Lokales und Vermisechtes
Dudweiler, 18. Februar.
8 Mitteiluug süur die Empfänger fortlaufender Bezuge
us der Reichs- oder Staatskassꝛ. Wegen des bevorstehenden
biche uses des Rechnungsjahres müssen Gehälter, Pensionen,
Inteistützungen usw. pünktlich, am 1. oder 2. des Fälligkeits⸗
unnats, bei der zahlenden (Kreis-, Stadt⸗- oder Gemeinde⸗)
dasse abgehoben werden. Diese Verpflich ung besteht auch
ür die Abhebung im Laufe des Rechnungsjahres.
Z Mitteilangen für die Militär⸗Invaliden. Zufolge Ver—⸗
ügung des Herrn Regierungspräsidenten hat die auf den
zahlungsordnungen der Invaliden-Quittungsbücher im März
ind Septemberel, J. auszufüllende Verhandiung seitens der
Ittsobrigke.! Bürgermeister, Oitsoorstehers, in größeren
Riten seitens des Polizei-Beamten; in dessen Bezirk der In—
alide wohnt, zu erfolgea und ist allen anderen Beamten die
lusfüllung untersagt. Bescheinigungen nicht befugter Personen
der Dienststellen müssen von den zablenden Kassen zurückge⸗
viesen Perden.
* Fischbach, 15. Febr. An der mit jungen Bäumen
eflanzien im Niveau der Fischbach angelegten und durch
as Fischbachtiha: nach Saarbrücken führenden Sttaße sind
berholb dem Dorfe Fischbach eine große Anzahl dieser
zgäumchen ißrer Krone beraubt worden. Der oder die Täter
haren jedenfalls erwachsene Personcn, dies ist aus dem glatten
dieb bezw. Schnitt, zu entnehmen. Es ist nur schade, daß
de Baumfrebler nicht abgefaßt wurden, damit sie im Ge—
ingnis Gelegenheit hätten. über ihte niedrige Tat nachzu—
enken.
zMalstatt-Burbach, 16. Febr. Das eigene Kind
urch Unvorsichtigkeit getötet hat hier eine Frau. Weil das
dleine. das ein Jahr alt ist, fortgesetzt schtie, gab die Mutter
hm Mohnsamenmehl, welches Mittel ihr als sicherwirkend ver—⸗
aten worden war. Die Dosis muß aber zu stark gewesen
ein, denn das Kind wachte nicht mehr auf.
g8 Göttelborn, 16. Febt. Dem Vernehmen nach
oll die Verhandlung wegen der Durchste berei auf Grube
Böttelborn am 10. März beginnen.
8 Elversberg, 16. Febr. Von einem harten Schick⸗
aAsschlage wurde gestern Abend die Famelie des Voifahrers
jserd. Müller von hier betroffen. Die Frau legte sich gesund
ind munter zu Bette; morgens, als der Mann erwachte, lag
ine Gattin tot im Bett. Ein Herzschlag, der sofoit den
od herbelführte, hatte sie plötzlich abgerufen. Der Gatte,
zwie eine große Kinderschar, beweinen die so früh dahin—
eschiedene Gattin und Muittei.
3 Krughütte, 15. Febr. Eire gioße Ueberraschung
mrde gestern abend den beiden Bergleuten Peter Kiefer und
jriedrich Groß von hier zuteil. Der Briefbote überreichte
enselben einen eingeschriebenen Biief von der Sängerhaus.
otterie in Straßburg, worin denselben mitgeteilt wurde, daß
in von ihnen gemeinschaftlich gekauftes Les 30000 Mart
sewonnen habe. Den Betrag sollten sie abnehmen. Heute
zorgen dampiten die Glücklichen mit dem ersten Zuge nach
er elsässischen Glückestadt. Volksztg.
*Triec, 17. Febr. Der frühere Techniker Maagh,
er sich demnächst vor dem Schwurgericht wegen Raubmords
u verantworten hat, wurde heute wegen Urlundensälschung
ind Betrugs von der hiesigen Sirafkammer zu 18 Monaten
zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt.
