Full text : Dudweiler Zeitung

Cokales und Vermischte⸗
Dudweiler, 8. Februar.
* Maßnahmen gegen schlagende Wetter. Auf den kgl
Zruben werden augenblicklich Versuche mit einer Ecsindung
er sogenannten „Duse“ gemacht, die das Ansammeln des
rock enen Kohlenstaubes, der die schlagenden Wetter verursacht,
jerhütet. Die Versuche mit diesen Dülen, die in das Be—
ieselungsnetz eingebaut werden, haben bis jetzt die besten
Erfolge gezeitigt. Man gedenkt nach der „Inform.“ die Er—
induug noch einige Zeit zu erproben, um sie dann auf allen
iskalischen Gruben zur Einführung zu bringen.
F Gesundheltsbestrebungen für die schulentlassene Jugend.
Auf Anregung des Kaisers beschäftigt sich das Staatsmini—
terium seit längerer Zeit mit der Ftage, wo die schulent—⸗
afsene männliche Jugend am zweckmaͤß gften vor Verwilder⸗
ing zu bewahren, vor staatsfeindlichen Einflüssen zu schützen,
uind für eine gesunde Lebensauffassunz zu gewinnen sei. Daß
ie Lösung dieser außerordentlich wichtigen Aufgabe nur
urch positive Maßnahme möglich ist, hat der Ecfolg der
u“turellen Wohlfahrtspflege in Oberschlesien bewiesen, wie
ie in der Denkschrift der Regierung zu Oppeln hierüber
vorbildlich behandelt worden ist. Es hat sich nun auch im
Staatsministerium die unbestrittene Meinung gebildet, daß
ver einzuschlagende Weg sich nur in der entsprechenden
Ausbildung des Fortbildungsschulwesens und in der Zusam—
nenfassung der Jugend in freien Vereinen zur Pilege von
Zpiel, Sport, Leibes-⸗ und Waffenübungen b'eete. Reiche⸗
anzler Fuͤrst Bulow hat sich in einem Erlaß vom 15. d.
M. bereit erklärt, die Einführung geregelter körperlicher
lebungen in den Plan der Fortbildungsschulen bei allen
eutschen Bundesre gierungen zu empfehlen. Vom preußischen
dultusministerium ist dann, zu Händen des Abg. von Schencken⸗
jorff, der nachstehende, sehr erfreuliche Bescheid ergangen:
Berlin, 19. Januar 1909. Euer Hochwohlgeboren spreche
ch für die im Auftrage der Deutschen Turnerschaft, des
Jentralausschusses zur Förderung der Volks- und Jugend⸗
biele in Deutschland und des Deutschen Turnlehrer⸗Vereins
rfolgie freundliche Uebersendung der Denkschrist wie des
Aufrufes, berreffend die Notwendigkeit einer geregelten Kör—
erpflege für die Jugend des Volkes im 14. bis 18 Lebens⸗
ahre, meinen verbindlichsten Dank aue. Mit den Unter—⸗
eichnern des Aufrufes sehe ich in der Pflege gesunder Lei⸗
»esübungen ein hervorragendes Mittel zur Erhaltung und
Steigerung unserer Volkskraft. Scit Jahren ist es daher
Begenstand ernster Füriorge der Unterrichtsverwaltung, durch
inen moͤglichst anregenden Betrieb Turnen, Bewegungsspiele,
Schwimmen usw. der Jugend zu einem aus die Schulzeit
berdauernden Bedürfnisse zu machen. Sie will hierdurch,
owic nach Möglichkeit auch durch unmittelbare Einwirkung
zuf die schulentlassene Jugend, dazu beitragen, daß die regel⸗
väßige Uebung und Kräftigung des Körpers durch Tuunen,
Spiel und gesunden Sport allmälich wieder zu einer all⸗
zemein und gern geübten Volkssitte wird. Ich begrüße aber
zie Bestrebungen, wie sie in dem von Eurer Hochwohlgeboren
nitgeteilten Schrifistücken zum Ausdruck gelangt sind, aufs
värmse und werde ihnen, soweit die vorgeschlagenen Mittel
sdievlic erscheinen. gern Förderung anagedeihen
assen.
8 Gegen Reisende, die auf Personen und Eilzugfahr⸗
arten in Schnellzügen ohne Zuschlagkarte reisen, soll nun⸗
nehr scharf vorge gangen werden. Die Elsenbahndireltionen
