,
velche auch erteiit wurde. Sie fand am Samstag den 27.
yebruar statt. Beteiligt waren an derfelben die Vorstands—
nitgueder Scheid⸗Feledrichsthal und Hepp-Gerhard. Der Vor⸗
itzende der Bergwerksdircktion Herr Geh. Bergrat Cleff em—⸗
fing die Deputierten in liebenswürdiger Weise. Zunächst
vurde über die Steuerfreiheit des Einkommens, das die Werk.
dättenarbeiter aus den Ueberschichten beziehen, verhandelt.
derr Geheimrat Cleff ist der Ausicht. daß die Löhne von
en Ueberschichten aicht ganz als steuerpflichtiges Einkommen
ungesehen werdea können, da ein gewisser Ptozentsatz für
Wnützung der Kleider sowie Mehtveibtauch an Lebensmitiel
n Adzug gebracht werden müsse. Er verfprach, einen da—
rauf bezuͤglichn Antraz an maßgebender Stlle zu unier⸗
tutzen. Die Deputation brachte auch den Wunsch vor, es
nöchten nur solche Leute beschäfligt werden, welche auch
virklich Handwerker wären. Hierauf wurde erwidert, es sei
zicht immer möglich, genügend Handwerker zu bekommen.
Daher sei es notwendig, bisweilen auch auf Nichthandwerker
wrückzugreifen. Betreffend den Wunsch, innerhalb des Di—
ektlonsbezirks ein Lehrlingsheim zu ertichten, äutzerte Herr
Seh Rat Cleff, baß das nicht möglich sei. Er erk ärte aber,
aß die Söhne der Handwerker bei der Einstellung ia die
Werkfätten bevorzugt würden. Ueber den Antrag auf Ver—
Urzung der Arbeitszeit äußerte der Herr Geh. Rai, den
Vergleich, den der Verband auführe, ipdem er auf die Kgl.
Werften, die Kgl. Eisenbahnwerkflätten und die Kaiserlichen
Artilleriedepots hinweise, sei nicht stichhaltig. Die genannlen
Betriebe seien nämlich Haup!betriebe, die Grubenwerk dätten
singegen rüßten als Neb.nbetriebe der Gruben betrachtel
verden, die sich na, der allgemeinen Arbeitszeit zu richten
jätten. Vorläusig müsse also von elner Verllaͤrzung Abstand
zenommen werden. Weiter wurde die Klage voraehracht,
»aß die Löhne innerhalb des Direktivnsbezirts kolossal un⸗
zleich seien; bei vershiedenen Jahrgängen betrage der Uner⸗
chied bis zu 70 Pfg pro Schicht. Herr Geh Cleff versprach
Abhilfe in diesem Punkte zu schaffen; er will das Erge bnis
päter dem Vorstande schriftlich zugehen lassen. Die Audienz
»auerte von 4einviettel bis 5einviertel Uhr. (St.⸗Sbr. Vsztg.)
8 Eisenbahnen unter dem Meere. Dieses Thema behandelt
rin Äufsatz der „Allgemeinen Zeitung (München). 31 ihm
wied u. a. ausgesührt: Auf ihtem läunderdurchellenden Fluge
ickeuen die E senbahnen unserer Tage kaum noh vor irgend
inem Hindernis zuruck Sie kledtern hinaus ins Hochz birge!
