Full text : Dudweiler Zeitung

Fokales
c) Jubilaum. Gestern konnte die bei Jung und Alt
hne Unterschied der Contession bekannte und bellebte Schwester
Fara die fünfzigste Wiederkehr des Tages feiern, an dem
je in der Orden der Schwestern vom heiligen Geist aufge⸗
sommen wurde. Von welcher Bedeutung dieses Eceignis ist,
eht schon daraus dervor, deß sie die Erste ihrer Genossen⸗
shaft in, der es veryoͤnnt war, diesen Tag zu erleben. Mag
auch der Körper geschwächt und von dir Last der Jahre ge⸗
heugt dein, id ist doch der Geist noch frisch. Ea dürfte sich
vwohl kaum Jemand ausschließen, wenn wir sagen: die ganze
Geineinde bringt der beliebten Jubilarin ihre Glückwuünsche
dar mit dem besonderen Wunsche, daß sie noch recht viele
Jahre segensteich wirken möge
—r. Jubiläum. Unter aroßer Anteilnahme beging
gestern in aller Stille die ehrwüdige Schwester Klara i
diesigen kathslischen Kloffec ihr goldenes Jubiläum. Vor
50 Jahren trat sie als Sechszehnjaͤhrige in die „Ni derl!assunc
vem hl. Geiste“ in Codlenz ein. Im Kriege 1870 wirkte
sie als Krankenpflegerin unermüdlich in den Militärlazareten
und ist auch im Besitze der Kriegsdenkmünze. Seit 17 Jah—
ren betätigt sie sich segensreich und liebevoll in unserer Ge—
meinde. Obwohl gebeugt vom Alter, verrichtet sie still und
bescheiden in geistiger Frische ihre Arb.it. Auch an dieser
Stelle wollen wir der goldenen Jubilarin gedenken und ihr
einen recht glücklichen heiteren Lebengabend wünschen.
T. Collette. Der Hert Oberpräsident der Rheinprovinz
hat dem hiefizen Schwestern⸗, Waisen⸗ und Altersversorgungsheim
 eine Hauskollekte innerhalb der Grenzen unserer evang
Gemeinde auch sur dieses Jahr bew lißzt. Diese Collekle
wird in diesen Tagen durch die Vorstandsmitzlieder des
Evang. Frauenvereins erhoben werden. Sie wird unter Hin⸗
weis darauf, daß die sür die Jahre 1907 und 1908 gleich—
falls höheren Outs bewilligten Hauskollekten nicht eingesam⸗
melt worden siad und unter Hinweis darauf, daß sich gegen⸗
waärtig 16 verwaiste Kinder aus der Semeinde in dem Heim
befinden, den Wohltätigkeitssinn der Gemeindeglteder warm
und herzlich empfohlen. Es wird gebeten, die Sammlerinnen
in Anerkennung der Muhe, welcher sie sich unterlichen, freund⸗
ich auszunehmen. Ein guter Ertrag dieser Hauskollelte ist
nötig, wenn wie sruͤher so auch in diesem Jahr von der
Schuldsumme wieder tausend Mark sollen abgetragen werden.
Die sond übliche von den Gemeindeschwefiern abgehaltene
Veihnachtskollekte fällt dieses Jahr aus
Gefluͤgelausstellung. Die Ausftellung im Poller'schen
„aale war gestern seht zut besucht. Fur Interessenten bietet
ie des Sehenswerten UÜbergenug, sodaß ein Besuch nur em—
fohlen werden kanv.
Neue Maschinengewehre. Angesiuts der großen Be—
eutung und uxunterbrochenen Vervollkommnung der Ma—
chinen gewehrweffe ist es dankenswert, daß Hauptmann A.
Fleck in einen soeben bei Mittler u. Sohn in Berlin eir—
chienenen Buche „Die neuesten Maschinengewehre, Forischritte
und Strtitfragen“ das zusammengefaßt hat, was zu der
Ftage in jüngster Zeit sich angesammelt hat. In Oefterreich
st die rasche Beendigung der Organisation der Maschinen.
jewehrabteilungen der pollitischen Spannung des Jahres 1908
u verdanken. Seit April 1909 b'sitzt jedes Infanterie und
Tiroler Jägerregiment eine Maschinengewehrabteilung zu 2
Schwarzlofegewehren, die sich hervor agend und glänz nd be—
waͤhtt haben. Bei der Kaoallerie geht die Formtecung der
Raschinengewehrabteilungen langsamer vor sich. Das Ma—
chinengewehr Frankrelichs in glänzend aus milttärischen Fa—
hriken hervorgegangen. Die Maschinengewehre sollen in so
großer Zaql, wie sie die Werkstätten überhaupt liefern konnen,
gefertigt und in den Garnisonen an der Grenze aufbewahrt
werden, ohne daß man daron in Deutschland erfährt ()
Eine Invasionsarmee wurde auf diese Weise an den von
vielen Tausenden von Mischinengewehren Iranzöfischen Ver
teidigungsstellen verbinden müssen. Aus der Verteidigunge.
