okales und Vermischtes.
Dudweiler, den 26. Dezember 1809.
Erinnert sei hiermit an die Einsendung des Betrages
A Eathebung von
Neujahrswünschen am Platze
amit es uns moͤglich ist, die Liste in der Syloesternummer
u veroͤffentlichen.
Kunftgewerbliches. Auf eine beachtenswerte kunst⸗
ewerbliche Leistung möchten wir unsere verehrl. Leser auf⸗
nerksam machen. Im Schaufenster des Herrn August Louis
st ein Bild „Die Bekehruag des Hubertus“ ausgestellt. Für
dunstfreunde ist das Meisterwerk ein beachtenswertes. Die
göne Umrahmung mit Hirschhornarbeit ist hler au Platze
ingefertigt.
Invalidenlohnung findet die nächfie am Dienstag, den
JZanuar n. Irs. statt.
Das erfte große Arbeiterversicherungsgefetz in
Frankreich, das die franzoͤsischen Arbeiter gegen Not und
eẽ ntbehrung im Alter sicherste Aen will, ist in der vergangenen
Woche im Senat zur Annahme gelangt. Wie in den Ver⸗
sandlungen über die Vorlage die deutsche Invaliditäts- und
Altersversichernug wiederholi als nachahmenswertes Muster
ingestellt wurde, ist die frauzöfische Regierung auch in dem
ur die Aufbriugung der Geldmittel gewählten System im
vesentlichen dem deutschen Vorbilde gefolgt. Für Beftreitung
er Kosten der Versicherung werden Staat, Arbeitgebec und
Arbeiter zu ungefähr gleichen Lasten berangezogen. Nach den
n der Senatskonmission gezebenen Berechnungen wird der
Staat im Beharrungszustande etwa 100 Millionen Fraucs,
zie Arbeitgetker rund 897 Millionen, die Arbeitnehmer rund
31 Millionen Frauct jährlich bei etva 4 Millionen Ver—
icheruugspflichtiger au Beiträgen zu zahlen haben. Die
Bersichernng ist obligatorisch gemäß dem von dem Arbeits⸗
ninister Viviani proklamierten Grundsatze, daß die Arbeiter
nur Erfüllung der Pflicht, fich gegen die Not des Alters zu
chützen, gerade vom Standpunkte der indeviduelen und der
noralischen Freiheit augehalten werden müssen. Der Ausptuch
mf die Altersrente wird mit dew 65. Leibensjahre erworben.
Von den Saargruben. Trot aller Grubenunglücke
ind trotz der vielen recht scharfen Poltzeivorschtiften, welch
ür den Grubenbetrieb erlassen sind. kommt es immer wieder
or, daß einzelne Leute in leichtsinniger Weise gegen diese
Gorschriften verstoßen. Dies Zzeigt etn Fall, welcher sich
in Bergmann auf einer Saacgrube zu schulden kommen
ließ. Derselbe war Schießmeister. Als solcher geht er aus
iner Arbeit in die andere zum „Wegtup“ der Schüfse. Den
Schießbedarf führen die Shießmeister in einem Kistchen mit
ich. Vor kurzem wurde der Bergmann von einem hoͤheren
Bergbeamten revidiect, wobei sich ergab, daß der Bergmann
zei dem Schießmaterial in der Kiste eine Tabakepfeife und
Streichhölzer in einer Schachtel mitführte. Da auf das Mit⸗
hren dieset beiden Gegenstände wegen der großen Gefahr
zie schwersten Strasen gefetzt sind, so wurbe der Mann
ofort ohne Kuündigung aus der Arbeil entlassen. Der Ent⸗
assene ist glücklicher Weife noch Junggeselle.
