ihrem Beispiel soigen werden und sich der Provinz Fars
»emächtigen.
iShiua.
»Dem von England veergeschlagenen Protest
zeßen die Entlassung Juanschikais wird sich die fran—
zosische Regierung vorläufig nicht anschließen, weil Juan—
chikai in Paris auf Grund verschiedener früherer Anlässe
nicht als Freund Frankreichs angesehen wird. Erst weunn
in der Folge durch weitere Raßregeln der chinesischen
Kigierung erkennen ließe, daß die Entlassung Juanschi—
ais den Anfang einer neuen fremdenfeindlichen Aera be—
deute, würde auch Frankreich eingreifen. — Der englische
und der amerikanische Gesandte sind der Ansicht, daß die
Entlassung Zuanschikais eine Lage geschaffen habe, die
ziine feste Haltung der Mächte erfordere. Sie warnen den
Regenten vor Regierungsmaßnahmen, welche die Ruhe
m Innern Chinas gefährden könnten.
*Die chinesische Regierung hat es abgelehnt, mit den
emden Diplomaten über die Entlassung Yuanshikais zu
erhandeln
Marokko.
*Der „Eclair“ meldet aus Bern: DTer Bundesrat habe
oeschsossen, den Obersien Müller wegen der Anstellung
ines Ingenieurs zu befragen, der ein früherer Deser—
teur der Fremden-Legion und deutscher Ab—
unft set
— — —
Hof und Gesellichaft
** Wie die „Agence Havas“ mitteilt, entbehrt die ir
den Blättern verbreitete Nachricht, König Manue;
sei brustkrank, ieder Bearünduna.
Heer und Flotte
Die militargerichtlichhe Behandlung der Au s—⸗
chaeitungen von Angehörigen der Schutztrup—
»we, die im Sommer d. J. bei einer Landung in Ant—
veérpen unliebsames Aufsehen erregten, ist der „Rhei—
niich-Westfälischen Ztg.“ zusolge dem zuständigen Kriegs—
zericht des Gardelkorps übergeben worden. Die Verneh—
uungen sind noch nicht abgeschlossen
Die Krise auf dem Balkan
Infolge des anhaltenden anti-bulgarifchen Boykotts
Woer Türkei wird die bulgarische Regierung demnächjt
rgressiv-Mdaßregeln gegen den türkischen Import ergreifen.
Wie nunmehr fesifteht, wird die serbische Regierung
vsort nach dem Zusammentritt der Skuptschina neuer—
ungs ihre Demission einreichen. Die meisten Blätter füh—
zen in ihren Weihnachtsartikeln eine äußerst heftrige und
herausfordernde Sprache gegen OesterreichUngarn und
drohen demselben mit blutigen Ostern.
Die Anwesenheit des ungarischen Ministerpräsidenten
eferle in Wien gilt in erster Reihe den Verhandtiungen
nmir der Türket, über die der ungarische Premierminister
hereils zwei Unterredungen mit Baron Aehrentdal hatte.
AãSs handelt sich namentlich darum, ob man der Türkei
die geforderte finanzielle Entschädigung für die Annexion
nicht doch in irgend welcher Form ohne dauernde Be—
aßung Oesterreich-Ungarns geben könne.
Die „Times“ meldet aus Konstantinopel, daß die
PKerhandlungen zwischen Oesterreich und der Pforte in der
RWergangenen Woche in keiner Weise fortgeschritten seien.
Nach einer Konstantinopeler Meldung der „Times“
erwartet man, daß direkte Verhandlungen zwischen der
Pforte und Bulgarien am Samstag wieder aufgenommen
Perden
Die Kriegsgefahr rückt näher.
