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Justrnmental Verein Dudweiler.
Am 1. Weihnachtsfeierlage abends 8 Uhr findet be
Fritz Reiter großes
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tatt zuseflüührt von der gesammten Kapelle unter Leitun
hres Di rigenten.
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zarten sind im Vorverkanf zu hahen bei Fritz Reiter und sämtlichen
Musikern.
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Am 1. Weihnachtsfeiertage abends 7.30 Uhr findet in Lok—
Zalentin Valdes (Büch) eine
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Weidrath —VV eineernug
tatt. Die Nitglieder mit ihrn Angehörigen sind zu dieser Feie:
reundlichst eingeladen
Der Vorstand.
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Am ersten Weihnachtstage findet im Vereinslokale
„Nassauer Hof“ von 8 Uhr abends beginnend unsere
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Weihnachts Feier
vestehend in Gesang, theatralischen Aufführungen, Musif
und Verlosung statt.
Freunde und Gönner des Vereins sind zu dieser
Feier herzlichst eingeladen. — Eintritt frei. —
Es ladet höfl. ein
Club fidelia
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Dudwetter
Während der Fricstage bei meiner Kundschaft er⸗
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n bekannter Güte.
Empfehle ferner als vorzüglich bekömmlich über—
all erhältliche Erfrifchungsgetränk
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—J Historischer Roman von Gustav Lange.
28. Forksetzung. Nachdruck verboten.
„Ich stelle nichtz in Abrede,“ entgegnete Divara ge—
faßt. Richtig ist, daß ich lange Jahre von meinen Eltan
getreunt gewesen bin und nicht einmal wußte ab sie noch
am Leben waren, bis ich jetzt durch meinen Bruder Kunde
von ihnen erhielt und mich entschloß, zu ihnen zu eilen;
kann man es einem Kinde als Verbrechen anrechnen, wenn
e8 Verlangen nach seinen Eltern trägt?“
Der Kommthur schüttelte unaläubig das Haupt mit der
döwenmähne.
„Habt Ihr nicht den Junker seiner tiefbekümmerten
Mutter entführt und warum diese heimliche Flucht in der
Nacht. Euer Bruder ist uns schon als ärgster Aufwiegler
in Münster bekannt und fahndet man längst auf ihn, wie
auf Euren Vater.“
„Ich schwöre, daß ich nichts von alledem weiß, hier
waltet ein gransamer Irrtum ob. Laßt mich und ieinen
Bruder des Weges ziehen.“
„Gemach,“ versetzte der Kommthur strenge. „Dem
teht ein Kaiserliches Mandat entgegen, nach dem Jeder,
velcher im heiligen Römischen Reiche sich als Anabaptist,
als ein Wicdertäufer, mögen ihre Sekten — die sämmtlich
derdcuumt sind — heißen wie sie wollen, erwiesen hat,
des Todes schuldig ist.“
„Ich bin aber keine Wiedertäuferin oder Anbängerin
einer anderen Sekte.“
„Eure Eltern und Eurer Bruder sind Wiedertäufer.
Ihr wollt zu ihnen fliehen, darum stehet und fallet Ihr
mit Ihnen — Ihr seid dem Henker verfallen!“
Divara vermochte im ersten Augenblick nicht zu ant—
worten. Dann aber faßte sie sich:
*O Gott, Ihr könnt doch unmöalich ein Unschuldige
morden lsassen!“
Der diesjahrige
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tindet am 2. Weihnachtstage,
Sonntag den 26. Dezember statt.
Hierzu ladet ergebenst ein
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Tanuschet Euch nicht — ich bin gebunden, streng nach
dem Kaiserlichen Mandat zu verfahren.“
Es wirbelte in Divaras Hanpt. Sie warf sich vor
den finsteren Kommthur nieder.