Einlössungszeit sür Postausträge und Posfinach⸗
nahmen. Der Zentralausschuß Berliager kaufmännischer ge⸗
verblicher und indnstriellen Vereine hat sich in einer Eingabe
in das Reichsvostamt dagegen ausgesprochen, daß versuchs⸗
veise die Einlösungszeit für Poftaufträge und Postnachnahmen
zon sieben auf drei Tage herabgesetzt wird, weil es sich bei
den Postaufträgen hauptsächlich um kleinere Gewerbtreibende
jandelt, die sich unter Umständen innerhalb der jetzigen sieben⸗
ägigen Frist die Deckungsmittel sehr viel eher zu beschaffen
jermögen, als bei einer Frist von nur drei Tagen. Ferner
van vorgeschlagen worden, für eine nochmalige Vorzeigung
der Postaufträge usw. eine GSebühr von 10 Pf. zu erheben.
AIuch hier trat der Zentralausschuß für die Beibehaltung des
zegenwärtigen Zustandes ein.
m Eingesandt. Eine allgemeine Wählerversammlung
indet am Sonntag, den 9. Januar 1910 im Saalbau zu
Saarbrücken statt. Es ist gelungen, zu dieser Beranlassung
ils Redner den Herrn Reichstagsabgeordneten De. Stre—
emann jzu gewinnen, der bereits vor 2 Jahren hier unter
dem allgemeinen Biifall der nationalibrralen Wädhlerschaft
zesprochen hat. Alle Parteifreunde werden gut tun Isich schon
etzt den Sonntag nachmittag für den Besuch der Versamm⸗
ung zu reservieren, zumal das Referat über die politische
Ldage wohl allgemeinen Interesse begegnen dürfte.
Von der Saar. Auf sämtlichen Grubeu erhielten die
nit den Rettungsapparaten eingeübten Bergleute ein Weib⸗
tachtsgeschenk von 20 Mark.
Wehrden, 27. Dez. In der Nacht von Samstag auf
Sountag wurde in der Schulstraße bei Herrn Georg Schreiner
)er Kassierer des Wasserleitungsbureaus ist, eingebrochen und
zie Gelder, welche er einige Tage vorher einkassiert hatte,
zeftohlen. Es war ein Betrag von 1400 Mark. Die diebe
rangen durch die Stalltür in die innere Raume, wo das
Beld lag. Es wurden Polizeihunde zur Stelle gebracht,
»och gelang es nicht die Diebe zu ermitteln. Daß dieselbe
nit den Verhätlnissen vertrant warer, beweist der Umstand,
»aß sie die beste Gelegenheit benutzten, als nämlich Herr
Schreiner einem Theaterabend beiwohnt. (Sbr. Voiks3)
Wustweiler, 27. Dez. Bei einem Streit in der Wirt⸗
chaft Baldes brachte gestern abend der 17 Jahre alte Berg⸗
naun Cisenbeis von Merchweiler dem erst vor einigen Mo⸗
iaten vom Rilitär entlassenen Andr. Schmeͤt aus Humes
rinen Stich in den Hals hei, der den sofortigen Tod des
Schmidt herbeifübrte. shr. Vollazta.
*zöln, 28. DTez. (Selbstmordeines Unter—
ffüziers.) Der Unteroffizier Rücler aus Biebrich,
»er bei der 7T. Kompanie des 5. westsfälischen In anterie.
Regiments Nr. 53 in Kalt diente, war wegen einer un—
orschriftsmäßigen Wachtmeldung mit fünf Tagen Arrest
hestraft worden, die er am Weihnachtsabend, am Jahresiag
seiner Verlobung, antreten sollte. Das konnte der
uunge Mann nicht über sich bringen; während eine Kom—
»anie zur Bescherung versammelt war, erschoß er sich mit—
tels einer Platzpatrone. Er hinterließ ein erklärendes
Schreiben und Briese an seine Mutter und seine Brat
Fine Untersuchung ist eingeleitet.
