Full text : Dudweiler Zeitung

Lokales
Ein Angriff wurde am Samstag morgen gegen 7 Uhr
ug hiesigen Bahnhof auf ein Maͤechen versucht. Auf das
dilfegeschtet des Mädchens eilten Leute herbei, worauf der
ingreifer das Weite suchte, ohne erkanni zu werden.
Eudlich! Nachdem wir 20 Jahre lang umsonst „ge⸗
ärmst““ haben, ist er endlich gekommen, der langersehnte
„erste Hase“. Liebe Freunde ließen uns heute früh ein
Prachtexemplar zukommen. Da wir gerade beim Frühßück
waren, machten wir uns sofort dahinler und verspeisten ihn
mit „Haut und Haar“. Er mundete vorzüglich, sodaß auch
nicht das geringste übrig blieb, nicht einmal fuͤr den Redaktions—
ötet „Sultan“ denn — er war vom Zuckerbäcker! Wir
Juittieren mit bestem Dank!
Der Diebstahl auf Zeche Gladbeck. Naddem die
riden in der Diebstahls-Affäre auf Zeche Gladbeck verhafte—
en Beamten Neuß und Opel ein Geständnis abtzelegt haben
purde auch der Rest des gestohlenen Geldes bis auf 22 000
Mark, die noch fehlen, gefunden. Kriminalkommissar v.
Treskom ließ unter assisterz der ihm beigegelenen Wacht⸗
neister im Walde Rachgrabungen vomehmen, wobei zunächst
28 000 Mark gefunden wurden. Die Grabungen wurden
»ann die ganze Nadt bei Fackelbeleuchtung fortgesezt und
örderten dann zwischen 3 bis 4 Uhr einen Steintopf mit
161000 Mark z tage. Als Mitschuldige kamen die beiden
giüder des Steigers Neuß noch in Haft. Ob sich diese
Berhaftuyg noch aufrecht erhalten läßt, wird die nähere
Artersuchung ergeben. Zu der Mititeilung erhält die „K.
8.“ noch folgende Einzelheiten: Der Bruder des Maschinen⸗
ceigers Reuß, der in der Nthe van Bu⸗r wohni, halte einen
Jungen mit einem Päckcher zu seiner Schwazetin, dar Frau
»es verhafteten Maschinenfsteigers Reuß, eschickt, in dem et der
Frau eine Partie 50. Markscheine übersandte. Der Junge
chöpfte Verdacht und übergab das Päckchen seinem Vater, der
eststellte, daß es 530-Markscheine enthielt. Der Mann be—
zab sich zur Bergwerksinspettion, die ihrerseits die Staats—
inwaltschaft Essen unterrichtete. Es wurde sofort ielegraphisch
Haussuchung bei dem Bruder des Maschinensteigers Reuß
ungesagt. Dabei fand man im Keller eingemauert den Be—
rag von 1315800 Mk. Inzwischen war der verhaftete Ma⸗
chinensteiger Neuß vernommen worden. Er gab zu, daß
ieser Rest des Papiergeldes bei seinem Bruder verfieckt sei,
Der übrige Bestand des Papiergeldes sei verbrannt worden.
ss handelt sich um vielleicht 13000 Mark. Die Summe
jeht noch nicht genau fest. Die Frau des Maschinenfteigers
Neuß außerte, nachdem sie überführt worden war, Kenninis
von dem Diebstahl gehabt zu haben, des weiteren 4000 Mi
zuf ein Sparkassenbuch von Verwaudten des Neuß in Bottrop
ibertragen worden seien: außerdem seien noch 500 Mrark in
»ar nach Bottrop überführt worden. Es sehlen im zanzen
m der gestohlenen Summe noch 22000 Mi. Jgzwischen ist
einer festgestellt worden, daß auch Papietgeld verbranm wor⸗
en ist. Man fand in der Asche die Reste von 50Mark⸗
cheinen. Die Lohngeldunteischlagungen sind ebenfalls aufge⸗
nedt. Sie belaufen sich seit langem monatlich auf 1000
is 1900 Mk. Man nimmt an, daß insgesamt 15 —20 000
Mt. untecschlagen worden find.