dellung heraus bei der man wegen der vielen Maschinen⸗
gewehre mit Menschenmaterial sparen köante, würde dann
gegebenensalls mit den zurückgehaltenen frischen und
tarlen Truppenkörpern den vernichiende Offensivstoß ersolgen.
Währeud fich die Begriffe über die taktische Verwendung der
Maschinengewehre und uͤber die günstigen Formen, die von
der Infanserte im Maschinengewehseuer anzunehmen sind
allgemein geklart haben, konnten sich dagegen über die zweck⸗
naßigste Art, die neue Waffe niederzukämpfen, bisher ein⸗
jeitliche Ansichten noch nicht bilden. Wie schwer gut auf⸗
zestellte Raschinengewehre oft zu sehen und wieviel schwerer
noch sie zu treffen sind, weiß jeder So dat, der sie im Ma—
öber bekämpfen oder sie auf dem Truppenüburgsplatz beim
Befechtoschieken untor Teuer vehmen mußte,
Aus Jah und FJern.
Saarbrücken? 20. Rop-Der Bote, der vor einigen
Tagen 65000 Mark, die er zur Bank bringen sollte, unen
shlug, wurde in Tirol ermistelt. Der Vater des Ausreißere
holte den Jungen felbt ab und übergab ihn de— Polizei.
— Ein belgischer Deserteur traf di ser Tage hier eir. Er
dam aus Tournay in Belzien, woselbst er beim 8. Jäger—
Regiment zu Fuß schon seil 5Jahren in Dierst taud. Da
jahrige junge Mann, der noch mites inen Melisahofen be
tleidei war, begab h biee auf die Suche nach Arbeit.
Saarbr. Volls;.
Saarbrücken, 20 Nov, Das in de: Mainzirstraße
Ne. 87 gelegene große viersoͤckige Wohnhaus mit großem
Dlntergebaude, in dem das Reftaurante Kaifencasee barleben
wird, gina durch Rauf junm Preise von 132000 Moant
aus den Händen des bieherigen Besitzers, Herrn Marx aus
Pattlinges, in den Besitz des Herrn Rstauratears Krücken
über. Zerr Maix hat das Anwesen vor 3 Jahren von dem
Rentner Heren Adoif Bausch um Wreise von e2 b0
erworben. Sbr. Ztg.
Heinitz, 19. Nob. Die Berginipektion sah sich genolig
dachstehende Bekanntmachung auf den verschiedenen Gruden—
abtellungen zum Aushang bringen zu lassen: „Die Fälle
on Diebstahl und Earwendung von Beiiebsmaie. ial haben
in letzter Zeit dermaten zugenommen, daß in Zakunft mit
den sirengsten Strafen dagegen vergegangen werden muß.
ce wird darauf aufmertfam gewacht daßn, abteseden vo,
)auernder Able, ung, in Zutanse auch zu einer gerichtlichen
Lerfolgung der Diebstahls älle überßgegangen werden wird.
In zwa neverdings festgeste Uten D'ebstahlsfällen wurden die
Betroffenen mit zeuweiset Ablegung bestrafn“ Von einer
aͤnzlichen Able zueg, die in der Arbeitsordnung vorgesehen
si wurde diesmal noch ausnahmeweise abgesehen, in der
Siwartung, daß sich ahnliche Fälle nicht wiederholen.
Wehrden 18. Noo. Am Mittwoch abend hantierte
in Lljahriger Junge miß einem geladenen Revoloer, den er
un Hause vom Tische nahm. Der Nedo'der eatlud sich und
i⸗ Qugel traf den Jungen ins Auge. Dir Junge mußte
üaritliche Vehkandlufg gerehben werd Ssßr eur

Koln, 20. Nov. (Mord.) Ein stellenloser Schwei
— —
ruf die Richte der Bureauinhaberin, eine unge Frau ab,
ie tödlich getroffen, zusammenbrach. Der Täter
ntsloh, wurde aber später verhaftet.