) Köln, 17. Febr. Gerrehrsnachrichten.)
dom 17. Febrnar morgens 8 Uhe ab wurde der Perso—
urerkehr auf der Strecke Neuwied— Niederlahnstein durch
ißtleisigen Betrieb zwischen Engers und Vendorf wie—
er aufgenommen, ebenfalls zwischen Engers und Siers—
ahn Es verkehren alle fahrptanmäßigen Perfonenzüge
nit Ausnahme von Zug 302, 334 und 816. Die Schnell⸗
ind Eitzuge verbleiben bis auf weiteres auf der ünken
Theinseite. Güter sur Neuwied und Engers fönnen wie—
er angenommen werden.
(⸗) Aachen, 17. Febr. (Metter Eheman n.) In
Lurtscheid wurde der 45ährige Arbeiter Brülls unter denm
Jerdacht verhaftet, seine Frau, die soeben das Wochen⸗
ett verlassen hat, erschiagen zu haben. Der Mann feierte
as frohe Ereignis, die Geburt von Zwillingen mit ei—
liigen Kameraden, und als die Fesilichteit beendet war,
chlug er so lange anf die Frau ein, bis sie starb.
⸗ec Bonn, 17. Febr. Der verfolgte Köpe⸗
ricker.) Das Schössengericht hat den sogeitannten Haupt⸗
nan. von Köpenick wegen unberechtigten Verkaufs von
Ansichtskarten und den Gärtner Kluth aus Krefeld, der
hin dabei als Privatsekretär gedient hatte zu ie 8
Seldstrafe verurteilt.
() Neuß, 17. Febr. (Zweites Hafenbecke n.)
die Siadwerordneten genebmigten für den Ausbau eines
weiten Hasenbeckens im Rhein-Erfthafen 960 000 Mark.
.) Essen, 17. Febr. Gestörter Unterricht.
In einer hiesigen Voltsschulklasse stürzte ein Teil der
Zimmerdecke ein. Der Lehrer und mehrere Kinder wur—
den verletzt. Unter den Schültern brach eine Panik aus.
6) Pforzheim, 17. Febr. (Ber mummiter Mör
der.) Altbürgermeister Steudle in Eutingen wurde in
einer Scheune erschlagen. Dem Täter, der vermummt
var, gelang es, unerkannt zu entkommen. — Nach einer
pateren Meldung wurde der Mörder in der Person des
zSjährigen Packers Auügust Reihinger verkatine
er ist geständig.
6) Csierwieck Garz), 17.
Ports.) Hier sind vier
chuhlaufen eingebrochen und
) Neustadt a. H., 17. 5
VWie der „Pfälzische Kurier“
Abresch, Besitzer einer Groß
tänden gestorben. Er wurd
Jefunden, und der herbeiger
dohlenexydgas-Vergiftung v
Indichtheit des Ofens hervo
nwelcher der Tote aufges
aß der Kommerzienrat im
mus der Badewanne zu stoei
nehr gelungen war.
* Der Berliner Stesferi bcßc. —— —
ommen der Messerstecher begunstigt die Steigerung der
susfregung und das Entstehen wilder Geruchte Ande⸗
ed nimmt die Neigung von Mädchen zu, zu simu—
eren, gestochen worden zu sein. Die genaue Untersuch—
ing mit dem am Diensiag angeblich gestochenen Mäd—
hen auf der Rirdorfer Polizeipräsidium ergab, daß der
Stich durch die Kleidung von dem Mädchen selbsee ge—
nacht worden ist. — Auch am Mittwoch sind wieder drei
teue Messer-Attentate auf Frauen ausgeübt worden, die
wber nicht schwerer Natur find. Keine der verletzten
Frauen vermögen die Personglien des Messerhelden an—
jugeben, und noch immer hat man keine Spur von dem
demeingefährlichen Verbrecher
* Todessprung. Em Reijender in Bürnberg, der sich
n einem Anfalle von geistiger Störung von seiner Woh—
iung auf die Straße herabstürzte, erlitt einen Schädel—
jruch und war vsort sot.
