Full text : Dudweiler Zeitung (22.1909)

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mittwoch den 24. Februar 1909

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25. ZJahrgang.
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Mit Weilagen: „Velsetristische Wochenscͤrifte“ und
Anstige Blätter“

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Allgemeiner Anzeiger für den Zürgermeistereibezi
DPudweiler.
Rßonnementspreis Anzeigen
monatlich 70 Pfg. frei ins Haus gebracht; bei der Poñ coj. J0 Pfg. die spaltige Zeile; bei mehrmaligen Inserationen
bestellt M. 2,25 pierteljahrlich. entsprechender Rabatt.
Die „Dudweiler Keitung“ erscheint raglich mit Ausnahme der Sonn— Redakrion, Druck und Verlag von J. Unterkeller
nud Fetertage in Dudweiler.
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— —F nes Petersburger Desuches als pulaarischer Zar deyan— mes zu verständigen. Die Regierung ist dereit, der Au—
Desterre dan Undar n und Serb ien. »elt wird. omobil⸗Industrie einen tatkräftigen Schutz angedeihen zu
Wenn man den arlamierenden Depeschen aus Bel— * * assen, verlangt aber die Ablehnung des vorgeschlagenen
»en wollte, so müßte man annehmen, daß der Ausbruch Lerschärfter Konflikt zwischen Oesterreich- Ungarn und zolles auf ölhaltige Getreide, weil diese Zölle in diret—
ines kriegerischen Konfliks zwischen md Serbien. er Weise die egypt'sche und englische Industrie treffen
Zerbien mit all seinen weiteren naheliegenden olgen In Wiener diplomatischen Kreisen wir vürden. Ferner fordert Se Regierung die Ablehnung der
aum mehr zu vermeiden sei, und daß die Mobilisiernng aß 0 de dplnati e 333 — egebn zölle auf alle Oele, an welchen die Vereinigten Staa—
ber österreichischen Armee schon auf Tag und Stunde fest⸗ rgt Bedenken, daß Rußland sich immer offener als ge en in direlter Weise interessiert sind. Was die tallur⸗
esetzt sei. So liegen aber die Dinge nach der Ansich: Boischater Seiblens belennt Nugesichts — sie betrifft, so ist die Regierung der Ansicht, daß die
uhrg urteilender und zu einem Urteil befähigter Per— enin e senee Tsstingengesheaschehen zorderungen des Ausschusses übertrieben sind und sie in—
onen nicht. Es wird in Belgrad, in einem Teil der hweniung Kußlands ist man in Wien — olaedessen diese nicht bewilligen kann.
ussischen Presse und in panslawistischen Kreisen zur Zeit aite ragenoch vorsichuger und zurucchhaltender vor Italien.
vieder eine Sprache geführt, die darauf berechnet scheint, ngehen dis bisher Doch wud in Wien ———— * Die Pariser Nachrtcht von einer geplanten Begeg—
ie Furcht vor einem großen Brande zu exwecden, damit Nart, daß Oesierreich Ungarn eine Konferenz — nuung Fallieres und des König Vittomr Em a—
ie kuropäische Feuerwehr herbeieile und kalte Wasser— eschiden weide wenn ber hre Ziele vorher ganz * ruel ünd der Berufung des Pariser Botschafters Gra—
trahlen nicht nur sandern 8 Virn eeene hungen geiroffen e * en Gallina zum Nachfosaer Tittonis ist er unden
ichte. Gewiß ist di a espannt, aber wa on vor iiider *
eeee —5 — einen Krieg ernst— — v dschene ——* Ise e
i ünjcht, Tos gilt jetzt rAnnaäherung, die o tte wird von der Wiener Presse auf das schäriste
5 —— * —J g —8 * n en eunn urückgewiesen. Die meisten Blaͤtter vertreten die An
and und Frankreich stattgefunden hat, und nach den icht— daß diese Ausfuhrungen einer Krieagserklärung fast
lu ierachen, die anläßlich des Besuches König Eduards leichlommen
n Veran erfolgt sind, so schreibt die „Frankf. Ztg.“ nach
inse er Ueberzeugung in verstärktem Maße, und davon
ängt doch schließlich in der Hauptsache die Entscheidung
r1b·.

