Cokales und Vermischtes
Dudweiler, 2.Maärz.
8 Polizeibericht) Festgenommen wurde ein Mann aus
Sulzbach wegen Beitelei. — Auf dem Güterbahnhof hier
vurde ein Einbruch versucht, jedoch nichts entwendet. — Lur
Anzeige gelangte ein Mann wegen Verdachts des Meineids,
in Wirt wegen Duldens von Glücksspielen und ein Berg⸗
nann wegen Diebstahls. — Sämtliche Polzeideamten sind jetzt
nit Brownirgristolen und Siznalpfeifen ausgerüstet.
ZIn die Hochspannung des neuen Grubenelektizitäts—
werkes gerist gestern auf hiesizer Grube ein Bergschületr.
ürst nach Siillstellen der Maschinen konnte der junge Mann
us seiner qaalvollen Laze befreit werden. Et konnte noch
ine größere Strecke zu Fuß zurücklegen, wurde dann jedoch
nittels Wagen nach dem Vazareit verbrachi.
Z Es ist ein Aufruf erschieneu. die samslichen Ortsin⸗
eressen· Vereine im Saarrevbler, die ja meistens erst in letzter
Zeit gegrändet wurden, zu einem Verbande zusammen zu
chließen. Die sich bereiserklärenden Vereine haben sich an
»as Gemeinderatsmitglied Herin Franz Kollmann'perger in
Dudweiler zu wenden.
F Im Nassauer Hof fand am vergangenen Sonntag ein
Oelegiettentag des Saar-Milirär-Verbandes statt. Hauptzegeüstand
der Tagesordnung war die nochmalige Entsendung
iner Deputatlon rach Berlin, um die behördliche Aneikenn⸗
ing des Verbandes zu erwirkea. Dieser Antrag wurde ab—
zelehnt, da die Entsendnna einer Deputation doch zwecklor
Polen und — wurde die 38
Einem von Dr. Fraute, disiert, während andece De⸗
Ztatistischen Amts, rrne 3 räste Verbaudsfest findet
der letzten Voltszählung über
»er Bevölkerung, ins befondere en Beamtengehälter zum 1.
nolnisch sprechenden Einwohneren lassen Die preußischen
nen wir folgendes: Im gan-gesetze sichet nicht vor dem
den im Jahre 1890 insgesamter Reichs- und der preußische
3053,749 und 1905 3616 gltig nach Oern verabschiedet
dassuben gezählt. Hiervon en 8 6
gronzprovenen i8g oel. Aptil noch dir alten Ge
ent und 1805 90.48 Prozem gezahlt werden und die
oͤrozentsäthe des preußischen peisung gelangen.
Zachstum der polnischen Beug“ in der Sozilaldemoktatie.
andesteilen, in welche die Dresdener Arbeiter-Konsumver—
zahl abgewandert sind Fioztaldemokratischen Unternehm⸗
cugen 1808 bei einem Gesamtumsatze von rund 14 Millionen
Dtark ein Reingewinn von uüber 1indrittel Millionen Mark
erzielt worden ist. Dabei hat die Ausgabe süüt Löhne und
Behälter der in diesen vier Konsumvereinen angestellten 781
Personen zusammen 753 342 Mark betragen. Das macht
juf den Kopf noch nicht 1000 Mark im Duichschnitt. Wenn
zet den Sozioldemoka'en Theorie und Proxis nicht grund⸗
peischiedene Dinge wären, so müßten die Konsumvertine min⸗
destens einen großen Teil des erzielten „Mehrwertes“ ihren
Angestellien zurückersteiten. Sie tun es nicht, sie treiben
kapitalistische Ausbeutung“. Ai
8 Zur Bekämpsung der Schundliteratur. Auf einer jüngst
m Eiberfelder Rathaus veranstalteten Konferenz der theinisch
vestfälis hen Polizeiinspektoren ist die Ftage der Bekaͤmpfung
ner Schundliteratur eingehend besprochen worden. Von allen
Teilnehmern der Konferenz wurde festgestellt, daß die Ver—
reitung der Schundliteratut einen ganz bedenklichen Umfang
ingenommen habe. Die Pollzelinspeltocen konnten aus ihrer
Berufstätigkeit zahlrelche Falle anführen, in denen Verbrechen
znuf die Lektüre von Schund omanen zurückz uführen warep.