nach einem Privat-Telegramm aus Paris hatte der
crrespondent des „New-Yortker Herald“ in Konst an—
inopel eine kurze Unterredung mit dem österreichi—
hen Botschafter, Grasen Pallavicini. Er befragte ihn
iber seine Begegnung mit dem türkischen Minister des
eußern. Der Botfchafter erwiderte: Ich habe an den
Mmister weder eine Aufforderung gerichtet, noch Droh—
angen wegen Abbruch der Beziehungen gegen ihn geäu—
keirt. Ich verlangte nur, daß jede Beleidigung unserer
Lürde, sowie alle anderen individuellen Angriffe ver—
stäeden würden, da sonst unangenehme Konsequenzen ent—
sehen könnten. Auf die Frage, was er unter „unange—
iehme Konsequenzen“ verstehe, erwiderte der Botschaf—
er. „Diese Worte könne sich keder auslegen wie »ꝛr
————
Iine Konstantinopeler Perfönlichkeit, die eine private
Unterredung mit dem Großwesir hatte, teilt mit, daß
man in den amtlichen türtischen Kreisen n icht mehr
en die Möglichkeit glaube, den Uur opäischen Frie—
denaufrecht erhalten zukönnen. Diese Per—
sönlichkeit will Beweise dafür in Händen haben, daß
Oesterreich in wenigen Monaten in einen Krieg verwickelt
cin wird. Auch die Türkei bereite sich für einen
affengang mit Bulaarien vor, der unaus—
leiblich sei. — w
Ichicksale des Lebens.
Fine Erzählung aus der Vräri⸗e
—4
Tage lang schwebte Ralf Dover zwischen Tod und
eben.“ Die kreue Schwester wachte rastlos bei ihm.
Am zehnien Tage nach dem Uebersall trat die Krisis zur
Zesserung ein und nach ein paar Wochen war der junge
heann wieder so weit hergestellt, daß er das Bett verlaf⸗
A und im Zimmer umhergehen Lonnte. Aber der lebens⸗
Ahe tatkräftige Jüngling vergangener Tage hatte sich in
en düsteren muürrischen Mann verwandelt, dessen Gehirn
umwölkt, dessen Vernunft nicht mehr unter Ausfsicht war.
Bertha hatte eine schwere Last zu tragen und nur das Be⸗
Aßtsein, sie dürte sich der sie Umkrallenden Verzweiflung
icht überlassen, gab ihr die Kraft, nicht zu erliegen.
Die Auswanderer waren ohne Ausnahme freundlich
ind gefällig und ihre liebevolle Teilnahme war Balsam
ur des armen Mädchens Weg. Unter ihnen befand sich
ine Familie Chapmann, welche das Blochaus und hun⸗
ert AÄder des uͤmliegenden Landes gekauft hatte. Diese
Familie bestand aus Wann, Frau und drei Kindern. Ein
Nefse des Mister Chapmann war ebenfalls mugetommen,
efand sich aber zur Zeit noch mit einigen anderen jun⸗
jen Männern am Fluß, um das dort weidende Vieh zu
Riten. Weistreß Chapman war eine warmherzige Frau, die
nat sicherer Hand den ganzen Haushalt regierte. Manches
Veib würde sich darüber geärgert haben, daß das kleine
zette Häuschen, welches sie sosort in Besitz zu nehmen ge—
oltt hatren, wieder auf unbestimmte Zeit den früheren
sewohnern überlassen werden mußte. Wochenlang hatten
de nun auf Wagen und in Lagern gelebt und alle sehnten
ich nach den Annehmlichkeiten des heimischen Herdes. Mi—
teß Chapman aber war nicht die Frau. die die Unglüd
sichen verstoßen konnte.
„Was wollt Ihr denn eigentlich?“ rief sie entrüstet,
wenn jemand sie daärüber fragte; „was sollen sie auf der
deiben Welt anfangen? Er ist krant und irre, sein Hab
uid Gut wurde ihm schmählich geraubt und das arme
Hadchen sieht aus, als ob ihr Herz gebrochen. Laßt sie
n Gottes Ramen bleiben, wo sie siind. Chapman muß
Aochia vy oine SpPorine umd vinen Sfall bauen und »or
Erdbeben in Italien
Vom Anhalter Bahnhofe in Berlin hat Mittwock
bend 10 Uhr 20 Min. mit dem Süd-Expreß die vom
dentral⸗Komitee des Roten Kreuzes organisfierte Hilfskxpedition
für Süd-Italien ihre Ausreise angetreten.
