Full text : Dudweiler Zeitung

Lokales und Vermischtes.
Dudweiler, den 16. Dezen ber 1909.
Schmutzkonkurrenz im Buchdruckgewerbe. Es sei
as gestattet, noch einmal hierzu das Wort zu ergreifen.
Ine hiesige Firma hat bei einer Buchdruckerei in einem be—
akbartten Orte 4seitige Zette. herstellen lassen. Diese
zettel wurden ihr mit 12 Mark pro Tausend berechne:, das
Jacht ber 5900 Zen⸗el 60 Mark. Und wie stellt sich die
zerech.un,? Wenn der Mann seine Arbeiter tarifmäßig
ezablt, so hat er dem Setzer allein fur seine Arbeit etwa
3 Mark Arbeitslohn zu zahlen.
Tarifmäßig berechnet würden die 5000 Zeitel kosten:
zapier 36, Satz und Ablegen 50, Zuichtung und Deuck 24,
qneiden und Falzen 4, zusamnen 109 Mark.
Diese Arbeit liefert dte Buchdruckeret fuür 60 Mark.
echnet man reinen Atbeitslohn für den Setzer 25 Mark,
lrbeitslohn für den Maschinenmeistet JODrucker) 5 Mark,
zopier JSelbfikosten) 39 Mark, so geht Null von Null auf
ir Baraue gaben. Daß ein solches Geschäft dabei bestehen
ann, ist uns ein Ratsel — Arbeiter und Vapier wollen doch
czahtt sein!
Gedankenlose Wohltätigkeit. Gegen das gedan⸗
enlose Geben richtet sich ein Rundschreiben der Charlotten⸗
urget Armendireltion an ihre Otgane, das allgemeine Be,
ichtung verdient. Das gedankenlose Geben het nicht blos
eianen Wirt, sondern ist unter Umständen gemeinschädlich
penn es auch dem Gebenden womößzlich noch als eine ver—⸗
ienstliche Handlung erscheint. Es ist so leicht und bequem,
eißt es darin, einen Bettler durch eine kleine Gabe los zu
erden, einem Bettelbriefschreiber auf einen rührenden Brief
ine Summe zu übersenden. Der Geber glaube damit ein
utes Werk getan zu haben — wie viel Unheil aber ein
olchis mechanische Geben, anrichten kann, wie dadurch ge—
erbssmäßige Bettler geradezu gezüchtet werden —, das macht
tsich leider selten oder niemals klar. Die moderne, wirk—
che Armenpflege kennt nichts Schli umeres als solches bloße
Almosengeben. Was sie erstreben und immer im Auge be—
jalten muß, ist ein Helfen auf Grund eingehender Prüfung
er Verhältnisse zur rechten Zeit, am rechten Otte und mit
en rechten Mitteln. Eine Fürsorgetätigkeit, die allerdings
icht so einfach und so bequem ist, vie das bloße Geld⸗
eben, sondern oft langwiertge, tief eiadringende Bemuhun⸗
zen und den ganzen Menschen verlangt. Wer gern geben
vill und giben dann, findet an vielen Stellen Gelegenheit.
Aber vermeiden soll er, zu geben ohne eingehendste sach“?undige
Brüsung, wenn er nicht unter Umständen unwiederbringlichen
5chaden anrichten will, statt zu nützen.
In höherer Wagenklasse. Bei großem Andiaige
ann einem Reisenden, der m den ihm zustehenden Abteilen
einen Platz mehr findet, „zeitweilig“ einen Platz in einer
öheren Wagenklasse angewiesen werden, sofern er es nicht
orzieht, in der nächst niedrigen Klasse — gegen Eistattung
es Preisunterschiedes — zu reisen oder, unter Rückforderung
nes Fadrgeldes, die Fahrt überhaupt aufzugeben (8 20 der
ẽsenbahn⸗Veckehrs-Ordnung.) Die „zeitwelige“ Unterbring—
ing von Reisenden in höheren Warenklassen hat nun miehr⸗—
jach zu unliebsamen Etörterungen Ancaß gegeben, weshalb
Minister von Breiterbach Gelegenheit nimme, an die für
olche Ausnahmen schon früher gegebenen Bestimm ungen zu
»innern. In dem diesbezüglichen Erlasse des Wiinisters
hdeißt es: Es ist unbedingt darauf zu achten, daß unter
seinen Umständen mehr Reisende in ein Abteil der höheren
dlasse verwiesen weiden, als ordentliche Sitzplätze darin vor—
Jjanden sind. Auch ist streng dacuüber zu wachen, daß die bei
Klatzwangel in höheren Klassen untergebrachten Reisenden
iicht länzer darin belassen werden, als Cies nötig ist. Die
zugbegleitunas- und Bahnhofsbeamten haben die beteeffen—
en Reisenden hierauf jedesmal bei Unterbringung in höhere
Uassen aufmerksam zu machen.