»KNöln, 20. Nov. (Bergleich sfahrten.) Die
Zitstschife „M. 2* und „P. 1* stiegen um 9.10 Uhr von
»er Ballouhalle kurz nach einander auf und fuhren rhein⸗
utswärts. Das LVuftschiff „83. 2“* stieg um 10.20 Uhr
nif und fuhr in westlicher Richtung davon.
»* Aachen, 20. Nov. („83. 2*.) Das Luitschiff „8. 25
jat die einmal schon wegen Nebel aufgebene Fahrt von
Zöln nach Aachen heute unternommen und traf um 12
ühr hier ein und überflog mehrmals die Stadt.
* Dortuund, 20. Nov (Verhaftete Exrpreßp
er.) Wegen Erpressungsversuchs bei der Familie eines
Arztes in Hörde wurden die Bergleute Johann Musen
und Wilhelm Schröder von hier verhaftet. Es handelt
sich um Berwandte der Personen, die vor längerer Zei
n der Aahe der Rennbahn ein junges Mädchen überjal⸗
len und in schlimmster Weise mißhandelt haben.
»Duiabura, . Neb- VBerurteilteRowdys)
Der Bergnanu Joösef Gollob, der zusammen mit dem
Dergnant Josef Vinen in Schmidthorst in der Nacht zum
28 Zunin d J. den Schmiedegesellen Bleckmann überfal—
—Auͤnd ihm mit einem Gummischlauch das linke Auo—
Sgeschlogen batte. erhielt heute von der Strafkamm
vegen gefährlscher Körververletzung 14 Jahre Gefängnis
Unter dem Verdacht des Aboptionsschwindels
hat die Berliner Kriminalpolizei einen Gärtner Hermann
Bock und dessen Frau verhaftet. In verschiedenen Ber—
liner Zeitungen zeigte Bock von Zeit zu Zeit ohne Na—
nensuntersechrist an, daß er gegen eine einmalige Ab—
indung von 800 Mark ein kleines Mädchen zur Adop—
ion abzugeben wünsche. Jedesmal meldeten sich Leute
die das Kind gern gehabt hätten und mit der Abjsind—
ungssumme durchaus einverstanden waren Allen schrieb
Bock. daß sie zunächst drei bis fünf Mark einzusenden
hätten. Sobald die Leute das verlangte Geld gesandt
atten. hörten sie nie wieder etwas von Bock und seinem
dinde.
Das Befinden Björnsons. Aus Paris wird ve—
richtet: Im Befinden Biörnsons ist eine Besserung ein—
etreten.
Der Reisende im Koffer. Einen seltsamen Re—
ciametrick hat ein Neapeler Likörfabrikant ersonnen. Ei—
ner Meldung aus Rom zuiolge entdeckte die Bahnpolizei
n Pietra'santav (via Reggio) einen Mann, der seit6
Tdagen in einem Kofser sich von Brot und Likör nährte.
der seltsame Reisende war ein Neapeler Likörfabrikant,
der auf diese Weise Reklame machte. Da er in hohem
grade erschöpft war, wurde er ins Spital geschafft.
Feuerwehr-Menterei. „Eclair“ meldet aus Rom,
daß in Neapel unter der Feuerwehr eine Meuterei aus
jebrochen sei. Sie richteten in ihrer Kaserne Verwüstun—
jen an, nachdem sie ihre Offiziere aus dieser vertrieben
jatten.
Der Vulkan auf Teneriffa. Der neue Vulkan,
der auf der Insel Teneriffa ausgebrochen war, ist nach
üns Minuten langer Dauer wieder verschwunden.
Felssturz. Aus Bastia auf Korsika wird berichtet
ßeftige Regengüsse, die ieit einigen Wochen anhalten, ba
zen in der Nähe von Aiaccio eine Katastrophe verur—
sacht. Mebrere Felsblöcke lösten sich unter der Wirkung
zes Regens los und zerstörten mehrere Wohnhäuser, wo
zurch mehrere Bewohner verschüttet wurden. Zwei Lei
hen sind bisher geborgen. Es werden noch mehrere
bersonen vermißt.

Tesegramme.

— —

Forbach, 22. Nov. Wie die „Str. N. N“ mitteilen
soll des Zufs. Reciment Nr. 174 im kommenden Jahre von
Metz nach Foibach verlegt werden. S
Trier, 20. Noob. In einer Höhe von etwa 80 Meter
berflogen um 1 Uhr die Militärluf schiffe „P 1“ und
„Me2“ auf der Fahrt nach Matz unsere Stadt. Auf dem
kuerner Exerzierplatz bei Trier war ursprünglich eine Landung
vorgesehen, weshalb 2Kympanien 16ler dorthin kommandirt
vaten. Die Luftschiffe setzten jedoch ihre Fahrt bei schönstem
Wetter fort, ohne zu lander.