* Königswinter, 28. Dez. (Werurteilte Ver—
eumderin,) Der Besitzer der Drachenburg, Rechts—
inwalt Dr. Biesenbach, war von der Schwägerin
»es s. Zt. zu Paris verstorbenen Barons von Sarter, des
krbauers der Drachenburg, Frau Sarter aus Beuel
»ei Bonn, in dem hiesigen Eisenbahnstationsgebäude öf—
entlich bezichtigt worden, ein Testament des Barons von
Zarter bei Seite gebracht und Silbergeräte aus dem Nach—
aß desselben sich zu seinen Gunsten angeeignet zu ha—
sen. Wegen dieser Aeußerungen wurde die Frau Sar—
ter von dem hiesigen Schöffengericht zu einer Geldstrase
von 300 Mark und in die Kosten der von Dr. Biesen—
bach gegen sie erhobenen Priyat-Boseidigungstlage ver—
145114
Bonn, 28. Dez. (Zzug entgleist.) In vergan—
ener Nacht kurz nach 124 Uhr entgleiste im hiesigen
*llerbahnhof, wahrscheinlich infolge Versagens der Weiche
in Motorschnellzug der Rheinuferbahn. Ein Gymnasias
on hier erlitt einen Beinbruch und mußte in die Klinit
ebracht werden. Ein anderer Reisender trug eine Bein—
netschung, einige Personen geringere Verlezungen und
dautabschürfungen davon. Der Verkehr ward an der Un—
allstelle heute Vormittag durch Umsteigen aufrecht erhal⸗
en; mittags war der Betrieb wieder in Ordnung. der
Naterialschaden ist nicht bedeutend.
*Goch (Niederrhein), 28. Dez. (Ein Geschenk des
daisers.) Der Bürgermeister überbrachte der Witwe
Baumann, die am 12. d. M. ihr 101. Lebensjahr vollen⸗
dete, 200 M. als Gnadengeschenkt des Kaisers. E
Horst⸗ mscher, 28. Lez. GGer giftetes
zheissch.) Nach Genuß von Fleisch erkrankte in der Nach
argemeinde Horst an der Emscher eine aus drei Perjso—
ien bestehende Bergmannsfamilie lebensgefährlich.
s*Essen, 28. Dez. (Zug-Attentat. Bei Duis
urg wurde wiederum auf einen Eisenbahnzug ein Schuß
bgegeben. Die Fenster eines Abteils wurden durch
chossen. Verletzt ist niemand.
'* Fraukfurt a. M., 28. Dez. Bestohlene Bahn—
a sssse Nachts wurde in der Eilgutkasse auf dem Eil—
süter⸗-Bahnhose eingebrochen und eine Kassette mit 700
Nark gestohlen. Die leere Kassette wurde in einem Gar
on in der Nähe des Eilgüterbahnhofes gesunden. Des
Diebstahls verdächtigsist ein Assistent, der auf der Eilgut
asse befschäftigt war Er wurde verhastet.
* Mannheim, 28. Tez. (SSelbst mord im Ge
ängnis.) Im Amtsgefängnis nahm sich in der ver
lossenen Nacht der Aroeiter Wilhelm Welker, der am 2
Feiertag bei einem Wirtshausstreit einen jungen Burscher
urch sechs Messerstiche lebensgefährlich verletzt hatte, durch
ẽ7ẽ7cthängen das Leben.
* Kaiserslautern, 28. Dez. GGisenbahn-Un—
al I.) Wie die „Pfälzische Presse“ meldet, stieß auf der
5tation Neu-Hemsbach eine Nachschubmaschine auf den letz
en Wagen eines mit Militärurlaubern besetzten Zuges
3 Soldaten erlitien leichte Kopfverletzungen. Der Ma—
erialschaden ist unbedeutend.