Infolge neuerlicher Erdstöße ist abermals ein großes
Feuer entstanden. Insbesondere brennen die Truͤmmer
des Rathauses und der Bank von Messina.
Die finanziellen Schwierigleiten für die Handelswelt
n Cattania sind sehr groß, da viele Firmen umfangreiche
sveschäftsverbindungen mit Messina hatten, sodaß infolge
»er Katastrophe zahlreiche Fallissements zu erwarten sind.
In Palmi, das vom Erdbeben zum größten Teil
erstört wurde, sind die schwarzen Blattern ausgebrochen.
General Mazza depeschiert aus Messina, daß wie—
zerum 10 Ueberlebende ausgegraben worden seien, doch
verde die Wahrscheinlichkeit, noch andere zu finden, täg—
ich kleiner. Die Arbeiten dauern indes fort. Bisher sind
300 Lebende aus den Trümmern hervorgezogen und
V00 Leichen mit aller Vorsicht bestattet worden. Die
Wertpapiere der Banca Italia, sowie der Banca Com—
nerziale, die bisher geborgen wurden, sind bereits im
Besitz des Staats-Archivs. Das Hypothekenamt und No—
ariats-Archiv stehen unter ständiger militärischer Ueber—
vachung. Die Post- und Telegraphen-Verbindung sind
iach Möglichkeit wieder hergestellt.
Auf dem alten Friedhofe von Messina wurden zehn
mgeheure Gräber ausgehoben, in die die Namenlosen zu
dunderten versenkt werden. Viele Familien-Mausoleen
vurden zersprengt, andere völlig umgekehrt. Viele Grä—
»er wurden aufgerissen.
Aus Rom wird berichtet, daß die italienische Re—
zierung nunmehr die telegraphischen Meldungen über die
Vorgänge in Sizikien und Kalabrien in strengster Weise
iberwache. Alle Depeschen, die selbst in mildester Form
zte Mängel des Rettungswerkes, die Plünderungen und
stuhestörungen erwähnen, werden zurückgehalten.
Die Tätigkeit der Rettungsmannschaften in Messina
onzentrierte sich in den letzten Tagen darauf, die Bank—
verte aus der Staatsbank zu retten. Die größte Sorg—
alt wird auf die Ordnung des Gesundheilsdienstes, auf
en Verpflegungsdienst, sowie den Telegraphen- und Ei—
enbahndienst verwendet.
e G—eE..
Gerichtszestung
8 Verurteiste Meuterer. Das Kriegsgericht der 12.
Division in Neisse verurteilte die Militär zetangenen Mül—
er und Kohllöffel vom Festungsgesängnis Neisse wegen
Deuterei zu 36 Jahren Gefäugnis.
s Beleidigungsprozesz Wernsdorf. Vor der Straf—
ammer des Weimarer Landgerichts begann Mtittwoch
norgen der Prozeß gegen den Schriftsteller Dr. Werns—
dorf ans Jena, der wegen Beleidigung sämtlicher Richter
»es Großherzogtums, des Staatsminifteriums ꝛc. ange—
lagt ist. Außer Wernsdorf haben auf der Anklagebank
Platz geusmmen der Maler Albin Freittag aus Er—
urt und der Drnckereibesitzer Sei fert jun aus Köst—
ritz. Mit Entschuldigung auf Grund eines ärztlichen
zeugnisses ist Seifert sen. aus Köstrit ausgeblieben; ge—
gen ihn wird auf Antrag des Staatsanwalts ein sepa—
rates Verfahren eingeleitet werden. Vor Eintritt in die
Lerhandlung erbittet sih Tr. Werns dorf das Wort
ind erklärt, daß er alle fünf Richter wegen Befangen—
zeit ablehne. Eine neugebildete Richterbank erklaͤrte die
blehnung für unbegründet. Sodann werden den Ange—
agten die Eröffnungsbeschlüsse verlesen. Strafanträge
jaben gestellt Gerichtsbollzieher Ehert-Tera, daß groß—
jerzogliche Staatsministerinm für die Richter des Groß—
herzogtums, denen Dr. Wernsdorf „Verlumpung“ usw.
