Full text : Dudweiler Zeitung

Lokales und Vermischtes.
Dudweiler, den 17. Dazen ber 1809.
Gratisikationen. Wie uns mitgeteilt wird, werden
olche, entgegengesetzt früherer Meldungen, dieses Jahr zu
Veihnachten wie in früberen Jahren auf den bergfiskalischen
Zruben an die Herren Beamten ausbezahli.
Polizeibericht. In der Nacht von Samstag auf Sonn⸗
ag wurden zwei Perssnen wegen Skandalierens und Ver—⸗
ibung groben Unfügs verhaftet. Da die beiden ihrer Fesi—
jahme heftigen Wiederftand entgegensetzten, mußte Gewalt
mgewandt werden, wobei einer eine Verletzung am Kopfe
litt, die seine Verbringung ins Krankenhaus vötig machte.
— Veigangene nacht mußte ein Metzaer wegen gleichen De—
iltes nach Nummer Sicher verbracht werden.
Krei⸗⸗Verein vom Roten Kreuz zu Saarbrücken.
Die Mitglieder des Kreisvereins vonn Roten Keeuz zu Saar⸗
prücken werden hiermit zu einer General⸗Versammlung am
Mittwoch, den 22. d. Mis. nachmittags 3 30 Uhr im Krei«⸗
jause, Schloßplatz 8, dierselbst eingeladen. Tagesordnung:
. Abnahme der Jahresrechnung für 1908, 2. Neuwahtl von
PVorstar ds mitgliedern.
Menagerie. Auf dem Marktplatz ist die Menager ie
Zerg aufgeschlagen. In derselben werden täglich Vorstell⸗
ingen verarstaltet, die sehr interessant und sehenewert sied.
Die Ringkämpfe im „Apollo“ zu Saarbrücken ziehen viel
Publiklum an — in der Menagerie Berg findet täglich Lö⸗
nen⸗Ringkampf stan, eine richt aufregende Szene für Lieb⸗
zaber dieses Spocts. Aber auch schon ohne die Vorführun⸗
jen bietet die Menagerie viel sehenswerte Tiere! Es verlohnt
ich der Muhe, der Menagerie einen Besuch abzustatten und
ich die Sache anzusehen.
Weihnachts⸗Ktonzert. Wie alljährlich veranstaltet die
Bergkapelle Dudweiler am 1. Weihnachtstog ein Instrumental⸗
donzert. Das Programm zu diesem Konzerl ist ein ganz
xquisites. Für die vorzugliche Auasührurg bietet uns der
zute Ruf der Kapelle beste Garantie. Billete find im Vor⸗
eikruf zu haben (siehe Anze ge).
Druckfachen während det Weihnachts- und Neu—
ahrszeit. Zur Begegnung von Zyveiseln durfte datrauf hin⸗
zuweisen seir, daß auf gedruckten V.sitentarten, sowie anf
Veihnachts⸗ und Neujahrskarten. die Adresse des Absenders,
ein Titel, sowie mit höchstens 5 Worten oder mit den üb⸗
ichen ünfangsbuchstaben guie Wunsche, Glückwünsche oder
indere Höflichketnsformen handschriftlich oder auf mechanischem
Lege beigefügt werden dücfsen. Derartige Sendungen wer—⸗
ven gegen die Diucksacheniaxre besördert.
Gegen die Erhshung der Arzneitare hat dir All⸗
semeine deutiche Krnappfchaflsverband, dem sak sämtliche
dnappschaftavereine des Deutfchen Reiches mit mehr als
chihunderltausend Mitgliedern angehören, eine Eiagabe an
den Bundesrat gerichtet und gebeten, einer Steigerung der
lizneizubereitungspreise seine Zunimmung za4 versagen, um
jen Knappschaftétrauk nkassen burch eine etwaige Verteuerung
iicht erneut wesentlich größere Arzneitosten sür ihre Mitglie—
er aufzuburden.