aben eine entsprechende Verfügung erlassen, in der es heißt:
Nachdem nunmehr bald 2 Jahre seit Einsührung der Per⸗
onentarifreform verflossen sind, kann angenommen werden,
aß die durch sie eingeführten Neuerungen sich bei dem Publi⸗
um eingelebt haben und daß es den Reisenden richt mehr
ainbekannt ist, daß die D und Schnellzüge nur gegen einen
Zzuschlag benutzt werden dürfen. Bei dieser Sochlage liegt
veiterhin kein Anlaß vor, Reisenden, die ohne Schnellzug—
arten in Schnell⸗ oder D-Zügen Platz nehmen und dies
nicht sofort, d, h. unaufgefordert, dem Schaffner anzeigen,
nit besonderer Rücksicht zu begegnen.“. Es sollen in di sem
Falle von jetzt ob stets 6 Mark Strafe erhoben werden.
F Von jetzt ab wird auf allen Stationen der Strecke
doblenz-Köln das Abfahrtzeichen der Zuge nicht wmehr durv
»en Zugführer, sondern mittelst des Kommandostabes vom
iensihabenden Stationsbeamten direkt dem Lokomotivführer
zegeben. Trotz bereits korstatierter mehrfacher Unregelmäßig.
eiten, die durch die direkt erteilte Absahrterlaubnis entstan—⸗
den sins, werden die Versuche mit dem Kommandostab immer
och fortgesetzt. Wenn dadurch irgendwelche Etsparnisse im
Getriebe gemacht würden, hätten wir ein Verständnis dafür,
o aber geschehen die Versuche lediglich, um einen etwas ge—
äuschloseren Berrieb zu belommen. Das Pfeifen des Zug—
ührers sommt event in Wegfall.
*Dresden, 6. Febr, Aus allen Gegenden Sachsens
aufen noch fortgesetzt Unglücksnachrichten über Hochwasser
in In Hammer-Unterwiefental sind ihm zwei Erwachsene
ind ein Kind zum Opfer gefallen, die von einem zusammen⸗
türzenden Hause erschlagen wurden Bis jetzt sind in Sach⸗
en 7 Personen durch die Flut umgekommen. zahlreiche an—
ere sind verletzt.
E) Trier, 6. Febr. Die bekannte 500 Jahre alte Kirche
u dem Wallsahrtsorte Clausen droat einzuftürzen. Durch
Stürme und Blißschläge ist der Turm gespalten. Die
Kisse sind zwar notdürftig mit Mörtel geschlossen, aber
durch den verschobenen Truck iit die aanze Nordoitseite
Jeführdet.
E Dortmund, 6. Febr. GGBWergmannslos.) Durch
ine Schlagwetter-Explosion wurden auf Zeche Maximi—
ian bei Hamm vier Borgleute getötet und drei verletzt.
) Witten, 6. Febr. GGine menschliche Be—
tise) Die schreckliche Mordtat, die an dem Knecht M.
Broich verübt worden ist, hält die Bewohner immer noch
inm großer Aufregung. Die Leiche, die Arbeiter vom
Lrengeldrazer Hofje sanden, war schredlich zugerichtet. Die
Eingeweide waren förmlich herausgerissen. Broich traf
mirt dem Knecht Warczewski zusammen. Die Beiden be—
er mehrere Wirtschaften, und auf dem Wege zum
rengeldrazer Hofe vollführte dann Warczewski das ver—
derbliche Verbrechen. Nach der Tat leagte er sich ruhig zu
Bett und schlief bis zum anderen Morgen. Unter den
Reugierigen, die sich am Tatort die Leiche des Ermor—
deten anfahen, war er der erste. In seinem Zimmer
jand man die blutbesudelten Kleider und das Messer.
() Bonn, 6. Febr. EErtrunken.) Bei Rech ist
das Ehepaar Kirschbaunt aus Bühlingen, das auf ab—
cutichendes Gelände geraten war, in die Wied gestürzt
and ertrunken. Die Leichen konnten noch nicht ageborgen
merden.
E) HBomburg, 6. Febr. (MMondregenbogen.)
das seltene Naturschauspiel eines Mondregenbogens konnie
nanu Freitag abend von 6 Uhr an einige Stunden lang
ner beobachten. Während im Osten der Mond in hel—
em Licht erglänzte, spannte sich im Nordwesten, wo
unkse Wolken standen, ein Regenbogen in den bekann—
vn Syeftralfarhen ühper das Taunusdebie