ẽs wurde aber auh sestgestellt, daß das Einschreiten der
Polize behörden gegen die Verbreitung der Schundliteratur
aft zwedlos seij da eine brauchbare gesetzliche Handhabe
ehle. Schließlich wurde ein Antrag angenommen, daß alle
Bobiziderwaltungen gleichlautendeEngaben an ihre vorgesetzten
Diensibehörden cichzen möchten. damit die Regirung eine
wickmäßige Gesetzesvorlage zut Belämpfunag der Schundlitera—
ur einbringe.
8 Saarbrücken, 2. Maͤrz. Von einem größeren Schaden⸗
ener wurde gestern abend die Brauerei Rudchins!ky in der
Talstraße heimgesucht. Die Feuerwehren von St. Johann
uind Malstait-Burbach kamen der Saarb ücker zu Hülfe. Das
Feuer zu löschen gelang eist nach 2 Stunden. Der Schaden
st beträchtlich. Abgebrannt ist mit großen Futtervorräten ein
Stallgebäude. In dem Stalle befanden sih 6 Offizlerpferde
ind 27 der Brauerei gehörige. 22 Pferde konnten ge—
ettet werden, 10 verbrannten. Das Gerücht, daß ein Ojffi—
ierbuische mitverbrannte, bestätigt sich nicht. Ene Reihe
zon Explofionen fanden statt, da das Lager voller Kohlen⸗
äureflaschen lag. 70 Stück von denselben sind cxolodier!.
8 Köln, 1. März Einen entsttzlichen Tod fand heute
ruh ein Kellner in seiner Wohnung an der Eifelstroße Nach
infirengender Arbeit hatte er spaͤt in der Nacht sein Schlaf⸗
immer aufgesucht, btim Schlafsengehen jedoch vergessen, das
zuf einem Tisch vor dem Bett siehende Licht auszulö'schen.
Heute früh wurde ein FJimmernachbar durch Crandgeruch ver⸗—
anlatzit, nach dem Zimmer des Kelinerz zu sehen. Ec fand
das Bett in Flammen stehen. Der Kellnei hatt: im Schlafe
die Lampe umgerissen, das Betl war in Brand geraten, und
der Uaglückliche, det in seiner Müdigkeit dies alles nicht be⸗
nerkt hatte, war im Bett eistickt und veibta ni.
S Bremen, 1. Maiz. Als Ditrektor der deuischen
dohlenhandelsgesellschaft unterschlag seinerzeit Bodo Tubbe
1300 900 Mark. Er erschoß sich dann in London. Jesz!
jat die bremische Straskammer den Kassierer Dorsch zu 3
Jahren Gesängnis und den Buchhalter Thiel zu 6 Monaten
hefangnis verurteilt. Eisterer hat 99 000 Mark unter⸗
chlagen. Urlunden gefälscht undTubbe begünstigt und faliche
Bachungen gemacht. Beide ließen sich vonTubbe, der alle Welt
—W am Gängelbaud führen, sie widersprachen nicht, um
Ire Stille nicht zu verlieren. Sie glaubten bestimmi, Tubbe
sei reich und werde alles ersetzen. Tubbe aber, der fünf
Automobile hielt und 150 000 Mk. Aabresverd nst hesak
erspekulierte alles.