Grgeworfen habe, Rechtsanwalt Dr. Wedekind-Gera,
achtsanwalt Dr. Guünther-Weimar, Frau Regierungsral
Hr. Wedelind, Landrichter Dr. Nebe, Kommerzienrat R.
doch-⸗Jena. — Auf die Frage des Vorsitzenden, wie sich
r. Wernsdorf zu der Anklage stellt, erklärt dieser vor—
äufig generell, daß er die der Anklage zu grunde lie—
zjende Broschüre mit der festen Absicht einer Provokation
eschrieben habe. Am Donnerstag ersfolgte die. Verlesung
er Broschüre, darauf wurde in das Zeugenverhör ein—
zetreten. Der Prozeß wird voraussichttich drei Tage in
nipruch nehmen Dr. Wernsdori verleidigt sich selbst.
Die Bllanz der Flugmaschine.
Das Jahr i908 ist für dig Zutunft der uggchnu
nitscheidend gewesen. Die Retorde, die uns die lesten
bonate des Jahres 1908 gebracht haben, waren getar
ige, daß man vwon hier aus spater eine e — d
luxendwictiung rechnen dürste. Zwei Jahrhunderte hin—
urch hatte sich die Entwicklung der Flugniaschine n
iem wahren Sehneckentempo vewegt. Jin Jnhre
ʒberichteie das Journal des savants“ vom 22. F
imvber, gelang is einem Schlosser aus Sable, ich
mem von ihm gebauien Appatate vogelatng zu be *
en Erft im ahre 1809 wurden ieine LBersuche wiede
aujgenomnien und zwar von dem Wiener Uhrmacher De—
gen. Wieder stockten die Fortschritte ein halbes Jahrhun—⸗
dert; da gelang es im Jahre 1850 dem Engländer Monk
Mason, sich in einer seltsamen Maschine einige Seklunden
lang in der Lust zu halten. Dreizehn Jahre später zeigte
der Zivilingenieur de Louvrie in der Akademie der Wis—
senschaften in Paris sein sogenanntes „Aeronave“, und
12 Jahre später tötete sich in London im Cremorn Gar—
den der Belgier de Groof. nachdem er in Brüssel ver—
aebliche Flugversuche unternommen harte.
Der Anfaunr der NMer Jahre brachte dann die Ver—
suche Lilienthals, der am 9 August 18985 tödlich verun—
glückte. Nach dem Lilienthalschen Verfsahren gelang es
Arnold Böcklin, int Jahre 1894 in Zürich einige Flüge
auszuführen. Im selben Jahre begann auch Percy Sine—
lair Pilcher seine Experimente; auch diesen Versuchen
setzte ein tödlicher Unfall im Jahre 1899 ein Ziel. Es
kam dann zum ersten Mal das Modelk des mehrzelligen
Typs; sein Ertinder, der im Jahre 1832 zu Paris ge—
zorene Octave Chanute war schon zu alt, um selbst
Bersuche damit zu machen, als er im Jahre 1896 Her—
ring und Avery veranlaßte, es mit seiner Maschine zu
bersuchen. Und schon damals brachten es diese beiden
wagemutigen Amerikaner nach dem Berichte des „Gau⸗—
lois“ auf Gleitflüge von 150 Metern in 14 Sekunden.
Der eigentliche Vorläufer der jetzigen französischen Avia—
tiker war Clement Ader. Er hatte Zeppelinsche Ausdauer,
aher kein Zeopelinsches Glück. Nachdem der geniale Er—
finder, der am 14. Oktober 1897 bereits 390 Meter ge—
Aragen war. anderthalb Millionen Franken in feine Ap⸗
oarate hineingesteckt hatte, verweigerte man ihm die staat⸗
liche Unterstützzuung und entmutigt zog er sich nach Ver—
nichtung seiner sämtlichen Maschinen anuf sein Schloß Ri—
bonnet bei Toulon zurück. Aders Versuche wurden er—
folgreich fortgesetzt von Ferber. Gleichzeitig arbeiteten
ruch, Archdeacon und Esnault-Pelterie nach verschiedenen
Sostemen.