*Pulver⸗Explosion. Aus Belgrad wird berichtet:
Ir der Schteßpulversabrik von Leskowac erfolgte eine
xaploefion, bei der 4 Personen ums Leben kamen.
* Vestrafte Mißhandlung. Das Landgericht in Dres.
en verurteillte die Kaufmannsfrau Anna Geber wegen
MNißhandlung ihres 14jährigen Dienstmädchens zu s000
Dark Geldjtrafe.
*Gräfin mit Bomben. Auf dem Bahnhofe in Feld—
tirch werhaftete die Polizei eine aus der Schweiz kom—
mendbe angebliche russische Gräsin, weil sie Bomben und
rengstoffe mit sich führte.
*Eisenbahnräuber. Siebzehn maskierte Röuber über
ielen die Eisenbaynstation zu Wladiwostok. Die Wacher
wurden entwaffnet und drei feuersichere Shränke erbro
ven. Die Ränber entkamen mit dem geraubten Gelde.
Wom Werlter—,

Die Verheerungen, die das Hochwasser im mittleren
und östtichen Deutschland, Schlesien und Böhmen, sowie
in niederoviterreichischen Landesteilen anrichtete, sind äu—
zersi groß und die Hioosposten von Ueberschwemmungs—
datostrophen lassen noch nicht nach. So wird aus die
zerlahnstein gemelde!: In Ems sitehen die Anlagen unten
Vasser. In der Stadt Rassau ist das Postant in Ge—
ahr. Oberndorf isi gänzlieh unter Wasser gesetzt, der
bahndanim ist zerstört. — Aus Graz wird gemeidet, daß
urch das plößtzlich eingetretene Hochwasser viele Ortschaf
en Steiermarks und Oberösterreichs gefährdet sind. In
kErnsttal sind drei Personen durch Lawinen verschütien
vorden' Mehrere Kommissare sind vom Minister der öf—
entlichen Arbeiten zur Untersuchung der durch das Hoch—
vafses an den Eisfenbahnstrecken im westlichen und mitt
eren Deutschland herbeigeführten Beichädigungen ent
'andt worden.
Hameln, 6. Februar. Veim Hochwasser der We—
er sind zwei Schleppfchifse mit Getreide und Jute bela—
zen untergegangen.
Marburg, 6. Febr. Die neue Lahnbrücke
hei Roth ist durch Hochwasser demoliert worden.
Wien, 6. Februar. Noch immer laufen aus Böh—
nen und Oberösterreich alarmierende Meldungen über das
dochwasser ein. Ueberaus ernst ist die Lage im Gebiet
»on Brüx, Eger, Pilsen und Karlsbad. Es herrscht fort—
vährend regnerisches Wetter.
London, 6. Febr. Bei einem heftigen Sturm,
zer in der Nordsee herrschte, schlugen bei Flamborough
in der Ostküste von England die beiden Fischerboote „Two
tzrothers“ und „Gleaner“ um, als sie eben in den Hafen
inlaufen wollten. Sechs Fischer ertranken. Auch bei
kedcar an der Küste von Horkshire gingen zwei Fischer—
zoote unter und alle darauf befindlichen Fischer kamen
tnis Leben. — Infolge des heftigen Strmes kenterte in
Ddiemen, unweit Amsterdam eine Fähre, die mit Fabrik—
irbeitern besetzt war. 9 Arbeiter ertranken.
Keine Heirat mit Negerinnen. Mit 18 Jahren
bestngnis muß ein Bürger des Staates Virgina dafur
khenn, daß er, im guten Glauben, daß in seinen Adern
uch ein Tropfen Negerbluts flösse, eine schwarze Jungrau
 freite. Er versiel dadurch dem Staatsanwalt, der
hu wegen Verletzung des in 28 Staaten der Union be—
ehenden Gesetzes aullagte, nach dem Angehörige der
eißen Rasse sich keiner Person mit Negerblut vermäh—
m dürfen. Troß des Irrtums, mit dem sich der Ange⸗
legte entschuldigte, wurden veide Edeleute zu je acht
ehn Jahren Gesängnis verurteilt.
Der euglische Geheimmittelschwindel. Der in der
Berliner Morgenpost aufgedeckte Geheimmittelschwindel W.
sertts alias „Professor Raxim“, alias „Professor Keils⸗
borvey“, alias „Prosessor Tokal“ wird am Dienstag die
Strafkammer des Landgerichts 1 beschäftigen. Seytt
——
Lehörbrillen, Asthniapulver, Haarfärbemittel, Mittel ge—
en Herzleiden, Rheumatismus, Magerkeit und alles moög—
iche andere Zeug zu einem Pre'se, der das hundertfache
hres Wertes überstieg. Als Zentrale fungierte der „Sa—
an Warenversand, G.em. b. H“, Krausenstraße 30. Scot⸗
si seinerzeit verhaftet, aber noch Seellung einer Kautior
»on 100 000 Markt leider wieder auf freien Fuß gesetz
vorden. Sein Gewissen mußte wohl ein sehr schlechtes
irwesen. sein, denn er ließ, wie damals vorausgesaat war,
ie 160 0000 Mark an die Staatskasse verfallen und ver—
nstete nach dem Ausland. Er hält sich jetzt in New—
Herk auf, von wo aus er mit aller Gemütsruͤhe mit der
Berliner Staatsanwaltschaft in Korrespondenz getreten
st. Daß Scott den Verlust der 100 000 Wark ohne wei⸗
res verschmerzen konnte, erklärt sich daraus,. daß seid
Geschäft“ einen Umsatz bhon weit über 2 Millionen M.
atte. Das gegen Scott eröffnete Betruasverfahren wurde
ingestellt, dagegen wurde gegen ihn das objektive Ver—
ahren in Gemäßheit der Paragraphen 40 und 42 St—
8.8B. eingeleitet, in dem es sich lediglich um die Ent—
iekung und Vernichtung der s. Zt. von der Kriminai—
alizei beschlagnahmten kolossalen Wareworräte handelte
der an den eigentlichen Betrügereien des S. unbeteiligte
rühere Geschäftsührer Durlov steht außerdem unter der
Inklage der verinchten Verleitung zum Meineide. Er be
treitet entschieden, sich dieses Vergehens schuldig gemacht
u haben. — Das Urteil, welches nunmehr verkündet wor—
n ist, lautete gegen den der versuchten Verleitung zum
Reineide angeklagten Prokuristen Durloo auf drei Mo—
iate Gefängnis, die durch die erlittene Untersuchungshafft
»Ie verbüßt gelten. Das Goricht nahm nur Beguüͤnftig.
ig an

