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Freiraa ven 5. Feornar 1909 Zeiiunqsliste ouꝛ
25- ahrgang.
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KAllgemeiner Anzeiger für den Bürgermeistereibezirk
Zudweiler.
Abennemenlspreis
monatlich 720 Pfgs. frei ins Haus gebracht; bei der Posi
bestelt M. 2,25 vierteljahrlich.
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Die „Dudweiler Zeuung“ erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn⸗
und Feiertage.
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Mit Beilagen: „Relletristische Wochenschrift““ und
Lustige Blätter“.
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in· ge Zelle; bei mohemaligen Inserationen
·tt··der Rabatt.
Redaktion, Drua
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Ausländer und das Vereinsgesetz etwoigen Vorgehen gegen den Aus!lander nicht dadurch
.748 vbehindert werden kann, daß ihre Maßnahmen auch die
Das Sdberverwaltungsgericht hat in zwei Entscheid. abnig de Vereinsrechtes der Insäuder stören. Ig
mgen kürzlich zu der Frage Stellung genommen, welche zlcicher Weise, wie die Volizei für befnat zu erachten it
ůzeili Belugnisse aus der Anwesenheit von Aus. e en eei esante —5—
yolizeilichen Besug n einer Versammlung einen von ihr gesuchten Verbre
ondern in öffentlichen Versammlungen herzuleiten wären. her zu verhaten, in die daher acich bereck ligt, ur Dice
da diese Entscheidungen für weitere Kreise von Interesse har eeen e t
da en Aere X AV ührung der von ihr angeordneten Entfernung von Aus—
ind. geben wir fie nachstehend im Auszuge wieder. iondern aus einer Ver ammlung die für erforderlich er—
In her sogialdemotratischen Versammlung, die im Zebhleten Maßnahmen in inndug zu bune bne
zuni 1907 in Gleiwitz stattfand, hatte der überwachende bei an diejenigen Schranken gebunden zu sein, welche im
Zulizeibeamte verlangt, daß ein als Gast anwesender übrigenz durch das Vereins- und Versammilumgsrecht, ins
sterreichischer Staatsangehöriger entfernt werde, und besondere auch inbezug auf die Zahl der zugelassenen Vö
jutte, als dieser Aufforderung nicht entsprochen wurde, errduneten der Polizei, vorgesehen sind. Die alleinige
ie Sersammlung aufgelöst. Die insolgedessen erhobene Zrenze, welche se inpezuhelen hat,“n die edaß ihre
zeschwerde war zunächst abgewiesen worden, wobei in Piaßnahmen in keinem Falle auf den Boden des Ver
em Abweisenden Bescheide geltend gemacht wurde, daß eins- und Versammlungsreckhtes über und in dasfelb
ie Polizei die Entfernung von Ausländern vom Leiter ingreifen dürfen. Die Grenze hat die Polizei im vor
er betreffenden Versammlung sehr wohl verlangen koön. iegenden Falle nicht innegehalten, ndem fie, ohne hier
e. demgemäß unter Umständen auch die Auflsösung der zu“ berechtite u feinn ut eeem Kläger die Entfern
Lersan mlung verfügen dürfe, Die Sache ist im Verwal. ing des Ausländers aus der Versammlung verlangt, son
ungsstreitverfahren alsdann bis an das Oberverwaltungs⸗ hern auch nach Ablehnung dieser Forderung die Versomm—
geriche gekommen, das den Bescheid und die demselben ung aufgaelöst hat. F
ugrunde liegende polizeiliche Versfügung außer Kraft ge— J.TTC
eßt —F Der Begründung dieses Sopruches ist folgendes Politisase 2— undschau
u entnehmen:
Die angefochtene Auflösung der Versammlung ist am * * Deutsches Reich. ..