Hechzeiten, die in öffentlichen Lokalen abgehalteun wer—⸗
er, koͤnnen einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts
ufolge zur Lustbarkeitssteuer herangezogen werden, wenn sie
nach ihrer Zugänglichkeit und ihtem Umfange mehr oder
ninder von gleicher Bedeutung, wie öffentliche Lustdarkeiten
nd. Derartige Fälle werden aber nur vereinzelt vorlommen.
die Versendung mehrerer Pakete mittels einer Post⸗
aketadresse in fur die Zeit vom 10. bis 25. Dezenber weder
irneien deutsen Verkehr noch im Veikehr
nit dem Ausland — ausgenommen Argentinsen —
eflattet.
„Tau umständlich“ Die Hamburger Nachrichten er⸗
chlen folgenden netten Vorfall: Aus einem Dorfe drei
ztunden von Celle kam dieser Tage ein Bauersmann zu
inem Celler Fabrikanten, ihn nach dem Preise einer Wate
a fragen, die er im Dezembir brauche. Wie es sich heraus—
ellte, hatte der Mann nichts weiter in der Stadi zu fkun
ud wollte sofort wieder zurlck Als der Prokurist ihm be—
eutete, er hätte sich viel leichter durcch eine einfache Post
arte erkundigen lönnen, meinte der Bauer:, Och, mit dat
zchtieben is dat ümmer tau umständlich“ Der Mann war
iso lieber sechs Stunden zu Fuß gegangen, als daß er eine
stlaike von sünf Zeicen scheiebl! Ein hübscher Beleg zu
er Redensart: „Mann g Bur ladt kever zwee Feuer
dess Dünger) as dat he eenen Breif schricte
2 —— —
rei Tagen bestraft, sofern nicht nach gesetzlichen Be—
mwmungen eine höhere Strafe verwirkt ist. Zuwider—
indlungen leichterer Art können durch Disziplinarstrafen
er Schule Gerweise durch Lehrer, den Leiter de—
ehrerkollegiums oder den Schulvorstand, schriftliche oder
ündliche Mitteilung an die Ellern, Erzieher oder
hrherrn, Karzerstraͤfen bis zu & Stunden waͤhrend der
buffr⸗eien Feit) geabndet werden,
87.
Eltern und Vormünder dürfen ihre zum Besuche der
ertbildungsschule verpflichteten Söhne und Mündel nicht
don abhalten. Sie haben ihnen vielmehr die dazu er—
derliche Feit zu gewähren.
Lehrmittel haben die Fortbildungsschüler bezw. deren
tern oder Hormünder zu beschaffen.
88.
Aie Gewerbeunternehmer haben jeden von ihnen
chäftigten im forthildungsschulpflichtigen Alter stehen⸗
gewerblichen Arbeiler spätestens am 6. Tage, nach⸗
w sie ihn, wenn auch nur zur Probe angrnommen
ben, zum Eintritt in die Fortbildungsschule bei dem
Julleiter anzumelden und spätestens am 3. Tage, nach⸗
n, sie ihn aus der Arbeit entlassen haben, bei dem
assenlehrer wieder abzumelden Sie haben auch die
n Besuch der Forlbildungsschule Herpflichteten1
inde und je nach der Entfernung vom Schulhause
h früher vor Beginn des Unterrichts von der Arbeit
entlassen, damit dieselben rechtzeitig und soweit
arderlich, gereinigt und umgekleiden im Unterricht er⸗
einen können. Nach Vorschrift des 8 127 der Ge—
beordnung haben die Gewerbeunternehmer die Cehr—
In Schulbesuch anzubhalten und denselben zu
rwach⸗en

89.
Gewerbetreibende, die Dadschen, daß ein gewerblicher
beiter aus dringenden Gründen vom Besuche des
errichts für einzelne Stunden oder für längere Feit
nden wordo kaben xia Fet— Ser— N— MN

Aus Nah und FJern.