m
Hof und Gesellschaft
**Wie verlauter, steht die Publikation der Verleihung
des Grafentitens an den General-Intendanten de
döniglichen Schauspiele, von Hülsen, vevor. Her
»on Hülsen wird als Graf von Hülsen-Haeseler den Na
nen weiterführen, der seinem vor kurzem verstorbenen
Bruder, dem Generalllabschef, verliehen wurde. Der neu—
iraf von Hülsen-Haeseler ist noch unverheirarer.
** Expräsident Castro bleibt bis Ende dieses Monats
u Berlin, um *anun nach der Riviera überzusiedeln.

Heer und Flotte
— *z; Das neue Militärlhuftschiff 2, das au—
jenblicklich beim Lustschifser-Bataillon Reinickendorf ge—
aut wird, ist soweit vollendet, daß seine ersten Ueb—
mgssahrten im Lause des Monats Mai zu erwarten
ind Der neue Ballon ist genau wie das Miilitär-Luft—
chiff 1 gebauf

Humoristiscehe Ecke
Kühne Behauptung. Norvpolfahrer (erzäh—
cib): ... Da hockten wir nun auf dem Eise; inmer
älter wurde es, und noch immer war nichts von unse—
een Gefährten zu sehen — wir saßen wie auf Kohlen!“
Auch ein Pferdekundiger. ‚Militärpflichti—
gee „Hohe Kommission bitte c mich zur Kavallerie zu
chreiben!“ — General: „Sind sie denn ausm pferdekundig?“
— Militärpflichtiger: „RAa natürlich — wir haben ja eine—
Wuüurit-Fahritt“