„O edler Herr, habt Erbarmen mit mir und meinem
Bruder. Wir haben uns kaum gefunden und sollen nun
o furchtbar enden!“
„Bereitet Euch für die letzte Stunde vor,“ mit dieser
ürchterlichen Worten schnitt der Kommthur alle weiteren
zitten Divaras ab und ohne noch einen Blick auf das
inglückliche Mädchen zu werfen, verließ Raymond D'Es
eron. von seinem Schildknappen gefolgt, die Zelle.
15. Kapitel.
Lange noch verharrte Divara in der knieenden Stell
ing. Sie sah ein, daß alle flehentlichen Bitten an die
em. Manne abprallten, dessen Richtschnur einzig das Kai—
erliche Mandat bildete, nud der es nicht für nötig hielt,
gach einem untrüglichen Schuldbeweis au forschen. sonderü
so schnell den Stab über sie brach.
Sie sollte sterben, nachdem sich ihr kaum ein Blick in
das schöne, reiche Leben eröffnet hatte. Sie sollte ihre
Eltern, ihre Pflegemutter und Kuno und alle die sie liebte,
nicht wiedersehen. Hatte sie Unrecht getan, als sie die
Zparenburg verließ, daß sie so hart dafür gestraft wurde?
Warum hatte ihr Bruder ihren und Kunos Lebensweg
zekreuzt, um ein so schreckliches, unverdiente Dicksal üher
ie heraufzubeschwören?
Sie genoß an diesem Abend keinen Bissen von den
Zpeisen, die ihr der Kerkermeister gebracht hatte. Sic
etzte sich schließlich resigniert auf den Holzschemel nieder,
ind ließ die bangen Stunden langsam an sich vorüber—
chleichen; sie hörte, wie der Sturm das alte Gemäuer
zes Johanniterstiftes umtobte — das Sausen und Brau
en dünkte ihr ihr Grabgesang zu sein. Sie hörte das unan
mehme Schreien der Eulen und anderer Nachtpögel —
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mit dem ihr Leben abschloß? Wuürde man sie einfad
hier zwischen diesen ee Mauern ermorden und der Raum
in dem sie so qualvolle Stunden der Ungewißheit verleb'
hatte, zugleich ihr Sterbegemach sein?
Wenn es nur erst voruͤber wäre dachte sie und bei ihren
Grübeleien überhörte sie, wie sich Jemand an dem Fenster
zu schaffen machte.
„Divara!“ rief plötzlich eine Männerstimme, in der
sie sofort die ihres Bruders erkannte.
„Jan!“ entgegnete Divara entsetzt und wandte sich
nach dem Fenster, wo eine in der Finsternis nicht zu er
kennende Gestalt auf der Schwelle stand und ihr gan—
deutlich winkte.
„Ja, ich bin es Divara und komme, Dich aus dieser
Mauern zu retten!“
„Wie ist das möglich, da Du nach den Worten des
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dest?“ fragte Divara erstaunt, nachdem sie naͤher getreten
war und sich überzenat hatte. daß es auch wirklich ihr
Bruder war.
„Der gute Alte hatte Recht und mag sich selbst in
diesem Augenblick noch in dem gutem Glauben befinden
und wird erst morgen früh große Augen machen, wenn der
alte, knöcherne Sensenmann ihm ob seiner Wachsamkei
den Standpunkt klar machen wird.“
„Aber wie war es Dir nur möglich, hierherzukommen?“
„Das ist mit wenigen Worten erzählt. Habe ich Dir
nicht schon gesagt, daß unsere Macht groß ist und Johan—
nes Matthys selbst über uns wacht? Wie man uns nun
hierherschleppte, da begegnete uns, besinnst Du Dich noch,
ein reisender Handwerker, es war einer der unsrigen. Et
folgte uns heimlich hierher; da es ihm selbst unmöglich
war, mich zu befreien, so gewann er einen Knecht aus
dem Stift mit einer großen Geldsumme, der nun dem
gIten Schutzer heute NMaend ein Vulper heimlich in seiner
— *