Ttier, 21. Nos. Während einer Session der kurtem
zurgischen Kammer kam es bei Beraturg über Mädchen⸗
yymnosien zu einer Prügelei. Ein Abgeordneter schlug einem
dollegen von hinten ias Gesicht. Unter großem Lärm wur—
den die Streitenden getreunt.
Straßburg, 20. Nop. Heute morgen wurde dir 18
ährige Arbeiter Skottiy und seine Geliebte, die Tochter eines
Metzgerweisters, erichossen auf dem Speicher eines Hauses
zufgefunden. Grund zur Tat ist ein unglückliches Liebes⸗
perhälenis.
Metz, 20. Nov. Gegen 2einhalb Uhr kam „P 1“ in
Zicht, wenige Minuten spöter „Me 2“. Beide RNufischiffe
narövrieiten eine halde Stunde lang in einer Höhe von
150 bis 200 Meler gemeinschafilich Uker der Stadt, um⸗
uhren mehrmals die Kathedrale und wandten sich dann zur
Militärlufstich ffhalle von Frescaty. Die in herrlichstem
Sonnenglanz strahlenden Schiffe boten einen faszinierenden
Anblick. Beitz beherbergt nunmehr je ein Lutscheff der drei
merkannten deutschen Syteme. Wie wir Üüdrigens bören
oll der hier fationiette, zZe19 gegen den Kölner 8 2
nusgerauscht werden.
Köln. 22. Noo. Aus den Kreisen der hier komman—
direnden Lu tschiffer-Offiziere hören wir, daß die geundsätz—
ichen Bestimmungsorte der fäalich statifi denden Au'stiege⸗
zorher nicht mehr belannt gegeben werden, um zu vermeiden,
daß die berreff nden Städte unnötig alarmat werden. Die
Führer der Luftich ffe erdalten jedesmal gehetmen Befehl,
vann sie Rufstiege zu nuternehmen und wenn sie zurückzu—
»hren haben.
Wagdeburg, 20. Nov. Geftern nachmit az ist Re—
p'erunasbaumeister Göbeke beim Ueberschreiten des Gleises
zon teinem einfahrenden Zuge überfahten und vollständig zer⸗
malm worden
Bromberg, 22. Nov. Eine 14jährge Schülerin erschoß
'ich aus Ltebeskummer mit einer Btowning⸗-Pistole.
Gleiwitz, 20. Noo. Ja Abvpvesenheit tihret Eltern
rochen ia dem benachbarten Orte Gieschewald die 3 Kinder
zines Beramannes im Alter von 2 bis 7 Jahren in einen
zrotzen Koffer. Dieser klappte zu und alle drei erstsckten
darin.
Wien, 21. Nov In den letzten Tagen erbielten zahl
eiche Offiziere Pulcer in Oblaten pr Pon zugelanot, wel—
hes als raättigungsmiltel anzeprieseu wurde. Die Uter⸗
uchung ergab, doß die Pulver reires Cyaskoli enth'ielten.
Die polizetlichen Richerchen nach dem Absender, der sick
Ftancis nacute, waren besher reultatlos.
Tenerifa, 20. Noo. Unter den Emwohnern vwon sech
unmittelbar durch den Vnskan bedroh en Dö'sfer ist tine aroß
4244*at dohrarco— N-aal 8asclhe 32——n No F

ee wo zu ihrer Aufnahme mehrere Dampfer bereit
iegen.
Wadrid, 20. Nov. Nach Meldungen von der Insel
Tenerifa dauern die Eruptionen des Picode Teide sott. Der
10 Meter breite Lavanrom wendet sich langsam der Ort⸗
ichaft Santiago zu. Die Einwohner sind sämtlich in Sicher⸗
heit gebracht; dee Schaden vermag nur noch die Fluren und
Wohnstätten zu erreichen.
Washington, 20. Nov. Wie der Schozamtssekretär
Mac Veagh bekannt gibt, sind seit 1. März wegen Be⸗—
lügerelen im Newycrker Zolldienst 104 Beamte entlassen
und 123 degradiert, sowie zahlreiche andere Veranderungen
yorgenommen worden.
Newyork, 20. Noo. Aus Cherry wird gemeldet: Im
Bergwerk wurden Leichen in großen Haufen gefunden.
Schwere Verstöße gegen die Sicherheltsgeseze sollen von der
Biubenleitung begangen wo den sein.