Neueste Nachrichten und Telegramme
* Beriln, 6. Febr. Generalintendant von Hulsen wurd
beim letzten Hofball vom Kaiser die landesherrliche Genehm g
ung ertellt, sich Graf Hulsen-Häseler zu nennen.
* Lanterbach, 6. Febr. Ein g8jähriger Knabe stürzte in
die Hochwesser sührende Lauter und ertrank.
* Wiesbaden, 7. Febi. Der 17jährige Uhrmacherlehr—
ling Kohl von hier war mit Goldsachen und Ringen in
Werte von 4500 Mark, die er sich zur Auswahl für seinen
Prinzipal hatte geben lassen, verschwunden. In Bern wurde
er durch die dortige Polizei verhaftet. Was sich von den
erschwindelten Wertsachen in seinem Besitz noch befand, konnt⸗
hisher nicht festgestellt werden.
* Brünn, 8. Febr. Nach den bigher hier eingelaufenen
Meldungen sind in Mähren bei der jetzigen Hochwasserkata—
trophe im ganzen 7 Personen ertrunken.
*Dortmund, 6. Febr. Das heutige Unglück auf Zech
„Maximilian“ wurde durch eine mächtige Gaseruption aus
einem im Querssblege durchfahrenden Kohlenflöze hervorge⸗
rufen. Die Gase, die sich nicht entzundeten, schleuderten
tolossale Mengen Kohle fort, durch welche die verunglückten
Arbeiter verschüttet wurden.
* Amsterdam, 6. Febr. Gestern Abend brachte der
Sturm beim Diemen eine Fähre, die mit eima 20 Arbeitern
besetzt war, zum Kentern; act Männer ertranken.
* Ziegenrück, 6. Febt. Aus unaufgeklärter Ursache ex⸗
olodierte hier eine Kesselanlage, wobei der Besitzer urd seine
Frau lebensgefaͤhrlich verletzt wurden.
* Londou, 8. Febr. Daily Telegtaph meldet, daß der
dafen Rosyth schnellstens zu einem Kriegshafen umgebaut
verden sod. Die Submission soll in den nächen Tagen
rusgegeben werden. In den nächsten Tagen soll ein Mi—
nifterrat abgehalten werden, der sich mit den Bau von seche
zriegsschissen befassen soll.
* Rewyork, 6. Febr. Aus Newport News wird berichtet
Das Schlachtschiff „Delaware“, das größte amerikanische vor
—XX
srängung. ist heute om Stapel gelaufen. Die Länge beträgt
154, die Breite 32 Meter, Es ist cines der vom Kongrefß
zewilligten vier Schwesternschiffe. Die andern Schiffe heißen
Florida. Utah und Norih Dakota

Wien, 8. Febr. Ministerpräsident Bienerth iß
vom Kaiser in einstündiger Audienz empfangen wor—
den. Am Samstag wurde auch der böhmische Landtag
nfolge kaiserlicher Ermächtigung geschlossen; dadurch er—
ischt auch die Immmität der böhmiichen Landtagsabge
»Sneten.
BVern, 8. Febr. Der deutsche Gesandie überreichte
odrn Bundespräsidenten die neue Antwortnote der
Reichsregierung betressend den Mehlzollkonsikt. Der In
halt dieser Note wird als eine teilweise Annäherung an
den schweizerischen Standpunkt hinsichtlich der Formulier
ung der Streitfrage zu Händen des Schiedsgerichts auf
gejßt.
*Paris, 8. Febr. Aus Libreville wird gemeldet, daf
hei dem Kampfe am Tiadsee, der jüngst zwischen fran⸗
sischen Koloniattruppen und Eingeborenen stattgefunder
jat, auf französisehtr Seite 12 Schützen getötet worder
eien. Die Folgen dieser Schlappe seien umso ernster, als
unter den Mohammedanern Zentralafrikas eine religiös
ianatische Bewegune ausgebrochen sei.
* New⸗-York, 8. Febr. Das Unterhaus der Legisla
tur von Newada nahm die Bill an, derzufolge die Land
erwerbung seitens der Asiaten ausgeschlossen ist, indesse⸗
dürfte der Senat sie ablehnen

Vekanntmachung.
Der Haushaltsplan der Gemeinde Dudweiler für 1909
liegt gemnäß 8 89 der Rheinischen Landgemeindeordnung
vom 23. Juli 1846 bezw. 15. Mai 1856 vom 9. d. Mts.
biae einschl. 22. d. Mts. im Rathaus Zimmer Nr. 8 zus
Linsicht der Gemeindemitglieder und der Forensen offen
Dud weiler, den 7. Februar 1909.
Der Bürgermeifter Jeo st

Zur

2
E
oison
empfehle mich bei Bedarf zur Ausführung
ganzer Bauten,
Fertigstellung des Rohb aues sowohl wi⸗e
auch schlüsselfersige Herstellung.
Ferner übernehme alle sonstige Bauarbeiten
wie auch
Reparaturen.
Kostenanschlaäge fertige bereitwilligst an
— p d
Frih hild, Banunternehmer,
Dudweiler.

ztücke, Reden, Prologe,
Theater⸗ Vorträge mit und ohne
Gesang fur Rrieger⸗
Turn, Feuerweht, Radfahrer, Gesang und
Uergnügungsvereine.
G. O. Uhbse, Berlin 0. 27.
Griͤmner Weg 95.
Auswahlsendung. UVerzeichnisse umsonst und frei

—

α 4
* 7 * ———
778— 2 *
            
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