(E) Köln, 1. März (zum Kölner Karneval)
Au Eintritlsgeldern zur Besichtigung der Wagen bei Ge—
ztegenheit der Zusammenstellung des dieszährigen Rosen—
uontagszuges auf dem Neumarlkt sind 10361 M. gegen
600 M. im Vorjahr, vereinnahmt worden. Diesmal hat—
en zum ersten Male die Inhaber der Abonnementskarten
ür die Sitzungen der größeren Gesellschaft nicht unent
zeltlichen Zutritt zum Neumarkt, sondern mußten die
hälfte des Preises zahlen.
(5) Essen, 1. März. Gergarbeiterversamm
ungen.) Im ganzen Ruhrgebiete fanden am Sonn
ag über 30 von dem alten Bergarbeiterverbande einbe—
usene und von vielen Tausenden von Bergleuten besuchte
Massenversammlungen statt, in denen Stellung genommen
vurde zu der Berggeseßnovelle und zu dem
Vocschlage über die Einsührung einer Kohlensteuer.
Zit einer Versainmlung in Essen-West kam es zeitweilig
ju lärmenden Szenen. In allen Versamnmlungen wurde
zu der WNerageseßnovelle kine äefsfolution angenom
mien, die an den Landtag gesandt werden wird und in
der die Ablehnung der Regierungsvorlage und die Schaf—
ung eines Reichsberggesetzes verlangt wird. In einer
serneren Entschließung erklaren sich die Versammlungen
janz entschieden gegen die vorgeichlagene Einführung ei—
ier Kohlensteuer.
() Darmstadt, 1. März. Auf der Rodelbahn der Lud
vigshöhe passierte ein schweres Unglück, bei dem der Ar
tillerieleutnuant Hans von Trott tot blieb unt
vrer andere Offiziere schwer verletz—
wuüurden. Das Unglück passierte dadurch, daß die Herrer
einen Bobsleighsschlitten, an dem die Halleleisten zerbro
hen waren, benußten. Sie wurden an einer Kurve aué
dem zerbrochenen Schlitten herausgeschleudert. Die Ver
etzten wurden in das Städtische Krankenhaus überge
ührt. — Eine weitere Meldung besagt: Die bei dem Bob
leidh Unsall verunglückten Offiziere gehören sämtlich dem
Feld Artillerie-Regiment Nr. 25 an. Außer dem totge—
liebenen Leutnant und Regimentsadjutant von Trott zu
Zolz waren auf dem Schlitten die Leutnants von Reden
Freiherr von Beaulieun, von Geidern Chrisiendorf und v.
deichenau. Der Schlitten war währeud einer früheren
Fahrt bereits defekt geworden und wurde trotzdem von
den Herren zu verschiedenen weiteren Fahrten benutzt
An einer Kurve prallte er gegen einen Baum. Der vorn
sißbende Leumant von Trott wurde so schwer verlett, daf
er nach 5 Minuten starb. Die anderen haben außar schwe
ren Beinbrüchen schwere innere Verletzungen davongetragen
— Einer späteren Meldung zusolge ist die Rodelbahn
nachdem sich am Sonntag noch mehrere Unfälle ereignet
haben, am Moijtag durch die VPolizei Un brauchhban
gemacht worden.
eMordversuch. Der wegen schlechter Führung von
den Dillinger Werken entlassene Peier Martin gad auf
den während der Mittagspause schlasenden Hüttenvorar.
beter Matthias Tieser, dem er seine Ent'assung zuschrieb,
vier Revolverschüsse ab. Tiefer wurde lebensgefährlich
verletzt; der Täter wurde verhaftet.
*Raubmord. In Guraming (Bayern) wurde die
Witwe Anna Oberniayer in ihrem Bette gesesselt und er—
mordet aufgefunden. Die Wohnnng war durchwühlt. Von
dem Täter fehlt jede Spur.
*Schiffsunfall. Der Posidampfer „Prinzessin Jose—
ine“ erlitt beim Auslaufen aus dem Hafen von Ostende
Maschinen-Defekt. Die Passagiere wurden von dem
Dampfer „Prinzessin Elisabeth“ übernommen.
