Full text : Dudweiler Zeitung

Lokales. —
J Wieviel Beamte hat Deutschland? Die Beantvortung
 dieser Frage ist nicht leicht. Rechnet man die
Angestellten der Post, der Eisenbahn, das Heer, die An
gesie lten im Hof-, Staats-, Gemeinde-, Kirchen- und im
zchuldienst nebst ihren Familienangehörigen ꝛc. zusammen.
o kommt die Summe von etwans WMillionen Köopfen
eraus. Da indessen in dieser Ziffer nicht alle staatlichen
c. Angestellten enthalten sind, so kann man annehmen
zaß sich etwa der zehnte Teil' der Gesamtbevölterung im
öffent ichen Dienst oder dergleichen befmdet, oder sonstige
Zugehörige zu digen Berufszweigen sind.
Silber wird in fast allen Ländern gewonnen. Die
Silbergewinnung aus eigenen Erzen betrug in Deutsch—
land 1808 fast 155 000 Kilogramm. Reich an Silber ist
auch Spanien. Nordamerika lieferte über 4000 000 Kilo-»ramm
 Silber, auch in Südamerika ist die Silbergewin—
numg sehr bedeutend Auch Nuitrolten verfügt über reishe
Silberquellen, deren Ausseute 1907 faft 600 000 Kilvgr
betruag. Insgesamst betrug die Silbergewinnung für 1907
über 554 Millionen Kisoeremm, deren Handelswert 513
ie Mark war. Demgerenößer hatten die im »*1
en Jahre gewonnenen 6180 Kelogr i
yrt von 1724 Millionen —D legramm Gold einen
O* Postalisches. Die Postverwaltung wird jetzt auf
Anregung der Berliner Handels'ammer die Vorderse ten
der neuen Postkarten, von denen die linke Hälft⸗
für schriftliche Maͤttelungen freigegeben ist, ähnlich wie
ihn die in der Privatinduftrie hergestellten Postfarsen be
reits besitzen, mit einem senirechten Strich versehen, der
die Adresse von der Mittelung trennt.
stinderlähmung. Diese im Rahrrevier schon seit
längerer Zeit auftreteade Krankheit ist jetzt auch im Saar⸗
revier zu verzeichnen. In Fischbach ist ein etwa 18 Monate
altes Kind eines Bergmannes von der Krankheit besallen.
Un tersuchung. Anfangé Oktober wurde an der Mühle
dahier das Söhnchen des Herrn Gustav Weil durch ein Au⸗
tomobil überfsahrer. Der betreffende Chauffeur ist beim
Militär eingetreten, weshalb die Untersuchung durch die
Militärbehörde gefüiht wird. Am Dienetag morgen nahm
die Militärbehörde eine Ortabesichtigung vor.
Versammlung, Nächsten Sonutag findet in der Wiri⸗
chaft Dillhöfer eine Bergarbeiternersammlung flatt. Das
Mitglied des Abgeordaetenhauses, Bergmann Imbusch, wird
in derselben über die wirtschaftliche Lage des deutschen Berg⸗
jaues sprechen.
Personalnachrichten. Das Allgemeine Ehrenzeichen
wurde verliehen: dem Steiger Friedrich Törr zu Reder, dem
Förderaufseher Jatob Albert zu Punttingen, dem Lampen⸗
aufseher Heiur. Jung zu Neunkirchen (Kreis Ottweile.) den
Aufsehern Joh. Gräber zu Fricediichhthal, Joh. Klasen zu
Dudweiler, Phil. Janes und Ludw. Trompeter zu Neunkirchen