Frauen in Schulkommisssonen. Mit dem Inkraft⸗
reten des neuen Schulunterhaltungsgesetzes in Preußen sind
n einer ganzen Anzahl preußischer Städte Lehrerinnen in
ie Schulkommissi nen und Schuldeputationen berufen worden.
Rund 50 preußische Städte haben sich die Mitwirkuug der
Frauen in Schrlangelegenheiten gesichert. Sonst finden wir
ie nur in München und Stuttgart, in Oldenburg und
Sachsen-Meiningen meist nur in den Kommissionen für höhere
Nädchenschulen. Im Königreich Sachsen steht den Lehrerinnen
unur das aktive Wahlrecht für die Schulkommisston zu. Am
veitesten vorgeschritten ist Baden, das nach der neuen Städte⸗
Adnung von 10906 für fast alle größeren Städte Lehretinneg
ind auch Mütter in oie Schulkommissionen berief.
Jägersfreude, 14. Dez. In der hiesigen Fetikohlen⸗
zrube sind, dem Beispiele anderer Saargtuben folgend, eben⸗
alls die Schütteltutschen eingeführt worden. Diese neu'este
bergtechnische Errungenschaft hat sich in einzelnen Gruben,
vie Dudweiler und Camphausen, sehr gut bewährt und ift
hvort allgemein eingeführt worden. Sbr. Volksz.
Sulzbach, 14. Dez. Am Montag morgen erblbitt der
Schlepper Poul Wack aus Rubenheim in Grube Altenwald
yurch einen Förderwagen eine Quetschung, die seinen sofort⸗
aen Tod herhelführte. Der Unalücklide war erst 26 Jahre
Shr. Vsztg.
*Bonn, 15. Dez. Bonner iudenten.) Nac
einem Biergelage in Rungsdorf am 4. d. M. hatien An
jehörige hiesiger Korps Ausschreitungen begangen und u.
i. alle Fensterscheiben eines Extrazuges der Dampistra—
zenbahn nach Mehlem, mit dem sie nach Bonn zurück
uhren, zertrümmert. Nunmehr ist deshalb eine Unter—
uchung gegen fünf Korps (ausgenommen „Rhenania“ und
Borussia“) eingeleitet worden, die unter Umständen zu
Zuspendierung der für schtldia beiundenen Korns füh—
'on könnte.
Worms, 15. Dez. (Fum Liebesdrama) Di
edige Anna Ziegler, die am Sonntag Abend den Händ—
er Leopold in Osthofen erschossen hat, ist nach einem frü—
seren Gutachten der Mainzer Justizbehörde als geistesge.
ört anzuseben und wird einer Irrenanstalt zur Beob—
ichtima überwicjen werden.
Ludwigshafen, 15. Dez. (Lebensmüde.) Ir
stheinaönheim hat die ledige Maria Hartmann sich und
in Kind mit Arsenik vergistet und getötet. Ein zweites
dind, dem sie auch Giit gereicht hatie schernt außer Le—
ensgefahr.
*Stuttgart, 16. Dez. (GGraf Zeppelin.) Das
Befinden des Grafen Zeppelin ist andauernd zufriedenstel
end. Er wird voraussichtlich Anfang nächiter Woche das
katharinen-Hospital wieder verlassen können.