urchbrechen die Berge und Felten und übetwinden selbst die
desten Wüsten. Nur das Veeer hat den über alle andern
Schwierigkeiten triumphierenden Schienenstrang bisher nsch
zumeiste ein Halt geboten und wird natürlich auch“ an den
veitaus meisten Stellen des Erdballs jeden Versuch einer
kisenbahnführung immer trotzen. An einigen Punkten, die
aus besonderen Gründen sich zufällig dazu eignen, denit man
war Brucken oder Viadulte felbst über Meeresarme von
vielen Kilometern Bteite zu sühren und hat derartige Prospekte
sogar schon teilweise verwirklicht, so z. B. in der Bahn die
zegenwärtig von Miari in Florida über die sogenannten
Florida Keys bis zu dem berühmten Inselscebad Key West
zefuhrt, also über die halbe Breite des Meeres zwischen
Florida und Cuba hinweg, ferner in der Bahn, die von
cküdindien über die sogenannte Adamsbrücke nach der Insel
Eyloen verlaufen soll. Auch auf die Bahn, die seit kurzem
mittn durch ein großes Binnenmeer, den berühmten großen
Salzsee im Mormonenstaat Utah fertiggestellt ist, darf hier
urz hirgewiesen werden. Natürlich siad alle derartigen An—
agen nur in äußerst flachen Meeresteilen moͤglich; so über⸗
chrettet die Tiefe des Großen Salzfees fast nirgends 2ein—
zalb Meter, die Mecresteile zwischen den Florida⸗Keys nlcht
3Meter usw. Wo man eine Ueberwindung irgendwelcher
Meeredteile duch eine Eisenbahn wünscht, kann daher das
Mitte! eines Resenvladutts oder eine Riesenbrücke nur
Janz ausnahmsweise Anwendung finden. Außer dieser einen
Rethode stehen jedoch noch zwei andere Mözlichkeiten zur
Bebote, eine Eifenbahn üder das Meer hinweg zu faͤhren.
die eine in dem neuerdiugs zu steigenden Umfang angewen⸗
Rten Trajekiverkehr, wo gewaltige, besonders konstruierte
Schiffe die ganzen Zuge aufnehmen, um sie von einem Ufer
jum gegenllberllegenden zu besördern, die zweite in der An⸗
age von unterseeischen Tunnels. In der Umgebung Necs⸗
Horks sind bereits gegenwärtig drei Meeresarme von aller⸗
dings nur recht besche dener Breite, die im Grunde genommen
zur Flußläufeffind, untertunnelt, so daß die Euenbabnen
inter dem Wasser dahinsausen; es sind die Tunnels unter
em Hudson, unter dem Faft River und bem Halem —
isher die einzigen Untersec-Tunneis der Wele!“Poojelte
on weit gewaltigerer Gtoßartigkeit sind zu wirderholitn
Malen aufgetaucht und eifrig dagtkutien warden, ohn daß
doch eine Realisierung der Jocen folgte. So wuͤrden außer
em besonders viel genannten Tunnei unter dem englischen
danal zwischen Eigland und Frankreich ahnmiche Anlagen ge⸗
olant zur unlerfeeischen Verbindung von Itallen und Sizilien
unter der Straße von Messina hinweg, ferner von Spanien
ind Marolko unter der Siraße von Gibraltar, deren Unter⸗
unnelung bei einer Länzge des Tunnels von 32 Kilomeler
iuf 128 Millioren Flauken veranschlagt wurde. Weltaus
im messten aber wurde bis in die nebeste Zeit hinein das
Tunnelprojeli unter dem englischen Kanal hin und her er—
pogen. Troztz vielderheißender Anfänge hat die Verwirk—⸗
iung bis auf den heutigen Tag anf sich warten lassen
In Euland hat mau plätlich Redenfen hekanmen nißp
tech isch“ und nicht finarzielle, sondern — miliärische!