— *Bei dem Grubenunglück in der Nahe von Dur—
am in Nord England waren zurzeit der Erplosion, wie
»tzt ĩ⸗staesfellt wörden ift. Urfe 700 Mann beit ver Ar
eit. Der ODrtrertor forderie die Umstehenden von ver
irubo auf, ihm m Interesse des Rettungsdienstes zu
olgen. 200 Mann meideten sich sofort. Nach wenigen
KRinuten wurden die mutigen Retter ohnmächtig und
albtot hervorgezogen. Alle weiteren Rettungsversuche
rwiesen sich als vergeöblich. Erst nach sechs Stunden ist
er Brand gelöscht worden. Bisher war es immer nod
cht möglich, in die Grube zu gelangen. — Nach einer
veiteren vorliegenden Meldung sollen bis Mittwoch früh
reun Uhr 32 von den Einge schlossenen gerettet worden
ein, teilweise in schwer verletztem Zustande. Es besteht
leringe Hoffnung die noch eingeschlossenen 106 Leute
un retten.
* Genickstarre. In der Dragonerkaserne in Eureux
Departement Eure) in Frankreich ist die Genickstarre aus—
gebrochen. Füni Soldaten sind der Krankheit bereits er—
egen.
*Neubau⸗Einsturz. Ein im Bau befindlicher An—
zjau des Museums für schöne Künste in Madrid ist ein—
gesrürzt. Ein Arbeiter wurde getötet, 7 verletzt.
*Schiffs unfall. Ter Kreuzer „Vittor Kisani“ lief
est und wurde schwer beschädigt. Die Ursache des Un—
zlücks dürfte in einem Defekt des Steuers zu suchen sein.
Vom Unwetter.
Berlin, 17. Febr. Zwischen Werben und Lengen
zaben sich große Eisfselder angestaut. Die 25 Kilometer
ange Kleinbahn Goldbeck—Werben stellte den Betrieb
»ui,. da eine große Strecke des Bahndammes spurlos
erschwunden ist. Das Eis hob die Gleise empor und
rüuckte sie landeinwärts. 27 Personen haben anderthalb
dage auf Dächern zugebracht, bis sie von Pionieren ge—
reitet wurden.
Würzburg, 17. Febr. Die verflossene Nacht hat
ner ungemein heftigen Schneefall gebracht. Die Straßen
ind die Felder der Umgebung sind höher mit Schnee be—
»eckt als vor dem letzten Hochwasser.
Paris, 17. Febr. Nach einem dem Kolonialmini—
terium zugegangenen Telegramm wurde die Insel Neu—
daledonten von einem drei Tage währenden Orkan stark
erheert. Ueberschwemmungen verursachten insbesondere
u den Kaffeepflanzungen großen Schaden. Mehrere Se—
zelschifse gingen unter. doch konnten die Mannschaften ge—
⸗ti⸗t merden.
Berlin, 17. Febrt. Dec Krornprinz hat sich in das
deberschwemmungsaebiet der Elbe begeben.
Ein Greuzdilemma. Das „Luzerner Tageblatt“
eilt eine tragikomische Zoll-Episode mit, die in der di—
‚arren Zuspitzung ihrer Konsequenzen eine Art Satire
nif die siskalische Grenztyrannei darstellt. Sie spielte an
zer italienisch-chweizerischen Grenze, zur Zeit des Weih
iachts festes, das bekanntiich in Italien und im Tessir
nit ganz besonderer Feierlichkeit begangen wird. Nun
vollte eine arme Italienerfrau aus einem Nachbardorfjfe
on Ponte Tresa ihrem Sohne einen Weihnachtsgruß iß
dorm von Kirschen, die in Branntwein konserviert we
en, senden, da jener seinen Posten in der Schweiz nicht
ersessen konnte, um das Weihnachtsfest im Kreise seiner
Familie zu feiern. Wie aber war die arme Frau über—
ascht, als ihr in Ponte Tresa von schweizerischen Zoll—
»eamten mitgeteilt wurde, daß diese Flasche Branntwein
nit Kirschen 1150 Fr. Eingangszoll koste, was offenbar
den Wert des Goschenkes überftieg. Da die Frau über
zies über diesen Betrag nicht verfügte, entschloß sie sich,
die Kirschen mit dem Branntwein wieder heimzutragen.