*Nürnberg, 28. Dez. (GWerhafteter Heirats—
chwindler) Die hiesige Polizei verhaftete in der
berson des verheirateten Kaufmanns Freiherrn v. Stem
zel aus Schottenhof in Rußland einen Heiratsschwind
er, der für eine Immobilienzeitung verschiedene Gegen
en Deutschlands als Annoncensammler bereiste. Außer
hotographien wurde bei ihm eine große Anzahl Briesfe
orgefunden, aus denen hervorgeht, daß er auf seinen
steisen mit weiblichen Personen in Verbindung trat, de
ien er unter dem jalschen Namen Erwin von Fellow
ie Heirat versprach. In der Regel reichte er auf Hei—
atsanzeigen Angebote ein oder er setzte selche Gesuche in
ie Zeitunzen. Besonders hatte er es auf Witwen und
üngere Mädchen abgesehen, denen er Geld zu entlocken
vußte. Aus der Wurzburger Gegend hatte er ein 19jäh
iges Mädchen nach Nürnberg verschleppt; es besteht der
Jerdacht, daß der Verhaftete auch Mädchenhandel getrie
en hat
Affäre Hofrichter. Wie verlautet, wurden in der Vin
er Wohnung Hosrichters verschiedene Gegenstände be—
hlagnahnit, die für den Angeklagten belastend sind. Auch
oAl hinsichtlich der noch offen stehenden Frage, auf welche
Seise er sich das Cyankali verschafft haben könnte, eine
bichtige Spur gefunden worden sein. Hofrichter soll mit
er Frau eines Apothekers in Beziehungen gestanden
aben
Noch gut abgelaufen. In der Nähe von Admonm
ind ein Felssturz statt, in dem Moment, als ein Per—
onenzug heranronlte. Die herabstürzende Masse beschä—
igte die Maschine, sodaß der Zug halten mußte und ersi
son einer Hilfsmaschine weiter befördert werden konnte.
Kerletzt wurde niemand.
Leopolds Nachlaß. Zwischen den Advokaten der
rei Töchter des verstorbenen Königs Leopold und den
eiden Testamentsvollstreckern, den Baronen Goffinet, fand
ine Zusammenkunst statt. Es stellte sich heraus, daß
llein der Aktienbesitz, den der König seinen Töchtern hin
erließ, statt 15 Millionen 18 Millionen betrug. Aus den
erklärungen der beiden Barone Goffinet ergab sich, daß
nindestens insgesamt 40 Millionen den drei Töchtern zur
Lerfügung stehen. Es ist jedoch als sicher anzunehmen,
»aß noch weitere bedeutende, vorläufig unauffindbare
zummen vorhanden sind.
Vierfacher Mord. Der Pächter Evrard des eine
zalbe Stunde von Spa entfernten Restaurants de la
Zauveniere, seine 30jährige Frau, sein 24 jähriges Kind
ind Evrards 70jährige Mutter wurden durch Arthiebe
rmordet und beraubt aufgefunden.
Giftmischerin. In Paris wurde eine Angestellte des
Louvre⸗Warenhauses namens Bouret verhaftet. Bei ihr
vurden verschiedene Giftstoffe gefunden, die den Verdach
rwecken, daß sie aus Rache einer Familie Doudieux Nä—
chereien hat zukommen lassen, die sich als vergiftet er—
viesen. Kürzlich nahm ein Gast dieser Familie, ein jun
ler Opernsänger, von Migräne geplagt, eine Dosis aus
iner angeblich mit Antipirin gefüllten Schachtel. Wenig
ztunden später starb er, ohne daß die Todesursache fest—
zestellt werden konnte. Die Leiche wurde zur Unter
uchung erhumiert. Das angebliche Antivirin stammt von
»er Braut.
Wegen Spionage verhaftet. Aus Epinal (Frank.
eich) wird gemeldet: Die Polizei verhastete unter den
zerbacht der Spionage einen Deutschen, der zwei ehema—
igen Fremdenlegionären den Vorschlag machte, mit ihm
n das Arsenal einzudringen, um sich in den Besitz eines
Gerschlußstücles des 75 Millimeter-Geschützes zu setzen.
Angriffe auf Schulkinder. Die Blätter berichten
iber neue Angrifie des als Nonne verkleideten Menschen
iuf Kinder. Er macht hauptsächlich die Gegend von Cai—
es unsicher. Dienstag sind zwei neue Anagriffe auf Kin—
ver erfolgt.