*Ein Eilzug verschüttet. Der Triester Eilzug wurde
»ei Maria Elend in Kärthen von einer Lawine verschüt—
et und konnte erst nach sechs Stunden auszeschaufelt wer—
den. Zwischen Rosenbach und Faak ist der Verkehr durch
eine Lawine unterbrochen.
* Ein „strebsamer“ Polizeikommissar. Der Polizei—
ommissar Pateullard des Städtchens Enghien bei Paris
vurde seines Dienstes enthoben, weil er durch einen Lock
pitzel einen Einbruchsdiebstahl veranlaßt hatte, um sich
urch die Verhaftung der Einbrecher das Wohlwollen sei—
ier Vorgesetzten und Anspruch auf Befzrderung zu er—
verben.
*Opfer eines Schiffsunglückes. In den Hafen von
Algier lief der Dampfer „Austria“ ein, der die Begeg—
tung mit einem die Aufschrist „Condor-London“ tragen—
»en Reitungsboot meldet. In dem Boote befanden sich
ünf Leichen, deren Zustand auf eine bereits vor vielen
kagen erfolgte Katastrophe schließen ließ. Das Boot war
oll Wasser und hatte an einem Mast ein schlecht befestig—
es Segel. Vermutlich handelt es sich um ein Boot des
zeglers „Condor“, der nach dem Zusammenstoß mit der
Austria“ spurlos verschwand.
* Deserteure. Aus Oran wird neuerdings die De—
ertion von vier deutschen Fremdenlegionären gemeldet.
Drei entkamen nach Marokko, der vierle wurde von einem
rieaerischen Stamme aetötet.
Areugßijscher Vandtag
Anarordretenhaus
Berlin, 1. März.
Der Gesetzentwurf über den Wohnungs geld
zuschuß wurde nach kurzer Beratung in zweiter Le—
ung an die Kommission zurüchverwiesen, da eine große
Anzahl neuer Anträge eingegangen sind.
In der Fortsetzung der zweiten Lesung des
Etats des Innern
prach zunächst der Abg. Lusensky (natl.) eingehend
über die Verwaltungsreform.
Abg Frar. v. Zedlings (Freik.) gab u. a. der Er—
vartung Ausdruck, daß sich alle Kommunen ebenso wie
Rirxdorf gegen sozialdemotratische Uebersstutung der Ge—
neindevertretung schützen möchten.
Der Minister des Innern v. Moltke wandtie sich
charf gegen die sozialdemokratischen Stra ßen-De
nonstrationen, die dem Vereinsgesetz widerpra
hen. Die Polizei müsse alle Wittel anwenden, um dies
demonstrationen zu verhindern und habe dazu auch di
ßeheimpolizisten nötig. Wenn die Sozialdemokraten mi
hren Umtrieben aushörten, würden die Geheimpoliziste
jon selbst verschwinden. Die Sozialdemokraten hätten X
ein Recht, aufj die Straße zu gehen, und die Polizei se
erpflichtet, unter Umständen auch von ihren Wafsen Ge
zrauch zu machen. Das sei nicht brutal, sondern es se
zie Pflicht der Beamten. Brutal aber jei es, wenn di—e
Zozialdemokratie die Massen auf die Straße führe und
ie den Wassen ausseße. Das set sogar mehr als brutal
as sei frivol. Aber es sei ja die Taktik der Sozialdemo
ratie: erst die Massen verhetzen und dann hinterher Ge
valtstreiche. Ter Minister fand mit ieinen Ausführunger
ebhafte wiederholte Zussimmung auf der Rechten, wen
end die Sozialdemokraten mit Zischen autworteten.
Abg. Fischbeck (sreis. Vp.) kritifiert sodann die
bandhabung des Vereinsgesetzes durch die preu
zischen Verwaltungsbehörden.
Im weiteren Verlauf erklärt Ministerv Moltke,
ine Vorlage wegen der Eingemeindung werde dem Hause
emnächst zugehen. Die poimischen Berussvereine in dem
tuhrrevier treiben national-polnische Propaganda. des.