Stangenmühle, 4. Dez. Das Verbrechen, welches vor
urzem auf der Bahnüberflührung zu Stangenmühle aun dem
zchlesser Hill aus Fenne verübt sein solte und der suchen—
en Polizei nicht aufzuklären war, hat sich anscheinend nicht
ugetragen. Hill soll sich vorher einige Tage in Saar—
rucken aufgehalten und Sonntags morgens in einer Wirtchaft
 aus Geldmangel seine Uhr zu 2 Mark vrrpfändet
jaben und nachmittags mit dem Personenzug, welcher in
Saarbrücken abgehend die Unglücksstelle um diese Zeit pas⸗
ierte, gefahren und an der Stelle herausgesprungen sein
die sortgesetzie Untersuchung wird das Nähere ergeben.
Sbr. Volkeztg.
*Essen (Ruhr), 6. Dez. EEin Unmensch.) De
erheiratete Vorsteher des Kruppschen Konsum-Vereins
ßustav Dreyer, Vater zweier Kinder, wird beschuldigt
ich seit längerer Zeit an erwachsenen Gymnasiasien, lau
er Söhne angesehener Eltern, vergangen. zu haben. Er
oll die jungen Leute, die in dem voͤn ihm geleiteten
donsum⸗Vercin gekauft haben, auf sein Zimmer bestellt
ind sie mißbraucht haben. Einer der Jungen hat dies
einem Lehrer im Religions-⸗Unterricht erzählt.
* Gladbeck, 6. Dez. (Der Riesendiebstahl.)
Zu den Diebstählen wird noch gemeldet, daß noch ein
better des Schichtmeisters Neuß in Hagen verhaftet wor—⸗
en ist. Dieser besaß ein Sparkassenbuch über einige
kausend Mart, deren redlichen Erwerb er nicht nachzu—
veisen vermoche. Im Ganzen sind sebt über 280 000 M.
gefunden worden. Die Unterschlagungen des Opel und
Neuß belaufen sich aber. wie diese aussagen. nur auf
100 000 Mart.
*Stuttgart. 6. Dez. GGerhafteter Mäd—
henhäudler.) Ein hiesiger Kommissionär, der ein
unges Magdchen angeblich für ein Bureau nach Pori
Alegre, engagiert hatte, und mit ihm dorthin abgereist
var, wurde von seiner in Scheidung lebenden Ehefrau
»es Mädchenhandels bezichtigt und bei Ankunft des Damp.
ers verosftet Schon vor zwei Jahren soll der Kom—
misdionir ein Mädchen, über dessen Verbleiben bis beute
noch nichts betannt ist, nach Amerika verschlennt hagen
Frankfurt, 6. Dez. Seit gesiern ift der Wiaun
um 10 Zentimeter auf 2 Wieter 73 Itm gestiegen. Rach
zen Veldungen vom Obermain tst noch weiteres Steigen
U erwarten. In Aschaffenvurg ist der WMain imn den letz
en 24 Stunden von 2 Weter 99 31im. auf 3 Meter 30
zen uneter gesnegen. Nach Berechnung der igl. Wwasser
zauinfpeition ist jedoch eine Hochwassergesahr im Main—
gebiet so gut wie ausgeschlossen.
Höchst a. M., 6. Dez Infolge des anhaltenden
tarten Regens der ietzten BRacht ist die VNind da von dem
Bebirgswaner hoch angeschwollen und überflutet an vie—
len Stellen das User.
Aus der Eisel, 6. Dez. Der seit zwei Tagen
herrschende Sturm hat in der Eisel große Verheerun—
jen verursacht. Ein orcanartiger Sturm mil woltenbruch
irligen Regenguüssen hat großen Schaden an Gebauden
maerichtet. Die Rebennune uberfluten bereuis die Ufer
—AV Ahr, die bei dem Bahnbau ir
Qumpelfeid⸗Lissendorj, jamtliche aus Holz erbauten VNot
rücken und Vagazine vernichtiet und weggeschwemmt, wo—
»urch der Bahnbau große Verzögerung erieidet.