z3. Juni 1907 unter der Herrschast des Preußischen Ver— Zun Ausführung des Guadenerlafses, des Königs
insgesetzes vom 11. Värz 1850 erfolgt. Demgemäß ist 'cn, Württemherg, der die auf Grund des früheren würt
er Entscheidung dieses Geses und nicet das mzwischen embergischen Strasgesetzvuches zu dauerndem Sher—
rgangene Reichsvereinsgesetz vom 19 April i908 u st verurietten Personen wieder in die bürgerli—
nunde zu legen. Bie im Rteichsgesetze nur den Reichs⸗ e⸗ Ehrenrechte einsetzt, hat das Justi zministerium eine
ncehörigen, so war und ist im preuß schen Landesgesene zezfügung erlassen, um die Wiedereinsetzung nach allen
iur den Preußen die Auslibung des Vereins⸗ umd' Ver. dichtungen, in denen der Nichtbesitz der bürgerlichen Eh—
ammlungsrechtes im Rahmen der geseblichen Schrauten eechte bisher von Einsluß vpar, umverzüglich zur Gel—
ugesichert. Daraus solgt aber nicht, daß den Auslaän— ung 3u bringen. Den beteiligten Beamtien wird Ver
ern der Zusammenschluß oder Beirrett zu Vereinen voer cwiegenheit zur besonderen Pflicht gemacht, um zu ver
ie Teilnahme an Versammlungen im Sinne des Ver— —— vergessene oder bis jetzt verborgen ge—
insgesebes ohne weiteres verbdien wäre, denn es ve— iebene Verfehlungen Ortsaugehöriger bei diesem Anlaß
setzt keine gesetzliche Vorschrift, die ein dahingehendes uerdings aufgedeckt und zur Kenatnis weiterer Kreise
Lerbot unmittelbar oder miltelbar enthielte. Beiddieser ebrach werven
sechtslage ist es Tache der Ponzei hach pflichencas Der in Bertin nagende Bergarbeiterkongreß, der
Ermessen darüber zu besinden, ob und wieweit die Tein rn sozia demonratischen. Hirsch Dunckerschen und *
— Versammun hert Verband veranstaltet wird, heschästigte sich in der
zen in Sinne des Vereinsgesehes mit dan den — etzten Sitzung mi dem Thema: Verbot und Bestrafung
chen Schutze unterstellten Juteressen vereinbar erscheim— e chwarzen Listen und der dauernden Sperren. Eine
den nach gibt das Gesetz der Polizei auch das Recht, tlärung, in der gegen das Vorgehen der Grubenbesitze
nsländer auszuschließen. Die Polizei war also berech: Lotestiert und die Reichsregierung ersucht wird, die be
— telenden in Frage kommenden Gesetze so auszubauen, dat
rsanmlung zu verbieten, lonnte aber wegen der Durch: eAussperrungstaktil der Grubenbesitzer durch Bestra
hrung ihres Verbots sich nicht an den Leiter der Vei— ing eines derartigen Vorgeheus ein Ende bereitet wird
nimlung halten und nach ersolgloser Znanspruchnahme Vurde nach längerer Erörterung einstimmig angenemenn
c Anwendung seines Hausrechtes zur Auflefung schrei— Desterreich-ingarn.
.. Gegen die Versammlung oder deren Leuer lann * Es scheint, daß der mehrstündige Obstruktions⸗Spet—
e Polizei. sofern das Einschreiten led'glich durch akel, den die ischechischradilale Parlei im Parlamen.
