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—— — Pudweiler
Am Sonntag den 19. Dezember abends halb 8 Uhr findet im
'okale Riedschy unsere diesjährige
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Weihnachtsfeier
nit Kusik, Anspraehen, Aufführungen ete. statt.
Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bitte
der Vorstand.
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Pudweiler.
Am Sonntag 19. ds. Mis. abends 8 Uhr findet im Vereinslokale
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Weihnachtsbescheerung
tatt. Jedes Mitglied ist berechtigt, nur 1 Dame einzuführen.
Der Vorstand.
NB. Die Gewinne müssen bis zum 23. Dezember 09 abgeholt
ein, andernfalls fallen sie der Vereinskasse 2u
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ODie Lieserung der für die Gruben Camphausen und
Brefeld im Etatsjahre 1910 erforderlichen 241.14 chm
dichenscheidhölzer 743,834 cbm Buchenscheidhölzer und
265 48 cbm Nadelscheidhölzer sowie der Gezähegegenstände
oll im Wege der öffentlichen Ausschreiburg vergeben werden.
Die Bewerbungs- und allgemeinen Vertragsbedingungen
ind in Nr. 8 des Amtsblattes der Kgl. Regierung zu
Trier vom 19. 2. 1809, Seite 42 —46, bekannt gemacht.
Die besonderen Bedingungen und Angebotsvordrucke
önnen bei unserer Materialienverwaltung eingefehen. sowie
gegen vorherige Erstattung der Selbstkosten von ie O,69 Mk
dezogen werden.
Angebote sind unter Benutzung der vorgeschriebenen
Vordrucke, mit entsprechender Aufschrift versehen, versiegelt
ind postfrei bis Sonnabend den 8. Januar 1910 nachm.
5 Uhr an unsere Materialienverwaltung hier einzureichen.
Die Eröffnung der Angebote findet am Montag, den
20. Januar 1910, vormittags 10 Uhr iu Geschäftsziunner
»es Materialienverwalters statt.
Die Zuschlagsfrist endigt Montag den 31. Januar 1910
achmittags 6 Uhr.
Lamphausen, Kreis Saarbrücken, im Tezember 1909
Königlisee Herginspektion 11.
Geschäfts-GEröffnung und
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Empfel
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ympfehlung.
Sinem geehrten Pubkikum von hier und Umgegend
zur gefl. Kenntnis, daß ich im Hause des Herrn
M. GEGraf, Fischbachstr. 2 ein
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Friseurgeschäft (Filiale)
zröffnet habe.
Bekanntdurch tadellose, reelle und saubere Be—
ienung, werde ich mich auch fernerhin bemühen, meine
verte Kundschaft in jeder Weise zufrieden zustellen.
Gleichzeitiz empfehle ich mein Lager in sämtlichen
Parfümerien, Seifen u. Toiletten⸗Artikel,
sowie Cigarren u. Cigaretten.
Anfertigung aller Hagrarbeiten.
im geneiaten Zuspruch bittet
mit vorzüglicher Hochachtung
3 v9—
Peter Oberdörfter, Friltur
5
PDie S8chwarmgeister.
— Sistorischer Roman von Gustav Lange.
As. Fortsetungꝰ Nachdruck verboten
— 10. Kapitel.
Ein heftiger Regen strömlie hernieder. Die Bäume
des Hochwaldes bogen sich unter dem Gewittersturme und
Ichüttelten schwere Tropfen auf das hleiche Autfiß des
Hausierers.
Langsam hob sich die schmale, weiße Hand des Hau—
sterers und machte eine Bewegung nach der Stirne, auf
welcher der Regen dichte Streifen von kohlschwarzem Haar
Festgeklebt hatte. Mit einer plötzlichen Anstrengung rich⸗
tete er sich auf und schaute, wie vom Schlaf befaͤngen mit
verftörtem Blick um sich. Im nächsten Augenblick stand
er auf den Füßen. Er griff nach seiner linken Schulter
und Brust und atmete tief auf. Die Kleidungsstücke wa—
ren zerhauen und durch die Risse glitzerte ein blankes
Panzerhemde.
⸗Kein übler Streich,“ murmelte der Hausierer, „und
hne meinen Panzer staͤnde ich nicht hier.“ Der Juukter
Führt keine schlechte Klinge. Mag er glauben, er habe
dioe tödlich getroffen. so habe ich weniastens Ruhe voer
m.“
— Der Hausierer wischte seine Waffe mit einem trockenem
Tuche aus seinem Kasten ab. Tief niedergebeugt, damit
der Regen das Faustrohr nicht treffe, lJud er daffelbe von
Neuem. Dann schwang er den Kasten wieder auf den
Rücken und ganz heil und gesund schlug er den Weg nach
der Sparenburg ein.