Hann⸗Münden, 6. Vez Im vause des Sonn⸗
agpormittags machte sich ein langsamer Rücktritt des
dochwassers in der Weser bemerkbaͤr. Auch vom Ober.
auf der Werra sowohl als Fulda wird ein starles Fal
en des Wassers gemeldet. Es kann deshalb mit einem
veiteren Fallen der Weser bestimmt gerechnet werden. Die
Viederaufnahme der Weserschiffahrt wird aber erst in ei
uigen Tagen erfolgen können.
Trier, 6. Dez. Durch Ueberfluten der Bahngeleise
st der Verkehr auf der M oseltalbahn zwischen den
Ztationen Andel und Zeltingen gesperrt. Die Mosei
teiget nach kurzem Srluand wiennetnr nart. Der Pegel
tand betrug 4. 10 Meiler
Geestemüende, 6. Dez Von dem soeben heim—
zekehrten hiesigen Fischdampfer Burhave“ sind der Steuer—
mann und ein Matrose im Sturm über Bord geschlagen
ind ertrunken.
Bremen, 68. Dez. Die Ret ungsstation Helgoland
der Deutschen Gesellichaft zur Rettung Schiffbrüchiger tele⸗
zraphiert: Am 4. Dezember wurden von dem Fischere⸗
er „H. F. 137*, Schiffer Albert Rolf. drei Personen
durch das Reitunasboot Dora“ der Station a⸗re tt.
⸗ — ——
o zeitig zu beantragen, daß dieser nötigenfalls die Ent—
cheidung des Schulvorstandes einholen kann.
Dringende Arbeit im Geschäfte kann im Allgemeinen
licht als Grund zur Beurlaubung gelten. Hat ein ge—
verblicher Arbeiter, wegen KUrankheit den Unterricht
»ersäumt, so hat der Arbeitgeber dem Klassenlehrer
nnerhalb 8 Tagen von dem Grunde der Versäumni—
chriftliche Mittailung zu machen.
510.
Eltern und Vormünder, die dem 87 entgegenhandeln
ind Arbeitgeber, welche
i) die im 8 8 vorgeschriebenen An- und Abmeldungen
nicht rechzeitig machen,
b) die von ihnen beschäftigten schulpflichtigen gewerb—
ichen Arbeiter (8&1) ohne Erlaubnis aus irgend
ꝛinem von der Schulleitung nicht als ausreichend
inerkannten Grunde veranlassen den Unterricht ganz
»der zum Teil zu versäumen, oder
ie zum Besuche des Unterrichts nicht anhalten oder
enselben nicht genügend überwachen, oder
die im S 9 vorgeschriebene Mitteiluug nicht recht
zeitis machen, werden nach 8S 160 Nr. 4 der Ge—
verbeordnung in der Fassung der Bekanntmachung
pom 26. 1900 Juli (K. G. Bl. 5. 871) mit Geldstrafe
bis zu 20 Mark oder im Unvermögensfalle mit BHaft
his zu 3 Tagen bestraft.
8II.
Dieses Ortsstatut tritt am I. Oktober 1909 in Kraf
Dudweiler, den 19. August 1909.
Der Bürgermeister
gez.: Jost.
der Bezirksausschuß
E. III. 8.
Trier, den 5. November 1900.
Bescheid
Auf Grund des 8 142 der Gewerbeordnung für das
entsche Reich und des F122 des Zuständigkeitsgesetzes
om 1. August 1883 wird das von der Gemeindever⸗
retung zu Dudweiler am 6 August 1909 beschlossene
Urtsstatut, betreffend die gewerbliche Fortbildungsschule
Dud weilor hiermit genehmigt.
Zmeng MAια—

e)
d)

der Sturm kam aus Südsüdwest. Das Rettuñgsvoot war
2 Stunden unterwegs.
Kisel, 6. Dez. Der furchtbare Südweststurm, der seit
inigen Tagen wütet, hat zahlreiche Häuser abgedeckt. 5
Lersonen wurden schwer verletzt. Der angerichtete Scha—
en ist bedeutend.