Wesentlich bessere Auesicht auf baldige Verwirklichung hat
edenfalls das Projekt eines dänischen Unterseetunnels, der
iner den Großen Bulnangeleat werden joll, um eine un⸗
zeförte Verbindang zwische: Seeland und Dunen und damit
nuch dem esiland zu erhalten. Und noch ein driites Pro—
ekt eines Unterseetunnels verdient in diesem Zusammenhang
cwahnung das weitaus kühnste, je, das phantastischste von
illen. Dei Gedanke, einen Tunnel unter der Bering-Straße
u bauen, um durch ihn die beiden größten Kontimente,
Asien und Amerika, miteinender in Verbindung zu bringen,
teht im Zulammenhang mit einem amertkanischen Plan, von
er sibirischen Bahn aus, wesilich des Baikalsees, eine ab—
weigende Bahn nacdwärts herzustellen, die durch Nord—
Sibirien und die Tchuktschen Halbinsel zur Berings⸗-Straße
zerlaufen und jenseits auf dim amerikanischen Festland als
ann quer dusch Alaska und Kana ta bis ins Gebiet der Ver
inigten Stauen sich binemziehen fsoll. Die Ursache zut
S„chüffurg einer so ungeheueren Bahn voun Milliardenwert,
ie, nedenbei bemerkt, gestatien würde, in ununterbrochener
zahnfahrt von Berlin nach Newyork zu gelangen, enispringt
em Wunsche der Am rikaner, die wahrscheinlich sehr reichen
MNineralschäße Nardsibitiens und dar Tchuktschen-Halllinsel
vo voraussichtlich Gold in ungemein großen Mengen vor—⸗
ommt dem Berbaudtt iey zu erschließen. Der Tunnel
vüsde aaf dem Kap Deschnew der Tscchukischen-Halbinsel
inter 169 Grad westl. Läage beginnen und beim stap Prince
»f, Wals in Alaska 168 Grad enden. Auf dem Wege
vischen beiden Kaps liegen mitten in der Berings-Straße
zie Diomedes Insehn, auf denen der ungcheuere Tunnel eine
ängere Un erbrechung erfahren könnte. Die Berings Straße
veist nur zeringe Tufe auf so daß die technische Möglichkeit
des Tannelbaues nicht von vornherein von der Hand ge—
viesen werden 'arn, immerhin ist sie von gewaltiger Breite
wischön 75 und 92 Kilometern Wasserweg shwankend, und
nan mag ermessen, was es heißen will, einen Tunnel von
dieser Länge in jenen klimatisch so unaunstigen Teilen der
Erde zu bauen.
8 Heiligenwald, 27. Febr. Die in der Bestechungs
iffäte verwickelten, vom Gericht in Saarbrücken freigesproche⸗
nen Beamlen die beiden Fahrsteiger Albrecht und Oder—⸗
nann sowie die Steiger Käämer und Thowa wurden im
D sz plinarverfahren ebenfalls sreigesprochen. Infolgedessen
vuroen denselben auf Grund einer winisteriellen Verfügung
die gestundeten Gehälter nachzezahlt. Die beiden eifieren
'owie der Steiger Gräber haben ihre Pensionsgesuche einge.
tescht. Den deideu eistgenannten Steigern ist eine Anstellung
noch nicht in Aussicht gestellt. WVolkéztg.)
—00
das Reich eine Anzahl der erprobtss Luiftschiffe endgülti—
ibernommen hat, werden an verschiedenen Orten entspre
hende Lustschisshallen errichtet. Eine solche soll in kur—
jem auch Köln erhalten. Ihre Ausführung liegt in Hän
den der durch den Bau der Nordbrücke bekannten Brük
enbau-Anstart Gustaosburg bei Mainz.
() Köln, 4. März. Gestrafter Messerheld.!)
Wezen Körperverletzung mit tödlichem Ausgang — er
jatte in der Neujahrsnacht in Porz einen Fabrikarbeiten
m Streit erstochen — wurde der Heizer Kamp zu dre
Jahren Gefängnis verurteilt.
() Duisburg, 4. März. Großes Schaden
feuer.) Das am Südhasen in Duisburg-Meiderich ge
egene Sägewerk der Firma Mallmann u. Co. wurd«
zurch Großfeuer fast gänzlich zerstört. Große Holzlage
und einige Gebäulichleiten sielen den Flammen zum Op
ker. Wohnhaus und Bureaus konnten gerettet werden
Fast sämtliche Fenerwehren der drei Sitadtteile ware
anm Brandplatz tätig.