Die staatlichen Gruben haben im Monat November
m23 Tagen ge ördert 914337 Tonnen. Von Privaten
zurden im fiskalischen Feloe 1126 Tonnen gewonnen. Die
zesamtsörderung hat alto belragen 16 463 Tonnen. Ab⸗
esetzt wurden mit der Esenbahn 608 457 Tounnen, mit
chiff 36 353 Tonnen, min Fuhre 50863 Tonnen, mit
Seilbahnen 100 361 Aonnen. Es kamen also zum Vetlauf
O1 234 Tonner. Hieroon wurden den im Bezirk gelegenen
dolereien zugesührt 219 878 Tonnen.
Arbeitsnaͤchweis und Sesetzgebung. Mit Recht
at der Staatsselrelat des Innern, Ministe. Delbrück bet
zeantwortung der Interpellätion Uber den Arbeitsnachweis
es Zechtnverbanbes im Reichstage hervorgehobes, daß in
ver Einkichtung bei leyaler Durchführung nichts Verletzendes
ir die Arbeiter liege. Nichts aber berechtigt zu der An—
zahme, daß der in Rde stehende UArbellisnachweis nicht in
urchaus loyaler Weise durchgeführt werden wird. Die
zwickbestimmung der Einrichtunz, die Arbensverhaälumsse im
derzbou des Ruhrreviers so zu gestalten, wie lie em beider⸗
eitigen Interesse der Arbeitgeber und Abeltnehmer sein sollen
nnd den seit einiger Zeit eingerissenen, gerode hier besfonders
edenklichen Unsitien zu steuern, wird bei loyaler Durchflih⸗
ung des Arbeitsnachweises vollkommen erietcht, ja sicher
esser erreicht werden, als wenn der Arbeitsnachweis zu au⸗—
sern Zwecken gemißbtaucht würde. Es unterliegt keinem
zweifel, daß der Arbeits znachweis in der Absicht loyrlster
durchführung eingerichtet worden ist; aber eine solche Duich⸗
ührung liegt auch augenfällig im Interesse des Zechenver⸗
»andes selbst, denn unter dieser Voraussthzung läßt sich er⸗
varten, daß der Arbeitsnachweis sich auch bei den Arbeti—
iehmern einbürgern und die jettzt dagegen sich richtende
oztaldemokratijsche Verhetzung Uberwunden werden wird.
das aber ist wiederum eine Vorbedingung, daß die Bestreb—
ingen, die den Arbeitsnachweis bei geeigneter Gelegenheu
um Ausgangepunkt eines schweren wirischafilichen Macht
sampfes nehmen wollen, vertitelt werden und der wirtschast—
iche Frieden in dem Wirischaftsgebiet des Zechenverbandes
erbalten bleibt. Unter diesen Umständen liegt der Gedanke
aicht fern, daß der jezt vor dem Inkraftireten des Arbeits⸗
nachweises gegen ihn inszenierte Ansturm gerade deshalb zu
dieser Zeit einsetzt. weil man, wenx der Arbeitsnachweis erst
in vollem Gange ist, nicht mehr mit den Schreckzespenstern
mbeiten kann, die gegenwärtig gegen ihn von Agtlatoten
nerschiedener Richtung ins Feld geführt werden. Es beiech—
igt also nichts zu der Befürchtung eines Mißbrauqhes des
Arbeitsnachweises des Zechenverbandes und undilligr Su⸗
zriffe in die Bewegungefreiheit der Arbeiter. Scheint ans
iesem Grunde die Forderung nicht stichhaltig, mit Maß—
egeln der Gesetzgebung gegen die Absichten des Zechenver—
handes vs zugehen, so ist auch die Behanptung nicht zutrefe
send, daß es bei den jetzigen Rechts,uständen an dem nötigen
Ichutz der Arbeiter gegen etwsigen Mißbrcauch soicher Ein⸗
ichtungen der Arbeitgeber fehle; das Gegenteil ist vielmehr
)er Fall. Nach der Rechtsprechung des Reiche gerichts steht
nämlich dem Arbeiter ein Schadenersatzanspruch dann zu,
venn von dem Arbeitsnachweis zu seinen Uagunsten ein Gr⸗
auch gemacht wird, der nach den allgemein bestehenden
Stitenanschauungen schlechthin, oder unter den gegebenen
Amsänden als nbillig und ungerecht escheint. Im Hinblick
uuf die Rechtslage ist daher die Forderung eines ESmgreifens
9 Reichsgesetzaebung rach allen Richtungen hin völlig unbe⸗
»651t144

W. alle Jahre vor dem Weihnachts feste, so machen
uch jezt wieder verichiedene Waren⸗ und Versandhäuser
in⸗e markichrejorischhs Meflame in ToRren 831 und Silpr

Das bei solchen Versandhäusern kaufende Publikum ifn
iber fast immer getäuscht, denn es erhält meistens eine Uhr
nit sehr schwachen Gehaͤusen oder minderwärtiges Gold mi
blechtem unabgezogenem Werk usw.