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* Wie es heißt, ist das neue Kabineit bereits gebil⸗
et. Der Führer der Fortichrittlichen, Novakowitsch, über—
timmt das Präsidium, Paschitsch behält das Bautenmi—
uisterium. Milowanowitsch behült das Ministerium des
leußern bei. ebenso Zivlowitsch das Krieas-Porteseuille
Amerika.
* Gewaltige Menschenmassen sind in Hampton Roads
usammengeströmt zur Begrüßung der heimkehren—
»en Kriegsschiffe. Große Fesilichkeiten sind ge—
lant. Die Küstenstädte wetteifern in Einladungen. Die
Weltfahrt hat zweisellos das Interesse der Bevölkerung
in der Marine sehr gehoben, wie auch aus den Bearuß—
masartikeln der Zeitungen ersichtlich ist
Marokko.
*Aus Tanger wird berichtet: General D'Amade
vird hier exwariet. Er wird noch am Abend nach Oran
Wfahren. Der Bürgermeister von Oran hat eine Pro—
samation an die Bevölkerung erlassen, worin er die Rei—
eroute des Generals in Marokko genau beschreibt und
ie Bevoölkerung auffordert, ihm einen festlichen Empfang
u bereiten und ihre Häuser zu veslaggen. Von Oran
vird der General sich nach Madrid einschiffen. Es heißt,
zer General werde von König Alfons empfangen werden.
* Die Begleitmannschaft der spanischen Mission, die
ich nach Fez begibt, ist abgesahren. Der Gesondte und
an Sefolge werden sich dieser Bealeitmannschast an
ießken

Politissne undschau
Deutsches Reich.
»Die seit Montag in Stuttgart tagende Röon—
erenz des ständigen Ausschusses des „Vereins denmischer
zisenbahnen“ für Angelegenheit des Personenver—
eher s hat, wie der „Schwäbh. Merkur“ erfährt, ver—
hiedene Neuerungen für die zusammenstellbaren Fahr—
heinhefte beschlossen. Es handelt sich dabei um die Ein
eziehung neuer Eisenbahn- und Dampsschiffahrtsstrecken
owie um die Festsetzung einer neuen Geschäftsordnung
ind neuer Ausführungsvorschristen.
* Der Bund der Landwirte hielt im Zirkus Busch
ie Generalversammlung wie alljährlich ab. Die Betei—
gung war wie immer sehr groß. Die beiden Vorsitzen—
en, Freiherr v. Wangenheim und Dr. Rösicke
ielten Ansprachen über die pohitische Vage. Den
zeschäftsbericht ersiattete der Direktor des Bundes, Tr.
diedrich Hahenn. Gegen die Nachlaßste uer wuerde
ine Resolution angenommen.
* Die Einladung des Lordmayors der Kiw
on London an den Oberbürgermeister von Berlin zum
zesuche Londons ist in Berlin eingegangen. Der Lord—
tayor hat außer dem Oberbürgermeister auch den Bür—
ermeisier Dr. Reicke und eine Abordnung des Magist—
ats und der Stadtverordnetenversammlung eingeladen
nit der Bitte, den Zeitpunkt des Besuches zu bestimmen
Frankreich.
* Die Regierung stellt sich dem Zollausschußz zur Ver—
nauna, um sich über agewisse Buntte des 29114
————

Man darf auch die offizielle russische Politik nicht
hne weiteres mit den Wünschen und Kundgebungen pan—
law Aicher Blätder indentifizieren. Es ist unseres Wis—
ens zicht richtig, daß man in Petersburg neuerdings
inen Truck der Großmächte auf Oesterreich-Ungarn ange—
egt habe. Vielmehr glauben wir, daß bei den Besprech⸗
mgen und Verhandlungen, die seit eingen Tagen zwi⸗
chen Paris, London und Berlin schweben, Rußland bei⸗
eite oder doch erst in zweiter Linie steht, und von einem
wus Gienden Druck ist dabei überhaupt nicht die Rede,
ontern nur von freundschaftlichen Anfragen und Ver—
—V [— stattsinden
otten, darf sodann durch die Teilnahme Deutschlands für
us geschlossen gelten. Wir nehmen vielmehr an, auf
zrund der Meldungen, die von verschiedenen Seiten vor⸗
iegen, daß es sich um Ratschläge handelt, die man in
zerad aubringen will, und dabei dürfte die Empfindung
u Grunde liegen, daß eine Macht wie Oesterreich-⸗Ungarn
u sachlichen Verhandlungen mit einem Staate wie Ser—
ien erst eingeladen und bewogen werden kann, wenn
ucht mehr der Anschein vorliegt, als weiche jene vor
riegerischen Drohungen des kleinen Nachbarn zurück. Wie
andlebig übrigens in einer etwas aufgeregten Zeit sal⸗
che Gerüchte sind, beweist die Tatsache, daß h'ier und
»a heute noch davon gesprochen wird, Rußland habe die
Anabhängigkeit Bulgariens und den Fürsten Ferd nand
As Konig anerkannt, während es sich doch iatächlich da⸗
Am handelt daßk Fürst Ferdinand während der Aeit sei—

Zur Krise auf dem Balkan—
Am Donnerstag trifft der neue 1ürkische Mi—
uni ste r des Aeußern, Rifat Pascha, in Wien ein und
wird mit Baron Aehrenthal eine Besprechung ha
hben. Am Sonntag wird der türkische Staatsmann in
Budapest weilen, um mit den Mitaliedern der ungari
schöan Mögierung zu beraten

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