Kontrolle der Fremden in Petersburg. Die in
Petersburg ankommenden Fremden werden von jett ab
iner besonders strengen Kontrolle unterworfen. Sie müs
en der Polizei sofort gemeldet werden, widrigenfalls sehr
johe Geldstrafen und Gefänanis bis zu 3 Mnaten ver—
zängt werden.
Russisches. Durch die Massenverhaftungen von be—
rügerischen Intendanturbeamten in Moskau sind qlee
Affiziers Arresiloka!'e überfüllt. Tie Zauptwache im Kreil
vird renoviert, um einen Teil der Verhafteten dort un—
erzubringen. Unter den Verbafseten besindet sich der Oberst
hiers. der Intendanturcher Moskaus
Sie hatten sich — Gott sei's geklagt! —
Die Wahrheit wieder mal gesagt.
„Weißt du“ spricht höhnisch er und lacht
„Woraus ein Weib, wie du gemacht?
saimm zehn Gramm Stolz und Eitelkeit
zwei volle Häude Sucht nach Streit,
Das nötge Quautum Flatterfinn
Und stell das Zeug ein Weilchen hin.
Tropf Bosheit zu (nicht Jalzuvlel)
Ad libstan omahlensvie
SEm rüchtiget Maß Jaloni quenz
Und schüttle um mu Behemenz.
Dann hast Du, ihh verfich're Dich,
D Ebaespoust, Dein wertes Ich!“ —
Die Gattin hoͤrt ihn schmunzelnd an.
„Jetzt rat' ich bloß, mein lieber Mann,
Schütt drei Graum Grobheit noch dazu,
Und was daun fertig wird — bist Du!“
Acsegramume.
* Stuttgart, 29. Dez. Der Gesehentwurf betreffen
die Einwirkung von Armenunterstützung au
öffentliche Rechte ist im Druck erschienen. Er überträgt
dem Wunsch des Reichstages und des Landtages entspre
hend, die Grundlagen, die durch das Reichsgesetz von
15. März 1909 für die Einwirkung von Armenunterstügz
ing auf öffentliche Rechte im Gebiet der Reichsgese zge—
uing eingefühtt worden sind, soweit sie nicht schonin
Württemberg Geltung haben, auch auf Württemberg.
Madrid, 29. Dez. Die Entdeckung von zehn leere
Bomben und einer Granate im Kellerraum des Haufe
18 der Salvastraße in Barcelona und die Verhaftung er
nes Ofensetzers, der dort gewohnt hat, wird als die Auf
findung der Spur des Urhebers der katalonischen Terrs
ristentaten bezeichnet; es dürfte sich jedoch nur um
alteres vergessenes Bombenlager handeln.
Konstautinopel, 29. Dez. In der Antwort autf be
letzte Note der Kretamächte, die in Vorbereittge
und in den nächsten Tagen versandt werden soll, bed
die Pforte auf ihrem fruͤheren Standpunkte.
New⸗VYork, 29. Vvez. Eine Konferenz der Weichea
fteller mit den Leitern der nordwestlichen Bahnen ist
lolglos geblieben. Die Arbeiter drohen mit dem Gen⸗
r a 4 t xcit. —— Xe — J——— —
Boag, 28. Dez. Gestern nachmittag legte der verhaftet:
Bahnasfiftent Zeid ein Geständnis ab und gob zu Protokoll
daß er die Ueberführung des Gllterzuges 351 vollftändig
vergessen habe. Schon wäarend der Bergung der Verun—
zlüuckten war es aufgefallen, daß man bei ihnen fast kein—
dusweispapiere und Fahtkarten und nur geringe Seidbeträge
vorfaud. Die Staatsanwaltschaft neuerdings bestinimte An—
jaltspunkte, daß während der Bergungsarbeiten den Ver
—AC
ind Geld⸗ und Einschreibesendungen des Postwagens ver
hwunden.