Wer Bedarf an solchen Artikeln hat, wendet sich deshalb
eim besten an einen erfahrenen Uhrmacher am Platze, der
bmm eine gut abgezogene preiswerte Uhr unter voller Garantie
ieftrn wird, und der auch imstande ist, allenfalls sich ein—
tellende Fehler sachgemäß zu beseitigen.
Völklingen. 16. Dez. Ein Breuser der Hüttenbahn,
ser das Gleise Überschreiten wollte, um in den Bahnhof zu
zelengen, wurde heute irlh gegen halb s Uhr vom einfah—
enden Personenzug erfaßt und in vier Teile zeischnitten
Der Getötete ist 36 Jahre alt und verhelratet.
Stieringen⸗-Wendel 17. Dez. Der Wasserbruch im
Simonsschachte nimmt viel bedeuteaderee Umfang an, alt
man anfänglich gzlaubte. Wie verlautet, soll der Betrieb auf
zrei Monate zum Stillstand kommen. Die Wassermenge, die
in der Durchbruchstelle in den Schacht fließe, wird auf 40 000
Ater pro Minute berechnet. Zur Zilt ist man bemuht, es
abzudämmen, damit man nachher den Schacht leer pumpen
'ann.
Schlüchteyn, 18. Dez. Der Lehrer Kleinschrod aut
dßdorf in Unterfranken, der im Sommer dteses Jahres in
Bad Soden bei Saalmüaster zur Kar weilte und plötzlich
derschwunden war, ist jezt, wie die „Schlüchterner Zeitung“
neldet, im Walde bei Soden erschossen aufgefunden worden
Dortmund, 18. Dez. In vergangener Nacht haben
Diibe in der Molkerei Erwitte einen Geldschrank erbrochen
ind 12000 Mark geraubt, die henie an einen Rilchlieferan⸗
en gezaht werden sollten.
* Koln. 18. Dez. (Reichenltandun a.) Gestern
iachmittaga wurde in der Nähe der Marienburg die Leiche
einer etwa 25ährizen gut gesleideten Frauensperson ge—
ander Tie Leiche hat anscheinend schon länger im Wasjs⸗
er gelegen.
* Dortmund, 18. Dez. (Schwerer Einbruchs—
»ise besttahel.) In Lunen wurden mittelst Einberu ch s
inem Uhrmacher Goldwaren und Uhren im Werte von
04000 Mark gestohlen.
*Siegen, 18. Tez. EEin netter Geflügel-,
iebhaber) Cite große Menge Tiere hat der Schau⸗
pieler Dr. Ferdunand (Familienname Bertraͤm) auf
*m von ihm gepachicten Geflügethof „Oranien“ hierselos
zerhungern lassen. Er tieß sich hier im Frühjahr nieder,
angeblch um sich aus Liebhaberei der Geflügelzucht zu
vidmen. Vor e nigen Tagen verschwand er unter Zu rüůck⸗
assuna großer Schulden. Auf dem Geflügelhof sah es
ämmerlich aus; eine große Anzahl Enten und Hühner
agen tot am Boden, sie waren verhungert, ebenso zwei
SZchweine und ein Hund, denen seit 14 Tagen keine Nah—
ing mehr gereicht worden war. Gegen Bertram, der un—
er dem Namen Dr. Ferdinand noch im vorigen Jahre
nit einer Schaulpielertruppe die Nachbarprovinzen bereine,
st Strasantrag gesitelet worden.