Aber welch neue Ueberraschung wurde ihr zuteil, als ste
ruf der linken Seite der Tresabrücke, welche die Schweiz
nit Italien verbindes, neuerdings angehalten wurde, da
zie aus der Schweiz herkommende Flasche Branniwein
nit den Kirschen verzollt werden müsse. Was nun tun?
die arme Italienerfrau befand sich auf der Brücke mit
»em für ihren Sohn bestimmten Weihnachtsgruß, den sie
iun weder nach der Schweiz noch nach Hause bringen
onnte, ohne ihn zu verzollen. Bald war auf der Bruͤce
eine Schar neugieriger Buben versammelt, die der Der—
weifelten Frau den guten Rat gaben, die Kirschen unter
ie zu verteilen. Sofort wurde dieser Vorschlag angenom—
nen, allein die Zollbehötrde der Schweiz konnte nicht ge—
tatten, daß die mit Branntwein getränkten Kirschen auf
hreia Gebiet konsumiert würden, ohne vorher verzollt zu
ein. Der gleiche Bescheid wurde der bedrängten Frau
»om italienischen Zollwächter zu teil. Da wußte sie in
hrer Verzweiflung nichts besseres zu tun, als zum gro—
zen Leidwesen der versammelten Buben die Flasche mit
»em kostbaren Inhalt in das Wasser der internationalen
kresa hinunterzuwerfen und auf einer Karte ihrem Sohne
»as egoistische Benehmen der z3wei kreundnachbarlichen
änder zu klagen.
*Tambfer-Uuglück. TDer Dampfer „Penguin“ der
Anien Company ist bei Therawhiti an der Cookstraßé
Jeicheitert. 67 Versonaen sollen umgzkommen sein
(y Rettung Ertrinkender. In vielen Schwimm'port⸗
Lercinen sind zur Zeit Besirebungen im Gange, um nach
uglischem Vorbild die Mitgleder in der Rettung Ertrin—
ender auszubilden und zugleich die Kenntnis der ver—
chicdenen Methoden zur Wiederbelebung von Ertrunkenen
»*Neren Kreisen zugäuglich zu machen. In der Tat sind
chomn anerkennenswerte Ersolge erzielt worden; unter de—
ten, die einen Mitmenschen vom Tode im feuchten Ele—
nent retteten, stellen die korporierten Schwimnmer enen
mjiehnlichen Prozentsatz dar. Anzusireben ist jedoch, diese
settungsarbeit auf die Höhe zu bringen, wie sie in Eng
uutd die Royal Life Seving Society erreicht hat. Rech
ochtenswert scheint daher eine Anregung zu sein, die
»onn einem NMagdeburger Schwimmsportklub ausgeht; sie
dazu angetan, das Interesse für dieses Rettungswerf
inter der Jugend zu wecken und zu erhalten. Ju der
lusschreibung zu einem Jugendmehrkampf, der zugleich
iam Nodum in der Geschichte des Sports darstellen dürfte,
vird neben Fertigkeit im Schwimmen, Springen und im
dauchen auch die Abfassung einer kleinen schriftlichen Ar—
eit verlangt, die in Anlehnung an cinen pralktischen Fall
as Retten und die Wiederbelebungsversuche schildert.