Der Riesenbrand. Aus Santiago de Chile wird
semeldet: Der Schaden bei dem großen Brande
n Valdivia wird auf zehn Willonen Pesetas berechne,
»on denen sieben Millionen durch Versicherung gedeck!
ind. Die Regierung will sogleich mit dem Wiederaufban
der abgebraniten Gebäude beginnen. Zu Gunsten der
Zeschadigien, die meistens Deutiche sind, sind Substrip—
tinnsfistfen aduineleat worderß

Tod aus NRNahrungssorgen. IIn der Mirbacher
raße in Berlin vergistete sich der Hausdiener Aaß unt
eine zunge Frau mit ihrem zwei Monate alten Kind—
urch Oeifnen der Gasleitung. Der hinzugezogene Arz
zunte nur noch den Tod der drei Personen seststellen
otiv der Tat sind Nahrungssorgen.
BZum Maubüberfall. Der Raubüberfall, der vor ei—
liigen Tagen im Berlin-Katuowitzer Schnellzuge auf die
lmerikanerin Frau Stepenberg in der Nähe von Beuthen
derubt wurde, hat seine Auftlärung gefunden. Es wurd«
der in dem Speisewagen bedienende Oberkellner verhaftet
Anarchisten verhaftet. Die Posizei in Oedenbureçe
verhaftete die von Frankreich aus als gefägrliche Anar—
histen bezeichneten Berat und St. Deiy.
Fünf Geschwister — 4900 Jahre alt. In Ober—
illiach in Tirol leben fünf Geschwister Pacher. Antor
zocher zählt 87, Malthias 85, Peter 84, Helene 74 unt
zohann 70 Jare. Alie zusammen haben also das re
»e table Alter von 409 Jahren.
wiititarische Anterseutrije. Vas Cberkriegsgericht
des drilen Armeckorps in Berhin hatte sich in ein
iugtger KGerhandrung mit mibitarischen Unter—
chberfen zu beschaftigen. Unter Nnacage standen die
beidsen Sergeanten Teßraf und Ehrert vom Füsi—
nerregiment Prinz Heinrich von reußen in Branden
»Urg. In einer anschließenden Verhandtng haue sich der
A,eseldwebel Krausewiß vom Feldartelerieregimen.
Seneralseidzeugueister, ebenfalls in Brandenburg, zu ver—
mborten Ter Ankiage lag folgender Tatoestand 31
jrunde: Der Kaufmann Schröder hatte die vLie erung von
Varen für das drite Bataiklon. Tie Wacen wurden von
detzlaff durch ein Bestellbduch in Auftrag gegeben. Sollu
»rie Ware doppelt geiiesfert werden, so wurde hinter dem
Auftrag im Bestellbuch ein Kreuz gemacht. Einem Gehil
sen des Kaufmannes fiel es nun auf, daß Aufträge mi
inem Kreuz versehen wurden, obwohl sie nur einfach
der teilweise erfullt wurden. Er suührte daneben noch
zrivatim Buch. Der Gehilbe wurde von Schröder entiaf
en, konnte aber wegen der schlechten Auskunste, weich«
Zchröder gab, ieine neue Stellung finden. Bei eines
zaraus fo.igenden Klage vor dem Kaufmannsgericht er—
lärte nun der ehemalige Gehilse, daß Schroͤder mit den
AInteroffizieren Tetzlaff und Ehlert, der Menagechef war,
mter einer Decke stecke, und teilte dem Gericht seine pri—
zaten Aufzeichnungen mit. Nach diesen sind z. B. stat.
38 Kilograum Kartoffeimehl nur 32, statt 18 Ritogramm
BZutter nur ein Kilogramm, sitatt 22 Kilogramm Zucker
iur 10 8sirogramm, statt 7 Kilogtramm Masortan nur ein
dilogranim ꝛc. geliefert worden. Auch ganze Posften, wie
20 Kilogramim Kafssee ꝛc. erreichten die Kaserne überhaupt
nicht, wurden aber angerechnet. Ties ging so über zwe—
Jahre hindurch. Recht eigenartige Maniputattionen voll—
ührte der Sergeant Ehlert mit dem fiskalischen Eigen
um. So hatte der Kaufmann Schröder eines Tages für
as Zuchthaus in Brandenburg Erbsen zu liefern. Es
varen fünf Zentner, sie wurden aber von der Inspektion
es Zuchthauses beanstandet, weil sie zu schlecht waren.