*Aschaffenburg, 18. Dez. („Billiges Geld“)
Biltiges „Getd'“ erane die von den Verwaltern des Ban
ner Luckschen und Weindändler Vachq, achschen Konkurses
vorgenommene Versteigerung der als Aneinbringlich ge—
meldeten Außenstände Für die ersteren im Betrage von
etwwa 27 000 Mark wurden 50, für die letzteren im Be—
raae von etwa 37 000 Mark 30 Mark von einem Reflek—
ianten aus Mannheim agennten, der auch den ZBuschlag
»rhielt.
Jit der Salleysrhe Komet der Stern ver SHl.
drei Könige? wiit dieser Frage, die anlaßlich der Werh—
nachtszeit vie fach wieder ausgeworsen wird, beschätiate
ich in den letten Tagen eine Versammlung der Beruner
Irtsgruppe des vepserbundes. Ter Aströonom H. H.
kritzinger verbreitere sich über die Angelegenheit nach ei
tem Berichte der „Tägl. Rundschau' wie folgt: Er be
zrenzte sein Thema dahin, daß er, abgesehen von allge
neinen theologischen Studien über das Matthäus-Evange
ium und reintzistorischen Streitiragen untersuchen wolle
»b der vorhandene Bericht vom Stern der Weisen über
jaupt eine astronomische Deutung zulasse. Falls dies mög
ich sei, sollte eine solche gegeben werden, die den Anga
en des Evangelisten gerecht werde und der astrologischen
Auffassung enispreche. Er ging dann auf den Magierzug
in, der 66 Nero seine Huldigungen darbrachte, und konnte
ür diesen in einer sehr nahen Zusammernlkunft von Mars
ind Jupiter am 24. Zuni 66, am Tage der Sommerson—
tenwende (1), ein astrologisches Motiv angeben. Dann
vurden die zahlreichen Versuche besprochen, die zu keiner
nnehmbaren Deutung führten. So auch das Erscheinen
ines Kometen, da dies nach Josephus in jener Zeit für
inglückverheißend galt. Es kommt daher auch nicht der
erühmte Halleysche Komet in Betracht, dessen damalige
zonnennähe auch in das Jahr 12 (1) v. Chr. fiel. Auch
»ie an sich plausible Hypothese, daß es sich um das Auf
euchten eines neuen Sternes gehandelt habe, wird als
zicht ausrcichend erwiesen. Es bleibt in der, Tat keine
moere Ertlärung übrig, als daß es sich um die Kon—
inktionen von Jupiter und Saturn gehandelt hat. Die
teuesten astronomischen Rechnungen ergeben nämlich dre
olche Zusammenkünste, und zwar an folgenden Tagen
m 28. Mai, 3. Ottober und 4. Dezember 7 v. Chr., die
n steigendem Maße das astrologische Interesse der Ma
gjier erregen mußten Besonders die dritte ift von enor
ner Seltenheit. Es wurde gezeigt, daß auch die Reise
ispositionen der Weisen dadurch verständlich werden. —
Für die Gesamtauffassung des Sternberichtes ist es von
2edeutang, daß für die modernen Forschungen auf die—
ent Gebiet immer noch die Ardesten Kepters grundlegend
ind Zur Ergänzung des Vortrazes sprach dann Kon
istorlalca, Militär-Oberpfarrer Strauß aus Spandau als
Lertreter der Assyriologie. Er führte aus: Der Irrtum
ler Aströnomen, auch Keplers, beruht auf der Annahme
die Conjunctio marima sei größte Annäherung der Ge—
tirne aneinander. Das ist aftronom sch richtig, nicht aver
istrologisch. Die größte Annäherung fand tatsächlich dre—
nal hin ercinander im Jahre 7 v. Cyr. im Zeichen der
Fische stat. Im folgenden Jahre, 6. v Chre, dagegen
tanden beide Planeten während der ganzen Dauer ibrer
Zichtvarklest im Widder, und zwar wurde Jupiter zum
weiten Male stationär, um den 24. Dezember in 15 Gr
änge, also in der Mitte des Widders. Diese Konstella
ion im ersten Tierkreiszeichen ist als die seltenste die
russchlaaggebende. Aus alledem geht hervor, daß sowoyhi
iach den astronomischen Berecmnungen Kritingers, wie aus
»er im Berliner Museum besindlichen altbabylonischen Pla⸗
netentafel P 8279 und ihrer Borechnung übereinstimmend
nit den deutlich als astronomisch erktennbaren Angaben
»on Motthöus 2 Christus am 24. Dezember 6 vor Bo
ninn unserer Zei rechnung geboren ist.
