Full text : Dudweiler Zeitung

Veiluge zur Nr. 303 der Adweile

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nach wenigen Minuten abgewaschen


Der bekannte Humorist
OTTO RELTVBR
sandte uns unaufgefordert
folgendes Gedicht:
Im nicht stundenlang zu sitzen
Beim PFriseur, wie's oft geschieht,
)acht ich jüngst: Du wirst benützen
desolut das „ASILLITI.
lun will gerne ich bekunden,
h' man's sich versehen hat,
st der Bart total verschwunden,
ind die Sache die ist glatt.
Mnne Schere, ohne Messer
zteht jetzt alles wie geschmiert,
chneller, gründlicher und besser
Vurde ich noch nie rasiert.
Wer trotzdem werd' ich lästern
Nieses Mittel, wo ich kann,
denn ich bin dadurch seit gestern
Sin total blamierter Mann!
.u mein Kopfhaar einzureiben,
ucht' ich den Pomadentoptf,
ick schmiert' wer kann's beschreiben
RASLLII 4 aurf den Kopf!
Sus Versehn sind jetet VeνιαRν
Mein Locken sondér Zahl;
n der Zeit von 5 ßSekunden
War ich kahl ganz radikal.
Mit 'ner ungeheuren Platte
Steh ich da und sing' mein Lied:
Mle Haare, die ich hatte,
Siud vertilgt durch „RASILLIT«
2. At. Hamburg. gez. Otto Reuter.
Humorist.

e 14 rasiert auf diese Weise den
stäarkssten Bart, „ohne“ schädlich
auf Haut oder Haarwurzeln einzuwirken

a 14 ist eine absolute Neuheit und
mit sogen. Enthaarungsmitteln
J (Depilatorien) nicht 2zu verwechseln

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ist der billigste, beste Raseur
und das Non plus ultra der
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Die Shwarmgei.
Sissorischer Roman von Gustav Lange.
8. Jortsetzung. Nachdruck verboten.

bei Deiner Weigerung verhaxrrest. Seit einer Stundel Hand ihres die verschmähend, die üe esee heltt
lenne ich auch den Grund, aber ich werde denselben be⸗ entgegenstreckte. Jeder Blutstropfen war aus khrn *
eitigen, denn Du mußt mein Weib werden — so wahr sichlte gewichen, die Haare hingen khr wirr um die —A
ich vom Bäckergesellen zum Herrn von Münster emporge⸗ und ihre Augen flimmerten in irrem Glanze. Sie 974
ttiegen bin a mich noch lange nicht am Ende meiner einem jener unguduihen Geschoͤpfe, dio die Nacht 4
daufbahn sehe ...“ Wahnsinns für die Leiden der Welt unempfindlich marht
„Furchtbarer Mann, was wollt Ihr damit Ich was kuͤmmerte dies den selbstsüchtigen Mann, da
rief Divara angstvoll. „Tötet mich, aber verschont der Welt eine neue Ordnure zu z
nigen, die mir nahe stehen.“ bei Tausenden Gehoͤr fand. Hari und e
„Nein, Divara! Du sollst leben, sollst meinen Ruhm x ahermaliges:
und mein Glück mit mir teilen! Jener Junker aber hat mirl“
sein Leben verwirkt. Du wirst ihn vergeffen. Ich kenne xstrebend, so folgte Divara doch den
die Geschichte, die Dich mit diesen Leuten verbindet, aber voran— hannes Matthys ohne ein Wort de
bedenke, um eines Haares Breite wären Deine Eltern auf Erwider. »Ffröstelte sie, als sie durch die hohen
den bloßen Schein hin auf der Sparenburg gerichtet wor⸗ srhten odes alten Ordensgehäudes sogt wo
den. Der Junker aber ist schuldig — — Schuld ist hin nur selten ein Sonnenstrahl drang und daher ein
ohne Zweifel.“ niedrige Temperatur herrschte. Welch ein seltsamer Kon—
„Er ist ebenso unschuldig,“ entgegnete Divara, indem trast gegen sonst, wo die Steinfliesen —
fie ihre ganze Kraft zusammenraffte. „Wenn man ihm den saͤweren Tricten gewappneter Ritter und 55
borwirft, einen Menschen getötet zu hahen, so ist es sicher ein verzweifelndes Mädchen wankenden Schrities zur Defm
nur in berechtigter Notwehr geschehen!“ stätte geführt wurde.
„Ich bin nicht gene um mit Dir darüber zu Vor einer mächtigen enmye machtg Mat tsnes 8*
streiten — sein Urteil ist schon gesprochen — und wird und öffnete den einen Flügel, der fich geraͤnschlos in
in wenigen Minuten vollzogen!“ Angeln drehte. Die beiden Ankommenden Aaez am
Nein, er darf nicht sterben!“ mit diesem Aufschrei Eingange eines großen Saales; das Tageslicht stel rr
ank sie vor dem Manne auf die Kniee, der wieder die gedämpft durg die großen, bunten Glasfenster And erzta⸗
Arme über die Brust kreuzte und kalt lächelte, denn vor len seltsame eflexe auf dem getäfelten ** svul
wei Stunden hatte er vor der schönen Jungfrau auf den war dies der Rittersaal, wo *9 —A
Znieen gelegen und sie angefleht ihn zu erhoͤren. ihre Versammlungen abzuhalten pflegten. F
„Wenn noch ein Rest menschliches Empfinden in Eu—⸗ Divara vermochte auf den ersten Blick doch nicht gleid
rem Herzen lebt — er darf nicht sterben!“ rief Divara zu erfasfen, was sich hier abspielte, bis sich ihr Auge
abermals händeringend. das farbige Licht gewöhnt und sie den ganzen e
„Gut! Sein Schicksal soll in Deiner Hand liegen — überschaut hatte.
Du sollst über Leben und Tod entschelden! Stehe auf und „Keinen Laut, oder es ist vorbei!“ raunte Johaus
felge mir!“ Mattlhns seiner Begleiterln zu, die jetzt wie
ie eine geknickte Blume erhob sich Dirara, dabel die jämle erstarit schen