() Koblenz, 4. März. (FJum Gisenbahnun
Jlück.) Das Eisenbahnunglück hat indirett ein weiteres
Ipfer gesordert. Eine ältere Frau, die ihren Sohn in
dem Unglückszug wähnte, erlitt bei der Meldung von
em Unglück einen solchen Schreck, daß sie erkrankte und
»ereits am Abend starb. — Der getoͤtete Schuler Runz
mus Kettig war nicht Aditurient, wie von verschiedener
Zeite behauptet wurde, sondern Schüler eines piesigen
donservatoriums.
*Hingerichtet. Der Raubmörder Galetzla, der im
Juli v. J. den Möbelhändler Glücksmann in Zabrze er
nordete und beraubte, wurde in Gleiwitz hingerichtet.
*Vom Kirchturm herabgestürzt. In Teplitz stürzte
ich vom Glockenturm der dorligen Kirche auf dem Schloß
latz ein 21jäßriges Mädchen herab. Troh der riesiger
)ohe, aus der das Mädchen herabstürzte, war es mich
ofort tot und erlag erst später seinen Verletzungen.
* Gesunkenes Schiff. Auf der Höhe von Dover hat
ich ein schwerer Schiffsunfall zugetragen. Dort stieß der
»amburger Dampfer „Asti“ in einem Schneesturm mit ei—
iem anderen Dampfer zusammen und sank nach einer
zalben Stunde. Die Mannschaft wurde gerettet und trai
bereits in Dover ein.
*Genickstarre. Unter den Mannschaften des 6. Küras⸗
ier⸗Regiments in Chalons-sur-⸗Marne ift die Genickstarre
wusgebrochen. Zwei Soldaten sind bereits gestorben.
*Verschüttet. Sieben Arbeiter, die mit der Repara⸗
ur eines baufälligen Hauses in Clermont Ferrand be—
chäftigt waren, wurden durch Einsturz einer Dede und
einer Mauer verschüttet. Drei der Verunalnten find tot,
oier schwer verletzt.
*Schmiergelder? Unter dem Verdacht, von zwei in
—X als Kaufleute etablierten Brüdern, die eine Tuch
ieferung für die rumänische Armee übernommen haben
ine erhebliche Abschlagszahlung auf eine größere Bestech
ingssumme angenommen zu haben, steht ein aktiver ho—
jer Politiker, dessen Verhaftung angeblich bald erfolgen
oll. Der rumänische Kriegsmimister hat eine strenge ün—
ersuchung des Falles angeordnet.
*Nordpolerforschung. Die Nordpol-Expedition im
enkbaren Luftschiff, die von amerikanischer
Seite geplant wurde, scheint tatsächlich zustande zu kom—⸗
nen. Walter Wellmann hat durch den norwegischen Kon—
ul einen Motorschoner gemietet, der ihn nach Svißbernen
age 3— d
*Brandstiftung. ach einer New-Yorker el
des „Daily Chroniele“ wird die en ene Fe de
Franzosen und acht Italiener zum Ovier fielen auf eine
Zrandstiftung zurückgeführt.
Humoristische Ecke.
Renommage. A: „Als ich in Paris war, hahe
h in einem Hotel im neunten Stock gewohnt.“ — 80:
Das ist noch gar nichts; in Chicago wohnte ich in ei—
iem Hotel, wenn ich da Freitag abend klingelte, dann
am der Kellner erst Samstag morgen in mein Zimmer.“
Poesie und Prossa. Frau: „O, sieh', der
Rosenstock hat schon Knöpfel!“ — Mann: „Wirklich? Nun
dann ist er glücklicher als meine Hemden!“
Beweis. Junge Frau: „Findest Du es vorieil⸗
jafter, die Speisen selbst zu bereiten?“ Freundin; Si⸗
her — mein Mann ißt ichon bedeutend weniger.“
Nenelte Nacyhrichten und Telegramme.