usubung des Versaumlungsrechtes begründet wird, ner anftaltete, nur ein Ruchzugsgefecht war. Die anderen
orhehen, wenn und soweit dies im Vereinsgesete eine chechischzen Parteien beleiligten sich nicht an dem Tu
iutze findet. Das ist auch bei der Beratung des Reichs Fult Die Obstruktion setzte sofort nach der Rede 33
ereinsgesetzes anerkannt, insbesondere ist sestge lellt wor— inisterpräsidenten cin. Erst trommelten, schrieen unn
n, daß ein Einschreiten der Posizei sich nur gegen die ohiter die tschechisch Radikalen und machien mit Pfeisen
en. nicht I die Reichsangehörigen als ——— Automobihuppen einen ohrenbe am Serbien
Alklieder eines Vereites brer Teilnelaet enßer Ver— erden Lärm. Als ihnen ein Chriftlich-Soigler das Se * D is 5 5
immiung oder gegen den Vercia —D———— Lansbuben zurief. entstand eine ar ge Balge oaul aurn uenne ge Arvnpeingwetcer das Auteme
so!tcije richten dürse. Die Versammluug oder dere ei vor der Winisterbank. Die Minister mußlen suach grophenftange. Der Keronpern; —BB 5
eiter —3— daher nicht sür die Ensfernung cines Aus. p. Don une Geider für die böhmischen Mustkan —2 rr p z wurde heicht am
ders, dem die PVolizei die Teilnahme an der Ver— en, maun setzte ihnen aus Papier gefertigte Mütze u *Das no⸗ äßli
an: ung versaat. Aus der verbotswidrigen Teilnahine und trieb sonstigen Unfug Inpen uten * — die Das Blait, Zwono deldet ens perlaßlicer Quelle,
wickeln sich vielmehr rechtlick“ Beziehengen nur zwi— bue Sache furchtbar ernst zu nehmen schienen Erst nnerstag Das gesammte Vereinsverene
en dem Ausländer und der zei. Reir irofern ho d ndiaer Dauer bört der Lärm auẽ, c13,rundstück der han
en I die otire Arr teeodl Zionrie und Raffimerie Die Feuer
jet em Vleldeamt zu ur.c webren von Hannover und allen Nachbarorten sind zur
F Zum Nachfolger des Hertu Landrat Botticher ist ait den suhlt an Wasser SEantuche Gebande wer
icherem Vernehmen nach ein Sohn des früheren Oberbarger⸗ dea Wabrscheinlich niederbrennen.
neisters von Frankfurt und nachherigen Finanzmintsters von *Erfroren. Aus Wien wird gemeldet: Auf der Rai
Miquel in Aussicht genommen. vagte ein Beamter den Aufstieg uͤber die Teufelsbadstub.
ZISaarbruden, 3. Febr. In Malflatt fiel ein aeeedewe edee bis zu den Schultern und mußte
8 erden.
biahriger Arbeiter aus seiner im 2, Stsckwerk gelegenen * Verirrt und übersahren. In Wiener-Neustadt in
Wohnung auf die Straße und wurde lebengsgefährlich ver- Hesterreich verirrte sich ein Lokomotivführer auf dem Heim
etzt. wege vom Dienst und geriet auf den Bahnkörper. Er
wurde von einem Zuge erlaßt und zermalmt.
*Banknoten-Fälscher. Die Gendarmerie in Buda
peft verhaftete den Landwirt Fetkete, der bei den landwirt
chaftlichen Pferderennen mehrere Preise gewann, unter den
VBerdacht der Banknoten-Fälfchung. Die bei ihm vorge
iemmene Haussuchung hatte einen überraschenden Er
xIlg. Drei Pressen zur Herstellung von Tausend, Fünfzig
ind Zwanzig-Kronen-Noten wurden aufgefunden. Fekete
var der Führer einer weitverzweigten Fälscherbande. Auck
eine Komplizen wurden fesigenommen, Weitere Verhaf.
wmugen stehen bevor. Die Banknotenvreisen stammen aus
Wien und Hamburg.
* Qurhans in Flammen. Das mit 4 Millionen Ko
len neuerbante Kurhaus in Spa Belgien) steht in Flam—
nenn. Gegen acht Uhr morgens stürzte das Dach ein Des
rrschenden Sturmes wegen ist die Feuerwehr nahezu
nachtlos.