Da kam Ende des Jahres 1903 die Nachricht, daß
die Gebrüder Wright sich am 17. Dezember auf einem
335 Kilo schweren Apparat mit einem 16 HP starken Mo—
tor in die Lüfte erhoben und in 59 Sekunden 226 Me—
er zurückgelegt hätten Diese unerhörte Nachricht wurde
glattweg für eine Ente erkllärt und in den darauffolgen⸗
zen Jahren waren es wieder französische Flugtechniker,
ämlich Santos Dumont und Henri Farman, die durch
hre bekannten Flüge die Aufmerksamkeit der Welt auf
ich lenkten. Santos Dumont brachte es am 12. Novem—⸗
»er 1906 auf 220 Meter, und Farman gewann am 13.
Jonuar 1908 den deutschen Archdeacon-Preis, nachdem er
inen Kilometer in geschlossenem Kreise geflogen war. 2
Monate später verdoppelte er diesen Rekord noch. Aber
päter merkte man, daß hinter den Versuchen der Brü—
der Wright, die geheimnisvoll in der Stille arbeiteten,
doch etwas steckte, und es ist wohl zweifellos, daß man
die Wrights heute als die ersten fliegenden Menschen be—
zeichnen muß. Ihre Retorde, die sie selbst immer wie
der überholten, sind noch in aller Erinnerung, ebenjo
der unglückliche Sturz Orville Wrights am 18. Septem—
er. von dessen Folgen er sich jetzt erholt hat
Sprachecke
Torggelhaus und Torkeln. Woher hat wohr das
Torggelhäus zu Bozen seinen Namen, jene Weintosihall
des Verbandes der landwirtschaftlichen Genossenschaften
Deutsch-Suüdtirols? Nun, es hat ihn von Torggel oder
Tortel, mittelhochdeutsch tortel, althochdeutsch torkula, le
einisch torculum; so belehrt uns Günter Saalsfeld in sei⸗
ien „Bausteinen zum Deutschtun“. Wundersames Schick⸗
af der Wörter und Wortwurzeln! Vom lateinischen tor—
zuüere (drehen, quälen) stammt die grausame „Tortur“ und
zas Torggelhaus mit seinem wonnesamen Trank abl An
ieses Weinhauses Wand aber steht das bekannte Lied
om „Kreislaufs des Weines“: „Aus der Traube in die
Tonne, aus der Tonne in das Faß, aus dem Fasse dann,
o Wonne, in die Flasche und ins Glas. — Aus dem
Flase in die Kehle, in den Magen durch den Schlund,
uind als Geist dann in die Seele, und als Wort dann in
den Mund. — Aus dem Worte etwas später, formt sich
ein begeistert Lied, das durch Wolken in den Aether mit
der Menschen Jubel zieht. — Und im nächsten Frühjahr
—
zen nieder, und sie werden wieder Wein.“ — Wer nun
illzuviel von den dort dargebotenen Edelweinen „aus
den Glase in die Kehle'“ gießt, dem kann es geschehen,
daß er draußen vor dem „Torggelhause“ ins „Torleln“ ge⸗
ät. So aber er meinen sollte, das Torkeln sei mit der
Torkel (Kelter) und mit seinem Urwort torquere (drehen)
verwandt, weil der Torkelnde alles sich drehen sieht, ja
nanchmal sich um sich selber dreht, der wäre schief ge⸗—
wickelt. Das Zeitwort „torkeln“ gehört zum mittelhoch—
deutschen Hauptwort turk (der Taumel, Sturz), und des⸗
en Vorgeschichte bezeichnet selbit ein Friedrich Kluge als
dunkel“.
mag sich beeilen; dann können wir dahinein ziehen, bis hen.“ — —
die Dinge sich anders gestalten. Wir wollen uns schon in Es war gut, daß die Dämmerung den Ausdrud in
einander 53 mag es gehen, wie es will.“ den Gesichtszügen der Frau Chapmann verhüllte, so daß
ein verging Diß Ausmanderer bauten Häuser, Bertha nur bemerkte. wie w immer und schweig⸗
nähten das üppige Präriearas und bearbeiteten den Ro samer wurde und ihr schließlich gute Nacht wünschte.