Newyork, 20. Nov. Aus Cherry wird gemelbet: Nach.
hem 50 Leichen aus dem Bergwerk herausgeschafft wotrden
waren, erreichten die Rettungsmannschaften eine aus rohen
Steinen und Kohlenstücken errichtete Mauer, hinter der sie
10 lebende Bergleute fanden, die sich in dieser Weise zum
Schutz gegen die Flammen und Gase eingemauert hatten
Sie waren eine Woche lang eingeschlofsen. Die meisten
hjatten beim Ausbcuch des Unglücks ihre Blechkessel mit
Speisen bei sich. Diese wurden nun in kurze Ratlonen eia⸗
zeteilt und nur unter dem Drange des schärfsten Hungeis
aussgegeben. Auch ein Grubenmaulesel wurde geschlachtet
Ddie Männen saßen oder lagen ganz nahe zusammen, mehrere
sind wahnsinnig geworden. Alle wurden sofort über Tag
gebracht, wo bte miisten sich bald erholien. Unbeschreibliche
Szenen spielten sich ab, als Frauen und Kinder sahen, daß
noch lebende dem Schacht entstiegen. Den letzten Nachrichten
jufolge sind noch weitere 70 Bergleunte lebend aufgefunden
worden.

Bekanntmachung
Auf Grund des 8 139 e Abs. 2 des Gesetzes vom 80.
Juni 1900 ist im Bezirke der Bürgermeisterei Dudweiler
im Jahre 1910 ein erweiterter Geschäftsoerkehr in offenen
Ladengeschäften bis spätestens 10 Uhr abends an folgenden
Tagen gestattet worden:
n. an allen Zahltagen der Bergleute der Gruben
Dudweiler und Camphausen und zwar:
am Samstag, den g Januar
e Februar
5. Marz
9.
9. April
3.
. Mai
U. —
4. Juni
18. —
9. JIuli
3.5
6. August
20. —
10. September
24.
8. Oktober
—A
5. November
2. 9 *
23., 10. Dezember
24. ,„ Donnerstag, den 22. *
b. am Samstag vor Ostern, 26. März
e. am Samstag, vor Psingsten, 14. Mai
d. am Samstag vor der Ortskirmes: 17. Sept mber
e. an zwei Wochentagen vor Weihnachten u. z3war
am Freitag, den 23. Dezember
am Samstas, den 24. Dezember
f. am letzten Wochentag vor Neujahr und zwar:
am Samstag, den 31. Dezember.
Dudweiler, den 18. Nov. 1809.
Der Burgermeister Jo st.
Bekanntmachung.
Auf Grund des 8 139d des Gesetzes vom 30. Juni
1900 sind im Jahre 1910 im Bezirke der Bürgermeisterei
Dudweiler Ausnahmen von der gesetzlichen Mindestruhezeit
und Mittagspause an folgenden Tagen gestattet worden
a an zwei Wochentagen in der Osterwoche und war
anm Mittwoch, den 283. Maͤrz
am Samstag, den 26. März
b an zwei Wochentagzen in der Pfinzuwoche und zwar
am Freitag, den 13. Mai
am Samstag, den 14. Mai
c an zwei Wachentagen vor der Ortekirmes uud zwar
am Freitag, den 16. September
am Samstag, den 17. September
de au vier Wochentigen vor Weihnachten und zwar
am Mittwoch, den 21. Dezember
am Donnerstag, den 22. Dezember
am Freitag, den 23. Dezember
am Samstag, den 24. Te mber
e an zwei Wochentagen vor Renjahr pud zvar:
am Freitag, den 30. Dezember
am Samstag den 31. Dezember
Dudweiler, den 18. November 1909.
Der wKürgermeister J o st.
ßleischwer liegkderhimmelüber derErde,
Iund man wag“ in dem feuchten kalten Nebel kaum
zu atmen. Novemberzeit — böse Zeit, sagt ein
Sprichwort, Jetzt werden eben empfindliche Men—
schen nicht recht gesund und Gesunde werden leicht
⸗rank. Da muß denn schon daran erinnert werden
daß Fays ächte Sodener Mineral⸗Pastillen, die man
überal für 85 Pia. kaufen kann, gerade ietzt un—
entbehrlich sind. Vorbeugend soll sie gebrauchen
wer zu Erkältungen neigt; nach Vorschrift anwen—
den soll sie jeder, der erkältet ist, wenn er die Be—
schwerden schleunigst los werden will und ernsten
domplikalionen nicht begegnen will. In allen
Apotheken, Drogens und Mineralwasserhandlungen
zu haben.

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