*Zum Erdbeben in Messina. Aus Regaio wird
zemeldet, daß Präsfekt Bessy die Verwaktung der Stadt
ibernommen hat. Er erließ einen Befehl an die Bevol—
erung. worin diese aufgefordert wird, ibre Wohnungen
wieder aufzusuchen nud herzurichten. Zahlreiche Personen
haben d'eser Aufforderung Folge geleistet Die Aufraͤu⸗
nungsarbeiten werden jett mit arößtem Eiser fortaesetzt.
— In Beglei ung des Besliner Arztes Dr. Konp ist in
Lceapel die Rote Kreuz Schwester KHlement gelandet
ind dem Cheiaret des Neaneler deutschen Hospitals asls
eiteskfranlde übergeben wordern. Schwester Klement ist
mis Baden gebürtia. Ter Anblin des namensosen Elends
erwirrte sie derart, daß sie in Waßnsinn vperfief
—
1. 3 pCt. Preußischen Konsols 10 600 0
2. Zeinhalb pEt., 1200 Od
3. 3 pCt. Deutische Reichsanleihe. 1000 0c
4. Kreissparkassenbestand Saarbrücken. 656 60
5. An die Mitglieder ausgeliehenes Kapital 2199 45
R Barer Kassenbestand 217 45
Gesammt⸗Vereinsvermögen Sum. 15773 5*
Dudweiler, den 31. Januar 1909.
Der Vorsitzende Die Beisitzer Der Kasse nsuhre
Arend. Müller 28. Bur.
Der Stellvertr. Vors. Eng'el 2. Der Schrfeführe
scichacker. David. Pitz. Harig.
hatte sogar einst im Uebermute auf diesenige von uns,
velche nicht regelmäßig schreiben oder antworten werde,
als Strafe den schrecklichen Fluch herabbeschworen, eine
unglückliche Ehe führen zu müssen. Von allem, was wur
als junge Mädchen erbeten, versprochen und geschworen, ist
leider nichts in Erfüllung gegangen als jener Fluch, der
uns beide, mich aber sehr schwer, getroffen hat. Als man
die Freundin in den Wagen hob, der sie hinwegführen
sollte, stand ich verzweifelnd am Fenster und breitele noch
inmal sehnsüchtig die Arme nach ihr aus; als mir
ann weinend den letzten Abschied zuwinkte und der Wa⸗
den mit ihr fortrollte, brach ich ohnmächtig zusammen.
MNan brachte mich in mein Bett, in welchem ich mich bald
rholte, aber nur um mich noch einmal recht auszuweinen.
Die Superiorin selbst kam zu mir, sprach mir anfänglich
einige Trostworte zu, begann dann aber eine lange Straf—
predigt darüber, daß ich mich meinen Gefühlen zu sehr
hingegeben habe. Dies fei stets mein Fehler gewesen. Seit
ich mich in dem Hause der Schwestern befinde, habe sie
mir unablässig die wohlgemeinte Lehre wiederholt, mich
ntemals vom Gefühle beherrschen zu lassen. Das Weib
musse frühzeitig lernen, seine Empfindungen streng in
Zügel und Zaum zu halten und in Demut und Geduld
alles hinnehmen, was Gott in seiner Weisheit sende. Alle
zroßen Schmerzen und alles tiese Leid, die ein Frauen—
jerz heimsuchen könnten, rührten daber, daß es seinen
Empfindungen zu leichthin nachgegeben habe, ohne, wie es
zicier frommen Christin zieme. die Folgen solchen Tuns
ernstlich zu bedenken
üritger-Perrit
Dudweiler.
Ppatriotische
Abendunterhaltungen
finden statt am 7. ds. Mts, fü
die Bezirke 1 bis 4 im Lokale Bayer und am 14. *
Mis.. für die Bez. 3—8 im Lokale Baldes.
Jeder Kamerad ist berechtiat 1 Dante einzuführen.
Knorz.
—
DuMonts Sorgenbrecher
ein ges under, vorzuglicher Rauchteba“
Grobschnift in Blad- fein schniff in BHraundruch
das Vverelofundose ↄ—5— —