London, 28. Dez. Infolge der großen Ueberschwem
mungen in Spauien löste sich von dem Gebitge bei den
Dorfe Varca de Valderras en mächtiger Felsblock los, der
donnernd in die Tiefe stürzte und von dem Dorfe sieber
Häufer fowie die Kirche zertrͤmmerte. Dabei wurden naë
iner Madrider Meldung 26 Versonen getötet
Die Arbeiten und Lieferungen zum Vau eines
Wasserbehälters für den Schiedenbornschacht des Berg
werks Dudweiler sollen vergeben werden, und zwar
Los 1: Erd⸗, Maurer⸗ und Steinmegarbeiten, einschließlich
Lieferung der Materialien.. .. (0545) 4
Los 2: Schmiede⸗ und Eisenarbeiten... (0,20) 4
Die besonderen Bedingungen und Angebotsvordruck-'önnen
auf dem hiesigen Bauwerkmeisterbureau eingesehen
ind auch gegen Erstattung der oben in Klammern ange—
zebenen Selbstkosten von dem Baubureau — nicht von
der Kasse — bezogen werden.
Angebote sind bis Donnerstag, den Ja. Januar
910, abends 6 Uhr, bei der unterzeichneten Kasse
zinzureichen, wo die Eröffnung derselben am Freitag
den 14. Januar 1910, vormittags 1I1 Uhr, staß
inden wird.
Zuschlagsfrist bleibt vorbehalten.
—
Grube Dudweiler, den 27.3Dezember 1909.
*
Könialiche? Grubenbetriebskafse
Das Vergnügen mußz ich teuer bezahlen!
Der Ball war ja schön und ich habe viel getauzt —
aber dann die Erkaliung auf dem Heimweg! Nun
lieg ich seit drei Tagen herum und kann kaum atmen
Jetzt endlich hab ich mir Fays achte Sodener holen
lassen und die erste Paftie geyommen und sie hab
*wir gut getan. Meine Freundin sagt, die helfea ihr
immer, wenn sie erkältet ist, und sie hat immer Fayt
achte Sodener im Haus. Uns die weiß schon was out
ist. Fays ächte Sodener Mineral-Pastillen sind ir
jeder Apotheke, Drogerie und Mineralwassechandluno
zum Preise von 85 Pig. pro Scachtel erhältlich.
m Preie n α— e,yh⏑,
Bekanutmachung.
Sämtliche in der Bürgermeisterei Dudweiler wohnenden. in
Jahre
und früher geborenen männlichen Personen, letztere insower
eine endgültige Eatscheidung über ihr M.litärverhältnis noch
nicht ergangen ist, werden auf Grund der deutschen Wehroid⸗
aung hiermit aufgefordert sich in der Zeit
vom 16. Januar bis 1. Februar 1910
auf dem Buürgermeifteramt, Zimmer Ar. 16 nund zwar erttere
venn sie nicht im hiesigen Standesamisbezitk geboten sind
unter Vorlezung des Geburtsscheines und letztere unter Vor⸗
zeichung ihres Losungsscheines, im Verhinderungsfalle durch
bre Eltern. Vormunder, Lehrherrn niw zur Rekrutierungs-—A
Wer die vorgeschriebenen Meldungen zur Stammrolle oder
zur Berichtigung derselben unterläßt, verfäͤllt in eine Geld⸗
sttrafe bis zu 30 Mark oder Haftstiake bis zu 3 Tagen
Außerdem können solche Militärpflichlige als unsichere
Heerespflichtige vorzugsweise eingestellt werden.
Im eigenen Interesse der Milttärpflichtigen ersuche ich
dle Seburts⸗ und eventl Daplikat-VLofungsscheine sofort zu
beschaffen und die Anmeldung zut Stammtolle aleich nad
dem 15. Janucr zu bewirlen.
Dudmeiler, den 27. Dezember 1909.
Der Buͤrgermeister J o st.
AV
Konnen Sie sich zu Silvester machen, wenn
Sie sich Ihren Grog oder Punsch aus
— 5
„Or. NMellinghoff Esssenzen
bereiten. Sieę sind erhaltlich in Flaschen à 78 Pf.
v In Dudweilor hbhoai Rarl Anler. Droger'i—