den Maschinenwärtetn Ludwig Deutsch zu Schwalbach (Kr
Saarlouis und Joh. Loꝛen; zu Dudweiler, dem hüheren
Maschinenwärter Nikol. Altmair zu Eusdorf, den Zimmer—
hauern Jakob Aman zu Neunkuchen und Jakob Pitz zu
Dudweiler, dem Schachtzimmerhauer Christian Poller zu
Pflugscheid, dem Hauer Peter Kleber zu Jägers'reude, den
Bergmännern Wilhelm Hoffmann jzu Nerch weiner, Korl
Andrä zu Friedrichs'hal, Nikol Hoffmann zu Bildstock und
Joh. Nöß zu Quirschied, den früheren Bergmänners Jalob
Köhl zu Griesborn, Heinrich Laue zu Bildstock und Mattdias
Schneider zu Quirschied und dem früherer Bergarbeiter Jal
Alaß zu Derlen.
Vergeßt der hungernden Vögel nicht! Unsere
zefiederten Freunde sird wieder in Not. Der Schnee verdeckl
— V
fallenden Brosamen und durch Srichtung von gesigneten Fu
terplaͤtzen. Auch auf Fenfsterfimsez und derartigen Orten
wissen die hungernden Vözel die Liebesgaben der tierfreuad—
lichen Menschen z fiaden.
Die Peitsche in rohen Händeu ist ein Folterwerkztu;
für die armen Tiere. Ihre Wirkung auf den Körper der
Tiere ist viel schrecklicher, als sich unsereiner derkt Vernüns—
lige Kuischer sclagen nicht so viel, sondern brauchen die
Peitsche mehr, um den Tiexen ein Zeichen zu geben Nur
die schlechren Kutscher greifen sets zur Peitsch·“. Der er—
fahrene und gute Katscher spricht mit seinen Pferden und ge—
wöhrt sie an den Zuruf.
Vom füddeuischen Kohlenmarkt. Aus Mannheim,
18.d. M. berichtet man der „Fcankf. Zto.“. Die Marktlage
 wurde dadurch eiwas erfreulicher, daß sich vermehrter
Begehr nech Hausbrand einstellte, der größere Bezüe zur
Folge hatte. Bei mäßigen Beifuhren konnte ein Teil ab
kager effektiert werder. Brechkoks ist fehr reichlich angeboten,
voa Außenseiten sogar zu stark reduzierten Preisen. Stein—
kohlenbriletts hatien schleppendes Geschäft.
Ueber den Alkoholgenuß der Schuljugend ent—
zält der unläsight erschlenene Medizikalbericht von Württem
berg für 1907 eine lehrreiche Echebung, die dem Oberamts—
arzt in Rottenburg in Einderständnis mit den Bezirksschul⸗
inspettoren beider Konsessionen in seinem Oberamt augenell
hat. Sie eirstteckt sich auf 638 ulklassen mit 4240 Kindern
Von diesen hatten 4178 oder 98 Prozent schou Alkodbolika
genosser. „Biost“ hatten 86 Piozent getrunken, Bier 15
Prozent Taͤzlich trankeu ein geiftiges Getränke nicht weniger
als 3010 oder naßtzundrei Viertel der Kinder, und zwar
ranken täglich ein galbes Liter oder mehr 549 Kinder oder
12,9 Prozent. Schon morgens vor Schulbezginn bekamen
solche Geiranke 44 Kender. Von 10 —Schülern wurde ein
Liter und von einem sogar eincinhalb Liter äglich getrunkenl!
Was den Branntweingenuß betrafft, nach dem der Arzt zar—
aicht gefrogt batte, im Gla udven, ein derartiger Mißbraub
wäre 2αα -e höttes, schriep ein Lehrer von seinen 71