Depeschen Bureau Herold.
*Saarbrücken, 6. März. Der Rendant der Saarbrücker
Ortskraukenkasse Riefer ist durchgebrannt unter Mitnahme
von Kassengeldern in Höhe von etwa 5000 Mark Riefer
hatte auch die Kassenschlüssel mitgenemmen, sodeß der Vor—
ttard gezwungen war, den Schrank in der Fabrik von Pabsi
zffnen zu lassen, eiue Arbeit, die mehrere Stunden in An—
pruch nabm. Der flüchtige Rendant ließ in Saarbrücken
Frau un Kinder sitzen. Ein an seine Frau heuserdassener
Brief teilt ihr kurz mil, daß er wegen widriger Verhälinisst
Saarbrücken verlassen, um nie wieder dabin zurcickzudehren
In einem Zeuraum von noch nicht 10 Jahren ist Riefer nun
schon der oierte Kasserbeamte, der sich gößere Unterschlagun—
geu bel der Saarbrücker Octskrapfenkasse zu schulden kommen
ließ.
* Berlin, 4. März. In der Budget-Kommission des
Reichstages teilte der Kriegsminisser voa Etaem mit, daß die
Verwaltung in die ernstesten Ecwägungen darüber eingetreten
sei, wie die Zahl der Beamten berabgemindert werden könnte.
Es sei aber der Mobilmachungsfall immer im Ag⸗ zu be⸗
halten. Daher bedurfte die Verwaltung gebildeter und er—
fahrener Beamten. Eine Resolution auf Veibilligung der
Intendanturgeschäfte wurde angenommen.
* Hamburg, 4. Marz. Der auf der Werfi von Blohm
und Voß erbaute Pagzerkreuzer F soll am 20. d. M. au“
den Nimen der aus dem deunsch-französischen Kriege bekann⸗
ten bayerischen Generals von der Tann getauft werden
* Triedrichsshafen, 4. März. Der für heute geplante
Aufstieg des Zepoelin 1 mußte infolge eines Motoren-De⸗
fektes abermals verschoben werden.
*Berliu, 5. März. In einer PeTitton an ven
sreischstag bittet ein Kaufmann Wilhelm Klin ge l⸗
böffer in Frantfurt am Main um Erstattung von Aus—
—D—
che Hilse. Der Kaiser hatte also einen sozialpolilischen
Mitarbeiter, von dem man bis jetzt nichts wußte.
* Wien, 5. März. Fürst Ferdinand von Bulga
tien ist wieder nach Sofia abgereist,
* Paris, 5. März. Die Rückkehr Dr. Jlgensteins
iach Berlin wird heute nachmittag erfolgen. Die Kaution
don 6000 Marl ist bisher noch nicht hinterlegt worden.
Wenn diese Formalität erledigt ist, wird Dr. JIlgenstein
ich nach Berlin begeben.
* London, 5. März. Die Abreise des Königs
nach Frankreich wurde wegen Schneest urms im Ka—
nal verschoben.
*London, 5. März. Zur Reise des Königs nach
Biarritz wird amtlich gemeldet, daß die Aerzte dem Kö—
aig angeraten haben, aus Gesundheitsrücksichten während
— März und Apvril nicht in Enaland zu ver—
weilen.
* London, 5. März. Zur Verurieilung des Zul1n—
häuptlings Dinizulu zu vier Jahren Gefäng⸗
nis bemerkt die „Daily News“, falls nicht etwa unver—
öffentlichte Umstände erschwerend eingewirkt haben, muß
das Urteil dem Unbefangenen rachsüchtig und übertrieben
erscheinen. Natal könne nur dann zu normalen Verhält⸗
nissen gelangen, wenn für die durch die schlechte Verwalt
ung verursachte Rebellion eine Ammesiüee erlaffen und
Dinizulu darin eingeschlossen werde. —
*Washiugton, 5. Maͤrz. Das Weiße Haus mußte
abgesperrt werden, da viele Taͤuiende es umdrängten, um
von Prasident Roosevelt Abschied zu nehmen.