„Die Nacht war inzwischen hereingebrochen. Der Regen
hatte zwar aufgehört, aber tief noͤch zogen die schweren
edoemn in dichten Geschwaden am Himmel hiu. Die
äherung des Hausterers konnte bei der Dunkelheit von
der Wache auf dem Torturme der Sparenburg nicht be—
xertt weren.
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An der Burgmauer angekommen blieb er zunächst stehen
und betrachtete die Türme, das Dach des Ritterhauses,
die kleinen allenthalben hängenden Schwalbennester mit
Jößter Aufmerksamkeit und schlich dann weiter um die
Nauer. An der Stelle, wo vor Jahren die Wiedertäufer
bei ihrer Flucht übergeklettert waren, blieb er stehen.
Kuno von Rauschenburg hatte ganz richtig vermutet
— der angebliche Hausierer war Jan Joris, Divaras
Bruder. Wie er jeßt hinaufschaute nach der Stelle, über
die er damals zuerst geklettert war, da mußte er an das
Versprechen denken, welches er seiner Mutter gegeben hatte
— hoite endlich war er gekommen, es einzuloͤsen.
Er öffnete seinen Kasten und brachte ein langes, oben
nit einem kleinen, scharfen Doppelanker versehenes Seil
jervor. Mit vollendeter Geschicklichkeit schleuderte er den
Haken in die Höhe und klammerte sich derselbe oben im
Bemäuer fest. Jan Joris horchte einen Augenblick, ob
as Aufschlagen des Ankers vielleicht gehört worden war
Als alles ruhig blieb, prüfte er vorsichtig die Leine. Sit
eistete genügend Widerstand, als er sich an dieselhe an—
ängte.
Seinen Kasten, seinen Mantel und Hut auf dem schma⸗
en Felsenvorspruug zurücklassend, kletterte Jun Joris an
—r Seile empor und schwebte bald frei zwischen Himmel
in —
— * wo sie den Junker noch anzutreffen hoffen
onnte.
Das lange, schmale Gemach ward nur durch eine kleine
kupferne Lampe erhellt, deren flackerndes Licht kaum oben
unter den hohen Quergewölben das Weben der Finfternis
zu lichten vermochte. Auf dem schmalen Eichentisch lag
der Degen des Junkers. Neben der Lampe gheisrie D
varg einen Bogen Papier, das Dintehorn und elne Feder.
Kuno von Rauschenburg lehnte in einer der deiden
Fensternischen. Er war so in Gedanken versunken, daß
er den Tritt Divaras und das Rauschen ihrer Gemzunde,
nicht hörte.
Divara blieb stehen und warf auf den Junker einen ängst
lichen Blick. Der Mond fiel seitwärts durch das geöff—
nete Fenster und traf Kunos Gesicht. Der junge Mann
schien seid wenigen Stunden um Jaͤhre gealtert zu sein.
Eine tiefe Seelenqual und fieberhafte Unruhe sprach aus
jeinen Zügen. Seine Augen verfolafen die NRichtun, nag
dem Walde.
Bei diesem Anblick litt Divara so heftig, daß sie vos
schritt, um den Innker der finsteren Welt des Schmerze;
und der trüben Gedanken, die ihn umfangen hielten, dur
ihr Erscheinen zu entreißen.
Kuno von Rauschenburg fuhr zusammen, als Didp—
auf ihn zutrat.
„Vergib mir, Kuno, daß ich Dich erschreckte, aber in
vermochte es nicht, Dich noch länger stumm leiden zu seheu.“
„Ich bin nicht erschrocken,“ autwortete Kuno von Raa—
schenburg, obwohl seine zitternde Stimme ihn deutlich
Lüge strafte.
„Wollte Gott, daß Du die Wahrheit sagkest,“ erwi—
derte Divara. „Es würde dann beffer uͤm die Ruhe Dei⸗
nes Gemütes bestellt sein. Oder bist Du in der Tat krank
—V oo⏑⏑⏑ — ————
„Ja, Diyara. Mein Kopf glüht und meine Hände
zzitten c *
Bleich und verstört erschien Kund von Rauschenburg
m Abendtische. Er wich den ängstlichen Fragen seiner
Mutter unter dem Vorwande eines heftigen Foptschmerzes
jus und zog sich bald zurück.
Divara, welche seine Bewegungen mit der gespanntesten
Aufmerksamkeit beobachtete, war ein heimlicher Wink des
Junkers nicht entgangen. Sie warteie so lange, bis sie
neinte, ihre Entfernung werde der Edelwittwe nicht neue
Besorgnis einflößen, daß dem Sohne ein unglückliches Er⸗
ignis begegnet sei. x Dann eschlüpfte Divara Ffort ach zder