Schülein im Alter von 7 bis 9ꝰ Jahren hyatten 2166chon
Schnaps gelrunken; ein andeter: „Auf Befragen, wer schon
Jtanntwein getrunken, strecten alle die Fluger in die Höhe“
in dritter: „Iun S. gibt es kein Kind unter 7 bis 14
Jahren, das nicht schon wenigtens etwad Schnaps verkoste
Jätte.“ Häufig trat auch an Stelle des warmen Mittagz⸗
ssens kalte Kost mit Bier oder „Most“. Medizinaltar
Bcherf schließt seinen Bericht mit den Worten: „So haber
die augestellten Nachforschuugen, wenn ste auch keinen An
pruch auf Vollständigkeit und absolute Zuverläfsigkeit machen
unen, uns manche une rwartete und unerfreuliche Aufklärung
zebracht und grelle Streiflichter auf dle verkehrten Sitten
and die Gedantenlosigkeit unseres Volkes Igeworsen. In der
Tat ist es vor allem Unerfahrenheit und Rangel an Denken
zei den Elters, was an dem unfinnigen, fast algemein ver—
treiteten Alkoholgenuß der Schulkinder Schuld trägt. Die
neisten Eltern sind blind gegen die Erkenuung der großen
Gefahren und Schäden und taub gegen die von Aerzten und
Lehrern kommenden Warnungen.