(vd Balssonaufstieg. Der Ballon „Segler“ des nieder⸗
chsijchen Vereius sür vustschifahrt ist vormittag 10 Uhr
a VWraunschweig aufsgestlegen und 4 Uhr 28 Muan. Nach—
niitaas in Gitschin glatt gelaudet. I,
(9) Motorbootmeeting von Monaco. Diese hervok,
agende motorbootsportliche Beransialtung findet vom 31.
dtärz bis 11. April statt; sie wird wie stets durch eine
Nolorbootausstellung eingeleiter. Das Meeting wird in
nie'em Jahre sich sehr interessant gestalten. Die Renn⸗
lasse erhült durch die Betelligung Engsaunds mit „Sidde—
ey-Wolseley“ und Amerikas mit „Dirie 2.“, das als das
chuellsie Boot der Welt gilt, internationales Gepräge. In
Frankreich ist man mit der Lösung des Projefttes des
Hleitiboots beschäfligt, von dem man märchenhaite Ge—
chwindigkeiten erwartet. Auch von deutscher Seite wird
ine Teilnahme an dem Meeting geplant. Die Daimler—
verte lassen ihre „Liselotte“ sür Monaco herrichten und
nich „Benz 1“ ist in der Ausrüstung. An Preisen stehen
ünr die sieben Renntage 120 000 Franks zur Verfügung.
zIm letzten Rennen steht der Vreis des Fürsien von Mo—
aëeeg im Wert von 10 Glig Franks zur Enticheidunaga.
Aeneste Nachrichten und Celegramme.
VDepeschen Bureau Herold.
* Frankfurt, 17. Febr. Wie die Blätter melden, sind
vuf dem Auestellungägelände sür Luftschffahrt fünf Luf!⸗
chiffhallen geplant. Mit der Varsevalgesellschaft wurde be—
reits ein fester Vertrag geschlossen. Mit Zeppelin schweben
die Verhaudlungen noch. Auch ein Franksurter Luftschiff⸗
Brojekt, das bereits errsihaft in Anzeiss eenommen wurde
od praklisch erprobt werden.
* Berlin, 17. Febr. Im benachbarten Johannisthal
hat heute Nacht der Schlossermeister Muszlick in einem An⸗
fale von Geistesstörung seine Frau und seine beiden Kinder
in Alter von 8 und 3 Jahren buchstäblich abgeschlachtet
ind sich selbst durch einen Revolverschuß ins Herz getötet.
* Berlin, 18. Febr. Ver Wiittwoch-Sitzung des Deut—
schen Landwirtichaftsrates wohnte der Kaiser bei, der
um Ministert'sche Platz nahm, an dem der Regent von
Braunschweig, serner Herzog Adolf Friedrich von Meck—
enburg, sowie Minister von Bethmann-Hollweg und
Staatssekretär Dernburg anwesend waren. Den ersten
Bortrag hielt Landrat von Uslar-Apenrade über die
Wasserversorgung in Südwestafrika.
* Wien, 18. Febr. Die Statthalterei hat den Rekurse
des Vereines „Freie Schule“ gegen die Sperrung der
Lölksschulen stattgegeben und die Sperrung aufgehoben.
Da nunmehr wieder die Schulbehörde an das Unterrichts—
ninisserium rekurriert, bleiben die Schulen vorläufig ge—
chlossen
* Wien, 18. Febr. Zar Ferdinand von Bulgarien
ist aus Koburg hier eingetroffen; er wird zwei Tage
hier bleiben.
* London, 18. Febr. Die in der Thronrede des Kö—
nigs von England angekündigte Vorlage zur Bekämpfung
der Arbeitslosigkeit beruht auf dem System der Arbeitsbersen
und nicht, wie es dort hieß, auf dem System des
Austavsches gleichwertiger Arbeit.
*Vsondon, 18. Febr. Wie verlautet, wird das de u t—
che Kaiserpaar im foinmenden Sommer an den
Regatten in Cowes tetilnehmen und Gast des Königs von
Sngland im Schloß Osbarne sein. Bei dieser Gelegen—
zeit soll auch eine Zusammenkunft mit dem spanischen
Köniaspaar stattfinden.