20. Kapitel.
Divara raufte verzweiflungsvoll ihr Haar; von allen
Zeiten sah sie sich verlassen und fand nirgends einen
Ancweg ans diesem Labyrinth. Der Tod allein dünkte
ihr eine Erlösung und doch konnte und durfte sie ihn jetzt
nicht herbeiwünschen, wo Kuno von Rauschenburg in so
Yrser Gefahr schwebte und vielleicht gerade sie die vom
Sdicksal bestimmte Person war, die über ihn wachen, die
ihn aus den Händen seiner Feinde noch einmal zu retten
dernochte. O, wie tröstlich wäre es, wenn sie sich ucht
in die Brust ihrer Mutter werfen und dieser ihr Leid
lagen konnte. Aber welche Scheidewand hatte die Ver—⸗
lendung zwischen ihr und ihrer Mutter aufgerichtet? Zum
LBerhängnis wurde ihr, was ihre Blutsverwandten als ein
—
wirklichen suchten.
Sie dachte jetzt nicht mehr an Matthys, sondern ihre
Vedanken waren alleine darauf gerichtet, wie sie den Pflege—
rnder — den Geliebten, retten konnte. Sie achtete nicht
un die Glockenschläge vom Turme des, Ordenshauses, die
derlündeten, wie eine Viertelstunde nach der anderen an
en zwei Stunden Vedeukzeit verfloß, die ihr Johannes
Natukys gesiellt hatte, damit sie sich entschließe, ob sie sein
Veih werden wollte. Als aber jetzt mit einem nenen
Llockenschlag hastig die Türe geöffnet wurde und Matthys
iutrat, erinnette sie sich mit Schrecken daran.
Aubannes Matthys blieb zunächst in der Mitte des
vemaches mit üher die Brust gekreuzten Armen stehen
uud richtete selnen flusteren Blick frage auf Divara.
Als diese aber schwieg un abr
gen ihn ausstredte, bega
.Sivard, aus Teiue
            
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