Aus Aaß und Jern.
Jägersfreude, 24. Nov. Mit dem Bau von Beauiten⸗
wohnungen bei der hiesigen neuen Schachtaulage soll nun
begonnen werden. Dieselben kommen oberhalb der Anlage
zu stehen, wozu eine Fläche Wald abgeholzt werden mußte.
For die Bergleute wurden im oberen Ortsteile Herrenfohr
eine Äzahl schöner Doppelwohnungen erbaut. Brgfrd.
Jägersfreude, 24. Rov. Die hiefige Srube wird in
nächser Zeit erh bliche Belegschafts-Vermehrung erfahren
udem mehrere hundert Leute von Dudweiler nach hier ver⸗
egt werden. Es kommen hierb'i haupisächlich die Beigleute
aus Jägersfreude, Herrensohr, Rentrich, Scheldt und die im
interen Datsteile Dudwetlet wohrenden in Betracht. Sbr.Ztg.
Göttelborn, 24. Nov. Mit dem Querschlage auf der
weiten Tiefbausoble, der zur Erschlteßunz der Magerkohler⸗
»artie bezw. zur Verbindung der Grube Göttelborn mit den
zeiden Flözen dient, ist jetzt das Holzer Konglomerat durch⸗
zutert worden, wilche die hangende Flammloplengruppe von
der Magerkohlengtuppe trennt. Der Querschlag erhält eine
Länge van 2000 Metern. Saarbr. Belksz.
Baus. 23. Nor. Wie erst jetzt bekannt wird, überfielen
zwei Italiener außerhalb unseres Ortes am letzten Sonntag
ein Maädchen, dem sie Hände und Füße fesselten und es zu
vergewaltigen suchten. Auf die Hilferufe der Usber'allenen
tilten des Weges kommende Bergleute herbei, woraus die
Undbolde die Flucht ergriffen, ohne erkannt zu werden.

* Köln, 25. Nov. GGerüstein stur z.) Gestern ge—
gen mittag stürzte ein Teil des vorderen Gerüstes am
Reubau der städtischen höheren Mädchenschule in der St
Apernstraße ein. Der eiserne Bautran blieb aber siehen
VPenschen sind, wie es scheint, nicht verunglückt. Die
Feuerwehr war mit dem Automobil und zwei Mann—
chaftswagen angerücht. Der Verkehr auf der Straße ist
gefnerrt.
* Düsseldorf, 25, Nopy. (Neues vom grünen
Tunch.) Ueber eine neue Leistung des heiligen Bureau
raunus schreibt man aus Düsseldorf: Aui einer An
zatzl von umliegenden Bahnhöfen ist, wie die Tässel
orfer Zeitung mittelt, der Zu absertigunas- und Auf
ichtsdienst an den Personenzügen den Fayrdienstle terr
den Beamten mit der roten Müttze) entzogen und der
zugführern der betreffenden Züge übertragen worden
Der Fahrdienstleiter soll bei diesen Zügen nicht mely
zie rote Mütze tragen und auch nichts zu sagen haben
BZet den Güterzügen dagegen hat der Fahrdienstleiter di—
rote Mütze zu tragen; er ist alio gezwungen, in seine—
Di nststunden 30 bis 50mal die Kopfbedeckung zu wech
eln. Wie er es machen so!ll, wenn ein Personen- und
in Güterzug zugleich im Bahnyof ist, darüber enthöl—
de in Frage kommende Dienstvarschrisft nichts; man wil!
»en zFall erforderlichenfalis nor alle gerichtlichen Instan—
zen bringen!
* Essen, 25. Nor (Bru dermord.) Anlähßlich ei—
nes Wortwech'els hat in Bredeney ein verheirateter Ar
beiter seinen verheixateten Bruder mit dem Messer ersto
HYen Der Täter wurde verhaftet.
* Bochum, 25. Nop. (Der Beschluß der Berg—
urbeiter.) Die hier abgehaltene Konferenz der Ver—
ceter der vier Bergarbeiterorganisationen beschloß ein—
nitig, die Berhandfungen des Reichstages
ber den Zentrabarbeitsnachweis der Zechen—
»esitze aäbzuwarten, und entiprechend dem Verlauf
der Reichsstagsverhandlungen in einer abermaligen Zu
ammenkunft Beschlüsse zu fassen.
* Kobleuz, 25. Nov. (Unglücksfälle.) Ein Schf
tker aus Köln wurde am Mosclwerft beim Ausladen
)urch eine am Kran pendelnde Kiste in die Mosel ge—
chleudert, wo er versank und nicht mehr zum Vorshein
am. Die Leiche ist wahrscheinlich abvgetrieben. — Im
»enachbarten Kärlich geriet ein Mühknecht in das Ge—
riebe. Als es gelang, das Werk abzustellen, hatte der
Mann schon so schwere Vertetzungen erlitten. daßme
einige Stunden darauf starb.
* Dar mitadt, 25. Nop. (SSchwerer Unglücks
fall.) Ein schweres Unglück ereignete sich in der Land
»naf Georg-Straße. Beim Einfahren eines jungen Pjfer—
des stürzte der langjährige Stadtverordnete und Apiel
weinfabrikant Karl Philipp Müller vom Wagen. Die
Räder gingen ihm zweimal über die Brust. Er war so—
sort tot. Ein Knecht wurde schwer verleßt ins Kranken
haus gebracht.
* Metz, 25. Nov. (In Sachen Bogene z.) Die
Berufung in Sachen Bogenez wurde vom Reichsgericht
zurückgewiesen. Bogenez war im Februar 1905 von ei
tiem auf Vosten siehenden Rekruten erschossen worden
weil er auf dessen Anrus nicht stand. Der Posten, der
ibereilt gehandelt hatte. wurde zu 8 Monöoten Geiängn
noriurteilt