den für die Saat. „Ich habe * beleidigt,“ seüfate Bertha und gina
Rauf Dovers leibliche Gesundheit besserte und kräf, kraurig in ihr Bimmer
igte sich zusehends; sein Geist aber schien zu DWanid m folgenden Morgen aber grützt; Wistreß Thapwan
ind nur vd Und da zeigte er sich erregt und ruhelos. so freundlich wie Jewöhnlich und sagle nach dem Früh⸗
sach langem Sinnen hatle Bertha beschlossen, ihr und tüd, sie möchte Bertha um einen großzen Gefallen ersu—
des Bruders Pferd, Wagen und andere erilachen in der Hen. Ich möchte gern an den Fluß hinüber auf unser
ungen Ansiedelung zu verkaufen und mit dem Erlös die Viehweide, Chapman soll mich begleiten. damit ich mic
le Heimat im Osten und Verwandte zu erreichen. Wohl auf der Prärie nicht verliere. und Sie möchte ich bitten.
raubte sich ihr Stolz gegen den Gedanken, samt dem un—⸗ bie zu meiner Wiederkehr auf die Kinder achten mnd ihnen
lůclichen Bruder arm“ und hilflos zu ihnen zurückzukeh-— zu essen gehen zu wollen.
en, aber sie wußte keinen anderen Ausweg und hoffie Natüuͤrlich werde ich dae herzlich gern besorgen, ich
wberdies, dan die Kunn der Aerzte Ralss Krrsinn heilen beneide Sie sast um den Ritt über die Frärie.
dun, — —
Si⸗ keilte Misire tre a a ze nd verlie
—
F —38 —5 übe
J —
Vee pee —* Vae ae ich ganz entschieden dern eine Freude bereiten und boeschäftigte fich eifrig mil
— 7— — d cie r
auns Jahre lang liebe Freunde und Nachbarn woten. Wie ihen au d vn 8 eh sanden g
vommen Sie nur auf einen solchen Gedanken?“ Vertha, den Bruder zu rufen, den dr zuleßt im Schatten
Ich will es Ihnen erklären. Der arme Rolf sitzt oft pr ehen ornnhe vot chumpen n .
— —— ene Ae
ch ihn nicht verstehen kann. Gelegentlich aber hoͤrte ich ar rine 8 A— vꝛ 9 8 5 26 d
Hn sagen: „Möchte wissen, wo er sein mag? Es ist einer der eshn nnden dan ere
n , e Dielicicheitad zu ven Got ihrer Abwesenheit das Haus nicht zu verlassen, und, ba
vajchern. oer beabsichtigie es ja.“ Ich bemerke auch, daß d Xhnmahrige Iereren Falle Ralf vor ihr zurüctehre
er eine Art Spähe vornimmt, so oft einer der Hänner in Zgn —— dr Fenster g̃ bonaen ilte Bert übe
hdierher kommt. Als vor etwa vierzehn Tagen einmal spät ĩ einend yor nn un Anstegung ite hr
am Abend sechs Männer vom Fluß herüberritten, um Mi—⸗ Ie Prari⸗ zum nächsten Blogbaus wo e grnee
ter Chapman etwas zu fragen, lag Ralf scheinbar schla⸗ gt — ¶ ieneu 3 de anner *
fsend auf dem Bette. Drunten bei dem Wagenschuppen plau⸗ * 9 — 8 iu se Wen iid die ue Ra
derten uͤnd lachten die Leute. Auf einmal fuhr Ralf auf arlate ierzu aufzuhle r Ansiedl
mit den Worten: „Das ist er, das ist erl“ und eille nog W Trosten Fueen wrag ehu nsedier ua—
der Türe. veinahe gleichzeitig aber sprengte drunten die en. er noch mieht Langer fort ilt. werde n
anze Gesellschaft davon und mein armer Bruder legte sich
nioder nieder. ohne noch ein verständsicheßs Wort 2u fyre