Calais, 6. Dez. In Coudekerke wurde eine ganze
Straßenreihe im Bau befindlicher Arbeiterhäuser durch den
Zturm zerstört. In Calais wurde ebenfalls ein Wohn—
hnaus zerstört, dessen Einwohner nur mit großer Mühe
ebend gerettet werden konnen. Einige wurden schwer
erlett.
London,. 6. Dez. Bei den verschiedenen Schiffs⸗
nföllsen, die sich während der letzttäg'gen Stürme in den
nglischen Gewässern ereignet haben, baben nach den bisjerigen
 Feststellungen 75 Menschen ihr Leben eingebüßt
Graf Zeppelin, weicher sich veranntuch seit mehre,
en Tagen in Paris aufhält, benutzt seine Zeit zum
Besuch verschiedener Werkstätten von Aeroplanen und Mo—
orfabrilen, sowie der Flugfelder in der Umgebung von
Paris. Der Graf begibt sich von Paris direkt nach on—
tanz zurück.
Selbstmord. Aus bisher noch nicht aufgeklärter Ur—
ache verübte in Berlin auf der Spandauer Chaussee un
veit von Schloß Ruhwoald der Maͤsor z. D. Rüdiger v
Sch. vom Landwehrbezirt 1 Berlin Selbstmord, indem
er sich mit se nem Dienstrevolver eine Kugel in den Kopi
agte.
Unterschleife. Aus Berlin wird gemeldet: Durch
zZufälligkeit ist man großen Unregelmäßigkeiten auf die
Zpur gekommen, die schon längere Zeit zum Schaden ei—
ier Berliner Kirchenbehörde verübt wurden. Ein Kom—
nerzienrat wandte sich telephonssch an die Verwaltung der
Behörde. Dabei siellte es sich heraus, daß der Name
)esselben überhaupt nicht in den Kassenbüchern stand. Man
chöpfte Verdacht und stellte fest, daß noch andere Per—
önlichkeiten nicht eingeschrieben waren. Die vorläufigen
Intersuchungen ergaben, daß mehr als 40 000 Mart un—
serschlagen sind. Es soll bereits eine Verhaftung erfolgt
sein.
Erwürgte Schwester. In Oppeln ist ein Mord ver—
übt worden, der in der Bevölkerung große Aufregung
verursacht. Im Adalbert-Hospital hat ein Kranterdie
dienstuende Schwester erwürgt. Der Mörder ist ein Mann,
der zur Beobachtung seines Geisteszustandes interniert ist
Die Zyaukalibriefe. Die Nachforschungen in der
Angelegenheit der Zyan ali-Briefe führen jetzt auch zu der
Notwendigkeit, das Grab einer verstorbenen Geliebten
hofrichters zu ofsnen. Doerleutnant Hofrichier besuchte,
als er vor eintgen Jahren in Theresiensiadt in Garnison
rnand, häufig jeinen Bruder, der in Leitmeritz eint
Schirmfabrik betrieb. Hofrichter knüpfte ein Verhältnis
nit der jungen Schwägerin seines Bruders an, das er
öste, als er zum Generalstab kam. Das Mädchen starb
»lötlich und man legte ihr einen versiegelten Brief Hof—⸗
ichters in den Sarg, der am Todestage in Leitmeritz
intrai. Dieses Brieses wegen soll die Leiche exhumier,
verden.
Verhaftete Fälscher. Die Touloner Posizei verhaf⸗
lete dret Personen die salsche Rentenpapiere angefertigt
naben. Es handelt sich um mehrere Millionen Franks.
Mainz, 6. Dez. Hier stieg der Rhein von 113
Zim. auf 160 Ztm., in Bingen von 207 Ztm. auf
248 Ztm. in Mannhheim von 326 auf 363 Zim. Bei
Rostheim süeg der Mauin auf 142 3tmm. gegen 100
Reurimatex.

Tesegramme.