Tesegramme.
Essen, 26. Nov. Ueber den großen Diebstahl bei der
Zergwerksdirektion in Glabbeck wird jetzt gemeldet: Auf die
Aussagen einer Frau daß sich in Gladbeck ein ihr bekaunter
MRaun durch große Geldauszaben, die zu seinen Vermötgeng⸗
zerhältnissen nicht im Einklauge stäuden, bemerkbar mache,
zielt die Polize bei dem bezeichneten Beamten eine Haussuch⸗
ing, wobei 2400 Maelk in Funfzigmarkscheinen aufgefunden
vurden. Es handelt fich hierbei um einen Steiger namena
Neuß, der keine genügende Auskunft Aber den Erwerb des
Beldes zu geben vermochte. Aus Fünfzigmarkscheinen bestand
zum großen Teil neben Gold die gestohlere Summe. Reuß
agte, er habe die Summe durch Umerschlagung und auch
Arkundenfälschung zusammengebracht, aber an dem großen
kinbruchsdiebstasl sei er unbeteiligt. Er wurde aber in Haft
—äXA
irgend einer Weise doch beteiligt'zu sein. Die Polizei soll bereits
estgestellt haben, daß bedeutende Unterschleife vorgekommen
ein, deren ganzen Umfang erst eine längere, eingehende
Untersuchung darlegen werde. Der Erste Staatsauwalt von
hamm und der Ecste Staatsanwalt von Essen haben sich
nach Recklinghausen begeben, um nach dem neuesten Ergebnis
die Untersuchung zu weiteren, mögltchst schunelen Aufllärung
mit bem Direkior Raifeisen zu konferieren. Man erwartet
sür den heutigen Tag eine größere Zahl von Berhaftungen
in Gladbeck. Cine unangenehmes Nachspiel wurde die Sache
wie sich jetzt herausstellt, für einen Berginspektor haben, gegen
den eine Anklage schwebt, wegen Widerstand gegen die
Staats gewal!.
Wwoien, 26. Nov. Kauf'eute, die aus Rußland hier
eintreffen, verichten daz an der Westgrenze Rußlands
wichtige militärische Vorkehrnngen getroffen werden. Die
ussischen Militärbehte den verstärkten mit größter Beschleu—
nmigung die Grenz'esestigungen. Es finden fortgesetz
Truppeninspeftionen stat“ Wie in militärischen Kreisen
verlautet, iollen alie Festungen in Russisch-Polen den mo—
dernen Anforderungen entsprechend umgestaliet werden.
WSondon, 26 Nov Der bisherige Gang der Debatte
im Oberhause ist viel günstiger für die Regierung als
an unehmen war. Die Reden von Cromer und Rosebery,
die in der Form der Stimmenthaltung zur Verwerfung
des Antrages Lansdowne gelangen haben der Opposition
zroßen Schaden getan. Die neue Schwenkung von
stosebery ist den Tories seyr unbequem, denn auf
eine Autorität hat man sich beim Budgetkampfe mit am
tärksten berufen. Rosebery hat im Oberhause den merk
vürdigen Rat erteilt, eine Delegation von 150 angesehe—
nen Peers mit der Abstimmung über das Budget zu be—
nit tragen. Warum hat er die' en Vorschlag, sowie die
Warnungen gegen die Ablehnung der Finanzbill nicht in
seiner großen Rede in Glasgow gemacht, die den Gang
des Kampfes entscheidend bestimmte? Es wäre Rose—
very leicht gewesen, bei der jetzigen Debatte als Nicht
parteimann zu sehlen.
New-⸗York, 26. Nov. Dem amerikanischen Staatslekretär
 des Aeußeren, Knor, sind, wie jetzt bekannt
wird, auf seinem Landsitz zahlreiche Dokumente po—
litischen Anhalts gestoblen warden
Brüssel, 26. Nov. In der belgischen Kammer wurde
gestern bei der Vorlege üUber die Militärreform die Dienstzeit
sestgesezt“ Belchlossen wurde mit 198 gegen 27 Stimmen,
daß in Zukunft die Dienstzeit im belgischeu Heere betragen
soll bel der Infanterie I35 Monate und bei der Kavallerie
2 Johre. Bisher betrug die Dienstzeit bei der Jafanterie
28 Moenate und bei der Kavallerie drei Jahre.
Paris, 25. Nop. Im Amtszimmer des Untersuchunge⸗
richiers Bourgueil eretgnete sich geftern eine dram atische
Scen‘. Der Zuchthaus⸗Sträfling Reinzardt, der der Teil—
nahme am Morde einer Händlerin angetlagi war, geriet bei
seiner Bernehmung in Wut über die ihn belasteten Aussagen
seiner Komplicen und brüllie: Es ist gul, ieh klettere
ruis Schaffoti, aber ihr werdet von mir erfahren. Mit
hnerkulischet Kraft zerriß er seine Fesselung, biftrete sich von
den sechs Gardiften, die ihn fangen wollten, warf sie niedr
und stuͤrzie sich auf die Z ugin Hirtz, die hinter den Richter:
tisch flüchtete. Ause neue stürzten sich die Gardisten auf den
esenden Verbrecher, wäärend der Rehter rudia dem Schrei—
oer befahl, im Protokoll fortzuijahren. Schließlich gelang es
mit Hilfe von 4 weiteren Poliz sten, den Wütenden zu über⸗
vältigen und ihn abzuführen.
stonstantinopel, 25. Nov. Ein furchtbares Gewitter
richtete gistetn in Konstantinoptl große Verheerungen an.
Vitle Gebaäͤude wurden durch Blitzschlag veschädigt. Zehn
Plenschen sind bei der gleichzeitig auftretenden Ueberschwemmung
ertrunken. Mehrere Telegraphenlinsen wurden zerstört.
Newyork, 26. Nov. Ein Eisenbahnunall hat sich im
Stoate Washingion zugetragen. Ex Cisenbahnzug der
Nordbahn stieß mit einem elektrischen Zuge zu ammen. Di
Wagen gerieten in Biand. 5 Persoren wurden getötet, 50
chwer verlutzt.

* 5422 — — ———
SNzunoriftiscije Ecke.
zPrinzenerziehung. „Können Hoheit sagen,
bvon wem die Bärgschaft ist?“ — „Von Goethe.“ — „Ganz
recht, Hoheit, Goeihe hat verschledene Bürg'chaften gelei
stet, aber es g'bt auch eine von Schiller.“
*Von der Schmiere. Direktor: „Der Schiller
z'ebtt auch nimmer! Gestern hab' ich ihn als Autor mei—
nes Dramas: „Der Graf und die Zigeunerin“ angegeben
— es is aber auch durcha'fallen'“

1

— * 7 — — —— ⏑⏑⏑— F
erleint Gardinen, Spitzen und zarten Stoffen, ob einfach oder kunstvol. jenen
Zauber von frissche und Reinnheit der das Heim qemütlich und anziesiend qge⸗
Staltet. Sunlicht Seife vervende man ohne Zutoten. Aus reinsten und besfen hohnateriadlien
 herqgestellt reiniqt sie durch eigene Kroftf. Mun verwende nur Sunlichlseife
            
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