„alb müsse der Sprachenparagravb bei den Nersammlun
jen Anwendung finden.
Schließlich wurde der Gehalt des Ministers gegen
nie Stimmen der Sszialdemokraten bewilligt.
Der sezialdemokrat sche Antrag wegen Emführung des
genieinen Wahlrechts in den Kommunen wird abge⸗
ehnt. Tie anderen vorliegenden Anträge werden den
dommissionen überwiesen.
Dienstaa: Fortießbuna.
Uenenre Nachrrichren und Telegramme.
Hepeschen Bureau Herold.
* Bonu, 2 Mätz. Bei Wiehl ist der Mullergeselle
Felix erschlagen im Wasser aufgefunden worden. Die
deiche war an einen Baum gebunden. Als der Tat verdäch—
ig wurde der frühere Arbeitgeber des Grtäteten in Hast
zenommen.
Z Ludwigshafen, 1. März. Zum Nagh eil der irüheren
Pfäzlischen Eisenbahnen wurden gestern durch die jetzige kyl.
isenbahndirettion in der Hauptkasse Ludwige hafen gioße
ntetschlaaungen und Bücherfälscungen ontdeke Fe sasen
sich die unterschlagenen Summen auf 85000 Mark belaufen
Einer der beteilizten Bamten, Bahnverwalter Bistian, hal
sich heute früh vergiftet. Unter anderen soll Bahnverwaltern
Danner verhoftet worden seia. Bastian war 36 Jahre und
Danner 40 Jahre bei den pfälz Eisenbahnen in Dienst.
* Berlin, 1. März. Heute Morgen 6 Uhr hat im Grune
wald ein Duell stattgefunden, bel dem der eine Daellant ver—
letzt wurbde. Es soll sich um praktische Aerate handeln. Ein
ztihriten fehlen.
* Berlin, 1. März. Um sich die Mitt-l zum Besuche
eines Ballfestes zu oerschaffen, hat ein junges Mädchen ir
Charkloitenburg einen Raubmordversuch unternommen. Die
16jährige Grete Benke, die bei einer Kellnersfcau als Nähe⸗
rin bedtenstet war, begab sich in die Kellerwohnung eines
Nachbarhauses zu einer Grünkcamhändlerin, bat diese ihl
einen Hammer zu leihen. Kaum hatte sie den Hamme'
in din Häuden, als sie ihn gegen die Frar
schhang und diese mit einem kräftigen Hieb an die Schläfe
iraf. Die Frau sank schreiend zu Boden und das Mädchen
machte sich daran, die Ladenkasse auszurguben. Durch das
heftige Schreien der Frau wur sen vorüder ehende Passanten
auf den Vorfall ausmerksam und das wäcchen der Polize
übergeben.
*Berlin, 2. März. Der Jttiläumstaz des Kriegsmi
nisteriums endete mit e'nem Festmahl im Hotel Adlon, wo—
rauf eine Festoorstellung im Königlichen Opernhause folgte
Der Kaiser erschien sowohl betm Festmahl wie im Opernhause
*Berlin, 2. März. Wie die „Neue Preußische Korre
spondenz“ schreibt, hält sich Tr. Alfred Zinigraff
der zuletzt als Stellverireter des deutschen Geschäftsträ
gers Geh. Legationsrat Dr. Rosen in Add's-Abeba tätig
war, zur Zeit in Berlin auf. Er brachte von Mene
lit 2. ein Schreiben an Kaiser Wilhelm mit, worin
der Negus den deutschen Kaiser bittet, daß Dr. Zint.
graff in abessinische Dienste ireten möge. Der Kaiser hal
dieser Bitte entsprochen. Dr. Zintgraff wird als Berater
des Negus wieder nach der Hauptstadt Abessiniens über
iedeln und für die Zeit seiner dortigen Tätigkeit seiner
Verpflichtungen als kaiserlich deutscher Beamter enthober
ein. Menelik hat ferner für die Prinzen am abe'ssinische
dofe einen deutschen Erzieher engagiert.