J3 wo die Zitronen blühen! Alljährlich kurz
or Weihnachten kommen die ersten Apfelsinen und Zitro
ien auf den Marit. Die Ernte dieser allbeliebten Gold—
rüchte beginnt im Süden just zu der Zeit, wo wir im
Winter stecken. Man nimmt sie vor ihrem volligen Aus—
eifen ab, um sie für den Versandt ha tar zu machen.
Die süße Orange wurde im 14. Jahrhundert durch die
dreuzfahrer aus Syrien und Palästina nach Europa ge—
racht Die Zirrone stammt aus Medien, nörd ich vor
ersienn mit mun dee nen Zeitrechnung kam iie
10 ——4 D *22 —

84262*

Telearamme.
Metz, 18. Dez. Gestern nachmittag gegen beinhalb Uhr
vurde die Frau des Fuhrmanns Schulten das Opfer einer
Dordtat, die unter der Bevölkerung begteifliche Aufcegung
erursacht hat. Die Frau wurde von dem Arbeiter Franz
Sell erstochen, der diefe Tat aus Wut darüber begangen
haben soll, daß er mit Borgversuchen von der Frau Schnlten
und ihrer Tochter abgewiesen wurde. Der Roͤrder würde
perhaftet. Die Teagik des Faldes wird noch durch den Um—
tand erhöht, daß die Ecmordete erst vor 2 Tagen von einer
langen Krankhett genas. Nach einer andern Version soll
Frau Schulten mit dem Täter ein Verhältnis unterhalten
haber.
Franukfurt, 18. Dez. Im nun abgelaufenen Jahre
ind im Gioßherzogtum Hessen durch die Kantrolleure 42
Wein-Pradozenten und 33 Weinhändler der Staatéanwalt⸗
schaft angezeigt worden. In 42 Faͤllen führte das Straf⸗
vtrfahren zur Gerichtsverhandlung, 23 Fälle endelen mit
Verurteilung und 9 Freisprechung. Im ganzen fsind 1118
Bitriebe revidirt worden, 739 Weian⸗Produzenten und 379
Weinhändler. Die hessische Wein⸗-Kontrolle wird also sehr
strena gesandhabt.
Aachen, 18. Dez. Beim Diebstahl eingeschlafen war der
Konditorgeselle Hubert Knaup von hier. Er hatte sich in
das Haus seines früheren Arbeitgebers geschlichen und dort
autzer Kuchen und Milch eine Uhr mit Kette, einen Anzug
und rine Geldbörse mit 27 Mark Inhalt gestohlen; alsdann
war eeim Zimmer eines Gesellen unter dem Bett eingeschla⸗
fen. Durch sein laues Schnacchen wurde ec entdeckt urd
verhaftet. Die Strafkammer verurteilte ihn heute zu füns
Monaten Sefängnis.
Breslau, 20. Dez Nach dem Fachblatt „Ver Etsen
ändler“ wird der Stussekretär des Innern dem Drän
sen auf eine Reform des Pat'e ntgefetzes nich
tat geben, we er biszher noch zu wenig in sein neues
Umt eingele ei, um die gesahrvo'le Verantwortung zu
ibernebhmen fur ein Gesetz, für dessen Reform so unge
jeuer kontrastierende Wünsche von der chemischen und der
nechanischen, einschließlich der Beleuchtungs-Industrie, und
non Arbeitgebern und Angeliellten geäußert werden.