* Salonik, 18. Febr. Alle albanisch-christlichen Ko—
mitees beschlossen die Einjührung der albanischen Spra⸗
he in den Gottesdienst ihrer Kirchen an Stelle der grie—
hischen Sprache. Sie richteten deswegen eine demonftra—
tive Eingabe an das Parlament.
*Washington, 18. Febr. Die Senatskommission hat
einen, Zusatz zur Flottenvorlage angenommen, der es in
das Ermessen des Präsidenten stellt, die Hälfte der Flotie
u den pazifischen Gewässern zu halten. Soweit dies tun—
ich ist, hat der Präsident schon jetzt die Flotte zu teilen.
der Zusatzantrag bedeutet daher, daß der Kongreß eine
derartige Aktion ausdrücklich befürwortet. — Der Senan
nahm einen Abänderungsantrag an, der die Größe der
zwei genehmigten Schlachtschiffe auf 21000 Tonnen und
die Kesten ausschließlich der Panzerung auf 18 Millio—
nen Mark für jedes von veiden feftsetzt.
*Waihington, 18. Febr. Taft hat nach seinen Un
erredungen mit Senator KHenorr endauültia bestimmt, daß
ynor sein Staatssekretär wird.
* Budapest, 17. Febr. Ein hiesiges Mittagsblati melder
aus Großwardein, daß ein Oberleutnant serbis her Nationali⸗
ät. welcher der österreichisch- ungarischen Armee angehörr, in
dem Augenblick verhaftet worden sei, als er den dortigen
Pulverturm der Garnisen in die Luft sprengen wollte. Der
Iffizier sei unter Bedeckung eines Hauptmauns und von —
Soldatean nach Agram gebracht worden.
* London, 18. Fobr. Ueber das Unglück auf der West—
StanleyGrube bei Durham wird heufe gemeldet: Von den
153 eingeschlsssenen Bergleuten sind bisher 37 gereitet wor—⸗
»en. 116 Knappen sind noch in dem Bergwerk begraben.
Die Rettungsimannschaften haben Dutzende von Leichen ge⸗
ehen, vor denen die meisten verstümmelt waren. In dem
-„chachte aber, in dem die Exslosion stattgefunden hat, wur—
den weder Leichen uoch Lebende enideckt. Daher ist das
Schicksal der Eingeschlossenen noch ungewiß. Sie sind in
entfernte Gänge geflüchtet. Man hofft nun doch auf die
Rettung einer größeren Anzahl, da die Ventilatoren in Be—
rieb geblieben sind und in der Grube kein Brand herrscht.
vnn hah jepIuden grütehen die Deinung gesagt,
F und nun sollen sie noch einen guten Rat hören: Wenn
E. Sie sich wieder einmal erkälten, dann kaufen Sie sich in der
A5 Apotheke, Drogerie oder Mineralwasserhandlung gleich eine
Schachtel Sodener Mineral-Pastillen, aber die ächten von
Iee Fay ; die gebrauchen Sie dann nach Vorschrift und dann
la nanns Ihnen nicht wieder passieren, daß Sie Tage lang da
erae heim hocken müssen. Die Schachtel kostet nur 85 Pfennia
Am. weisen Sie aber jede Nachahmung entschieden aurück.
n· Club
Stenographen · Clu
— —
„Stolze⸗S5chren
Am Mittwoch, den 3. März, abends punkt 9 Uhr b—
tinnt im Vereinslokale Niedschy ein
0*
Anfanger⸗Rursus
—
in LKurzschrift Stolze-Schrev
Unterrichtsgebühren einschl. Lehrmaterial 7 Mark.
Anmeldungen (auch für die Damenabteilung) werden be—
allen Mitgliedern, im Vereinslokale und beim Vorsitzende
Herru Artur Unterkeller —pJtagegendenommen.
——
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4r—
der Fems:
0
ofhefstan s diaer gas tzere und nige Anneim il.
am kathnaust in RUTIE D an Mederrhein-Gæ4
p. 10 1846.
Aherkannt bester Bitterlikör!
—— —AR
— — der e Undeaveα Roannekamn.