Berlin, 6. Dez. Ein toller Hund hat nach einer amt⸗
lichen Meldung in der Umgegend von Schweith in Rhein—⸗
land eine große Auzahl Personen gebissen. Bei den Behör⸗
den haben sich bioher 18 Personen gemeldet, von denen 11
Personen zur Schutzimpfung sich ins Pasteurche Institut nach
Berlin begaben. Die zanze Gegend wird durch den tollen
Hund, dessen man noch nicht hat habhaft werden können,
in Aufregung versetzt. Ueber 6 Bürgermeistereliey des Land—
kreises Trier ist die Hundesperre verhängt worden.
Hannover. 6. Dez. Auf dem 720 Meter tiefen Kali⸗
Schacht der Gewerkschast Hildesia bei Hildesheim eieignete
fich heute morgen ein schwerer Unglücksfall bei der Einfahrt.
Zin Teil in den Steuer-Organen der Steuermaschine löste
sich, wodurch der Maschinist die Gewalt über die Maschine
verlor. Das sudliche Fördergestell wurde mit Gewalt gegen
die Seilscheibe geschleudert, das nordliche hing in der Schacht⸗
tiefe. Das der Seil⸗Ausgleich dienende Untetseil zerriß und
fiürzte in die Tiefe. Ruf dem süudlichen Fördergestell befan⸗
den sich ein Grubensteiger und drei Bergleute, die sämtlich
leichte Verletzungen erlitten. Auf dem nördlichen Gesteli
definden sich Bergleute von denen diei getötet. der vierte
schwer erletzt wurde.
Landau a. d. Isar, 6. Dez. Der Bauer Lehret wurde
inf der Heimkehr vom Viehmarkt überfallen und mit einem
dicken Prugel totgeschlagen. Seine Barschaft von 100 Mk
sowie Uhr wurden ihm geraubt. Unter dem Verdacht des
Raubmordes wurde ein in der garzen Gegend als Rohling
bekannter Mensch namens Nühlbauer verhaftet.
Landshut, 6. Dez. In Eggenfeld wurde die Tage⸗
öhners ⸗Eheleute Aigner Nachts in ihrem Schlafzimmer durch
kKohlengas getoͤtet.
stiel, 7. Dez. Das Reichsmarineamt hat den Fisch⸗
dampfer „Poseidon“ dem Zeppelinschen Nordpolunternehmen
zur Verfügung gestellt. Der Dampfer wurde gestern auf
cine Zweckmaßigkeit für diese Aufgabe eingehend besichtigt.
Die Umbauten des Schiffes für seine neue Bestimmung
verden sobald als möglich bewerlstelligt werden.
Paris, 7. Dez. Vor einem Kaffte in Albi wurde
zestern durch ein Bomben⸗Attentat ein großer Materialschaden
angerichtet. Personen sind nicht verlezt worden. Der Rache⸗
akt rührt von drei beim Straßenbeu beschäftiaten Ardeiter
her.
Paris, 5. Dez. In Castelnaudary sind infsolge einer
Strafanzeige des Finanzministers ein gewesser Baudigne, sein
Sohn und seine Geliebte verhaftet worden, die für mehrere
Drillionen Franks Rentiertitres gefälscht und einen Teil da⸗
von in Umlauf gesetzt haben sollen. Die Polizei beschlag⸗
aahmte in einem Hotel in Tonlouse awei Säcke mit solchen
Papieren.
Paris, 6. Dez. Im Grubengebiet des Pas de Calais,
wo derTagHeiligen Barbara, derSchutzpatronin derBergleute,
estlich bega agenwurde, eteigneten sich schwere Ausschreitnn⸗
jen. Bei Lens kam es zu einer Misserstecherei zwischen
)elgischen und französischen Bergleuten, wobei einer der
etzteren getötet wurde. In einem Nachbarort kam es gleich⸗
alls zu einer Rauferei, bei der das Messer eine große Rolle
vielte. Vier Schwerverletzte blieben auf dem Kampfplatz,
Wien, 6. Dej. In der siadtischen Verwaltung in streme
aterlete agnn higher 700000 Marf entbeckt worhon
            
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