Wien, 20. Dez. Im Prozeß F riedyjung hat der
serbische Sektionschei Spalaikowit'sch erklärt, dise Doku
mente Fried'ungs seien vollkommen sügenhaft und miccht
zeeignet. die auten Beziehungen zwischen Serbien und
Desierreich zu trüben; es liege eine kolossale Mystifikation
nor.
Petersburg, 20. Dez. „Nowoje Wremza“ teilt au
Grund von Informationen aus aut unterrichteter Quelle
mit, daß keine Anzeschen für eine Annexion Koreas vor
ãgen. Es ollen auch diesbezügliche Unterhandlungen mu
Japan aëführt werden
New-PYork, 20. Dez. Fünf Mitglieder des —A
kertrusts, die wegen Verfehlungen gegen das Trust—
resetz unter Anktage standen, wurden schuldig gesprochen.
Tie Strofrumehung erfolat später.
Paris, 209. Dez. Prinzessn Luise ließ am Schloß
Balczur coutt. das Koönig Ltopold gehörte, die Siegel an—
legen. Die Diener weigerten sich, den Friedensrichter zuzu—
assen und erklätrten, nur min Gewalt zu weichen. Als
chließl(ch Gersdarmen hinzugerufen wurder, war dieses
nöglich. In deim Augeublicke, als mag das Schloß betrat,
je ließ ein Automobil den Schloßpark. Man nohm an, daß
ie Kinder der Baronin sich darin befanden. Es sollen
wichtige Popure abhanden gekommen sein.
Paris, 20. Dez. „Matin“ meldet, daß in San Remo
in 21 Kirchen Unterfuchungen statgefunden haben und
keine Spur von einer Trauuag Köntg Leopolds mit der
Baronin Vaughan gefunden wurde. Man nimmt an, daß
i Teauung in Mongaco siattaefunden habe.
Neapel, 20. Dez. In Coseria fand in einem Labora—
torium eine Explosion satt, wodei 10 Personen gelötet
vurden.
Konfstantinopel, 10 Dez. In Damaskus wurden
durch die Exolosion eines Petroleum-Reservoirs große Zer—⸗
törungen angerichtet. Durch einsürzende Mauern wurden
15 Personen gelötet. Es handelt sich um ein an uchistischea
Astenet

3 2
Keigerun
wangsberlleigerung.
Im Wege der Zwanssvollstreckung soll das in der Ge
meinde Dudweiler belegene, im Grundbuche von Dudweiler
Blatt 188 zur Zeit dar Eintragung des Versteigerungsver!
merkes auf den Namen des Schreiner Ludwig Bickelmann
— Sohn von Ludwia — in Tudmeiler eingetragene
Brundstück
Flur 8, Parzelle Nr. 3543112, große Kirchen—
straße Nr. 25, Geb.Rolle 458, Hofraum
und Hausgarten, groß 2,74 Ar, a
Wohnhaus mit Abtritt, mit 180 Mar'
Nutzunzswert
am 10. Februar 1910.
vormittags 10 Uhr
zurch das unterzeichnete Gericht — an der Gerichtsstoelle
zimmer Nr. 12 versteigert werden.
Saarbrücken, den 14. Dez. 1909.
Kösnigl. Amtsgericht ti.
Viehversicherungsverein
Dudweiler-Herrensohr.
Morgen Dienstag, abends 8 Uhr findet im Wirtsla
lokale des Herrn Bayer eine
Geueralversammlung
mit folgender Tagesordnung statt
1. Neuwabl des Vorstandes
2. Wahl von 2 Kassenrevisoren, welche die Jahbresrechnung
von 1909, sobald dieselbe abgeschlossen ist, zu prüfen
haben.
P itteilung.
sim zahlreiches Erscheinen bittet

Der Vorstand.

Pusanofa
44. —88* ahnrung bei.
— — Brechdurchfall,
d — —B p D ijarrnöe
* M ——
            
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