Zie waren mit Wurmfraß behafset, grau und teilweis
ingetrocknet. Sch. erhielt die Erbsen wieder zurück; un
ich vor Schaden zu bewahren, setzte er sich mit dem Me
iagebuchführer, dem Angeklagten Ehlert, in Verbindung
ind dieser ließ sich auch dazu überreden, die Erbsen an
unehmen und dem Sch. dajür die aus dem Proviant
int entnommenen guten Erbsen zu übergeben. In einen
nderen Falle hatte Ehlert etwa 60 Kilogramm Kajife«
nbrennen lassen. Anstatt die Sache zur Meldung zu
ringen, suchte er bei Schröder Rat. Schröder nahm der
ngebrannten Kassee an und gab dafür besseren in ein
elnen Raten wieder an Ehlert heraus. Ehlert verstand
s dann, im Laufe der Zeit die sehlenden 60 Kilogramm
vieder herauszuwirtschaften. In der Verhandlung bestrit
en die Angeklagten, mit dem Kaufmann Schröder ge—
neinsame Sache gemacht zu haben. Dagegen wurde durch
Zeugenaussagen festgestellt, daß vor dem Ausrücken zun
Mansver oder zu anderen Uebungen Schröder die Unter
offiziere mit Wein, Kognak und Zigarren versah. Der An
zeklagte Krausewitz war gleichfalls Menagebuchführer iJ
einem Regiment. Bei einer unerwarteten Kassenrevision
zurch die Intendantur wurden 50 Kilogramm Kaffee mehz
norgefunden, als nach den Büchern vorhanden sein durf
en. Es stellte sich heraus, daß ein Posten von 100 Kilo
zramm Kaffee nicht eingetragen war. Um nun das
Nanko der fehlenden 50 Kilogramm zu decken, entlieh
er Angeklagte von Schröder 50 Kilogramm Kafsee, und
benso wie Eblert wirt'chaftete er diesen Vosten durch
Sparsamteit“ wieder heraus.
Das Oberkriegsgericht verurteilte den Angeklaagten
detzlaff zu sechs Monaten Gefängnis unter An—
echnung von einem Monat Untersuchungshaft. Außerdem
vurde er degradiert und in die zweite Klasse des Sol—
atenstandes versetzt. Ehlert wurde in einem Fall der
Anterschlagung freigesprochen, im übrigen zu drei Wochen
Nittelarrest verurteilt. Gegen Krausewittz is
Uf »e⏑ —in den ! marden

Celsegramme.
Rheingönheim, 156. Dez. Gestern morgen wurde die
26 Jahre alte lebige Marie Hartmann von hier in ihrem
hette tot aufgefunden. Neben ihr lazen ihre beiden unehe—
ichen Kinder, von denen das eine ebenfalls tot war, das
aindere aber noch lebte. Die RMutter hatte sich und ihre
»eiden Kinder vergiflet. Als Ursache wird verschmähte Liebe
ngegeben, da der Vater der beiden Kinder fie verlassen hat.
Das eine Kind dürfte mit dem Leben davonkommen.
Bonn, 15. Dez. Gelegentlich einer Vergnügungsfahrt,
die Bonner Siudenten in einem Sonderzuge der elektrischen
Bahn nach Kuengsdorf unternahmen, wurden die Wagen des
Zuges derart demolirt, daß die Staatsauwaltschaft zur
Feststellung der Zerftörer entsprechende Recherchen eingeleitet
hat. Gigen sämiliche Bonner Korps mit zwei Ausnarmen
wird ein Diszipliuarversahren eingeleitet. Wenn innerhalb
einer bestimmten Frist die Schaleigen nicht ermittelt werden
ollten, wird die Suspension der in Betracht kommenden
dorps in Etwägung gezogen.