* Paris, 2. März. Dem „Petit Parisien“ zufolge be
autzte die französische Polizer zum ersten Male den Fun
entelegraphen zur Verfolgunzg eines Uebeltäters eines
gewissen Cormon, Mitschuldigen eines in Lyon verhafte
ten enie. Korneen hatte sich in Dieppe
nach —aven eingeschijst. Der Polizeikommissar Se
bilec andee dem Schifi cen Funkentelegramm mit dem
Steteren Cormons zu; dieser wurde bei seiner Ankunft
in BRewhaven von der englischen Polizei festaenommen
* Prätoria, 2. März. Kolonialsekretär Smuts äußerte,
aus dem in der Umgegend gefsundenen Eisenerz sei Stahl
bester Qualität hergestellt worden. Die Regierung be—
schäfüge sich deshalb mit den Voraréciten für Schaffune
ciner Stahlindustrie.
* Rom, 2. Mätz. Der zwelte Bürgermeistet von Roc—
cawena bet Palermo, Brucsia, wurde vor seinem Haufe hin—
serrücks erschosen. Das gleiche Schicksal ereille den Stadt—
rat Grifee. Beide scheinen Dofer des dort herrschender
Vartelhasses zu sein.
Humoristische Ecke
— Derkleine Diphomat. Hänschen ist in der
Zchule der letzte geworden und soll dies, zur Strase da—
ür, seinem Papa, der verreist ist, in einem Brief selbs
nitteilen. — Nachdem sich an dem Schreiben alle Fami
ienmitglieder beteiligt haben, kommt zum Schlusse, al⸗
Füngster, Hänschen an die Reihe, der sich seiner Auͤfgabe
auf folgende Weise entledigt: „Lieber Papa! Als Lehzte
endet Dir herzliche Grüße und Küsse Dein Dich lieben
des Hänschen.“
Ein Paria. Herr H.: Wo ist denn Ihr Vereins—
okal? — Anti⸗Alkoholift: Wir haben keins — wir werden
nämlich bei jedem Wirt 'nausgeschmissen.
*zAm haäuslichen Herd. Ein junges Ehepaar
zerät in einen heftigen Streit. Nachdem sie die schrech
ichste Kritik an ihrem Gatten geübt, fügt fie in m'Tdern
»em Tone hinzu: „Ich gebe zu, auch ich habeFehler.“ —
hemann: „Das weiß der Himmel!“ — Frau c(indiquert)
Bitte, nenne mir einen einzigen.
Edeldenkend. Alter Zuchthäusler (die Zeit—
ing lesend): „Schon wieder eine Verbesserung der Zuchi—
ausverhältnisse! Jetzt können s' aber auch einmal wog
uir die agewöühnlichen Menschen fun“
Slenographen · Club
„Stolze-Schrey'“
Am Mittwoch, den 3. März, abends punkt 9 Uhr be
tinnt im Vereinslokale Riedschy ein
2
Anfaänger⸗Rursus
— —
in Kurzschrift Stolze-Schrey
Unterrichtsgebühren einschl. Lehrmaterial 7 Mark.
Anmeldungen l(auch für die Damenabteilung) werden be
illen Mitgkedern, im Vereinslokale und beim Vorsitzender
Herrn Artur Unterkeller enigegengenommen.
Der Vorstond
—„ILLL—
von den einfachsten bis, den compliciertesten und
hochfeinsten werden zur Ausführunga übernommen
Uebernehme die Arbeiten sowohl für ganze Bau—
ten wie auch kleinere Arbeiten u. Ausbisserungen.
Gute ÜUrbeit und schnellste Ausführung ber
billigster Berechnung zusichernd. bittet um gefl
Aufträge
H. Ruppenthal
6* zitr Dudweiler