* Uesküb, 5. März. Wie der „Kölnischen Zeitung‘
von dort berichtet wird, wurden in dem Prozeß gegen die
Köprülüer Meuterer zwei Todesurteile gefältt,
60 Soldaten wurden zu zwei bis vier Sabren Geiäng
nis verurteilt.
*Mad id, 4 März. Im Militär⸗Laboratorium zu Ma—⸗
laga truz sich gestern eine surchibare Tragödie zu. Der im
Majorsrang stehende Derapothe er Cabrera, der einige Tage
an Influenza gelitten hatte, erschiea plötzlich im Buteau und
erschoß den Hauptmann Luenglo, feuerte ferner auf einen zu
dilfe eilenden Oberst, ohne diesen zu treffen und jagl«e sick
dann selbst eine Kugel in den Kopf. Cabrera dulefte di—⸗
Tat im Fieberwahn begangen haben.
Washington. 53 März. Gestera mittag erfolgte in
seierlicher, alt hergebrachter Form die Amtseinführung des
neuen Präsidenten der Union, Taft. Präsident Roos velt ifl
mit seiner Gemahlin am Nachmittag nach ibrem Landsitz in
Osterbay abgereist.
JTrier, 3. März Eine kaum glaubliche Gefchie erlebte
ein Handelsmann von Serrig. Er wurde an einem Faß⸗
nachtstage nach Beurig gerufen und im Stall von deu Töch—
tern des Eiaentümers mit Heugabeln bearbeitet, weil sein
Sohn die Kühe, oie kein Milch miht geben, „behexe“ haber
sollte. Als der Maun für den Fill, daß man ihn nich
sofort in Freihein setzte, mit Schießen drohte, ergriffen die
Mädchen Flucht. Der Mann hat den Arm voll blaue
Flacken. Natürlich wird die Sache ein Nach'p'el haben.
A r jgen IVe li
Schuh varenhruses S. Friedberg in St. Jobann beij.
———— —— — — — ¶br en
Stärkung der Rerven. d. h. die Ecgänzung ihrer verbrauchteu
Kraft, iß daher fürt jeden modernen Berufemenschen eine
Lebensfrage und eine ernste Pflicht. Das von der Wissen⸗
schaft anerkannte und von den Aerzten erprobte Mitiel, das
hier in Berracht kommt, heißt „Sanatogen“ Sanatogen
särkt und stählt die geschwächten und erschöpften Neroen,
indem es diese ährt, indem es hnen die wichtigsten Bestand⸗
teile ihres organischen Aufbaues zuführt und dadarch die
verbrauchte Krast ersetzt. Die natürliche Foige davon ist die
Neabelebung und Veriüungung des gesamten O ganismus,
eine beglückende Hebung aller seiner Krälte und Leistungen.
—A
entichließen könnte, einen Versuch mit Sanatogen zu machen
Wir verweisen ausdrücklich auf den der heutigen Nuwmer bei
liegenden Prospekt der Sanatocgen-Werke Bauer und Cie.
Bexlͤn SWe48.
P — As
Tanzkursus W. Lesch.
Beginn meines
55* *
Frühjahrs Tanz-KRursus
im Lokale W. Polles am Dienstag, den 13. April,
abends 8 Uhr gefl. Anmeldungen werden in meiuer Wob
nung sowie im Unterrichtslokale entgegengenommen.
Achtungsvoll
Wilhelm Lesch
Tanzlehrer.
NM.B Erteile auch zu jeder Zeit
Privatunterricht
ungeniertes Lernen. seyarater Saool