Berlin, 16. Dez. Bei den Nachforschungen nach dem
Nörder der Prostituirten Acnholz fiel der Verdacht auf den
ils Zuhälter bekannten Ecnst Schotte. Der Kriminalkom⸗
missat WildzFfand den Gesuchten in einer sog. Kascheme in
der Brandenburgeestraße. Seiner Verhastung setzte Schotte
hefligen Widerstand enigegen. Er ging mit einem Sclag⸗
zing gegen den Beamten vor und verwundete ihn auch durch
nehrere M.sserstiche in den Unterleib, Der Beamte griff zu
teinein Revolver und feuerte einen Schuß auf den Verbrecher
ab- der ins Herz getroffen, niedersank und seinen Geist auf—
Jab. Wildz wurde in ein Krankenhaus transportiert, wo er
cchweikrank darniederliegt. Die Aerzte erkläcen indessen da
die Möglichkeit vorliege, ihn am Leben zu erhalten.
Gleiwitz. 15. Dez. Bei tinem Brand in der Provinzial⸗
jürsorgeanftalt erlitten zwei 17jährige Mädchen den Verbren⸗
aungstod.
Kattow'itz, 16. Dez. 5 hiesize Post-Assistenten, die ihre
Ztimmen bei den Sladtvrrotdnetenwahlen polnischen Abge—⸗
ordneten gaben, sind wegen dieses Vorganges gemaßregelt
vorden und an kleine Plätze des Regierunssbeztrkes Breslau
dersttzt worden.
VDarmsadt, 16. Dez. Die Erste Kammer wirvd,
vie veriautet in die Beratung de Wahlrechts vora
age erst eintreten, wenn das Gesetz über die Wahl—
reiseinteilung in der Zweiten Kammer verabschiedet ist.
der Gesetzgebungsausschuß der Zweiten Kammer wird sich
„Ooraussichtlich gleich zu Ansang des nächsten Jahres mi
iesem Gesetz beschäftigen.
Weimar, 16. Dez. Der neue Landtag wird au
den 30. Januar einberufen werden.
London, 16. Dez. Unter den von der „Daily Mail—
eröffentlichten Schwindeleien des Sozialdemotraten Blatch
ord befand sich auch die Angabe, daß auf den deutschen
Schiffen der stehende Toast „auf den Tag“ getrunken wer«
e, womit der Tag der englischen Niederlageée
zemeint sei. Der libersle Kandidat Lunn, ein persoͤn
icher Bekannter des Prinzen Heinrisch von P'reu—
zein, wandte sich deswegen an den Prinzen und legte
n seinem Wahlkreise ein vom Prinzen Heinrich empfam
jenes Telegraum vor, in dem der „Daily Mail“ die un—
erdiente Ehre einer Abwehr zuteil und die Angabe des
Zlatchfsord als „gemeine Lüge von Anfang bis zum Ende“
ezeichnet wird. Die größere konservative Presse nimmt
on den Lügen des Kloakenblaites diesmal übrigens
eine Notiz.
Rew-York, 16. Dez. Die Arbeiterführer des ganzen
Landes sind in Pittlsouig versammelt, um eine umfang,
eiche Agitation gegen den Stahltrust einzuleiten, den sie
er planmässigen Sprengung der Gewerschaften beschuldi—
jen. Sie setzten Ausschüsse ein, um Tast und die Fuh,
er des Rongresses aufzusuchen. *
Brüfsel, 16. Dez. Gestern ist eine Besserung in dem
Befinden des Königs eingetreten. Derselbe schlief 4 Stun—
den und ttank darauf eine Tasse Bouillion. Et erklärte,
er befinde sich wohler. Besuche werden beute iedoch noch
nicht zugelassen.
BRewyort, 16. Dez. Ein Schnellzug der South-Railway
Zompanie ftürzte bei North-Hoensberugh in Nord-Karoltna
25 Fuß hoch in einen Fluß. 12 Personen wurden dabel
getöset. 35 schwer verletzt. Unter den Vassagieren befand
sich der Eisenbahnkönig Gould, dessen Sohu und Prvaun
ektetär. Letzterer wurde schwer verletzt, während es der
Goulds aelaro 6* in Sicherheit zu bringen.

—
Hansfrauen
machen Sie zur
Woiknachs—
bäckere
einen Versueh mit
Mlanleletta
bester Ersatz für füße
Mandeln und kostet das
Pfund nur 65 Pfennig
Zu haben bei
Oebr. Fuhrer.

—
— —

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—1
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